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Quelle:Mkl/Kappel 1999

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Robert Kappel
Titel    Die Entwicklungskooperation zwischen Europa und den AKP-Staaten - Eine Bewertung der entwicklungspolitischen Folgen des Lome-Modells
Sammlung    Vom Enthusiasmus zur Ernüchterung - Die Entwicklungspolitik der Europäischen Union
Herausgeber    Ferdowsi, Mir A.
Ort    München
Jahr    1999
Seiten    22-44
URL    http://www.gsi.uni-muenchen.de/forschung/forsch_zentr/forschung_3_welt/arbeitspapier/ap27.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Mkl/Fragment 065 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-27 00:18:49 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kappel 1999, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 10-16, 20-23
Quelle: Kappel 1999
Seite(n): 22-23, Zeilen: 22:23-32 - 23:1
Während die Lomé-Konvention von einigen als Verfestigung einer post-kolonialen Kooperation betrachtet wird, die lediglich den Interessen der EG [sic] dient, sehen andere in ihr zu viele planerische Elemente, die dringend einer Liberalisierung bedürfen. Wie man diese Einschätzungen auch werten mag, die allgemeine Forderung nach einer Neuausrichtung des Konzepts ist und bleibt unumgänglich. Klar scheint auch, dass man sowohl auf europäischer als auch auf afrikanischer Seite zum Umdenken gezwungen ist. Kappel analysiert daher richtig, wenn er die Situation wie folgt beschreibt:

„Insgesamt ist das Modell [...] in eine Krise hineingeraten, weil die AKP-Länder an überkommenen Ausgleichsmaßnahmen festhalten und die EU durch die neuen Herausforderungen in Osteuropa, im Mittelmeer sowie vor allem im Globalisierungsprozess neue Handlungsräume erschließen möchte“ (Kappel 1999: 23f.).

Somit sind die AKP-Länder, aller Kooperations-Rhetorik zum Trotz, immer mehr zu einem lästigen Partner für die EU geworden. Lästig zum einen deswegen, weil sie, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur geringe wirtschaftliche Fortschritte gemacht haben. Zum anderen, weil sie in der Armutsbekämpfung nicht vorangekommen sind.

[Seite 22]

In den letzten Jahren haben jedoch zahlreiche Experten aus unterschiedlichen Motiven für eine Veränderung des Modells plädiert. Einige sehen in der Lomé-Konvention eine Verfestigung einer post-kolonialen Kooperation, die lediglich den Interessen der EU diene, andere sehen zu viele planerische Elemente, die dringend einer Liberalisierung bedürfen. Insgesamt ist das Modell jedoch in eine Krise hineingeraten, weil die AKP-Länder an überkommenen Ausgleichsmaßnahmen festhalten und die EU durch die neuen Herausforderungen in Osteuropa, im Mittelmeer sowie vor allem im Globalisierungsprozeß neue Handlungsspielräume erschließen möchte. Die AKP-Länder sind trotz aller Kooperations-Rhetorik zu einem lästigen Partner für die EU geworden. Lästig, weil diese Länder, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur geringe wirtschaftliche Fortschritte

[Seite 23]

gemacht haben, und die Armutsbekämpfung nicht vorangekommen ist.

Anmerkungen

Ein korrektes Zitat umgeben von ungekennzeichneten Übernahmen aus derselben Quelle. Art und Umfang der Übernahme bleiben somit ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Mkl/Fragment 078 14b - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-26 07:11:01 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kappel 1999, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 14-29
Quelle: Kappel 1999
Seite(n): 34, Zeilen: 17-33
Ebenso lassen sich weitere „Schwachstellen“ des STABEX-Systems ausmachen:

- Die Gesamtzahlungen sind auf bestimmte Plafonds begrenzt, so dass extreme Preissenkungen nicht aufgefangen werden können. Der Ausgleich eines langfristigen Verfalls der Rohstoffpreise erscheint daher nicht möglich.

- Die Zahl der einbezogenen Produkte ist begrenzt. Es fehlen die Agrarprodukte, die durch die EG-Marktordnungen gestützt werden (z.B. Zucker und Tabak).

- Durch die Festlegung einer Abhängigkeitsgrenze von fünf Prozent besteht kaum ein Anreiz zur Diversifizierung. Vielmehr konzentrieren sich die von STABEX begünstigten Länder noch stärker auf die Produktion entsprechender Güter und verfestigen somit die vorhandenen monokulturellen Strukturen.

- Die Auszahlung der Mittel verläuft zum Teil sehr schleppend, da zwischen den AKP-Ländern und der EU zunächst eine Rahmenvereinbarung der gegenseitigen Verpflichtung geschlossen werden muss.

- STABEX-Zahlungen stellen einen Einkommenstransfer an die jeweilige Regierung dar. Es handelt sich folglich um Entwicklungshilfe ohne Lieferbindung (vgl. Kappel 1999: 37).

Obwohl das STABEX-Subventionssystem einen Beitrag zum Ausgleich von Erlösminderungen leistet und damit auf den ersten Blick als sinnvolles Instrument angesehen werden könnte, sind die langfristigen Wirkungen eher negativ, zumal es auch einige wesentliche Schwächen hat: a) Die Gesamtzahlungen sind auf bestimmte Plafonds begrenzt, so daß extreme Erlössenkungen nicht aufgefangen werden konnten. 1993 wurden beispielsweise Transferansprüche in Höhe von 473 M io. ECU gestellt, jedoch standen nur Mittel in Höhe von 285 Mio. ECU zur Verfügung. b) Die Zahl der einbezogenen Produkte ist begrenzt, es fehlen die Agrarprodukte, die durch die EG-Marktordnungen gestützt werden. c) Durch die Festlegung einer Abhängigkeitsgrenze (5%) besteht kaum ein Anreiz zur Diversifizierung. Die von STABEX begünstigten Länder konzentrieren sich noch stärker auf die Produktion der STABEX-Güter und verfestigen damit monokulturelle Strukturen. Länder, die die Abhängigkeitsschwelle durch die Diversifizierung ihrer Produktpalette unterschreiten, werden faktisch bestraft. d) Die Auszahlung der Mittel ist zum Teil sehr schleppend, weil zwischen den AKP-Ländern und der EU zunächst eine Rahmenvereinbarung der gegenseitigen Verpflichtung geschlossen werden muß. e) STABEX-Transfers stellen einen Einkommenstransfer an die Regierung dar, sie sind Entwicklungshilfe ohne Lieferbindung.
Anmerkungen

Vgl. auch Mkl/Fragment_078_14. Art und Umfang der Übernahme bleiben im Dunkeln.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Mkl/Fragment 080 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-27 22:53:19 Schumann
Fragment, Kappel 1999, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 080, Zeilen: 11-13
Quelle: Kappel 1999
Seite(n): 036, Zeilen: 19-26
Art. 17 des Lomé-IV-Abkommens formuliert als Ziel der Industrialisierung ein sich selbst tragendes Wachstum und eine ausgewogene und vielfältige Entwicklung. Insbesondere unterstützt werden soll die vertikale und horizontale Diversifizierung der Volkswirtschaften. Industrieförderung: In Artikel 17 des Lomé-IV-Vertrages wird als Ziel der Industrialisierung ein sich selbst-tragendes Wachstum und eine ausgewogene und vielfältige Entwicklung genannt. Insbesondere unterstützt werden soll die vertikale und horizontale Diversifizierung der Volkswirtschaften.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann)

[4.] Mkl/Fragment 095 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-22 21:24:08 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Kappel 1999, Mkl, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 095, Zeilen: 01-15
Quelle: Kappel 1999
Seite(n): 27-28, Zeilen: 27:24 - 28:15
Die Folgen dieser Schwächen zeigen sich in Informalität, Illegalität und Kriminalität. Die Strukturanpassungsprogramme verstärken diese Prozesse einerseits durch die Schwächung des Rentenstaates, tragen jedoch andererseits zu einem Prozess der schnellen Veränderung – mit neuen Wachstumspotentialen – bei. Der Anpassungsdruck auf Afrika wächst, ohne dass Hoffnung auf tief greifende Veränderung besteht. Es fehlt die Nähe zu den OECD-Märkten, es mangelt an einer ausdifferenzierten Produktpalette und an Direktinvestitionen.

Eine mittelfristig verbesserte Weltmarktintegration Afrikas erscheint aussichtslos.

Insgesamt sind die Ökonomien Afrikas durch strukturelle Faktoren, exogene Schocks und Informalität von Staat und Gesellschaft gekennzeichnet. Ein struktureller Wandel, der den Anforderungen des Globalisierungsprozesses gerecht wird, ist nicht zu erwarten. Liberalisierungsmaßnahmen und Strukturanpassungsprogramme haben diesbezüglich bislang nur wenigen Ländern Anstöße geben können. Auch die Entwicklungshilfe scheint dieser Tendenz nicht entgegenwirken zu können. Vielmehr begünstigt sie die Rentenaneignung und scheint die Informalität von Staat und Gesellschaft eher zu stärken als zu mildern. In diesem Zusammenhang bildet auch die Lomé-Kooperation keine Ausnahme (vgl. Box/von Braun/Gabas 1999).

Die Folgen dieser Schwächen zeigen sich in Informalität, Illegalität und Kriminalität. Die Strukturanpassungsprogramme verstärken diese Prozesse auf der einen Seite durch die Schwächung des Rentenstaates, auf der anderen Seite jedoch tragen sie zu einem Prozeß der schnellen Veränderung - mit neuen Wachstumspotentialen - bei. Der Anpassungsdruck auf Afrika wächst, aber es besteht nur geringe Hoffnung auf tiefgreifende Veränderung. Krisenverstärkende wie krisenmildernde Entwicklungen kristallisieren sich heraus. Aus wachstumstheoretischer Sicht läßt sich begründen, daß die meisten Länder Afrikas nicht vor einem Take-Off stehen. Entwicklungszusammenarbeit wird also einspringen, um bestenfalls einige negative Folgen abzumildern - falls keine gravierenden Fehler gemacht werden.35 Aus

[Seite 28]

raumtheoretischer und auch aus handelstheoretischer Sicht läßt sich die weitere Marginalisierung Afrikas ableiten. Es fehlt die Nähe zu den OECD-Märkten, es fehlt die Produktpalette, und hohe Transport- und Kommunikationskosten lassen eine verbesserte Weltmarktintegration Afrikas als mittelfristig aussichtslos erscheinen. Komparative Vorteile bestehen bei den traditionellen Export- und einigen Nischenprodukten. Positive Wirkungen für das Wirtschaftswachstum durch Auslandsdirektinvestitionen transnationaler Konzerne, Portfolioinvestitionen und verbesserte Information und Kommunikation erweisen sich bei näherem Hinsehen als trügerische Hoffnungen. Eher wird sich eine weitere Marginalisierung einstellen. Wachstumseffekte entstehen kaum. Afrikas Ökonomien sind insgesamt durch strukturelle Faktoren, exogene Schocks und Informalität von Staat und Gesellschaft derzeit kaum in der Lage, im Globalisierungsprozeß flexibel zu reagieren und sich im Wandel anzupassen. Liberalisierung und Strukturanpassungsmaßnahmen haben bislang nur wenigen Ländern Anstöße geben können. Entwicklungshilfe begünstigt die Rentenaneignung und scheint vielfach eher die Informalität von Staat und Gesellschaft zu stärken als abzumildern. Die Lome-Kooperation bildet keine Ausnahme.36


35 Wie die Studie der Weltbank zur Entwicklungshilfe darlegt, hat diese jedoch häufig gravierende Schwächen, vgl. World Bank: Assessing Aid, Oxford/ New York 1999.

36 Vgl. Louk Box/ Joachim von Braun/ Jean-Jacques Gabas: Was kommt nach Lomé IV? Die Politik muß sich noch stärker an der Praxis orientieren, Maastricht 1999.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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