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Quelle:Mm/Angermann 1979

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Erich Angermann
Titel    Die amerikanische Revolution im Spiegel der Geschichte.
Sammlung    Revolution und Bewahrung: Untersuchungen zum Spannungsgefüge von revolutionärem Selbstverständnis und politischer Praxis in den Vereinigten Staaten von Amerika
Herausgeber    Erich Angermann
Ort    München
Verlag    Oldenbourg
Ausgabe    Beiheft 5 (N.F.)
Jahr    1979
Seiten    13-88
Reihe    Historische Zeitschrift
ISBN    3-486-48671-3

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    84


Fragmente der Quelle:
[1.] Mm/Fragment 076 19-23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:39:20 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 19-23
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 19, Zeilen: 6-12
Aus dem Bedürfnis heraus, der jungen Nation einen einenden Erlebnishintergrund zu schaffen, erwuchs ein Kult der Patrioten- und Heroenverehrung, dem Historiker wie David Ramsay („History of the American Revolution", 1789) oder Mason Locke Weems („Life of George Washington", 1800) mit ihren Schriften huldigten.[FN 4]

[FN 4: Siehe hierzu: Sydney G. Fisher: The Legendary and Myth-Making Process in Histories of the American Revolution, in: Proceedings of the American Philosophical Society, vol. 51, 1912, S. 53-75; Dixon Wecter: The Hero in America: A Chronicle of Hero-Worship, New York 1941/1963.]

Aus dem Bedürfnis, der Nation einen einenden Erlebnishintergrund

zu schaffen, das die Historiker mit den Politikern, Literaten und Künstlern der jungen Republik teilten, erwuchs zum einen ein von Nostalgie nicht freier Hang, die Amerikanische Revolution im engeren Sinn als eine hohe Zeit gemeinnationalen Denkens, Empfindens und Handelns im Gegensatz zur „Critical Period" und zum Parteienhader der 1790er Jahre darzustellen.

Anmerkungen

Fragment wäre für sich genommen unproblematisch, wenn Mm an dieser Stelle auch die Quelle genannt hätte. Offensichtlich "dampft" sie das Original ein, wobei sie Originalformulierungen beibehält (was legitim wäre), im unmittelbar folgenden Fragment wird die Übernahme dann aber endgültig augenfällig. Nochmal: weder hier noch im folgenden Fragment nennt die Autorin ihre Quelle.

Sichter

[2.] Mm/Fragment 076 23-29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:39:22 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 23-29
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 19, Zeilen: 12-19
Zum anderen ergab sich der Wunsch, sich gegenüber der Alten Welt in den ersten Jahrzehnten nach der Revolution und Gründung der Nation zu emanzipieren: Man versuchte sich gedanklich wie schriftlich vom Mutterland abzusetzen, dessen Herrschaft man abgeschüttelt hatte, wobei man gleichzeitig dem moralischen Verfall der Europäer - vor allem dem der britischen Regierung - „the rising glory" des neuen Reichs der Tugend und Freiheit entgegensetzte.[FN 5]

[FN 5: Vgl. Erich Angermann: To steer clear of permanent alliances. Neutralität, Parteipolitik und nationale Konsolidation in der Frühgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, in: Vom Staat des Ancien Régime zum modernen Parteienstaat, (Festschrift für Theodor Schieder), Hrsg.: H. Berding/K. Düwell/L. Gall/W. J. Mommsen/H.-U. Wehler, München 1978, S. 133-144.]

Zum anderen ergab sich daraus aber auch die aus Zurückweisung

und Drang nach Anerkennung sonderbar gemischte Haltung der Amerikaner gegenüber der Alten Welt in den ersten Jahrzehnten nach der Grundlegung ihrer Nation: Man wünschte sich abzusetzen gegenüber dem Mutterland, dessen Herrschaft man abgeschüttelt hatte, und im weiteren Sinn gegenüber der Alten Welt, deren moralischem Verfall man „the rising glory" des neuen Reichs der Tugend und Freiheit entgegensetzen wollte. [...]

[FN 10]

[FN 10: Vgl. dazu ausführlicher Erich Angermann: To steer clear of permanent alliances. Neutralität, Parteipolitik und nationale Konsolidation in der Frühgeschichte der Vereinigten Staaten von Amerika, in: Vom Staat des Ancien Régime zum modernen Parteienstaat, Festschrift für Theodor Schieder, hg. v. Helmut Berding, Kurt Düwell, Lothar Gall, Wolfgang J. Mommsen, Hans-Ulrich Wehler (München 1978), 133-144, [...]]

Anmerkungen

Dem einleitenden "Zum anderen" von Mm fehlt in ihrer Ausführung die Entsprechung. Diese findet man im Text von Angermann.<br/>Die nahtlose Fortsetzung der übernommenen Passage aus Angermann findet man auf Seite 97 [1]. Die Fußnote von Mm verweist auf eine andere Arbeit von Angermann, deren Angabe in der von Mm ungenannten Quelle eine Seite später zu finden ist.

Sichter

[3.] Mm/Fragment 087 38-44 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 14:14:46 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 87, Zeilen: 38-44
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 13, Zeilen: 5-10
Wie keine andere unter den großen Revolutionen der Neuzeit war die Amerikanische zugleich auch die Geburtsstunde der Nation. Mit ihr begann ein neuer Abschnitt der Geschichte des amerikanischen Volkes, ja, sie begründete regelrecht auch die nationale Identität der Amerikaner und wurde somit unweigerlich zum existentiellen Bezugspunkt, zur progressiven Ideologie für das historische Selbstverständnis der Vereinigten Staaten von Amerika.[FN 62]

[FN 62: Zur Bedeutung der Amerikanischen Revolution für das historische Selbstverständnis der Amerikaner siehe aus der uferlosen Literatur: Daniel J. Boorstin: The Genius of American Politics, Chicago 1953, S. 10-22; Richard B. Morris: The American Revolution Reconsidered, New York 1967; Bernard Bailyn: The Central Themes of the American Revolution: An Interpretation, in: Stephen G. Kurtz/James H. Hutson (eds.): Essays on the American Revolution, New York 1973, S. 3-31; Edmund S. Morgan: The Birth of the Republic, 1763-89, Chicago 1977<sup>2</sup>; Michael Kammen: A Season of Youth: The American Revolution and the Historical Imagination, New York 1978; Erich Angermann: Die Amerikanische Revolution im Spiegel der Geschichte, (Hrsg. E. Angermann), München 1979, S. 13 (Historische Zeitschrift, Beiheft 5); Seymour Martin Lipset: The First New Nation: The United States in Historical and Comparative Perspective, (Kap.: Revolution as the Source of National Identity), New York 1979<sup>2</sup>, S. 74ff.; Hans-Christoph Schroder: Die Amerikanische Revolution, München 1982, S. 147ff.; Horst Dippel: Die Amerikanische Revolution 1763-1787, Frankfurt/M. 1985, S. 112ff.]

WIE keine andere unter den großen Revolutionen der Neuzeit ist die amerikanische zugleich die Geburtsstunde der Nation. Mit ihr beginnt nicht einfach ein neuer Abschnitt der Geschichte des amerikanischen Volkes; vielmehr hat sie dessen nationale Identität recht eigentlich erst begründet und ist deshalb zum fixen Bezugspunkt für das historische Selbstverständnis der Vereinigten Staaten von Amerika geworden.[FN 1]

[Fn 1: Vgl. Daniel J. Boorstin: The genius of American politics (Chicago 1953), bes. 10-22; s.a. Richard B. Morris: The American Revolution reconsidered (New York 1967), Bernard Bailyn: The central themes of the American Revolution. An interpretation, in: Stephen G. Kurtz, James H. Hutson (eds.): Essays on the American Revolution (New York 1973), 3-31, und - schon vom Titel her charakteristisch - Edmund S. Morgan: The birth of the Republic, 1763-89 (Chicago <sup>3</sup>1977). Aus der Perspektive seiner früheren Arbeiten und unter dem Einfluß kulturanthropologischer Vorstellungen kommt auch Michael Kammen: A season of youth. The American Revolution and the historical imagination (New York 1978),[...]]

Anmerkungen

Unglaublich - Mm übernimmt bereits die ersten beiden Sätze des Angermann-Artikels fast wortwörtlich. In der angegebenen Fußnote [FN 62] werden dann folgerichtig auch die Literaturangaben, die Angermann in seiner Fußnote [FN 1] auflistet, identisch übernommen. Dieser Liste fügt Mm dann auch - "unauffällig" - den vorliegenden Angermannaufsatz hinzu.

Sichter

[4.] Mm/Fragment 095 11-16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:35 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 11-16
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 16-17, Zeilen: S.16,18-23 und S.17,3-7
Ihr Anliegen dokumentierte sich in einer Geschichtsauffassung, die der englische Historiker Herbert Butterfield als „Whig Interpretation of History" bezeichnete, „in which the idea of progress is a central tenet", und die sich an den vermeintlichen Bedürfnissen und Aufgaben der jeweiligen Gegenwart orientierte, sowie die vielfältigen historisch-politischen Geschehnisse auf einfache, leicht dramatisierbare moralische Stellungnahmen reduzierte.[FN 103]

[FN 103: Vgl. hier Herbert Butterfield: The Whig Interpretation of History, Harmondsworth/Middlesex 1973 (London 1931); R. Hofstadter: The Progressive Historians, (Kap.: Historical Writing Before Turner), a.a.O., S. 7; E. Angermann: Die Revolution im Spiegel der Geschichte, a.a.O., S. 16 f.]

Der englische Historiker Herbert Butterfield hat vor bald einem halben Jahrhundert die Gefahren einer solchen am angeblichen Fortschritt und an den vermeintlichen Bedürfnissen und Aufgaben der jeweiligen Gegenwart ausgerichteten Geschichtsauffassung als „Whig Interpretation of History" einer ebenso treffenden wie beißenden Kritik unterzogen.6)

[...]

In Verbindung damit beobachtete Butterfield eine Reduktion des vielfältigen historischen Geschehens auf einfache, leicht dramatisierbare, zeitlose Grundfragen, die eine moralische Stellungnahme zu erheischen und leicht zu machen scheinen.

[FN 6: Herbert Butterfield: The Whig interpretation of history (London 1931), Ndr. Harmondsworth/Middlesex (1973)]

Anmerkungen

-

Sichter

[5.] Mm/Fragment 096 05-07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:37 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 96, Zeilen: 5-7
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 21-22, Zeilen: 21,28-30 und 22,1f
George Washington bot sich aufgrund seiner tatsächlichen,

aber auch selbststilisierten staatsmännischen Weisheit und Würde wie republikanischen Bürgertugend als besonders ideales Heldenobjekt an.

Mit seinem würdig-steifen, unnahbaren Wesen und

seiner auf staatsmännische Weisheit und republikanische Bürgertugend hin stilisierten Selbstdarstellung hatte er den Zugang zu seiner durchaus dynamischen, von starken Emotionen bewegten Persönlichkeit selbst erschwert.

Anmerkungen

Eine bemerkenswerte Stelle: Mm benutzt offensichtlich - wieder ohne Quellenangabe - Formulierungen der Vorlage, verdreht den Sinn aber ins Gegenteil. Ist das nun eine Eigenleistung?

Sichter

[6.] Mm/Fragment 096 07-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:39 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 96, Zeilen: 7-14
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 22, Zeilen: 2-9, 101-108
Der Oberste Bundesrichter John Marshall nahm den biographischen Rahmen für seinen Washington-Mythos zum Anlaß, um parallel auch eine allgemeine Geschichte seiner Zeit und seines Landes vom Standpunkt der Federalists - ein fünfbändiges Kompendium „geschwätzig-stumpfer Gelehrsamkeit" (1804-1807) - zu schreiben.[FN 109] Indessen, der eigentliche Schöpfer der Washington-Legende als Kernstück der politischen Folklore Amerikas war Parson Weems, Wanderprediger und Buchhausierer.[...][FN 110]

[FN 109: Vgl. John Marshall: The Life of George Washington, Philadelphia 1804-1807, 5 vols.. Dazu kritisch E. Angermann: Die Revolution im Spiegel der Geschichte, a.a.O., S. 22.]

[FN 110: Vgl. Mason Locke Weems: The Life of George Washington. With curious anecdotes, equally honourable to himself and exemplary to his young countrymen, Philadelphia 1808 (new ed. M. Cunliffe, Cambridge, Mass., 1962).]

So nahm denn auch sein überzeugter Mitstreiter, der Oberste Bundesrichter John Marshall, in seinem Lebenshild den biographischen Rahmen nur zum Vorwand für eine allgemeine Geschichte seiner Zeit und seines Landes vom Standpunkt der Federalists - ein fünfbändiges Grab geschwätzig-stumpfer Gelehrsamkeit.17) Der eigentliche Schöpfer des Washington-Mythos als Kernstück der politischen Folklore Amerikas wurde indessen ein cleverer Wanderprediger und Buchhausierer, „Parson" Weems.18)

[FN 17: Vgl. John Marshall: The life of George Washington ... , 5 vols. (Philadelphia 1804—07), deutsch: Lebensbeschreibung G. Washingtons, nach den Originalpapieren zusammengetragen ..., 4 Teile (Hamburg 1805-06), vgl. aber auch David Ramsay: The life of George Washington (Baltimore,Md., 1807).]

[FN 18: Vgl. Mason Locke Weems: The Life of George Washington. With curious anecdotes, equally honourable to himself and exemplary to his young countrymen (Philadelphia <sup>6</sup>1808, zuerst u.a.T.a 1800, <sup></sup>1826, <sup></sup>1921). new ed. by Marcus Cunliffe (Cambridge, Mass., 1962) [...]]

Anmerkungen

-

Sichter

[7.] Mm/Fragment 096 47-48 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:41 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 96, Zeilen: 47-48
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 17, Zeilen: 27-29
Erst in jüngster Zeit hat sich die amerikanische Forschung eingehender mit den

Werken und Absichten der frühnationalen Historiker beschäftigt.115 Dabei tre-[ten, wie Erich Angermann herausgearbeitet hat, vier ineinanderübergreifende Merkmale in den Vordergrund:]

Erst in jüngster Zeit hat sich die Forschung eingehender und verständnisvoller mit Werk und Absichten dieser

frühen Historiker der Amerikanischen Revolution beschäftigt.8) Dabei [schälen sich vier ineinandergreifende Aspekte als für die hier zu verfolgende Fragestellung besonders bedeutsam heraus.]

Anmerkungen

In der Fußnote werden dann auch die Quellen der Vorlage eins zu eins aufgelistet.<br/> Auf der folgenden Seite erwähnt Mm, wie man sehen kann, den Autor der Vorlage (E.Angermann), allerdings ohne irgendeine der nachstehenden wortwörtlichen Übernahmen zu kennzeichnen.<br/>Man achte auf Mms kreativen Beitrag "ineinanderübergreifende".

Sichter

[8.] Mm/Fragment 097 02-04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:43 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 2-4
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 18, Zeilen: 3-5
Erstens waren es nicht die politischen Akteure

ersten Ranges, die die Geschehnisse vor und nach der Amerikanischen Revolution beschrieben [...]

Zunächst und vor allem waren es nicht die politischen und militärischen

Akteure ersten Ranges, die die Geschichte der Amerikanischen Revolution mit der Authentizität derer schrieben, die sie gemacht hatten.

Anmerkungen

Das Fragment an sich wirkt vielleicht "harmlos". Dieses und die folgenden Fragmente auf Mm, S.97, enthalten aber eine Vielzahl aus Angermann 1979 <b>wörtlich</b> übernommener Formulierungen, welche sämtlich nicht als Zitate gekennzeichnet sind. Auf die Vorlage wird im einleitenden Satz und in einer abschließenden Fußnote 116) kurz hingewiesen.

Sichter

[9.] Mm/Fragment 097 05-11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:45 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 5-11
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 18, Zeilen: 12-19
[...] sondern Mitstreiter des dritten oder vierten Gliedes wie Jeremy Belknap, William Gordon,

David Ramsay, Mercy Otis Warren oder auch Noah Webster und Jedidiah Morse. Als nicht unmittelbar Beteiligte an den politischen Entscheidungen waren diese Geschichtsschreiber fast ausschließlich auf das „British Annual Register" angewiesen, da ihnen Primärquellen kaum zur Verfügung standen.

So blieben Mitstreiter des dritten oder vierten Gliedes wie Jeremy Belknap, William

Gordon, David Ramsay, Mercy Otis Warren, aber auch Noah Webster, Jedidiah Morse und manche anderen, die ihre Kenntnis der Hergänge nur sehr zum Teil unmittelbarem Erlebnis verdankten und schon deshalb auf das ,Annual Register' als die einzige leicht zugängliche Faktensammlung angewiesen waren. Primärquellen waren derzeit nur sehr beschränkt verfügbar.

Anmerkungen

-

Sichter

[10.] Mm/Fragment 097 13-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:47 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 13-14
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 18, Zeilen: 27-28
Unter diesem Prisma stellten sie ihre Geschichtsschreibung

bewußt in den Dienst nationaler Einheit und Konsolidation [...]

Ihre Geschichtsschreibung stand daher ganz bewußt im

Dienst der nationalen Einigung und Konsolidation [...]

Anmerkungen

Und wieder eine (wenn auch kleine) Passage, wo Mm auf eigene Worte verzichtet und sich (ohne Kennzeichnung) der Formulierungen von Angermann 1979 bedient.

Sichter

[11.] Mm/Fragment 097 15-21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:49 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 15-21
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 19, Zeilen: 19-26
In diesen Zusammenhang gehörten auch die Whig-Interpretationen der Amerikanischen

Revolution mit ihrer moralischen Abwertung der britischen Regierung und die Ideologie der auf Tugend gründenden Einzigartigkeit Amerikas, ja schließlich das Sendungsbewußtsein der jungen Nation, das die Neue Welt als Avantgarde der Freiheit in aller Welt sah und sich späterhin zur Idee einer „Manifest Destiny" verdichtete.

In diesen Zusammenhang gehört die Whig-Interpretation der

Amerikanischen Revolution mit ihrer moralischen Abwertung der britischen Regierung, gehört auch die ganze Ideologie des Republikanismus und der auf Tugend gründenden Einzigartigkeit Amerikas; hierher gehört endlich das halb puritanische, halb aufklärerische Sendungsbewußtsein der jungen Vereinigten Staaten, das die Neue Welt als Avantgarde der Freiheit in aller Welt sah und sich späterhin zum Gedanken einer „Manifest Destiny" verdichtete,

Anmerkungen

in den Amerikastudien nicht erwähnt

Sichter

[12.] Mm/Fragment 097 22-28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:51 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 22-28
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 20, Zeilen: 16-22
Mit Appellen an den Patriotismus und das einende, identitätsstiftende Moment

der Amerikanischen Revolution sollten alle Zweifel kompensiert und ein historischer Konsensus hergestellt werden. Die demokratischen Errungenschaften und moralisch-politischen Grundwerte waren so gut wie unumstritten, im Grunde genommen ging es bei allem Parteienhader nur darum, wie man „the rising glory" am besten bewahren, ausbauen und festigen konnte.

[...] und das Bewußtsein der eigenen Schwäche wurden überkompensiert mit lautstarken Appellen an den Patriotismus und das einende, Identität stiftende Erlebnis der Amerikanischen Revolution. Deren moralisch-politische Grundwerte und demokratische Errungenschaften waren selbst in den hitzigen 1790er Jahren so gut wie unumstritten, und es ging bei allem Parteienhader im Grunde nur darum, wie man sie am besten bewahren, ausbauen, festigen konnte.
Anmerkungen

(ohne Worte)

Sichter

[13.] Mm/Fragment 097 28-31 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:53 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 28-31
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 21, Zeilen: 5-9
So stand an vierter Stelle die Überlegung, zur Übermittlung der amerikanischen Ideologie sich der Form der Popularisierung der heroischen Taten zu bedienen, und zwar mittels der Biographie.[...][FN 116]

[FN 116: Vgl. E. Angermann, op. cit., S. 17-23. Siehe hierzu auch: Richard Buel: Securing the Revolution: Ideology in American Politics, 1789-1815, Ithaca, N.Y., 1972.]

An vierter Stelle steht die folgende Überlegung: Eine besonders geeignete Form der Popularisierung dieser nationalen Geschichtslegende mußte an sich die Biographie sein, zumal die Poeten, Prediger und Publizisten nicht müde wurden, die Heldentaten der Revolution zu feiern, und die Zeit mit dem Plutarch noch wohl vertraut war.
Anmerkungen

Die Zuordnung des Literaturverweises bleibt vollständig im Dunkeln.

Sichter

[14.] Mm/Fragment 098 01-03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:55 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 1-3
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 23, Zeilen: 15-18
[... so war der einflußreichste und wichtigste romantische Geschichtsschreiber]

des demokratischen Gedankens und seiner Verwirklichung in den von der göttlichen Providenz dazu auserwählten Vereinigten Staaten von Amerika eindeutig George Bancroft.[FN 118]

Der Wichtigste und Wirkungsvollste war ohne alle Frage George

Bancroft, der große romantische Geschichtsschreiber des demokratischen Gedankens und seiner Verwirklichung in den von der göttlichen Vorsehung dazu auserkorenen Vereinigten Staaten von Amerika.12)

Anmerkungen

Fußnoten 118 und 119 von Mm geben einige der in Angermann, Fußnote 12 gegebenen Quellen wieder (mit den dort genannten Bezugnahmen).

Sichter

[15.] Mm/Fragment 098 07-12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:57 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 7-12
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 23-24, Zeilen: S.23,18 - S.24,7
Aus seiner Quellenkenntnis zeichnete er mit demokratischer Leidenschaft, theologisch fundierter Einsicht in den Heilsplan Gottes und enthusiastischem Nationalismus ein Bild der amerikanischen Geschichte bis zur Annahme der Verfassung, das im Sinne der Whig-Tradition den Fortschritt der Freiheit unter Gottes Führung betonte und keinen Zweifel an der moralischen Überlegenheit der Amerikaner aufkommen ließ.[FN 120]

[FN 120: Vgl. E. Angermann: Die Amerikanische Revolution im Spiegel der Geschichte (Kap.: Romantik und Realismus), a.a.O., S. 23 f.]

Aus schier unerschöpflicher Ouellenkenntnis schuf er mit demokratischem

Pathos, problemloser Einsicht in den Heilsplan Gottes und unreflektiertem Nationalismus ein Tableau der amerikanischen Geschichte bis zur Annahme der Verfassung, das ganz im Sinne der Whig-Tradition den Fortschritt der Freiheit unter Gottes Führung nachzeichnete und keinerlei Zweifel an der moralischen Überlegenheit der Amerikaner aufkommen ließ.

Anmerkungen

Fußnote 120 verweist auf Angermann - identische Sentenzen sind allerdings nicht als Zitate gekennzeichnet/erkennbar.

Sichter

[16.] Mm/Fragment 098 33-35.39-42 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:14:59 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 33-35 und 39-42
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 24, Zeilen: 18-23
Seine reichen Erfahrungen aus Wissenschaft, Politik und Diplomatie schärften seine historisch-politische Urteilskraft und führten den nicht unkritischen Bewunderer Andrew Jacksons -

„he would endorse Jackson and cry out for democracy and egalitarianism, but was quickly disgusted with the coarseness of Jackson's levees where he saw ,all the refuse that Washington could turn forth from its workshop and stables'" -

nicht zuletzt auch unter dem Eindruck des Bürgerkrieges im Laufe seines Lebens von einer demokratischen Überzeugung Jeffersonscher Prägung zu einer eher konservativen Einschätzung der bewahrenden und konsolidierenden Kräfte Amerikas.[FN 123]

Reiche Erfahrung in Politik und Diplomatie schärfte seine politische Urteilskraft und führte den Bewunderer Andrew Jacksons, nicht zuletzt unter dem Eindruck des Bürgerkrieges, im Lauf eines langen Lebern von einem enthusiastischen

Demokrtismus Jeffersonscher Prägung zu eher konservativer Einschätzung der bewahrenden und konsolidierenden Kräfte.

Anmerkungen

Fußnote 123 enthält einzig einen Hinweis auf das eingeschobene englische Zitat - die Vorlage Angermann wird an dieser Stelle nicht erwähnt.<br/> (* Das englische Zitat wurde nicht in die Zeilenzählung mitaufgenommen *)

Sichter

[17.] Mm/Fragment 100 39-42 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:01 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 39-42
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 25-26, Zeilen: S.25,31 - S.26,1-4
<br/>

<br/>

Anders als Bancroft und Parkman war Richard Hildreth, äußerlich ganz der Tradition der neuenglischen Federalists verpflichtet, ein radikal-romantischer Reformer: Temperenzler, Abolitionist, Gegner der von den Whigs unterstützten Nationalbank, Antiklerikaler, aber auch kein Fürsprecher der Nativists.

Diese Auffassung der frühnationalen Phase war so ziemlich das einzige,

das Bancroft mit seinem allerdings sehr viel weniger erfolgreichen Gegenspieler Richard Hildreth teilte.23) Äußerlich ganz in der Tradition der neuenglischen Federalists wurzelnd, war er unter dem Einfluß Jeremy Benthams zugleich ein eifriger Reformer: Temperenzler, Abolitionist, Gegner der von den Whigs unterstützten Nationalbank, Antiklerikaler, aber auch kein Freund der Nativists.

Anmerkungen

-

Sichter

[18.] Mm/Fragment 101 01-03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:03 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 1-3
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 25, Zeilen: 4-6, 10-14
[Sein unattraktiver, schwerfälliger Stil, bar aller Eleganz und Eloquenz, aber vor allem sein sozialkritischer Blickwinkel, der ihn veran-]laßte, gesellschaftliche Prozesse weitgehend im Zeichen materieller Interessenkonflikte und ökonomischer Determination zu sehen, waren nicht das, was das amerikanische Publikum lesen wollte.[FN 135]

[FN 135: Vgl. hierzu: Donald E. Emerson: Richard Hildreth, Baltimore, Md., 1946, S. 133, 140,162; E.Angermann, op. cit., S. 24 ff.]

Als Sozialkritiker sah er gesellschaftliche

Prozesse weitgehend im Zeichen materieller Interessenkonflikte und ökonomischer Determination - [...] Seine Sprache ist in Übereinstimmung damit sachlich unterkühlt, sein Urteil oft scharf, ja schneidend kalt, kritisch analysierend, sein Stil klar und verständlich, aber schwerfällig und bar aller Anmut und Eleganz. Das war nicht, was das amerikanische Publikum lesen wollte.

Anmerkungen

Trotz (unscharfer) Quellenangabe sind zitierte Formulierungen als solche nicht erkennbar.

Sichter

[19.] Mm/Fragment 101 12-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 14:16:16 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 12-14
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 25-26, Zeilen: S.25,30 - S. 26,1
[...] während er Alexander Hamilton als Helden und Vorkämpfer einer starken nationalen Regierung gegenüber dem regionalen oder einzelstaatlichen Partikularismus darstellte. Sein Held, mit dem er sich nach Weltansicht und politischer Zielsetzung weitgehend, wenn auch keineswegs unkritisch identifizierte, war Alexander Hamilton, der Vorkämpfer einer starken nationalen Regierung gegenüber dem regionalen oder einzelstaatlichen Partikularismus.
Anmerkungen

Nur wenige Zeilen, aber die sehr spezielle Wortwahl zur Charakterisierung von A.Hamilton verrät die an dieser Stelle nicht angegebene Vorlage.

Sichter

[20.] Mm/Fragment 102 03-07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 14:16:21 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 3-7
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 30, Zeilen: 13-18
Seine deutsche Gelehrsamkeit und sein Rigorismus, bis hin zu einer taktlosen Überheblichkeit, verprellten oft seine amerikanischen Leser. Gleichwohl paßte er mit seinem Nationalismus und ausgeprägten Sozialkonservativismus gut in die geistige Landschaft der Vereinigten Staaten des ausgehenden 19. Jahrhunderts.[FN 139]

[FN 139: Siehe hierzu: Eric F. Goldman: Hermann E. von Holst: Plumed Knight of American Historiography, Mississippi Valley Historical Review, vol. 23 (1936/37), S. 511-532; R. Hofstadter: The Progressive Historians, (Kap.: Historical Writing Before Turner), a.a.O., S. 24-30. E. Angermann: DieRevolution im Spiegel der Geschichte, (Kap.: Nationalismus nach dem Bürgerkrieg), a.a.O., S. 28ff.; Jürgen Herbst: The German Historical School in American Scholarship: A Study in the Transfer of Culture, Ithaca, N.Y., 1965.]

Holst war ein Außenseiter, der bei allem Respekt, den man seiner Gelehrsamkeit zollte, durch seinen Rigorismus und seine taktlose Überheblichkeit seine amerikanischen Leser nicht selten verprellte. Gleichwohl paßte er mit seinem krassen Nationalismus und ausgeprägten Sozialkonservativismus nicht schlecht in die geistige Landschaft der Vereinigten Staaten des ausgehenden neunzehnten Jahrhunderts.
Anmerkungen

Der zweite Satz könnte schon als Komplettplagiat gewertet werden.<br/> In Fußnote 139 erwähnt Mm ihre Quelle - allerdings wieder verborgen unter verschiedenen anderen Literaturangaben und ohne die konkrete Seite zu nennen.

Sichter

[21.] Mm/Fragment 103 04-06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:13 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 4-6
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 33, Zeilen: 9-12
Sie alle einte ihr Nationalismus und Konservativismus,

eine Abneigung gegen radikal-demokratische Formen und die Vorstellung von der gemeinsamen Mission der Amerikaner („Jingoismus").[FN 146]

Sie alle verbindet ihr Nationalismus

und Konservativismus, eine Abneigung gegen radikal-demokratische Formen und, last but not least, die Vorstellung von der gemeinsamen Mission der angelsächsischen Völker.

Anmerkungen

Man achte auf die Verschiebung des Sinns ("Amerikaner" statt "angelsächsischen Völker") bei sonst identischer Formulierung.

Sichter

[22.] Mm/Fragment 103 19-26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-05 01:45:08 Sotho Tal Ker
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 19-26
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 30, Zeilen: 24-33
Den Ausgangspunkt dieses Denkens bildeten bis zu einem gewissen Grad ein gestärktes Machtbewußtsein und nostalgisches Unbehagen an den Begleiterscheinungen der modernen, urban-industriellen Gesellschaft sowie das beispiellose, aber mit immer größeren Schwierigkeiten verbundene wirtschaftliche Wachstum, die krasse, verantwortungslose Bereicherung der robber barons, fremdstämmige Masseneinwanderung, Elend und Verwahrlosung, Korruption, Kriminalität und Gewalttaten, die Desintegration alter gesellschaftlicher Formationen und der Verfall herkömmlicher Verhaltensnormen. Er äußerte sich namentlich bei den gebildeten Fuhrungseliten und in den konservativen ländlichen Bevölkerungsteilen in einer seltsamen Mischung aus gestärktem Machtbewußtsein und nostalgischem Unbehagen an den Begleiterscheinungen der modernen, städtisch-industriellen Gesellschaft: beispielloses, aber mit immer größeren Schwierigkeiten verbundenes wirtschaftliches Wachstum, krasse, verantwortungslose Bereicherung, „fremdstämmige“ Masseneinwanderung, Elend und Verwahrlosung, soziale Spannungen, Korruption, Kriminalität und Gewalttaten, Desintegration alter gesellschaftlicher Formationen, Verfall herkömmlicher Verhaltensnormen [...]
Anmerkungen

-

Sichter

[23.] Mm/Fragment 103 26-30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:17 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 26-30
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 31, Zeilen: 1-5
Es handelte sich im Grunde genommen um eine Reaktion des traditionellen Amerika der White Anglo-Saxon Protestants (WASPs), die sich als die eingesessenen, rechtmäßigen, wahren Amerikaner fühlten, gegen die materialistische, unsolide, amoralische Moderne, die das Gilded Age eingeleitet hatte.[FN 148]

[FN 148: Siehe hier: James C. Malin: Confounded Rot about Napoleon: Reflections upon Science and Technology, Nationalism, World Depression of the Eighteen-Nineties, and Afterwards, Lawrence, Kans., 1961; H. Wayne Morgan (ed.): The Gilded Age, Syracuse, N.Y., 19702; Paul C. Nagel: This Sacred Trust: American Nationality 1798-1898, New York 1971; Morton Keller: Affairs of State: Public Life in Late Nineteenth Century America, Cambridge, Mass., 1977; E. Angermann, op. cit., S. 30 f.]

Bis zu einem gewissen Grad handelte es sich also um eine Reaktion

des alten, zusehends aus den Fugen geratenden Amerika der White Anglo- Saxon Protestants (,,WASPs"), die sich als die eingesessenen, rechtmäßigen, wahren Amerikaner fühlten, gegen die materialistische, unsolide, amoralische Moderne, die das „Gilded Age" eingeleitet hatte.

Anmerkungen

Der Hinweis auf die Quelle in Fußnote 148 bleibt unspezifisch - zitierte Formulierungen sind nicht erkennbar.

Sichter

[24.] Mm/Fragment 104 08-11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:26 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), KomplettPlagiat, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 8-11
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 32, Zeilen: 11-13
Als gläubiger Darwinist

war er zutiefst durchdrungen von der moralischen und zivilisatorischen Überlegenheit der „Anglo-Saxon Teutonic and Germanic Race" und überzeugt von ihrer providentiellen Sendung.

Gläubiger Darwinist, zutiefst durchdrungen von der moralischen und

zivilisatorischen Überlegenheit der „Anglo Sason ( Teutonic, Germanic) Race" und überzeugt von ihrer providentiellen Sendung, [...]

Anmerkungen

-

Sichter

[25.] Mm/Fragment 106 17-21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:38 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 17-21
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 38-39, Zeilen: S.38,23 - S.39,6
<br />

[...] zum anderen setzte sich im Zeitalter des Populismus und im intellektuellen Klima des Progressive Movement ein „muckraking spirit" durch, jener damals fast zwanghafte Drang, konspirative Machenschaften zu entlarven und so, direkt oder auf Umwegen, auf Reformen im öffentlichen Leben hinzuwirken.

Schwerer nachzuweisen, aber darum nicht weniger real und wirkkräftig war das in mancher Hinsicht

vom Populismus gefärbte intellektuelle Klima des Progressive Movement - uberspitzt ausgedruckt: der in die Geschichte zurückgewandte „muckraking spirit", jener damals so starke, fast zwanghafte Drang, konspirative Machenschaften zu entlarven und so, direkt oder auf Umwegen, auf Reformen im öffentlichen Leben hinzuwirken.

Anmerkungen

-

Sichter
Drhchc

[26.] Mm/Fragment 106 21-28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:40 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 21-28
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 39, Zeilen: 10-18
Zweierlei war diesen Anstößen und Erfahrungen gemeinsam: Erstens die Konfliktorientierung als durchgängiges Erklärungsmuster für historisch-gesellschaftliche Prozesse (Parrington), und zweitens die Präokkupation mit ökonomischen Interessen (Beard). Als Reaktion auf die vorangegangene, allzusehr zum Mythologisieren und Idealisieren neigende Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts war diese neue Sicht verständlich. Als geschichtliche Interpretation bot dieser Blickwinkel allerdings nur eine neue Verzerrung der Perspektive an, setzte eine Einseitigkeit gegen eine andere.[FN 163]

[FN 163: Siehe hierzu: E. Angermann: Die Revolution im Spiegelder Geschichte, (Kap.: „New History", Progressive Historians), a.a.O., S. 38 ff.; H. R. Guggisberg: Sozialpolitisches Engagement in der amerikanischen Historiographie des 20. Jahrhunderts, in: H. R. Guggisberg: Alte und Neue Welt in historischer Perspektive: Sieben Studien zum amerikanischen Geschichts- und Selbstverständnis, Bern/Frankfurt/M. 1973, S. 120-150; Lee Benson: Turner and Beard: American Historical Writing Reconsidered, Glencoe, 111., 1960; James Harvey Robinson: The New History: Essays Illustrating the Modern Historical Outlook, New York 1912, (Springfield, Mass., 1958; Nachdruck).]

Zweierlei war allen diesen Anstoßen und Erfahrungen gemeinsam:

erstens die Präokkupation mit wirtschaftlichen Interessen, seien sie persönlich oder klassenbedingt, und zweitens die Konfliktorientierung als durchgängiges Erklärungsmuster für historisch-gesellschaftliche Prozesse. Beides war verständliche Reaktion auf die vorangegangene, allzusehr zum Mythologisieren, Idealisieren, Schönen neigende Geschichtsschreibung des neunzehnten Jahrhunderts; es war damit notwendige Korrektur und Bereicherung. Auf kürzere Sicht war es aber auch ungute Verzerrung der Perspektive, setzte eine Einseitigkeit gegen eine andere.

Anmerkungen

Besser läßt sich fast nicht demonstrieren, was Verschleierung ist: Mm übernimmt die Punkte der ursprünglichen Aufzählung wortwörtlich, vertauscht dabei einfach nur die Reihenfolge. <br/> Fußnote 163 verweist unter vielen anderen auf die Quelle, ohne aber zu spezifizieren, woher die aktuellen Ausführungen genau stammen - Kennzeichnungen der wortwörtlich übernommenen Passagen unterbleiben.<br/>Ein Spezifikum von Mm: "Name-dropping" - das Ergänzen von Personennamen, welche in der Vorlage nicht genannt werden. Hier besteht noch weiterer Klärungsbedarf.

Sichter
Drhchc

[27.] Mm/Fragment 111 18-22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:16:24 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 18-22
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 38, Zeilen: 17-23
Die Anregungen kamen zum Teil aus Europa und führten auf den historischen

Materialismus zurück; zum Teil waren sie aber auch amerikanischen Ursprungs, geprägt von philosophischem Antiformalismus (William James), progressivem Instrumentalismus (John Dewey) und einem extremen Populismus (Henry George).[FN 190]

Die Anregungen kamen zum Teil aus Europa und führten auf den Historischen Materialismus,

aber auch auf Karl Lamprecht zurück, zum Teil waren sie amerikanischen Ursprungs, wobei die sozial-, politik- und rechtswissenschaftlichen Nachbardisziplinen eine kaum geringere Rolle gespielt zu haben scheinen als der Aufweis sozialer und regionaler Konflikte durch die Historikerschule Frederick Jackson Turners

Anmerkungen

-

Sichter

[28.] Mm/Fragment 111 23-43 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:16:26 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klicken, NablaOperator, Drhchc, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 23-43
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 41-42, Zeilen: S.41,11-29.103-109 - S.42,1-7
Viel nachdrücklicher als bei allen Progressive Historians wurde der dem Progressive Movement kongeniale Trend zu einer einseitig ökonomischen, an einem konstruierten Klassenkonflikt orientierten Betrachtungsweise 1913 verstärkt, als Beards aufsehenerregendes Buch „An Economic Interpretation of the Constitution of the United States" erschien.[FN 191] Im wesentlichen lief Beards These darauf hinaus, daß die Mitglieder des Verfassungskonvents von 1787 — fast ausnahmslos Angehörige der besitzenden Schichten und Verwalter von Staatspapieren — aus Klassenmotiven heraus eine eigentumsfreundliche, freiheitlich-demokratischen Bestrebungen eher fernstehende, sozial-konservative Verfassung verabschiedet hätten, die eine kleine grundbesitzende Elite auf Kosten der Masse der agrarischen Bevölkerung begünstigte. Indem er die Besitz- und Klassenvorstellung radikaler Progressivisten und Populisten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts in die Revolutionszeit zurückprojizierte, entging Beard freilich die für die Gründungsphase so gut wie selbstverständliche Identifikation von Eigentums- und Freiheitsrechten. Aus dieser historisch-politischen Verzerrung heraus konnte er in der Verfassung von 1787 statt einer Erfüllung und Konsolidierung der in der Revolution erstrittenen, Freiheit und Eigentum sichernden nationalen Rechtsordnung nur eine Art konterrevolutionäres Instrument zur Unterdrückung demokratischer Bestrebungen sehen.[FN 192] Mit stichhaltigen Argumenten hat die spätere Forschung Beards Voraussetzungen, Quellengrundlagen und Deutungsmuster widerlegt.

[FN 191: Charles A. Beard: An Economic Interpretation of the Constitution of the United States, New York 1913 (Neuausgabe: 1935 mit eigenen Standpunkt revidierender Einführung). Zur Kritik siehe: R. Hofstadter: Progressive Historians, a.a.O., S. 207 ff.; Robert E. Brown: Charles Beard and the Constitution: A Critical Analysis of „An Economic Interpretation of the Constitution", Princeton, N.J., 1956.]

[FN 192: Siehe hierzu auch: E. Angermann: Die Revolution im Spiegel der Geschichte, (Kap.: „New History", Progressive Historians), a.a.O., S. 43 f. Ferner hierzu: Howard K. Beale (ed.): Charles A. Beard: An Appraisal, Lexington, Ky., 1954.]

Viel nachdrücklicher als durch Becker wurde der dem Progressive Movement kongeniale Trend zu einer einseitig ökonomischen, an einem konstruierten Klassenkonflikt orientierten Betrachtungsweise 1913 verstärkt durch Charles Austin Beards aufsehenerregendes Buch 'An Economic Interpretation of the Constitution of the United States'.[FN 59] Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und einer etwas eigenwilligen Deutung von James Madisons politischer Interessenlehre (in Nummer 10 der 'Federalist Papers') läuft Beards These im wesentlichen darauf hinaus, daß die Mitglieder des Verfassungskonvents von 1787 — fast ausnahmslos Angehörige der besitzenden Schichten und Eigner "aufwertungsverdächtiger" Staatspapiere — aus klassen-, wenn schon nicht individualegoistischen Motiven eine eigentumsfreundliche, freiheitlich-demokratischen Bestrebungen eher abträgliche, sozialkonservative, eine kleine merkantile und grundbesitzende Elite auf Kosten der Masse der agrarischen Bevölkerung begünstigende Verfassung verabschiedet hätten. Indem er die Besitz- und Klassenvorstellungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts in die Revolutionszeit zurückprojizierte, entging ihm die damals so gut wie selbstverständliche Identifikation von Eigentums- und Freiheitsrechten. Nur deshalb konnte er in der Verfassung von 1787 statt einer Erfüllung und Konsolidierung der in der Revolution erstrittenen, Freiheit und Eigentum sichernden Rechtsordnung im nationalen Rahmen eine Art von konterrevolutionärem Instrument zur Unterdrückung genuin demokratischer Bestrebungen sehen. Die spätere Forschung hat Beards Voraussetzungen, Quellengrundlagen und Interpretationen bis zur Unkenntlichkeit zerpflückt, ja mit guten Argumenten selbst seine intellektuelle Redlichkeit in Zweifel gezogen.

[FN 59: Das Buch erschien zuerst 1913 in New York; die Neuausgabe von 1935 enthält eine für Wirkungsgeschichte und Revision seines Standpunktes wichtige Einführung Beards. Vgl. im übrigen Hofstadter: Progressive historians (s. Anm. 5), Pt. III, pp. 167-346, und Howard K. Beale (ed.): Charles A. Beard. An appraisal (Lexington, Ky., 1954); zur Kritik Robert E. Brown: Charles Beard and the Constitution. A critical analysis of „An economic interpretation of the Constitution" (Princeton, N.J., 1956) [...]]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 545-546.<br/> In Fußnote 192 erwähnt Mm die Vorlage, nimmt aber Bezug auf S.43 und nicht auf die hier benutzten Passagen der Seiten 41 und 42.

Sichter

[29.] Mm/Fragment 121 36-41 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:17 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 121, Zeilen: 36-41
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 51, Zeilen: 9-13
Den eigentlichen Umschwung von der Progressive History über Pessimismus

und Realismus zur Consensus History, einer neuen „konservierenden", das gemeinsame, zusammenführende Erleben in der amerikanischen Geschichte betonenden Haltung der Historiographie verursachte erst die Erfahrung der Auseinandersetzung mit dem Totalitarismusphänomen des 20. Jahrhunderts im 2. Weltkrieg und dann im Kalten Krieg.

Der Umschwung zu einer konservativeren, das gemeinsame, zusammenführende Erleben in der amerikanischen Geschichte betonenden Haltung der Geschichtswissenschaft kam offenbar aus der Erfahrung der Auseinandersetzung mit den totalitären Mächten des zwanzigsten Jahrhunderts im Zweiten Weltkrieg und dann im Kalten Krieg.
Anmerkungen

-

Sichter

[30.] Mm/Fragment 122 19-23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:19 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 19-23
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 51-52, Zeilen: S.51,25 - S.52,4
Samuel Eliot Morison plädierte für eine zwar der kritischen Wahrheitssuche gewidmete, aber auch die Traditionen wahrende, über ein Entmythologisieren („debunking") die positiven Seiten der Vergangenheit nicht vernachlässigende Geschichtswissenschaft: „We need a United States history written from a sanely conservative point of view."[FN 251]

[FN 251: S. E. Morison: Faith of a historian, American Historical Review, vol. 56, (1950/51), S. 273. Ferner hierzu: E. Angermann: Die Revolution im Spiegel der Geschichte, (Kap.: Consensus History), a.a.O., S. 51 f.]

Ein Jahr spater plädierte Samuel Eliot Morison für eine ganz der kritischen Wahrheitssuche gewidmete, aber auch die Traditionen achtende, über dem „debunking" die positiven Seiten der Vergangenheit nicht vernachlässigende Geschichtswissenschaft: „We need a United States history written from a sanely conservative point of view.78)

[FN 78) Vgl Samuel Elliot Morison: Faith of a historian, in AHR, 56 (1950/51), 261-275, das Zitat S.273]

Anmerkungen

Die Setzung der Literaturangabe in Fußnote 251 impliziert beim Leser, den Eindruck, dass sie sich nur auf die zitierte Stelle bezieht.

Sichter

[31.] Mm/Fragment 122 28-46 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:22 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Drhchc, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 28-46
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 53, Zeilen: 8-25
Ein weiteres, bis heute sehr einflußreiches Werk der Consensus History, das weitgehend den Zeitgeist und die Geschichtsschreibung der 50er Jahre bestimmen sollte, war Richard Hofstadters "The American Political Tradition and the Men Who Made It" (1948). Seine Analyse von zehn repräsentativen amerikanischen Politikern, den Founding Fathers der Revolutionszeit und den "Spoilsmen" nach dem Bürgerkrieg, lief darauf hinaus, daß eine "reinterpretation of our political traditions" notwendig sei,

"which emphasizes the common climate of American opinion. The existence of such a climate has been much obscured by the tendency to place political conflict in the foreground of history."[FN 253]

Hofstadter versuchte hier nachzuweisen, daß alle maßgeblichen amerikanischen Präsidenten und Politiker sich gerade auf einen für alle verbindlichen, konsensübergreifenden ideologischen Rahmen geeinigt hätten, der sich aus den definierten politisch-ideellen Werken der Nation: Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Eigentum, Wirtschaftsindividualismus und Wettbewerb zusammensetzte und ihnen bei allen vordergründigen Meinungsverschiedenheiten stets auch wieder eine Übereinkunft garantierte. "In these pages I have tried", schrieb der pluralistische Historiker in der Einführung seines Buches, "without neglecting significant conflicts, to keep sight of the central faith and to trace its adaptation to vary[ing times and various interests." [FN 254]]

Den gleichen Grundton, der dann so weitgehend Geisteshaltung und Geschichtsschreibung der 1950er Jahre bestimmen sollte, schlug - wohl ohne programmatische Absicht — Richard Hofstadter in seinem bis heute überaus einflußreichen Buch 'The American Political Tradition' an.[FN 83] Sein Studium von zehn repräsentativen amerikanischen Politikern und zwei wichtigen Gruppen (den Founding Fathers der Revolutionszeit und den "Spoilsmen" nach dem Bürgerkrieg) überzeugte ihn von der Notwendigkeit einer "reinterpretation of our political traditions which emphasizes the common climate of American opinion. The existence of such a climate of opinion has been much obscured by the tendency to place political conflict in the foreground of history." Seine Vorstellung war, daß alle maßgeblichen amerikanischen Politiker sich in einem für alle verbindlichen, auf Eigentum, Wirtschaftsindividualismus und Wettbewerb beruhenden ideologischen Rahmen bewegt hätten, der ihnen bei allem vordergründigen Streit stets auch wieder zusammenzuwirken erlaubt habe. "In these pages I have tried", so schreibt er in der Einführung zu seinem Buch, "without neglecting conflicts, to keep sight of the central faith and to trace its adaptation to varying times and various interests."

[FN 83: Vgl. Richard Hofstadter: The American political tradition and the men who made it (New York 1948), die im Text folgenden Zitate aus der Einleitung S.vii-ix. Die bei Higham: History (s, Anm. 32), 213 n. 2, angeführte Bemerkung Hofstadters, er habe das Vorwort erst nachträglich auf Bitten seines Verlegers geschrieben, kontrastiert mit dem späteren Bekenntnis zur Consensus History (wenn auch als einer Inzwischen weitgehend überwundenen Haltung) bei Hofstadter: Progressive historians (s. Anm. 5), 444 n.3, 452 ff.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 546.<br />Fußnoten 253 und 254 beziehen sich wieder nur auf die englischen Zitate. Die Vorlage Angermann wird auf derselben Seite in Fußnote 251 erwähnt; es wird aber nicht klar, in welchem Umfang Inhalte und Formulierungen übernommen wurden.

Sichter

[32.] Mm/Fragment 123 01-04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:23 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 1-4
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 54, Zeilen: 1-4
Dieser historische Ansatz kam nicht nur bei seiner Herausarbeitung der politischen Tradition Amerikas zur Geltung, sondern auch immer wieder bei der Behandlung bestimmter anderer Epochen und Phänomene. Dieser Ansatz kam nicht allein bei der Herausarbeitung einer zeitübergreifenden politischen Tradition Amerikas, sondern auch bei der Behandlung auf bestimmte Epochen beschränkter Erscheinungen zur Geltung.
Anmerkungen

Setzt den langen Abschnitt der vorangegangenen Seite nahtlos fort.

Sichter

[33.] Mm/Fragment 123 04-06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:25 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 4-6
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 55, Zeilen: 3-6
Niemals hat er die Konflikte in der amerikanischen Geschichte verharmlost; seine Bücher über Anti-Intellektualismus, Gewalttätigkeit und paranoide Züge in der amerikanischen Geschichte sind beredte Zeugnisse dafür.[FN 255]

[FN 255: Siehe hierzu: Stanley Elkins/Eric McKitrick: Richard Hofstadter: A Progress, in: St. Elkins/E. McKitrick (eds.): The Hofstadter Aegis: A Memorial, New York 1974, S. 300-367; Arthur M. Schlesinger: Richard Hofstadter, in: Marcus Cunliffe/Robin W. Winks (eds.): Pastmasters: Some Essays on American Historians, New York 1969, S. 278-315.]

Hofstadter hat niemals die Konflikte in der amerikanischen Geschichte verharmlost; seine Arbeiten über den Antiintellektualismus, Beeinträchtigungen der akademischen Freiheit, Gewalttätigkeit und paranoide Züge in der amerikanischen Geschichte zeugen dafür.85)

[FN 85: Vgl. zusammenfassend Stanley Elkins, Eric McKitrick: Richard Hofstadter. A progress, in iid. (eds ): The Hofstadter aegis. A memorial (New York 1974, 300-367, sowie Arthur M. Schlesinger, Jr.: Richard Hofstadter, in Cunliffe, Winks: Pastmasters (s. Anm. 59), 278-315.]

Anmerkungen

-

Sichter

[34.] Mm/Fragment 123 06-09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:27 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 6-9
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 57, Zeilen: 16-19
Doch sah Hofstadter auch in späteren Jahren nach wie vor in der Consensus History ein wichtiges Korrektiv zu der in simplen Gegensätzen denkenden progressivistischen Geschichtsschreibung, [...] Hofstadter selbst sah nach wie vor in der „Consensus History" ein wichtiges Korrektiv der in simplen Gegensätzen denkenden progressivistischen Geschichtsschreibung,[...]
Anmerkungen

-

Sichter

[35.] Mm/Fragment 123 11-29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:29 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Fiesh, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 11-29
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 58, Zeilen: 10-17, 103ff.
„If there is a single way of characterizing what has happened in our historical writing since the 1950's, it must be, I believe, the rediscovery of complexity in American history: an engaging and moving simplicity, accessible to the casual reader of history, has given way to a new awareness of the multiplicity of forces. To those who find things most interesting when they are simple, American history must have come to seem less interesting in our time; but to those who relish complexity, it has taken on a new fascination. When we look at the diffuseness of what has taken their place, we may appreciate once again the allure of the progressive schematizations, but we can hardly continue to believe in them."[FN 256]

Von Anfang an bedeutete für ihn das Studium der Geschichte gleichzeitig die Erneuerung eines gesellschaftlichen Verantwortungs- und Fortschrittsbewußtseins, freilich nicht ohne die dem Historiker vertraute Unvermeidlichkeit von Scheitern und Versagen einzukalkulieren. Geschichtsschreibung als romantischdialektische Belehrung oder Kampfinstrument, wie Bancroft oder Beard sie verstanden, lehnte Hofstadter als tragischen historischen Trugschluß ab. Seine Hoffnung war, daß die Geschichtswissenschaft als menschlichste Kunst erhalten bliebe: „In an age when so much of our literature is infused with nihilism, and other social disciplines are driven toward narrow positivistic inquiry, history may remain the most humanizing of the arts."[FN 257]

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[...] er bejahte gleichermaßen das durch das Studium der Geschichte erzeugte gesellschaftliche Verantwortungsbewußtsein und die dem Historiker vertraute Unvermeidlichkeit von Scheitern und Versagen; und er schöpfte eben aus der Unbrauchbarkeit der Geschichte als Kampfwissenschaft die Hoffnung, daß sie „in an age when so much of our literature is infused with nihilism, and other social disciplines are driven toward narrow positivistic inquiry, history may remain the most humanizing of the arts."92)

[92) Hofstadter Progressive historians (s Anm 50, 466, zum Vorangehenden ib. 442: „If there is a single way of characterizing what has happened in our historical writing since the

Anmerkungen

Das in der Vorlage in einer Fußnote nachfolgende Zitat stellt Mm an den Anfang des Abschnitts.

Sichter

[36.] Mm/Fragment 123 30-35 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:31 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 30-35
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 55, Zeilen: 15-20
Diese längerfristige historische Bewußtseinsentwicklung ist vor allem jedoch mit den Urhebern der These von einem die ganze amerikanische Geschichte prägenden Konsensus, der den Amerikanern eine „wirkliche" Revolution und damit einhergehend ideologische Konflikte erspart habe, eng verknüpft zu sehen: Daniel J. Boorstin und Louis Hartz waren die „Homogenisierer" der amerikanischen Geschichte par excellence. Die eigentlichen Urheber der These von einem die ganze amerikanische Geschichte durchziehenden und sie prägenden Konsensus, der dem amerikanischen Volk eine wirkliche Revolution und damit auch die Ausbildung einer ideologisch

scharf konturierten Konfliktstruktur erspart habe, sind indessen Daniel J. Boorstin und Louis Hartz.

Anmerkungen

-

Sichter

[37.] Mm/Fragment 123 38-44 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:33 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 38-44
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 56, Zeilen: 7-14
Die Einzigartigkeit der amerikanischen politisch-demokratischen

Entwicklung und des amerikanischen sozialökonomischen Fortschritts führte Boorstin auf die besonders glücklichen Umstände und besonders förderlichen Umweltverhältnisse, die historische Kontinuität der idealistischen Tradition auf die tragfähigen, weil flexiblen amerikanischen Institutionen und Verhaltensweisen, auf den pragmatisch-konservativen American Way of Life, zurück: Die Genialität der Neuen Welt, bekannte Boorstin aufrichtig, [„comes not from any special virtue of the American people but from the unprecedented opportunities of this continent and from a peculiar and unrepeatable combination of circumstances."[FN 259]]

[FN 259: D. Boorstin: The Genius of American Politics, a.a.O., S. 162. Siehe ferner hierzu: E. Angermann, op. cit., S. 56.]

Boorstin führte zuerst 1953 in seinem bis heute ebenso einflußreichen wie umstrittenen Buch ,The Genius of American Politics' die Einzigartigkeit der amerikanischen Entwicklung auf das Zusammenwirken besonders glücklicher Umstände mit besonders förderlichen Umweltverhältnissen, die Bruchlosigkeit der amerikanischen Geschichte auf die Tragfähigkeit der in Amerika entwickelten Institutionen und Verhaltensweisen, auf den pragmatisch-konservativen American Way of Life, zurück.87)

[FN 87: Vgl. Boorstin: Genius of American politics (s Anm. 1), 8ff. [...]]

Anmerkungen

Mm läßt auf die hier wiedergegebene Passage (auf der nächsten Seite) ein Originalzitat des erwähnten Boorstin folgen, zu dem sie als Quelle in einer Fußnote (259) u.a. die hier benutzte Stelle aus Angermann angibt.

Sichter

[38.] Mm/Fragment 124 17-24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:35 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Drhchc, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 124, Zeilen: 17-24
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 56, Zeilen: 14-22
Gerade die Gegebenheit (givenness) besonderer historischer und umweltbedingter Faktoren in Verbindung mit einem ausgeprägten "belief in the continuity or homogeneity of our history" hatte scheinbar bei den Amerikanern niemals das den Europäern eigene Bedürfnis nach einer expliziten, über die von den Founding Fathers definierten Grundwerte hinausgehenden politischen Theorie geweckt. Selbst die Amerikanische Revolution wertete Boorstin nicht als solche und von daher konnte sie für ihn auch weder als Träger einer politischen Theorie noch als Initiator ideologischer Konfrontation fungieren. [FN 262]

[FN 262] Vgl. E. Angermann, op.cit., S. 56f.; J. R. Pole: Daniel J. Boorstin, in: M. Cunliffe/R. W. Winks (ed.): Pastmasters, a.a. O., S. 210-238.

Die "Gegebenheit" (givenness) besonderer historischer und umweltbedingter Faktoren in Verbindung mit einem ausgeprägten "belief in the continuity or homogeneity of our history" habe bei den Amerikanern niemals das den Europäern eigene Bedürfnis nach einer expliziten und durchgebildeten, über die von den Founding Fathers überkommenen Grundwerte hinausgehenden politischen Theorie geweckt. Selbst die Amerikanische Revolution — nach Boorstins Meinung kaum als solche zu werten — habe daher dem Land keine ausgeprägte politische Theorie gebracht und ihm folglich eine harte ideologische Konfrontation erspart.
Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 547.

Sichter

[39.] Mm/Fragment 124 24-38 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:37 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 124, Zeilen: 24-38
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 57, 59, Zeilen: S.57,1-3.4-5.7-8; S.59; S.59,103-115
Hier widersprach Hofstadter allerdings ganz vehement Boorstin und stellte die wahrhaft revolutionären Aspekte der Amerikanischen Revolution dieser Ansicht entgegen:

„Certainly the pattern of the American Revolution was different from that of the Puritan, French, and Russian revolutions. But will it do to conclude that since Americans were in this sense born free, they had no revolution at all? .. If we conclude that the American Revolution lacked a true revolutionary character because of the traditionalism of its ideas, we may miss a vital point. This Revolution represented the inheritance of the most radical ideas in Western civilization ... it took the demand for popular government out of the realm of slogans and rallying cries and showed that it was actually susceptible to being translated into living institutions and being made to work. If our test for a revolution is the formation of a radically new ideological system, or regicide, or a widespread lethal terror, the American Revolution will not qualify. But if our criterion is the accelerated redistribution of power among social classes or among various social types, a pragmatic disrespect for vested interests, the rapid introduction of profoundly important constitutional changes, we must reconsider it." [FN 263]

[FN 263: R. Hofstadter, op. cit., S. 459-460.]

Die wesentliche Kritik an Boorstins und Hartz` Versionen der „Consensus History" ist [...] überhaupt von Hofstadter vorgebracht worden [...]

Mit Recht hat er beiden Autoren vorgeworfen, grundlegende Konfliktmuster [...] übergangen zu haben - so die wahrhaft revolutionären Aspekte der Amerikanischen Revolution, [...]

[FN 95: Bezeichnend dafür ist eine Passage wie die folgende aus Hofstadter: Progressive historians (s. Anm. 5), 459f.: „Certainly the pattern of ihe American Revolution was different from that of the Puritan, French, and Russian revolutions. But will it do to conclude that since Americans were in the sense born free, they had no revolution at all? Oddly enough, I believe our answer to this question will be clearer and more exact if it is properly equivocal. If we conclude that the American Revolution lacked a true revolutionary character because of the traditionalism of its ideas, we may miss a vital point. This Revolution represented the inheritance of the most radical ideas in Western civilization ... it took the demand for popular government out of the realm of slogans and rallying cries and showed that it was actually susceptible to being translated into living institutions and being made to work. If our test for a revolution is the formation of a radically new ideological system, or regicide, or a widespread lethal terror, the American Revolution will not qualify.]

Anmerkungen

Das Original wurde "zerhackt", Originalformulierungen neu zusammengestellt und ein im Original befindliches Zitat erneut zitiert. Inwieweit dies eine Eigenleistung von Mm darstellt, muss jeder selbst beurteilen.

Sichter

[40.] Mm/Fragment 125 01-08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:39 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), KeinPlagiat, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 1-8
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 70-71, Zeilen: S.70,34-35 - S.71,1-11
[Bezeichnend für Bailyn's Verständnis der Amerikanischen] Revolution war schließlich sein 1975 zum Internationalen Historikerkongreß in San Francisco gehaltener Beitrag:

„It developed into a revolution shaped to the broader ideals of the enlightenment and of Anglo-American libertarianism. its ultimate aim nothing less than to perfect the condition of mankind by those lights at least in this one land, so highly endowed with natural wealth and so naturally free from the burdens of ancient institutions. ... So idealism has mingled with realism, brutality with the loftiest aspirations; and while there has always been cynicism, there has always also been hope."[FN 265]

[FN 265: B. Bailyn: Lines of Force in Recent Writings on the American Revolution. Paper, 14.International Congress of Historical Sciences, San Francisco, August 22-29, 1975, hektographiertes Manuskript. Dazu: E. Angermann, op. cit., S. 70f.]

Angesichts der anhaltenden Unfähigkeit der amerikanischen Gesellschaft, inmitten unermeßlichen Reichtums zu einem erträglichen Ausgleich der krassesten sozialen Ungerechtigkeiten zu gelangen, fragt man sich, wie er am Ende seines Beitrages zum Internationalen Historikerkongreß in San Francisco (1975) zu einer Bewertung wie der folgenden kommen konnte: „it developed into a revolution shaped to the broader ideals of the enlightenment and of Anglo-American libertarianism, its ultimate aim nothing less than to perfect the condition of mankind by those lights at least in this one land, so highly endowed with natural wealth and so naturally free from the burdens of ancient institutions."

Und wie er zu dem Ausblick kommen konnte: „So idealism has mingled with realism, brutality with the loftiest aspirations; and while there has always been cynicism, there has always also been hope."125)

[FN 125: Ib. 33 und 34.]

Anmerkungen

Dieses Fragment - die wohl einzige korrekt dokumentierte Übernahme aus Angermann 79 - dient nur zur Dokumentation, dass auch die vorliegende Passage der Dissertation von Mm (inkl. des wiedergegebenen Originalzitats) sich bereits in Angermann wiederfinden lässt.

Sichter

[41.] Mm/Fragment 125 09-16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:41 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 9-16
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 56, Zeilen: 23-29
Während nun nach Boorstins Meinung - die Richard Hofstadter als anti-intellektualistisch,

und von daher als spezifisch Amerikanisch einstufte - der politische Genius der Amerikaner in der Praxis eine politische Theorie überflüssig machte, beklagte der brillante Intellektuelle Louis Hartz dieses Phänomen als Mangel. Wie Tocqueville leitete auch Hartz den politischen Grundkonsens der Amerikaner vom Fehlen eines Feudalsystems und - nach Ausschaltung der Loyalisten - vom Fehlen einer konservativen Opposition als eines intellektuellen Widersachers her.

Wahrend nach Boorstins Ansicht ihr politischer Genius die Amerikaner

in der Praxis auch ohne eine echte politische Theorie recht gut auskommen ließ, beklagt Louis Hartz diesen Mangel.68) Gleichfalls im Anschluß an Tocqueville leitet er den politischen Grundkonsens vom Fehlen eines Feudalsystems und - zumal nach der Ausschaltung der Loyalisten - vom Fehlen einer konservativen Opposition als eines geistigen Widerparts her.

Anmerkungen

-

Sichter

[42.] Mm/Fragment 125 16.28-31 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:43 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 16, 28-31
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 56-57, Zeilen: S.56,31 - S.57,5
Die Hartzschen Thesen:

[...]

kritisierte Hofstadter gewissermaßen als Beschränkung auf die reine politische Ideengeschichte, losgelöst von der realgeschichtlichen Entwicklung, und sah gerade hierin die eigentümliche Schwäche von Hartz's Interpretation: „It is a highly rationalist and intellectual approach to the ways of a nonintellectual people. ... [...]

So geistvoll und gelehrsam diese Thesse durchgezogen wird, hegt doch - wie Richard Hofstadter treffend beobachtet hat - gerade in dieser Beschränkung auf die reine politische Ideengeschichte, losgelöst von der realgeschichtlichen

Entwicklung, die eigentümliche Schwäche von Hartz' Interpretation: „It is a highly rationalist and intellectual approach to the ways of a nonintellectual people."89)

Anmerkungen

An den durch [...] gekennzeichneten Stellen ergänzt Mm den Originaltext durch weitere englische Originalzitate.

Sichter

[43.] Mm/Fragment 125 37-39 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:45 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 37-39
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 55, Zeilen: 7-9, 105-106
[...], die vor allem von John Higham 1959 in seiner Attacke gegen den „Cult of the ,American Consensus'" als „pure Homogenisierung" der amerikanischen Vergangenheit vorgebracht wurde,[FN 268][...]

[FN 268: Vgl. J. Higham: The Cult of the „American Consensus". Homogenizing Our History, Commentary, vol. 27, (1959), S. 93-100.]

[...], daß John Higham, der 1959 die erste Attacke gegen den „Cult of the ,American Consensus'" als eine „Homogenisierung"' der amerikanischen Vergangenheit ritt,[...]86)

[FN 86: Vgl. John Higham: The cult of the „American consensus". Homogenizing our history, in. Commentary, 27 (1959), 93-100, [...]]

Anmerkungen

-

Sichter

[44.] Mm/Fragment 126 07-10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:47 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 7-10
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 76, Zeilen: 2-6
In den 60er und teilweise auch in den 70er Jahren wandte sich die amerikanische Historiographie wieder deutlicher der Rolle wirtschaftlicher und sozialer Interessenkonflikte zu, wenn auch auf eine wesentlich radikalere Weise als ehemals die Progressive Historians. Ein deutlicheres Bewußtsein der Rolle wirtschaftlicher und sozialer Interessenkonflikte, wenn auch auf einer meist sehr viel höheren Reflexionsstufe als bei den Progressives, dürfte indessen dieser Epoche kaum abzusprechen sein.
Anmerkungen

-

Sichter

[45.] Mm/Fragment 126 13-16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:49 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 13-16
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 76, Zeilen: 7-11
[...], begann eine Gruppe jüngerer Historiker unter dem Eindruck der scharfen ideologischen Gegensätze der 60er Jahre in bewußter Anknüpfung an die konfliktorientierten Erklärungsmuster der Progressive History einen neuen Revisionismus zu proben.[FN 270] Für niemanden gilt dies in höherem Grade als für jene Gruppe meist jüngerer Historiker, die unter dem Eindruck der scharfen sozialen und ideologischen Gegensätze der 1960er Jahre in bewußter Anknüpfung an die konflikt-orientierten Erklärungsmuster der Progressives einen neuen Revisionismus inauguriert haben.
Anmerkungen

-

Sichter

[46.] Mm/Fragment 126 17-28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:51 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Drhchc, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 17-28
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 76, Zeilen: 11-24
Vor allem widmeten sich diese Historiker den politischen, sozialen und rassischen Spannungen in der amerikanischen Geschichte und erhoben diese zum repräsentativen Merkmal ihrer Untersuchungen. Eine große Rolle hierbei spielten die zeitgenössischen Bürgerrechtsbewegungen, Rassen- und Minderheitenfragen, Armutsprobleme, die soziale Desintegration in den Slums, die Privilegierung des „Establishments", vermeintliche Repression unter dem Schlagwort „Law and Order", die Enttäuschung einer zur New Frontier aufgebrochenen Jugend über die Ermordung John F. und Robert Kennedys wie Martin Luther Kings, der studentische Radikalismus wie der Protest gegen den Vietnamkrieg — alles Problemfelder und Bewegungen, zu deren Sprechern sich viele New Left-Historiker machten und deren Ziele sie nicht zuletzt auch durch ihre historischen Forschungsanalysen praktisch förderten. [FN 271]

[FN 271: Vgl. E. Angermann: Die Revolution im Spiegel der Geschichte (Kap.: "New Left"), a.a.O., S. 76ff.]

Sie nahmen die politischen, sozialen und rassischen Spannungen und Konflikte in der amerikanischen Geschichte insgesamt wieder stärker in den Blick und begannen, gerade auch in der Revolutionsgeschichte, manchen bisher vernachlässigten Winkel zu durchleuchten. Bürgerrechtsbewegung, Rassen- und Minderheitenfragen, Armutsprobleme, soziale Desorganisation in den Slums, Privilegierung des „Establishments", Repression unter dem Schlagwort „Law and Order", die Enttäuschung einer vergebens zur „New Frontier" aufgebrochenen Jugend und dergleichen spielten dafür ebenso eine Rolle wie der studentische Radikalismus und der Protest gegen den Vietnamkrieg—Probleme und Bewegungen, zu deren Sprechern sich viele dieser Historiker auch unmittelbar politisch gemacht haben und deren Ziele manche nicht zuletzt durch ihre historische Arbeit praktisch zu fördern unternahmen.
Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 547.

Sichter

[47.] Mm/Fragment 126 28-36 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:53 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 28-36
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 77, Zeilen: 3-13, 103-110
Zu nennen wären hier Staughton Lynd oder Howard Zinn, die an ein etwas undifferenziertes Verständnis der New History sowie eines meist an den Frühschriften orientierten Marxismus anknüpften und dementsprechend ihre radikal-demokratischen Konzeptionen einseitig-selektiv und instrumentalistisch im Sinne der von ihnen angestrebten Gesellschaftsveränderung der Zeitgeschichte aufdrängten. Ohne Zögern bekannten sie sich zu einer Radical History als Anstoß zum sozialen Handeln und entwickelten dabei ein Programm, das die historischen Fragestellungen ganz an den politischen Tagesinteressen ausrichtete.[FN 272]

[FN 272: Vgl. St. Lynd: Intellectual Origins of American Radicalism, New York 1968; H. Zinn: Politics of History, (Kap.: „What is Radical History"?), Boston 1970, S. 35-55; H. Zinn: A People's History of the United States, New York u.a. 1980. Lynd und Zinn waren auch in der Bürgerrechtsbewegung, im Protest gegen den Vietnamkrieg und für den Aufbau professioneller Gegeninstitutionen sehr aktiv. Vgl. hierzu auch: E. Angermann, op. cit., S. 77.]

[...], die anknüpfend an ein etwas undifferenziertes Verständnis der New History und eines meist an den Frühschriften orientierten Marxismus ihre radikal-demokratischen Konzeptionen einseitig-selektiv und instrumentalistisch im Sinne der von ihnen angestrebten Gesellschaftsveränderung der Geschichte aufgeprägt haben. Noch weniger von ihnen haben sich dazu so offen ausgesprochen wie etwa Staughton Lynd oder Howard Zinn, die natürlich den Vorwurf der Geschichtsklitterung weit von sich weisen, sich aber zugleich zu einer „Radical History" als Anstoß zum sozialen Handeln bekennen und dabei ein Programm entwickeln, das die historischen Fragestellungen ganz an den Tagesinteressen ausrichtet.135)

[FN 135: Vgl z.H. Staughton Lynd: Intellectual origins of American radicalism (New York 1968), 9 f., der darüber in einen interessanten Streit mit einem anderen „radikalen" Historiker, dem erklärten Neo-Marxisten Eugene Genovese, geriet, und Zinn: Politics of history (s. Anm. 5), bes. chap. 3: What is radical history?, 35-55; zu beiden Guggisberg: Sozialpolitisches Engagement (s. Anm. 52), 139ff., 144ff., sowie Sternsher: Consensus(s. Anm. 86), 284 ff., 292ff.. 335f, Lynd und Zinn waren auch in der Bürgerrechtsbewegung, im Protest gegen den Vietnamkrieg und für den Aufbau professioneller Gegeninstitutionen sehr aktiv.]

Anmerkungen

Hier werden bis in den Fußnotentext hinein fleißig Formulierungen des Originals übernommen - die Bedeutung des u.a. angegebenen Angermann für die "Herstellung" dieses Abschnitts bleibt absolut unklar.

Sichter

[48.] Mm/Fragment 126 37-43 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:55 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 37-43
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 77, Zeilen: 16-23, 111-117
Die meisten New Left-Historiker-größtenteils aus der sogenannten Wisconsin School, verbunden mit Namen wie Fred Harvey Harrington und William Appleman Williams - verschrieben sich jedoch ausschließlich der „imperialistischen" Außenpolitik der Vereinigten Staaten.[FN 273] Andere wiederum schrieben Bücher über die Geschichte der Minderheiten, vor allem der Schwarzen und Indianer, den Abolitionismus, die Geschichte der industriellen Arbeiterbewegung oder die Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts.[FN 274]

[FN 273: Siehe hierzu: Lloyd C. Gardner/Walter La Feber/Thomas J. McCormick: Creation of the American Empire: U.S. Diplomatic History, Chicago 1976<sup>2</sup>; W. A. Williams: The Tragedy of American Diplomacy, New York 1962.]

[FN 274: Vgl. Barton J. Bernstein (ed.): Towards a New Past. Dissenting Essays in American History, New York 1968; Alfred F. Young (ed.): Dissent: Explorations in the History of American Radicalism, De Kalb, Ill., 1968.]

Die weitaus meisten New Left-Historiker - großenteils aus der sogenannten Wisconsin School von Fred Harvey Harrington und William Appleman Williams - haben sich der nach Meinung von Williams von jeher imperialistischen Außenpolitik der Vereinigten Staaten verschrieben.[FN 136] Andere wandten sich der Geschichte der Minderheiten, namentlich der Schwarzen, dem Abolitionismus, der Geschichte der industriellen Arbeiterbewegung oder den Reformphasen des zwanzigsten Jahrhunderts zu.[FN 137]

[FN 136: Vgl. als jüngste Zusammenfassung ihrer Vorstellungen das Gemeinschaftswerk von Lloyd C. Gardner, Walter LaFeber, Thomas J. McCormick: Creation of the American empire, U.S. diplomatic history (Chicago <sup>2</sup>1976).]

[FN 117: Einen ganz guten Überblick über diese Interessen geben die Sammelbände von Barton J. Bernstein (ed.): Towards a new past. Dissenting essays in American History (New York I968), und Alfred F. Young (ed.): Dissent: Explorations in the history of American radicalism (DeKalb, Ill., 1968).]

Anmerkungen

Dokumentiert in Amerikastudien 36 (1991) S. 547-548.<br />Kein Hinweis auf die Vorlage.

Sichter

[49.] Mm/Fragment 127 01-13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:57 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 1-13
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 78-79, Zeilen: S.78,28 - S.79,13
[Einen Frontalangriff auf die gesamte bisherige amerikanische Geschichtsschreibung unternahm 1968 Jesse] Lemisch mit seinen Thesen, daß die Geschichte der Elite und Sieger in den entscheidenden historischen Prozessen durch eine Geschichte der immer nur „getretenen" kleinen Leute, der Arbeiter, Handwerker, kleinen Farmer, Matrosen und Sklaven, durch eine „History from the Bottom Up", abgelöst werden sollte. Lemisch polemisierte gegen die Tendenz der herkömmlichen Historiographie, die Geschichte nur unter dem Gesichtspunkt der Führungsschichten betrachtet zu haben, und wies auf die von ihm als positiv dargestellte radikalisierende Funktion der Unterschichten hin, die den "wahren" Fortschritt in der Geschichte bewirken würden. Inspiriert von Herbert Marcuse, forderte er mehr Mitgefühl für die Machtlosen, das erst die „historische Objektivität" gewährleisten könnte:

"In practice, it (this sympathy) leads the historian to describe past societies as they appeared from the bottom rather than from the top, more from the point of view of the inarticulate than of the articulate. [...]"[FN 275]

[FN 275: J. Lemisch: The American Revolution Seen from the Bottom Up, in: B. J. Bernstein, op. cit., S. 6. Hierzu auch: E. Angermann, op. cit., S. 79.]

Einen grundsätzlichen Angriff auf die gesamte bisherige Geschichtsschreibung — auf schmaler Grundlage überdies sehr umstrittener eigener Arbeiten zur Rolle der amerikanischen Seeleute in der Amerikanischen Revolution — hat 1967 Jesse Lemisch vorgetragen. In grundlegender Ubereinstimmung mit Lynd und anderen Radical Historians geht es ihm darum, die Geschichte der Sieger in den entscheidenden historischen Prozessen durch eine Geschichte der immer nur getretenen Kleinen Leute, der Handwerker, Arbeiter, Matrosen, kleinen Farmer, Sklaven usw. abzulösen — "History from the Bottom Up", wie man sie dann in Anlehnung an einen programmatischen Aufsatz genannt hat.[FN 140] Dort polemisiert er gegen die Tendenz der herkömmlichen Historiographie, die Geschichte stets nur unter dem Aspekt der Führer und Eliten zu betrachten, verweist auf die häufig radikalisierende Funktion der Unterschichten, während es die Bessergestellten oft an revolutionärem Eifer hätten fehlen lassen, bestreitet die Anerkennung gesellschaftlicher Rangunterschiede im Revolutionszeitalter (deference) und fordert, inspiriert von Herbert Marcuse, mehr Mitgefühl mit den Machtlosen, wodurch man der Objektivität näherkomme: "in practice, it [this sympathy] leads the historian to describe past societies as they appeared from the bottom rather than from the top, more from the point of view of the inarticulate than of the articulate."

[FN 140: Vgl. Jesse Lemisch: The American Revolution seen from the bottom up, in Bernstein: Towards a new past (s. Anm. 137), 3-45, die im Text folgenden Zitate S. 6;[...]]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 548. In der Fußnote wird zunächst auf Lemisch 1968 verwiesen, mit "Hierzu auch:" dann auf Angermann S. 79. Dass die Passage weitestgehend direkt aus Angermann übernommen wurde, ist durch den Verweis nicht erkennbar.

Sichter

[50.] Mm/Fragment 127 13-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:17:59 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), KeinPlagiat, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 13-14
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 79, Zeilen: 16-19
„[...]... A small part of the necessary work has been done, and a radically new view is just now becoming visible: it is hoped that some of the readers of this essay will do more." „A small part of the necessary work has been done, and a radically new view is just now becoming visible: it is hoped that some of the readers of this essay will do more."
Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 548.<br/>Der Vollständigkeit halber mit aufgelistet: an und für sich unproblematisch - aber das Zitat findet sich bei Angermann auf derselben Seite aber an anderer Stelle des Textes. Fragment belegt (mit den anderen zusammen) eigentlich nur, dass hier seitenweise Originaltext von Angermann fast vollständig übernommen wird.

Sichter

[51.] Mm/Fragment 127 15-16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:01 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 15-16
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 79, Zeilen: 15-16
Daß ein solches Bemühen bereits methodisch kaum durchführbar ist, schien Lemisch nicht weiter zu bedenken. [...]; doch hält sich Lemisch nicht lange damit auf, die in der Tat großen methodischen Schwierigkeiten solchen Bemühens zu bedenken.
Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 548.<br /> Wieder ein Minifragment, aber es setzt die Textübernahme aus Angermann lückenlos fort.

Sichter

[52.] Mm/Fragment 127 16-43 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:04 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 16-43
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 79-80, Zeilen: S.79,23 - S.80,37
Allerdings war den New Left-Historikern ohnehin nicht lange Ruhm beschert. Zunächst litten sie an einer Art Verfolgungswahn, daß das akademische historische Establishment ihre Forschungsarbeit einfach abblocken würde.[FN 276] Doch ihr Mißerfolg war wohl eher darauf zurückzuführen, daß die New-Left-Bewegung seit 1969 und erst recht seit dem Ende des Vietnamkrieges Einheit und Stoßkraft verlor; zum anderen trat gleichzeitig eine Ernüchterung bei den amerikanischen Geschichtswissenschaftlern zutage, die nun wieder größeres Gewicht auf methodisch sorgfältige Ausarbeitung von Forschungsergebnissen statt auf ideologisch motivierte Studien legten.[FN 277] Von daher erwies sich William Appleman Williams 1976 erschienenes Buch „American Confronts A Revolutionary World, 1776-1976" nicht nur als linker Anachronismus, sondern regelrecht als geschichtsphilosophische Groteske. In seiner Analyse erklärte Williams nämlich die Verfassung von 1787 als regressiv, als das Ende jeglicher strukturellen Veränderungsmöglichkeit in dem neuen Staatswesen:

„It established the foundation of a superstate, a political giant that had the power to override any single state (or culture). It did so by making population the bedrock of power: a majority could impose its will upon any minority."[FN 278]

Das in der Unabhängigkeitserklärung niedergelegte Prinzip der Selbstbestimmung sei aufgegeben und die Erhaltung des Status quo zum Wegweiser gemacht worden. Gleichzeitig hätte das Founding-Fathers-Establishment einen Kurs ständiger Expansion eingeschlagen, um die inneren Spannungen des neuen fortschrittsfeindlichen Systems in außenpolitische Aktivitäten abzuleiten. Amerika wäre also entgegen seinen anfangs formulierten Idealen zu einer konterrevolutionären Macht avanciert und hätte seine eigene Weltanschauung auch den Nachbarn, ja der ganzen Welt aufzuzwingen versucht. Freilich, ist man mit dem politisch-rechtlichen Machtgefüge der Union bis hin zum Bürgerkrieg auch nur annähernd vertraut, so kann man solche Thesen nur als „Phantasmagorie" bezeichnen.[FN 279]

[FN 276: Hierzu besonders die wehleidige Studie von Jesse Lemisch: On Active Service in War and Peace: Politics and Ideology in the American Historical Profession, Toronto 1975.]

[FN 277: Vgl. E. Angermann, op. cit., S. 79 f.]

[FN 278: W. A. Williams: America Confronts a Revolutionary World, 1776-1976, New York 1976, S. 17.]

[FN 279: Vgl. E. Angermann, op. cit., S. 80.]

Seither ist es wissenschaftlich um Lemisch ebenso still geworden wie um Lynd.[FN 142] Der Grund kann schlechterdings nicht in dem gesehen werden, was viele Neu Left-Historiker in einer Art Verfolgungswahn immer wieder als ihre Furcht zum Ausdruck gebracht hahen, daß nämlich das akademische Establishment ihre Arbeit einfach abblocken würde. Das Gegenteil war vielfach der Fall. Der Mißerfolg ist also wohl zum einen darauf zuruckzuführen, daß die ganze New Left-Bewegung seit 1969 und vollends seit dem Ende des Vietnamkrieges Einheit und Stoßkraft verloren hat, zum anderen auf die gleichzeitige Ernüchterung in der amerikanischen Geschichtswissenschaft, die nun wieder größeres Gewicht auf methodische Solidität und sorgfältige Ausarbeitung von Forschungsergebnissen als auf kühne, aber mehr ideologisch motivierte als wissenschaftlich fundierte Entwürfe zu legen begann.<br />

Ein neues Buch des Altmeisters der New Left History, William Appleman Williams, wurde daher gewissermaßen durch die innere Entwicklung der amerikanischen Geschichtswissenschaft überholt und zu einer geschichtsphilosophischen Groteske gemacht.[FN 143] In seinen Augen bedeutete nämlich die Verfassung von 1787 das Ende jeder strukturellen Veränderungsmöghchkeit in dem neuen Staatswesen: „It estahlished the foundation of a superstate [sic!], a political giant that had the power to override any Single state (or culture). It did so by making population the bedrock of power: a majority could impose its will upon any minority." Damit habe man das in der Unahhängigkeitserklärung niedergelegte Prinzip der Selbstbestimmung aufgegeben, durch Festschreibung der jeweiligen Gegenwart - das heißt, Verdrängung von Vergangenheit und Zukunft - die Erhaltung des Status quo zur Richtschnur gemacht und zugleich einen Kurs ständiger Expansion eingeschlagen, um die inneren Spannungen des neuen Systems in außenpolitische Aktivität abzuleiten. Entgegen dem Gesetz, nach dem es angetreten, sei also Amerika von Anfang an zur konterrevolutionären Macht par excellence geworden und habe sein eigenes Konzept auch den Nachbarn, ja der ganzen Welt aufzuzwingen versucht. Kennt man den Zustand des Machtgefüges der Union bis hin zum Bürgerkrieg auch nur rudimentär, so kann man einer solchen Phantasmagorie nur mit fassungslosem Staunen gegenüberstehen - ganz abgesehen davon, daß ja wohl kein in normalen Kategorien denkender Mensch in der sogenannten States' Rights-Bewegung, die doch in der Regel nur der Zementierung regionaler oder lokaler Herrschaftsstrukturen diente, einen Ausdruck echter demokratischer Selbstbestimmung sehen wird.

[FN 142: Von beiden sind siether m.W. keine größeren Beiträge zur historischen Forschung mehr erschienen, auch nicht das 1968 angekündigte Buch von Jesse Lemisch: Jack Tar vs. John Bull. Merchant seamen in the politics of Revolutionary Mareica; dafür hat er seinen Bewunderern eine ebenfalls auf das Jahr 1969 zurückgehende Anklage gegen die Zunft geschenkt, die Selbstmitleid und Verfolgungswahn in peinlicher Weise zur Schau stellt, vgl. Jesse Lemisch: On active service in war und peace. Politics und ideology in the American historical profession (Toronto 1975).]

[FN 143: Vgl. William Appleman Williams: America Confronts a Revolutionary World, 1776-1976, (New York 1976), das im Text folgende Zitat S. 17.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 548-549.<br />In zwei gegenüber der Vorlage ergänzten Fußnoten wird mit "Vgl." auf Angermann verwiesen. In welcher Form von dort übernommen wird (teils wörtlich, teils Paraphrase, aber stets ohne substanzielle Bearbeitung) wird verschleiert.

Sichter

[53.] Mm/Fragment 128 19-22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:07 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 19-22
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 82, Zeilen: 15-18
In vielen dieser Untersuchungen war die Neigung unverkennbar, moderne Erwartungsmaßstäbe an historisches Geschehen anzulegen, Rand- und Einzelerscheinungen grob zu verallgemeinern und im Sinne der New Left zu moralisieren.[FN 280]

[FN 280: Vgl. Paul Levine: Der neue Realismus in der zeitgenössischen nordamerikanischen Literatur, Aus Politik und Zeitgeschichte, B 39-40/1984,29. Sept. 1984, S. 21; E. Angermann: Die Revolution im Spiegel der Geschichte, (Kap.: Neue Interessengebiete), a.a.O., S. 82.]

Auch in vielen der zuletzt genannten Untersuchungen ist die Neigung unverkennbar, moderne Erwartungsmaßstäbe an historisches Geschehen anzulegen, Rand- und Einzelerscheinungen unzulässig zu verallgemeinern und im Sinne der New Left zu moralisieren.
Anmerkungen

Mm erwähnt zwar die Quelle (wobei sie sich beim Titel auch noch vertut) - dass sie den Satz zu 95% übernommen hat, wird nicht ersichtlich.

Sichter
Drhchc

[54.] Mm/Fragment 128 23-29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:09 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Klicken
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 23-29
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 83, Zeilen: 14-22, 101-105
Einen prominenten Platz in den neuesten historischen Forschungsansätzen nehmen freilich ohne Zweifel Arbeiten zur Rassenfrage und zur Geschichte der Sklaverei ein. Zu nennen sind hier die weit ausgreifende Geschichte der Suprematie von „White over Black" in Amerika vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert von Winthrop D. Jordan sowie die Untersuchungen zur Problematik der Sklaverei im Revolutionszeitalter und den Auseinandersetzungen um ihre Abschaffung, die Thematik „Slavery and the Idea of Progress" von David Brion Davis.[FN 281]

[FN 281: Siehe hierzu: W. D. Jordan: White over Black: American Attitudes toward the Negro, 1550-1812, Chapel Hill, N. C., 1968; D. B. Davis: The Problem of Slavery in the Age of Revolution, 1770-1823, Ithaca, N.Y., 1975; D. B. Davis: Slavery and the Idea of Progress, in: Oceans Apart? Comparing Germany and the United States, (ed. E. Angermann/M.-L. Frings), Stuttgart 1981, S. 13-28.]

Es liegt nahe, daß unter den Arbeiten dieser Richtung solche zur Rassenfrage und zur Geschichte der Sklaverei einen prominenten Platz einnehmen. Neben denen von Edmund S. Morgan und Staughton Lynd sind hier namentlich zu nennen die weit ausgreifende, großartige Geschichte der Suprematie von ,White over Black' in Amerika vom sechzehnten bis zum frühen neunzehnten Jahrhundert von Winthrop D. Jordan sowie die großen Untersuchungen zur Problematik der Sklaverei im Revolutionszeitalter und den Auseinandersetzungen um ihre Abschaffung von David Brion Davis und dem Engländer Duncan J. MacLeod.149)

[FN 149: Zu Morgan und Lynd vgl. Anm. 104 bzw. 138; im übrigen Winthrop D. Jordan: White over black, American attitudes toward the Negro, 1550-1812 (Chapel Hill, N.C., 1968); David Brion Davis: The problem of slavery in the age of Revolution. 1770-1823 (Ithaca, N Y., 1975); Duncan J. MacLeod: Slavery, race, and the American Revolution (Cambridge 1974).]

Anmerkungen

-

Sichter
Klicken

[55.] Mm/Fragment 128 29-36 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:11 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 29-36
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 84-85, Zeilen: S.84,16-24.113-118; S.85,1-5
Darüber hinaus ist die zunehmende Forschung auf dem Gebiet der Frauengeschichte zu erwähnen. Zwar bestand auch früher Interesse für die Frauen des Revolutionszeitalters, die „Founding Mothers", aber fast durchweg nur im Hinblick auf so berühmte Persönlichkeiten wie Abigail Adams, Mercy Warren oder Martha Washington, die alle der gesellschaftlichen Führungsschicht angehörten.[FN 282] Unter dem Einfluß der Women's Lib-Bewegung hat seit den 60er Jahren die Frauenforschung in den Vereinigten Staaten großen Aufwind erfahren.[FN 283]

[FN 282: Siehe: Elizabeth F. Ellett: The Woman of the American Revolution, New York 1853-54,3 vols.; Linda Grant De Pauw: Founding Mothers: Woman in America in the Revolutionary Era, Boston 1975; L. Grant De Pauw: Conover Hunt, Miriam Schneir: Remember the Ladies. Woman in America, 1750-1815, New York 1976; Paul Engle: Woman in the American Revolution, Chicago 1976; E. Angermann, op cit.]

[FN 283: Siehe: Betty Friedan: Der Weiblichkeitswahn oder Die Selbstbefreiung der Frau. Ein Emanzipationskonzept, Reinbek 1975 (engl.: The Feminine Mystique, 1966); Jean E. Friedman/William G. Shade: Our American Sisters: Woman in American Life and Thought, Boston 1976; Carol Berkin (ed.): Woman of America, Boston 1979; Sheila Ruth: Issues in Feminism: A First Course in Woman's Studies, Boston 1980. Auch in der amerikanischen Literatur wurde zunehmend die Frauenproblematik behandelt. Siehe hierzu: Marge Piercy: Small Changes, Garden City, N.Y., 1973; M. Piercy: Vida, London 1980; Gail Godwin: The Odd Woman, New York 1974; Alice Walker: Meridian, New York 1976.]

Nicht übergangen werden darf endlich als ein unverkennbar durch zeitgeschichtliche Faktoren ausgelöstes Interesse, daß seit einigen Jahren natürlich auch die Frauengeschichte auf die Forschung zur Amerikanischen Revolution durchgeschlagen hat. Nicht als ob man sich früher gar nicht für die Frauen des Rcvolutionszeitalters interessiert hatte. Es geschah aber doch fast durchweg nur im Hinblick auf so bemerkenswerte Gestalten wie Abigail Adams. Mercy Warren oder Martha Washington, die sämtlich der gesellschaftlichen Fuhrungsschicht angehörten.152) Dieses bei aller Tendenz zur Heldinnenverehrung durchaus legitime historische Interesse hält selbstverständlich auch weiterhin an. Doch hat es unter dem Einfluß der „Women's Lib"-Bewegung seit den sechziger Jahren durch die Verbindung mit der Erforschung minderprivilegierter Gruppen insgeheim eine ganz wesentliche sozialhistorische Verbreiterung erfahren.

[FN 152: Das gilt auch für Elizabeth F. Ellet: The women the American Revolution, 3 vols. (New York 1853-54), zum folgenden auch die eher volkstümliche Darstellung von Linda Grant De Pauw: Founding Mothers: Women in America in the Revolutionary era (Boston 1975), eadem, Conover Hunt, Miriam Schneir: Remember the ladies. Women in America 1750-1815 (New York 1976), sowie Paul Eagle: Women in the American Revolution (Chicago 1976)]

Anmerkungen

"E. Angermann, op cit." in Fußnote 282 liefert nach den üblichen Zitierregeln keinen Verweis auf die hier benutzte Stelle.<br/> Übrigens verwendet Mm in derselben Fußnote konsequent die nicht korrekte Schreibweise "woman" für die Mehrzahl.

Sichter

[56.] Mm/Fragment 128 37-42 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:14 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 37-42
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 85-86, Zeilen: S.85,30-35 - S.86,1-3
Für die Entwicklung der zeitgenössischen amerikanischen Historiographie bleibt allerdings auch weiterhin die Deutung der Amerikanischen Revolution als historisches Selbstverständnis ein wesentliches Merkmal. Laufend erscheinen Untersuchungen über die Amerikanische Revolution, ihre geistigen und gesellschaftlichen Grundlagen und ihr Einwirken auf die Existenz und Identität des amerikanischen Volkes, [...] Denn die Frage nach dem Einfluß bestimmter zeitgeschichtlicher Wechsellagen auf das Geschichtsbild - in diesem Fall auf das durch die Amerikanische Revolution geprägte historische Selbstverständnis der Vereinigten Staaten - geht schließlich in der Gegenwart auf, wird von dieser gewissermaßen eingeholt. Wohl erscheinen laufend hochinteressante Untersuchungen über die Amerikanische Revolution, ihre geistigen und gesellschaftlichen Grundlagen und ihr Wirken auf die Existenz und Identität des amerikanischen Volkes.
Anmerkungen

-

Sichter

[57.] Mm/Fragment 129 05-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:16 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 5-14
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 86, Zeilen: 14-27
[...] Morton Whites Buch „The Philosophy of the American Revolution", das die philosophischen Grundlagen des Ideenguts der Amerikanischen Revolution im abendländischen Denken erläutert und in dem White zu dem Ergebnis kommt, daß die Founding Fathers zwar keine neuen, originellen Gedanken über das menschliche Zusammenleben entwickelten, aber in hohem Maße doch philosophische Weisheiten ihres Zeitalters tatsächlich in praktische Politik umsetzten. In überzeugender Weise überprüft White diese These anhand zentraler Begriffe der Revolution wie „self-evident truth", „nature", „progress" oder „essence of man" und belegt sie aufgrund ihrer Tradition, ihrer zeitspezifischen Aussagekraft und ihrer überzeitlichen Relevanz.[FN 286]

[FN 286: Vgl. Morton White: The Philosophy of the American Revolution, New York 1978; E. Angermann, op. cit., S. 86.]

Morton White geht in einem überaus anregenden Buch den philosophischen Grundlagen der Gedankenwelt der Amerikanischen Revolution im abendländischen Denken nach und kommt zu dem Ergebnis, daß die Founding Fathers zwar - was ihnen selbst durchaus bewußt war - keineswegs neue, originelle Ideen über das menschliche Zusammenleben entwickelten, aber in ungewöhnlichem Maße philosophische Schulmeinungen ihres Zeitalters in praktische Politik umsetzten. Diese in ihrer Generalität nicht verwunderliche Feststellung erhält dadurch ihr Gewicht, daß White in uberzeugender Weise zentrale Begriffe der Revolution wie „self-evident truth", „nature" oder „essence of man", Gottes Absichten für die Menschheit oder „natürliche Rechte und Pflichten" auf ihre Tradition, ihre zeitspezifische Aussagekraft und ihre überzeitliche Relevanz hin überprüft und mit präzisem Sinn für historische Perspektive einordnet.154)

[FN 154: Vgl. Morton White: The philosophy of the American Revolution (New York 1978); [...]]

Anmerkungen

Trotz Hinweis auf die Quelle sind wortwörtlich übernommene Passagen als solche nicht zu erkennen.

Sichter

[58.] Mm/Fragment 129 14-22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:18 Kybot
Angermann 1979, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 14-22
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 86-87, Zeilen: S.86,28 - S.87,3
Auch die Studie des englischen Historikers J. R. Pole „The Pursuit of Equality in American History", eine breit angelegte analytische Geschichte der Gleichheitsidee, die seit der Revolution eine so wichtige Rolle im politischen Denken der USA gespielt hat, ist erwähnenswert. Pole gelingt es bei seiner Definition der Auswirkungen des Gleichheitsprinzips in Wechselwirkung mit dem komplementären Freiheitsgedanken auf fast alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens bis in die sozio-kulturellen Beziehungen und die politische Praxis der Gegenwart hinein eine überzeugende Verbindung von Ideengeschichte und allgemeiner Historiographie herzustellen. [...][FN 287]

[FN 287: Vgl. J. R. Pole: The Pursuit of Equality in American History, Berkeley, Calif., 1978; M. Kammen: A Season of Youth: The American Revolution and the Historical Imagination, New York 1978; E. Angermann, op. cit., S. 86f.]

Der englische Historiker J R Pole, einer der besten Kenner der Materie, legt als Ergebnis langjähriger Studien eine breit angelegte analytische Geschichte der GIeichheitsidee vor, die seit der Revolution eine so zentrale Rolle im politischen Denken Amerikas gespielt hat. Auch er beschäftigt sich eingehend mit den philosophischen Grundlagen und ihren Implikationen. Doch verfolgt er viel stärker als White die Auswirkungen des Gleichheitsprinzips in Wechselwirkung mit dem komplementären Freiheitsgedanken auf beinahe alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens bis in die sozio-kulturellen Beziehungen und die politische Praxis der Gegenwart herein - eine besonders glückliche Verbindung von Ideengeschichte und allgemeiner Geschichtsschreibung.155)

[FN 155: Vgl J.R. Pole: The pursuit of equality in American history (Berkeley, Cal.,1978).]

Anmerkungen

In einer unmittelbar vorangegangenen Fußnote (286) und in einer 11 Zeilen späteren Fußnote (287) verweist Mm auf die Quelle Angermann. Der Bezug zum aktuellen Abschnitt wird allerdings nicht hergestellt. Benutzte Originalformulierungen sind als solche nicht erkennbar.

Sichter

[59.] Mm/Fragment 133 01-08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:38 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 1-8
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 87, Zeilen: 25-34
[Gewiß ist wieder ein] Bemühen um eine Rückbesinnung auf die wahren Grundwerte der amerikanischen Geschichte, auf Menschenrechte, die Prinzipien von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, erkennbar. Und gewiß spielt hierbei die Auseinandersetzung mit der Geburtsstunde der Nation im Spannungsgefüge von Revolution und Bewahrung nach wie vor eine bedeutende Rolle. Wesentlich ist ohne Zweifel für viele Amerikaner das Ergebnis ihrer Erfahrungen seit dem 2. Weltkrieg: daß die Elemente der Bewahrung und Stabilität für den Bestand einer Gesellschaft ebenso wichtig sind wie die Momente der Bewegung für ihren Fortschritt. [...][FN 303]

[FN 303: Beispielhaft für diesen Trend ist das jüngste historisch-politische Werk Samuel P. Huntingtons: American Politics: The Promise of Disharmony, Cambridge, Mass./London 1981.]

Gewiß fügen sie sich ein in das derzeit allenthalben erkennbare Bemühen um eine Rückbesinnung auf die „wahren" Grundwerte der amerikanischen Geschichte, auf Menschenrechte, die Prinzipien von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Und sicherlich spielt dabei die Auseinandersetzung mit der Geburtsstunde der Nation im Spannungsgefüge von Revolution und Bewahrung nach wie vor eine bedeutende Rolle. Denn dies ist ohne Frage für viele Amerikaner das Ergebnis der Erfahrungen seit dem Zweiten Weltkrieg: daß die Elemente der Bewahrung und Stabilität für den Bestand einer Gesellschaft ebenso wichtig sind wie die Momente der Bewegung - vielleicht sogar revolutionäre Anstöße - für ihre Fortentwicklung.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle weit und breit. In der Fußnote erfolgt lediglich ein bisschen "Name-dropping" - Huntington hat Mm bei ihrem Amerikaaufenthalt betreut..

Sichter

[60.] Mm/Fragment 330 41-42 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:30:32 Kybot
Angermann 1979, Fragment, Gesichtet (BC), KomplettPlagiat, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 330, Zeilen: 41-42
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 77, Zeilen: 108-110
Lynd und Zinn waren auch in der Bürgerrechtsbewegung, im Protest gegen den Vietnamkrieg und für den Aufbau professioneller Gegeninstitutionen sehr aktiv. Vgl. hierzu auch: E. Angermann, op. cit., S. 77. Lynd und Zinn waren auch in der Bürgerrechtsbewegung, im Protest gegen den Vietnamkrieg und für den Aufbau professioneller Gegeninstitutionen sehr aktiv.
Anmerkungen

Fußnote (135) aus Angermann 1979 wird wortwörtlich als Anmerkung (II.272) übernommen. Trotz der Angabe der Quelle ist das Zitat als solches nicht erkennbar.

Sichter

























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