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Quelle:Mm/Bracher 1981

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Karl Dietrich Bracher
Titel    Geschichte und Gewalt. Zur Politik im 20. Jahrhundert
Ort    Berlin
Verlag    Severin und Siedler
Jahr    1981
ISBN    3-88680-024-5

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    6


Fragmente der Quelle:

[2.] Mm/Fragment 019 03-08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-02-25 17:58:23 Graf Isolan
BauernOpfer, Bracher 1981, Fragment, Gesichtet, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Schuju, Goalgetter, Plaqueiator
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 3-8.12-13
Quelle: Bracher 1981
Seite(n): 30, 213, Zeilen: 15-16
Seit dem klassischen Altertum ist die Geschichte des politischen Denkens im Spannungsverhältnis von Fortschritt und Verfall, Demokratie und Diktatur zu verstehen. Der antike Intellekt entwickelte nahezu alle historischen Problemstellungen und Denkfiguren der politischen Theorie zum ersten Mal. Dem Fortschrittsgedanken, einmal als wiederkehrende Schlüsselidee der politischen Ideengeschichte definiert (Karl Dietrich Bracher) [FN 7], (...), können bereits in der griechischen und römischen Antike erste und entscheidende gedankliche Äquivalenzen nachgewiesen werden.

[FN 7] Vgl. Karl Dietrich Bracher: Fortschritt - Krise einer Ideologie, in: Geschichte und Gewalt. Zur Politik im 20. Jahrhundert, Berlin 1981; K. D. u. Dorothee Bracher: Schlüsselwörter in der Geschichte, Düsseldorf 1978; K. D. Bracher: Verfall und Fortschritt im Denken der frühen Römischen Kaiserzeit. Studien zum Zeitgefühl und Geschichtsbewußtsein des Jahrhunderts nach Augustus, Diss. Tübingen 1948 (Neuauflage in Vorbereitung).

[S. 30] Die Antike entwickelt nahezu alle großen Problemstellungen und Denkfiguren der politischen Theorie zum ersten Mal[FN 3].

[FN 3: Als erste Vorahnung kann man schon das frühe antike Asylrecht bezeichnen (vgl. O. Kimminich, a.a.O., S.18).]

---

[S. 213] Seit ihrem Beginn steht die Geschichte des politischen Denkens im Zeichen einer wechselvollen Spannung. [1] Auf der einen Seite hat sie es mit einer Reihe von Grundfragen und bestimmten wiederkehrenden Schlüsselideen zum Problem des Politischen, zum Verhältnis vom Individuum und Gemeinwesen zu tun. Gedanklich wie begrifflich gehen diese größtenteils auf die griechische und römische Antike zurück: [2] Demokratie und Diktatur, Konstitution und Konsens, Natur- und Menschenrechte. [3]

Anmerkungen

Gleich die erste Fußnote im Textteil offenbart ein problematisches Verhältnis zur Zitiertechnik. Für einen Gedankengang, ohne ausreichende Kennzeichnung und nah an der ursprünglichen Formulierung einem Werk des Doktorvaters entnommen, werden bezogen auf den Begriff "Schlüsselidee" gleich drei Werke Brachers (inklusive des plagiierten) als weiterführende Literatur ("Vgl.") ohne Seitenzahl der konkreten Entnahme in [FN 7]angegeben und damit zwar sozusagen pauschal auf das Lebenswerk des Verehrten hingewiesen, die Herkunft des ganzen Abschnitts bleibt jedoch verschleiert.

Sichter
Plaqueiator

[3.] Mm/Fragment 021 28-32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:38:58 Kybot
BauernOpfer, Bracher 1981, Fragment, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 28-32
Quelle: Bracher 1981
Seite(n): 31, Zeilen: 1-3, 6-10
[...] ebenso wie die Relativierung konkreter politischer Bindungen, im Extremfall die Infragestellung jeder Staatsordnung oder gar anarchistische Auflösung des auf Macht und Herrschaftsstrukturen beruhenden Gemeinwesens, wie es ebenfalls das Ideal der Kyniker enthielt.[FN 25]

[FN 25: Vgl. zur Entstehung der Natur- und Menschenrechte: K. D. Bracher: Menschenrechte und politische Verfassung, in: Geschichte und Gewalt, a.a.O., S. 28 ff.; Martin Kriele: Einführung in die Staatslehre, Reinbek 1975; Olof Gigon: Der Begriff der Freiheit in der Antike, München/Zürich 1977.]

[...] bedeutet zugleich die Relativierung der konkreten politischen Bindungen, im Extremfall die Infragestellung jeder Staatsordnung, [...] Einerseits: Die radikale, negative Konsequenz des Menschenrechtspostulats konnte in einer individualistischen oder gar anarchistischen Auflösung des konkreten, auf Macht und Herrschaftsstrukturen beruhenden

Gemeinwesens liegen, wie es das Ideal der Kyniker enthielt:

Anmerkungen

-

Sichter

[4.] Mm/Fragment 081 33-34.37-38 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:39:58 Kybot
BauernOpfer, Bracher 1981, Fragment, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 33-34, 37-38
Quelle: Bracher 1981
Seite(n): 221, Zeilen: 14-19
Die besondere Bedeutung des Calvinismus in seiner amerikanischen Ausprägung als Puritanismus lag, wie sich zeigen wird, darin, daß er [...] schließlich zum Träger einer heilsbegründeten Überzeugung von providentieller Fortschrittsmission der neuen Welt Amerikas wurde. [...] [FN 29]

[FN 29: Siehe hier: Alan Heimert/Andrew Delbanco (eds.): The Puritans in America, Cambridge, Mass., 1985; K. D. Bracher: Geschichte und Gewalt, Berlin 1981, S. 221; Knud Krakau: Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten von America, Frankfurt/M./Berlin 1967, S. 30; Perry Miller/Thomas H. Johnson (eds.): The Puritans, New York 1938/1963; Edmund S. Morgan: The Puritan Family, New York 1966.]

Im Protestantismus wurde neben der eher geschichtspessimistischen Tradition des Luthertums der Kalvinismus in seiner englischen und besonders in seiner amerikanischen Ausprägung zum Träger der Überzeugung von der heilsbegründeten, providentiellen Fortschrittsmission der Neuen Welt Amerikas.
Anmerkungen

Fußnote mit Hinweis (u.a.) auf die Quelle erfolgt erst am Ende des Absatzes sechs Zeilen später

Sichter




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