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Quelle:Mm/Krakau 1967

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Knud Krakau
Titel    Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten von Amerika
Ort    Frankfurt/Main
Verlag    Alfred Metzner Verlag
Jahr    1967
Reihe    Abhandlungen der Forschungsstelle für Völkerrecht und ausländisches öffentliches Recht der Universität Hamburg, Band 14

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    59


Fragmente der Quelle:
[1.] Mm/Fragment 081 38-43 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:12:51 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 38-43
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 30-31, Zeilen: S.30,14-17; S.31,25-26
Was die ersten puritanischen Siedler nach New England zog, war das geistig-moralische Ziel religiöser Freiheit, der Glaube, sie seien die Auserwählten Gottes, diese historische Mission zu übernehmen; was sie zu seiner Realisierung in der praktischen Welt schufen, war anfangs die politisch-autoritäre Theokratie von Massachusetts.[FN 29]

[FN 29: Siehe hier: Alan Heimert/Andrew Delbanco (eds.): The Puritans in America, Cambridge, Mass., 1985; K. D. Bracher: Geschichte und Gewalt, Berlin 1981, S. 221; Knud Krakau: Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten von America, Frankfurt/M./Berlin 1967, S. 30; Perry Miller/Thomas H. Johnson (eds.): The Puritans, New York 1938/1963; Edmund S. Morgan: The Puritan Family, New York 1966.]

Was die ersten puritanischen Siedler nach Amerika zog, war ein geistig-religiöses Ziel; was sie zu seiner Realisierung in der praktischen Welt schufen, war eine neue politische Wirklichkeit.

[...]

Das führte zur Theokratie von Massachusetts[FN 7].

[FN 7: Vgl. P. Miller, New England Mind, S. 119 ff.]

Anmerkungen

Die Herkunft ist unverkennbar. Siehe auch das nächste Fragment.

Sichter

[2.] Mm/Fragment 082 01-11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:12:53 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Klicken, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 82, Zeilen: 01-11
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 31, Zeilen: 13-25
Bereits während der Überfahrt im Jahre 1620 ins „gelobte Land" formulierte John Winthrop, der spätere Gouverneur der Massachusetts Bay Colony, die puritanische Ideologie eines religiös-politischen Gemeinwesens:

„The work we have in hand, it is by a mutuall consent through a special overruleing providence... to seeke out a place of Cohabitation and Consorteshipp under a due forme of Government both civill and ecclesiasticall."[FN 30]

Doch war das Politische zunächst dem religiösen Ziel

„... to improve our lives to do more service to the Lord... that ourselves and posterity may be the better preserved from the common corruptions of this evil world to serve the Lord and work out our Salvation under the power and purity of his holy ordinances",[FN 31]

untergeordnet.

[FN 30: „A Modell of Christian Charity", zit. nach Perry Miller: Errand into the Wilderness, Cambridge, Mass., 1956, S. 5.]

[FN 31: John Winthrop, op. cit., zit. nach Oscar Handlin (ed.): American Principles and Issues: The National Purpose, New York 1961, S. 33.]

Schon während der Seereise im Jahre 1630 nach Neu-England schrieb John Winthrop (1588-1649), späterer Gouverneur der Massachusetts Bay Colony: „The work we have in hand, it is by a mutuall consent through a special overruleing providence ... to seeke out a place of Cohabitation and Consorteshipp under a due forme of Government both civill and ecclesiasticall"[FN 5].

Aber die neu-englischen Puritaner sahen doch zunächst den Sinn ihres „errand into the wilderniss" in der Verwirklichung und Vervollkommnung ihres Glaubens. Ausgehend von der unbedingten menschlichen Sündhaftigkeit war es das Ziel „ ... to improve our lives to do more service to the Lord ... that ourselves and posterity may be the better preserved from the common corruptions of this evil world to serve the Lord and, work out our Salvation under the power and purity of his holy ordinances"[FN 6].

Diesem religiösen Ziel war zunächst das Politische untergeordnet.

[FN 5: A Modell of Christian Charity, in: P. Miller, Errand, S. 5;[...]]

[FN 6: J. Winthrop, Modell, zit. bei Handlin, Principles, S. 33, auch bei P. Miller, Errand, S. 5-6;[...]]

Anmerkungen

-

Sichter
Klicken

[3.] Mm/Fragment 083 05-08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:12:57 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 5-8
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 32, Zeilen: 18-22
Eindeutig stand das religiöse Moment zu Beginn der neuenglischen Existenzbegründung im Vordergrund und stellte die Puritaner in den größeren Zusammenhang von Gottes Heilsplan zur Erneuerung der Kirche und schließlich der Menschheit.[FN 36]

[FN 36: Vgl. S. E. Morison: The Oxford History of the American People, a.a.O., S. 102; Herbert Wallace Schneider: The Puritan Mind, Ann Arbor, Mich., 1958, S. 33 ff.]

Wenn auch das religiöse Moment zunächst im Vordergrund stand, so transzendierte der eigentliche Lebenssinn der kleinen Gemeinde in Neu-England von vornherein diesen begrenzten Bereich und stellte die Puritaner in den größeren Zusammenhang von Gottes Heilsplan, zur Erneuerung der Kirche und schließlich der Menschheit.
Anmerkungen

-

Sichter

[4.] Mm/Fragment 083 11-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:12:59 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 11-14
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 33, Zeilen: 1-4
[...] die Pflicht, anderen Menschen und Nationen Beispiel zu sein, entsprach der Überzeugung, daß man selbst von Gott über andere erhöht war - „For wee must Consider that wee shall be as a Citty upon a Hill, the eies of all people are upon us."[FN 38]

[FN 38: J. Winthrop: A Modell of Christian Charity, zit. nach P. Miller: Errand into the Wilderness, a.a.O., S. 11. Siehe ferner hierzu: E. S. Morgan: The Puritan Dilemma: The Story of John Winthrop, Boston 1958.]

Die Pflicht, anderen Menschen und Völkern Beispiel zu sein und zu verkünden, ist die natürliche Folge der Überzeugung, daß man selbst von Gott über andere erhöht war — „For wee must Consider that wee shall be as a Citty upon a Hill, the eies of all people are uppon us"[FN 17].

[FN 17: J. Winthrop, A Modell of Christian Charity, zit. bei P. Miller, Errand, S. 11.[...]]

Anmerkungen

-

Sichter

[5.] Mm/Fragment 085 02-16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 14:14:20 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 2-16
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 37, Zeilen: 3-16, 114-116
Am deutlichsten vollzog sich der Übergang vom amerikanischen saeculum theologicum zum saeculum politicum (Vernon Louis Parrington), von der biblischen Begründung des religiös-kirchlichen Heilsauftrages des 17. Jahrhunderts zur naturrechtlichen, rationalistischen und optimistischen Begründung der Demokratie und ihrer Menschheitsaufgabe im 18. Jahrhundert in dem Werk des Geistlichen und Harvardabsolventen von Massachusetts John Wise „Vindication of the Government of New England Churches" (1717), das sich auf den Gedanken des Naturrechts und natürlichen Freiheiten, der demokratischen Regierungsform und der natürlichen Gleichheit der Menschen gründete.

„The End of all good Government is to Cultivate Humanity, and Promote the happiness of all, and the good of every Man in all his Rights, his Life, Liberty, Estate, Honor, etc., without injury or abuse done to any."[FN 50]

In diesen Sätzen nahm Wise gewissermaßen die berühmte Jeffersonsche Prägung der amerikanischen Unabhängigkeits- und Demokratieformel „Life, liberty, and the pursuit of happiness" vorweg.

[FN 50: Zitat in: P. Miller/Th. A. Johnson (eds.): The Puritans, a.a.O., S. 268 + 269. Siehe auch K. Krakau, op. cit., S. 37.]

Der Übergang von der biblischen Begründung des religiös-kirchlichen Heilsauftrages zur naturrechtlichen, rationalistischen und optimistischen Begründung der Demokratie und ihrer Menschheitsaufgabe vollzieht sich am deutlichsten in John Wise (1675-1725) in Massachusetts, besonders in seiner „Vindication of the Government of New England Churches" (1717)[FN 30]. Sie gründet sich auf Gedanken des Naturrechts und natürlicher Freiheiten — „The first formulation of secular republicanism"[FN 31]: die demokratische Regierungsform entspreche dem „Right of Nature", denn nur sie berücksichtige die „natürliche Gleichheit der Menschen", während unter anderen Staatsformen durch den Akt der Unterwerfung der Freie zum Sklaven werde; „The End of all good Government is to Cultivate Humanity, and Promote the happiness of all, and the good of every Man in all his Rights, his Life, Liberty, Estate, Honor, etc., without injury or abuse done to any"[FN 32]. Das nimmt Jeffersons „Life, liberty and the pursuit of happiness" vorweg[FN 33].

[FN 30: Größtenteils abgedruckt in Miller-Johnson, S. 257-269, und bei Welzel, in: Fschr. Smend, 1952, S. 393 ff.; vgl. dazu P.Miller, Errand, S. 151 f.; Bracher, in: Fschr. Voegelin, S. 37f.]

Anmerkungen

Mm wird dieselbe Passage aus Krakau 1967 noch einmal auf Seite 175 "verbraten", siehe [1].

Sichter

[6.] Mm/Fragment 085 16-24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 14:14:23 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 16-24
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 38, Zeilen: 21-29, 104
Freilich auch in dieser säkularisierten Wendung des puritanischen Staatsdenkens behielt der Gedanke des Auserwähltseins, des amerikanischen „exceptionalism", seine gleichbleibende Bedeutung, nur basierte er nicht mehr unmittelbar auf göttlicher Providenz, sondern auf dem einzigartigen Wirken der Vernunft:

„For if we should make a new Survey of the Constitution before named under the brightest hight of Nature, there is no greater Example of natural Wisdom in any settlement on Earth; for the present and future security of Humane Beings in all that is most Valuable and Grand, than in this."[FN 51]

[FN 51: Wise-Zitat in: P. Miller/Th. A. Johnson, op. cit., S. 257.]

Jedoch auch in dieser säkularisierten Wendung des puritanischen Staatsdenkens hat der Gedanke des Auserwähltseins, der amerikanischen Einzigartigkeit, seine gleichbleibende Bedeutung, nur gründet er sich nicht mehr unmittelbar auf göttliche „Providence", sondern auf das einzigartige Wirken der Vernunft: „For if we should make a new Survey of the Constitution before named under the brightest Light of Nature, there is no groater Example of natural Wisdom in any settlement on Earth; for the present and future security of Humane Beings in all that is most Valuable and Grand, than in this"[FN 39].

[FN 37: D. h. göttliche Billigung, in Miller-Johnson, S. 257.]

[FN 38: Ibid., S. 256.]

[FN 39: Ibid., S. 257.]

Anmerkungen

-

Sichter

[7.] Mm/Fragment 102 14-39 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 14:16:25 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 14-39
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 136-138, Zeilen: S.136,22-27.118-120, S.137,1-10.25-38.101-104, S.138,1-2.101-104
Beeinflußt von Darwins Evolutionstheorie, Hegels nationalem Idealismus und Gobineaus Rassenideologie folgerte Burgess,

daß nur die „arischen" Nationen die höchsten Fähigkeiten zur politischen Organisation hätten, Fähigkeiten, die in der Welt ungleich verteilt seien; daß der Nationalstaat eine Errungenschaft des teutonischen Geistes, die vollkommenste Lösung der Probleme politischer Organisation darstellte und deshalb den teutonischen Nationen die Führungsrolle in der Errichtung und Verwaltung auch fremder Staaten zukommen würde.[FN 141] Da „history as the revelation of Providence, ...intends national states as the prime organs of human development" und es die „highest duty of the state" sei, „to preserve and strengthen... its own national character", und da die Überlegenheit der teutonischen Nationen in dieser Hinsicht für ihn feststand, ergab es sich für Burgess als eine Schlußfolgerung für die praktische Politik, daß diese teutonischen Nationen „are intrusted, in the general economy of history, with the mission of conducting the political civilization of the modern world."[FN 142] Aus der

„manifest mission of the Teutonic nations ... it follows that interference in the affairs of populations not wholly barbaric ... but with manifest incapacity to solve the problem of political organization with any degree of completeness, is a justifiable policy ... it is in the interest of the world's civilization that law and order and the true liberty ... shall reign everywhere ... A permanent unability on the part of any state or semi-state to secure this status is a threat to civilization everywhere. Both for the sake of the half-barbarous state and in the interest of the rest of the world a state or states endowed with the capacity for political organization, may righteously assume sovereignty over, and undertake to create state order for, such politically incompetent population ... the civilized states themselves are the best organs ... in history ... for determining the proper time and occasion for intervening in the affairs of unorganized or not sufficiently organized populations, for the execution of their great world duty."[FN 143]

[FN 141: Siehe K. Krakau: Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten von America, a.a.O., S. 136 f.]

[FN 142: Vgl. J. W. Burgess: op. cit., S. 44.]

[FN 143: J. W. Burgess, op. cit., S. 46-48.]

Seine daraus folgenden Einsichten gingen dahin,

daß nur die „arischen" Nationen die höchsten Fähigkeiten zur politischen Organisation hätten, Fähigkeiten, die in der Welt ungleich verteilt seien[FN 54]; daß der Nationalstaat, eine Errungenschaft des „teutonischen" Geistes, die vollkommenste Lösung des Problems politischer Organisation darstelle und deshalb den „teutonischen" Nationen die Führungsrolle in der Errichtung und Verwaltung der Staaten obliege[FN 55]. Da „history as the revelation of Providence, ... intends national states as the prime organs of human development" und es die „highest duty of the state" sei, „to preserve and strengthen ... its own national character" (das verrät einen starken Einfluß Hegels — Burgess hatte lange in Deutschland studiert), und da weiter die Überlegenheit der „teutonischen" Nationen in dieser Hinsicht für ihn feststand, ergab es sich für Burgess als eine „conclusion for practical politics", daß diese „teutonischen" Nationen „are intrusted, in the general economy of history, with the mission of conducting the political civilization of the modern world"[FN 56]. [...] Aus der „manifest mission of the Teutonic nations ... it follows that interference in the affairs of populations not wholly barbaric ... but with manifest incapacity to solve the problem of political organization with any degree of completeness, is a justifiable policy ... it is in the interest of the world's civilization that law and order and the true liberty ... shall reign everywhere ... A permanent inability on the part of any state or semi-state to secure this status is a threat to civilization everywhere. Both for the sake of the half-barbarous state and in the interest of the rest of the world a state or states endowed with the capacity for political organization, may righteously assume sovereignty over, and underluke to create state order for, such politically incompetent population ... the civilized states themselves are the best organs ... in history ... for determining the proper time and occasion for intervening in the affairs of unorganized or not sufficiently organized populations, for the execution of their great world duty. Indifference on the part of the Teutonic nations (would, indeed, be) disregard of duty ..."[FN 58].

[FN 54: Political Science and Comperative Constitutional Law, Bd. 1, Kap. 3 über „National Political Character". Als Vorläufer vgl. etwa Gobineau: Essai sur l'Inégalité des Races Humaines, 4 Bde. Paris, 1853-1855.] [FN 55: Burgess, vorige Anm., S. 39. Nach der Definition von R. Schmidt, S. 362-4, ist das (Verallgemeinerung, Propagierung der für überlegen gehaltenen kulturellen, u. a. politischen Formen) bezeichnend für den klassischen Imperialismus.]

[FN 56: Burgess, S. 44.]

[FN 58: Burgess, S. 46-48. — Es erschien nützlich, so ausführlich zu zitieren, weil die bloß gedankliche Wiedergabe keinen genügenden Eindruck von jener Mischung von Naivität und Arroganz vermitteln kann, mit der diese Autoren aus Manifest Destiny und Darwinismus ihre Welt-Mission herleiten.]

Anmerkungen

Der einleitende Hauptsatz wurde verändert, einige minimale Abänderungen im Fließtext, und bei der Übernahme des Originalzitats macht Mm "inability" fälschlicherweise zu "unability". Die Art und Weise wie Krakau die Originalaussagen Burgess referiert wird einszueins übernommen.<br/>Übrigens wird in der Vorlage in Fußnote 58 demonstriert , wie man die Wiedergabe langer Originalzitate wissenschaftlich begründet. Bei Mm sucht man so etwas vergeblich.

Sichter

[8.] Mm/Fragment 102 40-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:11 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 40-47
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 135-136, Zeilen: S.135,27-32 - S.136,3-5
Darwin selbst hatte viel dazu beigetragen, diese Ansichten und ihre Anwendung auf die amerikanische Nation zu ermutigen:

„There is apparently much truth in the belief that the wonderful progress of the United States, as well as the character of the people, are the results of natural selection; the more energetic, restless, and courageous men from all parts of Europe having emigrated ... to that great country, and having there succeeded best."[FN 144]

Für Darwin war es wissenschaftlich erwiesene Tatsache, daß die Amerikaner „the heir of all the ages, in the foremost files of time" waren.[FN 145]

[FN 144: Charles Darwin: The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex, New York 1871, S. 179. Siehe ferner zu Darwins Einfluß in den USA: George Daniels (ed.): Darwinism Comes to America, Waltham, Mass., 1968.]

[FN 145: Ch. Darwin, op. cit.]

Darwin selbst trug viel dazu bei, diese Ansicht und ihre Anwendung auf die amerikanische Nation zu ermutigen: „There is apparently much truth in the belief that the wonderful progress of the United States, as well as the character of the people, are the results of natural selection; the more energetic, restless, and courageous men from all parts of Europe having emigrated ... to that great country, and having there succeeded best.[...]"[FN 48]. Für Darwin war es wissenschaftlich erwiesene Tatsache, daß die Amerikaner „the heir of all the ages, in the foremost files of time" waren[FN 49].

[FN 48: Darwin, The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex, Bd. 1, S. 179; die Stelle von Zincke: Last Winter in the United States, S. 29 — beide zit. in Pratt, Expansionists, S. 3-4.]

[FN 49: Zit. in Pratt, ibid., S. 4.]

Anmerkungen

Einziger kreativer Beitrag von Mm an dieser Stelle: die Transformation des ersten Satzes vom Präteritum ins Plusquamperfekt.

Sichter

[9.] Mm/Fragment 103 38-45 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:19 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 38-45
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 140, Zeilen: 18-27, 105-106
[...] betonte der einflußreiche Marine-Historiker Mahan, der besonders auf Theodore Roosevelt einwirkte, die protagonistische Rolle der USA als Hüter der westlichen Zivilisation und den göttlichen Willen in der Geschichte, der den Aufbau einer starken amerikanischen Seemacht verlangte. Er wies warnend darauf hin, daß Religionen, die keine Mission betrieben, verfallen müßten - „may it not be so with nations?" Aber Mahan fügte gleich, offener als manch einer seiner Zeitgenossen, unverbrämte Erwägungen nationalen Interesses hinzu: wirtschaftliche Motive, Prestige und Einflußnahme.[FN 150]

[FN 150: Vgl. H. L. Osgood: The American Colonies in the Eighteenth Century, New York 1924, 4 vols.; G. L. Beer: The English-speaking People, New York 1918; A. T. Mahan: The Interest of America in Sea Power, Present and Future, London 1898. Allg. zur „Imperial School": Lawrence H. Gipson: The Imperial Approach to Early American History, in: Ray Allen Billington (ed.): The Reinterpretation of Early American History, San Marino, Calif., 1966, S. 185-199.]

Der einflußreiche Marine-Historiker A. T. Mahan, der besonders auf Th. Roosevelt eingewirkt hat, sah zwar ebenfalls in den Vereinigten Staaten den Hüter westlicher Zivilisation[FN 77], entdeckte den göttlichen Willen in der Geschichte, der den Aufbau einer starken amerikanischen Seemacht verlangte[FN 78], oder wies warnend darauf hin, daß Religionen, die keine Mission betreiben, verfallen müßten — „may it not be so with nations?"[FN 79] — und ließ an den für die Vereinigten Staaten daraus zu ziehenden Folgerungen keinen Zweifel. Aber er fügte, offener als andere, unverbrämte Erwägungen nationalen Interesses hinzu: wirtschaftliche Motive, Prestige und Einflußnahme zu deren Förderung.

[FN 77: S. Pratt, Expansionists. S. 17.]

[FN 78: Mahan, The Interest of America in Sea Power, Present and Future, 1898, H. 307 f.]

[FN 79: Zit. bei Griswold, S. 10; vgl. auch Clement, S. 170.]

Anmerkungen

-

Sichter

[10.] Mm/Fragment 103 45-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:22 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 45-47
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 140-141, Zeilen: S.140,29-33 - S.141,1.101
Doch kam Richard Hofstadter in seiner Monographie über den „Social Darwinism in American Thought" zu dem Ergebnis:

[„Although concrete economic and strategic interests, such as Chinese trade and the vital necessity of sea power, were the prominent issues in the imperial debate, the movement took its rationale from more general ideological conceptions."[FN 151]]

[FN 151: R. Hofstadter, op. cit., S. 179.]

In seiner Monogrophie über den Social Darwinism kommt R. Hofstadter zu dem Ergebnis, daß, „although concrete economic and strategic interests, such as Chinese trade and the vital necessity of sea power, were the prominent issues in the imperial debate, the movement took its rationale from more general ideological conceptions"[FN 81].

[FN 81: Darwinism, S. 179.]

Anmerkungen

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Sichter

[11.] Mm/Fragment 104 11-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:28 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 11-14
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 138, Zeilen: 4-9, 105-107
So sprach er unter Bezugnahme auf die „Doctrine of Evolution" in seinem Essay „Manifest Destiny" mit großem Selbstvertrauen über die „English race": „the spirit of English liberty is alike indomitable in every land where men of English race have set their feet as masters."[FN 153]

[FN 153: J. Fiske: Manifest Destiny, in: American Political Ideas Viewed from the Standpoint of Universal History, New York 1885, S. 121.]

So spricht er unter Bezugnahme auf die „Doctrine of Evolution" in einer Arbeit über „Manifest Destiny"[FN 59] mit Selbstvertrauen von diesem „manifest destiny" der „English race"[FN 60], das, da „the spirit of English liberty is alike indomitable in every land where men of English race have set their feet as masters"[FN 61],[...]

[FN 59: In: Political Ideas, S. 107.]

[FN 60: Ibid., S. 105.]

[FN 61: Ibid., S. 121.]

Anmerkungen

-

Sichter

[12.] Mm/Fragment 104 14-21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:15:30 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 14-21
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 138, Zeilen: 17-23, 112-114
Amerika hätte nunmehr die Rolle Englands übernommen; die amerikanischen Errungenschaften seien der größte Beitrag zur Entwicklung der Menschheit. Dieses Werk des Fortschritts, war für Fiske

„destined to go on until every land on the earth's surface that is not already the seat of an old civilization shall become English in its language, in its political habits and traditions, and to a predominant extent in the blood of its people",[FN 154]

wobei „English" als Sprache Amerikas gemeint war.

[FN 154: J. Fiske, op. cit., S. 143.]

Amerika habe die Rolle Englands übernommen; die amerikanischen Errungenschaften seien der größte Beitrag zur Entwicklung der Menschheit[FN 64]. Dieses Werk sei „destined to go on until every land on the earth's surface that is not already the seat of an old civilization shall become English in its language, in its political habits and traditions, and to a predominant extent in the blood of its people"[FN 65], wobei „English" als Sprache Amerikas gemeint ist.


[FN 63: Fiske, Manifest Destiny, in: Polit. Ideas, S. 127.]

[FN 64: Ibid., S. 134, 144-6, 151.]

[FN 65: Ibid., S. 143.]

Anmerkungen

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Sichter

[13.] Mm/Fragment 174 25-29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:48:55 Kybot
Fragment, KeinPlagiat, Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 174, Zeilen: 25-29
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 23, Zeilen: 3-6
Angesichts dieser Verwobenheit des Politischen und Religiösen - „religion is an important, perhaps an indispensable clue to what America is like" - [FN 12] wird deutlich, daß das amerikanische politische Denken von hier einige seiner moralischen und ethischen Impulse erhielt, [...]

[FN 12: Perry Miller zit. nach: K. Krakau: Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten von Amerika, a.a.O., S. 23.]

Als charakteristisch für amerikanische politische Haltungen erscheint die enge Verbindung von religiösem und politischem Denken[FN 1]. P. Miller meint, ausdrücklich im Hinblick auf politische Probleme: „Religion is an important, perhaps an indispensable clue to what America is like"[FN 2].

[FN 1: Vgl. Sperry, S. 253; Bums, S. 213 ff.]

[FN 2: W. L. Miller, Religion, S. 83.]

Anmerkungen

Hier demonstriert Mm, wie es gemacht werden sollte. <br/>Die Aussage Millers wurde von Mm allerdings schon früher einmal zitiert (siehe Mm/Fragment 086 28-34).

Sichter

[14.] Mm/Fragment 174 30-32.35-37 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:22:55 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Graf Isolan, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 174, Zeilen: 30-32, 35-37
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 110, Zeilen: 24-31
Es ist die Version von Amerika als der neuen Verheißung der Menschheit: Amerika als neues Israel, gespeist aus dem puritanischen Erwähltheits- und Missionsglauben,

„to create a city upon the hill, the last best hope of earth, and to bring about a new heaven and a new earth through its errand in the wilderness of the world,"[FN 14]

der in seiner säkularisierten Form das freiheitlich-demokratische Credo des 18. Jahrhunderts mitbestimmte und der Verknüpfung von Politischem und Religiös-Moralischem, dem demokratisch-ethischen Universalismus wie der geschichtli[chen Erfahrung der Abkehr von einer korrupten, unfreien Alten Welt und des Beginns einer Neuen, Rechnung trug.]

[FN 14: D. W. Brogan: The American Character, op. cit., S. 164.]

In diesen Begriffen verkörpert sich die Vision von Amerika als der neuen Verheißung der Menschheit — gespeist aus dem puritanischen Erwähltheits- und Sendungsglauben, dessen säkularisierter und auf die Demokratie gewendeter Gestalt, dem Vermengen von Politischem und Religiös-Moralischem, dem demokratisch-moralischen Universalismus, der geschichtlichen Erfahrung der Abkehr von einer korrupten, unfreien Alten Welt und des Beginns einer Neuen, „more fitting for humanity"[FN 40].
Anmerkungen

Mms einziger "neuer" Beitrag ist das Hinzufügen eines Originalzitats, welches in der Quelle nicht gegeben wurde. Kein Hinweis auf die eigentlich Quelle dieses Abschnitts vorhanden.

Sichter
Drhchc

[15.] Mm/Fragment 175 01-02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:22:57 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 1-2
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 110, Zeilen: 24-31
[Es ist die Version von Amerika als der neuen Verheißung der Menschheit: Amerika als neues Israel, gespeist aus dem puritanischen Erwähltheits- und Missionsglauben,[...] der in seiner säkularisierten Form das freiheitlich-demokratische Credo des 18. Jahrhunderts mitbestimmte und der Verknüpfung von Politischem und Religiös-Moralischem, dem demokratisch-ethischen Universalismus wie der geschichtli]chen Erfahrung der Abkehr von einer korrupten, unfreien Alten Welt und des Beginns einer Neuen, Rechnung trug. In diesen Begriffen verkörpert sich die Vision von Amerika als der neuen Verheißung der Menschheit — gespeist aus dem puritanischen Erwähltheits- und Sendungsglauben, dessen säkularisierter und auf die Demokratie gewendeter Gestalt, dem Vermengen von Politischem und Religiös-Moralischem, dem demokratisch-moralischen Universalismus, der geschichtlichen Erfahrung der Abkehr von einer korrupten, unfreien Alten Welt und des Beginns einer Neuen, „more fitting for humanity"[FN 40].
Anmerkungen

Fortsetzung von [Mm/Fragment 174 30-32.35-37]

Sichter

[16.] Mm/Fragment 175 05-08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:22:59 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 5-8
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 49, Zeilen: 25-28, 113-115
Die Orientierung des Puritanismus - wie des Protestantismus allgemein - am Individuum, seiner Unmittelbarkeit vor Gott, seiner Selbstverantwortlichkeit und Entscheidungsfreiheit, bildete das eigentlich moralische Element in der puritanischen Orthodoxie.[FN 15]

[FN 15: Vgl. hierzu auch: Alan Heimert: Religion and the American Mind: From the Great Awakening to the Revolution, Cambridge/Mass., 1966; Patricia Caldwell: The Puritan Conversion Narrative: The Beginnings of American Expression, New York 1983.]

Die Orientierung des Puritanismus — wie des Protestantismus allgemein — am Individuum, seiner Unmittelbarkeit vor Gott, seiner Selbstverantwortlichkeit und Entscheidungsfreiheit bildet das eigentlich moralische Element in der puritanischen Tradition[FN 99].

[FN 99: Moralität bedeutet etwa nach Dewey, Freedom and Culture, S. 23, Anerkennung u. Ordnung von Werten, deren Orientierung nach einem anerkannten höchsten Gut, und der Wege, sie zu verwirklichen.]

Anmerkungen

Aus "Tradition" wird "Orthodoxie" - schwups: das KomplettPlagiat ist vermieden. Die Verschleierung dagegen ist offensichtlich.

Sichter

[17.] Mm/Fragment 175 23-36 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:01 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 23-36
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 37, Zeilen: 3-9, 13-16, 114-118
Der Übergang von der biblischen Begründung des religiös-kirchlichen Heilsauftrages - „this new world is probably now discovered, that the new and most glorious state of God's church on earth might commence there" (Jonathan Edwards) - zur naturrechtlichen rationalistischen und progressiven Begründung der Demokratie und ihrer Menschheitsaufgabe vollzieht sich sehr deutlich in John Wises Schrift „Vindication of the Government of New England Churches" (1717), die auf dem Gedanken des Naturrechts und der natürlichen Freiheit wie Gleichheit der Menschen - „the first formulation of secular republicanism" - basierte.[FN 19] Tatsächlich nahm Wises puritanisches Demokratie-Ethos:

„The end of all good Government is to Cultivate Humanity, and Promote the happiness of all, and the good of every Man in all his Rights, his Life, Liberty, Estate, Honor etc., without injury or abuse done to any"[FN 20],

Jeffersons aufgeklärtes Freiheits-Ethos „Life, liberty, and the pursuit of happiness" vorweg.

[FN 19: J. Edwards zit. in: A. Heimert/A. Delbanco: The Puritans in America, Cambridge, Mass./London 1985, S. 12. Vgl. ferner Herbert Wallace Schneider: The Puritan Mind, Ann Arbor, Mich., 1958, S. 96.]

[FN 20: J. Wise zit. in: P. Miller/Th. H. Johnson, a.a.O., S. 268 f.]

Der Übergang von der biblischen Begründung des religiös-kirchlichen Heilsauftrages zur naturrechtlichen rationalistischen und optimistischen Begründung der Demokratie und ihrer Menschheitsaufgabe vollzieht sich am deutlichsten in John Wise (1675-1725) in Massachusetts, besonders in seiner „Vindication of the Government of New England Churches" (1717)[FN 30]. Sie gründet sich auf Gedanken des Naturrechts und natürlicher Freiheiten - „the first formulation of secular republicanism"[FN 31]: [...] „The End of all good Government is to Cultivate Humanity, and Promote the happiness of all, and the good of every Man in all his Rights, his Life, Liberty, Estate, Honor etc., without injury or abuse done to any"[FN 32]. Das nimmt Jeffersons „Life, liberty, and the pursuit of happiness" vorweg.[FN 33]

[FN 30: Größtenteils abgedruckt in Miller-Johnson, S. 257-269, und bei Welzel, in: Fschr. Smend, 1952, S. 393 ff.; vgl. dazu P.Miller, Errand, S. 151 f.; Bracher, in: Fschr. Voegelin, S. 37f.]

[FN 31: H.W. Schneider, S.96]

[FN 32: J. Wise, Vindication, in Miller-Johnson, S. 268 f.;[...]]

Anmerkungen

Mm hat diese Passage schon mal auf Seite 85 inkorporiert, siehe [2].

Sichter

[18.] Mm/Fragment 175 36-41 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:03 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
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Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 36-41
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 39, Zeilen: 8-13, 101
Trotz der allmählichen Aufweichung der ursprünglichen, religiösen Wertvorstellungen durch die Säkularisierung des puritanischen Denkens blieb die tiefe Überzeugung von der besonderen und auserwählten Stellung Amerikas, auf das die Welt blickt und das der Welt als Beispiel dient, von der herausragenden Mission Amerikas als „Form des amerikanischen Geistes" (Eric Voegelin) bestehen.[FN 21]

[FN 21: Vgl. K. Krakau, op. cit., S. 34; Max Lerner: America as a Civilization, New York 1957, S. 705; Erich Voegelin: Über die Form des amerikanischen Geistes, Tübingen 1928.]

In dem angedeuteten Prozeß der Säkularisierung puritanischen Denkens bleibt, trotz des Schwindens der ursprünglichen, religiösen Gehalte die tiefe Überzeugung von der besonderen, auserwählten und erhöhten Stellung Amerikas, auf das die Welt blickt und das der Welt als Beispiel, als Künder einer neuen Ordnung zu dienen hat — kurz von der besonderen „Mission" Amerikas als „Form des amerikanischen Geistes" bestehen[FN 42].

[FN 42: So der Titel des Werkes von Voegelin, 1928, siehe dort bes. Kap. 3, S. 109:[...]]

Anmerkungen

Die in der Fußnote genannte Seitenzahl ist völlig falsch.

Sichter

[19.] Mm/Fragment 176 27-30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:05 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 27-30
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 54-55, Zeilen: S.54,32-35 - S.55,1-2
Das Streben nach Erfolg, Reichtum und irdischem Glück war quasi theologisch sanktioniert: der Erfolg, mit dem der Mensch seine diesseitigen Geschäfte betrieb, war der sichtbare Beweis dafür, daß Gottes Gnade auf ihm ruhte, daß er zu den Erwählten gehörte.[FN 23]

[FN 23: Vgl. hierzu: R. B. Perry: Amerikanische Ideale, Bd. 1, Nürnberg 1947, S. 349-377, bes. S. 364-377.]

Dennoch rechtfertigt gerade diese Vorstellung zugleich des Menschen Streben nach Erfolg[FN 127], Reichtum und irdischem Glück — und gibt diesen eine theologische Sanktion: der Erfolg, mit dem der Mensch seine diesseitigen Geschäfte betreibt, ist ihm — einziger — sichtbarer Beweis dafür, daß Gottes Gnade auf ihm ruht, daß er zu den Erwählten gehört.

[FN 127: S. schon oben bei Anm. 83.]

Anmerkungen

-

Sichter

[20.] Mm/Fragment 176 30-34 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:07 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 30-34
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 57, Zeilen: 29-34, 108
In der Reflexwirkung dieser Erfolgsethik lag gewiß eine weitere Wurzel des amerikanischen Sendungsbewußtseins: nämlich „the idea that wealth implied both the favor of God and a duty to be the instrument of divine beneficence ,.."[FN 24] Hier spiegelte sich auch älteste puritanische Tradition von der „Stadt auf dem Hügel" wider.

[FN 24: R. B. Perry: Characteristically American, New York 1949, S. 39. Siehe ferner hierzu: Paul Seaver: The Puritan Work Ethic Revisited, Journal of British Studies, vol. 19-20 (1979-81), S. 35-53.]

In der Reflexwirkung oder dem dialektischen Umschlag dieser Erfolgsethik liegt ein weiterer Ursprung des amerikanischen Sendungsbewußtseins: die „idea that wealth (d. h. „Erfolg") implied both the favor of God and a duty to be the instrument of divine beneficence . . ."[FN 145].

Das geht auf älteste puritanische Tradition von der „Stadt auf dem Hügel..." zurück.

[FN 145: Perry, Characteristically, S. 39.]

Anmerkungen

-

Sichter

[21.] Mm/Fragment 177 01-04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:09 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 177, Zeilen: 1-4
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 55-56, Zeilen: S.55,22-24 - S.56,1-2
[Tatsächlich scheint der Erfolg des amerikanischen Experi]ments in der Neuen Welt für das amerikanische Fortschrittsbewußtsein bis heute - und der Ursprung dieses Denkens liegt im puritanischen Glauben - darin begründet zu sein, daß die von Anfang an vorhandene Überzeugung von der Auserwähltheit und besonderen Mission Amerikas berechtigt war. Vor allem ist der „Erfolg" des amerikanischen Experimentes in der Neuen Welt für das amerikanische Bewußtsein bis heute (wofür der Ursprung im alten puritanischen Glauben zu suchen ist) der sicherste Beweis dafür, daß die von Anbeginn vorhandene Überzeugung von der Auserwähltheit und besonderen Mission Amerikas berechtigt war.
Anmerkungen

-

Sichter

[22.] Mm/Fragment 178 24-32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:11 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 24-32
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 111, Zeilen: 4-12, 109
Zwar hatte sich Amerika von der Alten Welt abgewandt, doch setzte es dabei stellvertretend für die ganze Menschheit einen neuen Anfang. In den politisch-moralischen Grundlagen des amerikanischen Fortschrittsexperiments sahen die Amerikaner die Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens überhaupt; sie waren nicht nur auf die Neue Welt beschränkt. So beschrieb John Quincy Adams 1821 die Unabhängigkeitserklärung und ihre Prinzipien als die „only legitimate foundation of civil government"; sie sei ein „cornerstone of a new fabric, destined to cover the surface of the globe".[FN 30]

[FN 30: J. Q. Adam's Rede vom 4.7.1821, zit. in: Ernest R. May (ed.): The American Foreign Policy, New York 1963, S. 64 u. 65.]

Amerika wandte sich zwar von der Alten Welt ab, setzte aber dabei stellvertretend für die ganze Menschheit einen neuen Anfang. Die politisch-moralischen Grundlagen des „Experimentes" waren die Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens überhaupt, innerhalb der Staaten wie zwischen ihnen[FN 43]. Sie waren nicht auf die Neue Welt beschränkt. So sagt John Quincy Adams 1821: die Unabhängigkeits-Erklärung und ihr Prinzip seien die „only legitimate foundation of civil government", sie sei ein „cornerstone of a new fabric, destined to cover the surface of the globe"[FN 44].

[FN 43: Das ist in den vorangegangenen Abschnitten dargelegt worden. Vgl. für diese Universalität z.B. noch Niebuhr, Staaten, S. 197 ff.; Blanke, Geist, S. 58, das ganze Kap. 2, u. S. 89 f.; Root, Effect, S. 4; Perry, Puritanism and Democracy, S. 587 f.]

[FN 44: Rede am 4. 7. 1821, in May, S. 64 ff., 65. Hervorhebung im Orig.]

Anmerkungen

Mm hat im Zitat von Adams - genau wie es in ihrer Vorlage geschehen ist - das "legitimate" hervorgehoben. Nur in Krakau findet sich die Antwort warum.

Sichter

[23.] Mm/Fragment 178 35-38 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:13 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 35-38
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 111-112, Zeilen: S.111,27 - S.112,1-3.101-102
Hier werden im weitesten Sinn puritanische Tradition und demokratischer Universalismus, Liberalismus und Moralismus in ihrer amerikanischen Variante, die der Abkehr von der Alten Welt zugrunde liegen, als neue Fortschrittsqualität, nämlich als „Americanism", wirksam.[FN 32]

[FN 32: Vgl. Louis Hartz: The Liberal Tradition in America, a.a.O., S. 285,307.]

Der sogenannte „natürliche" Liberalismus und Moralismus, die der Abkehr von der Alten Welt zugrunde liegen oder durch sie erzeugt werden, nehmen eine absolute Qualität an und schaffen im Hinblick auf die Außenwelt eine absolute Perspektive: den „Americanism"[FN 48].

[FN 48: Als „absolute Americanism" wiederum bei Hartz selbst in Tradition, S. 307, auch S. 285;[...]]

Anmerkungen

-

Sichter

[24.] Mm/Fragment 179 20-24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:15 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 20-24
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 157, Zeilen: 6-11
Daß das Motiv der Grenze einmal die puritanischen wie liberal-demokratischen Überzeugungen und Erfahrungen - Idealismus, Individualismus, das Gefühl der amerikanischen Einzigartigkeit und Auserwähltheit - bestärkte und vertiefte und in ihrem Sinne den „Unchanging American Character"[FN 36] (den Amerikanismus) bleibend prägte, [...]

[FN 36: Seymour Martin Lipset spricht vom „Unchanging American Character" aufgrund der „Unchanging American Values", vgl. S. M. Lipset: The First New Nation, a.a.O., S. 101-139.]

[...] die „Grenze" hat einmal die puritanisch-demokratischen Überzeugungen und Erfahrungen (Idealismus, Individualismus, das Gefühl der amerikanischen Einzigartigkeit und Auserwähltheit, den Manifest-Destiny-Gedanken) bestärkt und vertieft[FN 180] und in ihrem Sinne den amerikanischen Charakter bleibend geprägt[FN 181]; [...]
Anmerkungen

-

Sichter

[25.] Mm/Fragment 179 30-38 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:17 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 179, Zeilen: 30-38
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 158, Zeilen: 10-21, 25-27
Das Pionierdasein des Amerikaners an der Grenze im ständigen Kampf mit der Natur, dauernd auf sich selbst, eigene Fähigkeiten, Hilfe von einigen wenigen Nachbarn oder Freunden angewiesen, förderte Eigenschaften, die bis heute als „typisch amerikanisch" angesehen werden können: Selbstvertrauen, Unabhängigkeitsstreben, Mißtrauen gegenüber jeder Autorität, Arbeit und dauernde Aktivität, Optimismus, ausgeprägten Individualismus und „Uniqueness" - Glauben, Respekt vor gleicher „opportunity" und Erfolg.[FN 38] Die Grenze war der eigentliche „Schmelztiegel" Amerikas: unter ihrem Einfluß wurden die Einwanderer jedweder Herkunft zu „Amerikanern"; [...]

[FN 38: Vgl. auch C. R. Snyder/H. L. Fromkin: Uniqueness: The Human Pursuit of Difference, Plenum 1980.]

Das Pionierleben dieser Menschen an der Grenze im ständigen Kampf mit der Natur und den Indianern, dauernd auf sich, eigene Fähigkeit, Hilfe nur weniger Nachbarn oder Freunde angewiesen, im übrigen nur Freunde oder Feinde kennend, förderte Eigenschaften, die noch heute „typisch" für den Amerikaner sind: Selbstvertrauen, Unabhängigkeitsstreben, Mißtrauen gegenüber jeder Autorität, Fleiß, Sparsamkeit, Arbeit und dauernde Aktivität (Puritanismus), visionäre Hoffnung aller, die sich ihr anvertrauten, Optimismus des Siegers, Empfindung jener Macht, der Glaube an das „Schicksal" — „manifest destiny" oder „the nation's Continental destiny"[FN 183] —, das ihn bestimmte und instandsetzte, diese ungeheure Aufgabe zu bewältigen, ein ausgeprägter Individualismus, Respekt für Quantität und Erfolg[FN 184].[...] Die Grenze war der eigentliche „Schmelztiegel" Amerikas: unter Ihrem Einfluß wurden die Ankömmlinge jeder Herkunft zu „Amerikanern"[FN 185].

[FN 183: Turner, S. 213.]

[FN 184: Dieselben „Pioniertugenden" sieht interessanterweise W. Willkie als Besucher der russischen „Grenzgebiete" in Sibirien während des Zweiten Weltkrieges, One World, S. 88-102.]

[FN 185: Vgl. Turner, S. 4, 22 ff.]

Anmerkungen

-

Sichter

[26.] Mm/Fragment 180 05-07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:23:19 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 5-7
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 105, Zeilen: 7-10
[...] von John F. Kennedys politischer „new frontier"-Ideologie, die zu einem allgemein anerkannten Symbol der Dynamik, des Fortschritts, Optimismus, der Aktivität und Initiative geworden ist, [...] Der Kandidat und spätere Präsident Kennedy stellte seine politischen Zielsetzungen bewußt unter dieses Motto, nachdem „die Grenze" zu einem allgemein anerkannten Symbol der Dynamik, des Fortschritts, Optimismus, der Aktivität und Initiative geworden war;
Anmerkungen

-

Sichter

[27.] Mm/Fragment 240 11-22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:26:31 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc, Senzahl, Kannitverstan
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No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 11-22
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 127, Zeilen: 3-16
Daß die Beschaffenheit einer Umgebung auf die psychologische und intellektuelle Entwicklung des einzelnen wie eines Volkes und auf die Politik des Landes nicht ohne Einfluß bleibt, ist weithin bekannt. Die kontinentale Weite der Vereinigten Staaten mit ihren großen Naturschätzen und Reichtümern und den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten haben den Amerikanern und kundigen Ausländern Amerika als das „promised land" erscheinen lassen. Allein das Vorhandensein dieser außergewöhnlichen Umstände erzeugte einen (Fortschritts-)Glauben an ein besonderes Schicksal dieses Volkes, an eine Auserwähltheit und einen Auftrag gegenüber sich selbst und der übrigen, weniger bevorzugten Welt, die auf diesem Kontinent entwickelten freiheitlichen und demokratischen Lebensformen durch „conduct" und „example" zu demonstrieren und gleichzeitig aktiv der Welt mitzuteilen, d.h. zu missionieren.[FN 8]

[FN 8: Vgl. Knut Krakau: Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten, a.a.O., S. 127.]

Es ist weithin anerkannt, daß „Landschaft" im weitesten Sinne, daß die Umgebung auf die psychologische und intellektuelle Entwicklung des einzelnen wie eines Volkes nicht ohne Einfluß sind[FN 1].

Die kontinentale Weite der Vereinigten Staaten mit ihren großen Naturschätzen und Reichtümern, den „unbegrenzten Möglichkeiten", der den Menschen des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts überwältigenden Größe und scheinbaren Unerschöpflichkeit, haben ihm Amerika von jeher als das „promised land" erscheinen lassen. Das bloße Vorhandensein dieser außergewöhnlichen Umstände erzeugte einen Glauben an ein außergewöhnliches Schicksal des Volkes, das dieses Land bewohnt, an seine besondere Auserwähltheit und seinen besonderen Auftrag gegenüber der übrigen, weniger bevorzugten Welt, sei es, durch „conduct and example" die besonderen hier entwickelten freiheitlichen Lebensformen lediglich zu demonstrieren, sei es, sie aktiv der Welt mitzuteilen, d.h. zu missionieren.

[FN 1: M. Lerner, S. 104, betont ihren Einfluß auf amerikanische Verhältnisse; die Geschichte eines Volkes und seinen Nationalcharakter erklären nachdrücklich als das Produkt von Umwelt und Vererbung z. B. Schlesinger, Am.Rdsch., 1. Jg. 1945, H. 2, S. 3 ff.; Commager, ibid., H. 3, S. 3 ff.; Curti, Growth, S. 403 ff.]

Anmerkungen

Auch hier sind die Abänderungen weitgehend belanglos. Ausnahme: "Glauben" wird zu "(Fortschritts-)Glauben", was bzgl. des Themas eine entscheidende Akzentverschiebung bedeutet. Dieser "implizite Säkularisierungsprozess" taucht immer wieder auf.<br/>Nebenbei: Krakau demonstriert in seiner Fußnote, wie man auch das "weithin Anerkannte" wissenschaftlich fundiert.

Sichter
Drhchc

[28.] Mm/Fragment 240 26-40 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:26:34 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc, Senzahl, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 26-40
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 156, Zeilen: 7-23, 103-106
Die Erfahrung der Grenze und des Pioniertums sollte sich in doppelter Hinsicht auf das amerikanische Selbstverständnis und Sendungsbewußtsein auswirken: Einmal prägte das tatsächliche Frontier-Erlebnis unmittelbar den Charakter der Amerikaner, und zwar besonders derjenigen, die der Grenze und ihrer Überlieferung im 19. Jahrhundert geographisch und zeitlich am nächsten standen. Zum anderen verschmolzen diese geschichtliche Erfahrung und die daraus resultierende Frontier-Tradition zu einem selbständigen historisch-politischen Faktor des amerikanischen Geschichtsverständnisses und Weltbildes.[FN 9] So entstand ein Grenzmythos, der zum festen Bestandteil des amerikanischen Fortschrittscredos wurde, und als solcher bis in die heutige Gegenwart in den beiden Image-Konzepten weiterlebt. Diese zu einer Variante der amerikanischen (Fortschritts-)Ideologie instrumentalisierte Grenzerfahrung des Westens beschrieb der zu den „Progressive Historians" zählende Frederick Jackson Turner mit den Worten: „American democracy is fundamentally the outcome of the experiences of the American people in dealing with the West."[FN 10]

[FN 9: Vgl. K. Krakau, op. cit., S. 156; Frederic L. Paxon: History of the American Frontier, 1763-1893, Boston 1924, passim.]

[FN 10: F. J. Turner: The Frontier in American History, a.a.O., S. 266.]

Die Erfahrung der „Grenze" wirkte in doppelter Weise auf das amerikanische geschichtliche Selbstverständnis und folglich, ihrer Bedeutung entsprechend, auch auf das amerikanische Sendungsbewußtsein. Einmal prägte das tatsächliche Grenzerlebnis unmittelbar den Charakter einzelner Menschen, und zwar begreiflicherweise um so stärker, je näher der einzelne diesem Erlebnis oder seiner Überlieferung noch stand, wie etwa ganz unmittelbar Th. Roosevelt. Zum anderen verschmolzen diese geschichtliche Situation und die auf ihr fußende geistige Tradition, die von Turner ins allgemeine Bewußtsein gehoben wurde; sie wurden durch die insistente (durch Turner begründete) historische Betrachtungsweise zur „Ideologie instrumentalisiert"; diese erlangte so ein selbständiges Leben und wirkte nun ihrerseits als selbständiger geschichtlich-politischer Faktor auf das amerikanische Geschichtsverständnis und Weltbild. Es entstand ein Grenzmythos, der zum festen Bestandteil des amerikanischen Credo wurde[FN 174] und als solcher bis in die Gegenwart hineinwirkt. „American democracy is fundamentally the outcome of the experiences of the American people in dealing with the West"[FN 175].

[FN 174: Diesen Aspekt der „Grenze" als Ideologie-Faktor entwickelt bes. Bracher, ZPol., Bd. 2, 1955, S. 228 ff.; es gehöre zu den „wichtigsten Elementen und Ausdrucksformen des amerikanischen Fortschrittsbewußtsems".]

[FN 175: Turner, S. 266.]

Anmerkungen

Das Turner-Zitat wird hier zum zweiten Mal wiedergegeben - das andere Mal erfolgte dieses innerhalb eines 20zeiligen Zitats auf Seite 108.

Sichter
Drhchc

[29.] Mm/Fragment 241 08-19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:51:38 Kybot
Fragment, Gesichtet, Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Drhchc, Nerd wp, Graf Isolan, Plaqueiator
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 8-19
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 157-158, Zeilen: S.157,1-2,.5-15.108.124-127 - S.158,1-2
Nach Turners „Single factor"-Interpretation (Louis Hartz)[FN 12] der amerikanischen Geschichte hat die Frontier einmal die puritanisch-demokratischen Überzeugungen und Erfahrungen wie den Idealismus, Individualismus, den Gedanken der Einzigartigkeit und Auserwähltheit bestärkt, die Idee der Manifest Destiny ins Leben gerufen und vertieft und somit den amerikanischen Charakter und die amerikanische Politik bleibend geprägt, zum anderen das amerikanische Verhältnis zur Außenwelt beeinflußt. So kann die Frontierhypothese als säkulares Gegenstück zur puritanischen Begründung der amerikanischen (Fortschritts-)Ideologie verstanden werden.[FN 13] Einerseits förderte sie die innerkontinentalen Tendenzen und Ideale der amerikanischen Missionsidee, und andererseits konnte sie nach der Erschließung des Westens und des übrigen Landes in eine außenpolitische Missionierung umgeleitet und somit erhalten bleiben.

[FN 12: Louis Hartz: The Liberal Tradition in America, a.a.O., S. 22.]

[FN 13: Vgl. K. D. Bracher: Demokratie als Sendung: Das amerikanische Beispiel, in: Deutschland zwischen Demokratie und Diktatur, a.a.O., S. 313 ff.]

Hartz wirft Turner vor, er verfalle einer „single-factor"-Interpretation amerikanischer Geschichte[FN 178].

[...] Nach Turner hat die „Grenze" in den hier interessierenden Zusammenhängen im einzelnen zwei Bedeutungen gehabt: die „Grenze" hat einmal die puritanisch-demokratischen Überzeugungen und Erfahrungen (Idealismus, Individualismus, das Gefühl der amerikanischen Einzigartigkeit und Auserwähltheit, den Manifest-Destiny-Gedanken) bestärkt und vertieft [FN 180] und in ihrem Sinne den amerikanischen Charakter bleibend geprägt[FN 181]; zum anderen hat sie das amerikanische Verhältnis zur Außenwelt beeinflußt. Denn einmal förderte sie jene amerikanischen Tendenzen und Ideale, die ihrerseits für die missionarische Haltung der Vereinigten Staaten ursächlich sind; sie verlieh ihr so eine zusätzliche Tendenz zur Außenwirkung. Zum anderen mußten sich die Kräfte, die sie freigesetzt oder intensiviert hatte, nach dem Verschwinden der eigentlichen Grenze ein neues Wirkungsfeld suchen; sie konnten so in Mission umschlagen[FN 182].

[FN 178: Tradition, S. 22 [...]]

[FN 180: Turner selbst, S. 213; Perry, Puritanism and Democracy, S. 204, 213; Clement, S. 136 f.; Bracher, in: Fschr. Voegelin, S. 45: „Die Frontierhypothese ...erscheint als säkuläres Gegenstück zur religiösen Begründung der amerikanischen Ideologie".]

Anmerkungen

Zum Teil beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991).<br/>Großes Kino: Mm zitiert ihren Doktorvater aufgrund einer Fußnote, die sie in einer nicht angegebenen Vorlage gefunden hat. Tatsächlich findet sich die Formulierung von der "Frontierhypothese ... als säkulares Gegenstück zur religiösen Begründung der amerikanischen Ideologie" in Bracher (1964) auf Seite 334.

Sichter
Plaqueiator

[30.] Mm/Fragment 241 20-34 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:26:38 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 20-34
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 158, Zeilen: 7-27
Vor allem aber war die Frontier ein historisches Erlebnis und als solches ein dynamischer, fließender Prozeß; es war die Erschließung des nordamerikanischen Kontinents vom Osten aus, das Vortreiben der Grenze gen Westen, was Turner dazu veranlaßte, synonym für Frontier den Begriff „Westen" zu gebrauchen.[FN 14] Das Pionierdasein der Amerikaner an der Grenze im ständigen Kampf mit der Natur und den Indianern, nur auf sich selbst und einige Nachbarn angewiesen, begünstigte Eigenschaften, die bis heute noch als typisch für die Amerikaner gelten: Selbstvertrauen, Unabhängigkeitsstreben, Mißtrauen gegen Autorität, Aktivismus, Optimismus, Individualismus und Erfolgsstreben. Ob im Sinne des Puritanismus, der Demokratie oder der Frontier interpretiert, der Erfolg wurde immer wieder als Beweis für die fundamentale Richtigkeit der amerikanischen Ideologie und ihrer Institutionen angesehen.[FN 15] Die Frontier war der eigentliche „melting pot" Amerikas; unter ihrem Einfluß wurden die Einwanderer jeder Herkunft zu „Amerikanern". Gleichzeitig rief sie eine nationalisierende Motivation hervor.

[FN 14: Vgl. Henry Nash Smith: Virgin Land: The American West as Symbol and Myth, Cambridge, Mass., 19702.]

[FN 15: Vgl. George W. Pierson: The Frontier and American Institutions, New England Quarterly, vol. 15, (1942), S. 253; K. Krakau, op. cit., S. 158 f.]

Vor allem ist sie aber ein historisches Erlebnis und als solches ein dynamischer, fließender Prozeß, nämlich die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents vom Osten aus, das Vortreiben der Grenze gen Westen, weshalb Turner manchmal synonym dafür auch „der Westen" sagt. Das Pionierleben dieser Menschen an der Grenze im ständigen Kampf mit der Natur und den Indianern, dauernd auf sich, eigene Fähigkeit, Hilfe nur weniger Nachbarn oder Freunde angewiesen, im übrigen nur Freunde oder Feinde kennend, förderte Eigenschaften, die noch heute „typisch" für den Amerikaner sind: Selbstvertrauen, Unabhängigkeitsstreben, Mißtrauen gegenüber jeder Autorität, Fleiß, Sparsamkeit, Arbeit und dauernde Aktivität (Puritanismus), visionäre Hoffnung aller, die sich ihr anvertrauten, Optimismus des Siegers, Empfindung jener Macht, der Glaube an das „Schicksal" — „manifest destiny" oder „the nation's Continental destiny"[FN 183] —, das ihn bestimmte und instandsetzte, diese ungeheure Aufgabe zu bewältigen, ein ausgeprägter Individualismus, Respekt für Quantität und Erfolg[FN 184]. Ob im Sinne der Grenze, der Demokratie oder des Puritanismus interpretiert, wurde der Erfolg schließlich doch immer wieder als Beweis für die fundamentale Richtigkeit und Gesundheit der amerikanischen Institutionen angesehen. Die Grenze war der eigentliche „Schmelztiegel" Amerikas: unter Ihrem Einfluß wurden die Ankömmlinge jeder Herkunft zu „Amerikanern"[FN 185]. Sie übte einen „nationalisierenden" Einfluß aus.


[FN 183: Turner, S. 213.]

[FN 184: Dieselben „Pioniertugenden" sieht interessanterweise W. Willkie als Besucher der russischen „Grenzgebiete" in Sibirien während des Zweiten Weltkrieges, One World, S. 88-102.]

[FN 185: Vgl. Turner, S. 4, 22 ff.]

Anmerkungen

Das ist das zweite Mal, dass dieselbe Passage aus Krakau in der Dissertation auftaucht. Das erste Mal findet sich auf Seite 179 [3]. Die Fußnoten sind diesmal anders positioniert und mit anderen Quellenangaben aufgefüllt.<br/>Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991).

Sichter

[31.] Mm/Fragment 241 35-41 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:26:40 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 35-41
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 158-159, Zeilen: S.158,27-34 - S.159, 1-2.5-8.107
Die Inkarnation dieser auf den individualistischen Pioniertugenden aufbauenden Demokratie war Andrew Jackson, der auf die fortschrittlichen Aspekte der Frontier oder des Westens: „free land", Überfluß der Naturschätze, offener Raum, der Freiheit und „opportunity" für jeden schafft, hinwies. Gleichheit und persönliche Freiheit wurden dann auch die Schlagworte Präsident Jacksons, für den die innerkontinentale Ausdehnung der Vereinigten Staaten „extended the area of freedom."[FN 16]

[FN 16: Vgl. Rush Welter: The Mind of America, 1820-1860, New York 1975; Ray A. Billington: America's Frontier Heritage, New York 1966; K. Krakau, op. cit., S. 159.]

Die Inkarnation der auf den individualistischen Pioniertugenden aufbauenden Demokratie war Präsident A. Jackson.

Neben diesen mehr persönlichen Charakteristika, die aber auch wichtig für das amerikanische Missionsdenken sind, förderte der wichtigste Aspekt der „Grenze" oder des „Westens", nämlich die Tatsache des weiten, offenen Kontinents, der „free lands", des Überflusses, der Naturschätze, die wesentlichen demokratischen Ideale[FN 186]: der offene Raum schafft Freiheit und gleiche „opportunity" — einen der wesentlichsten Bestandteile des amerikanischen demokratischen Glaubens[FN 187] [...] „Gleichheit" und persönliche Freiheit im moralischen Sinne sind die fast automatischen Folgen. — Daher wurde von Präsident Jackson das Schlagwort geprägt, daß die Ausdehnung der Vereinigten Staaten „extended the area of freedom"[FN 188].

[FN 186: Darauf weist Turner immer wieder hin - S. 1, 24 ff., 32, 209 ff., 293.]

[FN 188: Zit. nach W. A. Williams, Tragedy, S. 54.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991).

Sichter

[32.] Mm/Fragment 241 41-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:26:42 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Drhchc, Nerd wp, Graf Isolan, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 41-47
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 160, Zeilen: 6-16
So verliehen das Frontier-Erlebnis, das pionierhafte Vordringen, die dynamisch-zivilisatorische Westexpansion, dem bereits vorhandenen amerikanischen Sendungsbewußtsein — puritanische Heilsvorstellung und deren säkularisierter mit der Aufklärung vermischter demokratischer Fortschrittsglaube — einen neuen Impuls. Dieses dritte Element des amerikanischen Frontier- und Missionsbewußtseins besteht in der Aufgabe der „promotion of democracy", d.h. für den Fortschritt der Menschheit zu sorgen: Mit Hilfe der Frontierideologie [konnten Aufstieg und Ausbreitung der Demokratie als Aufgabe und Triumph der amerikanischen Grenze neu belebt werden. [FN 17]]

[FN 17: Vgl. K. D. Bracher: Der „Frontier-Gedanke", a . a . O . , S. 229 ff.]

So verleiht das Grenzerlebnis, das pionierende Vordringen, die dynamisch-zivilisatorische Expansion, dem amerikanischen Sendungsbewußtsein (das ja unabhängig hiervon bereits vorhanden war einen zusätzlichen Impuls, Bracher sieht in ihm neben der puritanischen Heilsvorstellung und deren säkularisiertem, mit der Aufklärung vermischten demokratischen Fortschrittsglauben das dritte Element überhaupt des amerikanischen Missionsbewußtseins"[FN 193]. Die Aufgabe der "promotion of democracy"[FN 194], für den Fortschritt der Menschheit zu sorgen (was dasselbe war), wurden aus dem Grenzerlebnis abgeleitet. Aufstieg und Ausbreitung der Demokratie erscheinen als Aufgabe und Triumph der amerikanischen "Grenze".

[FN 193: ZPol., Bd. 2, 1955, S. 229 u. ff.]

[FN 194: Turner, S. 36.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991)<br/>Hier wird der Hinweis, dass ein Gedanke von Doktorvater Bracher stammt, aus dem Fließtext in eine Fußnote "verbannt".

Sichter

[33.] Mm/Fragment 242 01-05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:26:44 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 1-5
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 160, Zeilen: 15-18
[Mit Hilfe der Frontierideologie] konnten Aufstieg und Ausbreitung der Demokratie als Aufgabe und Triumph der amerikanischen Grenze neu belebt werden.[FN 17]

Darüber hinaus verwandelte sich dieser missionarische Impuls in die weiterwirkende Kraft der Grenze, nachdem diese längst geschlossen war, als Fortschrittsmythos und -ideologie.

[FN 17: Vgl. K. D. Bracher: Der „Frontier-Gedanke", a.a.O. , S. 229 ff.]

Aufstieg und Ausbreitung der Demokratie erscheinen als Aufgabe und Triumph der amerikanischen „Grenze".

Darüber hinaus verwandelte sich dieser missionarische Impuls in die weiterwirkende Kraft der Grenze als Mythos, als Ideologie.

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991).<br/>Hier zeigt sich eine Unzulänglichkeit der "Zitier"technik: Die Fußnote (17) macht an dieser Stelle keinen Sinn.

Sichter

[34.] Mm/Fragment 242 05-16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 14:34:49 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 5-16
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 162-163, Zeilen: S.162,25-30 - S.163,1-6
Im 20. Jahrhundert verlagert sich der durch das Frontier-Erlebnis geweckte Geist der Entdeckung, der „opportunity" auf geistig-kulturelles und politisches Gebiet: auf Wissenschaft, Technik, Politik und Wirtschaft. Die Frontier der „opportunities" wurde jetzt innerhalb der festen geographischen Grenzen durch Ausdehnung der technologischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten erweitert. Hierin liegt allerdings auch die Problematik eines sendungsbewußten

Frontierglaubens: Die Vereinigten Staaten neigten oftmals dazu, die Frontiervorstellungen des im Inneren praktizierten Ausgleichs durch Erweiterung der wirtschaftlichen Möglichkeiten und durch demokratischen Kompromiß ebenso auf internationale Verhältnisse übertragen zu wollen, was häufig zu einem moralischen Ethos und idealistischen Übereifer in der amerikanischen Außenpolitik beitrug.

Auf etwas subtilere Weise verlagert sich der durch das Grenz-Erlebnis geweckte Geist der Entdeckung, des Vortreibens der Grenzen, auf geistig-kulturelles Gebiet: auf Wissenschaft, Technik, Wirtschaft. Die Grenzen der „opportunities" werden innerhalb der jetzt festen geographischen Grenzen durch Erweiterung der technologischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten,

durch wirtschaftliche (interne) Expansion erweitert[FN 205]. [...] Dies ist bedeutsam, weil die Vereinigten Staaten dazu neigen, auch diese Vorstellung des im Innern oft praktizierten Ausgleichs durch Erweiterung der wirtschaftlichen Basis und durch demokratischen Kompromiß allzu leicht auf internationale Verhältnisse zu übertragen, was zu einem idealistisch-irrealen Zug in der amerikanischen Außenpolitik beiträgt.

Anmerkungen

Ein Abschnitt völlig ohne Hinweis auf IRGENDEINE Quelle - offensichtlich aber aus Krakau 1967 übernommen. Nebenbei bemerkt: Aus "Grenzen der 'opportunities'" wird bei "Frontier der 'opportunities'" - hier schlägt der i.a. zur Verschleierung dienende Ansatz Termini zurück ins Amerikanische zu übersetzen Blasen.

Sichter

[35.] Mm/Fragment 242 17-20.22-24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:26:48 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 17-20, 22-24
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 163, Zeilen: 9-12, 102-103
Als Vertreter einer modernen Grenzerideologie wären die Präsidenten Theodore Roosevelt, [...] zu nennen. Theodore Roosevelt hatte sich zunächst geistig sehr ausgiebig mit dem Phänomen der Frontier auseinandergesetzt [...]. Einmal im Amt, bedeutete dann für ihn die Anwendung der Frontierideologie, eine expansive und missionarische Außenpolitik gegenüber den philippinischen Nachbarn zu betreiben. Ein Vertreter der „Grenze" im ursprünglichen und unreflektierten Sinne war besonders Theodore Roosevelt[FN 207]. Seine persönliche Dynamik und seine expansive und aggressive Politik gegenüber den südlichen Nachbarn, den Philippinen, im Karibischen Meer zeigen das deutlich.

[FN 207: Ausdrücklich beruft er sich auf die Grenzerphilosophie auf S. 105 f. in: „Aus meinem Leben". Wenn es hier auch in einem anderen Zusammenhang geschieht, zeigt es doch sein Bewußtsein von dem Phänomen der „Grenze". Vgl. allgemein dazu: Hofstadter, Darwinism, S. 175.]

Anmerkungen

Hier wurde kräftig umgebaut - trotzdem ist das ungenannte Original unverkennbar.

Sichter

[36.] Mm/Fragment 243 40-45 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 14:34:57 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 243, Zeilen: 40-45
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 128-129, Zeilen: S.128,19-24.29-32 - S.129,1-4
Die klassische und vor allem politisch folgenreiche Definition der Idee einer Manifest Destiny soll nach Julius W. Pratt der Journalist John O'Sullivan in seinen Leitartikeln des von ihm herausgegebenen „United States Magazine and Democratic Review" vom Juli und November 1839 formuliert haben, als er die Bestimmung der Vereinigten Staaten in der göttlichen Vorsehung sah - „... manifest destiny to overspread the continent allotted by Providence for the devel[opment of our ... millions" - den eigenen Kontinent zu kolonisieren. Und er fuhr fort, von der „mission of the American democracy" zu sprechen:

„... the nation of many nations (which) is destined to manifest to mankind the excellence of divine principles: to establish on earth the noblest temple ... Its floor shall be a hemisphere its congregation of an Union of many Republics ... governed by God's national law of equality the law of brotherhood."[FN 25]]

[FN 25: Zitat in: Julius W. Pratt: The Origin of „Manifest Destiny", American Historical Review, vol. 32, (1927), S. 795-798, hier S. 797; J. W. Pratt: John O'Sullivan and Manifest Destiny, New York State Historical Association, vol. 14, (1933), S. 213 ff.; K. Krakau, op. cit., S. 128 f.]

Die ausdrückliche und vor allem politisch folgenträchtige Formulierung des Gedankens eines „Manifest Destiny" geht — obgleich seine Grundlagen an sich älter sind[FN 6] — auf die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück[FN 7]. Der Urheber der Formulierung „Manifest Destiny" ist nach den Studien J. W. Pratts ein gewisser John O'Sullivan. In einem Leitartikel der von ihm herausgegebenen „United States Magazine and Democratic Review" vom November 1839 hatte er unter dem Titel: „The Great Nation of Futurity" gesprochen von „[...] the nation of many nations is destined to manifest to mankind the excellence of divine principles: to establish on earth the noblest temple ... Its floor shall be a hemisphere, its congregation of an Union of many Republics ... governed by God's natural law of equality, the law of brotherhood"[FN 8]. Und nach einem anderen Artikel von ihm im Juli/August in der „Review" ist es der Vereinigten Staaten „ ... manifest destiny to overspread the continent allotted by Providence for the development of our . . . millions"[FN 9];

[FN 8: Pratt, AHRev., Bd. 32, 1927, S. 797; s. auch Kohn, Nationalism, S. 152 f.; er betont, S. 183 ff., die weitreichende Wirkung dieser Zeitschrift und bringt weitere Zitate; ferner Blanke, Geist, S. 62 ff.]

[FN 9: Pratt, vorige Anmerkung.]

Anmerkungen

Übernahme geht über die Seitengrenze und wird auf [S.244, 1-6] fortgesetzt.

Sichter

[37.] Mm/Fragment 244 01-06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:26:52 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 244, Zeilen: 1-6
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 128-129, Zeilen: S.128,19-24.29-32 - S.129,1-4
Die klassische und vor allem politisch folgenreiche Definition der Idee einer Manifest Destiny soll nach Julius W. Pratt der Journalist John O'Sullivan in seinen Leitartikeln des von ihm herausgegebenen „United States Magazine and Democratic Review" vom Juli und November 1839 formuliert haben, als er die Bestimmung der Vereinigten Staaten in der göttlichen Vorsehung sah - „... manifest destiny to overspread the continent allotted by Providence for the devel[opment of our ... millions" - den eigenen Kontinent zu kolonisieren. Und er fuhr fort, von der „mission of the American democracy" zu sprechen:

„... the nation of many nations (which) is destined to manifest to mankind the excellence of divine principles: to establish on earth the noblest temple ... Its floor shall be a hemisphere its congregation of an Union of many Republics ... governed by God's national law of equality the law of brotherhood."[FN 25]]

[FN 25: Zitat in: Julius W. Pratt: The Origin of „Manifest Destiny", American Historical Review, vol. 32, (1927), S. 795-798, hier S. 797; J. W. Pratt: John O'Sullivan and Manifest Destiny, New York State Historical Association, vol. 14, (1933), S. 213 ff.; K. Krakau, op. cit., S. 128 f.]

Die ausdrückliche und vor allem politisch folgenträchtige Formulierung des Gedankens eines „Manifest Destiny" geht — obgleich seine Grundlagen an sich älter sind[FN 6] — auf die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück[FN 7]. Der Urheber der Formulierung „Manifest Destiny" ist nach den Studien J. W. Pratts ein gewisser John O'Sullivan. In einem Leitartikel der von ihm herausgegebenen „United States Magazine and Democratic Review" vom November 1839 hatte er unter dem Titel: „The Great Nation of Futurity" gesprochen von „[...] the nation of many nations is destined to manifest to mankind the excellence of divine principles: to establish on earth the noblest temple ... Its floor shall be a hemisphere, its congregation of an Union of many Republics ... governed by God's natural law of equality, the law of brotherhood"[FN 8]. Und nach einem anderen Artikel von ihm im Juli/August in der „Review" ist es der Vereinigten Staaten „ ... manifest destiny to overspread the continent allotted by Providence for the development of our . . . millions"[FN 9];

[FN 8: Pratt, AHRev., Bd. 32, 1927, S. 797; s. auch Kohn, Nationalism, S. 152 f.; er betont, S. 183 ff., die weitreichende Wirkung dieser Zeitschrift und bringt weitere Zitate; ferner Blanke, Geist, S. 62 ff.]

[FN 9: Pratt, vorige Anmerkung.]

Anmerkungen

Übernahme setzt [S.243, 40-45] fort.

Sichter

[38.] Mm/Fragment 244 07-13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:26:54 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 244, Zeilen: 7-13
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 129, Zeilen: 18-26
Der Gedanke, auserwählt zu sein, eine besondere Mission, zunächst auf dem amerikanischen Kontinent, dann gegenüber der Menschheit, zu erfüllen, hatte das amerikanische Bewußtsein seit dem puritanischen Zeitalter beschäftigt. In dem Symbol des „Neuen Israel" und der Ausrichtung des „conduct and example" war die Sendungsidee jedoch nur passiv konzipiert. Mit dem Aufkommen der Manifest Destiny-Ideologie verwandelte sich dieser bisher abstrakte Missionsgedanke nun erstmalig in ein aktives, dynamisches, praktisch-politisches Prinzip, [...] Das Gefühl, auserwählt zu sein, eine besondere Aufgabe — zunächst auf dem amerikanischen Kontinent, dann gegenüber der Menschheit — zu erfüllen, hatte das öffentliche Bewußtsein in Amerika seit Beginn der amerikanischen Sonderexistenz und nicht minder von der Gründung der Vereinigten Staaten an durchdrungen. Es hatte in dem Symbol des „American Israel" und dem Gedanken des „conduct and example" seinen zunächst passiven Ausdruck gefunden. Im „Manifest Destiny" verwandelt sich dieser abstrakte Missionsgedanke zum ersten Male in ein aktives, dynamisches, praktisch-politisches Prinzip.
Anmerkungen

Auch Krakau ist nicht davor gefeit gewesen, ein und denselben Gedanken mehrfach (mit ähnlichen Worten) zu formulieren und in seiner Dissertation an verschiedenen Stellen zu präsentieren (vgl. Mm/Fragment_240_11-22). Der Dissertationstext folgt der Vorgehensweise (blind ?) und übernimmt einfach beide Versionen.

Sichter

[39.] Mm/Fragment 340 01-07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-29 14:41:03 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Krakau 1967, Mm, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 340, Zeilen: 1-7
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 157, Zeilen: 127-132
FN 37 Ein sehr eindrucksvolles Beispiel für die Verbindung von Individualismus, protestantischem Auserwähltheitsglauben und Selbstbehauptungswillen, Grenz-Pioniertum und demokratischem Idealismus ist vielleicht der Zug der Mormonen von Illinois durch die großen westlichen Ebenen in die Wüste der Großen Salzseen, die Gründung von Salt Lake City und des Staates Utah. Vgl. auch Heinrich Heffter: Grenze und Grenzertum in der Geschichte der amerikanischen Demokratie, Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, Bd. 4,1953, S. 11-30, hier S. 11 ff.; Charles L. Sanford: The Quest for Paradise: Europe and the American Moral Imagination, Urbana, 111., 1961, S. 93. Das eindrucksvollste Beispiel für die Verbindung von Individualismus - protestantischem Auserwähltheitsglauben und Selbstbehauptungswillen - Grenz-Pioniertum - demokratischem Idealismus ist vielleicht der Zug der Mormonen von Illinois durch die großen westlichen Ebenen in die Wüste der Großen Salzseen, die Gründung von Salt Lake City und des Staates Utah, vgl. Sperry, S. 82 ff.; H. Heffter, S. 11 ff., 22; Sanford, S. 93.
Anmerkungen

Einzig ein Attribut wurde verändert - ansonsten wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung als Zitat.

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