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Quelle:Mm/Mathiopoulos 1982

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Margarita Mathiopoulos
Titel    Fortschritt und Ideologie – Gedanken zur Wandlung eines Begriffs
Zeitschrift    Liberal
Datum    März 1982
Jahrgang    24
Nummer    3
Seiten    208–220
Anmerkung    Im Original ist der Vorname mit Doppel-t (Margaritta) geschrieben

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    nein
Fragmente    9


Fragmente der Quelle:
[1.] Mm/Fragment 023 30-43 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:39:00 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mathiopoulos 1982, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdächtig

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Senzahl, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 30-43
Quelle: Mathiopoulos 1982
Seite(n): 213, Zeilen: 3-14
[...] zeigt sich beispielhaft in den Debatten der letzten Jahre über die Bedeutung des Christentums für die Herausbildung der neuzeitlichen Einstellung zur Natur und für die Entwicklung der naturwissenschaftlich fundierten Technik.

Während in der Antike stets die Natur mit dem Werden im Gleichgewicht stand, macht der amerikanische Historiker Lynn White in seinem nicht unumstrittenen Essay „The Historical Roots of Our Ecologic Crisis“ die christliche Auffassung der Geschichte für eine skrupellose Ausbeutung und Zerstörung der Natur mitverantwortlich.[FN 33] Die Heilige Schrift und die Natur hatten beide als Quelle des Wissens von Gott gegolten, aber während in der Ostkirche die Natur als eine Art Symbolsprache Gottes gedeutet wurde, hatte sich in der Westkirche die Erforschung der Natur als Mittel zur Erkenntnis von Gott und Natur durchgestzt. Die heutige „ökologische Krise", unterstellt White, sei das Produkt einer durch Wissenschaft und Technik entfesselten Macht zur Unterwerfung der Natur, die durch das christlich-mittelalterliche Weltbild ermöglicht worden war.[FN 34]

[FN 33: Vgl. Lynn White: The Historical Roots of Our Ecologic Crisis, in: Dynamo and Virgin Reconsidered: Essays in the Dynamism of Western Culture, Cambridge, Mass./London 1968/1976, S. 75-94.]

[FN 34: Vgl. L. White: The Historical Roots of Our Ecologic Crisis, a.a.O., S. 88 ff. Zur gleichen Thematik siehe auch: Iring Fetscher: Überlebensbedingungen der Menschheit - Zur Dialektik des Fortschritts, München 1980<sup>2</sup>; Carl Amery: Das Ende der Vorsehung - Die gnadenlosen Folgen des Christentums, Hamburg 1974; Karl Löwith: Das Verhängnis des Fortschritts, in: H . Kuhn/F. Wiedemann (Hrsg.): Die Philosophie und die Frage nach dem Fortschritt, a.a.O.; John Passmore: Man's Responsibility for Nature: Ecological Problems and Western Traditions, London 1974.]

[FN 11]

Die Bedeutung des Christentums für die Herausbildung der neuzeitlichen Einstellung zur Natur und für die Entwicklung der naturwissenschaftlich fundierten Technik ist in den letzten Jahren Gegenstand heftiger Debatten geworden. Der amerikanische Historiker Lynn White macht in seinem Essay (»The Historical Roots of Our Ecological Crisis«) das Christentum für die skrupellose Ausbeutung und Zerstörung der Natur mitverantwortlich. Die Heilige Schrift und die Natur galten beide als Quelle unseres Wissens von Gott, aber während in der frühen und in der Ostkirche die Natur als eine Art Symbolsprache Gottes gedeutet wurde, begann sich im Westen die Erforschung der Natur als Mittel zur Erkenntnis des göttlichen Meisters der Natur durchzusetzen. Die heutige »ökologische Krise«, folgert White, sei das Produkt des christlich-mittelalterlichen Weltbildes, das diese Entwicklung ermöglicht habe. [...][FN 12] [...][FN 13]

[FN 11: Vgl. I. Fetscher: Überlebensbedingungen der Menschheit - Zur Dialektik des Fortschritts, Konstanz 1976, S. 10 ff.]

[FN 12: Vgl. C. Amery: Das Ende der Vorsehung - Die gnadenlosen Folgen des Christentums, Hamburg 1974, S. 122 ff.]

[FN 13: Vgl. K. Löwith: Das Verhängnis des Fortschritts, in: H. Kuhn/F. Wiedemann (Hrsg.): Die Philosophie und die Fragen nach dem Fortschritt, München 1964, S. 28 ff.]

Anmerkungen

14 Zeilen und Literaturverweise, die größtenteils wörtlich aus einem eigenen früheren Aufsatz recycelt werden. Im direkten Umfeld ist kein Hinweis auf die frühere Veröffentlichung zu finden. Unklar, wie dies bewertet werden soll. Für ein Gesamtbild der Texterstellung ist allerdings interessant, dass auch in diesem Teil der Dissertation ältere Texte verwertet werden.

Sichter
Graf Isolan

[2.] Mm/Fragment 025 03-07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 16:45:28 Kybot
Fragment, Mathiopoulos 1982, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 3-7
Quelle: Mathiopoulos 1982
Seite(n): 214, Zeilen: 5-8
Aufgrund der revolutionären Erfolge wissenschaftlichen Fortschritts nahm nunmehr die Physik die Stellung der Theologie ein, ersetzte der planbare Fortschritt die Funktion der Vorsehung, war letztlich die Definition einer modernen Progressivismusdoktrin, die die Ambivalenz des Fortschritts als aufgehoben verstand, möglich geworden. Durch diese Erfolge des wissenschaftlichen Fortschritts nimmt nun die Physik die Stellung der Theologie ein: der planbare Fortschritt hat die Funktion der Vorsehung übernommen, die neuzeitliche Entwicklung und auch den heutigen Tag noch prägend.
Anmerkungen

Ist zwar nur eine kurze Passage, hat sie aber schon früher einmal formuliert und in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet. Hier allerdings erfolgt kein Hinweis darauf.

Sichter

[3.] Mm/Fragment 027 01-06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 16:45:30 Kybot
Fragment, Mathiopoulos 1982, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1-6
Quelle: Mathiopoulos 1982
Seite(n): 214, Zeilen: 27-32
An die Stelle des humanistischen Fortschrittsdenkens der Aufklärung, das an die Vernunft und Selbstverantwortung des Individuums appelliert hatte, trat nun ein „objektives", außermenschliches Fortschrittsprinzip: das Walten des Weltgeistes, die dialektische Selbstverwirklichung der „immanenten Vernunft", die soziale Dialektik der kapitalistischen Produktionsverhältnisse [...] Anstelle des humanistischen Fortschrittsglaubens der Aufklärung, der auf Vernunft und Selbstverantwortung des Individuums baute, tritt nun ein »objektives«, außermenschliches Fortschrittsprinzip: das Naturgesetz, die biologische Selektion, das Walten des Weltgeistes, die dialektische Selbstverwirklichung der »immanenten Vernunft« oder die soziale Dialektik der Produktionsverhältnisse.
Anmerkungen

Wortwörtliches "Recycling" ohne jeden Hinweis. Selbst wenn es sich um eine eigene Arbeit handelt, entspricht auch das nicht der üblichen wissenschaftlichen Praxis.

Sichter

[4.] Mm/Fragment 046 26-32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 16:45:32 Kybot
Fragment, Mathiopoulos 1982, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 26-32
Quelle: Mathiopoulos 1982
Seite(n): 215, Zeilen: 7-11, 12-13
Die Hauptkritik in den zum Teil in den 30er Jahren verfaßten Schriften von Adorno, Horkheimer, Marcuse und Habermas richtete sich gegen den wissenschaftlichen und technischen Fortschritts- und Vernunftbegriff des 20. Jahrhunderts, dessen Umkehrung die „Dialektik der Aufklärung" offenbart habe, nämlich als „Umschlagen in die Barbarei der Zivilisation". Der Fortschritt drohe nunmehr das Ziel zunichte zu machen, so Horkheimer, das er verwirklichen soll - die Idee des Menschen; für Adorno ereignete sich Fortschritt folglich dort, wo er endete; Die Hauptkritik der Frankfurter Schule gilt der Vernunft, denn ihre Umkehrung als die »Dialektik der Aufklärung« erweist sich zugleich auch als das »Umschlagen in die Barbarei der Zivilisation«. Der Fortschritt drohe das Ziel zunichte zu machen, das er verwirklichen soll - die Idee des Menschen (so Horkheimer). [...] Folglich ereignet sich der Fortschritt nach Adorno dort, wo er endet.
Anmerkungen

Hier zerhackt Mm ihren eigenen Artikel und verarbeitet die Bruchteile in ihrer Diss - wieder einmal entgegen jeglicher wissenschaftlichen Gepflogenheit ohne Quellenangabe.

Sichter

[5.] Mm/Fragment 046 33.37-41 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:39:08 Kybot
Fragment, Mathiopoulos 1982, Mm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Senzahl, Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 33, 37-41
Quelle: Mathiopoulos 1982
Seite(n): 216, Zeilen: 13-16
[...] und Marcuse [...] kam zu dem Schluß, daß dieser gesellschaftliche Zustand allein durch die „Negation alles Bestehenden" (eine Theorie, die eine zerstörerische Dynamik sowohl in der Bundesrepublik wie in Italien entwickelte) zu überwinden sei. Nur so könne ein Fortschritt in Richtung auf die optimale Entfaltung menschlicher Existenz erlangt werden.[FN 116]


[FN 116: Vgl. zur kritischen Theorie: Max Horkheimer/Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung, Frankfurt/M. 1969; Th. W. Adorno: Negative Dialektik, Frankfurt/M. 1967; Herbert Marcuse: Der eindimensionale Mensch, Neuwied/Berlin 1967; Zur Kritik der Frankfurter Schule siehe: Kurt Sontheimer: Das Elend unserer Intellektuellen, Hamburg 1976, und H. Lenk/R. Simon-Schaefer: Vernunft–Wissenschaft–Praxis. Zur Kritik der „Kritischen Theorie”, Aus Politik und Zeitgeschichte, B 50/81, 12. Dez. 1981, S. 42 ff. Eine andere Sicht dieses Problemkreises bot Ernst Topitsch bereits zu Beginn der 60er Jahre: Sozialphilosophie zwischen Ideologie und Wissenschaft, Neuwied/Berlin 1961/1971<sup>3</sup>.]

Für Marcuse würde dieser Zustand allein nur durch die »Negation alles Bestehenden« (eine Theorie, die zerstörerische Dynamik entwickeln kann) überwunden. Nur so könne ein Fortschritt in Richtung auf die optimale Entfaltung menschlicher Existenz erlangt werden.
Anmerkungen

Die "Verwurstung" eigener alter Gedanken geht (ohne Hinweis) weiter, wobei Mm ihre frühere Formulierung mit einer Reihe von (hier nicht wiedergegebenen) Schlagwörtern von Marcuse aufpeppt.

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