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Quelle:Mm/Puhle 1983

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Hans-Jürgen Puhle
Titel    Was ist Populismus?
Zeitschrift    Politik und Kultur
Jahr    1983
Jahrgang    1
Seiten    26-30

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    ja
Fragmente    14


Fragmente der Quelle:
[1.] Mm/Fragment 253 13-17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:52:20 Kybot
Fragment, Mm, Puhle 1983, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 253, Zeilen: 13-17
Quelle: Puhle 1983
Seite(n): 16, Zeilen: 3-8, 13-15
Gegen die zunehmenden Organisationstendenzen aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche seit dem Durchbruch der Hochindustrialisierung und dem Ende der Reconstruction-Periode nach dem Bürgerkrieg bildeten sich Protestbewegungen vor allem von Farmern des Mittelwestens und Südens, die als Populist Movement bekannt wurden [...] 1. Populism in den USA

Die nordamerikanischen Populistenbewegungen waren Protestbewegungen vom Lande gegen die zunehmenden Organisationstendenzen aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche seit dem Durchbruch der Hochindustrialisierung und dem Ende der reconstruction nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. [...] Sie artikulierten die Interessen der Farmer vor allem des Mittelwestens und Südens, aber auch des Westens und Südwestens, [...]

Anmerkungen

Mal wieder übernimmt Mm einen fremden Abschnitt von Anfang an: die Collage startet aufs Neue.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

Sichter

[2.] Mm/Fragment 257 22-41 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:52:56 Kybot
Fragment, Mm, Puhle 1983, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 257, Zeilen: 22-41
Quelle: Puhle 1983
Seite(n): 16, Zeilen: 3-26
Der Ruf nach umfassenden Wirtschafts- und Sozialreformen erschallte zunächst von den Populisten, die sich als agrarische Protestbewegung gegen die wachsenden Organisationstendenzen aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche seit dem Durchbruch der Hochindustrialisierung und dem Ende der Reconstruction-Periode organisiert hatten. Die populistischen Bewegungen formierten sich zunehmend nach 1867 gegen die politische Übermacht der Großstädte, gegen die Monopole und Eisenbahngesellschaften, Banken und Trusts, Zwischenhändlerprofite sowie gegen die deflationistische Währungspolitik der Regierung im Zeichen des seit 1873 dekretierten Goldstandards. Sie artikulierten die Interessen der Farmer vor allem des Mittelwestens und Südens, aber auch des Westens und Südwestens, an billigen Krediten und Eisenbahnfrachtsätzen wie höheren Erzeugerpreisen für ihre wichtigsten Produkte. Und sie forderten die Wiederherstellung des alten und vermeintlich erprobten amerikanischen Ideals der „agrarischen Demokratie" im Sinne Jeffersons und Jacksons. Mit „agrarischer Demokratie" meinten die Populisten die „grass-roots"-Demokratie, die direkte partizipatorische Demokratie, die ausging von der überschaubaren Einheit einer relativ homogenen Gesellschaft von Farmerfamilien und auf sich selbst gestellten Pioniersiedlern, die mangels ständischer Tradition keine Bauern im traditionellen europäischen Sinne waren, sondern individuelle kapitalistisch wirtschaftende Privateigentümer.[FN 73]

[FN 73: Vgl. Eric F. Goldman: Rendezvous with Destiny: A History of Modern American Reform, New York 1956, S. 24 ff.; Richard Hofstadter: The Age of Reform: From Bryan to F.D. R., New York 1955, S. 46 ff.]

1. Populism in den USA

Die nordamerikanischen Populistenbewegungen waren Protestbewegungen vom Lande gegen die zunehmenden Organisationstendenzen aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche seit dem Durchbruch der Hochindustrialisierung und dem Ende der reconstruction nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Sie formierten sich zunehmend seit 1867 gegen die politische Übermacht der Großstädte, die Monopole und Eisenbahngesellschaften, Banken und Trusts, Zwischenhändlerprofite sowie gegen die deflationistische Währungspolitik der Regierung im Zeichen des seit 1873 dekretierten Goldstandards. Sie artikulierten die Interessen der Farmer vor allem des Mittelwestens und Südens, aber auch des Westens und Südwestens, an billigen Krediten und Eisenbahnfrachtsätzen und höheren Erzeugerpreisen für ihre wichtigsten Produkte. Sie forderten die Wiederherstellung des alten und vermeintlich erprobten amerikanischen Ideals der »agrarischen Demokratie« im Sinne Jeffersons und Jacksons. »Agrarische Demokratie« meint »grass-roots«-Demokratie, direkte, unvermittelte, partizipatorische Demokratie, die ausgeht von der überschaubaren Einheit einer relativ homogenen Gesellschaft von Farmerfamilien und auf sich selbst gestellten Pioniersiedlern, die mangels ständischer Tradition keine Bauern im traditionellen europäischen Sinne waren, sondern individuelle kapitalistisch wirtschaftende Privateigentümer.

Anmerkungen

Passagenweise nicht vom Original zu unterscheiden - trotzdem erfolgt kein Heinweis auf dieses. Eine verschleiernde Fußnote findet sich mitten im übernommenen Gedankengang.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

Sichter

[3.] Mm/Fragment 257 42-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:00:38 Kybot
Fragment, Mm, Puhle 1983, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 257, Zeilen: 42-47
Quelle: Puhle 1983
Seite(n): 16-17, Zeilen: S.16,29-39 - S.17,1
Idee und ansatzweise auch Wirklichkeit der direkt geübten Demokratie reichen in Nordamerika zurück bis in die Kolonialzeit und waren bereits während der Unabhängigkeitskämpfe und der Verfassungsberatungen (Anti-Federalists) gegen Ende des 18. Jahrhunderts als eine breite radikale Grundströmung wahrzunehmen. Die direkte Demokratie hat seitdem neben den repräsentativen Komponenten im amerikanischen Verfassungs- und Regierungssystem einen immer wie [der auftauchenden Traditionsstrang der politischen Kultur der USA ausgemacht der seit dem Zeitalter der Jacksonian Democracy eng verbunden ist mit der egalitären, gegen organisierte Partikularinteressen gerichteten Rhetorik vom „common man", vom „einfachen", vom „kleinen Mann".] Idee und in Ansätzen auch Wirklichkeit der direkt geübten Demokratie reichen in Nordamerika zurück bis in die Kolonialzeit und waren bereits während der Unabhängigkeitskämpfe und der Verfassungsberatungen gegen Ende des 18. Jahrhunderts als eine breite »radikale« Grundströmung wahrzunehmen. Die direkte Demokratie hat seitdem gleichberechtigt neben den repräsentativen Komponenten im amerikanischen Verfassungs- und Regierungssystem einen der beiden kontinuierlichen Traditionsstränge der politischen Kultur der USA ausgemacht, seit den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts eng verbunden mit der egalitären, gegen organisierte Partikularinteressen gerichteten Rhetorik vom »common man«, vom »einfachen Mann«, vom »kleinen Mann«.
Anmerkungen

Schon wieder ein annäherndes KomplettPlagiat - nur minimale Abänderungen wurden unternommen.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

Sichter

[4.] Mm/Fragment 258 01-04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:53:00 Kybot
Fragment, Mm, Puhle 1983, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 258, Zeilen: 1-4
Quelle: Puhle 1983
Seite(n): 16-17, Zeilen: S.16,33-39 - S.17,1
[Die direkte Demokratie hat seitdem neben den repräsentativen Komponenten im amerikanischen Verfassungs- und Regierungssystem einen immer wie] der auftauchenden Traditionsstrang der politischen Kultur der USA ausgemacht der seit dem Zeitalter der Jacksonian Democracy eng verbunden ist mit der egalitären, gegen organisierte Partikularinteressen gerichteten Rhetorik vom „common man", vom „einfachen", vom „kleinen Mann". Die direkte Demokratie hat seitdem gleichberechtigt neben den repräsentativen Komponenten im amerikanischen Verfassungs- und Regierungssystem einen der beiden kontinuierlichen Traditionsstränge der politischen Kultur der USA ausgemacht, seit den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts eng verbunden mit der egalitären, gegen organisierte Partikularinteressen gerichteten Rhetorik vom »common man«, vom »einfachen Mann«, vom »kleinen Mann«.
Anmerkungen

siehe das unmittelbar voran gegangene Fragment.

Sichter

[5.] Mm/Fragment 258 05-21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:00:43 Kybot
Fragment, Mm, Puhle 1983, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 258, Zeilen: 5-21
Quelle: Puhle 1983
Seite(n): 17, Zeilen: 13-31
Dem Ideal der „agrarischen Demokratie" waren alle populistischen Bewegungen gleichermaßen verpflichtet, trotz der großen Unterschiede, die sie von Einzelstaat zu Einzelstaat aufweisen mochten, vor allem auch zwischen den Gruppen des Mittelwestens und denen des Südens mit ihren eigenen Interessen, eigener Rhetorik und bunter Folklore. Zu ihren wichtigsten allgemeinpolitischen Forderungen gehörten u.a. die Direktwahl der Senatoren, die Einführung der Vorwahlen (primaries), das Frauenstimmrecht, die Möglichkeit der Abwahl von Amtsträgern (recall), Initiative und Referendum sowie eine progressive Einkommenssteuer. Die „Farmer's Alliance", eine Populistengruppe, die die 80er Jahre dominierte, forderte außerdem den Ausbau der genossenschaftlichen Markt- und Kreditorganisation, die Einrichtung von Postsparkassen, Steuererleichterungen und preisstützende Staatsinterventionen zugunsten der Landwirtschaft, die Verstaatlichung der Eisenbahnen sowie die Einführung des Acht-Stundentags. Aus diesen verschiedenen Bewegungen formierte sich dann 1891/92 die „Populist Party" - die erste einflußreiche dritte Partei neben Republikanern und Demokraten, die zeitweise sogar eine Reihe von Einzelstaaten im Mittelwesten und im Süden erobern konnte. Dem Ideal der »agrarischen Demokratie" waren alle Populistenbewegungen gleichermaßen verpflichtet, trotz der großen Unterschiede, die sie von Einzelstaat zu Einzelstaat aufweisen mochten, vor allem auch zwischen den Gruppen des Mittelwestens und denen des Südens mit ihren eigenen Interessen, eigener Rhetorik und bunter Folklore. Zu ihren wichtigsten allgemeinpolitischen Forderungen gehörten u.a. die Direktwahl der Senatoren, die Einführung der Vorwahlen (primaries), das Frauenstimmrecht, die Möglichkeit der Abwahl von Amtsträgern (recall), Initiative und Referendum sowie die progressive Einkommenssteuer. Die Farmer's Alliance, jene Populistengruppe, die die achtziger Jahre dominierte, forderte außerdem den Ausbau der genossenschaftlichen Markt- und Kreditorganisation, die Einrichtung von Postsparkassen, Steuererleichterungen und preisstützende Staatsinterventionen zugunsten der Landwirtschaft. Ihr parteipolitischer Ableger, die 1891/92 gegründete People's Party oder Populist Party wurde zur ersten einflußreichen dritten Partei der USA neben Republikanern und Demokraten. Sie konnten zeitweise eine Reihe von Einzelstaaten im Mittelwesten und im Süden erobern.
Anmerkungen

Das Original wurde kaum verändert: trotzdem liegt in den Augen von Mm offensichtlich kein Zitat vor, denn es fehlen alle Hinweise auf ein solches.<br> Der Rest der Seite wird dann übrigens mit verschiedenen echten (und auch nachgewiesenen) Zitaten der Populist Party gefüllt.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

Sichter

[6.] Mm/Fragment 259 25-40 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:53:10 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Mm, Puhle 1983, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 259, Zeilen: 25-40
Quelle: Puhle 1983
Seite(n): 18, Zeilen: 15-21, 22-35
Gemessen an der Verwirklichung konkreter Einzelforderungen und der Wahrung bestimmter Interessen sind die Populisten eine der erfolgreichsten politischen Rand-Bewegungen Amerikas überhaupt gewesen. Freilich hatte die Verwirklichung populistischer Forderungen die Tendenz zum „strong government" und zum Ausbau der zentralen Bürokratie gefördert und beschleunigt.[FN 80] Franklin Delano Roosevelt und Lyndon Johnson, die Befürworter eines vehementen Ausbaus der staatlichen Interventionsmechanismen, haben sich ebenso auf die populistische Tradition berufen wie zum Teil auch ihre ideologischen Gegner Jimmy Carter, der an William Jennings Bryan erinnert, und Ronald Reagan. George McGovern, der erfolglose linksliberale Präsidentschaftskandidat der Demokraten von 1972, war u.a. auch ein Populist in der basisdemokratischen Tradition des getreidebauenden nördlichen Mittelwestens. George Wallace, der frühere Gouverneur von Alabama, stand, was seine Rhetorik, sein Programm, seinen Appell an die „kleinen Leute" und seinen segregationistischen, aber fürsorglichen Paternalismus gegenüber den ärmeren Farmern angeht, fest in der Tradition des südstaatlichen Populismus der Jahrhundertwende.

[FN 80: Vgl. Hans-Jürgen Puhle: Was ist Populismus?, Politik und Kultur, H. 1, 1983, S. 26-30.]

Gemessen an der Verwirklichung konkreter Einzelforderungen und der Wahrung bestimmter Interessen sind die Populisten eine der erfolgreichsten politischen Bewegungen Amerikas überhaupt gewesen.

Die Verwirklichung dieser Forderungen hat allerdings die Tendenzen zum »starken Staat« und zum Ausbau der zentralen Bürokratie gefördert und beschleunigt, [...]. Franklin Roosevelt und Lyndon Johnson, die Befürworter eines vehementen Ausbaus der staatlichen Interventionsmechanismen, haben sich ebenso auf die populistische Tradition berufen wie deren ideologische Gegner Jimmy Carter und Ronald Reagan. George McGovern, der erfolglose linksliberale Präsidentschaftskandidat der Demokraten von 1972, war u.a. auch ein - sogar literarisch ausgewiesener - Populist in der basisdemokratischen Tradition des getreidebauenden nördlichen Mittelwestens. George Wallace, der frühere Gouverneur von Alabama, stand, was seine Rhetorik, sein Programm, seinen Appell an die »kleinen Leute« und seinen segregationistischen, aber fürsorglichen Paternalismus gegenüber den ärmeren Farmern angeht, fest in der Tradition des südstaatlichen Populismus der Jahrhundertwende.

Anmerkungen

Ein "Rand-" weggelassen, ein "Freilich" hinzugefügt, ein paar weitere kleine Änderungen und Auslassungen - ansonsten wortwörtlich dasselbe. Ein Literaturverweis mit "Vgl." irgendwo mittendrin, keine Kennzeichnung des Zitats, wieder sind weitere 16 Zeilen der Diss gefüllt.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

Sichter

[7.] Mm/Fragment 259 45-48 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:53:12 Kybot
Fragment, Mm, Puhle 1983, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 259, Zeilen: 45-48
Quelle: Puhle 1983
Seite(n): 19, Zeilen: 16-23
Tatsächlich sollte sich die populistische Ideologie als ambivalent, janusköpfig, erweisen; denn einerseits waren die Populisten hinterwäldlerisch, autoritär, sektiererisch-fundamentalistisch, fremdenfeindlich und antisemitisch, andererseits progressive Sozialreformer und Basisdemokraten. Sie waren aber keine Sozialre[volutionäre oder Sozialdemokraten, und sie machten auch nicht gegen den amerikanischen Kapitalismus mobil, sondern nur gegen die Einseitigkeiten einiger privatkapitalistischer Organisationsformen, die die Industrie und das Big Business begünstigten. [...][FN 81]]

[FN 81: Vgl. D. Noble: The Religion of Progress, 1890-1914, Social Research, 1955, S. 417-440; Gerald W. McFarland: Mugwumps, Morals and Politics, 1884-1920, Amherst, Mass., 1975, H.-J. Puhle, op. cit., S. 29 f.]

Die amerikanischen Populisten hatten das typisch populistische Janusgesicht: Sie konnten hinterwäldlerisch, autoritär, sektiererisch-fundamentalistisch und antisemitisch sein und gleichzeitig progressive Sozialreformer und Basisdemokraten. Sie waren aber keine Sozialrevolutionäre oder Sozialdemokraten. Sie machten nicht gegen den Kapitalismus mobil, sondern nur gegen die Einseitigkeiten von dessen privater Organisierung, die zeitweise die Industrie und das Big Business begünstigte.
Anmerkungen

Die Übernahme aus Puhle (1983) geht nahtlos weiter. Am Ende des Absatzes wird in der Fußnote ein Hinweis auf den Autor "versteckt". Nicht einmal als "Bauernopfer" zu qualifizieren.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

Sichter

[8.] Mm/Fragment 260 01-17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:53:14 Kybot
Fragment, Mm, Puhle 1983, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 260, Zeilen: 1-17
Quelle: Puhle 1983
Seite(n): 19, Zeilen: 19-28, 32-39
[Sie waren aber keine Sozialre]volutionäre oder Sozialdemokraten, und sie machten auch nicht gegen den amerikanischen Kapitalismus mobil, sondern nur gegen die Einseitigkeiten einiger privatkapitalistischer Organisationsformen, die die Industrie und das Big Business begünstigten. Die amerikanischen Farmer waren ja selbst kapitalistische Unternehmer gewesen, aber gegenüber der Industrie waren sie die Kleinen. Der amerikanische Populismus war letztendlich eine versuchte Revolte kleinerer und mittlerer Unternehmer gegen die ganz Großen, eine Protestbewegung, die zwar als zivilisationskritische Revolte mißlang, in der Form beständiger Reformpolitik aber auf die Dauer einige Erfolge nachweisen konnte. Auch die radikalsten basisdemokratischen, egalitären und partizipatorischen Forderungen der „Populisten" waren revolutionär nur in jenem spezifisch populistischen Wortsinn, in dem „Revolution" eine Wiederherstellung ursprünglicher Werte und Zustände, die später verdorben worden seien, bedeutete. Sie verlangten also weder mehr Demokratie noch mehr soziale Gerechtigkeit, sondern nur die Wiederherstellung der idealisierten, alten, noch nicht so organisierten und technisierten Form der Demokratie, wie sie die „agrarische Demokratie des späten 18. Jahrhunderts dargestellt hatte.[FN 81]

[FN 81: Vgl. D. Noble: The Religion of Progress, 1890-1914, Social Research, 1955, S. 417-440; Gerald W. McFarland: Mugwumps, Morals and Politics, 1884-1920, Amherst, Mass., 1975, H.-J. Puhle, op. cit., S. 29 f.]

Sie waren aber keine Sozialrevolutionäre oder Sozialdemokraten. Sie machten nicht gegen den Kapitalismus mobil, sondern nur gegen die Einseitigkeiten von dessen privater Organisierung, die zeitweise die Industrie und das Big Business begünstigte. Die Farmer waren kapitalistische Unternehmer, aber gegenüber der Industrie waren sie die Kleineren. Der amerikanische Populismus war eine versuchte Revolte kleinerer und mittlerer Unternehmer gegen die ganz Großen, die zwar als Revolte mißlang, in der Form beständiger Reformpolitik aber auf die Dauer Erfolg hatte, [...].

Auch die radikalen basisdemokratischen, egalitären und partizipatorischen Forderungen der populists waren revolutionär nur in jenem alten Wortsinn, in dem »Revolution« noch eine Wiederherstellung ursprünglicher und dann verdorbener Zustände bedeutet. Sie verlangten weder mehr Demokratie noch mehr soziale Gerechtigkeit, sondern nur die Wiederherstellung der alten, noch nicht so organisierten Form von Demokratie, wie man sie verstand.

Anmerkungen

Erstaunlich: wann immer Mm vorher die Gelegenheit hatte, hat sie Termini vom Deutschen ins Englische übertragen. Hier - bei "populists" - macht sie es genau umgekehrt - offensichtlich, um durch eine "Eigenleistung" das "Vgl." zu begründen. Der Versuch, ihre Übernahme durch ein ordentliches Zitat zu tarnen, misslingt diesmal kläglich, da anscheinend die "schließenden Gänsefüßchen" abhanden gekommen sind.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

Sichter

[9.] Mm/Fragment 260 18-26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:00:57 Kybot
Fragment, Mm, Puhle 1983, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 260, Zeilen: 18-26
Quelle: Puhle 1983
Seite(n): 19-20, Zeilen: S.19,39-40 - S.20,1-8
So war die populistische Ideologie primär rückwärtsgewandt. Der Farmer und kleine Unternehmer sollte nach dem populistischen Credo unabhängig von Wirtschaftsweise, Betriebsgröße und Konjunktur seine wirtschaftliche Freiheit, Gleichberechtigung und Profitchance zurückerhalten, die die zunehmende Konzentration, Organisation und Unüberschaubarkeit der Wirtschaft ihm weitgehend genommen hatte. Die dazu in Aussicht genommenen Mittel ebneten jedoch gegen die Intentionen der Populisten den Weg hin zu „big government" und stärkten gleichzeitig angesichts der Marktmechanismen am Ende die Größeren und fortschrittlicher Organisierten. Ihre Ideologie war primär rückwärts gewandt. Der individuelle Eigentümer und Unternehmer sollte unabhängig von Wirtschaftsweise, Betriebsgröße und Konjunktur seine wirtschaftliche Freiheit, Gleichberechtigung und Profitchance zurückerhalten, die die zunehmende Konzentration, Organisation und Unüberschaubarkeit der Wirtschaft ihm weitgehend genommen hatte. Die dazu in Aussicht genommenen Mittel ebneten gegen die Intentionen ihrer Urheber den Weg hin zu Big Government, zum »starken Staat«, und sie stärkten angesichts der Marktmechanismen am Ende die Größeren und die besser Organisierten.
Anmerkungen

Kurz vorm "KomplettPlagiat".<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

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