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Quelle:Mm/Schröder 1982

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Hans-Christoph Schröder
Titel    Die amerikanische Revolution: eine Einführung.
Ort    München
Verlag    Beck
Jahr    1982
Reihe    Becksche Elementarbücher
ISBN    3-406-08603-9

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    74


Fragmente der Quelle:
[1.] Mm/Fragment 135 18-28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:44:47 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 18-28
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 9, Zeilen: 2-12
Das epochenübergreifende Moment der Amerikanischen Revolution lag zunächst einmal darin, daß sie die erste moderne Revolution war und in entscheidenden Fragen den Beginn der politisch-modernen Welt markierte. Durch sie wurden das Prinzip der Volkssouveränität, das Recht auf politische (Wahl-)Beteiligung, die Ordnung des politischen Lebens aufgrund geschriebener Verfassungen, die Grund- und Menschenrechte, die Gleichheits- und Glücksansprüche des Menschen proklamiert - sie symbolisierten ihre Modernität. Zwar sind viele dieser Gedanken auch schon während der Englischen Revolution um die Mitte des 17. Jahrhunderts artikuliert worden, doch hatten sie nicht die „offizielle" Revolutionsdoktrin gebildet, sondern waren nur die Ideen einer Minderheit, die sich nicht durchzusetzen vermochte. Die Epochenbedeutung der Amerikanischen Revolution liegt vor allem darin, daß sie die erste moderne Revolution darstellt und in entscheidenden Punkten den Beginn der modernen Welt markiert. Das Prinzip der Volkssouveränität, das Recht auf politische Beteiligung, die Ordnung des politischen Lebens durch geschriebene Verfassungen, die Grund- und Menschenrechte, die Gleichheits- und Glücksansprüche des Menschen wurden von ihr proklamiert - sie signalisieren ihre Modernität.

Viele dieser Ideen sind auch schon während der Englischen Revolution um die Mitte des 17. Jahrhunderts artikuliert worden. Sie bildeten aber nicht die ,offizielle' Revolutionsdoktrin, sondern waren nur die Gedanken einer Minderheit, die sich nicht durchzusetzen vermochten.

Anmerkungen

Wieder ein Buch, aus dem von Anfang an übernommen wird: Die hier dokumentierte Passage ist der erste Abschnitt der Einleitung von Schröder (1982).

Sichter

[2.] Mm/Fragment 135 28-32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:44:49 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 28-32
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 9, Zeilen: 22-26
In der Amerikanischen Revolution wurden aus den „rights of Englishmen" Menschenrechte; aus dem Anspruch der Gleichheit

der Amerikaner gegenüber den Engländern des Mutterlandes und unter dem Common Law kristallisierte sich in vager Form, aber doch mit einem hohen Grad von Universalität, die Idee der menschlichen Gleichheit heraus.

Aus den „rights of Englishmen" wurden Menschenrechte. Aus dem Anspruch der Gleichheit der Amerikaner gegenüber den Engländern des Mutterlandes und unter dem „Common Law" wurde in sehr vager Form, aber doch mit einem hohen Grad von Universalität, der Gedanke der menschlichen Gleichheit.[FN 1]

[FN 1: Vgl. dazu Willi Paul Adams, Das Gleichheitspostulat in der Amerikanischen Revolution, in: Historische Zeitschrift, Bd. 212, 1971, S. 59-99

Anmerkungen

Und weiter geht's fast wortwörtlich aus der Schröderschen Einleitung - natürlich wieder ohne Nennung der Quelle.

Sichter

[3.] Mm/Fragment 135 33-38 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:18:44 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 33-38
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 190, Zeilen: 9-14
Im historischen Verständnis der Amerikaner selber waren und sind die revolutionären Züge der Entstehungsgeschichte der Vereinigten Staaten nicht immer auch als solche definiert. Unmittelbar nach der Revolution trat ja zunächst der heroisch-militärische Aspekt in den Vordergrund, der Akzent und das Interesse der Historiker verlagerten sich auf den „War of Independence". Über George Washington vor allem entstand bald eine Flut hagiographischer Biographien. Im historischen Verständnis der Amerikaner selber sind die revolutionären Züge der Entstehungsgeschichte der Vereinigten Staaten schon bald nach den Ereignissen zurückgedrängt worden. Der heroisch-militärische Aspekt trat immer mehr in den Vordergrund, der Akzent und das Interesse verlagerten sich auf den „War of Independence". Über Washington gab es bald eine Flut hagiographischer Literatur,[...]
Anmerkungen

-

Sichter

[4.] Mm/Fragment 137 29-33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:45:13 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 29-33
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 86-87, Zeilen: S.86,40-42 - S.87,1-3
Bailyn definierte den Ausbruch der Revolution nicht als das Ergebnis sozialer Unzufriedenheit oder ökonomischer Unruhen und wachsenden Elends, sondern als eine Rebellion, die in einer im Kern prosperierenden Wirtschaft und Gesellschaft, in denen die effektive soziale Distanz der Menschen zueinander geringfügig war, stattfand, um die Unabhängigkeit von England zu erreichen. Bernard Bailyn urteilt hier sehr apodiktisch, wenn er schreibt: „Der Ausbruch der Revolution war nicht das Ergebnis sozialer Unzufriedenheit oder wirtschaftlicher Unruhen oder wachsenden Elends oder irgendwelcher geheimnisvoller sozialer Spannungen; die Rebellion erfolgte in einer im Kern prosperierenden Wirtschaft und in Gesellschaften, in denen die effekt ive soziale Distanz gering war und deren Mobilität, so geringfügig sie auch im Vergleich zur Gründungszeit zurückgegangen sein mochte, doch immerhin groß genug war, um die Unzufriedenheit der meisten Gruppen zu absorbieren."[FN 200]

[FN 200: Bernard Bailyn, The Central Themes of the American Revolution, An Interpretation, in: Stepben G. Kurtz u. James H.Hutson (Hrsg.), Essays on the American Revolution, New York 1973, S. 12.]

Anmerkungen

Könnte man als legitime Paraphrase von Aussagen Bailyns interpretieren, ist es aber nicht: Mm suggeriert in ihrem Text ein anderes Werk Bailyns als Quelle - der Verweis auf Schröder und den dort genannten korrekten Herkunftsort unterlässt sie.

Sichter

[5.] Mm/Fragment 139 12-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:28 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 12-14
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 195, Zeilen: 12-15
[...] und damit gleichzeitig auch Ausdruck des Willens, etwas revolutionär Neues, einen novus ordo saeculorum zu schaffen. Dies spiegelt gleichzeitig auch die Vorstellung von einer durch die eigene Revolution bewirkten tiefen Zäsur und eines Neubeginns der Weltgeschichte. Auch für das Bewußtsein der amerikanischen Kolonisten ist das Staatssiegel der Vereinigten Staaten mit den Worten „Novus ordo saeclorum" aufschlußreich. Es spiegelt die Vorstellung von einer durch die eigene Revolution bewirkten tiefen Zäsur und eines Neubeginns der Weltgeschichte wider.
Anmerkungen

-

Sichter

[6.] Mm/Fragment 139 14-19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:30 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 14-19
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 194-195, Zeilen: S.194,37-42 - S.195,1-2
Wenngleich die Meinungen darüber, wann die Revolution anfing und wann sie aufhörte, im einzelnen auseinandergingen, so empfanden die rebellierenden Amerikaner eindeutig ein Bewußtsein des Neuanfangs. Es herrschte in den Vereinigten Staaten ein „Pathos des Neubeginns", das quasi, wie Hannah Arendt es ausdrückte, erst dazu berechtigt, von einer Revolution zu sprechen.[FN 310]

[FN 310: Vgl. Hannah Arendt: Über die Revolution, Frankfurt/M. 1968, S. 41.]

Dabei ist zunächst festzuhalten, daß sie nach dem Selbstverständnis der Beteiligten durchaus eine Revolution darstellten, wenngleich die Meinungen darüber, wann sie anfing und wann sie aufhörte, im einzelnen auseinandergingen. Ebenso findet sich bei den rebellierenden Kolonisten nach dem entscheidenden Schritt der Lossage vom Mutterland das Bewußtsein des Neuanfangs. Es herrschte in Amerika das „Pathos des Neubeginns", das nach Hannah Arendt erst dazu berechtigt, von einer Revolution zu sprechen.[FN 504]

[FN 504: Arendt, S. 41.]

Anmerkungen

-

Sichter

[7.] Mm/Fragment 139 34-36.40 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:37 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, PlagProf:-), Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 34-36,40
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 199, Zeilen: 22-25
Die weltpolitische Bedeutung der Amerikanischen Revolution ergab sich aus der Tatsache heraus, daß sie als demokratische Verfassungsrevolution [...] zu begreifen ist. [...]; denn das umfassende Verständnis für den revolutionären Charakter der Ereignisse in Amerika und für ihre weltgeschichtliche Bedeutung ergibt sich erst dann, wenn man sie als Verfassungsrevolution begreift.
Anmerkungen

-

Sichter

[8.] Mm/Fragment 139 40-44 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:40 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 40-44
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 199, Zeilen: 27-31
Ohne grundlegende Veränderung der Eigentums- und Gesellschaftsordnung, ohne rigorosen Austausch der herrschenden Klasse und selbst unter Beibehaltung einiger schon bestehender Verfassungselemente symbolisierte die Amerikanische Revolution eine radikale Neubegründung von „government". [...] ohne grundlegende Veränderung der Eigentums- und Gesellschaftsordnung, ohne vollständigen Austausch der herrschenden Klasse und selbst unter Beibehaltung der meisten schon bestehenden Verfassungselemente eine radikale Neubegründung von „government" vorzunehmen.
Anmerkungen

-

Sichter

[9.] Mm/Fragment 139 45-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:42 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 45-47
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 199-200, Zeilen: S.199,35-36 und S.200,3-5
Zum ersten Mal in der modernen Geschichte wurde die Volkssouveränität zum Fundament staatlicher Ordnung gemacht. Die Amerikanische Revolution erhob die Idee, daß die öffentliche Gewalt von denen ausgehen müsse, über die sie aus[geübt wird, zum konstitutiven Prinzip. [...][FN 312]]

[FN 312: Siehe hier: H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 198-200;[...]]

[...] zum ersten Mal die Volkssouveränität zum Fundament staatlicher Ordnung gemacht. [...]

Die Amerikanische Revolution erhob den Gedanken, „daß die öffentliche Gewalt von denen ausgehen muß, über die sie ausgeübt wird",[FN 517] zum konstitutiven Prinzip.

[FN 517: Palmer, Age of Democratic Revolution, Bd. I, S. 185.]

Anmerkungen

-

Sichter

[10.] Mm/Fragment 140 01-04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:44 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 1-4
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 200, Zeilen: 3-5, 7-11
[Die Amerikanische Revolution erhob die Idee, daß die öffentliche Gewalt von denen ausgehen müsse, über die sie aus]geübt wird, zum konstitutiven Prinzip. Das revolutionäre Moment lag aber nicht allein in der Proklamierung und Begründung, sondern, wie besonders Robert Palmer betont hat, in der praktischen und realistischen Verwirklichung der Idee der Volkssouveränität.[FN 312]

[FN 312: Siehe hier: H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 198-200; H. Dippel, op. cit., S. 115 f.; Fundamental Testaments of the American Revolution, Library of Congress Symposia on the American Revolution, Washington, D.C., 1973; R. R. Palmer: The Age of Democratic Revolution, Princeton, N.J., 1959, Bd. 1, Bd. 2: 1964, hier: Bd. 1, S. 185; Pauline Maier: The Beginnings of American Republicanism, in: The Development of a Revolutionary Mentality, Library of Congress Symposia on the American Revolution, Washington, D.C., 1972.]

Die Amerikanische Revolution erhob den Gedanken, „daß die öffentliche Gewalt von denen ausgehen muß, über die sie ausgeübt wird",[FN 517] zum konstitutiven Prinzip. [...] Das Revolutionäre lag aber nicht allein in der Proklamierung und Begründung, sondern, wie besonders Palmer betont hat, in der praktischen Verwirklichung des Prinzips der Volkssouveränität.

[FN 517: Palmer, Age of Democratic Revolution, Bd. I, S. 185.]

Anmerkungen

-

Sichter

[11.] Mm/Fragment 140 11-15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:46 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), KomplettPlagiat, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 11-15
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 200, Zeilen: 23-27
Die Revolution führte zu einer klaren Trennung von Gesetz und Verfassung, gesetzgebender und verfassungsgebender Versammlung. Mit der Bill of Rights verwirklichte sie die Idee unveräußerlicher Grundrechte, die auch dem Zugriff des demokratischen Gesetzgebers entzogen waren. Die Revolution führte zu einer klaren Trennung von Gesetz und Verfassung, gesetzgebender und verfassungsgebender Versammlung. Mit der Bill of Rights verwirklichte sie die Idee unveräußerlicher Grundrechte, die auch dem Zugriff des demokratischen Gesetzgebers entzogen waren.
Anmerkungen

Kein Nachweis der Quelle in der Nähe des Zitats.

Sichter

[12.] Mm/Fragment 140 30-40 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:50 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 30-40
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 200, Zeilen: 27-36
Auch mit dem Gedanken der Machbarkeit von Verfassungen und ihrer Revidierbarkeit im Lichte von Erfahrungen oder Veränderungen dokumentierte die Amerikanische Revolution zum einen ein modernes Staats- und Weltverständnis und stellte sich zum anderen in direkten Gegensatz zu den englischen Verfassungsvorstellungen, wo gerade von radikaler Seite die Idee einer unveränderlichen Verfassungsordnung vehement vertreten wurde. Durch die Revisionsklauseln in den meisten Verfassungen war sogar eine Art von einkalkuliertem Wandel und Fortschritt festgeschrieben, der sich z.B. bei Jefferson und Paine aus der klugen Voraussicht herleitete, daß jede Generation über sich selber neu zu entscheiden habe und nicht mit den Problemen vorangegangener Generationen belastet werden dürfe.[FN 316]

[FN 316: Siehe hierzu: H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 200-201; H.-Ch. Schröder: Die amerikanische und die englische Revolution in vergleichender Perspektive, in: H.-U. Wehler (Hrsg.): 200 Jahre amerikanische Revolution und moderne Revolutionsforschung, a.a.O., S. 9-37.]

Mit dem Gedanken der Machbarkeit von Verfassungen und ihrer Revidierbarkeit im Lichte von Erfahrungen oder aufgrund eingetretener Veränderungen offenbarte sie ein modernes Weltverständnis und stellte sie sich in direkten Gegensatz zu den englischen Verfassungsvorstellungen, wo gerade von radikaler Seite der Gedanke einer unveränderlichen Verfassungsordnung vertreten wurde. Mit den Revisionsklauseln in den meisten Verfassungen gab es eine Art von eingebautem Wandel', der sich etwa bei Jefferson und Paine auch aus der Vorstellung herleitete, daß jede Generation über sich selber neu zu entscheiden habe und nicht mit dem Ballast vorangegangener Generationen belastet werden dürfe.
Anmerkungen

-

Sichter

[13.] Mm/Fragment 140 41-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:52 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 41-47
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 201, Zeilen: 15-24
Gewiß ist die Amerikanische Revolution in erster Linie eine Verfassungsrevolution: Sie läßt sich nicht nur negativ aufgrund des Fehlens tiefgreifender sozialökonomischer Konflikte und Veränderungen als solche definieren, sondern auch positiv in dieser Weise bestimmen, weil einerseits der Konflikt mit dem Mutterland ein Verfassungskonflikt war und eine koloniale Verfassungsordnung gewaltsam beseitigt wurde, und weil andererseits der Bruch mit dem Überkommenen und die innovative Begründung des Republikanismus in einem schöpferischen [„constitution-making"-Prozeß lag.] Die Amerikanische Revolution, lautet die hier in Anknüpfung an einen von Perez Zagorin geprägten Begriff und in enger Anlehnung an die von Robert Palmer vertretene These, war in erster Linie eine Verfassungsrevolution. Sie läßt sich nicht nur negativ wegen des Fehlens tiefgreifender sozialökonomischer Konflikte und Veränderungen als solche bestimmen, sondern auch positiv in dieser Weise definieren, weil einerseits der Konflikt mit England ein Verfassungskonflikt war und eine alte Verfassungsordnung gewaltsam beseitigt wurde und weil andererseits der Bruch mit dem Überkommenen und die schöpferische Leistung vor allem auf dem Gebiet des „Constitution making" lagen.
Anmerkungen

-

Sichter

[14.] Mm/Fragment 141 01-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:54 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 1-14
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 201, Zeilen: 24-39
Für die amerikanischen Revolutionäre selber gründete sich das Bewußtsein des historischen Neuanfangs und ihrer eigenen weltgeschichtlichen Rolle auf den Akt der progressiven Verfassungsgebung.[FN 317] Die Amerikaner waren, wie John Jay es ausdrückte, das erste Volk, das der Himmel mit der Gelegenheit begünstigt hatte, die Regierungsformen zu erörtern und zu wählen, unter denen es leben wollte. Alle anderen Verfassungen hätten ihre Existenz der Gewalt oder dem Zufall verdankt.[FN 318] James Wilson feierte die amerikanische Unionsverfassung in den Worten, daß Regierungsformen im allgemeinen das Ergebnis von Gewalt, Täuschung und Zufall gewesen seien. In den mehr als sechstausend Jahren seit der Menschheitsschöpfung würden die Vereinigten Staaten der Welt das erste Beispiel einer Nation bieten, die sich, ohne von einem äußeren Feind angegriffen und ohne von Aufständen im Inneren erschüttert worden zu sein, zu demjenigen Regierungssystem entschieden hätte, unter dem sie und ihre Nachfahren friedlich leben sollten.[FN 319]

[FN 317: Zu dieser These bes. Bernard Bailyn: The Ideological Origins of the American Revolution, a.a.O., passim. Ferner Edward Handler: America and Europe in the Political Thought of John Adams, Cambridge, Mass., 1964.]

[FN 318: John Jay in: H. S. Commager: The Empire of Reason: How Europe Imagined and America Realized the Enlightenment, London 1978, S. 182.]

[FN 319: James Wilson in: H. S. Commager, op. cit., S. 189.]

Auch bei den amerikanischen Revolutionären selber gründete sich das Bewußtsein des geschichtlichen Neuanfangs und ihrer eigenen welthistorischen Rolle vornehmlich auf den intentionalen Akt deliberierender und die Erfahrungen der Menschheitsgeschichte berücksichtigender Verfassungsgebung. „Die Amerikaner", erklärte John Jay, „sind das erste Volk, das der Himmel mit der Gelegenheit begünstigt hat, die Regierungsformen zu erörtern und zu wählen, unter denen es leben will. Alle anderen Verfassungen verdanken ihre Existenz der Gewalt oder dem Zufall."[FN 521] James Wilson feierte die amerikanische Unionsverfassung mit den Worten: „Regierungsformen (,governments') sind im allgemeinen das Ergebnis von Gewalt, Täuschung und Zufall gewesen. In den mehr als 6000 Jahren seit der Schöpfung bieten die Vereinigten Staaten der Welt das erste Beispiel ... einer Nation, die sich, ohne von einem äußeren Feind angegriffen zu sein, ohne von Aufständen im Innern erschüttert zu werden, ruhig über das Regierungssystem entscheidet, unter dem sie und ihre Nachfahren leben sollen."[FN 522]

[FN 521: Zitiert bei Gommager, S. 182.]

[FN 522: Ebd., S. 189.]

Anmerkungen

-

Sichter

[15.] Mm/Fragment 141 15-20.22-25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:19:57 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 15-20, 22-25
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 195, Zeilen: 19-21, 24-28, 35-38
Die Frage nach der revolutionären Qualität erhält darüber hinaus dadurch eine positive Antwort, daß die Amerikaner in hohem Maße von dem Beispielhaften ihres Tuns überzeugt waren. Das alte puritanische Sendungsbewußtsein, die missionarische Idee, eine „Stadt auf dem Hügel" zu sein, wurde von den Amerikanern der Revolutionszeit mit der Betonung des einzigartigen Vorgangs der amerikanischen antikolonialen Revolte wiederaufgenommen.[FN 320] „Dabei bot sich die Möglichkeit der Anknüpfung an einen religiösen Chiliasmus und seiner Umdeutung ins Politische".[FN 321] Die puritanische Ideologie von Amerika als dem Zentrum des Heilsgeschehens und dem auserwählten Instrument Gottes erwachte während der Revolution in säkularisierter Form vielfach wieder und trug dazu bei, ihr eine universalistische Dimension zu verleihen.

[FN 320: Vgl. Nathan O. Hatch: The Sacred Cause of Liberty: Republican Thought and the Millenium in Revolutionary New England, New Haven, Conn., 1977, S. 44 f.]

[FN 321: H.-Ch. Schröder, op. cit.,S. 195.]

Die Frage nach der revolutionären Qualität erhält ferner eine positive Antwort dadurch, daß die Amerikaner in hohem Maße von dem Bahnbrechenden und Beispielhaften ihres Tuns überzeugt waren. [...] Der alte puritanische Gedanke einer die Welt erleuchtenden ,Demonstrationsgründung' in Amerika, einer „Stadt auf dem Hügel", des „neuen Zions" wurde von den Amerikanern der Revolutionszeit mit der Betonung des einzigartigen und beispielhaften Vorgangs der amerikanischen Umwälzung wieder aufgenommen. Dabei bot sich die Möglichkeit der Anknüpfung an einen religiösen Chiliasmus und seiner Umdeutung ins Politische. In einer Studie über die Geistlichen in Neuengland während der Amerikanischen Revolution hat Nathan O. Hatch gezeigt, daß sie einen politisierten Chiliasmus predigten,[...][FN 507] Die alte puritanische Vorstellung von Amerika als dem Zentrum des Heilsgeschehens und dem auserwählten Werkzeug Gottes fand sich während der Revolution in säkularisierter Form vielfach wieder und trug dazu bei, ihr eine universalistische Dimension zu geben.

[FN 507: Hatch, S. 44.]

Anmerkungen

Ein mustergültiges Bauernopfer: Mm zitiert tatsächlich einmal korrekt einen Satz aus einer Quelle, übernimmt dann aber gleich noch ein paar Sätze ohne Nachweis.<br/> Der Quellenhinweis aus einer Fußnote des Originals wird ebenfalls übernommen, auch wenn Mm den Satz, auf den er sich bezieht, nicht mehr aufgreift. Kurzerhand bringt sie ihn an anderer Stelle an, sodass der Bezug jetzt falsch wird.

Sichter

[16.] Mm/Fragment 142 14-18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:08 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 14-18
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 192, Zeilen: 1-5
Bezüglich des Sklavereiproblems war in ideologischer Hinsicht die Wirkung der Amerikanischen Revolution ambivalent. Einerseits verwiesen das Gleichheits- und das Freiheitspostulat auf die Aufhebung der Sklaverei, andererseits wurde sie durch die starke Betonung der „property rights" geschützt.[FN 325]

[FN 325: Vgl. D. B. Davis: The Problem of Slavery in the Age of Revolution, 1770-1823, Ithaca, N.Y., 1975, S. 161f.; R. B. Morris: The American Revolution Reconsidered, New York 1968, S. 72; J. R. Pole: The Pursuit of Equality in American History, Berkeley, Calif., 1978.]

[FN 491] [...] In ideologischer Hinsicht war die Wirkung der Amerikanischen Revolution in bezug auf das Sklavereiproblem ambivalent. Verwiesen das Gleichheits- und das Freiheitspostulat auf die Beseitigung der Sklaverei, wurde sie andererseits durch die nicht minder starke Betonung von „property rights" geschützt.[...][FN 492]

[FN 491: David Brion Davis, The Problem of Slavery in the Age of Revolution 1770—1823, Ithaca 1975, S. 161f.]

[FN 492: Morris, S. 72 ; Smith, S. 283f.]

Anmerkungen

-

Sichter

[17.] Mm/Fragment 142 18-29 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:13 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 18-29
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 192-193, Zeilen: S.192,40-42 - S.193,1.3-4.6-11.17-18.19-22
Dennoch lassen sich in den 1770er und 1780er Jahren Veränderungen und Anstöße feststellen, die für die revolutionäre Qualität der Vorgänge in Amerika sprechen. Bis zum Jahre 1804 hatten alle Nordstaaten Emanzipationsgesetze verabschiedet, und selbst im Süden vollzog sich trotz Beibehaltung der Sklaverei unter dem Einfluß des revolutionären Ideenguts eine gewisse Veränderung in der Einstellung der weißen Bevölkerung zur Sklavenfrage, wenngleich diese freilich endgültig erst durch den Bürgerkrieg gelöst werden sollte. Die Freilassung von Sklaven, die im 18. Jahrhundert sehr schwierig war, wurde zunehmend aufgrund gesetzlicher Entschließungen erleichtert. Tatsächlich kann man es vor allem als Auswirkung der Amerikanischen Revolution betrachten, daß die Zahl der freien Schwarzen in den Jahren zwischen 1790 und 1810 rascher zunahm als die der Sklaven.[FN 326]

[FN 326: Vgl. Benjamin Quarles: The Negro in the American Revolution, Chapel Hill, N.C., 1961, S. 107f., 110, 199; Gerald W. Mullin: Flight and Rebellion: Slave Resistance in Eighteenth-Century Virginia, New York 1972, S. 24f., 128f., 136; D. B. Davis, op. cit., S. 60.]

[...] lassen sich jedoch in den 1770er und 1780er Jahren Veränderungen und Anstöße ausmachen, die für die revolutionäre Qualität der Vorgänge in Amerika sprechen.[...] Bis zum Jahre 1804 hatten sämtliche Staaten des Nordens Emanzipationsgesetze verabschiedet [...]. Selbst im Süden der Vereinigten Staaten vollzog sich trotz Beibehaltung der Sklaverei unter dem Einfluß der revolutionären Ideen eine vorübergehende Veränderung in der Einstellung der weißen Bevölkerung zur Sklavenfrage. Durch gesetzliche Bestimmungen wurde die Freilassung von Sklaven, die im 18. Jahrhundert immer schwieriger gemacht worden war, erleichtert.[...][FN 496][...] Die Zahl der Freilassungen nahm sprunghaft zu,[...]. Man kann es vor allem als Auswirkung der Amerikanischen Revolution betrachten, daß die Zahl der freien Neger in den Jahren zwischen 1790 und 1810 rascher wuchs als die der Sklaven.[FN 498] [...] [FN 499]

[FN 496: Gerald W. Mullin, Flight and Rebellion, Slave Resistance in Eighteenth-Century Virginia, New York 1972, S. 24f.]

[FN 498: Davis, The Problem of Slavery in the Age of Revolution, S. 60.]

[FN 499: Benjamin Quarles, The Negro in the American Revolution, Chapel Hill 1961, S. 107f., 110, 199.]

Anmerkungen

"Schnipseltechnik (Fußnoten inklusive)" - Der übernommene Verweis aus Fußnote 499 von Schröder auf Quarles (inkl. Seitenangaben) macht offensichtlich keinen Sinn mehr, da die zugehörige Textinformation zu Afroamerikanern ("Negern") im Bürgerkrieg nicht übernommen wurde. Mm behandelt letztgenannten Sachverhalt überhaupt nicht. Warum sie trotzdem den entsprechenden Verweis bringt, bleibt ihr Geheimnis.

Sichter

[18.] Mm/Fragment 142 29-33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:15 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 29-33
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 194, Zeilen: 8-12
Sowohl die Unabhängigkeitserklärung wie die Bill of Rights trugen dazu bei, daß die schwarze Bevölkerung Amerikas die Freiheit als ein ihr zustehendes Recht betrachtete und sie nicht allein individuell zu erlangen suchte. Die Naturrechtsphilosophie der Revolution hatte auch hier ihre Wirkung getan. Die Vorgänge der 1770er und 1780er Jahre, vor allem die Unabhängigkeitserklärung, haben dazu beigetragen, daß die Negersklaven die Freiheit als ein ihnen zustehendes Recht betrachteten und sie nicht mehr bloß individuell zu erlangen suchten. Sie wurden „von der Naturrechtsphilosophie der Revolution tief bewegt";[...]
Anmerkungen

-

Sichter

[19.] Mm/Fragment 142 36-40 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:17 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 36-40
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 167, Zeilen: 25-29
Die Besonderheiten der Amerikanischen Revolution lagen gerade in ihrem untypischen, abweichenden Verlauf: keine Zielverfehlung und Deformation, keine starken Pendelausschläge zur einen oder anderen Richtung, keine Terrorherrschaft, kein Umschlag in eine Diktatur und keine Restauration. Der untypische, abweichende Verlauf der Amerikanischen Revolution läßt sich in dem einen Satz zusammenfassen, daß sie keine Zielverfehlung und Deformation, keine starken Pendelausschläge zur einen oder anderen Richtung, keine Terrorherrschaft, keinen Umschlag in die Diktatur und keine Restauration erlebte.
Anmerkungen

Schade eigentlich, dass das Ergebnis der Bemühungen Schroeders, das Untypische der Amerikanischen Revolution "in einem Satz" zusammenfassen, von Mm zwar einszueins wiedergegeben aber wieder nicht als Zitat gekennzeichnet wird.

Sichter

[20.] Mm/Fragment 142 42-44 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:19 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 42-44
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 168, Zeilen: 1-7
Eindeutig stand im Mittelpunkt der Amerikanischen Revolution die Freiheit, ebenso wie die Verfassungsgebung als Konstituierung derselben galt.[FN 327]

[FN 327: Vgl. H. Arendt: Über die Revolution, a.a.O., S. 206.]

Die Freiheit steht im Zentrum der Amerikanischen Revolution in allen ihren Aspekten und Phasen, [...] Ein Indiz dafür ist auch die Tatsache, daß die Verfassungsgebung als Konstituierung der Freiheit in einzigartiger Weise im Mittelpunkt stand[EN 423] [...]

[EN 423 (S. 226): Arendt, S.&nbsp;206. (= Arendt, Hannah, Über die Revolution, Frankfurt 1968)]

Anmerkungen

-

Sichter

[21.] Mm/Fragment 142 44-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:21 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 44-47
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 168-169, Zeilen: S.168,39-42 - S.169,1-2
Diese Ausrichtung auf das freiheitliche Element war insofern möglich, weil in den USA die Probleme der wirtschaftlichen Not geringer, die Verheißungen bescheidener und die zur Revolution drängenden sozio-ökonomischen Triebkräfte sehr viel schwächer als in anderen Revolutionen waren. Diese Konzentration auf das freiheitliche Element war nur möglich, weil in Amerika - und diese Bedingungen hängen eng miteinander zusammen - das Problem der durch die Revolutionsregierungen zu bewältigenden wirtschaftlichen Not geringer, das Verheißungsspektrum auch weniger breit war und die zur Revolution hindrängenden sozio-ökonomischen Triebkräfte sehr viel schwächer waren als in anderen Revolutionen.
Anmerkungen

-

Sichter

[22.] Mm/Fragment 143 01-06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:23 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 1-6
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 169, Zeilen: 6-14
Gleichzeitig wies die Amerikanische Revolution in geringerem Maße den Doppelcharakter einer politischen wie sozialen Rebellion auf als andere Revolutionen in der Geschichte der Menschheit, und daher kann man sie als eine fast rein politische Revolution bezeichnen. Es kam weder zu einer Spaltung des revolutionären Lagers wie in anderen Ländern, noch stellten die sie tragenden Kräfte eine Negativkoalition.[...][FN 328]

[FN 328: Vgl. H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 169 f. Siehe ferner hierzu die bereits im Jahre 1800 erschienene, komparatistische Studie zur Amerikanischen und Französischen Revolution des deutschen konservativen Publizisten Friedrich v. Gentz: The American and French Revolutions Compared, Chicago 1955 (dt.: Der Ursprung und die Grundsätze der Amerikanischen Revolution, verglichen mit dem Ursprünge und den Gegensätzen der Französischen, Berlin).]

Die Amerikanische Revolution weist in sehr viel geringerem Maße den Doppelcharakter einer politischen Revolution und einer sozialen Protestbewegung auf als andere Revolutionen der Geschichte. Man kann sie als eine fast rein politische Revolution bezeichnen. Damit hängt auch zusammen, daß die sie tragenden Kräfte weniger eine Negativkoalition darstellten, als wir dies sonst in der Regel finden, und einen stärkeren Zusammenhalt zeigten. Es kam in Amerika nicht zu jener, den Revolutionsverlauf unheilvoll beeinflussenden Spaltung des revolutionären Lagers wie in anderen Ländern,[...]
Anmerkungen

Der Beginn eines Abschnitts, in welchem Mm verschiedene Passagen der Seiten 169-171 von Schröder weitgehend im Originalwortlaut (ohne Kennzeichnung) zusammencollagiert. 17 Zeilen bis zu einer erläuternden Fußnote bzgl. der Quellenlage.

Sichter

[23.] Mm/Fragment 143 06-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:25 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 6-14
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 169, Zeilen: 22-32
Die Französische Revolution dagegen hat man im Einzelnen in eine Adelsrevolution, eine Revolution der Bourgeoisie, eine Revolution der Bauern und in eine von den Sansculotten getragene Volksrevolution gegliedert, zumal nicht nur die sozialen Träger unterschiedlich waren, sondern auch ihre Forderungen. Während die Revolution der Bourgeoisie sich auf die Freisetzung des Eigentums und die Liberalisierung der Wirtschaft konzentrierte, wandte sich umgekehrt die Pariser Volksbewegung gegen das ökonomische Laissez-faire-Prinzip und wollte die alte Regulierung der Wirtschaft in der Lebensmittelversorgung noch verstärkt sehen.[...][FN 328]

[FN 328: Vgl. H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 169 f. Siehe ferner hierzu die bereits im Jahre 1800 erschienene, komparatistische Studie zur Amerikanischen und Französischen Revolution des deutschen konservativen Publizisten Friedrich v. Gentz: The American and French Revolutions Compared, Chicago 1955 (dt.: Der Ursprung und die Grundsätze der Amerikanischen Revolution, verglichen mit dem Ursprünge und den Gegensätzen der Französischen, Berlin).]

Für die Französische Revolution hat man im einzelnen zwischen einer Adelsrevolution, einer Revolution der Bourgeoisie, einer Revolution der Bauern und einer von den Sansculotten getragenen „Volksrevolution" unterschieden. Diese sich ineinander schiebenden Revolutionen hatten nicht nur verschiedene soziale Träger, sondern auch höchst verschiedene, zum großen Teil sogar gegensätzliche Forderungen. So war die „Revolution der Bourgeoisie" auf die Freisetzung des Eigentums und die Liberalisierung der Wirtschaft gerichtet, während die Pariser Volksbewegung umgekehrt gegen das ökonomische Laisser-faire-Prinzip Stellung bezog und die traditionale Regulierung der Wirtschaft im Lebensmittelbereich verstärkt sehen wollte.
Anmerkungen

Die Fußnote erfolgt neun Zeilen nach der hier dokumentierten Passage. Wörtliche Übernahmen sind nicht als solche gekennzeichnet.

Sichter

[24.] Mm/Fragment 143 15-19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:27 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 15-19
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 170, Zeilen:
[...]; bestimmte Grundelemente der amerikanischen revolutionären Ideologie wie Machtmißtrauen, Diktaturfurcht, Korrumpierungsangst und Ablehnung stehender Heere trugen daher dazu bei, eine diktatorisch-militärische Entartung zu verhindern, wie sie zuerst die Englische, dann die Französische und später auch die Russische erfuhren.[...][FN 328]

[FN 328: Vgl. H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 169 f. Siehe ferner hierzu die bereits im Jahre 1800 erschienene, komparatistische Studie zur Amerikanischen und Französischen Revolution des deutschen konservativen Publizisten Friedrich v. Gentz: The American and French Revolutions Compared, Chicago 1955 (dt.: Der Ursprung und die Grundsätze der Amerikanischen Revolution, verglichen mit dem Ursprünge und den Gegensätzen der Französischen, Berlin).]

Bestimmte Grundelemente dieses Gedankenguts wie Machtmißtrauen, Diktaturfurcht, Korrumpierungsangst und Ablehnung stehender Heere haben, obwohl sie die Effizienz der Kriegsanstrengungen gegen England oft genug bis an den Rand des Scheiterns behindert und das Ausmünden der revolutionären Entwicklung in eine bundesstaatliche Neugründung erschwert haben, mit dazu beigetragen, eine diktatorisch-militaristische Entartung zu verhindern, wie sie die Englische,

die Französische und die Russische Revolution kennzeichnet.

Anmerkungen

Die bezugnehmende Fußnote ist jetzt noch drei Zeilen entfernt. Original wurde gekürzt, aber wieder erfolgt keine Kennzeichnung der wörtlich übernommenen Passagen.

Sichter

[25.] Mm/Fragment 143 19-22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:33 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 19-22
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 171, Zeilen: 29-32
Gerade der eminent antiautoritäre, machtmißtrauische Zug im Whig-Denken, der „spirit of apprehension" - ein Geist steter Wachsamkeit - verhinderte schließlich eine politische Deformation der Amerikanischen Revolution.[FN 328]

[FN 328: Vgl. H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 169 f. Siehe ferner hierzu die bereits im Jahre 1800 erschienene, komparatistische Studie zur Amerikanischen und Französischen Revolution des deutschen konservativen Publizisten Friedrich v. Gentz: The American and French Revolutions Compared, Chicago 1955 (dt.: Der Ursprung und die Grundsätze der Amerikanischen Revolution, verglichen mit dem Ursprünge und den Gegensätzen der Französischen, Berlin).]

Der eminent antiautoritäre, machtmißtrauische Zug im radikalen Whig-Denken, der die Amerikanische Revolution so stark prägte und zu ihrem Ausbruch entscheidend beigetragen hatte, hat auch dazu beigetragen, ihre Deformation zu verhindern.
Anmerkungen

Indeed: "eminent" - offensichtlich wurden Originalformulierungen verwandt. Mm entschied sich dafür, dies nicht explizit zu kennzeichnen.

Sichter

[26.] Mm/Fragment 143 22-25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:35 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 22-25
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 172, Zeilen: 3-7
Man mag glauben, daß Amerikas Revolutionäre John Dickinsons an Machiavelli angelehnte Formel von 1768: „Glücklich sind die Menschen und glücklich ist das Volk, die durch das Unglück anderer weise werden", zur Maxime erhoben hatten. [...] [FN 329]

[FN 329: Vgl. Paul Leicester Ford (ed.): The Writings of John Dickinson, Bd. I, Philadelphia 1895, S. 375; Franco Venturi: Utopia and Reform in the Enlightenment, Cambridge 1971.]

„Glücklich sind die Menschen und glücklich ist das Volk“, hatte John Dickinson 1768 in Anlehnung an eine letztlich auf Machiavelli zurückgehende Maxime der radikalen Whigs geschrieben, „die durch das Unglück anderer weise werden.“[EN 430]

[EN 430 (S. 226): Ford (Hrsg.), S.&nbsp;375 (= Ford, Paul Leicester (Hrsg.), The Writings of John Dickinson, Bd.&nbsp;I, Philadelphia 1895.)]

Anmerkungen

Damit stellt sich auch die Seite 143 dieser Dissertation als komplettes fremdprodukt heraus - keine einzige Zeile ist von der vermeintlichen Autorin.

Sichter

[27.] Mm/Fragment 143 25-32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:37 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 25-32
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 172, Zeilen: 16-23
Sicherlich waren sie geprägt von einem gemäßigten Vernunftdenken der Aufklärung, nicht von einem utopischen Glauben der unbegrenzten Vervollkommnungsfähigkeit des Menschengeschlechts - aufgrund ihres nüchternen historischen Denkens und Bewußtseins.[EN 329] So stellte Patrick Henry, der Revolutionsführer aus Virginia, 1775 fest:

„Ich kenne nur eine Lampe, von der sich meine Füße leiten lassen, und das ist die Lampe der Erfahrung. Ich kenne keine Art, die Zukunft zu beurteilen, als durch die Vergangenheit."[EN 330]

[EN 329 (S.333): Vgl. Paul Leicester Ford (ed.): The Writings of John Dickinson, Bd. I, Philadelphia 1895, S. 375; Franco Venturi: Utopia and Reform in the Enlightenment, Cambridge 1971.]

[EN 330 (S.333): Zit. nach: H. Trevor Colbourn: The Lamp of Experience: Whig History and the Intellectual Origins of the American Revolution, Chapel Hill, N.C., 1965.]

Das Vernunftdenken der amerikanischen Revolutionäre, die überwiegend der „gemäßigten Aufklärung“ zuzurechnen sind und die nicht an eine unbegrenzte Vervollkommnungsfähigkeit des Menschengeschlechts glaubten,[EN 432] wurde durch ein historisches Denken ergänzt und kontrolliert. Patrick Henry, der Revolutionsführer aus Virginia, stellte 1775 fest: „Ich kenne nur eine Lampe, von der sich meine Füße leiten lassen, und das ist die Lampe der Erfahrung. Ich kenne keine Art, die Zukunft zu beurteilen, als durch die Vergangenheit."[EN 433]

[EN 432 (S. 226): May, bes. S.&nbsp;163f., 223, 228. (= May, Henry F., The Enlightenment in America, Paperbackausg. Oxford 1978.)]

[EN 433 (S.226): Abgedr. bei Colburn, nichtpaginierte Seite nach dem Inhaltsverzeichnis. (=Colburn, H. Trevor, The Lamp of Experience, Whig History and the Intellectual Origins of the American Revolution, Chapel Hill 1965.)]

Anmerkungen

-

Sichter

[28.] Mm/Fragment 143 33-39 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:35 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 33-39
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 172, Zeilen: 26-36
Während in der Französischen Revolution ein Vernunftspathos vorherrschte, wie es sich auch in Abbé Sieyès’ Werken nachweisen läßt -

„Nie zuvor war es dringender, der Vernunft ihre ganze Macht zu verleihen und den Tatsachen die Macht zu entwinden, die sie zum Unglück der Menschheit an sich gerissen haben“[EN 331]–,

ging es den Amerikanern eher darum, die in der Geschichte erkennbaren negativen Tatsachen zu berücksichtigen und vernünftige Vorkehrungen gegen ihre Wiederholung zu treffen.[EN 332]

[EN 331 (S. 333): Emmanuel Joseph Sieyès: Politische Schriften 1788-1790, Darmstadt 1975, S. 35.]

[EN 332: Vgl. H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 172; Douglass Adair: Fame and the Founding Fathers, New York 1974.]

Es gab in der Amerikanischen Revolution, sieht man vielleicht einmal von dem eher untypischen Thomas Paine ab, nicht das Vernunftspathos der Französischen Revolution, zu deren Beginn bereits der Abbé Sieyes ausrief: „Nie zuvor war es dringender, der Vernunft ihre ganze Macht zu verleihen und den Tatsachen die Macht zu entwinden, die sie zum Unglück der Menschheit an sich gerissen haben.“[EN 435] Galt es für Sieyes, die Vernunft von den schlechten Tatsachen zu emanzipieren, so ging es für die Amerikaner eher darum, die in der Geschichte erkennbaren schlechten Tatsachen zu berücksichtigen und vernünftige Vorkehrungen gegen ihre Wiederholung zu treffen.

[EN 435 (S. 226): Emmanuel Joseph Sieyes, Politische Schriften 1788–1790, Darmstadt 1975, S.&nbsp;35.]

Anmerkungen

-

Sichter

[29.] Mm/Fragment 143 39-44 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:20:37 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 39-44
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 172-173, Zeilen: S.172,37-41 + S.173,2-5.13-15
Freilich war die Amerikanische Revolution durch die schon lange vorher bestehenden Einrichtungen der Selbstregierung und Selbstverwaltung, den de facto existierenden Republikanismus und die nichtständische Sozialordnung, durch die Tatsache eben, daß keine absolutistisch-autokratische Regierungsform unter dem alten Regime bestanden hatte, wie z.B. in Frankreich oder Rußland vor der Revolution, begünstigt. Eine wichtige Voraussetzung dafür, daß die Amerikanische Revolution trotz gewisser Umakzentuierungen und Verschiebungen auf dem freiheitlichen Gleis blieb, bildeten die schon lange bestehenden Einrichtungen der Selbstregierung und Selbstverwaltung wie überhaupt die politische Kultur in den Kolonien. [...] Der schon vorher in vieler Hinsicht de facto

bestehende Republikanismus und die nichtständische Sozialordnung boten einzigartige Anknüpfungspunkte und Kontinuitätsscharniere zwischen dem alten und dem neuen Regime. [...] Es bestand keine absolutistisch-autokratische Regierungsform unter dem alten Regime wie etwa in Frankreich oder Rußland vor der Revolution, [...]

Anmerkungen

-

Sichter

[30.] Mm/Fragment 144 01-04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 16:53:16 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 1-4
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 174, Zeilen: 19-22, 27-29
[Doch selbst von den amerikani]schen Radikalen wurde im Gegensatz zu den Sansculotten das Repräsentationsprinzip ganz überwiegend akzeptiert. Es fehlte in der Amerikanischen Revolution, was in der Geschichte einzigartig sein dürfte, jede gewaltsame Säuberung und Auflösung von Parlamenten. Besonders eindrucksvoll und zumal bei einem Vergleich mit den Sansculotten der Französischen Revolution ins Auge springend ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß selbst von den amerikanischen Radikalen das Repräsentationsprinzip ganz überwiegend akzeptiert worden ist. [...] Es fehlte in Amerika, was in der Revolutionsgeschichte einmalig sein dürfte, jede gewaltsame Säuberung und Auflösung von Parlamenten.
Anmerkungen

-

Sichter

[31.] Mm/Fragment 144 04-10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:45 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 4-10
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 175, Zeilen: 20-26
Anders als in Frankreich kam es in den USA niemals zu der utopischen Fiktion, daß das Volk selber unmittelbar zu herrschen habe.[EN 333] Über das Jahr 1793 in Frankreich schrieb der Historiker François Furet:

„Das Wahlrecht ist suspendiert, weil das Volk herrscht, das Recht zur Verteidigung, weil das Volk urteilt, die Pressefreiheit, weil das Volk schreibt, die Meinungsfreiheit, weil das Voll; spricht: eine einleuchtende Lehre, zu der die Proklamationen und terroristischen Gesetze nichts als ein langer Kommentar sind.“[EN 334]

[EN 333 (S. 333): Vgl. auch: H. S. Commager, op. cit., S. 382; H. Arendt, op. cit., S. 203. Bereits Alexis de Tocqueville hatte auf diese unterschiedlichen ideologischen Tatbestände hingewiesen in seinem Werk: Der Alte Staat und die Revolution, (Hrsg.: J. P. Mayer), Bremen o.J., S. 4, 21, 238 ff.]

[EN 334 (S. 333): F. Furet: 1789, Vom Ereignis zum Gegenstand der Geschichtswissenschaft, Frankfurt/M. 1980, S. 215.]

Anders als in Frankreich kam es in den Vereinigten Staaten niemals zu der Fiktion, daß das Volk selber unmittelbar herrsche. Über das Jahr 1793 in Frankreich äußert ein Historiker: „Das Wahlrecht ist suspendiert, weil das Volk herrscht, das Recht zur Verteidigung, weil das Volk urteilt, die Pressefreiheit, weil das Volk schreibt, die Meinungsfreiheit, weil das Volk spricht: eine einleuchtende Lehre, zu der die Proklamationen und terroristischen Gesetze nichts als ein langer Kommentar sind.“[EN 444]

[EN 436 (S. 226): Commager/Morris [= (mit Bilb. S. 231) Commager, Henry Steele, u. Morris, Richard B. (Hrsg.), The Spirit of ’Seventy-Six, The Story of the American Revolution as Told by Participants, New York 1975], S.&nbsp;382. ]

[S. 173:] Tocqueville hat als erster auf die Kontinuität aufmerksam gemacht, welche die Revolution überdauert und das vorrevolutionäre mit dem nachrevolutionären Regime verbindet.[EN 437]

[EN 437 (S. 226): Tocqueville [= (mit Bibl. S. 236) Tocqueville, Alexis de, Der Alte Statt und die Revolution, hrsg. von J. P. Mayer, Bremen o.J.], bes. S. 4, 21, 238ff. Vgl. auch Arendt, S. 203]

[EN 444 (S. 227): Ebd. [= (mit EN 443, EN 234) François Furet, 1789 – Vom Ereignis zum Gegenstand der Geschichtswissenschaft, Frankfurt 1980], S.&nbsp;215.]

Anmerkungen

Unklar ist hier die EN 333, mit der belegt werden soll, dass „es in den USA [im Gegensatz zu Frankreich] niemals zu der utopischen Fiktion [kam], daß das Volk selber unmittelbar zu herrschen habe.“ Auf exakt die gleichen Stellen in drei Texten verweist Schröder mit seinen Anmerkungen 436 und 437, jedoch in anderem Zusammenhang: Anmerkung 436 (Commager/Morris) belegt das Adams-Zitat "Könige hatten wir niemals unter uns, …" Anmerkung 437 (Tocqueville, Arendt) bezieht sich auf die "Kontinuität […,] welche die Revolution überdauert […]“

Sichter

[32.] Mm/Fragment 144 11-14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:47 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 11-14
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 176, Zeilen: 30-35
Für Robespierre besaß das Volk, wie er im Prozeß gegen Ludwig XVI. formulierte, absolute Allmacht („toute-puissance"). Die Vorstellung vom Volk als einem Kollektivwesen mit einheitlichem Willen konnte sich in den USA zu keiner Zeit durchsetzen. Für Robespierre besaß das Volk, wie er im Prozeß gegen Ludwig XVI. argumentierte, geradezu „Allmacht“ („toute-puissance“).[EN 449] Ein solcher Begriff ist in der Amerikanischen Revolution schlechthin undenkbar und spiegelt, ebenso wie die Vorstellung vom Volk als einem Kollektivwesen mit einheitlichem Willen, das wie eine Person handelt, absolutistisches Denken wider.

[EN 449 (S. 227): Œuvres de Maximilien Robespierre, hrsg. v. Armand Carrel, Paris 1840, Bd. III, S. 10.]

Anmerkungen

-

Sichter

[33.] Mm/Fragment 144 14-20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:49 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 14-20
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 175, Zeilen: 28-31, 33-36, 37-40
In Amerika war die Unterscheidung und die Distanz zwischen Regierenden und Regierten, Repräsentanten und Volk selbstverständlich, die Idee der Volkssouveränität wurde nicht wie in Frankreich als totale Populokratie (miß)verstanden. Volkssouveränität definierten selbst die amerikanischen Radikalen als die Autonomie des einzelnen und seiner unverletzlichen Rechtssphäre, die schließlich durch das Konzept des limited government und die Bill of Rights geschützt war. Es blieb daher immer die Unterscheidung und die Distanz zwischen Regierenden und Regierten, Repräsentanten und Volk - ein Freiraum der Kritik und selbst des Widerstands.

[...] Denn das Fehlen eines absolutistischen Regimes schlug sich auch darin positiv nieder, daß die Idee der Volkssouveränität selbst von den amerikanischen Radikalen nicht absolut verstanden wurde. [...] Sie war vielmehr verbunden mit der Vorstellung von der Autonomie des einzelnen und seiner unverletzlichen Rechtssphäre, die besonders die Radikalen durch „Bills of Rights“, durch Grundrechtskataloge, geschützt sehen wollten.[EN 446]

[EN 446 (S. 227): Schröder, Die Grundrechtsproblematik in der englischen und amerikanischen Revolution, bes. S. 89ff.]

Anmerkungen

-

Sichter

[34.] Mm/Fragment 144 20-22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 16:53:24 Kybot
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Graf Isolan
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Seite: 144, Zeilen: 20-22
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 176, Zeilen: 11-14
Für die Amerikaner hatte der Grundrechtskatalog vor allem den Sinn der konkreten, freiheitsverbürgenden Sicherung des einzelnen, während er für die Franzosen den Charakter eines Bekenntnisses annahm,[...] Für die Amerikaner hatten die Grundrechtskataloge primär den Sinn der konkreten, freiheitsverbürgenden Sicherung des einzelnen, während sie für die Franzosen eher den Charakter eines Bekenntnisses annahmen,
Anmerkungen

-

Sichter

[35.] Mm/Fragment 144 22-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:53 Kybot
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Seite: 144, Zeilen: 22-47
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 176-177, Zeilen: S.176,8-11.40-42 - S.177,1-2.13-16
[...], eines „nationalen Katechismus", wie Barnave die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte genannt hat. Und so schlug in Frankreich, trotz der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, nicht zuletzt auch aufgrund der Selbstbehauptungsprobleme der Revolution nach innen wie nach außen, das Prinzip einer unbegrenzten und dogmatischen Regierungsgewalt wieder durch.[FN 335] Gewiß wurden diese Unterschiede der revolutionären Vorgänge diesseits wie jenseits des Atlantiks auch von den Zeitgenossen gesehen. So erklärte Condorcet den unterschiedlichen Verlauf der Französischen gegenüber der Amerikanischen Revolution folgendermaßen:

„Sie war umfassender als die Amerikanische, daher verlief sie im Inneren weniger friedlich; denn die Amerikaner, zufrieden mit den aus England überkommenen bürgerlichen und Strafgesetzen, hatten kein mangelhaftes Steuersystem zu reformieren, wedereine feudale Tyrannei und erbliche Klassenunterschiede noch reiche oder mächtige privilegierte Körperschaften und ein System religiöser Unduldsamkeit zu beseitigen und konnten sich deshalb darauf beschränken, neue Gewalten einzuführen und sie an die Stelle derjenigen zu setzen, durch die bislang die britische Nation über sie regiert hatte. Diese Neuerungen betrafen in keiner ihrer Einzelheiten die Masse des Volkes; nichts änderte sich an den Beziehungen, die sich zwischen den Individuen bereits herausgebildet hatten. Aus dem entgegengesetzten Grunde mußte die Revolution in Frankreich die gesamte Einrichtung der Gesellschaft erfassen, alle sozialen Beziehungen verändern und noch die letzten politischen Zusammenhänge durchdringen, bis hin zu den Individuen, die friedlich von ihrem Besitz oder ihrem Gewerbe leben und an öffentlichen Bewegungen weder durch ihre Ansichten und Beschäftigungen noch durch ihr Streben nach Vermögen, Ehre oder Ruhm Anteil nehmen."[FN 336]

Sehr ähnlich hatte bereits 1790 auch Madame d'Houdetot in einem Brief an Jefferson argumentiert:

[FN 335: Vgl. hier: K. Stern, op. cit., S. 20-23; H.-Ch. Schröder: Die Grundrechtsproblematik in der englischen und amerikanischen Revolution. Zur „Libertät" des angelsächsischen Radikalismus, in: Günter Birtsch (Hrsg.): Grund- und Freiheitsrechte im Wandel von Gesellschaft und Geschichte, Göttingen 1981, S. 89 ff.]

[FN 336: Condorcet: Entwurf einer historischen Darstellung der Fortschritte des menschlichen Geistes, (Hrsg.: Wilhelm Alff), Frankfurt/M. 1976, S. 167.]

[...] niemand wäre auf den Gedanken gekommen, sie als „nationalen Katechismus“ zu bezeichnen, wie Barnave die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte genannt hat. [...] In Frankreich schlug, trotz der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte und gefördert durch die Selbstbehauptungsprobleme der Revolution nach innen und außen, die Norm einer prinzipiell unbegrenzten Regierungsgewalt wieder durch. [...]

Das ist bereits von einigen Zeitgenossen gesehen worden. So hat Condorcet den gegenüber der Amerikanischen unterschiedlichen Verlauf der Französischen Revolution auf ihre andersartigen Voraussetzungen zurückgeführt: „Sie war umfassender als die amerikanische, daher verlief sie im Innern weniger friedlich; denn die Amerikaner, zufrieden mit den aus England überkommenen bürgerlichen und Strafgesetzen, hatten kein mangelhaftes Steuersystem zu reformieren, weder eine feudale Tyrannei und erbliche Klassenunterschiede noch reiche oder mächtige privilegierte Körperschaften und ein System religiöser Unduldsamkeit zu beseitigen und konnten sich deshalb darauf beschränken, neue Gewalten einzuführen und sie an die Stelle derjenigen zu setzen, durch die bislang die britische Nation über sie regiert hatte. Diese Neuerungen betrafen in keiner ihrer Einzelheiten die Masse des Volkes; nichts änderte sich an den Beziehungen, die sich zwischen den Individuen bereits herausgebildet hatten. Aus dem entgegengesetzten Grunde mußte die Revolution in Frankreich die gesamte Einrichtung der Gesellschaft erfassen, alle sozialen Beziehungen verändern und noch die letzten politischen Zusammenhänge durchdringen, bis hin zu den Individuen, die friedlich von ihrem Besitz oder ihrem Gewerbe leben und an öffentlichen Bewegungen weder durch ihre Ansichten und Beschäftigungen noch durch ihr Streben nach Vermögen, Ehre oder Ruhm Anteil nehmen.“[EN 451] In einem Brief an Jefferson vom September 1790 hatte Madame d'Houdetot bereits sehr ähnlich geurteilt, als sie schrieb:

[EN 451 (S. 227): Condorcet, Entwurf einer historischen Darstellung des Fortschritts des menschlichen Geistes, hrsg. v. Wilhelm Alff, Frankfurt 1976, S. 167.]

Anmerkungen

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Sichter

[36.] Mm/Fragment 145 01-10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:55 Kybot
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Seite: 145, Zeilen: 1-10
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 177-178, Zeilen: S.177,34-42 - S.178,1.6-7.15-18
„Der charakteristische Unterschied zwischen Ihrer Revolution und der unseren liegt darin, daß Sie, weil Sie nichts zu zerstören hatten, nichts zu verletzen brauchten, und indem Sie für ein wenig zahlreiches, unverdorbenes und über ein großes Gebiet sich ausdehnendes Volk gearbeitet haben, haben Sie alle Unannehmlichkeiten einer in jeder Hinsicht entgegengesetzten Lage vermieden."[FN 337]

Nach Joel Barlow, einem amerikanischen Dichter, Revolutionär und Spekulanten, war schließlich die gemäßigte amerikanische „Ausnahmerevolution" und ihre Funktion als Konservator der geistig-moralischen Kontinuität möglich, weil die menschliche Natur durch die vorangegangene Herrschaft in wesentlich geringerem Maße deformiert worden war als anderswo.[FN 338]

[FN 337: Zitat in: Joyce Appleby: America as a Model for the Radical French Reformers of 1789, William and Mary Quarterly, 3. Ser., 28. Jg. (1971), S. 286.]

[FN 338: Vgl. Henry F. May: The Enlightenment in America, Oxford 1978, S. 240.]

„Der charakteristische Unterschied zwischen Ihrer Revolution und der unseren liegt darin, daß Sie, weil Sie nichts zu zerstören hatten, nichts zu verletzen brauchten, und indem Sie für ein wenig zahlreiches, unverdorbenes und über ein großes Gebiet sich ausdehnendes Volk gearbeitet haben, haben Sie alle Unannehmlichkeiten einer in jeder Hinsicht entgegengesetzten Lage vermieden.“[EN 452]

Schließlich sei in diesem Zusammenhang noch die Äußerung des amerikanischen Dichters, Revolutionärs und Spekulanten Joel Barlow angeführt, [...]. Für die Amerikaner sei dadurch eine geistig-moralische Kontinuität möglich gewesen. „Der politische Teil ihrer Revolution [...]“[EN 453] Nach Barlow war mithin die gemäßigte amerikanische Ausnahmerevolution möglich, weil die menschliche Natur durch die vorangegangene Herrschaft in geringerem Maße deformiert war als anderswo.

[EN 452 (S. 227): Zitiert bei Appleby [= Joyce Appleby: America as a Model for the Radical French Reformers of 1789. In: William and Mary Quarterly, 3. Ser., Jg. XXVIII, 1971, S. 267–286], S. 286.]

[EN 453: Zitiert bei May [= Henry F. May: The Enlightenment in America. Paperbackausg. Oxford 1978], S. 240. Über Barlow als [...] vgl. auch [...]]

Anmerkungen

Das eingangs der Seite von Mm aufgeführte Zitat von d'Houdetot setzt die Übernahme aus Schröder (1982) nahtlos fort. Danach folgt Mm weiter fleißig den Schröderschen Ausführungen (im Wortlaut)

Sichter

[37.] Mm/Fragment 145 11-17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:57 Kybot
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Seite: 145, Zeilen: 11-17
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 178, Zeilen: 32-37
Tatsächlich führten das Vorhandensein politischer Erfahrung (self-government) und die Kenntnis demokratischer Strukturen und ihrer Grenzen trotz Idealismus und Optimismus in Amerika zu einem fundamentalen, systemunabhängigen Mißtrauen gegenüber der Macht des Staates und verhinderten jene utopische und extrem moralisierende Überforderung der Politik und des Diskurses über die égalité in den „sociétés de pensées“, die in Frankreich als Konsequenz des alten Regimes mit zur Schreckensherrschaft Robespierres beigetragen hatte.[FN 339]

[FN 339: Vgl. hier auch: Franco Venturi: Utopia and Reform in the Enlightenment, Cambridge 1971; Morton White: The Philosophy of the American Revolution, New York 1978.]

Das Vorhandensein politischer Erfahrung und die Kenntnis demokratischer Strukturen führten trotz einer vorübergehenden optimistischeren Phase zu einem fundamentalen, systemunabhängigen Machtmißtrauen und verhinderten jene utopische Überforderung der Politik, die in Frankreich als Konsequenz des alten Regimes mit zur Herrschaft der „Terreur“ beigetragen hat.[EN 455]

[EN 455 (S. 227): Vgl. dazu auch bereits die Bemerkungen über die in Frankreich übliche Art „abstrakter literarischer Politik“ als Folge des gänzlichen Mangels an politischer Freiheit unter dem Ancien Régime bei Tocqueville [= Alexis de Tocqueville: Der Alte Staat und die Revolution, hrsg. von J. P. Mayer. Bremen o.J.] S. 174ff.]

Anmerkungen

Die Begriffe „societés de pensés“ und „self-government“ finden sich bei Schröder zwei Sätze zuvor (Z. 24, 26)

Sichter

[38.] Mm/Fragment 145 17-24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:46:59 Kybot
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Seite: 145, Zeilen: 17-24
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 178f., Zeilen:
Auch jener durch Misere entstehende menschliche Wille zur Bestrafung (volonté punitive), den der Historiker Georges Lefèbvre als Merkmal der Französischen Revolution hervorhob, jener ressentimentgeladene, das Freiheitsverlangen überschattende Egalitarismus, fehlte in Amerika. In den USA gab es kein vergleichbares, durch Abhängigkeit und Demütigung erzeugtes soziales Reservoir der Rache, wie es in Frankreich vor allem die Bediensteten des Adels, Kutscher, Köche und Diener, darstellten.[FN 340]

[FN 340: Vgl. Georges Lefèbvre: Etudes sur la Révolution Française, Paris 1963, S. 129.]

[S 178 Z 39][...] äußerte sich nicht zuletzt in der relativen Schwäche der „volonté punitive“, jenes Willens zur Bestrafung, den der Historiker Georges Lefèbvre als Merkmal der Französischen Revolution hervorgehoben hat.[EN 456]

[S 179 Z 16]Es fehlte in Amerika jener rachsüchtige, das Freiheitsverlangen überschattende Egalitarismus,[EN 457] der die Französische Revolution auszeichnete und der sich wohl nur mit den provozierenden Standesunterschieden des Ancien Régime ganz erklären läßt. Es gab kein vergleichbares, durch Abhängigkeit und Demütigung erzeugtes soziales Reservoir der Rache, wie es in Frankreich vor allem die zahlreichen Bediensteten des Adels darstellten. Keine Bevölkerungsschicht, urteilt Richard Cobb, habe sich in der Französischen Revolution als so „im buchstäblichen Sinne egalitär“ gezeigt und sei in ihrer Rachsucht grausamer gewesen als die früheren Kutscher, Köche und Diener.[FN 458]

[EN 456: Georges Lefebvre, Études Sur la Révolution Française, Paris 1963, S. 129.]

[EN 457: ...]

[EN 458: ...]

Anmerkungen

-

Sichter

[39.] Mm/Fragment 145 28-37 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:47:01 Kybot
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 28-37
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 179, Zeilen: 26-38
Von Anfang an fanden in der Amerikanischen Revolution keine Glorifizierung der Gewalt und keine sozialen Exterminationsvorstellungen, kein „Delirium kollektiver Gewalttätigkeit" wie die Septembermorde und nicht die Vision einer „Orgie der primitiven Volksjustiz, des Gemetzels, der Rache und der Plünderung" statt, wie sie Babeuf als erste Phase der Machtergreifung des Volkes vor Augen gestanden hatte, und auch kein „heiliger Aufstand", wie bei den Sansculotten, die von der Guillotine begeistert als einer „Sichel der Gleichheit" sprachen. Unter den amerikanischen Radikalen existierte kein Marat, der überzeugt war, „die Lösung der meisten Probleme beginne mit dem Massaker einer möglichst großen Zahl persönlicher Gegner."[FN 341]

[FN 341: vgl. Albert Soboul: Französische Revolution und Volksbewegung: Die Sansculotten, Frankfurt/M. 1978, S. 131,281; F. Furet/Denis Richet: Die Französische Revolution, Frankfurt/M. 1968, S. 224, 276, 323; R. B. Rose: Gracchus Babeuf: The First Revolutionary Communist, Stanford, Calif., 1978, S. 242.]

Wir finden in der Amerikanischen Revolution trotz des von Whigs und Tories grausam geführten Bandenkriegs im Süden keine Glorifizierung der Gewalt und keine sozialen Exterminationsvorstellungen, keinen Kult der „heiligen Pike“ oder des „heiligen Aufstands“ wie bei den Sansculotten, die von der Guillotine rühmend als einer „Sichel der Gleichheit“ sprachen.[EN 459] Es gab in Amerika kein „Delirium kollektiver Gewalttätigkeit“ wie die Septembermorde[EN 460] und nicht die Vision einer „Orgie der primitiven Volksjustiz, des Gemetzels, der Rache und der Plünderung“, wie sie der Verschwörung der Gleichen Babeufs als erste Phase der Machtergreifung des Volkes vor Augen stand.[FN 461] Unter den amerikanischen Radikalen befand sich kein Marat, der glaubte, „die Lösung der meisten Probleme beginne mit dem Massaker einer möglichst großen Zahl persönlicher Gegner“.[FN 462]

[EN 459 (S. 227): Albert Soboul, Französische Revolution und Volksbewegung:die Sansculotten, Frankfurt 1978, S. 131, 281; François Furet, Denis Richet, Die Französische Revolution, Frankfurt 1968, S. 276, 323]

[EN 460: Furet, Richet, S. 224.]

[EN 461: R. B. Rose, Gracchus Babeuf, The First Revolutionary Communist, Stanford, 1978, S. 242]

[EN 462: Norman Hampson, Danton, London 1978, S. 80.]

Anmerkungen

-

Sichter
Bitte beachten: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Anleitung_Fragmenterstellung

[40.] Mm/Fragment 145 37-42 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:47:03 Kybot
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Graf Isolan
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 37-42
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 180, Zeilen: 13-
Nach der zutreffenden Beobachtung Hannah Arendts spielte in den USA der rachsüchtige Egalitarismus keine Rolle; in der Amerikanischen Revolution konnte das „Recht auf Freiheit" aufgrund des Fehlens einer Privilegiengesellschaft im Mittelpunkt stehen im Gegensatz zur Französischen Revolution, wo das „Recht auf Existenz" oder das „Recht auf Brot" eine Schlüsselstellung einnahmen.[FN 342]

[FN 342: Vgl. H. Arendt, op. cit., S. 27, 86.]

Nach der zutreffenden Beobachtung von Hannah Arendt „hatte das für alle anderen Revolutionen vordringlichste und politisch unlösbare Problem der furchtbaren Massenarmut, an dem faktisch die französische Republik dann scheiterte und vielleicht scheitern mußte, in der Amerikanischen Revolution so gut wie keine Rolle gespielt". Die Not der Unterschichten „setzte die Revolution nicht unter Druck und trieb sie nicht ins Verderben".[FN 465] Das „Recht auf Freiheit" konnte in der Amerikanischen Revolution die dominierende Rolle spielen, weil im Unterschied zu Frankreich das „Recht auf Existenz" oder das „Recht auf Brot" es nicht aus seiner Schlüsselstellung verdrängten.

[FN 465: Arendt, S. 27, 86.]

Anmerkungen

Es bleibt jedem selbst überlassen, zu beurteilen, ob Mm Hannah Arendt hier richtig paraphrasiert. nichtsdestotrotz ist die Einbettung in der Wortwahl identisch, aber nicht als Zitat gekennzeichnet.

Sichter

[41.] Mm/Fragment 145 42-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:47:05 Kybot
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Seite: 145, Zeilen: 42-47
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 183, Zeilen: 11-12, 14-21, 24
Daß ein Mann wie Thomas Paine, der in Amerika dem äußersten linken Flügel zugeordnet war und wegen seines demokratischen Radikalismus von den amerikanischen Whigs überwiegend abgelehnt wurde, der in seinen 1791 veröffentlichten „Rights of Men" die Französische Revolution noch dafür gelobt hatte, daß sie unblutiger verlaufen sei als die Amerikanische, später selbst fast ein Opfer der „Terreur" geworden wäre aufgrund [seines artikulierten Abscheus gegen die Todesstrafe, spricht für den Extremismus und das ideologisch-doktrinäre Ausufern der Französischen Revolution.[FN 343]]

[FN 343: Zur Rolle T. Paines in der Französischen Revolution siehe: David Freeman Hawke: Paine, New York 1974.]

Ein Indiz dafür, wie gemäßigt die Amerikanische Revolution war [...], ist die Tatsache, daß Thomas Paine, der in Amerika auf dem äußersten ,linken' Flügel stand und wegen seines demokratischen Radikalismus von den führenden amerikanischen Whigs ganz überwiegend abgelehnt worden war, sich während der Französischen Revolution mit den Girondisten verband und fast ein Opfer der „Terreur" geworden wäre. Paine, der in seinen 1791 veröffentlichten „Rights of Men" die Französische Revolution noch dafür gelobt hatte, daß sie unblutiger verlaufen sei als die Amerikanische, war von einem tiefen Abscheu gegen jedes Blutvergießen erfüllt. Von mehreren französischen Wahlkreisen in den Konvent gewählt, nahm er bezeichnenderweise in der Debatte über das Schicksal Ludwigs XVI. im Januar 1793 gegen die Todesstrafe Stellung [...]
Anmerkungen

Somit erweist sich auch Seite 145 als vollständige Übernahme (hier aus Schröder (1982)).

Sichter

[42.] Mm/Fragment 146 01-02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:47:07 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

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Graf Isolan
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 1-2
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 183, Zeilen: 11-12, 14-21, 24
[Daß ein Mann wie Thomas Paine, der in Amerika dem äußersten linken Flügel zugeordnet war und wegen seines demokratischen Radikalismus von den amerikanischen Whigs überwiegend abgelehnt wurde, der in seinen 1791 veröffentlichten „Rights of Men" die Französische Revolution noch dafür gelobt hatte, daß sie unblutiger verlaufen sei als die Amerikanische, später selbst fast ein Opfer der „Terreur" geworden wäre aufgrund] seines artikulierten Abscheus gegen die Todesstrafe, spricht für den Extremismus und das ideologisch-doktrinäre Ausufern der Französischen Revolution.[FN 343]

[FN 343: Zur Rolle T. Paines in der Französischen Revolution siehe: David Freeman Hawke: Paine, New York 1974.]

Ein Indiz dafür, wie gemäßigt die Amerikanische Revolution war [...], ist die Tatsache, daß Thomas Paine, der in Amerika auf dem äußersten ,linken' Flügel stand und wegen seines demokratischen Radikalismus von den führenden amerikanischen Whigs ganz überwiegend abgelehnt worden war, sich während der Französischen Revolution mit den Girondisten verband und fast ein Opfer der „Terreur" geworden wäre. Paine, der in seinen 1791 veröffentlichten „Rights of Men" die Französische Revolution noch dafür gelobt hatte, daß sie unblutiger verlaufen sei als die Amerikanische, war von einem tiefen Abscheu gegen jedes Blutvergießen erfüllt. Von mehreren französischen Wahlkreisen in den Konvent gewählt, nahm er bezeichnenderweise in der Debatte über das Schicksal Ludwigs XVI. im Januar 1793 gegen die Todesstrafe Stellung [...]
Anmerkungen

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Sichter

[43.] Mm/Fragment 146 05-10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:47:09 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

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Verschleierung
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Graf Isolan
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Seite: 146, Zeilen: 5-10
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 184, Zeilen: 5-12
Erstens bestand im Gegensatz zu Frankreich in den USA eine personelle, man könnte sagen, eine ideologische Kontinuität: Fast zwei Drittel der Senatoren und die Hälfte der Mitglieder des Repräsentantenhauses im Ersten Kongreß unter der Unionsverfassung hatten auch schon im Kontinentalkongreß gesessen. Die Amerikanische Revolution hat „ihre Kinder nicht gefressen".[FN 344]

[FN 344: Vgl. J. James Henderson: Party Politics in the Continental Congress, New York 1974, S. 434.]

Der erstaunlich reibungs- und bruchlose Verlauf der Amerikanischen Revolution kommt in der personellen Kontinuität anschaulich zum Ausdruck. Fast zwei Drittel der Senatoren und die Hälfte der Mitglieder des Repräsentantenhauses im Ersten Kongreß unter der Unionsverfassung hatten schon irgendwann einmal im Kontinentalkongreß gesessen. Die Amerikanische Revolution, stellt ein Historiker zu Recht fest, hat „ihre Kinder nicht gefressen".[FN 476]

[FN 476: Henderson, S. 434.]

Anmerkungen

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Sichter

[44.] Mm/Fragment 146 10-17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:47:11 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, ZuSichten

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BauernOpfer
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Seite: 146, Zeilen: 10-17
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 184, Zeilen: 16-22, 28-30
Zweitens war das revolutionäre Regime in Amerika nach außen hin niemals so isoliert und diskreditiert wie später z.B. die Revolutionsregime Frankreichs oder Rußlands. Vielmehr war es England, das im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg militärisch und politisch isoliert wurde, während die USA von Frankreich wie Spanien von Anfang an finanzielle Hilfe erhielten. Besonders die französische Unterstützung hatte in Amerika eine wichtige Rolle gespielt und zur Verhinderung einer militärischen Krise, wie derjenigen, die den Umschwung der Französischen Revolution in die Terrorherrschaft erleichterte, beigetragen.[FN 345]

[FN 345: Vgl. H.-Ch. Schröder: Die Amerikanische Revolution, a.a.O., S. 184.]

Zum einen die Tatsache, daß das revolutionäre Regime in Amerika nach außen hin niemals so isoliert und diskreditiert dastand wie etwa später die Revolutionsregime in Frankreich oder Rußland. Vielmehr war es England, das im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg militärisch und außenpolitisch in die Isolierung gedrängt wurde, während die Vereinigten Staaten von

Frankreich und Spanien von Anfang an finanzielle Unterstützung erhielten und diese Länder dann bald in den Krieg eintraten. [...] Besonders die französische Hilfe spielte in Amerika eine große Rolle und hat dort jene äußerste militärische Krise verhindert, die in der Französischen Revolution später zur Terrorherrschaft beitrug.

Anmerkungen

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Sichter

[45.] Mm/Fragment 146 18-27 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:47:13 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
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Graf Isolan
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 18-27
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 184-185, Zeilen: S.184,34-36.40-42 - S.185,1-3.8-9.14-17
Drittens ging von dem Krieg gegen England eine homogenisierende Wirkung auf das revolutionäre Lager in Amerika aus. Benjamin Franklins berühmter Satz: „We must all hang together or we shall all hang separately" machte dies auf humorvolle Art deutlich. Die gemäßigten Revolutionäre konnten, auch wenn sie von vielen Erscheinungsformen der Revolution abgeschreckt wurden, nachdem die Bande zum Mutterland einmal zerschnitten waren, nicht mehr zurück. In Frankreich dagegen verließen z.B. die Offiziere nach dem gescheiterten Fluchtversuch des Königs 1791 das Land. Verrat, konterrevolutionäre Intrigen und extreme Radikalisierung, Charakteristika der Französischen Revolution, fehlten fast gänzlich in Amerika.[FN 346]

[FN 346: Vgl. Jacques Godechot: The Counter-Revolution, London 1972, S. 143; M. Kammen: A Season of Youth: The American Revolution and the Historical Imagination, New York 1978, S. 133 f.]

Der zweite hier noch zu nennende Faktor ist die von der Frontstellung und dem Krieg gegen England ausgehende homogenisierende Wirkung auf das revolutionäre Lager in Amerika. [...] Der Benjamin Franklin zugeschriebene Satz: „We must all hang together or we shall all hang separately", macht dies in zugespitzter Form deutlich. Die „Gemäßigten" konnten - obwohl von vielen Erscheinungen im revolutionären Amerika beunruhigt -, nachdem das Tischtuch zu England nun einmal zerschnitten war, keinen Rückhalt an den alten Gewalten suchen. [...] In Frankreich verließen die Offiziere nach dem gescheiterten Fluchtversuch des Königs im Jahre 1791 scharenweise das Land. [...] [FN 478] [...] [FN 479] [...] Das gegenseitige Sichemporschaukeln von Verrat, konterrevolutionärer Intrige und revolutionärem Radikalisierungsprozeß, das die Französische Revolution charakterisiert, fehlte in Amerika so gut wie völlig.

[FN 478: Jacques Godechot, The Counter-Revolution, London 1972, S. 143.]

[FN 479: Dazu sehr anschaulich Michael Kammen, Season of Youth, bes. S. 133f.]

Anmerkungen

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Sichter

[46.] Mm/Fragment 146 28-44 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:47:15 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
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Graf Isolan, Frangge
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 28-44
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 185-186, Zeilen: S.185,30-34.36-39 + S.186,3-12.13-20
Viertens schließlich dokumentierte sich die Andersartigkeit der Amerikanischen Revolution in einem sehr wichtigen Punkt: in der Einschätzung der menschlichen Natur. Zwar betrachteten auch die Amerikaner die Tugend als notwendige Voraussetzung einer republikanischen Staatsform, doch schlug diese Erkenntnis nicht um in eine rigorose Erzwingung der Tugend; dagegen führte die Tugendobsession der Franzosen dazu, virtus mit Gewalt durchzusetzen.[FN 347] In den USA wurde pragmatisch und realistisch einerseits das Tugenderfordernis auf eine elitäre Minderheit der geeigneten Wächter des öffentlichen Wohls reduziert und andererseits die Enttäuschung über das Fehlen an virtue produktiv in eine verfassungstheoretische Innovation umgesetzt. Anstelle des Strebens nach moralischer oder staatsbürgerlicher Perfektion trat das Streben nach institutioneller Perfektion. Die institutionellen Sicherungen bestanden vor allem in dem von John Adams in dem „Frame of Government" von Massachusetts eingebauten System der checks and balances sowie in der mit der Bundesverfassung erfolgten Beschränkung der unmittelbaren Durchsetzungskraft von Mehrheiten in den einzelnen Staaten und in dem Ausbalancieren von verschiedenen Interessengruppen.

[FN 347: Vgl. Richard Cobb: Reactions to the French Revolution, London 1972, S. 216.]

Die Andersartigkeit der Amerikanischen Revolution zeigt sich selbst noch in dem einen Punkt, wo sie die wohl stärkste Gemeinsamkeit mit der Französischen Revolution aufweist: dem Tugendproblem. Auch die amerikanischen Revolutionäre betrachteten ja die Tugend als notwendige Voraussetzung einer Republik. [...] Diese Erkenntnis schlug jedoch nicht um in den Entschluß zu einer Erzwingung der Tugend; die Tugendobsession führte nicht wie in Frankreich zu dem Versuch, „virtue" mit Terror durchzusetzen. [...] In Amerika setzte sich statt dessen eine andere Reaktion durch. Das Tugenderfordernis wurde einerseits im elitären Sinne reduziert, auf eine kleine Minderheit der „geeigneten Wächter des öffentlichen Wohls"[FN 481] bezogen und beschränkt, andererseits aber vor allem durch institutionelle Sicherungen ersetzt. Die Enttäuschung über den Mangel an „virtue" wurde in eine verfassungstheoretische Innovation produktiv umgesetzt. An die Stelle des Strebens nach moralischer oder staatsbürgerlicher Perfektion trat, wie bereits im Zusammenhang mit der Modernisierungsproblematik angedeutet, das Streben nach institutioneller Perfektion als Heilmittel. [...] Diese institutionellen Sicherungen bestanden in dem bereits in den späten einzelstaatlichen Verfassungen erkennbaren, vor allem von John Adams in den „Frame of Government" von Massachusetts eingebauten System der „checks and balances" sowie in der mit der Bundesverfassung erfolgten Beschränkung der unmittelbaren Durchsetzungskraft von Mehrheiten in den Einzelstaaten und dem Ausbalancieren von Interessengruppen durch räumliche Ausdehnung der Republik.

[FN 481: Hamilton, Jay, Madison, Federalist, S. 46.]

Anmerkungen

-

Sichter

[47.] Mm/Fragment 146 44-47 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:47:17 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

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Seite: 146, Zeilen: 44-47
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 186, Zeilen: 27-33
Der Entwurf neuer Verfassungsmechanismen und das Durchsetzen einer neuen Bundesverfassung als vernünftige Maßnahme gegen Selbstsucht und Selbstgerechtigkeit belegte gerade jene einzigartige Verbindung in der amerikanischen politischen Theorie der späten Revolutionszeit und der postrevolutionä[ren Phase: die Kopplung einer pessimistischen Einschätzung der menschlichen Natur nach antikem Muster mit einem optimistischen Glauben in institutionelle Einrichtungen.[...][FN 348]]

[FN 348: Vgl. Gordon S. Wood: The Creation of the American Republic, Chapel Hill, N.C., 1969, S. 428f.; Peter Gay: The Enlightenment, Bd. 2 (The Science of Freedom), New York 1969, S. 563.]

Das Entwerfen neuer Verfassungsmechanismen und das Durchsetzen einer neuen Bundesverfassung als Mittel gegen Selbstsucht, Unvernunft und Unstetigkeit belegt jene eigentümliche Verbindung in der amerikanischen politischen Theorie der späten Revolutionszeit und der nachrevolutionären Periode, auf die Peter Gay aufmerksam gemacht hat: die Kopplung einer pessimistischen Einschätzung der menschlichen Natur mit einem „optimistischen Vertrauen in institutionelle Vorrichtungen".[FN 483]

[FN 483: Peter Gay, The Enlightenment, Bd. II, The Science of Freedom, New York 1969, S. 563.]

Anmerkungen

-

Sichter

[48.] Mm/Fragment 147 01-06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:21:16 Kybot
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Graf Isolan
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 1-6
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 186-187, Zeilen: S.186,27-33.41-42 - S.187,1-2
[Der Entwurf neuer Verfassungsmechanismen und das Durchsetzen einer neuen Bundesverfassung als vernünftige Maßnahme gegen Selbstsucht und Selbstgerechtigkeit belegte gerade jene einzigartige Verbindung in der amerikanischen politischen Theorie der späten Revolutionszeit und der postrevolutionä]ren Phase: die Kopplung einer pessimistischen Einschätzung der menschlichen Natur nach antikem Muster mit einem optimistischen Glauben in institutionelle Einrichtungen. Die Erkenntnis über die nicht vorhandene Tugend und die Irrationalität des Menschen wurde durch das Vertrauen in rational konstruierte politische Mechanismen aufgefangen und in konstruktive und progressive Bahnen gelenkt.[FN 348]

[FN 348: Vgl. Gordon S. Wood: The Creation of the American Republic, Chapel Hill, N.C., 1969, S. 428f.; Peter Gay: The Enlightenment, Bd. 2 (The Science of Freedom), New York 1969, S. 563.]

Das Entwerfen neuer Verfassungsmechanismen und das Durchsetzen einer neuen Bundesverfassung als Mittel gegen Selbstsucht, Unvernunft und Unstetigkeit belegt jene eigentümliche Verbindung in der amerikanischen politischen Theorie der späten Revolutionszeit und der nachrevolutionären Periode, auf die Peter Gay aufmerksam gemacht hat: die Kopplung einer pessimistischen Einschätzung der menschlichen Natur mit einem „optimistischen Vertrauen in institutionelle Vorrichtungen".[FN 483] [...] Das Entsetzen über die nicht vorhandene Tugend und die Irrationalität des Menschen wurde gleichsam aufgefangen durch das Vertrauen in rational konstruierte politische Mechanismen und damit in konstruktive Bahnen gelenkt.

[FN 483: Peter Gay, The Enlightenment, Bd. II, The Science of Freedom, New York 1969, S. 563.]

Anmerkungen

-

Sichter

[49.] Mm/Fragment 272 02-09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:29:03 Kybot
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Schuju, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
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Seite: 272, Zeilen: 2-9
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 161, Zeilen: 8-15
In Europa wurde die Amerikanische Revolution von den Philosophen (Voltaire, Lessing,u.a.) vor allem als praktische Bestätigung und Realisierung aufklärerischen Gedankenguts begrüßt. Auf großes Interesse stießen die Verfassungen der Einzelstaaten, die in Frankreich bald übersetzt und mehrmals nachgedruckt wurden (und auch 1781 in einer holländischen Übersetzung in den Niederlanden erschienen). Joseph Garat schrieb 1783:

„Die Philosophen ganz Europas sehen in den neuen Verfassungen ... die edelste und vielleicht die letzte Hoffnung des Menschengeschlechts."[FN 3]

[FN 3: J. Garat zit. in: Durand Echeverria: Mirage in the West: A History of the French Image of American Society to 1815, Princeton, N.J., 1968, S. 109.]

In Europa wurde die Amerikanische Revolution von den "philosophes" vor allem als praktische Bestätigung und Realisierung aufklärerischer Ideen begrüßt.[FN 396] Auf besonderes Interesse stießen die Verfassungen der Einzelstaaten, die in Frankreich bald übersetzt und mehrmals nachgedruckt wurden und auch 1781 in einer holländischen Übersetzung in den Niederlanden erschienen. Joseph Garat schrieb 1783: „Die Philosophen ganz Europas sehen in den neuen Verfassungen ... die edelste und vielleicht die letzte Hoffnung des Menschengeschlechts."[FN 397]

[FN 396: Der Erfolg der Amerikanischen Revolution, die Konsolidierung der Vereinigten Staaten, und die Tatsache, "daß dieses Gemeinwesen einen guten Fortgang nahm", waren nach dem Urteil Rankes "Umstände, die auf Europa die größte Rückwirkung hatten. ... Bisher hatte man in Europagemeint, daß die Monarchie den Vorteil der Nation am besten verstehe, jetzt kam die Theorie auf, die Nation müsse sich selbst regieren" (Leopold von Ranke, Über die Epochen der Neueren Geschichte, Darmstadt 1959, S. 151).]<br /> [FN 397: Zitiert bei Durand Echeverria, Mirage in the West, A History of the French Image of American Society to 1815, Paperbackausg. Princeton 1968, S. 109.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 557.

Sichter

[50.] Mm/Fragment 272 29-43 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:29:05 Kybot
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Schuju, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
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Seite: 272, Zeilen: 29-43
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 162, Zeilen: 4-21
Eindeutig fand die Amerikanische Revolution die stärkste Resonanz in Frankreich, das nicht nur mit den aufständischen Kolonien seit 1778 verbündet war und Truppen nach Amerika geschickt hatte, sondern in dem auch eine aufgeklärte öffentliche Meinung bestand, deren fortschrittliches Ideengut zu dem bestehenden absolutistischen System in besonders krassem Widerspruch stand. Wenn der berühmte Satz Brissots, daß die „Amerikanische Revolution die Mutter der Französischen" gewesen sei[FN 7], ein wenig übertrieben klingen mag, obwohl auch ein moderner französischer Historiker den Aufstand der englischen Kolonien als „wichtigste direkte Ursache der Französischen Revolution" bezeichnete,[FN 8] so hat doch die Amerikanische Revolution zur Vorbereitung und zum Ausbruch der Revolution in Frankreich auf verschiedene Weise beigetragen. Vor allem übte sie einen Demonstrationseffekt aus und lieferte ein positives Gegenbild zum Ancien Régime; gleichzeitig bewies sie, daß eine erfolgreiche Revolution möglich war und sich eine vom Volk ausgehende staatlich-politische Neuordnung realisieren ließ.

[FN 7: Vgl. Claude Fohlen: The Impact of the American Revolution on France, in: The Impact of the American Revolution Abroad, Library of Congress Symposia on the American Revolution, Washington, D.C., 1976, S. 23.]

[FN 8: Vgl. Georges Lefebvre: The Coming of the French Revolution, Princeton, N.J., 1967, S. 21.]

Die stärkste Resonanz hat die Amerikanische Revolution zweifellos in Frankreich gefunden, das nicht nur mit den aufständischen Kolonien seit 1778 verbündet war und Truppen nach Amerika geschickt hatte, sondern in dem auch eine breite aufgeklärte Öffentlichkeit bestand, deren fortgeschrittene Ideen zu dem bestehenden staatlichen und kirchlichen System in besonders krassem Widerspruch standen. Wenn auch vielleicht das berühmte Diktum Brissots, daß die „Amerikanische Revolution die Mutter der Französischen Revolution" gewesen sei,[FN 404] etwas übertrieben ist - obwohl auch ein moderner französischer Historiker den Aufstand der englischen Kolonien als „wichtigste direkte Ursache der Französischen Revolution" bezeichnete -,[FN 405] hat die Amerikanische Revolution doch zur Vorbereitung und zum Ausbruch der Revolution in Frankreich auf verschiedene Weise beigetragen.

Vor allem hat sie einen Demonstrationseffekt ausgeübt. Sie schuf ein positives Gegenbild zum Ancien Régime und hat zur Zurückweisung des Absolutismus wesentlich beigetragen. Sie hat bewiesen, daß eine erfolgreiche Revolution möglich war und sich eine vom Volk ausgehende staatlich-politische Neuordnung realisieren ließ.

[FN 404: Claude Fohlen, The Impact of the American Revolution on France, in: The Impact of the American Revolution Abroad, S. 23.]

[FN 405: Lefebvre, The Coming of the French Revolution, S. 21.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 557-558.

Sichter

[51.] Mm/Fragment 272 43-44 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:54:10 Kybot
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Seite: 272, Zeilen: 43-44
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 164, Zeilen: 2-3, 6-7, 8-11
Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung („heureuse révolution") erhielt und [damit auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beitrug.] Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung erhielt [...] Der Begriff „heureuse révolution" drang in die französische Sprache ein. Die [...] Revolution in Amerika hat zu einer günstigeren Beurteilung von Revolutionen und damit vermutlich auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beigetragen.[FN 412]

[FN 412: [...]]

Anmerkungen

-

Sichter

[52.] Mm/Fragment 273 01-02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:54:12 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

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Graf Isolan
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 1-2
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 164, Zeilen: 2-3, 6-7, 8-11
[Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung („heureuse révolution") erhielt und] damit auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beitrug. Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung erhielt [...] Der Begriff „heureuse révolution" drang in die französische Sprache ein. Die [...] Revolution in Amerika hat zu einer günstigeren Beurteilung von Revolutionen und damit vermutlich auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beigetragen.[FN 412]

[FN 412: [...]]

Anmerkungen

-

Sichter

[53.] Mm/Fragment 273 02-06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:54:14 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

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Graf Isolan
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 2-6
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 225, Zeilen: 18-24
Tocqueville, der den großen Einfluß der Amerikanischen auf die Französische Revolution konzedierte, hat in besonderem Maße die Empfänglichkeit der französischen Philosophen für dieses Ereignis betont:

„Die Amerikaner schienen nur auszuführen, was unsere Schriftsteller entworfen hatten; sie realisierten in der Wirklichkeit, was wir soeben noch träumten."[FN 9]

[FN 9: Alexis de Tocqueville: Der Alte Staat und die Revolution (Hrsg. J. P. Mayer), Bremen o.J., S. 183.]

[FN 410: Tocqueville, der den großen Einfluß der Amerikanischen auf die Französische Revolution konzedierte, hat freilich in besonderem Maße die Empfänglichkeit der französischen „philosophes" für dieses Ereignis betont: „Die Amerikaner schienen nur auszuführen, was unsere Schriftsteller entworfen hatten; sie realisierten in der Wirklichkeit, was wir soeben noch träumten" (Alexis de Tocqueville, Der Alte Staat und die Revolution, hrsg. v. J. P. Mayer, Bremen o. J., S. 183).]
Anmerkungen

Hier übernimmt Mm kurzerhand einmal eine ausführlichere Fußnote (ohne Quellenangabe). Der Verweis hierzu findet sich bei Schröder auf Seite 163.<br/> Damit erweist sich dann diese gesamte Seite der Mmschen Arbeit als nicht gekennzeichnete Übernahme aus Fremdquellen.

Sichter

[54.] Mm/Fragment 273 07-13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:29:13 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

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BauernOpfer
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Graf Isolan, Senzahl, 129.217.132.38, Drhchc
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 7-13
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 165, Zeilen: 10-17
Einer der wahrscheinlich wichtigsten Zusammenhänge zwischen der Amerikanischen und der Französischen Revolution war jedoch indirekter Art. Tatsächlich bestand er wohl darin, daß die Entscheidung der französischen Regierung, an der Seite der sich unabhängig erklärenden nordamerikanischen Kolonien gegen England in den Konflikt einzutreten und damit die Niederlage des Siebenjährigen Krieges zu kompensieren, zu einer innerhalb des Alten Regimes nicht mehr zu bewältigenden Finanzkrise führte, die letztlich die Revolution auslöste.[FN 10]

[FN 10: Vgl. H.-Ch. Schröder: Die Amerikanische Revolution, a.a.O., S. 165.]

Der wahrscheinlich wichtigste Zusammenhang zwischen der Amerikanischen und der Französischen Revolution war jedoch indirekter Art. Er bestand darin, daß die Entscheidung der französischen Regierung, an der Seite der sich unabhängig erklärenden nordamerikanischen Kolonien gegen England in den Konflikt einzutreten und damit die Niederlage des Siebenjährigen Krieges zu kompensieren, zu einer innerhalb des Alten Regimes nicht mehr zu bewältigenden Finanzkrise führte, die letztlich die Revolution ausgelöst hat.
Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 558. In der Fußnote wird mit "Vgl." die Quelle genannt. Umfang der Übernahme (bis in den identischen Wortlaut) ist nicht erkennbar.

Sichter

[55.] Mm/Fragment 273 14-30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:29:15 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

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Graf Isolan, Senzahl, 129.217.132.38
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 14-30
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 165-166, Zeilen: S.165,21-28.30-42 - S.166,1-2
Während der Französischen Revolution übten freilich auch die in Amerika proklamierten Menschenrechte einen gewissen Einfluß auf die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte aus. Gewiß lassen sich jedoch die Wirkungen der Amerikanischen Revolution außerhalb Amerikas und ihr besonderer Beitrag zu liberal-demokratischen Bewegungen nach 1789 nur schwer bestimmen. Zutreffend hat Robert R. Palmer konstatiert, daß je später der Zeitpunkt, um so schwieriger der Versuch sei, irgendwelche spezifischen Wirkungen der Amerikanischen Revolution festzustellen.[FN 11]

Es hat jedoch von liberaler und konservativer Seite nicht an Versuchen gefehlt, die Amerikanische Revolution gerade aufgrund ihrer moderaten Zielsetzungen und ihres vergleichsweise gemäßigten Verlaufs von anderen Revolutionen abzuheben. In den Niederlanden hatten schon in den 1790er Jahren die konservativen Föderalisten das amerikanische Beispiel gegen Frankreich gestellt.[FN 12] In Frankreich gab Victor Hugo, der die von der „Mutterrevolution" des Jahres 1789 erzeugte Tradition der Gewaltanwendung und das terroristische Ritual (Jakobiner) in seinem Land durchbrechen wollte, das Motto aus: „Sprechen wir weniger von Robespierre und etwas mehr von Washington."[FN 13]

[FN 10: Vgl. H.-Ch. Schröder: Die Amerikanische Revolution, a.a.O., S.165.]

[FN 11: Vgl. R. R. Palmer: The Impact of the American Revolution Abroad, in: The Impact of the American Revolution Abroad, a.a.O., S. 6.]

[FN 12: Vgl. J . W . Schulte Nordholt: The Impact of the American Revolution on the Dutch Republic, in: The Impact of the American Revolution Abroad, a.a.O., S. 44 f.]

[FN 13: V. Hugo zit. in: Thomas v. Vegesack: Die Macht und die Phantasie, Schriftsteller in den Revolutionen, Hamburg 1979, S. 101.]

Während der Französischen Revolution sind vor allem die in Amerika proklamierten Menschenrechte von großem Einfluß auf Frankreich gewesen. Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte vom 26. August 1789 lehnte sich eng an die von Mason verfaßte „Virginia Bill of Rights" vom 12. Juni 1776 an.

Die Wirkungen der Amerikanischen Revolution außerhalb Amerikas und ihr besonderer Beitrag zur internationalen liberal-demokratischen Bewegung lassen sich nach 1789 nur schwer bestimmen. [...] Mit Recht hat Robert R. Palmer konstatiert: „Je später der Zeitpunkt, um so schwieriger und unrealistischer wird der Versuch, irgendwelche spezifischen Wirkungen der Amerikanischen Revolution festzustellen."[FN 415] Es hat jedoch von liberaler und konservativer Seite nicht an Versuchen gefehlt, die Amerikanische Revolution gerade wegen ihrer moderaten Zielsetzung und ihres vergleichsweise gemäßigten Verlaufs von anderen Revolutionen abzuheben und aus einer diffusen revolutionären Tradition herauszulösen. In den Niederlanden haben schon in den 1790er Jahren die konservativen Föderalisten das amerikanische Beispiel gegen Frankreich ausgespielt.[FN 416] In Frankreich gab der Schriftsteller Victor Hugo, der die von der „Mutterrevolution" des Jahres 1789 erzeugte Tradition der Gewaltanwendung und das terroristisch-insurrektionelle Ritual in seinem Land durchbrechen wollte, die Parole aus: „Sprechen wir weniger von Robespierre und etwas mehr von Washington."[FN 417]

[FN 415: R. R. Palmer, The Impact of the American Revolution Abroad, in: The Impact of the American Revolution Abroad, Library of Congress Symposia on the American Revolution, Washington 1976, S. 6.]<br /> [FN 416: Schulte Nordholt, S. 57.]<br /> [FN 417: Zitiert bei Thomas v. Vegesack, Die Macht und die Phantasie, Schriftsteller in den Revolutionene, Hamburg 1979, S. 101.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 558-559. Eine Anmerkung mit Nennung des Urhebers (10: "Vgl. H.-Ch. Schröder: ...") findet sich in Mm/Fragment 273 07-13, das dieser Passage vorangeht.

Sichter

[56.] Mm/Fragment 273 30-33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:54:20 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

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Graf Isolan
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 30-33
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 161-162, Zeilen: S.161,37 - S.162,1-3
In Deutschland freilich „verharrte die Aufnahme der Amerikanischen Revolution weitgehend im theoretisch-kontemplativen Bereich." Es entwickelte sich eine Art abstrakter Begeisterung mit geringer praktischer Nutzanwendung für das eigene Land.[FN 14]

[FN 14: Vgl. Horst Dippel: Die Wirkung der amerikanischen Revolution auf Deutschland und Frankreich, in: H.-U. Wehler (Hrsg.): 200 Jahre Amerikanische Revolution und moderne Revolutionsforschung, Geschichte und Gesellschaft, Göttingen 1976, Sonderheft 2, S. 120.]

In Deutschland freilich „verharrte die Aufnahme der Amerikanisehen Revolution weitgehend im theoretisch-kontemplativen Bereich".[FN 402] Es gab eine Art abstrakter Begeisterung mit geringer praktischer Nutzanwendung für das eigene Land.[FN 403]

[FN 402: Horst Dippel, Die Wirkung der amerikanischen Revolution auf Deutschland und Frankreich, in: Hans-Ulrich Wehler (Hrsg.), 200 Jahre Amerikanische Revolution und moderne Revolutionsforschung, Geschichte und Gesellschaft, Sonderheft 2, Göttingen 1976, S. 120.]

[FN 403: Klaus Epstein, Die Ursprünge des Konservativismus in Deutschland, Frankfurt 1973, S. 344.]

Anmerkungen

-

Sichter

[57.] Mm/Fragment 273 34-45 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:29:19 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

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Bearbeiter
Schuju, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 34-45
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 166, Zeilen: 2-14
Dennoch stellte z.B. der konservative Publizist Friedrich von Gentz bereits 1793, und dann noch einmal im Jahre 1800, emphatisch die Amerikanische der Französischen Revolution gegenüber. Die erste rechtfertigte er als eine am Recht orientierte „Defensiv-Revolution", während er die zweite als Verkörperung der „absoluten Rechtlosigkeit" verwarf.[FN 15] Im Vorwort zu der 1794/95 in deutscher Übersetzung erschienenen „History of the American Revolution" von David Ramsay schrieb der Berliner Gymnasialprofessor G. F. K. Seidel:

„Der Menschenfreund, der die traurige Geschichte der verdorbenen französischen Revolution mit Unwillen aus den Händen legt, der ergreife die Geschichte der Entstehung des amerikanischen Freistaates, um sich wieder mit der Überzeugung aufzurichten, daß auch selbst der große ungebildete Haufen der Menschen zu edlen Zwecken mitzuwirken vermag, wenn er nur von ehrlichen Männern geleitet wird."'[FN 16]

[FN 15: Vgl. H. Dippel: Deutschland und die Amerikanische Revolution, Diss. Köln 1972, S. 257-261; H. Dippel: Germany and the American Revolution, 1770-1880: A Sociohistorical Investigation of Late Eighteenth-Century Political Thinking, Chapel Hill, N.C., 1977.]

[FN 16: G. F. K. Seidel zit. in: W. P. Adams/A. M. Adams (Hrsg.): Die Amerikanische Revolution in Augenzeugenberichten, München 1976, S. 357 f.]

In Deutschland stellte Friedrich v. Gentz bereits 1793, noch emphatischer im Jahre 1800, die Amerikanische der Französischen Revolution gegenüber. Die erste rechtfertigte er als am Recht orientierte „Defensiv-Revolution", während er die zweite als Verkörperung der „absolute(n) Rechtlosigkeit" völlig verwarf.[FN 418] Im Vorwort zu der 1794/95 deutscher Übersetzung erschienenen „History of the American Revolution" von David Ramsay schrieb der Berliner Gymnasialprofessor G. F. K. Seidel: „Der Menschenfreund, der die traurige Geschichte der verdorbenen französischen Revolution mit Unwillen aus den Händen legt, der ergreife die Geschichte der Entstehung des amerikanischen Freistaates, um sich wieder mit der Überzeugung aufzurichten, daß auch selbst der große ungebildete Haufen der Menschen zu edlen Zwecken mitzuwirken vermag, wenn er nur von ehrlichen Männern geleitet wird."

[FN 418: Horst Dippel, Deutschland und die amerikanische Revolution, Phil. Diss. Köln 1972. S. 257-261.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 559.

Sichter

[58.] Mm/Fragment 274 01-11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:29:21 Kybot
Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung

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Graf Isolan, Kannitverstan
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 274, Zeilen: 1-11
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 166, Zeilen: 17-27
Später im 19.Jahrhundert haben dann „revolutionsscheue deutsche Liberale" die Amerikanische Revolution vor dem Hintergrund der überwiegend negativ beurteilten Französischen Revolution als ideale Revolution betrachtet, deren Mäßigung, Kontinuität und Festhalten an dem Prinzip der Freiheit sie vorbildlich erscheinen ließ.[FN 17] Gerade ihre konservativen, „nichtrevolutionären" Züge haben die konservativen deutschen Historiker angezogen. Johann Gustav Droysen schrieb 1846:

„Will man, was hier vor sich ging, eine Revolution nennen, so war sie von der Art, daß keines der wesentlichen inneren Verhältnisse verrückt, die Kontinuität des inneren Rechtslebens an keinem Punkte unterbrochen, der Zustand der Personen und des Eigentums nicht weiter, als der dauernde Krieg es mit sich brachte, verändert wurde."[FN 18]

[FN 17: Vgl. Michael Neumüller: Liberalismus und Revolution. Das Problem der Revolution in der deutschen liberalen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts, Düsseldorf 1973, S. 75 f.]

[FN 18: J. G. Droysen zit. in: M. Neumüller, op. cit., S. 233.]

Auch im 19. Jahrhundert haben revolutionsscheue deutsche Liberale die Amerikanische Revolution vor dem Hintergrund der überwiegend negativ beurteilten Französischen Revolution als ideale Revolution betrachtet, deren Mäßigung, Kontinuität und Festhalten an dem Prinzip der Freiheit sie vorbildlich machten.[FN 420] Gerade ihre nichtrevolutionären Züge haben die liberalen Historiker angezogen. Johann Gustav Droysen schrieb 1846: „Will man was hier vor sich ging eine Revolution nennen, so war sie von der Art, daß keines der wesentlichen inneren Verhältnisse verrückt, die Kontinuität des inneren Rechtslebens an keinem Punkte unterbrochen, der Zustand der Personen und des Eigentums nicht weiter, als der dauernde Krieg es mit sich brachte, verändert wurde."[FN 421]

[FN 420: ...]

[FN 421: ...]

Anmerkungen

-

Sichter

[59.] Mm/Fragment 274 13-15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:54:26 Kybot
Fragment, Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop, Verschleierung, ZuSichten

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Graf Isolan
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 274, Zeilen: 13-15
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 161, Zeilen: 5-8
In der westlichen Hemisphäre hat sie als Vorbild die Freiheitsbewegungen der spanischen Kolonien in Lateinamerika beeinflußt.[FN 19]

[FN 19: Vgl. Mario Rodriguez: The Impact of the American Revolution on the Spanish- and Portuguese-Speaking World, in: The Impact of the American Revolution Abroad, a.a.O., S. 115.]

In der Westlichen Hemisphäre hat sie, wird man lapidar zusammenfassen dürfen, als Vorbild die Freiheitsbewegung der spanischen Kolonien in Lateinamerika[FN 395] beeinflußt.

[FN 395: Mario Rodriguez, The Impact of the American Revolution on the Spanish- and Portuguese-Speaking World, in: The Impact of the American Revolution Abroad, Library of Congress Symposia on The American Revolution, Washington 1976, S. 115.]

Anmerkungen

Der Satz an sich wäre harmlos, die Literaturangabe allein auch (Ob Mm je in das von ihr hier aufgeführte Werk reingeguckt hat?). In der Kombination aber verraten sie den von Mm ungenannten Herkunftsort.

Sichter

[60.] Mm/Fragment 274 15-22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 12:29:25 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet (BC), Mm, SMWFragment, Schröder 1982, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 274, Zeilen: 15-22
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 161, Zeilen: 15-23
Der liberale russische Dichter Radistschew führte in seiner zu Beginn der 1780er Jahre geschriebenen „Reise von Petersburg nach Moskau" in einem gegen die zaristische Zensur gerichteten Abschnitt Grundrechtsartikel amerikanischer Verfassungen an, in denen die Pressefreiheit garantiert wurde.[FN 20] Ebenso waren die Begründer der russischen revolutionären Tradition, die Dekabristen, von den amerikanischen Verfassungen beeinflußt und übernahmen in ihre Verfassungspläne für Rußland Einzelheiten aus der „Federal Constitution" von 1787.[FN 21]

[FN 20: A. N. Radistschew: Reise von Petersburg nach Moskau, Berlin (0) 1961, S. 166, 183 f.; H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 161.]

[FN 21: Vgl. N. N. Bolkhovitinov: The American Revolution and the Russian Empire, in: The Impact of the America Revolution Abroad, S. 91 ff.]

Der liberale russische Dichter Radistschew führte in seiner zu Beginn der 1780er Jahre geschriebenen „Reise von Petersburg nach Moskau" in einem gegen die Zensur gerichteten Abschnitt Grundrechtsartikel amerikanischer Verfassungen an, in denen die Pressefreiheit garantiert wurde.[FN 398] Die Begründer der russischen revolutionären Tradition, die Dekabristen, waren von den amerikanischen Verfassungen beeinflußt und haben in ihre Verfassungspläne für Rußland Einzelheiten aus der „Federal Constitution" von 1787 übernommen.[FN 399]

[FN 398: A.N. Radistschew, Reise von Petersburg nach Moskau, Berlin (O) 1961, S.166, 183f.]

[FN 399: N.N. Bolkhovitinov, The American Revolution and the Russian Empire, in: The Impact of the American Revolution Abroad, S. 91ff.]

Anmerkungen

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