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Quelle:Mra/Goerlich 2001

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Helmut Goerlich
Titel    Religionspolitische Distanz und kulturelle Vielfalt unter dem Regime des Art. 9 EMRK
Zeitschrift    NJW
Jahr    2001
Seiten    2862-2863

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    1


Fragmente der Quelle:
[1.] Mra/Fragment 090 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-13 07:29:46 Klgn
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Goerlich 2001, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 22-32
Quelle: Goerlich 2001
Seite(n): 2862, 2863, Zeilen: online
Die Brisanz einer Grundrechtsinterpretation aus einer nationalen Perspektive wird noch deutlicher, bezieht man die Betrachtung mit ein, dass Art. 9 EMRK im Gemeinschaftsrecht mit Anwendungsvorrang zur Wirkung zu bringen ist, und zwar nicht erst aufgrund der Europäischen Grundrechtscharta, sondern bereits aufgrund des Art. 6 Abs. 2 i.V.m. Art. 6 EUV.

Die Zurückhaltung der EMRK und ihrer Organe beruht auf der Rücksicht auf die zwischenstaatlich kulturelle Vielfalt, die das Staatskirchenrecht prägt. Diese kulturelle Vielfalt ist nun innerstaatlich in einem anderen als nur einem schlicht staatskirchenrechtlichen Zusammenhang abzuarbeiten. Vielfalt wäre heute auch innerdeutsch nicht nur zwischen Ost und West zu berücksichtigen. Sie wird innerstaatlich allerdings umso dringlicher, je stärker multikulturelle Elemente zunehmen.394


394 Goerlich, NJW 2001, 2862.

Die Brisanz einer Grundrechtsinterpretation aus einer nationalen Perspektive wird noch deutlicher, bezieht man in die Betrachtung ein, dass Art. 9 EMRK im Gemeinschaftsrecht mit Anwendungsvorrang zur Wirkung zu bringen ist, und zwar nicht erst auf Grund der Europäischen Grundrechtecharta, die bisher proklamiert, nicht aber geltendes Recht ist, sondern auf Grund des geraume Zeit in Kraft befindlichen Art. 6 6 Absatz II i.V. mit Art. 46 lit. d EUV.

[Seite 2863]

Die Zurückhaltung der EMRK und ihrer Organe beruht auf der Rücksicht auf die zwischenstaatlich kulturelle Vielfalt, die das Staatskirchenrecht prägt und die es vice versa trägt. Diese kulturelle Vielfalt ist nun innerstaatlich in einem anderen als einem schlicht staatskirchenrechtlichen Zusammenhang abzuarbeiten. [...] Vielfalt wäre heute auch innerdeutsch nicht nur zwischen West und Ost zu berücksichtigen. Sie wird innerstaatlich umso dringlicher, je stärker multikulturelle Elemente zunehmen11.


11 Schulze-Fielitz, in: Gerster-Fleiner, Die multikulturelle u. multiethnische Gesellschaft, 1995, S. 133 (140).

Anmerkungen

Die Quelle ist in der Fn. genannt, der großteils wörtliche Charakter der Übernahme bleibt jedoch ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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