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Quelle:Mra/Häußler 2000

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Ulf Häußler
Titel    Islamische Inhalte im deutschen Schulwesen - Verfassungsrechtlicher Anspruch und schulische Wirklichkeit
Zeitschrift    ZAR
Jahr    2000
Seiten    159 ff.

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Mra/Fragment 297 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-16 17:47:35 Schumann
Fragment, Gesichtet, Häußler 2000, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 297, Zeilen: 16-25
Quelle: Häußler 2000
Seite(n): 159, Zeilen: l.Sp. 35 ff.
Teil des elterlichen Erziehungsauftrags auf der anderen Seite ist es, zu bestimmen, ob und wie die Kinder religiöse Sozialisation erfahren sollen. Die Förderung von Religiosität im schulischen Raum hat sich daher im von Eltern und religionsmündigen Schülern gesetzten Rahmen zu halten; innerhalb dessen steht es dem Staat aber frei, ohne Identifikation mit einem Bekenntnis religionsbezogene Bildungs- und Erziehungsziele zu verwirklichen. Religiöse Bildung und Erziehung liegen, wie bereits mehrfach betont, im öffentlichen Interesse, weil der Staat sich davon eine Festigung seiner sittlichen Grundlagen verspricht.1381 Insoweit wurde zutreffend darauf hingewiesen, dass die Einrichtung islamischer Religionsunterricht substantiell zur gesellschaftlichen Integration der muslimischen Bevölkerungs- und Volksteile beizutragen vermögen könnte.1382

1381 Ähnlich: Heckel, JZ 1999, 741; Gebauer, RdJB 1989, 263; Puza, in: FS Listl, Berlin 1999, S. 407.

1382 Korioth, NVwZ 1997, 1041; Eiselt, DÖV 1981, 205; Füssel, RdJB 1985, 74; Cavdar, RdJB 1993, 265.

Teil des elterlichen Erziehungsauftrags ist es, zu bestimmen, ob und wie die Kinder religiöse Sozialisation erfahren sollen.8 Die Förderung von Religiosität im schulischen Raum hat sich daher im von Eltern und religionsmündigen Schülern gesetzten Rahmen zu halten;9 innerhalb desselben steht es dem Staat aber frei, ohne Identifikation mit einem Bekenntnis religionsbezogene Bildungs- und Erziehungsziele zu verwirklichen. [...] Religiöse Bildung und Erziehung liegen danach im öffentlichen Interesse, weil der Staat sich davon eine Festigung seiner sittlichen Grundlagen verspricht.12 Insoweit wurde zutreffend darauf hingewiesen, daß die Einrichtung islamischen Religionsunterrichts substantiell zur gesellschaftlichen Integration der muslimischen Bevölkerungs- oder Volksteile beizutragen vermöchte.13

8 Vgl. von Campenhausen, ZevKR 20 (1980) 135, 137 f.

9 Vgl. nur BVerfGE 47. 46. 71 ff. - religiöse Erziehungsvorstellungen der Eltern bilden Grenzen des Sexualkundeunterrichts; BVerfGE 93, 1 - Eltern können symbolische Förderung von Religiosität durch Schulkreuze verhindern.

12 Ähnlich Heckel, JZ 1999, 741, 746; Gebauer, RdJB 1989, 263, 270. Vgl. auch von Campenhausen, Erziehungsauftrag, S. 146; Link, HdbStKirchR II, 2. Aufl. (1995), S. 439, 508; Puza, FS Listl (1999). S. 407, 409.

13 Vgl. Listl, Diskussionsbeitrag, Essener Gespräche 20 (1986), S. 140 (um der religiösen Parität willen), Korioth, NVwZ 1997, 1041 (systematische Werteerziehung); Eiselt, DÖV 1981. 205, insbes. 209; Huber-Rudolf, HK 1994, 580; Füssel, RdJB 1985, 74; Cavdar, RdJB 1993, 265 in Anm. 2; Langenfeld, AÖR 123 (1998), 375, 402; Lecheler in Sachs. GG, 1. Aufl., 1996, Art. 7 Tz. 42.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Die Referenzen werden mitübernommen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Mra/Fragment 310 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-16 17:59:17 Schumann
Fragment, Gesichtet, Häußler 2000, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 310, Zeilen: 8-22
Quelle: Häußler 2000
Seite(n): 159, Zeilen: l.Sp. 1 ff.
Problemstellung: Dem bekannten Wort von Böckenförde1441 zufolge lebt der freiheitliche, säkularisierte Rechtsstaat von Voraussetzungen, die er nicht selbst garantieren kann. Der Staat ist darauf angewiesen, dass diese Voraussetzungen im gesellschaftlichen Raum erhalten und fortentwickelt werden.

Die herausgehobene verfassungsrechtliche Stellung der für Erhalt und Fortentwicklung des Staates bedeutsamen Einrichtungen zeigt, dass der Staat die Gesellschaft nicht sich selbst überlässt. Dabei akzentuiert das Grundgesetz insbesondere die Zukunftsvorsorge. Wie die Eltern mittels „Pflege und Erziehung“ (Art. 6 Abs. 2 GG) den Grundstein für die Sozialisation ihrer Kinder zu legen haben, ist es Aufgabe der Schule, den staatlichen Erziehungsauftrag zu verwirklichen. Zu Recht ist daher die Schule als „Säule staatlicher Integration“1442 bezeichnet worden und das Bundesverfassungsgericht sieht sie als den Ort an, an dem die „kulturellen Grundlagen der Gesellschaft vornehmlich tradiert und erneuert werden“.1443 Dass die Islampräsenz in Deutschland sich als Herausforderung für gesellschaftliche Integration und kulturelle Identität darstellt, gilt daher besonders für die Schule und in deren Rahmen stellt sich die Frage nach der Ein- und Ausrichtung islamischen Religionsunterrichts.


1441 Böckenförde in: Forsthoff: Säkularisationen und Utopie, Stuttgart 1967, S. 75, 93; vgl. bereits dazu oben

1442 von Campenhausen, ZevKR 1980, 135; Langenfeld, AöR 123, 375.

1443 BVerfGE 93, 1.

1. Problemstellung

Dem bekannten Wort von Böckenförde zufolge lebt der freiheitliche, säkularisierte Staat von Voraussetzungen, die er nicht selbst garantieren kann.1 Der Staat ist darauf angewiesen, daß diese Voraussetzungen im gesellschaftlichen Raum erhalten und fortentwickelt werden. [...]

Die herausgehobene verfassungsrechtliche Stellung der für Erhalt und Fortentwicklung des Staats bedeutsamen Einrichtungen zeigt, daß der Staat die Gesellschaft nicht sich selbst überläßt. Dabei akzentuiert das Grundgesetz insbesondere die Zukunftsvorsorge. Wie die Eltern mittels »Pflege und Erziehung« (Art. 6 Abs. 2 GG) den Grundstein für die Sozialisation ihrer Kinder zu legen haben, ist es Aufgabe der Schule, den staatlichen Erziehungsauftrag zu verwirklichen, der am im demokratischen Prozeß formulierten Gemeinwohl orientiert ist. Zu Recht ist daher die Schule als »Säule staatlicher Integration«6 bezeichnet worden und sieht sie das Bundesverfassungsgericht als den Ort an, an dem »die kulturellen Grundlagen der Gesellschaft vornehmlich tradiert und erneuert werden.«7 Daß die Islampräsenz in Deutschland sich als Herausforderung für gesellschaftliche Integration und kulturelle Identität darstellt, gilt daher besonders für die Schule und in deren Rahmen für die Frage nach der Einrichtung islamischen Religionsunterrichts.


1 Böckenförde in Säkularisation und Utopie. Ebracher Studien. Ernst Forsthoff zum 65. Geburtstag, 1967, S. 75, 93.

6 Von Campenhausen, ZevKR 20 (1980) 135, 148; vgl. ders., Erziehungsauftrag und staatliche Schulträgerschaft (1967), S. 147 f.; Langenfeld, AÖR 123 (1998), 375, 386 ff.

7 BVerfGE 93, 1 (22).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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