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Quelle:Mra/Heckel 1999

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Martin Heckel
Titel    Religionsunterricht für Muslime? - Kulturelle Integration unter Wahrung der religiösen Identität. Ein Beispiel für die komplementäre Natur der Religionsfreiheit
Zeitschrift    JZ
Jahr    1999
Seiten    741 ff.

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    9


Fragmente der Quelle:
[1.] Mra/Fragment 016 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-14 14:16:21 Schumann
Fragment, Gesichtet, Heckel 1999, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 7-15
Quelle: Heckel 1999
Seite(n): 748, 749, Zeilen: 748, re. Sp. 4 ff.; 749, li. Sp. 10-11
Die inhaltliche, kongruente Übereinstimmung der Religionsgemeinschaften mit der weltlichen Verfassung kann keinesfalls gefordert werden. Keine Religionsgemeinschaft muss die säkularen Grundrechte der weltlichen Verfassung in ihr Glaubensgut rezipieren, denn den Religionsgemeinschaften wird gerade durch das Grundgesetz die Freiheit zur eigenständigen Organisation und Betätigung nach ihren religiösen Grundprinzipien und Zielen zuerkannt. Die Offenbarungsreligionen führen ihre Stiftung und ihre tragenden Organisationsstrukturen nämlich auf göttliche (Rechts-) Grundlagen zurück. Aber die Einhaltung der Verfassung und des verfassungsgemäßen staatlichen Rechts müsste dennoch verlangt werden können. 1. Die inhaltliche Übereinstimmung der Religionsgemeinschaften mit der weltlichen Verfassung kann nicht als Voraussetzung des Religionsunterrichts gefordert werden. Keine Religionsgemeinschaft muß die säkularen Grundrechte und Organisationsstrukturen der weltlichen Verfassung in ihr Glaubensgut rezipieren und in ihrem („innerkirchlichen“) Religionsrecht kopieren. Die Grundrechte der weltlichen Verfassung richten sich als Adressaten gegen den Staat und nicht an die Gesellschaft47. Sie schließen die weltanschauliche Gleichschaltung der Religionsgesellschaften auf das säkulare Ordnungsmodell der Staatsverfassung gerade aus. Den Religionsgemeinschaften wird vielmehr durch Art. 4,140 GG/137I und III GG die Freiheit zur eigenständigen Organisation und Betätigung nach ihren religiösen Grundprinzipien und Zielen zuerkannt. Die Offenbarungsreligionen führen ihre Stiftung und tragenden Organisationsstrukturen auf göttliche Rechtsgrundlagen zurück und richten die sittlichen und rechtlichen Beziehungen ihrer Mitglieder danach aus48.

[Seite 749]

2. Aber die Einhaltung der Verfassung und des verfassungsgemäßen staatlichen Rechts muß gewährleistet sein.


47 [...]

48 [...]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Aus "inhaltliche Übereinstimmung" wird "inhaltliche, kongruente Übereinstimmung".

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[2.] Mra/Fragment 276 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-14 14:09:20 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Heckel 1999, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 276, Zeilen: 33-35
Quelle: Heckel 1999
Seite(n): 742, Zeilen: l.Sp. 19-24
Dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Bundesrepublik Deutschland werden durch die Immigration jedenfalls neue Akzente aufgesetzt. Der Islam wiederum ist eine der großen Weltreligionen, erfüllt von striktem Offenbarungsglauben, [Weltgestaltungsverlangen und Gehorsamsanspruch.] Aber dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Bundesrepublik Deutschland werden durch die Immigration jedenfalls neue Akzente aufgesetzt. Der Islam ist eine der großen Weltreligionen, erfüllt von striktem Offenbarungsglauben, Weltgestaltungsverlangen und Gehorsamsanspruch.
Anmerkungen

Die Quelle ist auf S. 277 in Fn. 1307 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[3.] Mra/Fragment 277 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-14 14:10:49 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Heckel 1999, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 277, Zeilen: 1-9
Quelle: Heckel 1999
Seite(n): 742, Zeilen: l.Sp. 24 ff.
An Mitgliederzahl überragt er die kleineren Religionsgemeinschaften Deutschlands gewaltig. Zwar hat er als dritte der großen abrahamitischen Offenbarungsreligionen manche Strukturverwandschaft [sic] mit dem Christentum und Judentum gemein, aber seinen aus den ländlichen Gebieten der Türkei, des Balkans und Nordafrikas eingeströmten verschiedensten Anhängern sind die Erfahrungen konfessioneller Koexistenz, Parität und Toleranz weitgehend fremd geblieben, die sich in Mitteleuropa in der frühen Neuzeit seit dem Ende der Religionskriege1306 zur religiösen und sozialen Kultur verdichtet haben und die als selbstverständliche „faktische“ Verfassungsvoraussetzungen der staatskirchenrechtlichen Normen gelten können.1307

1306 Zum Beispiel die des Zeitalters der Gegenreformation (1555-1648); die Hugenottenkriege (1562-1629) und der Dreißigjährige Krieg (1618-1648).

1307 Heckel, JZ 1999, 741.

An Mitgliederzahl und religiöser Wirkungskraft überragt er die kleineren Religionsgemeinschaften Deutschlands gewaltig. Zwar hat er als die dritte der großen abrahamitischen Offenbarungsreligionen manche Strukturverwandtschaft mit dem Christentum und Judentum gemein. Aber seinen aus den ländlichen Gebieten der Türkei, des Balkans und Nordafrikas eingeströmten Anhängern sind die Erfahrungen konfessioneller Koexistenz, Parität und Toleranz weitgehend fremd geblieben, die sich in Mitteleuropa in der frühen Neuzeit seit dem Ende der Religionskriege zur religiösen und sozialen Kultur verdichtet haben und die als selbstverständliche „faktische“ Verfassungsvoraussetzungen der staatskirchenrechtlichen Normen gelten können.
Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 1307 genannt. Die wörtliche Übernahme geht daraus nicht hervor.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[4.] Mra/Fragment 278 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-14 14:14:23 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Heckel 1999, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 278, Zeilen: 23-31
Quelle: Heckel 1999
Seite(n): 746, Zeilen: r.Sp. 10 ff.
Aus rein tatsächlicher Sicht kann der Religionsunterricht nämlich auch den Muslimen dazu verhelfen, die Quellen ihrer religiösen Tradition kennen zu lernen, das Selbstverständnis ihres Glaubens zu entwickeln und in einer ihnen fremden Umgebung zu behaupten, die Andersgläubigen ohne Selbstaufgabe zu verstehen, das Zusammenleben mit ihnen in gegenseitiger Achtung zu erleichtern, Vertrauen in den Staat zu fassen, wenn er ihnen als Förderer, nicht nur der allgemeinen Freiheit, sondern auch ihrer eigenen religiösen Vergewisserung und Tradition begegnet. Religionsunterricht dürfte gerade für die Muslime besonders vonnöten sein, um die Spannungen zwischen ihrer religiösen Existenz und ihrer säkularen Umwelt auszuhalten und tunlichst auszugleichen, verstörte und fan-[tastische [sic] Verstocktheit ebenso wie den Verlust der religiösen Identität zu vermeiden.1314]

1314 Heckel, JZ 1999, 741.

Er sollte ihnen dazu verhelfen, die Quellen ihrer religiösen Tradition kennen zu lernen, das Selbstverständnis ihres Glaubens zu entwickeln und in einer ihnen fremden Umgebung zu behaupten, die Andersgläubigen ohne Selbstaufgabe zu verstehen, das Zusammenleben mit ihnen in gegenseitiger Achtung zu erleichtern, Vertrauen zum Staat zu fassen, wenn er ihnen als Förderer nicht nur der allgemeinen Freiheit, sondern auch ihrer eigenen religiösen Vergewisserung und Tradition begegnet. Religionsunterricht dürfte gerade für die Muslime besonders vonnöten sein, um die Spannungen zwischen ihrer religiösen Existenz und ihrer säkularen Umwelt auszuhalten und tunlichst auszugleichen, verstörte und fanatische Verstocktheit ebenso wie den Verlust der religiösen Identität zu vermeiden37.

37 In diese Richtung weisen die Bildungsziele des muttersprachlichen Ergänzungsunterrichts in den Ministerialbekanntmachungen und Curricula, z.B. des nordrhein-westfälichen Landesinstituts für Schule und Weiterbildung, »Religiöse Unterweisung für Schüler islamischen Glaubens«, Soest 1986. - Vgl. auch statt anderer die Antwort der BW Landesregierung auf die parlam. Anfragen (Anm. 1), Landtagsdrucksachen 11/2723 vom 14.3. 1993, S.6; 11/6008 vom 29.5. 1995, S.6; und zu Anfrage 12/3589 vom 24.3. 1999, S. 11. Ferner Gebauer (Anm. 1), S. 271 ff.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 1314 genannt. Die Wörtlichkeit der Übernahme geht daraus nicht hervor.

Aus "fanatisch" wird "fantastisch". Phantastisch.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[5.] Mra/Fragment 290 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-14 06:45:20 Klgn
Fragment, Gesichtet, Heckel 1999, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 290, Zeilen: 26-30
Quelle: Heckel 1999
Seite(n): 742, Zeilen: Fn. 6
Ob Koranschulen diese Kriterien erfüllen, kann im Grunde genommen, aufgrund der limitierten vorliegenden Informationen nur begrenzt festgestellt werden, denn über ihre Anzahl, Organisation, Besucherfrequenz, Lehrinhalte, Lehrkräfte, Lehrerausbildung wissen die deutschen Schulverwaltungen eingestandenermaßen fast nichts, da nur extremistische Organisationen staatlich beobachtet werden können. Über ihre Anzahl, Organisation, Besucherfrequenz, Lehrinhalte, Lehrkräfte, Lehrerausbildung wissen die deutschen Schulverwaltungen eingestandenermaßen fast nichts, da nur extremistische Organisationen staatlich beobachtet werden.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

[6.] Mra/Fragment 292 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-14 06:41:28 Klgn
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Heckel 1999, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 292, Zeilen: 24-28
Quelle: Heckel 1999
Seite(n): 742, Zeilen: Fn.6
Nach alledem scheint die Besorgnis also nicht unbegründet, dass eine fundamentalistische bzw. radikale Beeinflussung durch Koranschulen zunehme und die Integration der Muslime in die pluralistische Gesellschaft und in den demokratischen Staat durch ihre Erziehung zur religiös verfestigten Abschließung und Ablehnung der nichtislamischen Umgebung dadurch erschwert werden könnte.1369

1369 Heckel, JZ 1999, 741.

Doch scheint die Besorgnis nicht unbegründet, daß eine fundamentalistische bzw. radikale Beeinflussung durch Koranschulen zunehmen und die Integration der Muslime in die pluralistische Gesellschaft und in den demokratischen Staat durch ihre Erziehung zur religiös verfestigten Abschließung und Ablehnung der nichtislamischen Umgebung erschweren könnte.
Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 1369 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

[7.] Mra/Fragment 307 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-15 09:50:46 Klgn
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Heckel 1999, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 307, Zeilen: 18-23
Quelle: Heckel 1999
Seite(n): 752, Zeilen: li. Sp. 32 ff.
Deutlich geworden ist jedoch eins: Gefordert werden muss letztlich eine religiöse Grundlage, eine gewisse Organisationsstruktur und Vertretungsbefugnis der maßgeblichen religiösen und rechtlichen Leitungsorgane sowie die Mitgliedschaftsregelung und Mitgliedschaftszugehörigkeit der Schüler und Erziehungsberechtigten jeweils im Innenverhältnis und im Außenverhältnis zu den staatlichen Ansprechpartnern, die bestimmt und unzweideutig erkennbar sein muss.1420

1420 So auch Heckel, JZ 1999, 741.

Dazu müssen die religiöse Grundlage, die Organisationsstruktur und Vertretungsbefugnis ihrer maßgeblichen religiösen und rechtlichen Leitungsorgane sowie die Mitgliedschaftsregelung und Mitgliedschaftszugehörigkeit der Schüler und Erziehungsberechtigten jeweils im Innenverhältnis und im Außenverhältnis zu den staatlichen Ansprechpartnern bestimmt und unzweideutig erkennbar sein.
Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 1420 genannt, die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet. (Immerhin deutet aber So auch in diese Richtung.)

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[8.] Mra/Fragment 312 106 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-15 09:55:44 Klgn
Fragment, Gesichtet, Heckel 1999, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 312, Zeilen: 106-107 (313: 101-105)
Quelle: Heckel 1999
Seite(n): 747, Zeilen: re. Sp. 12 ff.
[...]

1451 Die Zulässigkeit der religiösen Bezüge hat das Bundesverfassungsgericht in den Entscheidungen zur christlichen Gemeinschaftsschule bindend festgestellt und im Kruzifix-Beschluss ausdrücklich bestätigt. Aber in diesem [allgemeinen staatlichen Pflichtunterricht darf das Religiöse mit Rücksicht auf die negative Religionsfreiheit der andersgläubigen bzw. atheistischen Schüler inhaltlich nur als allgemeiner „Kultur- und Bildungsfaktor“ der „abendländischen Geschichte“, nicht aber als „Glaubenswahrheit“ und nicht als „missionierend“ dargeboten werden. Diese Grenzen sind natürlich auch auf der anderen Seite einzuhalten. So darf er sich nicht antireligiös oder „indoktrinierend“ betätigen.]

Die Zulässigkeit der „religiösen Bezüge“ hat das BVerfG in den Entscheidungen zur christlichen Gemeinschaftsschule39 bindend festgestellt und im Kruzifix-Beschluß40 ausdrücklich bestätigt. - Aber in diesem allgemeinen staatlichen Pflichtunterricht darf das Religiöse mit Rücksicht auf die negative Religionsfreiheit der andersgläubigen bzw. atheistischen Schüler inhaltlich nur als allgemeiner „Kultur- und Bildungsfaktor“ „der abendländischen Geschichte“, nicht aber als „Glaubenswahrheit“ und nicht „missionierend“ dargeboten werden. - Diese Grenzen sind natürlich auch auf der anderen Seite peinlich einzuhalten: Sowenig der staatliche Pflichtunterricht religiös „missionierend“ sein darf, darf er sich antireligiös „indoktrinierend“ betätigen.

39 BVerfGE 41, 29 (51 ff.); 41, 65 (78 ff.); 41, 88 (107 ff.); 52, 223 (245 ff.).

40 BVerfGE 93, 1 (22 ff.).

Anmerkungen

Hier kein Hinweis auf die Quelle, die dann zwar auf der Folgeseite in Fn. 1452 genannt wird, ein bauernopfernder Charakter wird bei diesem Fragment aber nicht deutlich: Der Leser muss annehmen, dass der Fußnotentext eine Eigenleistung der Verf. darstellt.

Durch die Einfügung des oder im letzten Satz verändert sich der Sinn.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[9.] Mra/Fragment 313 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-15 09:54:14 Klgn
Fragment, Gesichtet, Heckel 1999, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 313, Zeilen: 101-105 (312: 106-107)
Quelle: Heckel 1999
Seite(n): 747, Zeilen: re. Sp. 12 ff.
[...]

[1451 Die Zulässigkeit der religiösen Bezüge hat das Bundesverfassungsgericht in den Entscheidungen zur christlichen Gemeinschaftsschule bindend festgestellt und im Kruzifix-Beschluss ausdrücklich bestätigt. Aber in diesem] allgemeinen staatlichen Pflichtunterricht darf das Religiöse mit Rücksicht auf die negative Religionsfreiheit der andersgläubigen bzw. atheistischen Schüler inhaltlich nur als allgemeiner „Kultur- und Bildungsfaktor“ der „abendländischen Geschichte“, nicht aber als „Glaubenswahrheit“ und nicht als „missionierend“ dargeboten werden. Diese Grenzen sind natürlich auch auf der anderen Seite einzuhalten. So darf er sich nicht antireligiös oder „indoktrinierend“ betätigen.

Die Zulässigkeit der „religiösen Bezüge“ hat das BVerfG in den Entscheidungen zur christlichen Gemeinschaftsschule39 bindend festgestellt und im Kruzifix-Beschluß40 ausdrücklich bestätigt. - Aber in diesem allgemeinen staatlichen Pflichtunterricht darf das Religiöse mit Rücksicht auf die negative Religionsfreiheit der andersgläubigen bzw. atheistischen Schüler inhaltlich nur als allgemeiner „Kultur- und Bildungsfaktor“ „der abendländischen Geschichte“, nicht aber als „Glaubenswahrheit“ und nicht „missionierend“ dargeboten werden. - Diese Grenzen sind natürlich auch auf der anderen Seite peinlich einzuhalten: Sowenig der staatliche Pflichtunterricht religiös „missionierend“ sein darf, darf er sich antireligiös „indoktrinierend“ betätigen.

39 BVerfGE 41, 29 (51 ff.); 41, 65 (78 ff.); 41, 88 (107 ff.); 52, 223 (245 ff.).

40 BVerfGE 93, 1 (22 ff.).

Anmerkungen

Hier kein Hinweis auf die Quelle, die zwar auf der Folgeseite in Fn. 1452 genannt wird, ein bauernopfernder Charakter wird bei diesem Fragment aber nicht deutlich: Der Leser muss annehmen, dass der Fußnotentext eine Eigenleistung der Verf. darstellt.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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