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Quelle:Mra/Kraus 1998

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Rudolf Kraus
Titel    Der Dritte Bericht der Ausländerbeauftragten der Bundesregierung
Zeitschrift    ZAR
Jahr    1998
Seiten    195 ff.

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Mra/Fragment 189 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-15 20:13:00 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kraus 1998, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 189, Zeilen: 14-29
Quelle: Kraus 1998
Seite(n): 199, 200, Zeilen: 199: l Sp. 46-50,52-56; r.Sp. 1-2,48-58; 200: l.Sp.1ff
Der Ausländerbeauftragte bezeichnet zudem die Migrantinnen als eine äußerst heterogene Gruppe, weil sie sich in ihren Lebensbedingungen nach vielerlei Faktoren voneinander unterscheiden, wie Nationalität, Einreisealter, Familienstand, Aufenthaltsdauer, Rechtsstatus, Bildung oder Schichtzugehörigkeit. Frauen der ersten Generation haben seltener als deutsche Frauen formale Berufsabschlüsse gehabt und waren lange unterhalb ihres Qualitätsniveaus erwerbstätig. Von Entlassungen waren sie betroffen und sind vielfach in prekäre Arbeitsverhältnisse abgedrängt worden. Junge Frauen der zweiten Generation haben demgegenüber wesentlich bessere Schulabschlüsse.773 Spezielle Initiativen zunächst zur Verbesserung ihrer Situation in Arbeit und Beruf sind notwendig. Erforderlich sind insbesondere die Schaffung eines positiven Bildes von Frauen ausländischer Herkunft in der Öffentlichkeit, die stärkere Öffnung auch der Medien, die intensivere Förderung der beruflichen Nachqualifizierung mit einem auf die Migrantinnen abgestimmten Bildungs- und Beratungsangebot und eine ausbildungsbegleitende sprachliche und fachliche Förderung für spät eingereiste Mädchen und junge Frauen sowie verstärkte Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache. Daneben sollten spezifische Beratungs- Informations- und Aufklärungsangebote in Kooperation mit Migrantinnenvereinen weiterhin verstärkt werden.

773 Kraus, ZAR 1998, 195

Frauen der ersten Generation, die ab Mitte der 60er Jahre einen Anteil von 20% der Angeworbenen stellten, hätten seltener als deutsche Frauen formale Berufsabschlüsse gehabt, und sie seien lange unterhalb ihres Qualitätsniveaus erwerbstätig gewesen, zum Beispiel in Reinigungsberufen.

[...] Dadurch seien die Migrantinnen der ersten Generation vielfach in prekäre Arbeitsverhältnisse - oft unterhalb der Sozialversicherungsgrenze - abgedrängt worden. Für die Lebenssituation der Migrantinnen habe dies weitreichende Folgen gehabt, bis hin zur Armut im Alter. Junge Frauen der zweiten Generation hätten demgegenüber wesentlich bessere Schulabschlüsse. [...] Die Ausländerbeauftragte empfiehlt zur Verbesserung der Bildungs- und Ausbildungssituation der Frauen und Mädchen ausländischer Herkunft zusätzlich zu den aufgezeigten Forderungen, die für alle Jugendlichen ausländischer Herkunft gälten, spezielle Initiativen, zunächst zur Verbesserung ihrer Situation in Arbeit und Beruf. Erforderlich seien insbesondere die Schaffung eines positiven Bildes von Frauen ausländischer Herkunft in der Öffentlichkeit, die stärkere Öffnung auch der Medien und des öffentlichen Dienstes für Migrantinnen, die intensivere Förderung der beruflichen Nachqualifizierung mit einem auch auf die Migrantinnen abgestimmten Bildungs- und

[Seite 200]

Beratungsangebot und eine ausbildungsbegleitende sprachliche und fachliche Förderung für spät eingereiste Mädchen und junge Frauen sowie verstärkte Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache und zur beruflichen Nachqualifizierung für spät eingereiste Frauen. Daneben sollten »spezifische Beratungs-, Informations- und Aufklärungsangebote« in Kooperation mit Migrantinnenvereinen weiterhin verstärkt werden.

Migrantinnen werden als eine äußerst heterogene Gruppe dargestellt, deren Lebensbedingungen sich nach vielerlei Faktoren voneinander unterscheiden, wie Nationalität, Einreisealter, Familienstand, Aufenthaltsdauer, Rechtsstatus, Bildung und Schichtzugehörigkeit.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 773 genannt. Die Übernahme setzt sich nach der Fußnote fort.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[2.] Mra/Fragment 191 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-15 20:18:21 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kraus 1998, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 191, Zeilen: 30-34
Quelle: Kraus 1998
Seite(n): 197, Zeilen: r.Sp. 22 ff.
Die Ursachen für die unbefriedigende Bildungssituation werden als sehr vielfältig bezeichnet. Neben Faktoren wie Schichtzugehörigkeit, Sprachkenntnisse und Einreisealter, spielen auch strukturelle Benachteiligungen eine herausragende Rolle. Ein niedriges Bildungsniveau erschwert zudem die Akzeptanz bei der einheimischen Bevölkerung, wirke gleichzeitig auch negativ auf das soziale Ansehen und Selbstwertgefühl und fördere so die mangelnde Partizipation der nichtdeutschen Kinder und Jugendlichen.783

783 Kraus, ZAR 1998, 195.

Die Ursachen für die unbefriedigende Bildungssituation werden als sehr vielfältig bezeichnet. Neben Faktoren wie Schichtzugehörigkeit, Sprachkenntnisse und Einreisealter spielten auch strukturelle Benachteiligungen eine herausragende Rolle. Ein niedriges Bildungsniveau erschwere die Akzeptanz bei der einheimischen Bevölkerung und wirke gleichzeitig auch negativ auf das soziale Ansehen und Selbstwertgefühl der nichtdeutschen Kinder und Jugendlichen.
Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 783 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[3.] Mra/Fragment 192 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-15 20:25:46 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kraus 1998, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 192, Zeilen: 11-14
Quelle: Kraus 1998
Seite(n): 200, Zeilen: l.Sp. 21-27
Den jungen Menschen784 sollten außerdem Angebote zur Verfügung gestellt werden, und zwar anknüpfend an die Interessen der jungen Menschen, von ihnen selbst mitbestimmt und mitgestaltet, um sie so zur Selbstbestimmung zu befähigen785 und zur gesellschaftlichen Mitverantwortung und zum sozialen Engagement hinzuführen.786

784 Vgl. ausführlich zu Kinder- und Jugendhilfe für Zugewanderte: Kraus, ZAR 2003, 183.

785 Vgl. auch: Klinkhammer/Jonker, Individualisierung und Säkularisierung islamischer Religiosität: zwei Türkinnen in Deutschland, Berlin 1999.

786 So auch Schmalz-Jacobsen, Einwanderung - und dann?, München 1993, S. 115.

Nach den Bestimmungen des § 11 KJHG sollen den jungen Menschen die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote zur Verfügung gestellt werden, und zwar anknüpfend an die Interessen der jungen Menschen, von ihnen selbst mitbestimmt und mitgestaltet, um sie so zur Selbstbestimmung zu befähigen und zur gesellschaftlichen Mitverantwortung und zum sozialen Engagement hinzuführen.
Anmerkungen

Die Quelle wird zwar genannt, aber eine andere Seite.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

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