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Quelle:Mw/Bange 2005

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Oliver Bange
Titel    Kiesingers Ost- und Deutschlandpolitik von 1966-1969
Sammlung    Kurt Georg Kiesinger 1904-1988. Von Ebingen ins Kanzleramt
Herausgeber    Günter Buchstab, Philipp Gassert, Peter Thaddäus Lang
Ort    Freiburg im Breisgau ; Basel ; Wien
Verlag    Herder
Jahr    2005
Seiten    455-498
Anmerkung    in DNB-Katalog: http://d-nb.info/976542366
ISBN    3451230062
URL    http://books.google.com/books?id=QfciAQAAIAAJ

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    6


Fragmente der Quelle:
[1.] Mw/Fragment 032 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:57:04 Kybot
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Goalgetter, Hindemith, PlagProf:-), Fiesh, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 20-24
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 455, Zeilen:
Der damalige CDU-Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier behauptete später, dass die Friedensnote von vornherein nicht als Verhandlungsangebot an den Osten, sondern als Zeichen der Entspannungsbereitschaft Richtung Westen gedacht gewesen sei, um der dort drohenden, wenn nicht bereits eingetretenen Isolierung zu begegnen.[FN 108]

FN 108: Gerstenmaier, Eugen, Streit und Frieden hat seine Zeit. Ein Lebensbericht, Frankfurt a. M. 1981, S. 381-385.

Manche, wie der damalige Bundestagspräsident Gerstenmaier, behaupteten später sogar, dass die Friedensnote von vorneherein nicht als Verhandlungsangebot an den Osten, sondern als Zeichen der Entspannungsbereitschaft Richtung Westen gedacht war, um der dort drohenden, wenn nicht bereits eingetretenen Isolierung zu begegnen.[EN 2]

Endnote 2, S. 488: Eugen Gerstenmaier: Streit und Friede hat seine Zeit. Ein Lebensbericht. Frankfurt a.M. 1981, S. 455.

Anmerkungen

Die Fundstelle ist bei google.books nicht komplett einsehbar. Ein Auszug aus Bange_2005 mit der Fundstelle findet sich aber bei 1 auf S.1, Z.14. Dissertation und Fundstelle verweisen auf dieselbe Primärquelle (Eugen Gerstenmaier, Streit und Friede hat seine Zeit – ein Lebensbericht, Frankfurt/M 1981), allerdings auf unterschiedliche Seitenzahlen. Die Quelle wird auf S. 25 und 38 erwähnt, aber nicht im Umfeld dieses nicht gekennzeichneten Zitats (19 zusammenhängende Wörter). Zurück auf verdächtig gesetzt (siehe Diskussionsseite) Nachsichtung (mit Büchern) Wieder auf Verschleierung gesetzt, da Sekundär- und Primärliteratur geprüft. MW übernimmt/verschleiert die Ausführungen von Bange; vgl. den Text der Primärquelle (Gerstenmaier S. 455): "Mit dem Bedürfnis der USA, ihren unglücklich-halbherzig geführten Vietnamkrieg zu einem vertretbaren Ende zu bringen, führte die weltpolitische Entwicklung in der Zeit der Regierung Erhard-Schröder zu einem »Entspannungswettlauf« gen Moskau. Zum erstenmal seit den Pariser Verträgen erschien am politischen Horizont die Gefahr der Isolierung der Bundesrepublik Deutschland. Der seinem ermordeten Vorgänger in keiner Weise ebenbürtige Präsident der USA, Johnson, verstärkte diese Gefahr so, daß die Regierung Erhard am 25. März 1966 an die meisten Staaten der Welt eine »Note zur Abrüstung und Sicherung des Friedens« richtete." MW übernimmt/verschleiert die Ausführungen von Bange (MW verweist auf Gerstenmaier, S. 381-385, was inhaltlich nicht zutrifft; Passagen wurden überprüft.)

Sichter
PlagProf:-) Frangge

[2.] Mw/Fragment 133 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 12:04:21 Sotho Tal Ker
Bange 2005, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 03-13, 106-107
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 457f., Zeilen:
Bereits als Bundestagsabgeordneter hatte Kiesinger zwischen 1954 und 1959 im Parlament und im Auswärtigen Ausschuss durch unorthodoxe Äußerungen auf sich aufmerksam gemacht.[FN 577] Er war sich seit längerem bewusst, dass bei der Anwendung und Interpretation der Hallstein-Doktrin zunehmend Flexibilität statt Verharren notwendig war. Anders als viele CDU/CSU-Parlamentarier hatte Kiesinger auch gegen die außenpolitischen Vorstellungen des Acht-Punkte-Programms der SPD, auf dessen Basis die Koalitionsverhandlungen im November 1966 ausgetragen worden waren, keine Einwände. Er hatte die SPD-Forderungen nach einer Neuordnung der Beziehungen zu Paris und Washington, nach einer Versöhnung und Normalisierung des Verhältnisses mit Osteuropa und nach einer Verstärkung der innerdeutschen Kontakte unterhalb einer völkerrechtlichen Anerkennung der DDR unterstützt.[FN 578]

[ [FN 577] Bange, Oliver, Kiesingers Ost- und Deutschlandpolitik von 1966-1969. In: Buchstab, Günter / Gassert, Philipp / Lang, Peter Th. (Hrsg.), Kurt Georg Kiesinger 1904-1988. Von Ebingen ins Kanzleramt, Freiburg 2005, S. 455-500, hier S. 457.]

[FN 578] Schriftstück “Aufgaben einer neuen Bundesregierung“ (Acht-Punkte Programm der SPD): AdsD, Depositum Egon Bahr, Ordner 400, Mappe 2.

Kurt Georg Kiesinger war sich dagegen schon seit längerem bewusst, dass in Anwendung und Interpretation des Alleinvertretungsanspruchs, der Hallstein-Doktrin und des Wiedervereinigungs-vor-Entspannungs-Theorems zunehmend Kreativität statt Dogmatismus gefragt war. Bereits als Bundestagsabgeordneter hatte er zwischen 1956 und 1959 im Parlament und im Auswärtigen Ausschuss durch unorthodoxe Analysen aufhorchen lassen: [...]

Anders als viele Abgeordneten der CDU/CSU hatte Kiesinger deshalb auch mit den außenpolitischen Vorstellungen des 8-Punkte-Programms der SPD (auf dessen Grundlage die Koalitionsverhandlungen Mitte November 1966 stattfanden) kein Problem.[EN 8] [..]


[Seite 458]

Den Forderungen nach einer Neuordnung der Beziehungen zu Paris und Washington, nach "Versöhnung" und "Normalisierung" des Verhältnisses mit Osteuropa und der Multiplikation der Kontakte in die DDR unterhalb einer völkerrechtlichen Anerkennung [EN 9] konnte der Kanzler in spe nur zustimmen.


[ [Endnote 8, Seite 488] Besonders ausführlich werden die Koalitionsverhandlungen - jeweils aus Unions- und SPD-Sicht - dargestellt in: Daniela Taschler: Vor neuen Herausforderungen, S. 62ff; Klaus Schönhoven: Wendejahre, S. 51ff.]

[Endnote 9, S. 488]: Dieses Konzept zur Offenhaltung und Förderung gesamtdeutscher Perspektiven basierte, zumindest im operativen Teil, auf den Berliner Entwürfen Egon Bahrs, der diesen Punkt (3) des SPD-Programms auch jetzt inhaltlich ausführte. Aufzeichnung "Aufgaben einer neuen Bundesregierung", 11.11.1966, von Bahr an Brandt; AsD, Dep. Egon Bahr, Bd. 400. Für das 8-Punkte-Programm vgl. Vorstand der SPD (Hg.): Bestandsaufnahme 1966. Eine Dokumentation. Bonn 1966, S. 19-29.

Anmerkungen

Lediglich S. 457 aus Bange wird referenziert. Übernahme mitsamt (ergänzter) Quellenreferenz aus Endnote 9.

Sichter
Hood

[3.] Mw/Fragment 139 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:01:16 Kybot
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, 178.10.95.125, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 03-26
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 461 f., Zeilen: 15-
Während Kiesinger den Erfolg der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Rumänien zunächst nach innen absichern wollte, beabsichtigte Brandt, die Situation möglichst schnell nach außen zu nutzen. Ein Beispiel für diesen Konflikt waren Brandts Äußerungen am 4. August 1967 in einer Tischrede im rumänischen Mamaia, die Brandt im Beisein des rumänischen Staatspräsidenten Nicolae Ceauşescu gehalten hatte. Hier hatte Brandt den mit dem Kanzler besprochenen Redetext, man müsse bei einer europäischen Friedensordnung von den gegebenen Realitäten ausgehen, explizit auf die DDR ausgeweitet: „Dies gilt auch für die beiden politischen Ordnungen, die gegenwärtig auf deutschem Boden bestehen.“[FN 605] Für weite Teile der CDU/CSU klang Brandts

Erklärung nach einer Anerkennung der DDR. Die CDU/CSU und ihre Presse waren entsetzt und sprachen von einer starken „Beunruhigung“[FN 606] und einer „Ostpolitik mit roten Webfehlern.“[FN 607] Kiesinger, der um den Erhalt der Koalition bangen musste, stellte sich in der Öffentlichkeit vor Außenminister Brandt und sprach von einem gemeinsamen Weg.[FN 608] Um die Aufregung zu dämpfen, führte Kiesinger am 21. August auf einer Pressekonferenz aus: „[...]“[FN 609] Insgeheim aber lud Kiesinger am 22. August 1967 mit einem Brief Brandt zu seinem Urlaubsort Kreßbronn ein, um endlich die Situation zu klären, reinen Tisch zu machen und so bald wie möglich der deutschen Öffentlichkeit zu bestätigen, dass auch die Ostpolitik nach wie vor in Übereinstimmung mit Kiesingers Regierungserklärung bleibe.[FN 610] [Brandt hatte solche Reaktionen vorausgesehen. Am 31. August schrieb er in einem Brief an den rumänischen Außenminister Manescu, dass es in Bezug auf seine Tischrede am 4. August in Mamaia viele falsche Töne in der deutschen Presse und Politik gegeben habe. Dies liege aber in der Natur der Sache, betonte Brandt.[FN 611] Was für Brandt, der sich wegen seiner Ausführungen im rumänischen Mamaia auch vor seiner eigenen Fraktion am 5. September rechtfertigen musste [FN 612], ein „winziger Zusatz“ und ein „Bonner Sturm im Wasserglas“ war [FN 613], sollte sich zunehmend zu einem Kernproblem der Großen Koalition entwickeln.]

Während Kiesinger den Erfolg also zunächst nach innen absichern wollte, beabsichtigte Brandt die Situation möglichst rasch nach außen zu nutzen.

Ein weiteres Beispiel für diesen Konflikt – bei dem es weniger um die Sache, also die ostpolitischen Ziele und ihre operative Ausführung, als um die Strategie ihrer innenpolitischen Mehrheitsbeschaffung und Durchsetzung ging – waren Brandts Äußerungen im rumänischen Mamaia ein knappes halbes Jahr später. Offenbar angeregt durch Ceaucescus Bemerkungen hatte der Bundesaußenminister den mit dem Kanzler abgestimmten Text – man müsse bei einer europäischen Friedensordnung „von den gegebenen Realitäten ausgehen“ – explizit auf die DDR ausgeweitet: „Dies gilt auch für die beiden politischen Ordnungen, die gegenwärtig auf deutschem Boden bestehen.“[EN 19] Unionsfraktion und konservative Presse waren entsetzt und sprachen von „Selbstaufgabe“ und „Ostpolitik mit roten Webfehlern“[EN 20] Kiesinger, der um Koalition und Ostpolitik fürchten musste, stellte sich in der Öffentlichkeit vor seinen Außenminister, sprach vor der Presse von „einem gemeinsamen Weg“[EN 21]; privat aber zitierte er ihn an seinen Urlaubsort Kreßbronn, um endlich „reinen Tisch zu machen und so bald wie möglich der deutschen Öffentlichkeit [zu] bestätigen, daß auch die Ostpolitik nach wie vor in Übereinstimmung mit meiner Regierungserklärung geblieben ist.“[EN 22] Was für Brandt ein „winziger Zusatz“ und ein „Bonner Sturm im Wasserglas“[EN 23] war, sollte sich bald als unaufknüpfbares, einengendes Korsett für die neuen Ostpolitiker auf beiden Seiten der Koalition erweisen.

Anmerkungen

Fundstelle ist im Original über google.books nicht vollständig einsehbar, jedoch in dem Auszug aus Bange 2005, der bei 1 verfügbar ist. FN 605,607,608,610,613 entsprechen im wesentlichen FN 1-5 bzw. Endnoten 19-22 (Buch) in der Fundstelle. FN 606,609,611,612 beziehen sich auf Sachverhalte, die in der Fundstelle nicht angeführt werden. Die teilweise starke Anlehnung an die Fundstelle im Fließtext wird nicht gekennzeichnet.

Sichter
Frangge (Buch vorhanden)

[4.] Mw/Fragment 143 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:01:22 Kybot
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 01-07
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 463, Zeilen:
Dabei sei, so Günter Diehl rückblickend, die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit Belgrad zumindest von deutscher Seite aus gar nicht so einfach gewesen, da sie doch sogar gegen die gedehnteste Interpretation der Hallstein-Doktrin verstoßen habe. Selbst bei einem diplomatischen Durchbruch sei eine gute Presse alles andere als sicher gewesen, schließlich habe der Abbruch der Beziehungen von 1957 indirekt auch als Fehler eingeräumt werden müssen. [FN 635]


[FN 635: Diehl, Günter, Zwischen Politik und Presse. Bonner Erinnerungen 1949-1969, Frankfurt a. M. 1994, S. 421.]

Doch die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen war, zumindest von deutscher Seite aus, gar nicht so einfach, verstieß sie doch sogar gegen die gedehntesten Interpretationen der Hallstein-Doktrin. Selbst bei einem diplomatischen Durchbruch war eine gute Presse alles andere als sicher – schließlich musste der Abbruch der Beziehungen von 1957 „indirekt auch als Fehler eingeräumt werden.“ [EN 29]


[EN 29: S. 491 Günter Diehl, Zwischen Politik und Presse. Bonner Erinnerungen 1949-1969, Frankfurt 1994, S. 421.]

Anmerkungen

Quelle in google.books nur über snippet-view verfügbar, ein Auszug mit der Fundstelle ist aber hier einsehbar: 1. Die Primärquelle findet sich (leider nur mit snippet-view) hier 2. Der Verdacht einer Übernahme samt Quellenangabe liegt hier nahe. Eine verlässliche Einordnung bedarf aber wahrscheinlich der vollständigen Primärquelle. Nachtrag: Verdacht wurde bestätigt, siehe Primärquelle. MW verschleiert den Text aus der Fundstelle und (ver)mischt ihn sogar mit der angegebenen Primärquelle: die kompilierten/plagiierten Stellen der Fundstelle/Sekundärliteratur werden nun (fälschlicherweise) als Primärquelle wiedergegeben: "...da sie doch sogar gegen die gedehnteste Interpretation der Hallstein-Doktrin verstoßen habe. Selbst bei einem diplomatischen Durchbruch sei eine gute Presse alles andere als sicher gewesen,..." Primärquelle: Günter Diehl, Zwischen Politik und Presse. Bonner Erinnerungen 1949-1969, Frankfurt 1994, S. 422: "Wir glaubten zu wissen, daß Tito bereit war, das Verhältnis zu uns wieder zu normalisieren. Die große Schwierigkeit bestand darin, daß wir es gewesen waren, die 1957 die Beziehungen abgebrochen hatten, weil Jugoslawien die DDR anerkannt hatte. Der Abbruch war die spektakulärste Anwendung der Hallstein-Doktrin gewesen und hatte entsprechendes Aufsehen innerhalb und außerhalb Deutschlands verursacht. Die deutsche Seite mußte daher jetzt die Initiative ergreifen und damit indirekt auch einräumen, daß wir einen Fehler gemacht hatten."

Sichter
Frangge (Bücher vorhanden)

[5.] Mw/Fragment 153 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:59:53 Kybot
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 14-21
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 462, Zeilen: 19-28
Doch trotz der innen- und außenpolitischen Bedrängnis kann von einem völligen Stillstand der ostpolitischen Initiativen der Großen Koalition und von einer endgültigen Sackgasse nicht gesprochen werden. Durch lange Geheimverhandlungen in der Tschechoslowakei gelang es Bahr im August, wie im nächsten Kapitel gezeigt wird, einen Austausch von Handelsvertretungen zwischen der Bundesrepublik und der Tschechoslowakei zu vereinbaren, und im Januar 1968 folgte die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu Jugoslawien. Trotz dieser doppelten innen- und außenpolitischen Einschnürung kann von einem völligen Stillstand der ostpolitischen Initiative Bonns in den folgenden zwölf Monaten – wie Schönhoven meint – keine Rede sein. Durch monatelange Geheimverhandlungen in der ČSSR, die auch im Kanzleramt einiges Misstrauen auslösten, gelang Bahr im August der Austausch von Handelsvertretungen zwischen Bonn und Prag, und im Januar 1968 folgte gar die Wiederaufnahme offizieller Beziehungen mit Jugoslawien.
Anmerkungen

Quelle in google.books nur über snippet-view verfügbar, ein Auszug mit der Fundstelle ist aber hier einsehbar: 1.

Sichter
Frangge (Buch vorhanden)

[6.] Mw/Fragment 217 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:03:33 Kybot
Bange 2005, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Frangge, Hindemith, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 08-17, 104-105
Quelle: Bange 2005
Seite(n): 481; 497, Zeilen: 09-20
Nur etwas später meinte der sichtlich entnervte Brandt gegenüber dem britischen Premierminister Harold Wilson plötzlich, dass die Bundesregierung sich doch nicht unter einem selbstgemachten Zeitdruck stellen solle, die Welt gehe nicht unter, wenn sie jetzt nicht den NV-Vertrag unterschreibe.[FN 968] Was zu diesem Meinungswechsel Brandts führte, ist schwer festzustellen. Unmut über die prekäre Situation innerhalb der Großen Koalition, oder Bedenken davor, kurz vor der nächsten Bundestagswahl im September die Verantwortung für das Platzen der Koalition angehängt zu bekommen, oder auch die Furcht, als gescheiterter Außenminister dann als SPD-Kanzlerkandidat fallengelassen zu werden, könnten Beweggründe für Brandts Verhalten dargestellt haben.


[FN 968]: Wilson, Harold, Die Staatsmaschine. Erinnerungen des britischen Premiers 1964-1970, Wien 1972, S. 438.

Doch nur wenige Tage später meinte der Außenminister plötzlich, man solle sich doch nicht unter einen „selbstgemachten Zeitdruck“ setzen lassen, „die Welt geht nicht unter, wenn wir jetzt nicht unterschreiben.“ Was Willy Brandt dazu bewog, seinen engsten Mitarbeiter auszuhebeln, ist nur schwer zu beantworten. Angst davor, kurz vor den Wahlen die Verantwortung für den Bruch der Koalition angeheftet zu bekommen [EN 110], Zeitgewinn für weitere Sondierungen mit den Liberalen, oder auch die Furcht, als gescheiterter Außenminister von Wehner und Schmidt als Kanzlerkandidat demontiert zu werden, könnten eine Rolle gespielt haben.


[EN 110], S. 497: So eine Äußerung Brandts gegenüber Wilson im Februar 1969. Harold Wilson: Die Staatsmaschine – Erinnerungen des britischen Premiers, 1964-1970, Wien 1972, S. 438.

Anmerkungen

Quelle in google.books nur über snippet-view verfügbar, ein Auszug mit der Fundstelle ist aber hier einsehbar: 1. MW verschleiert hier die Fundstelle; vgl. die angegebene Primärquelle (Wilson, Harold). Harold Wilson: Die Staatsmaschine – Erinnerungen des britischen Premiers, 1964-1970, Wien 1972, S. 438 "Willy Brandt und seine SPD setzten sich energisch für eine sofortige Unterzeichnung ein, und augenscheinlich war es bereits gelungen, Dr. Kiesinger einigermaßen zu beruhigen. Das größte Hindernis war Franz Josef Strauß, ohne dessen Zustimmung der Bundeskanzler kaum etwas unternehmen konnte. Aber wie man mir sagte, hatte er seine Opposition noch nicht bis zu einer Drohung mit seinem Rücktritt getrieben. Brandt hoffte, der Vertrag könne im April unterzeichnet werden. Wenn nicht, werde man wahrscheinlich bis zur Zeit nach den Bundestagswahlen warten müssen. Schließlich unterzeichnete die von der SPD beherrschte Koalition, die im Oktober die Regierung übernahm, dann auch den Vertrag."

Sichter
Frangge (Buch vorhanden; Primärquelle eingesehen)

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