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Quelle:Mw/Hanrieder 1995

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Wolfram F. Hanrieder
Titel    Deutschland, Europa, Amerika: die Aussenpolitik der Bundesrepublik Deutschland 1949-1994
Ort    Paderborn ; München ; Wien ; Zürich
Verlag    Schöningh
Jahr    1995
Anmerkung    in DNB-Katalog: http://d-nb.info/945912048
ISBN    3506736914
URL    http://books.google.com/books?id=7v_CAAAAIAAJ

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Mw/Fragment 171 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:00:11 Kybot
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, PlagProf:-), Dr. I. Jones, Fiesh, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 171, Zeilen: 8-13
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 195, Zeilen:
Die militärische Niederschlagung des Prager Frühlings durch Truppen des Warschauer Paktes unter sowjetischer Führung hatte in der Bundesrepublik Enttäuschung und Resignation ausgelöst. Bonns flexiblere Ostpolitik, die bis zum August 1968 als angemessen bewertet worden war, hatte nun offenbar ihre Berechtigung eingebüßt. Die Kreise, die von Beginn an den neuen Kurs der Bundesregierung als unrealistisch abgelehnt hatten, fühlten sich nun bestätigt. Für Bonn bestand die Bedeutung der sowjetischen Invasion weniger in ihrer direkten Wirkung auf die Frage der deutschen Einheit - die Aussichten waren bereits vor August 1968 nicht günstig gewesen - als in dem Gefühl der Enttäuschung und Resignation, das sie in der Bundesrepublik auslöste. Bonns flexiblere Ostpolitik, die bis zum Sommer 1968 als vernünftig und gemäßigt erschienen war, hatte jetzt offenbar ihren Sinn verloren und jenen Stimmen in der Bundesrepublik neuen politischen Auftrieb gegeben, die von Anfang an den veränderten Kurs der Bonner Diplomatie als unrealistisch abgelehnt hatten.
Anmerkungen

Wäre die Quelle in einer Fußnote benannt worden, hätte man das gerade noch als zulässige Paraphrase werten können. Da die Quelle aber nirgends in der Arbeit genannt wird, handelt es sich um ein Plagiat.

Sichter
PlagProf:-)

[2.] Mw/Fragment 171 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:02:15 Kybot
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 171, Zeilen: 18-30
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 195, Zeilen:
Trotzdem war die Ostpolitik der Bundesregierung nicht unbedacht gewesen. Ihre Intention, zu Osteuropa verstärkte Kontakte für eine künftige Lösung der deutschen Frage einzuleiten oder wenigstens die Reputation Deutschlands in Osteuropa wieder herzustellen, war sowohl politisch als auch moralisch sehr begrüßenswert. Es hätten kaum andere Optionen existiert, wenn die Bundesregierung nicht mehr in einer starren Rolle in der dynamischen Weltpolitik der 1960er Jahre verharren wollte. Obwohl die Bundesregierung betonte, dass sie ihre Politik der Verständigung mit dem Ostblock weiterführen wolle, erschien ein Einlenken auf sowjetische Forderungen in der deutschen Frage aber sinnlos, da Moskau nun scheinbar jegliche Liberalisierungstendenzen in Osteuropa mit militärischen Mitteln unterbinden wollte. Obgleich die Sowjetunion eine bilaterale Entspannung mit den USA nicht ablehnte, gestand sie ihrem Einflussbereich eine eigene Koexistenzpolitik mit den Westen nicht zu. Es waren also gerade die Erfolge der Bonner Ostpolitik in Bukarest, Prag und Belgrad, die im [größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Ostpolitik führten.] Dies lag nicht daran, daß die Politik der "Öffnung nach Osten" fehlgeleitet gewesen wäre. Die Absicht der Großen Koalition, zu Osteuropa verstärkte Kontakte für eine künftige Lösung der deutschen Frage zu schaffen oder wenigstens die Rehabilitierung Deutschlands in Osteuropa einzuleiten, war sowohl moralisch wie politisch verdienstvoll. Es hatten kaum sinnvolle politische Alternativen bestanden, wollte die Bundesrepublik nicht in wachsendem Maß zu einer überholten, statischen Rolle in der dynamischen Ost-West-Diplomatie der sechziger Jahre verurteilt bleiben. Dennoch hatte sich mit der Invasion die Situation für die Bonner Regierung verschlechtert. Obwohl die Große Koalition betonte, daß sie ihre Politik der Verständigung mit dem Ostblock fortzuführen gedachte, erschien ein Eingehen auf sowjetische Forderungen in der deutschen Frage hoffnungslos, wo nun offensichtlich die Sowjetunion weiterhin Liberalisierungstendenzen in Osteuropa mit Waffengewalt zum Scheitern verurteilt hatte.

Es bestand ein indirekter aber wesentlicher Zusammenhang zwischen der flexibleren Ostpolitik der Großen Koalition und den Ereignissen vom August 1968. Obgleich die Sowjetunion nichts gegen eine bilaterale Entspannung mit den Vereinigten Staaten einzuwenden hatte, wollte sie doch ihre Verbündeten von einer eigenständigen Koexistenzpolitik mit westlichen Staaten abhalten. Eine polyzentrische Entspannung hätte möglicherweise die bipolaren Grundlagen zu einem sowjetisch-amerikanischen Übereinkommen gestört, da sie die klare Abgrenzung zwischen den jeweiligen Interessensphären in Europa verwischt hätte. Es waren also gerade die bescheidenen Erfolge der Bonner Ostpolitik - in Bukarest, Belgrad und ansatzweise auch in Budapest und Prag -, die dazu beitrugen, eine Kette von Ereignissen auszulösen, die im größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Diplomatie führten:

Anmerkungen

Weitere Übernahmen vor und nach dieser Fundstelle, vgl. Mw/Fragment 171 08, Mw/Fragment 172 01. Fließende Übergänge zwischen Paraphrase und wörtlicher Übernahme mit Auslassungen.

Sichter
Hood

[3.] Mw/Fragment 172 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:00:15 Kybot
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 172, Zeilen: 1-13
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 195 f., Zeilen:
[Es waren also gerade die Erfolge der Bonner Ostpolitik in Bukarest, Prag und Belgrad, die im] größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Ostpolitik führten. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik war zu einer Streitfrage geworden, die das sozialistische Lager spaltete. Moskau hätte sehr wahrscheinlich weiterhin, wenn auch widerstrebend, engere wirtschaftliche und politische Kontakte zwischen der Bundesrepublik und der Tschechoslowakei zugelassen, wenn nicht die tschechoslowakischen Liberalisierungsbemühungen ab dem Frühling 1968 den sozialistischen Zusammenhalt gefährdet hätten. Eine Umwandlung der innen- und gesellschaftspolitischen Ordnung der Tschechoslowakei hätte zu einer Neuorientierung in der Außenpolitik Prags führen können, eine mögliche Gefahr für den Zusammenhalt des sowjetischen Imperiums, welche die Sowjetunion offenkundig gar nicht erst aufkeimen lassen wollte. In dem Maße, in dem Bonns flexible Ostpolitik auf die Reformprozesse in der Tschechoslowakei einwirkte, richtete sich Moskaus militärischer Schlag gegen die Tschechoslowakei zugleich auch gegen die Bonner Ostpolitik. Es waren also gerade die bescheidenen Erfolge der Bonner Ostpolitik - in Bukarest, Belgrad und ansatzweise auch in Budapest und Prag -, die dazu beitrugen, eine Kette von Ereignissen auszulösen, die im größeren Zusammenhang zu einem Rückschlag für die Bonner Diplomatie führten: die Aufnahme engerer diplomatischer Beziehungen zur Bundesrepublik war zu einer Streitfrage geworden, die den Ostblock spaltete. Moskau hätte vermutlich weiterhin, wenn auch widerwillig, engere wirtschaftliche und politische Kontakte zwischen Bonn und Prag geduldet, wenn nicht die tschechoslowakischen Liberalisierungsbemühungen um die Mitte des Jahres 1968 die Macht der kommunistischen Partei gefährdet hätten. Eine drastische Umgestaltung der innen- und gesellschaftspolitischen Ordnung der Tschechoslowakei hätte zu einem gleichermaßen beunruhigenden Wandel der Außenpolitik Prags führen können, ein Risiko, auf das sich die Sowjetunion offenkundig nicht einlassen wollte. In dem Maß, in dem Bonns Ostpolitik zu dieser Entwicklung beitrug, richtete sich Moskaus Schlag gegen die Tschechoslowakei zugleich auf die Bonner Ostpolitik.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mw/Fragment 171 18

Sichter
Hood

[4.] Mw/Fragment 313 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:03:59 Kybot
Fragment, Gesichtet, Hanrieder 1995, Mw, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
HWI999, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 313, Zeilen: 16-27
Quelle: Hanrieder 1995
Seite(n): 194, Zeilen: 8-19
Die Große Koalition unternahm zwar erste Schritte, um die vom Kalten Krieg geprägten diplomatischen Positionen ihrer Vorgängerregierungen aufzuheben, und sie durchbrach auch einige der deutschland- und ostpolitischen Kontinuitätslinien. Jedoch versuchte die Große Koalition nach wie vor, besonders wegen des Drucks ihrer konservativen Mitglieder, dem Ostblock als Gegenleistung für ein deutsches Entgegenkommen zum Beispiel in Bezug auf den Atomwaffensperrvertrag Zugeständnisse abzuringen. Es war daher kaum verwunderlich, dass Warschau und Moskau die DDR als ein nicht verzichtbares Element der polnischen Sicherheit gegenüber der Bundesrepublik erachteten, und aus dieser Richtung der Großen Koalition “revanchistische“ Absichten nachgesagt wurden. Die neue Regierung unternahm zwar zögernde Schritte, die vom Kalten Krieg gezeichneten diplomatischen Positionen ihrer Vorgänger zu verlassen, und sie rückte auch von einigen der eingefahrenen Grundsätze der Bonner Außenpolitik ab. Nach wie vor bemühte sich jedoch die Große Koalition (und besonders ihre konservativen Mitglieder und Anhänger), dem Ostblock als Gegenleistung für ein deutsches Entgegenkommen in bezug auf West-Berlin, auf den Atomsperrvertrag sowie die Anerkennung der DDR und der Oder-Neiße-Grenze Zugeständnisse abzuringen. Es war daher kaum verwunderlich, daß Warschau (und Moskau) die DDR als unentbehrliches Element der polnischen Sicherheit gegenüber der Bundesrepublik betrachtete und daß man Bonn „revanchistische" Absichten vorwarf.
Anmerkungen

Quelle in gesamter Arbeit nicht erwähnt.

Sichter
Frangge

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