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Quelle:Mw/Schmoeckel Kaiser 1991

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Reinhard Schmoeckel, Bruno Kaiser
Titel    Die vergessene Regierung. Die große Koalition 1966 bis 1969 und ihre langfristigen Wirkungen
Ort    Bonn
Verlag    Bouvier
Jahr    1991
Anmerkung    Im Katalog der DNB: http://d-nb.info/911021981
ISBN    3-416-02246-7
URL    http://books.google.es/books?id=jvciAQAAIAAJ

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    35


Fragmente der Quelle:
[1.] Mw/Fragment 019 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:54:09 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 019, Zeilen: 21-23
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 369, Zeilen: 01-05
In der Tat, die Regierungszeit der Großen Koalition stellte eine Phase des Übergangs dar, aber nur so, wie jede Regierung, jede Zeitepoche von ihrer Vorgängerin zu ihrer Nachfolgerin überleitet. Es existiert kein Stillstand in der Historie, immer ist in der [Geschichte Bewegung und Übergang zu erkennen.] Es ist richtig, die Regierung der Großen Koalition war eine Zeit des Übergangs – aber nur so, wie jede Regierung, jede zusammengehörige Zeitepoche von ihrer Vorgängerin zu ihrer Nachfolgerin überleitet. In der Geschichte gibt es keinen Stillstand, immer ist etwas im Wandel, im Übergang begriffen.
Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 020 01. Klare inhaltliche Übernahme ohne Kenntlichmachung; jeweils einmal 7 und 8 zusammenhängende Wörter sind identisch (ohne das Auslassen von "zusammengehörige" wären es 15).

Sichter
Hotznplotz

[2.] Mw/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:56:24 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 020, Zeilen: 01-06
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 369, Zeilen: 04-05, 12-17
[Es existiert kein Stillstand in der Historie, immer ist in der] Geschichte Bewegung und Übergang zu erkennen. Deswegen sollte die Forschung die Phase der Großen Koalition nicht nur als einen Übergang von einer Ära zur anderen Ära ansehen, sondern, so wie es diese Dissertation im Bereich der Deutschland- und Ostpolitik praktiziert, als eigenständigen Zeitabschnitt betrachten und herausfinden, was in dieser Regierungszeit Zentrales passiert ist, und was diese Regierung über ihr Bestehen hinaus bewirkt hat. [Z. 4-5]

In der Geschichte gibt es keinen Stillstand, immer ist etwas im Wandel, im Übergang begriffen.

[Z. 12-17]

Gerade deswegen sollte man keine dieser vielen unterscheidbaren Phasen in der jüngeren deutschen Geschichte lediglich als Übergang von etwas zu etwas anderem betrachten, sondern als Vorgang für sich und fragen, was darin an Wichtigem sich ereignet hat und was diese Zeit an Bleibendem hervorgebracht hat, so wie es in diesem Buch geschehen ist.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 019 21‎. Umformulierungen der Aussagen aus der Quelle; die Herkunft ist aber deutlich erkennbar.

Sichter
Hotznplotz

[3.] Mw/Fragment 075 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 11:57:57 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 16-21
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 145, Zeilen: 26-33
Es gibt Hinweise dafür, dass Kiesinger die endgültige Ausformulierung der deutschlandpolitischen Passage seiner Regierungserklärung eher mit Wehner als mit dem SPD-Vorsitzenden Brandt besprochen hatte. Denn die deutschlandpolitische Passage der Regierungserklärung entspricht fast wortgleich den Formulierungen, die Wehner bereits am 3. Dezember 1966 in einer Rundfunkansprache im RIAS verwendet hatte.[FN 321]

[ [FN 321] Meyer, Christoph, Herbert Wehner. Biographie, München 2006, S. 299. Und: Schmoeckel, Reinhard / Kaiser, Bruno, Die vergessene Regierung. Die große Koalition 1966 bis 1969 und ihre langfristigen Wirkungen, Bonn 1991, S. 145.]

Es gibt Anzeichen, daß Kiesinger die endgültige Ausformulierung der deutschlandpolitischen Aussagen der Regierungserklärung eher mit dem Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Herbert Wehner, als mit dem SPD-Vorsitzenden Willy Brandt abgestimmt hat. Der Wortlaut der Regierungserklärung deckt sich fast wortgleich mit Formulierungen, die Herbert Wehner bereits am 3. Dezember 1966 in einer Rundfunkansprache verwendete[FN 6].

[ [FN 6] BULLETIN der Bundesregierung vom 7. 12. 1966, S: 1241 f.]

Anmerkungen

Der Verf. verweist lediglich mit seiner zweiten Referenz auf die Quelle und übernimmt den Text sinngemäß, ohne dies adäquat zu kenntlich zu machen. Dass hier eigentlich Schmoeckel/Kaiser sprechen, ist für den Leser nicht ersichtlich.

Sichter
Hotznplotz

[4.] Mw/Fragment 081 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:59:10 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 081, Zeilen: 14-18, 114-115
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 070, Zeilen: 15-20, 104-105
Nicht nur für die Öffentlichkeit, sondern auch für die beteiligten Parteiführungen war das Bündnis zwischen CDU/CSU und SPD unerwartet. Die Zusammenarbeit der sich so lange als Regierung und Opposition scharf gegenüberstehenden Parteien wurde als „Markstein der deutschen Geschichte“[FN 339], wie es Kiesinger am 13. Dezember 1966 in seiner Regierungserklärung ausgedrückt hatte, empfunden.

[FN 339] Oberndörfer, Dieter (Hrsg.), Kurt Georg Kiesinger. Die große Koalition 1966-1969. Reden und Erklärungen des Bundeskanzlers, Stuttgart 1979, S. 15.

Nicht nur für die deutsche Öffentlichkeit, sondern auch für die beteiligten Parteiführungen war das Bündnis der beiden großen Parteien eine Überraschung und ein Anlaß zum Umdenken. Allgemein wurde die Zusammenarbeit der sich so lange als Regierung und Opposition scharf gegenüberstehenden Blöcke als „Markstein der deutschen Geschichte“[FN 4] empfunden.

[FN 4] K. G. Kiesinger in der Regierungserklärung vom 13. 12. 1966, abgedruckt in „Kurt Georg Kiesinger, Die Große Koalition“ (s. Anm. 1), S. 15

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Literaturreferenz auf Oberndörfer

Sichter
Hotznplotz

[5.] Mw/Fragment 087 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:59:32 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 19-24
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 167; 168, Zeilen: 33-35; 01-06
Kiesinger und andere Unionspolitiker waren schon länger der Überzeugung, dass in der bisherigen Deutschland- und Ostpolitik nicht die grundsätzlichen Ziele, aber die Instrumente gewandelt werden müssten. Die SPD forderte schon lange eine flexiblere Ostpolitik und die Erzielung eines besseren Verhältnisses zu den Staaten im Osten. Eine Einigung zwischen den Parteiführungsspitzen von CDU/CSU und SPD war in diesem zentralen Bereich zunächst möglich gewesen. Bundeskanzler Kiesinger, aber auch andere Unionspolitiker waren schon länger der Überzeugung, daß an der bisherigen deutschen Ostpolitik nicht [Seite 168] die grundsätzlichen Ziele, aber die Mittel geändert werden müßten. Die SPD forderte schon lange eine dynamischere deutsche Ostpolitik und die Erzielung eines besseren Verhältnisses zu den Nachbarn im Osten. So war eine Einigung zwischen den Spitzenpolitikern der neuen Regierung auch hier überraschend leicht, man stimmte auch in zahlreichen Details überein.
Anmerkungen

Ein Verweis auf Schmoeckel/Kaiser erfolgt erst etwa eine Seite später – keine Kenntlichmachung der Übernahme.

Sichter
Jones

[6.] Mw/Fragment 097 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:59:54 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 097, Zeilen: 16-19
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 143, Zeilen: 04-08
Noch bis Mitte der 1960er Jahre war es die offizielle Politik der deutschen Bundesregierung, trotz der sich ändernden internationalen Rahmenbedingungen auf Fortschritte bei der Lösung der deutschen Frage als Voraussetzung für die Entspannung in Europa zu beharren. Trotzdem war es noch offizielle Politik der Bundesregierungen Anfang der sechziger Jahre, auf Fortschritten bei der Lösung der deutschen Frage als Voraussetzung für die Entspannung und Milderung der Gegensätze in Europa zu beharren.
Anmerkungen

Die Quelle wird nicht angegeben.

Sichter
Jones

[7.] Mw/Fragment 098 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-25 17:54:43 Plagin Hood
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 098, Zeilen: 03-11
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 165; 166, Zeilen: 30-31; 01, 05-21
Sich gegen die Entspannungstendenzen der Supermächte zu wenden, wäre für die Große Koalition nicht nur erfolglos, sondern auch gefährlich gewesen. Das starre Festhalten an den alten Prinzipien hatte die Deutschland- und Ostpolitik in den Jahren vor 1966 unbeweglich gemacht, und so war die Deutschland- und Ostpolitik hinter einer stark veränderten Weltlage zurückgefallen. Die Bonner Regierungskrise im Herbst 1966 und die Bildung der Großen Koalition ermöglichten nun, vorher durchaus bereits Gedachtes zu praktizieren und dabei bisherige außenpolitische Kontinuitätslinien zu durchbrechen. Die Deutschland- und Ostpolitik sollte jetzt in die internationale Entspannungspolitik eingebettet werden. [S. 165, Z. 30-31 u. S. 166, Z. 1]

Sich gegen diesen Entspannungstrend der Supermächte zu wenden, wäre für die Bundesrepublik nicht nur erfolglos, son- [Seite 166] dern höchst schädlich gewesen.

[S. 166, Z. 5-21]

Das unbedingte Festhalten an jahrzehntealten Prinzipien – nicht zuletzt aus Rücksicht auf bestimmte Gruppierungen unter den deutschen Wählern, etwa den Ostvertriebenen – hatte die Ostpolitik der Bundesregierung in den Jahren vor 1966 unbeweglich gemacht. [...] so bot sie das Bild, als ob sie hinter einer stark veränderten Weltentwicklung hoffnungslos zurückgeblieben sei.

Die innenpolitische Erschütterung der Bonner Regierungskrise vom Herbst 1966 und die Neugruppierung der Regierungsverantwortung unter der Großen Koalition ermöglichte nun, vorher auch auf CDU/CSU-Seite durchaus bereits Gedachtes zu praktizieren und dabei auch bisherige Tabus zu durchbrechen [...].

Dazu mußte die deutsche Ostpolitik – und die untrennbar dazu gehörige Politik zur Wiedervereinigung Deutschlands – in einen neuen, weiteren Rahmen gestellt werden.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[8.] Mw/Fragment 105 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:00:10 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 04-07
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 141, Zeilen: 14-18
Es war folgerichtig, eine aktive Deutschlandpolitik zu betreiben, denn jede Stagnation konnte bedeuten, dass der Zustand des bisher kaum existierenden Verhältnisses zwischen der Bundesrepublik und der DDR zementiert werden würde. Gemessen an diesem Postulat war es folgerichtig, eine aktive Deutschlandpolitik zu betreiben. Jeder Stillstand barg die Gefahr in sich, daß der Zustand des bisher quasi „nicht vorhandenen“ Verhältnisses zwischen der Bundesrepublik und der DDR zementiert wurde.
Anmerkungen

Ein weiteres verschleiertes und modifiziertes "Collagen-Textfragment". Jeweils einmal 6, 5 und 8 zusammenhängende Wörter sind identisch, der Inhalt stimmt überein und keine Quellenangabe ist vorhanden.

Sichter
Jones

[9.] Mw/Fragment 105 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:58:06 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 12-14
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 141, Zeilen: 21-25
Durch die neue Deutschlandpolitik sollte verhindert werden, dass sich die Menschen in den beiden Teilen Deutschlands auseinander lebten. Die neue Deutschlandpolitik konnte daher nur heißen, Kontakte zur DDR zu schaffen. Bewegung in der Deutschlandpolitik konnte folgerichtig nur heißen, Kontakte nach drüben zu schaffen [...]. Es sollte verhindert werden, daß die Menschen in den beiden Teilen Deutschlands sich auseinanderleben.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[10.] Mw/Fragment 106 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:00:14 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 6-19
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 151, Zeilen: 13-23
Anfang April 1967 hatten Vertreter der Bonner Koalitionsparteien unter dem Vorsitz Kiesingers einen gemeinsamen “offenen Brief“ an den 7. Parteitag der SED (17.-19. April), den auch Wehner im März mitentworfen hatte[FN 449], diskutiert, in welchem Vorschläge zur Annäherung der beiden Teile Deutschlands auf wirtschaftlichen, kulturellen und anderen Feldern gemacht wurden. So unter anderem: Verbesserte Reisemöglichkeiten, Passierscheinregelungen, Ermöglichung von Familienzusammenführungen und Ausweitung des innerdeutschen Handels.[FN 450] Brandt teilte am 11. April auf einer SPD-Präsidiumssitzung mit, dass von Kiesinger der Entwurf des “offenen Briefes“ akzeptiert worden sei, und dieser nun verschickt werde.[FN 451] Die französische Zeitung “La Nation“ nannte diesen “offenen Brief“ eine von der Bundesregierung in den letzten Tagen gestartete Initiative der ausgestreckten Hand.[FN 452]

Auf dem SED-Parteitag am 17. April 1967 antwortete Ulbricht in einer Rede auf den “offenen Brief“ aus Bonn mit der Forderung nach einem Treffen zwischen Stoph und Kiesinger:


FN 449: Wehner sandte seinen sieben Seiten langen Entwurf am 26.3.1967 an Brandt: AdsD, HWA, Nachlass Herbert Wehner, Aktengruppe Parteivorstand, Ordner 0111. Der SPD-Vorstand befasste sich dann am 1.4. auf einer Sitzung mit Wehners Entwurf und verabschiedete einmütig einen modifizierten Text, S. 1-2, hier S. 1: AdsD, Protokolle des SDP-Bundesvorstandes V. WP.

FN 450: Osterroth, Franz / Schuster, Dieter, Chronik der deutschen Sozialdemokratie, Band 3: Nach dem Zweiten Weltkrieg, Bonn 19782, S. 381-382.

FN 451: SPD-Präsidiumssitzung 11.4.1967: AdsD, Protokolle des SPD-Präsidiums V. WP: S. 1-2, hier S. 2.

FN 452: Müller, Helmut M., Schlaglichter der deutschen Geschichte, hrsgg. von der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2002, S. 374.

Anfang April 1967 hatten Vertreter der beiden Bonner Koalitionsparteien unter Vorsitz Kiesingers einen gemeinsamen "offenen Brief" an den 7. Parteitag der SED (17.-19. April) beraten, in dem Vorschläge zur Annäherung der beiden Teile Deutschlands auf wirtschaftlichen, kulturellen und sonstigen Gebieten gemacht wurden. Der Brief ging auf einen Entwurf Herbert Wehners zurück. Die französische Zeitung LA NATI0N nannte diesen Brief eine von Bundeskanzler Kiesinger in den letzten Tagen gestartete "Initiative der ausgestreckten Hand".

Auf dem SED-Parteitag antwortete Ulbricht in einer Rede mit der Forderung nach einem Treffen Kiesinger - Stoph.

Anmerkungen

MW gibt zahlreiche Fußnoten an, jedoch wird die eigentliche Vorlage, Schmoeckel und Kaiser 1991, nicht erwähnt: Verschleierung; weitere Verschleierungen auf S. 107, vgl. Schmoeckel und Kaiser 1991, S. 151 f.

Sichter
Hood

[11.] Mw/Fragment 107 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:00:16 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 3-17
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 151 f., Zeilen:
Die Bundesregierung entschloss sich, auf Ulbrichts Vorschlag erst dann einzugehen, wenn in Bonn die auf dem SED-Parteitag angekündigten Briefe an die CDU und die SPD eingetroffen waren. Statt der erwarteten Briefe an die Parteivorsitzenden kam am 10. Mai 1967 ein Brief des DDR-Ministerpräsidenten Stoph an Kanzler Kiesinger. Hierin forderte Stoph eine Normalisierung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR und die Aufgabe des bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruchs. Stoph verlangte den Verzicht beider deutschen Staaten auf die Verfügungsgewalt von Atomwaffen und ihre Bereitschaft, an einer atomwaffenfreien Zone in Mitteleuropa teilzuhaben. Er betonte, dass eine Vereinbarung über die Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten der erste und wichtigste Schritt sei, um die Spannungen in Europa abzubauen und um eine ordnungsgemäße Regelung vieler Fragen zwischen der DDR und der Bundesrepublik zu ermöglichen.[FN 455] Kiesinger hatte sich am 10. Mai sofort zur Annahme und zur offiziellen Kenntnisnahme des Stoph-Briefes entschlossen. Der Brief wurde noch am selben Tag vom Bundespresseamt veröffentlicht.[FN 456] Beides ein Novum für Bonn.


FN 455: Dieser Stoph-Brief ist unter anderem abgedruckt bei: ACDP, Unterlagen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 08-001-256/2: CDU-Pressemitteilung vom 12.5.1967, S. 1-3. / Dokumente zur Deutschlandpolitik, V. Reihe, Band 1/1966-1967, Erster Halbband, S. 115-117.

FN 456: Wie aus einer Aufzeichnung Wehners vom 15.5.1967 hervorgeht, war das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen über die so rasche Veröffentlichung des Stoph-Briefes ohne vorherige Konsultation verärgert gewesen, S. 1-6, hier S. 2: BAK, Akten des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen V. WP, Ordner B137-3666.

In Bonn entschloß man sich, auf diese Forderung frühestens dann einzugehen, wenn in Bonn die Briefe an die CDU und SPD eingetroffen seien, die der SED-Parteitag angekündigt hatte. Ein solcher Briefwechsel von Partei zu Partei war der protokollarische Ausweg gewesen, den man in Bonn gefunden hatte, um einen offiziellen Schriftwechsel zwischen den Regierungen vermeiden zu können.

Statt der erwarteten Briefe an die Parteivorsitzenden kam am 11. Mai 1967 ein Brief des DDR-Ministerpräsidenten Stoph an Bundeskanzler Kiesinger, der von einem persönlichen Beauftrag-

[S. 152] ten aus Ostberlin an der Pforte des Palais Schaumburg in Bonn abgegeben wurde. Bundeskanzler Kiesinger entschloß sich sofort zur Annahme und zur offiziellen Kenntnisnahme dieses Schreibens, das am 12. Mai auch offiziell vom Bundespresseamt veröffentlicht wurde - beides ein Novum für Bonn.

Anmerkungen

MW gibt Fußnoten an, jedoch wird die eigentliche Vorlage, Schmoeckel und Kaiser 1991, nicht erwähnt: Verschleierung; Fortsetzung von Mw/Fragment 106 06; weitere Verschleierungen auf S. 107, vgl. Schmoeckel und Kaiser 1991, S. 152 Weitere Übernahmen weiter unten auf der Seite, siehe Mw/Fragment 107 20.

Sichter
Hood

[12.] Mw/Fragment 107 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:00:18 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Plagin Hood, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 20-24
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 152, Zeilen: 06-12
Brandt war am 10. Mai 1967 wegen eines Konsultationsgespräches mit der japanischen Regierung in Tokio gewesen. Dies scheint ein Hinweis dafür zu sein, dass die Entscheidung über die Annahme des Stoph-Briefes und damit über den Beginn eines Briefwechsels [Fn 458] mit Stoph von Kanzler Kiesinger allein gefällt wurde, worauf auch Wehner in einem Interview am 1. Juni rückblickend hinwies. [Fn 459]

[Fn 458]: Der gesamte Briefwechsel Stoph-Kiesinger ist abgedruckt bei: Von Siegler, Heinrich (Hrsg.), Archiv der Gegenwart, Band IV: Dokumentation zur Deutschlandfrage, Bonn u. a. 1972, S. 575-684. / BAK, Akten des Bundeskanzleramts V. WP, Mikrofilmsignatur B136-6446.

[Fn 459]: Presseagenturmeldung vom 2.6.1967: AdsD, Unterlagen der SPD Bundestagsfraktion V. WP, Ordner 1980.

Außenminister Brandt war zu diesem Zeitpunkt nicht in Bonn, er hielt sich zu einem Konsultationsgespräch mit der japanischen Regierung in Tokio auf. Dies deutet daraufhin, daß die konkrete Entscheidung über die Annahme des Stoph-Briefes und damit über den Beginn eines Briefwechsels mit der Regierung der DDR von Bundeskanzler Kiesinger allein gefällt wurde, nicht etwa von Außenminister Brandt.
Anmerkungen

Mw hat zwar offensichtlich nachrecherchiert und Fußnoten hinzugefügt, die teils wörtlichen und teils nur sinngemäßen Übereinstimmungen legen jedoch nahe, dass hier Text und Gedanken aus Schmoeckel_Kaiser_1991 übernommen worden sind. Dafür sprechen auch die weiteren Übernahmen aus Schmoeckel_Kaiser_1991 auf der gleichen Seite (und ebenfalls gleichen Seite bei Schmoeckel_Kaiser_1991).

Sichter
Frangge

[13.] Mw/Fragment 120 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:58:30 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 08-14
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 152, Zeilen: 21-30
An dem Briefwechsel Stoph-Kiesinger zeigten sich deutlich die verschiedenen Grundpositionen der beiden deutschen Regierungen. Stoph stellte die große Politik mit Anerkennung der Grenzen, direkten Verhandlungen, Kernwaffenverzicht und Aufgabe des bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruchs in den Vordergrund. Kiesinger hingegen wies darauf hin, dass der innere Zusammenhalt des deutschen Volkes gestärkt werden müsse [...]. In dem Briefwechsel Kiesinger – Stoph[FN 16] und an der politischen Entwicklung, die dadurch in Gang kam, zeigt sich exemplarisch die konzeptionelle Grundlage der Deutschlandpolitik der Großen Koalition. Während Stoph die „große Politik“ mit Anerkennung der Grenzen, direkten Verhandlungen, Kernwaffenverzicht, Zurückweisung des Alleinvertretungsanspruchs und Gewaltverzicht in den Vordergrund stellte, betonte Kiesinger [...] die Förderung der menschlichen, wirtschaftlichen und geistigen Beziehungen: „Das Leben im geteilten Deutschland muß erträglicher werden.“
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[14.] Mw/Fragment 120 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:58:32 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 16-20
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 153, Zeilen: 11-15
Die wiederholte Forderung des DDR-Regimes nach der bundesdeutschen Anerkennung der DDR und Westberlins als eigenständige politische Einheit ohne Bindung an die Bundesrepublik war der Blocker, der einen deutschlandpolitischen Durchbruch der Bundesregierung verhinderte, da die Bundesregierung die Linie zu einer Anerkennung der DDR nicht überschreiten wollte. Die nachdrücklich wiederholte Forderung nach völkerrechtlicher Anerkennung der DDR und Westberlins als eigenständiger politischer Einheit ohne Bindung an die Bundesrepublik war der Blocker, der von Seiten des Ostens, vor allem der Sowjetunion, die Tore geschlossen halten konnte.
Anmerkungen
Sichter
Hood

[15.] Mw/Fragment 123 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 17:58:43 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 06-07
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 153, Zeilen: 18-20
Darüber hinaus führte die DDR eine eigene Staatsbürgerschaft ein, gedacht als Gegenoffensive zu dem bundesdeutschen Alleinvertretungsanspruch. Die DDR führte eine eigene Staatsbürgerschaft ein, gedacht als Gegenzug zu dem westdeutschen Alleinvertretungsanspruch [...].
Anmerkungen

Zwar ist die ehemalige eigene DDR-Staatsbürgerschaft Allgemeinwissen, für deren hier übernommene Motivierung hätte aber eine Quellenangabe erfolgen müssen.

Sichter
Hotznplotz

[16.] Mw/Fragment 148 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:01:39 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 23-26
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 167, Zeilen: 13-16
Indem die Bundesregierung offensiv versuchte, durch ein Klima des Vertrauens

bei den Satellitenstaaten Moskaus die starre Gegnerschaft gegen die Bundesrepublik aufzubrechen, wollte die Bundesregierung auf Moskau einwirken, seinerseits Gesprächsbereitschaft zu zeigen [...].

Indem Bonn versuchte, durch ein Klima des Vertrauens bei den Satelliten Moskaus zumindest dort die starre Gegnerschaft gegen die Bundesrepublik aufzubrechen, wollte man auf Moskau einwirken, seinerseits Gesprächsbereitschaft an den Tag zu legen.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[17.] Mw/Fragment 149 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:01:41 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 149, Zeilen: 03-10
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 167, Zeilen: 17-28
Diese deutsche Ostpolitik, der Umweg über die Satellitenstaaten, ist von den Sowjets missgedeutet worden als ein Versuch der Großen Koalition, das sozialistische Lager zu spalten, und als ein Versuch, die Satellitenstaaten zur Unabhängigkeit gegenüber Moskau aufzuhetzen. Eine solche Überbewertung der eigenen Bedeutung und Macht existierte innerhalb der Großen Koalition wohl kaum. Die Große Koalition hoffte jedoch sicherlich, Moskau das Instrument der Kontrolle seines Einflussbereiches durch das Aufrechterhalten der Furcht vor dem bundesdeutschen “Revanchismus und Militarismus“ wegnehmen zu können. Der Umweg über die Satelliten sollte den Schlüssel liefern, der zum Öffnen des Zugangs zu Moskau notwendig war.

Diese Politik ist oft verkannt worden als ein Keil, den Bonn angeblich in das sozialistische Lager treiben wollte, um die Satelliten gleichsam zur Unabhängigkeit gegenüber Moskau aufzustacheln. Eine solche Überschätzung der eigenen Bedeutung gab es vielleicht bei de Gaulle, nicht aber innerhalb der Bundesregierung oder bei einem der Koalitionspartner. Was sich die Bundesregierung jedoch erhoffte, war, Moskau das Instrument der Disziplinierung seiner Gefolgschaft durch das Aufrechterhalten der Furcht vor deutschem „Revanchismus und Militarismus“ aus der Hand schlagen zu können.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[18.] Mw/Fragment 163 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 12:13:08 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 04-13
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 196; 197, Zeilen: 31-37; 01-06
Die sehr rasch aktiv gewordene und von Moskau geführte Propaganda des übrigen Ostblocks gegen die Reformprozesse in der Tschechoslowakei richtete sich zunächst nicht etwa gegen die Prager Reformer, die weiter behaupteten, gute Kommunisten und dem Warschauer Pakt treu zu sein, vielmehr attackierte sie die “Revanchisten“ in Bonn, die sich angeblich bemühten, die Tschechoslowakei von der sozialistischen Gemeinschaft abzuspalten und gegen die Sowjetunion aufzustacheln. Die Bundesregierung durfte also dieser Propaganda keinerlei Nahrung liefern, wenn sie beide Ziele weiter verfolgen wollte: Ein möglichst ungestörter Reformprozess in der Tschechoslowakei zu mehr Freiheit und eine Normalisierung des deutschen Verhältnisses zu den osteuropäischen Staaten. Die sehr bald einsetzende, von Moskau gelenkte Propaganda des übrigen Ostblocks gegen die Entwicklung in der Tschechoslowakei griff zunächst nicht etwa die Reformer in Prag an, die ja lautstark behaupteten, gute Kommunisten und dem Warschauer Pakt treu zu sein. Vielmehr nahm Moskau die „deutschen Revanchisten“ aufs Korn, die sich angeblich bemühten, die CSSR „von der sozialistischen Gemeinschaft loszureißen und gegen die So- [Seite 197] wjetunion aufzustacheln“[FN 16]. Die deutsche Politik durfte also dieser Ostblockpropaganda keinerlei Vorwände liefern, wenn sie beiden Zielen dienen wollte: einer möglichst ungestörten Entwicklung in der Tschechoslowakei zu mehr Freiheit, und einer Verbesserung des Verhältnisses der Bundesrepublik Deutschland zu allen Ostblockstaaten.

[ [FN 16] RADIO MOSKAU vom 16. 4. 1968]

Anmerkungen

keine Quellenangabe vorhanden

Sichter
Jones

[19.] Mw/Fragment 180 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:00:25 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: 26-29
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 181, Zeilen: 21-27
Erst Anfang 1969 mehrten sich die Anzeichen, dass Moskau versuchte, mit Bonn wieder ins Gespräch zu kommen. Der Kreml, interessiert an Erdgaslieferungen in die Bundesrepublik, bot Gespräche über ein Handelsabkommen an und erklärte sich zur Wiederaufnahme der zeitweilig unterbrochenen Verhandlungen über eine Lufthansa-[Fluglinie nach Moskau bereit.[FN 796]] Doch ab dem Frühsommer 1969 mehrten sich die Anzeichen, daß man in Moskau versuchte, mit Bonn wieder in ein Gespräch zu kommen. Die Sowjetunion, interessiert an Erdgaslieferungen in die Bundesrepublik, bot Gespräche über ein Handelsabkommen an und erklärte sich zur Wiederaufnahme der zeitweilig unterbrochenen Verhandlungen über eine Fluglinie der Lufthansa nach Moskau bereit.
Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 181 01 (siehe Anm. dort)

Sichter
Hotznplotz

[20.] Mw/Fragment 181 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 12:14:39 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 01-13
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 181; 182, Zeilen: 27-35; 01-04
[Der Kreml, interessiert an Erdgaslieferungen in die Bundesrepublik, bot Gespräche über ein Handelsabkommen an und erklärte sich zur Wiederaufnahme der zeitweilig unterbrochenen Verhandlungen über eine Lufthansa-]Fluglinie nach Moskau bereit.[FN 796] Der sowjetische Außenminister Gromyko äußerte sich nun in relativ gemäßigten Erklärungen zur Deutschland- und Berlinfrage und zur Politik der deutschen Bundesregierung. Der deutsche Botschafter in Moskau, Helmut Allardt, durfte nach langer Wartezeit im Juli endlich seinen offiziellen Antrittsbesuch beim sowjetischen Ministerpräsidenten Kossygin absolvieren.[FN 797]

Ob es innere oder wirtschaftliche Schwierigkeiten der Sowjetunion waren, oder ob sie beabsichtigte, dem sehr negativen Eindruck, den die sowjetische Besetzung der Tschechoslowakei ausgelöst hatte, entgegenzuwirken, ist schwierig festzustellen. Bedeutend war die Tatsache, dass der Kreml 1969 wieder zum Gespräch mit der Bundesregierung bereit war.

[ [FN 796]: Siehe dazu das aufgezeichnete Gespräch zwischen Georg Ferdinand Duckwitz, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, und dem sowjetischen Botschafter Zarapkin am 17.9.1969 in Bonn, wo diese Fluglinienthematik detailliert besprochen wurde: Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland, 1969, Band 2, herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte, München 2000, S. 1014-1021, hier S. 1014-1017.

[FN 797]: Siehe auch: Allardt, Helmut, Politik vor und hinter den Kulissen - Erfahrungen eines Diplomaten zwischen Ost und West, Düsseldorf 1997. / Allardt, Helmut, Moskauer Tagebuch. Beobachtungen, Notizen, Erlebnisse, Düsseldorf 1973.]

Außenminister Gromyko äußerte sich in relativ gemäßigten Wendungen zur Deutschland- und Berlinfrage und zur Politik der Bundesrepublik und signalisierte das Einverständnis mit der Wiederaufnahme des Notenwechsels über den Gewaltverzicht. Der neue deutsche Botschafter in Moskau, Allardt, durfte nach einjähriger Wartezeit endlich seinen Antrittsbesuch bei Ministerpräsident Kossygin machen.

All dies geschah zwischen Mai und Juli 1969. Ob es innere wirtschaftliche Schwierigkeiten der Sowjetunion waren, ob sie [Seite 182] versuchte, dem negativen Eindruck ihrer Besetzung der Tschechoslowakei entgegenzuwirken oder ob andere Gründe mitspielten, läßt sich schwer entscheiden. Wichtig war die unbestreitbare Tatsache, daß Moskau wieder zum Gespräch mit Bonn bereit war [...].

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 180 26. Der Fließtext wird aus der Quelle übernommen, die Fußnoten als angebliche Quellen hinzugefügt.

Sichter
Hotznplotz

[21.] Mw/Fragment 222 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:01:41 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 222, Zeilen: 19-21
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 179, Zeilen: 04-07
Die Reaktionen Polens auf diese Signale aus Bonn waren durchgehend negativ. Gerade aus Warschau kamen die heftigsten Angriffe gegen die “revanchistische“ Bundesrepublik. Die Antwort der Volksrepublik Polen auf diese Signale aus Bonn waren bis fast zum Ende der Großen Koalition völlig negativ. Gerade aus Warschau kamen mit die heftigsten Angriffe auf die angeblich „revanchistische“ Bundesrepublik.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[22.] Mw/Fragment 233 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:03:50 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
92.195.23.45, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 233, Zeilen: 19-30
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 176-177, Zeilen: 23-
Hier musste eine politisch-völkerrechtliche Formel berücksichtigt werden, die bisher fest in der Politik der Bundesrepublik integriert gewesen war, dass nämlich erst ein Friedensvertrag mit Gesamtdeutschland über dessen endgültige Grenzen entscheiden könne. Darüber hinaus hatte der Kanzler auch die Bedürfnisse der deutschen Ost-Vertriebenen zu respektieren, die - wie man vermuten musste - nicht gewillt waren, den Anspruch auf ihre Heimat in den nach dem Zweiten Weltkrieg zu Polen gefallenen Teilen Deutschlands aufzugeben. Eine so große Wählergruppe durfte nicht verschreckt werden. Jedoch beharrte der Ostblock auf die bundesdeutsche Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze als Westgrenze Polens, so wie dies die DDR schon 1950 getan hatte. Im Westen gab es kaum eine offizielle Stimme, die noch den deutschen Rechtsanspruch auf eine endgültige Grenzregelung erst in einem Friedensvertrag wirklich unterstützte. In der [Bundesrepublik selbst mehrten sich zum Entsetzen des BdV um 1966 die Forderungen, schon jetzt die Oder-Neiße-Grenze anzuerkennen.] Hier mußte er nicht nur auf eine politisch-völkerrechtliche Formel Rücksicht nehmen, die bisher fester Bestandteil der Politik der Bundesrepublik gewesen war: daß erst ein Friedensvertrag mit Gesamtdeutschland über dessen endgültige Grenzen entscheiden könne, somit auch über die Oder-Neiße-Grenze zu Polen. Darüber hinaus hatte der Bundeskanzler auch die Gefühle von Millionen deutscher Heimatvertriebener zu achten, die — wie man glauben mußte - nicht bereit waren, das Recht auf ihre Heimat in den nach dem Zweiten Weltkrieg zu Polen geschlagenen Teilen Deutschlands aufzugeben. Eine so große Wählergruppe durfte man nicht vor den Kopf stoßen.

Auf der anderen Seite stand die Weltmeinung. Der Ostblock beharrte einstimmig auf der endgültigen Anerkennung der Oder-Neiße als polnischer Westgrenze auch durch die Bundesrepublik, so wie dies die DDR schon 1950 getan habe. Auch im Westen gab es kaum eine offizielle Stimme, die noch den westdeutschen Rechtsanspruch auf eine endgültige Regelung erst im Friedensvertrag ernst nahm oder unterstützte. In der Bundesrepublik selbst mehrten sich um 1966 die Forderungen, schon jetzt die Westgrenze Polens endgültig anzuerkennen.

Anmerkungen

Fortsetzung auf der nächsten Seite. Absatz ohne Fußnote; kein Beleg/Verweis auf Schmoeckel und Kaiser 1991

Sichter
Frangge

[23.] Mw/Fragment 234 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:03:51 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
HWI999, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 234, Zeilen: 01-03
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 177, Zeilen: 3-9
[In der] Bundesrepublik selbst mehrten sich zum Entsetzen des BdV um 1966 die Forderungen, schon jetzt die Oder-Neiße-Grenze anzuerkennen. Es handelte sich dabei vor allem um Gruppierungen aus der SPD und FDP. In der Bundesrepublik selbst mehrten sich um 1966 die Forderungen, schon jetzt die Westgrenze Polens endgültig anzuerkennen. Es handelte sich dabei nahezu um die gleichen Kreise, die auch zur völkerrechtlichen Anerkennung der staatlichen Existenz der DDR bereit waren: große Teile der SPD und der FDP sowie bestimmte einflußreiche Publikationsorgane.
Anmerkungen

Fortsetzung von der vorangehenden Seite Mw/Fragment_233_19. Absatz ohne Fußnote; kein Beleg/Verweis auf Schmoeckel und Kaiser 1991.

Sichter
Frangge

[24.] Mw/Fragment 235 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:03:53 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Plagin Hood, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 235, Zeilen: 3-18
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 177, Zeilen: 13-33
Kiesinger hatte am 13. Dezember 1966 in seiner Regierungserklärung Wert darauf gelegt, sehr sorgfältig zu formulieren und versöhnende Signale nach Polen auszusenden, ohne Proteste bei den deutschen Ost-Vertriebenen hervorzurufen. Die Grenzen eines wiedervereinigten Deutschlands könnten nur in einer frei vereinbarten Regelung mit einer gesamtdeutschen Regierung festgelegt werden, hieß es in der Regierungserklärung, wie es seit eh und je der deutsche Rechtsstandpunkt war. Aber es lautete weiter, es bedürfe einer Regelung, welche die Voraussetzung für ein von beiden Völkern, Deutschen und Polen, gebilligtes, dauerhaftes und friedliches Verhältnis guter Nachbarschaft schaffe. Der lebhafte Wunsch weiter Schichten des deutschen Volkes nach einer Aussöhnung mit Polen wurde erwähnt, ebenso wie die leidvolle Geschichte Polens und dessen Verlangen, endlich in einem Staatsgebiet mit gesicherten Grenzen zu leben, das man mit Blick auf das gegenwärtige Schicksal des eigenen geteilten Volkes besser als in früheren Zeiten begreife.[FN 1039] Dies waren neue Formulierungen gegenüber Polen. Bei mehreren Gelegenheiten präzisierte Kanzler Kiesinger seine Haltung zu Polen und der Oder-Neiße-Grenze noch weiter. [FN 1040]


[FN 1039]: Bundestagssitzung 13.12.1966: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 63: Stenographische Berichte der 78.-102. Sitzung 1966/67, herausgegeben in Bonn, S. 3643-3665, Regierungserklärung S. 3656-3665, hier S. 3662.

[FN 1040]: Zum Beispiel am 14.3.1968 im Bundestag: Verhandlungen des Deutschen Bundestages, 5. Wahlperiode, Band 66: Stenographische Berichte der 146.-168. Sitzung 1968, herausgegeben in Bonn, S. 8281-8416, Kiesinger S. 8324-8326. Über die Gelegenheiten, bei denen Kanzler Kiesinger seine Haltung zu Polen und der Oder-Neiße-Grenze präzisierte, hatte Schmoeckel eine schriftliche Übersicht erstellt, S. 1-5: ACDP, Nachlass Kurt Georg Kiesinger, Ordner 01-226-310.

In der Regierungserklärung vom Dezember 1966 hatte Bundeskanzler Kiesinger Wert darauf gelegt, sehr sorgfältig zu formulieren und versöhnende Signale nach Warschau auszusenden, ohne Proteste bei den deutschen Ostvertriebenen hervorzurufen.

"Die Grenzen eines wiedervereinigten Deutschland können nur in einer frei vereinbarten Regelung mit einer gesamtdeutschen Regierung festgelegt werden", hieß es in der Regierungserklärung, wie es seit eh und je der deutsche Rechtsstandpunkt war. Aber es hieß weiter: "... einer Regelung, die die Voraussetzungen für ein von beiden Völkern gebilligtes dauerhaftes und friedliches Verhältnis guter Nachbarschaft bilden soll." Der lebhafte Wunsch weiter Schichten des deutschen Volkes nach einer Aussöhnung mit Polen wurde erwähnt, die leidvolle Geschichte Polens und dessen Verlangen, "endlich in einem Staatsgebiet mit gesicherten Grenzen zu leben", das "wir im Blick auf das gegenwärtige Schicksal unseres eigenen geteilten Volks besser als in früheren Zeiten begreifen."

Dies waren Polen gegenüber durchaus neue Töne. Bei verschiedenen Gelegenheiten ging Bundeskanzler Kiesinger später noch weiter in der Präzisierung seiner Haltung[FN 12].

[FN 12] z.B. in der Aussprache des Bundestags zum "Bericht über die Lage der Nation im geteilten Deutschland" am 14.3. 1968, abgedruckt in K. G. Kiesinger, Reden ..., S. 177, erneut im Bundestag am 27.3.1968 (Reden ... S. 182 ff.), am 3.6.1969 vor dem Kongreß der Handelsvertreter in Bonn (BULLETIN der Bundesregierung 1969, S. 623)

Anmerkungen
Sichter
Hood

[25.] Mw/Fragment 247 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:04:05 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 247, Zeilen: 13-15
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 190, Zeilen: 25-28
Mitte Februar 1968 kam eine SED-Delegation aus Ostberlin nach Rom, um sich von der PSU berichten zu lassen, was die SPD an neuen deutschland- und ostpolitischen Vorstellungen in ihren bisherigen Gesprächen mit der PSU dargelegt hatte.[FN 1092]

[FN 1092:] Timmermann, Heinz, Im Vorfeld der neuen Ostpolitik - Der Dialog zwischen italienischen Kommunisten und deutschen Sozialdemokraten 1967/68. In: Ost-Europa, Band 6, 1971, S. 388-399, hier S. 394.

Schon Mitte Februar 1968 kam eine SED-Delegation aus Ostberlin nach Rom, um sich von ihren italienischen Genossen berichten zu lassen, was die SPD an neuen außenpolitischen Vorstellungen in ihren bisherigen Kontakten dargelegt hatte.[FN 7]

[FN 7] Heinz Timmermann, Im Vorfeld der neuen Ostpolitik - Der Dialog zwischen italienischen Kommunisten und deutschen Sozialdemokraten 1967/68, in: OST-EUROPA Nr. 6/1971, S. 394

Anmerkungen

Identische Textpassagen über jeweils einmal 13 und 8 Wörter und auch ansonsten nur marginale Unterschiede. Der Verdacht der Übernahme der Textstelle samt Referenz auf Timmermann aus Schmoeckel/Kaiser liegt nahe. Auch für den prinzipiell noch möglichen Fall, dass Mw und S./K. hier Timmermann (Quelle liegt nicht vor) "paraphrasieren", hätte Mw eine wörtliche Übernahme kenntlich machen müssen. (Fundstelle wurde über google.books überprüft.) -Jones Stelle bei Timmermann 1971, S. 394 "Die SED akzeptierte die Sondierungen der KPI und schickte auf Einladung Longos am 14. Februar 1968 eine Delegation zu ausführlichen, zwölf Tage dauernden Gesprächen nach Rom." -Frangge

Sichter
Jones

[26.] Mw/Fragment 254 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:04:19 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 254, Zeilen: 09-12
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 183, Zeilen: 04-07
Im Laufe der folgenden drei Jahre zeigten sich dabei immer größer werdende konzeptionelle Differenzen, und diese wurden, je mehr es auf die nächste Bundestagswahl zuging, von beiden Seiten der jeweils anderen vorgehalten. Aber im Lauf der folgenden drei Jahre zeigten sich immer mehr Differenzen, und diese wurden, je mehr es auf die Bundestagswahl zuging, von beiden Seiten der jeweils anderen Partei polemisch vorgehalten.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Jones

[27.] Mw/Fragment 254 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-25 17:56:09 Plagin Hood
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 254, Zeilen: 23-25
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 183, Zeilen: 21-22
Dabei behauptete die SPD, dass die CDU/CSU und der Kanzler hinter die einmal gemeinsam beschlossene und in Kiesingers Regierungserklärung verkündete deutschland- und ostpolitische Linie zurückgewichen seien. Dabei behauptete die SPD, die CDU/CSU und der Bundeskanzler seien hinter die einmal vereinbarte Linie zurückgewichen.
Anmerkungen

Übernahme mit eigener Ergänzung; keine Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 255 01.

Sichter
Hotznplotz

[28.] Mw/Fragment 255 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:02:21 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 255, Zeilen: 01-03
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 183, Zeilen: 23-26
Umgekehrt klagten die Unionsparteien, die SPD nutze trotz dieser beschlossenen Linie hinter dem Rücken des Koalitionspartners alle Möglichkeiten, um eine andere konzeptionelle Linie im Osten auszuloten. Umgekehrt beklagten sich die Unionsparteien, die SPD nutze, unbekümmert um solche Abmachungen, hinter dem Rücken des Koalitionspartners alle Kanäle, um für ihre andere Linie im Osten zu werben.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 254 23. Keine Quellenangabe.

Sichter
Hotznplotz

[29.] Mw/Fragment 256 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:04:27 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
HWI999, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 256, Zeilen: 03-18
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 85, Zeilen: 2-33
Im Hinblick auf diese inneren Schwierigkeiten, Krisen und konzeptionellen Streitereien entsteht automatisch die Frage, ob denn die Große Koalition überhaupt etwas leisten konnte. Aber Probleme sind für die im Staat Regierenden dazu da, um gelöst zu werden. Es gab in den Jahren 1966-1969 durchaus auch längere Zeiten ohne koalitionsinterne Streitereien. Den handelnden Politikern war bewusst, dass diese Regierung nicht platzen durfte, nachdem sich die Bundesregierung Erhard schon im Herbst 1966 in einer großen Krise aufgelöst hatte. Eine neue Regierungskrise hätte sicherlich die schon im Herbst 1966 drohende Staatskrise ausgelöst. CDU/CSU und SPD hätten damit ihre Unfähigkeit zur sachlichen Lösung politischer Probleme demonstriert. Es war das Pflichtgefühl von CDU/CSU und SPD für die Bundesrepublik, die beide Parteien seit 1949, wenn auch von verschiedenen Positionen aus, gemeinsam aufgebaut hatten, aber auch ihre Partikularinteressen, die sie zwangen, die Große Koalition mit möglichst großem sachlichen Erfolg zu Ende zu führen, mochten die Schwierigkeiten auch noch so gewaltig sein. Sicherlich hätte manchmal der eine oder der andere Parlamentarier wegen der deutschland- und ostpolitischen Differenzen am liebsten die Koalition vorzeitig aufgelöst, was aber nicht passiert ist. Betrachtete man die zuvor geschilderten inneren Schwierigkeiten und Krisen [...] lediglich für sich, dann müßte man sich fragen, wie denn überhaupt die Regierung der Großen Koalition etwas Positives hat zuwege bringen können. Aber Krisen sind für die im Staat Verantwortlichen dafür da, überwunden zu werden. Und es gab in den Jahren 1966 bis 1969 durchaus auch längere Zeiten ohne koalitionsinterne Querelen, [...] Den verantwortlichen Politikern war genauso klar wie den erfahrenen Parlamentsjournalisten, daß diese Regierung einfach nicht scheitern durfte. Denn eine neue Regierungskrise so kurz nach der vorigen hätte die schon im Herbst 1966 drohende Staatskrise gewiß heraufbeschworen. Beide großen Volksparteien hätten damit nur zu deutlich dokumentiert, daß sie zur sachlichen und unvoreingenommenen Lösung politischer Probleme nicht fähig seien. [...] Es war das Verantwortungsgefühl beider Parteien für den Staat, den sie in siebzehn Jahren, wenn auch von verschiedenen Positionen aus, gemeinsam aufgebaut hatten, aber auch ihr beiderseitiges Parteiinteresse, das sie zwang, diese Regierung mit Anstand und mit möglichst großem sachlichen Erfolg zu Ende zu führen, mochten die Schwierigkeiten manchmal auch noch so groß sein. Bestimmt hätte manchmal der eine oder der andere Politiker gerne vor Ärger am liebsten die Koalition platzen lassen. Sie haben es nicht getan.
Anmerkungen

Absatz ohne Fußnote; kein Beleg/Verweis auf Schmoeckel und Kaiser 1991

Sichter
Frangge

[30.] Mw/Fragment 267 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 12:22:27 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 267, Zeilen: 19-22
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 183; 184, Zeilen: 27-31; 01-02
Bei der SPD existierte eine viel größere Motivation als bei der CDU/CSU, die durch sowjetische Macht entstandenen und aufrechterhaltenen Realitäten des Status quo in Europa nicht nur zur Kenntnis zu nehmen, sondern auch in der Weiterentwicklung der Deutschland- und Ostpolitik von ihnen auszugehen. Die SPD-Haltung 1969 wurde von Dieter Mahnke so definiert: Bei den Sozialdemokraten bestand mindestens seit 1969 grundsätzlich eine größere Bereitschaft, die durch sowjetische Macht geschaffenen und aufrechterhaltenen Realitäten des Status quo in Europa nicht nur widerwillig zur Kenntnis zu nehmen, sondern [Seite 184] auch terminologisch zu akzeptieren und in der Weiterentwicklung der Politik von ihnen auszugehen[FN 17].

[ [FN 17] Dieter Mahnke, Der politische Umbruch in der Bundesrepublik Deutschland - Von der Großen Koalition zur SPD/FDP-Regierung, in: Die internationale Politik 1968-1969, München 1974, S. 379]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Jones

[31.] Mw/Fragment 292 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 12:22:50 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 292, Zeilen: 06-10; 14-18
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 182, Zeilen: 07-18
[Z. 6-10]

[...] denn es war beachtlich gewesen, dass im Sommer 1969 erstmals deutsche Politiker zu Besuch nach Moskau eingeladen worden waren. Allerdings waren diese Einladungen von der Sowjetunion sehr selektiv ausgeteilt worden. Im Juni waren die FDP-Politiker Scheel, Mischnick und Genscher nach Moskau gereist und Ende August die SPD-Politiker Schmidt, Möller und Franke.[FN 1291]

[Z. 14-18]

Sowjetische Einladungen an CDU/CSU-Politiker lagen während der Großen Koalition nicht vor. Bei der SPD und FDP schien der Kreml auf mehr Entgegenkommen bei den sowjetischen Forderungen zu hoffen, und beide Parteien wollten ja, wie der Kreml richtig vermutete, nach der nächsten Bundestagswahl die neue Bundesregierung bilden.

[ [FN 1291]: Potthoff, Heinrich / Miller, Susanne, Kleine Geschichte der SPD, Bonn 20028, S. 226-227.]

Beachtlich war auch, daß erstmals Delegationen deutscher Politiker zu Besuchen nach Moskau eingeladen wurden. Allerdings wurden die Einladungen von der Sowjetunion sehr gezielt und selektiv verteilt: Im Juli 1969 konnten die FDP-Politiker Scheel, Mischnick und Genscher Gespräche mit hochrangigen Moskauer Politikern führen, Ende August die SPD-Politiker Helmut Schmidt, Möller und Franke. Von entsprechenden Einladungen an CDU- oder CSU-Bundestagsabgeordnete war keine Rede. Bei SPD und FDP schien man in Moskau auf größeres Entgegenkommen bei den Ostblockforderungen zu hoffen, und beide Parteien wollten ja, wie man munkelte, nach der dicht bevorstehenden Bundestagswahl die neue Bundesregierung bilden.
Anmerkungen

keine Nennung der tatsächlichen Quelle Schmoeckel/Kaiser

Sichter
Hotznplotz

[32.] Mw/Fragment 317 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 18:04:02 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 317, Zeilen: 10-14
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 150, Zeilen: 25-29
In der Tat, der Briefwechsel Stoph-Kiesinger stellte den Ausgangspunkt einer Entwicklung dar, die sich über viele Jahre hinziehen sollte. Die Grundlage eines später in verschiedenen Bereichen normalisierten Verhältnisses zwischen der Bundesrepublik und der DDR wurde während der Amtszeit der Großen Koalition gelegt. Die Punkte Bundeskanzler Kiesingers vom April 1967 stellen damit den Ausgangstatbestand einer Entwicklung dar, die sich über viele Jahre hingezogen hat. Die Grundlagen eines in bestimmten Bereichen „normalisierten“ Verhältnisses zwischen den beiden deutschen Staaten wurden in der Großen Koalition gelegt.
Anmerkungen

Abwandlung am Anfang des ersten Satzes; keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz

[33.] Mw/Fragment 317 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:06:06 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 317, Zeilen: 15-19
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 160, Zeilen: 17-24
Die Große Koalition hatte mit dem Briefwechsel zwischen Stoph und Kiesinger eine zentrale Änderung in der bundesdeutschen Politik gegenüber der DDR bewirkt: Weg von großen, aber kaum etwas bewirkenden Erklärungen über die Zusammengehörigkeit der Deutschen und hin zur Entschlossenheit, für die unabsehbar lange Zeit der deutschen Teilung das wirklich Mögliche für den Zusammenhalt der Menschen zu tun. Sie hat eine Änderung der Politik der Bundesrepublik Deutschland gegenüber dem anderen Teil Deutschlands bewirkt: weg von großen, aber praktisch nichts bewirkenden Deklamationen über die Zusammengehörigkeit der Deutschen über Mauer und Stacheldraht hinweg, hin zur Entschlossenheit, für die unabsehbar lange Zeit der deutschen Teilung das praktisch Mögliche für den Zusammenhalt der Menschen zu tun.
Anmerkungen

Bis zu 12 aufeinanderfolgende Wörter identisch, ohne die Ersetzung von "praktisch" durch "wirklich" wären es sogar 21 Wörter.

Sichter
Jones

[34.] Mw/Fragment 317 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:06:07 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 317, Zeilen: 21-23
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 150, Zeilen: 29-33
Die Abkehr der Großen Koalition von der Betonung ideologischer Unterschiede und ihre Hinwendung zu praktischen Verbesserungen für die Menschen durch eine Politik der kleinen Schritte haben sich als realistisch und tragfähig erwiesen. Die Konzeption Kiesingers weg von der Betonung ideologischer Unterschiede hin zu praktischen Verbesserungen für die Menschen durch eine Politik der kleinen Schritte hat sich als realistisch und tragfähig erwiesen.
Anmerkungen

19 zusammenhängende Wörter sind identisch, wenn man die grammatikalische Anpassung (hat->haben) ignoriert, sonst 12 und 6 Wörter.

Sichter
Jones

[35.] Mw/Fragment 317 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 11:06:10 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mw, SMWFragment, Schmoeckel Kaiser 1991, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Frangge, Dr. I. Jones, Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 317, Zeilen: 23-27
Quelle: Schmoeckel Kaiser 1991
Seite(n): 160, Zeilen: 26-32
Die bundesdeutsche Politik, die in den Jahren nach 1969 gegenüber der DDR betrieben wurde, hatte somit eine gewichtige Basis durch den von der Großen Koalition erstmals konkret ausgesprochenen Wunsch nach praktischen Kontakten zwischen der Bundesregierung und der DDR-Regierung. Die Politik, die in den Jahren nach 1969 im Verhältnis zur DDR betrieben wurde - so sehr in dieser Zeit unter den westdeutschen Parteien darüber polemisiert wurde —, fand eine wirksame Basis durch den von der Großen Koalition erstmals konkret ausgesprochenen Wunsch nach praktischen Kontakten zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR.
Anmerkungen

Enge Übereinstimmung mit Schmoeckel/Kaiser, einmal sind 16 aufeinanderfolgende Wörter identisch in Fragment und Fundstelle. Schmoeckel/Kaiser wird am Ende des Absatzes angegeben, so dass man das Fragment auch als Bauernopfer auffassen könnte.

Sichter
Jones

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