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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Jörg Beyer
Titel    Hochdosischemotherapie bei Patienten mit rezidivierten und refraktären Keimzelltumoren Etablierung und Optimierung eines neuen Therapieverfahrens
Ort    Berlin
Jahr    2000
Anmerkung    Der Medizinischen Fakultät Charité der Humboldt-Universität zu Berlin als Habilitationsschrift zur Erlangung der venia legendi vorgelegt
URL    http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?lang=ger&id=20005

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    21


Fragmente der Quelle:
[1.] Or/Fragment 007 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-08 16:30:06 Singulus
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 1, 2, Zeilen: 1: 1ff; 2: 1ff
2. Diagnostik und Therapie von Keimzelltumoren

2.1. Epidemiologie von Keimzelltumoren

Hodentumoren treten vor allem bei Männern im Alter zwischen 15-45 Jahren auf. Die Seminome haben dabei gebenüber [sic] den Nichtseminomen einen zur höheren Altersgruppe hin leicht verschobenen Häufigkeitsgipfel und können auch bei älteren Männern auftreten 33,87. Hodentumoren sind bezogen auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland selten und gehören nicht einmal zu den 20 häufigsten bösartigen Tumoren. In der Altersgruppe der 15-45 jährigen Männer sind Hodentumoren dagegen häufig. Mit einer Inzidenz von ca. 6,5 pro 100000 erkranken etwa 2 500 Männer pro Jahr in Deutschland. Die meisten der Betroffenen werden durch eine korrekt durchgeführte Therapie geheilt 33,51. Jährlich sterben deshalb in Deutschland nur etwa 180-200 Männer an Hodentumoren, was einer Mortalität von etwa 6-8% entspricht. Das junge Alter der betroffenen Männer und die hohen Heilungsraten, die erzielt werden können, machen die Therapie von Hodentumoren, trotz deren Seltenheit, zu einer vordringlichen onkologischen Aufgabe 57,86.

2.2. Diagnose und Beurteilung des Therapieverlaufes

Die häufigsten Symptome der Betroffenen sind Knoten im Hoden, Grössenzunahme dieser Knoten oder des gesamten Hodens, Ziehen oder Schweregefühl in der Leiste sowie Schmerzen im Hoden oder in der Leiste. Rückenschmerzen, Gewichtsverlust, Hämoptysen oder Dyspnoe sind Symptome einer fortgeschrittenen Metastasierung 33,51. Bei Verdacht muss zumindest eine Palpation und eine Sonographie beider Hoden sowie eine Bestimmung der Tumormarker Alpha-Fetoprotein (AFP) und Humanes Chorion Gonadotropin (HCG) sowie der Laktatdehydrogenase (LDH) im Blut durchgeführt werden 8. Jedoch treten nur ca. 90-95% der Hodentumoren tatsächlich auch im Hoden auf; ca. 5-10% der Hodentumoren entwickeln sich primär extragonadal aus im Körper versprengtem Keimzellgewebe. Deshalb ist der Begriff Keimzelltumor des Mannes, je nach Lokalisation gonadal oder extragonadal, zutreffender und wird deshalb in den folgenden Ausführungen verwandt.

Bestätigt sich der Verdacht eines gonadalen Keimzelltumors, wird der betreffende Hoden über eine inguinale Orchidektomie entfernt und histologisch aufgearbeitet. Die einzige Ausnahme ist eine weit fortgeschrittene Metastasierung, bei der eine Chemotherapie sofort begonnen werden muss und die Orchidektomie zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. Etwa 3-5% der gonadalen Keimzelltumoren treten synchron oder metachron beidseits auf 33,51. Nach inguinaler Orchidektomie sowie bei Verdacht auf einen extragondalen Keimzelltumor wird ein Computertomogramm (CT) des Thorax und des gesamten Abdomens mit oraler und intravenöser (i.v.) Kontrastmittelgabe angefertigt. Ein CT des Kopfes, eine Skelettszintigraphie sowie gegebenenfalls weitere Untersuchungen erfolgen bei pulmonaler Metastasierung bzw. entsprechender klinischer Symptomatik 8. Diese Untersuchungen legen das Tumorstadium fest. Die Tumormarker AFP und HCG werden vor jedem therapeutischen Eingriff (Operation, Strahlentherapie oder jedem Chemotherapiezyklus) erneut bestimmt. Spätestens bei Therapiende werden die initiale Ausbereitungsdiagnostik, mindestens aber das CT des Thorax und des gesamten Abdomens, sowie eine Bestimmung der Tumormarker AFP und HCG wiederholt 8,33,51.


8. Bamberg M, Schmoll HJ, Weissbach L, et al (1997): Interdisziplinäre Konsensus-Konferenz zur "Diagnostik und Therapie von Hodentumoren". Strahlenther Onkol 173:397-406.

33. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242- 253.

51. Dieckmann KP, Kreuser ED (1991): Aktueller Stand der Chemotherapie von Keimzelltumoren. Urologe A 30:45-54.

57. Einhorn LH (1990): Treatment of testicular cancer: a new and improved model. J Clin Oncol 8:1777-1781.

86. Hölzel D, Altwein JE (1991): Hodentumoren. Ist der Rückgang der Mortalität in der Bundesrepublik Deutschland zu langsam erfolgt? Deutsch Ärztebl 88:B2694- B2700.

87. Hölzel D, Klamert A, Schmidt M. Krebs. Häufigkeiten, Befunde und Behandlungsergebnisse. München: Zuckschwerdt Verlag, 1996.

1. Einleitung

1.1. Epidemiologie von Keimzelltumoren

Hodentumoren treten vor allem bei Männern im Alter von 15-45 Jahren auf. Seminome haben dabei gebenüber [sic] Nichtseminomen einen zu höheren Altersgruppen hin leicht verschobenen Häufigkeitsgipfel und können auch bei älteren Männern auftreten 15,38. Hodentumoren sind bezogen auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland selten und gehören nicht einmal zu den 20 häufigsten bösartigen Tumoren. In der Altersgruppe der 15- 45 jährigen Männer sind Hodentumoren dagegen häufig. Mit einer Inzidenz von ca. 8 pro 100000 erkranken etwa 3 000 Männer pro Jahr in Deutschland. Die meisten der Betroffenen werden durch eine korrekt durchgeführte Therapie geheilt 15,23. Jährlich sterben deshalb in Deutschland nur etwa 180-200 Männer an Hodentumoren, was einer Letalität von etwa 6% entspricht. Das junge Alter der betroffenen Männer und die hohen Heilungsraten, die erzielt werden können, machen die Therapie von Hodentumoren - trotz deren Seltenheit - zu einer vordringlichen onkologischen Aufgabe 24,37.

1.2. Diagnose, histologische Einteilung und Beurteilung des Therapieverlaufes

Die häufigsten Symptome der Betroffenen sind Knoten im Hoden, Grössenzunahme dieser Knoten oder des gesamten Hodens, Ziehen oder Schweregefühl in der Leiste sowie Schmerzen im Hoden oder in der Leiste. Rückenschmerzen, Gewichtsverlust, Hämoptoen oder Luftnot sind Symptome einer fortgeschrittenen Metastasierung 15,23. Bei Verdacht finden zumindest eine Palpation und eine Sonographie beider Hoden sowie eine Bestimmung der Tumormarker Alpha-Fetoprotein (AFP) und Humanes Chorion Gonadotropin (HCG) sowie der Laktatdehydrogenase (LDH) im Blut statt 1. Jedoch treten nur ca. 90-95% der Hodentumoren tatsächlich auch im Hoden auf; ca. 5-10% der Hodentumoren entwickeln sich primär extragonadal aus im Körper versprengtem Keimzellgewebe. Deshalb ist der Begriff Keimzelltumor des Mannes, je nach Lokalisation gonadal oder extragonadal, zutreffender und wird deshalb in den folgenden Ausführungen verwandt.

Bestätigt sich der Verdacht eines gonadalen Keimzelltumors, wird der betreffende Hoden über eine inguinale Orchidektomie entfernt und histologisch aufgearbeitet. Die einzige Ausnahme ist eine weit fortgeschrittene Metastasierung, bei der eine Chemotherapie sofort begonnen werden muss und die Orchidektomie zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. Etwa 3-5% der gonadalen Keimzelltumoren treten synchron oder metachron beidseits auf 15,23.

[Seite 2]

Nach inguinaler Orchidektomie sowie bei Verdacht auf einen extragondalen Keimzelltumor wird ein Computertomogramm (CT) des Thorax und des gesamten Abdomens mit oraler und intravenöser (i.v.) Kontrastmittelgabe angefertigt. Ein CT des Kopfes, eine Skelettszintigraphie sowie gegebenenfalls weitere Untersuchungen erfolgen bei pulmonaler Metastasierung bzw. entsprechender klinischer Symptomatik 1. Diese Untersuchungen legen das Tumorstadium fest. Die Tumormarker AFP und HCG werden vor jedem therapeutischen Eingriff (Operation, Strahlentherapie oder jedem Chemotherapiezyklus) erneut bestimmt. Spätestens bei Therapiende werden die initiale Ausbereitungsdiagnostik, mindestens aber das CT des Thorax und des gesamten Abdomens, sowie eine Bestimmung der Tumormarker AFP und HCG wiederholt 1,15,23.


1. Bamberg M, Schmoll HJ, Weissbach L, Beyer J, Bokemeyer C, Harstrick A, Höltl W, Souchon R, Vogler H (1997): Interdisziplinäre Konsensus-Konferenz zur "Diagnostik und Therapie von Hodentumoren". Strahlenther Onkol 173:397-406.

15. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242-253.

23. Dieckmann KP, Kreuser ED (1991): Aktueller Stand der Chemotherapie von Keimzelltumoren. Urologe A 30:45-54.

24. Einhorn LH (1990): Treatment of testicular cancer: a new and improved model. J Clin Oncol 8:1777-1781.

37. Hölzel D, Altwein JE (1991): Hodentumoren. Ist der Rückgang der Mortalität in der Bundesrepublik Deutschland zu langsam erfolgt? Deutsch Ärztebl 88:B2694-B2700.

38. Hölzel D, Klamert A, Schmidt M. Krebs. Häufigkeiten, Befunde und Behandlungsergebnisse. München: Zuckschwerdt Verlag, 1996.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Im zweiten Satz wird das Wort "gebenüber" aus der Quelle übernommen.

Die Quellen Bosl/Motzker (1997) und Dieckmann/Kreuser (1991) sind einmal Beleg für 6,5 und einmal für 8 Erkrankte pro 100 000.

Die Quellen Einhorn (1990) und Hölzel/Altwein (1991) sind einmal Beleg für eine Mortalität von "6-8%" und einmal für eine Letalität von "etwa 6%".

Sichter
(Hindemith) Schumann

[2.] Or/Fragment 008 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-15 21:27:23 Singulus
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 1, 2, 3, Zeilen: 1: letzter Absatz; 2: 11ff; 3: 1ff
2.3 Histologische Einteilung

Histologisch werden Keimzelltumoren zunächst in reine Seminome, Nichtseminome und reife Teratome unterteilt. Die weitere histologische Unterscheidung der Nichtseminome ist klinisch wenig bedeutsam. Mischtumoren werden wie Nichtseminome behandelt. Das Verhältnis von Seminomen zu Nichtseminomen bzw. Mischtumoren ist etwa 1:1. Reife Teratome sprechen durch ihr langsames Wachstum nicht auf Chemotherapie oder Bestrahlung an und müssen immer operativ entfernt werden. Der Nachweis der Invasion von Blut- oder Lymphgefässen im Hodenresektat ist ein wichtiger Risikofaktor für das Vorliegen einer möglicherweise klinisch okkulten Metastasierung und muss obligat untersucht werden 8.

2.4. Einteilung der Tumorstadien

Eine differenzierte Einteilung der Tumorstadien ist für die Therapie von Keimzelltumoren ausserordentlich relevant und korreliert eng mit der Prognose der Erkrankung.

Nach der "Lugano Klassifikation" ist die Erkrankung im Stadium I auf den Hoden beschränkt. Im Stadium II liegen Metastasen in den abdominellen Lymphknoten unterhalb des Zwerchfells vor, je nach Grösse wird unterteilt in Stadium IIA mit Grösse der Lymphknoten bis 2 cm, Stadium IIB mit Grösse der Lymphknoten bis 5 cm, Stadium IIC mit Grösse der Lymphknoten bis 10 cm und Stadium IID mit Grösse der Lymphknoten grösser 10 cm. Das Stadium III wird unterteilt in das Stadium IIIA mit Lymphknotenmetastasen auch oberhalb des Zwerchfells, in das Stadium IIIB bei Vorliegen pulmonaler Metastasen und in das Stadium IIIC bei Vorliegen extrapulmonaler Organmetastasen. 8,33,51. Für alle Patienten ab dem Stadium IIC gilt zudem die zusätzliche Risikoklassifikation der "International Germ Cell Cancer Collaborative Group" (IGCCCG) (siehe Tabelle 1) 90.

Tabelle 1: Klassifikation nach "IGCCCG" in den metastastasierten Tumorstadien > IIB nach der "Lugano Klassifikation" 90

Or 08a diss.png


8. Bamberg M, Schmoll HJ, Weissbach L, et al (1997): Interdisziplinäre Konsensus-Konferenz zur "Diagnostik und Therapie von Hodentumoren". Strahlenther Onkol 173:397-406.

33. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242- 253.

51. Dieckmann KP, Kreuser ED (1991): Aktueller Stand der Chemotherapie von Keimzelltumoren. Urologe A 30:45-54.

90. International Germ Cell Cancer Collaborative Group (1997): International germ cell consensus classification: a prognostic factor-based staging system for metastatic germ cell cancers. J Clin Oncol 15:594-603.

Histologisch werden Keimzelltumoren zunächst in reine Seminome, Nichtseminome und reife Teratome unterschieden. Die weitere histologische Unterscheidung der Nichtseminome ist klinisch wenig bedeutsam. Mischtumoren werden wie Seminome behandelt. Das Verhältnis von Seminomen zu Nichtseminomen bzw. Mischtumoren ist etwa 1:1. Teratome sprechen durch ihr langsames Wachstum nicht auf Chemotherapie oder Bestrahlung an und müssen immer operativ entfernt werden. Der Nachweis der Invasion von Blut- oder Lymphgefässen im Hodenresektat ist ein wichtiger Risikofaktor für das Vorliegen einer möglicherweise klinisch okkulten Metastasierung und muss obligat untersucht werden 1.

[Seite 2]

1.3. Einteilung der Tumorstadien Eine differenzierte Einteilung der Tumorstadien ist für die Therapie von Keimzelltumoren absolut relevant und korreliert eng mit der Prognose der Erkrankung.

[...]

Nach der "Lugano Klassifikation" ist die Erkrankung im Stadium I auf den Hoden beschränkt. Im Stadium II liegen Metastasen in den abdominellen Lymphknoten unterhalb des Zwerchfells vor, je nach Grösse wird unterteilt in Stadium IIA mit Grösse der Lymphknoten bis 2 cm, Stadium IIB mit Grösse der Lymphknoten bis 5 cm, Stadium IIC mit Grösse der Lymphknoten bis 10 cm und Stadium IID mit Grösse der Lymphknoten grösser 10 cm. Das Stadium III wird unterteilt in das Stadium IIIA mit Lymphknotenmetastasen auch oberhalb des Zwerchfells, in das Stadium IIIB bei Vorliegen pulmonaler Metastasen und in das Stadium IIIC bei Vorliegen extrapulmonaler Organmetastasen. Vor allem in den

[Seite 3]

niedrigen Tumorstadien bis einschliesslich Stadium IIB wird zusätzlich unterschieden, ob das Stadium lediglich klinisch oder zusätzlich pathologisch gesichert wurde 1,15,23.

Alle Patienten im Stadium > IIB nach der "Lugano Klassifikation" benötigen eine Chemotherapie. Für alle diese Patienten gilt zudem eine zusätzliche Risikoklassifikation nach "IGCCCG" (siehe Tabelle 1), die eine Anpassung der Intensität einer Chemotherapie in den metastasierten Tumorstadien > IIB erlaubt 41.

Tabelle 1: Klassifikation nach "IGCCCG" in den metastastasierten Tumorstadien > IIB nach der "Lugano Klassifikation" 41.

Or 08a source.png


1. Bamberg M, Schmoll HJ, Weissbach L, Beyer J, Bokemeyer C, Harstrick A, Höltl W, Souchon R, Vogler H (1997): Interdisziplinäre Konsensus-Konferenz zur "Diagnostik und Therapie von Hodentumoren". Strahlenther Onkol 173:397-406.

15. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242-253.

23. Dieckmann KP, Kreuser ED (1991): Aktueller Stand der Chemotherapie von Keimzelltumoren. Urologe A 30:45-54.

41. International Germ Cell Cancer Collaborative Group (1997): International germ cell consensus classification: a prognostic factor-based staging system for metastatic germ cell cancers. J Clin Oncol 15:594-603.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[3.] Or/Fragment 009 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-15 21:28:49 Singulus
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 3, 4, Zeilen: 3: 7ff; 4: 1-4
Or 09a diss.png

2.5. Ergebnissse der Primärtherapie

Bei gonadalen Keimzelltumoren erfolgt zunächst die Orchidektomie. Jede weitere Therapie richtet sich erstens nach dem histologischen Subtyp (Seminom versus Nichtseminom), zweitens dem jeweiligen Tumorstadium und drittens in den Tumorstadien > IIB nach der "Lugano Klassifikation" nach der jeweils zutreffenden Prognosekategorie der "IGCCCG" Klassifikation 8,33,51,90.

2.5.1 Therapie von Patienten mit reinen Seminomen

Die Standardtherapie von Seminomen im Stadium I und II A/B nach der "Lugano Klassifikation" ist die adjuvante Radiatio, die je nach Stadium paraaortal oder zusätzlich ipsilateral iliakal mit einer Dosis zwischen 26 und 36 Gray erfolgt. Die Tolerabilität der Behandlung ist gut, Rezidive sind selten, treten aber vor allem im Stadium IIB bei bis zu 20% der Patienten auf. Da Rezidive allerdings durch eine dann einsetzende Chemotherapie kurativ behandelt werden können, liegt die Heilungsrate bei Patienten mit Seminomen bis einschliesslich Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" bei nahezu 100%.

Alle Seminome in Tumorstadien höher als Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" benötigen eine primäre Chemotherapie. Die Standardbehandlung umfasst drei Zyklen einer Kombinationschemotherapie mit den Medikamenten Cisplatin, Etoposid und Bleomycin (PEB) 189. Lediglich Patienten mit reinem Seminom im Stadium der intermediären Prognose nach der "IGCCCG Klassifikation" erhalten vier Zyklen PEB. Die Überlebenschancen für Patienten mit Seminomen sind in Tabelle 1 angegeben.


8. Bamberg M, Schmoll HJ, Weissbach L, et al (1997): Interdisziplinäre Konsensus-Konferenz zur "Diagnostik und Therapie von Hodentumoren". Strahlenther Onkol 173:397-406.

33. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242- 253.

51. Dieckmann KP, Kreuser ED (1991): Aktueller Stand der Chemotherapie von Keimzelltumoren. Urologe A 30:45-54.

90. International Germ Cell Cancer Collaborative Group (1997): International germ cell consensus classification: a prognostic factor-based staging system for metastatic germ cell cancers. J Clin Oncol 15:594-603.

189. Williams SD, Birch R, Einhorn LH, et al (1987): Treatment of disseminated germ cell tumors with cisplatin, bleomycin and either vinblastine or etoposide. N Engl J Med 316:1435-1440.

Or 09a source.png

1.4. Ergebnissse der Primärtherapie

Bei gonadalen Keimzelltumoren erfolgt zunächst die Orchidektomie. Jede weitere Therapie richtet sich erstens nach dem histologischen Subtyp (Seminom versus Nichtseminom), zweitens dem jeweiligen Tumorstadium und drittens in den Tumorstadien > IIB nach der "Lugano Klassifikation" nach der jeweils zutreffenden Prognosekategorie der "IGCCCG" Klassifikation 1,15,23,41.

Die Standardtherapie von Seminomen im Stadium I und II A/B nach der "Lugano Klassifikation" ist die adjuvante Radiatio, die je nach Stadium paraaortal oder zusätzlich ipsilateral iliakal mit einer Dosis zwischen 26 und 36 Gray erfolgt. Die Tolerabilität der Behandlung ist gut, Rezidive sind selten, treten aber vor allem im Stadium IIB bei bis zu 20% der Patienten auf. Da Rezidive allerdings durch eine dann einsetzende Chemotherapie kurativ behandelt werden können, liegt die Heilungsrate bei Patienten mit Seminomen bis einschliesslich Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" bei nahezu 100%.

Alle Seminome in Tumorstadien höher als Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" benötigen eine primäre Chemotherapie. In der Regel werden drei Zyklen einer

[Seite 4]

Kombinationschemotherapie mit den Medikamenten Cisplatin, Etoposid und Bleomycin (PEB) eingesetzt 80. Lediglich Patienten mit intermediärer Prognose nach der "IGCCCG Klassifikation" erhalten vier Zyklen PEB. Die Überlebenschancen für Patienten mit Seminomen sind in Tabelle 1 angegeben.


1. Bamberg M, Schmoll HJ, Weissbach L, Beyer J, Bokemeyer C, Harstrick A, Höltl W, Souchon R, Vogler H (1997): Interdisziplinäre Konsensus-Konferenz zur "Diagnostik und Therapie von Hodentumoren". Strahlenther Onkol 173:397-406.

15. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242-253.

23. Dieckmann KP, Kreuser ED (1991): Aktueller Stand der Chemotherapie von Keimzelltumoren. Urologe A 30:45-54.

41. International Germ Cell Cancer Collaborative Group (1997): International germ cell consensus classification: a prognostic factor-based staging system for metastatic germ cell cancers. J Clin Oncol 15:594-603.

80. Williams SD, Birch R, Einhorn LH, Irwin L, Greco FA, Loehrer PJ (1987): Treatment of disseminated germ cell tumors with cisplatin, bleomycin and either vinblastine or etoposide. N Engl J Med 316:1435-1440.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[4.] Or/Fragment 010 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-15 21:30:13 Singulus
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1-24, 31-44
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 4, Zeilen: 4ff
2.5.2 Therapie von Patienten mit Nichtseminomen

Eine Standardtherapie von Nichtseminomen in den Tumorstadien bis einschliesslich Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" kann nicht definiert werden. Mehrere gleichwertige Therapieoptionen stehen zur Verfügung. Neben einer primären ejakulationsprotektiven retroperitonealen Lymphadenektomie mit oder ohne einer adjuvanten Chemotherapie kann auch eine primäre Chemotherapie mit PEB erfolgen. Eine Operation ist dann nur im Sinne einer Residualtumorrektion bei radiologisch nachweisbaren Resttumoren nach Chemotherapie notwendig. Mit jeder dieser Therapiestrategien sollten allerdings auch bei Nichtseminomen bis einschliesslich Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" etwa 95% aller Patienten dauerhaft von ihrer Tumorerkrankung geheilt werden.

Patienten mit Nichtseminomen in den Tumorstadien > Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" erhalten nach der Ablatio testis eine primäre Chemotherapie. Dabei werden bei den Patienten mit "guter Prognose" nach der IGCCCG Klassifikation drei Zyklen PEB, bei Patienten mit "intermediärer Prognose" und "schlechter Prognose" vier Zyklen PEB eingesetzt. Allerdings zeigen die in Tabelle 1 angegebenen Überlebenswahrscheinlichkeiten, dass die bisher eingesetzte konventionell-dosierte Therapie bei diesen letztgenannten Patienten noch unzureichend ist. Aus den Resultaten der Primärtherapie ergeben sich daher eindeutig zwei Strategien der Therapieoptimierung. Erstens der Ansatz, die Therapieintensität in den niedrigen Tumorstadien bei Patienten mit hoher Heilungsaussicht zu reduzieren. Zweitens der Versuch, die Therapieergebnisse bei Patienten mit geringer Heilungsaussicht in den fortgeschrittenen Tumorstadien mittels einer hochdosierten Chemotherapie zu verbessern 11,130. [...]

2.6. Ergebnisse der Salvagechemotherapie

2.6.1. Definition der Salvagechemotherapie

Aus den Ergebnissen der Primärtherapie ergibt sich, dass etwa 5-10% aller Patienten und etwa 40-50% aller Patienten mit weit fortgeschrittener Tumorerkrankung bei Diagnosestellung mit der oben dargestellten Primärtherapie nicht dauerhaft geheilt werden können 17,129,153. Dies umfasst Patienten mit primärem Therapieversagen ebenso wie Patienten mit Rezidiv nach zunächst erfolgreicher Primärtherapie. Die bei Versagen der Primärtherapie einsetzende Behandlung wird als Salvagetherapie bezeichnet. Dieser Begriff ist dem deutschen Ausdruck Rezidivtherapie insoweit vorzuziehen, als dieser auch für die Behandlung von Patienten mit primärem Therapieversagen zutrifft, die streng genommen kein Rezidiv erleiden. Da auch Möglichkeiten der chirurgischen Salvagetherapie bestehen, wird zwischen einer Salvagechirurgie und einer Salvagechemotherapie unterschieden. Weiterhin ist die Angabe der Zahl bereits fehlgeschlagener Salvagetherapieversuche sinnvoll.


11. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1994): Treatment intensification in disseminated germ-cell tumors. World J Urol 12:207-213.

17. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1998): Salvagetherapie rezidivierter und refraktärer Hodentumoren. Onkologe 4:541-546.

129. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, et al (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

130. Nichols CR, Catalano PJ, Crawford ED, et al (1998): Randomized comparison of cisplatin and etoposide and either bleomycin or ifosfamide in treatment of advanced disseminated germ cell tumors: an eastern cooperative oncology group, southwest oncology group, and cancer and leukemia group B study. J Clin Oncol 16:1287-1293.

153. Sandler A, Loehrer P: Salvage therapy and autologous bone marrow transplantation, in Horwich A (ed): Testicular cancer. 2 ed. London, Chapman and Hall Medical, 1996, pp 307-318.

Eine Standardtherapie von Nichtseminomen in den Tumorstadien bis einschliesslich Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" kann nicht definiert werden. Mehrere gleichwertige Therapieoptionen stehen zur Verfügung. Neben einer primären ejakulationsprotektiven retroperitonealen Lymphadenektomie mit oder ohne einer adjuvanten Chemotherapie kann auch eine primäre Chemotherapie mit PEB erfolgen. Eine Operation ist dann nur im Sinne einer Residualtumorrektion bei radiologisch nachweisbaren Resttumoren nach Chemotherapie notwendig. Mit jeder dieser Therapiestrategien sollten allerdings auch bei Nichtseminomen bis einschliesslich Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" etwa 95% aller Patienten dauerhaft von ihrer Tumorerkrankung geheilt werden.

Patienten mit Nichtseminomen in den Tumorstadien > Stadium IIB nach der "Lugano Klassifikation" erhalten eine primäre Chemotherapie. Dabei werden bei den Patienten mit "guter Prognose" drei Zyklen PEB, bei Patienten mit "intermediärer Prognose" und "schlechter Prognose" vier Zyklen PEB eingesetzt. Allerdings zeigen die in Tabelle 1 angegebenen Überlebenswahrscheinlichkeiten, dass die bisher eingesetzte konventionell-dosierte Therapie bei diesen letztgenannten Patienten noch unzureichend ist. Aus den Resultaten der Primärtherapie ergeben sich daher eindeutig zwei Strategien der Therapieoptimierung. Erstens der Ansatz, die Therapieintensität in den niedrigen Tumorstadien bei Patienten mit hoher Heilungsaussicht zu reduzieren. Zweitens der Versuch, die Therapieergebnisse bei Patienten mit geringer Heilungsaussicht in den fortgeschrittenen Tumorstadien zu verbessern, falls notwendig auch mit höherer Therapieintensität und Akzeptanz der damit verbundenen stärker ausgeprägten therapieassoziierten Nebenwirkungen 3,66.

1.5. Salvagechemotherapie

1.5.1. Definition Salvagechemotherapie und Indikationsstellung

Aus den Ergebnissen der Primärtherapie ergibt sich, dass etwa 5-10% aller Patienten und etwa 40-50% aller Patienten mit weit fortgeschrittener Tumorerkrankung bei Diagnosestellung mit der oben dargestellten Primärtherapie nicht dauerhaft geheilt werden können 9,65,72. Dies umfasst Patienten mit primärem Therapieversagen ebenso wie Patienten mit Rezidiv nach zunächst erfolgreicher Primärtherapie. Die bei Versagen der Primärtherapie einsetzende Behandlung wird im angloamerikanischen Sprachgebrauch als Salvagetherapie bezeichnet. Dieser Begriff ist dem deutschen Ausdruck Rezidivtherapie insoweit vorzuziehen, als dieser auch für die Behandlung von Patienten mit primärem Therapieversagen zutrifft, die streng genommen kein Rezidiv erleiden. Da auch Möglichkeiten der chirurgischen Salvagetherapie bestehen, wird zwischen einer Salvagechirurgie und einer Salvagechemotherapie unterschieden. Weiterhin ist die Angabe der Zahl bereits fehlgeschlagener Salvagetherapieversuche sinnvoll.


3. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1994): Treatment intensification in disseminated germ-cell tumors. World J Urol 12:207-213.

9. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1998): Salvagetherapie rezidivierter und refraktärer Hodentumoren. Onkologe 4:541-546.

65. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, Williams SD, Einhorn LH (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

66. Nichols CR, Catalano PJ, Crawford ED, Vogelzang NJ, Einhorn LH, Loehrer PJ (1998): Randomized comparison of cisplatin and etoposide and either bleomycin or ifosfamide in treatment of advanced disseminated germ cell tumors: an eastern cooperative oncology group, southwest oncology group, and cancer and leukemia group B study. J Clin Oncol 16:1287-1293.

72. Sandler A, Loehrer P: Salvage therapy and autologous bone marrow transplantation, in Horwich A (ed): Testicular cancer. 2 ed. London, Chapman and Hall Medical, 1996, pp 307-318.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[5.] Or/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-15 21:32:24 Singulus
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 5, Zeilen: 1ff
2.6.2. Ergebnisse konventionell-dosierter Salvagechemotherapie

Prinzipiell existieren zwei Patientengruppen, die eine Salvagechemotherapie benötigen 17. Erstens Patienten, die auf die Primärtherapie nicht oder nur unzureichend ansprechen und trotz adäquat durchgeführter cisplatinhaltiger Therapie progredient sind. Zweitens Patienten, die nach Primärtherapie tumorfrei werden, aber nach einem Zeitintervall rezidivieren. Wie unten ausgeführt, unterscheiden sich diese Patientengruppen hinsichtlich des Ansprechens auf Salvagechemotherapie und hinsichtlich ihrer Prognose erheblich. Die Ergebnisse konventionell-dosierter Salvagechemotherapie sind in Tabelle 2 dargestellt.

Tabelle 2: Ergebnisse verschiedener Salvagechemotherapie-Schemata bei refraktären oder rezidivierten Patienten

Or 11a diss.png


17. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1998): Salvagetherapie rezidivierter und refraktärer Hodentumoren. Onkologe 4:541-546.

1.5.2. Ergebnisse konventionell-dosierter Salvagechemotherapie

Prinzipiell existieren drei Patientengruppen, die eine Salvagechemotherapie benötigen 9. Erstens Patienten, die auf die Primärtherapie nicht ansprechen und trotz adäquat durchgeführter Primärtherapie progredient sind. Zweitens Patienten, die auf eine Primärtherapie ansprechen, aber nicht tumorfrei werden. Drittens Patienten, die nach Primärtherapie tumorfrei werden, aber nach einem Zeitintervall rezidivieren. Wie unten ausgeführt wird, unterscheiden sich diese Patientengruppen hinsichtlich des Ansprechens auf Salvagechemotherapie und hinsichtlich ihrer Prognose erheblich. Die Ergebnisse konventionell-dosierter Salvagechemotherapie sind in Tabelle 2 dargestellt.

Tabelle 2: Ergebnisse verschiedener Salvagechemotherapie-Schemata bei refraktären oder rezidivierten Patienten.

Or 11a source.png


9. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1998): Salvagetherapie rezidivierter und refraktärer Hodentumoren. Onkologe 4:541-546.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Der Übersicht halber wurden die Einträge im Literaturverzeichnis auf die in der jeweiligen Tabelle verwiesen wird, nicht dokumentiert.

Man beachte, dass O. R. zwei neuere Studien zur Tabelle hinzugefügt hat.

Dieselbe Quelle Beyer et al. (1998) wird einmal als Beleg dafür angegeben, dass prinzipiell zwei Patientengruppen existieren, die eine Salvagechemotherapie benötigen, und einmal dafür, dass prinzipiell drei Patientengruppen existieren, die eine solche Therapie benötigen.

Eine Version der hier dokumentierten Tabelle findet man schon bei Beyer et al. (1998). Dort ist O.R. kein Koautor. Eine spätere Version findet man dann auch in Beyer et al. (2003), dort ist O.R. dritter Autor.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[6.] Or/Fragment 012 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-15 21:33:41 Singulus
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1-7, 13-25
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 6, Zeilen: 1ff
Je nach Autor und untersuchter Patientengruppe können etwa zwischen 10% und 25% aller Patienten mit Versagen der Primärtherapie durch eine konventionell-dosierte Salvagechemotherapie geheilt werden 17,18,88,129,153. Die Interpretation dieser Ergebnisse wird allerdings deutlich erschwert durch die Tatsache, dass in den in Tabelle 2 dargestellten Studien die Primärbehandlung der untersuchten Patientenkollektive sehr heterogen war und nicht nur Patienten im ersten Salvagechemotherapieversuch in diesen Studien eingeschlossen waren 18,104. [...]

Die aktuell üblichen Medikamentenkombinationen konventionell-dosierter Salvagechemotherapien sind in Tabelle 3 dargestellt.

Tabelle 3: Medikamentenkombinationen konventionell-dosierter Salvagechemotherapien

Or 12a diss.png

2.6.3. Prognosefaktoren für die konventionell-dosierte Salvagechemotherapie

Die grosse Schwankungsbreite der Therapieergebnisse publizierter Studien zur Salvagechemotherapie erklärt sich aus der unterschiedlichen Verteilung von Prognosefaktoren in den Studienkollektiven, die den Therapieerfolg einer konventionell-dosierten Salvagechemotherapie mehr oder weniger wahrscheinlich werden lassen 18,63. Patienten, die keine komplette Remission erreichen, Patienten mit kurzem rezidivfreien Intervall und diejenigen mit grosser Tumormasse im Rezidiv, gemessen entweder am Tumorstadium oder an der Höhe der Tumormarker HCG oder AFP, haben eine deutlich schlechtere Aussicht, mit konventionell-dosierter Salvagechemotherapie geheilt zu werden, als Patienten, bei denen keine dieser [ungünstigen Prognosefaktoren vorlagen 63.]


17. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1998): Salvagetherapie rezidivierter und refraktärer Hodentumoren. Onkologe 4:541-546.

18. Beyer J, Schmoll HJ (1998): Prognosefaktoren bei metastasierten seminomatösen und nichtseminomatösen Hodentumoren. Onkologe 4:518-523.

63. Fossa SD, Stenning SP, Gerl A, et al (1999): Prognostic factors in patients relapsing after platinum-based chemotherapy for malignant non-seminomatous germ cell tumours. Br J Cancer 80:1392-1399.

88. Horwich A (1995): Salvage therapy of germ cell tumours. Br J Cancer 71:901- 903.

104. Levine EG, Raghavan D (1991): Treatment of refractory testis cancer: salvage or savage chemotherapy? Eur J Cancer 27:932-936.

129. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, et al (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

153. Sandler A, Loehrer P: Salvage therapy and autologous bone marrow transplantation, in Horwich A (ed): Testicular cancer. 2 ed. London, Chapman and Hall Medical, 1996, pp 307-318.

Je nach Autor und untersuchter Patientengruppe können etwa zwischen 10% und 25% aller Patienten mit Versagen der Primärtherapie durch eine konventionell-dosierte Salvagechemotherapie geheilt werden 9,10,39,65,72. Die Interpretation dieser Ergebnisse wird allerdings deutlich erschwert durch die Tatsache, dass in den in Tabelle 2 dargestellten Studien die Primärbehandlung der untersuchten Patientenkollektive sehr heterogen war und nicht nur Patienten im ersten Salvagechemotherapieversuch in diesen Studien eingeschlossen waren 10,50.

Die aktuell üblichen Medikamentenkombinationen konventionell-dosierter Salvagechemotherapie sind als Tabelle 3 dargestellt.

Tabelle 3: Medikamentenkombinationen konventionell-dosierter Salvagechemotherapie.

Or 12a source.png

1.5.3. Prognosefaktoren für die konventionell-dosierte Salvagechemotherapie

Die grosse Schwankungsbreite der Therapieergebnisse publizierter Studien zur Salvagechemotherapie erklärt sich aus der unterschiedlichen Verteilung von Prognosefaktoren in den Studienkollektiven, die den Therapieerfolg einer konventionell-dosierten Salvagechemotherapie mehr oder weniger wahrscheinlich werden lassen 10,27. Patienten mit schlechtem Ansprechen auf Primärtherapie, die keine komplette Remission erreichen, Patienten mit kurzem rezidivfreien Intervall und diejenigen mit grosser Tumormasse im Rezidiv, gemessen entweder am Tumorstadium oder an der Höhe der Tumormarker HCG oder AFP, haben eine deutlich schlechtere Aussicht mit konventionell-dosierter Salvagechemotherapie geheilt zu werden, als Patienten, bei denen keiner dieser ungünstigen Prognosefaktoren vorliegt.


9. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1998): Salvagetherapie rezidivierter und refraktärer Hodentumoren. Onkologe 4:541-546.

10. Beyer J, Schmoll HJ (1998): Prognosefaktoren bei metastasierten seminomatösen und nichtseminomatösen Hodentumoren. Onkologe 4:518-523.

27. Fossa SD, Stenning SP, Gerl A, Horwich A, Clark PI, Wilkinson PM, Jones WG, Williams MV, Oliver RT, Newlands ES, Mead GM, Cullen MH, Kaye SB, Rustin GJS, Cook PA (1999): Prognostic factors in patients relapsing after platinum-based chemotherapy for malignant non-seminomatous germ cell tumours. Br J Cancer :in press.

39. Horwich A (1995): Salvage therapy of germ cell tumours. Br J Cancer 71:901-903.

50. Levine EG, Raghavan D (1991): Treatment of refractory testis cancer: salvage or savage chemotherapy? Eur J Cancer 27:932-936.

65. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, Williams SD, Einhorn LH (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

72. Sandler A, Loehrer P: Salvage therapy and autologous bone marrow transplantation, in Horwich A (ed): Testicular cancer. 2 ed. London, Chapman and Hall Medical, 1996, pp 307-318.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die Tabelle 3 wurde um eine dritte Therapieform erweitert.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[7.] Or/Fragment 013 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-15 21:37:53 Singulus
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 6-45
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: 21ff; 7: 1ff
Patienten, die im ersten Salvagetherapieversuch nicht dauerhaft tumorfrei werden, haben wahrscheinlich mit einer weiteren konventionell-dosierten Chemotherapie im zweiten oder nachfolgenden Salvagetherapieversuch keine Heilungsaussichten mehr 17,88,129,153. Eine kleine Zahl dieser Patienten mit chemotherapierefraktären Tumoren, gut resektablen Tumormanifestationen und alleiniger Erhöhung des Tumormarkers AFP, kann durch eine radikale chirurgische Intervention, noch eine langfristige Tumorfreiheit erlangen oder sogar geheilt werden. Eine derartige Konstellation liegt jedoch klinisch nur selten vor 124.

2.6.4. Definition und Indikationsstellung der Hochdosischemotherapie (HDCT) als Salvagebehandlung

Auch wenn ein Teil der Patienten trotz Versagen der Primärtherapie noch geheilt werden kann und Keimzelltumoren somit zu den wenigen soliden Tumoren gehören, bei denen in dieser prognostisch ungünstigen Situation überhaupt noch langfristige Erfolge zu verzeichnen sind, stirbt auch heute noch die Mehrzahl aller Patienten, die eine Salvagechemotherapie benötigen. Ein wesentlicher Schwerpunkt war deshalb seit Ende der 80er Jahre die Entwicklung effektiverer Strategien der Salvagechemotherapie 11,13,17,129,153.

Versuche, durch den alternierenden Einsatz von nicht-kreuzrestistenten Zytostatika die Ergebnissse der Salvagechemotherapie zu verbessern, waren nicht erfolgreich. Diese zum Teil komplizierten Therapieschemata zeigten sich äquieffektiv, waren jedoch toxischer als die oben genannten Kombinationen aus Cisplatin, Etoposid und Ifosfamid (PEI) oder Vinblastin, Ifosfamid und Cisplatin (VeIP). Auch wurde die Dosiseskalation von Cisplatin vor allem durch die starke Ototoxizität und Nephrotoxizität der Substanz begrenzt. Bei allen dosiseskalierten Therapieschemata zeigte sich zudem, dass ohne den supportiven Einsatz hämatopoetischer Progenitorzellen aufgrund der dosisbegrenzenden hämatologischen Nebenwirkungen und der dadurch notwendigen Spreizung der Therapieintervalle, eine wesentliche Steigerung der Dosisintensität nicht zu erreichen war 11.

Die Möglichkeit, bei Patienten pluripotente hämatopoetische Progenitorzellen aus dem Knochenmark oder aus dem peripheren Blut (PBPZ) zu gewinnen, diese tiefgefroren zu konservieren und nach einer hochdosierten Therapie zu reinfundieren, mit dem Ziel, trotz einer eventuell myeloablativen Zytostatikadosis eine rasche und stabile hämatopoetische Rekonstitution zu bewirken, erlaubte dagegen eine zum Teil deutliche Dosiseskalation der zytostatischen Therapie. Zytostatika wie Carboplatin, Etoposid, Cyclophosphamid, Ifosfamid und Thiotepa konnten dadurch auf ein Vielfaches der sonst üblichen konventionellen Dosierung gesteigert werden, da auf deren hämatologische Nebenwirkungen keine Rücksicht mehr genommen werden musste. Wie auch bei anderen Malignomen erhoffte man, durch die zum Teil massive Dosiseskalation, Resistenzen vor allem bei intensiv vorbehandelten Tumoren überwinden zu können 11,13,88,96,127,129.


11. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1994): Treatment intensification in disseminated germ-cell tumors. World J Urol 12:207-213.

13. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

17. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1998): Salvagetherapie rezidivierter und refraktärer Hodentumoren. Onkologe 4:541-546.

88. Horwich A (1995): Salvage therapy of germ cell tumours. Br J Cancer 71:901- 903.

96. Kessinger A, Armitage JO (1991): The evolving role of autologous peripheral stem cell transplantation following high-dose therapy for malignancies. Blood 77:211- 213.

124. Murphy BR, Breeden ES, Donohue et al (1993): Surgical salvage of chemorefractory germ cell tumors. J Clin Oncol 11:324-329.

127. Nichols CR, Tricot G, Williams SD, et al (1989): Dose-intensive chemotherapy in refractory germ cell cancer-a phase I/II trial of high-dose carboplatin and etoposide with autologous bone marrow transplantation. J Clin Oncol 7:932-939.

129. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, et al (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

153. Sandler A, Loehrer P: Salvage therapy and autologous bone marrow transplantation, in Horwich A (ed): Testicular cancer. 2 ed. London, Chapman and Hall Medical, 1996, pp 307-318.

Patienten, die im ersten Salvagechemotherapieversuch nicht dauerhaft tumorfrei werden, haben in der Regel mit weiterer konventionell-dosierter Chemotherapie (CDCT) im zweiten oder nachfolgenden Salvagetherapieversuch keine Heilungsaussicht mehr 9,39,65,72. Eine kleine Zahl dieser Patienten mit chemotherapierefraktären Tumoren, solitärer, gut resektabler Tumormanifestation und alleiniger Erhöhung des Tumormarkers AFP, kann durch eine radikale chirurgische Intervention, die im angloamerikanischen Sprachgebrauch "desperation surgery" genannt wird, noch langfristig tumorfrei oder sogar geheilt werden. Eine derartige Konstellation liegt jedoch klinisch nur selten vor 61.

[Seite 7]

1.6. Begründung des Einsatzes einer Hochdosischemotherapie als Salvagebehandlung von Patienten mit rezidivierten und/oder refraktären Keimzelltumoren

Auch wenn ein Teil der Patienten trotz Versagen der Primärtherapie noch geheilt werden kann und Keimzelltumoren somit zu den wenigen soliden Tumoren gehören, bei denen in dieser prognostisch ungünstigen Situation überhaupt noch langfristige Erfolge zu verzeichen [sic] sind, stirbt auch heute noch die Mehrzahl aller Patienten, die eine Salvagechemotherapie benötigen. Ein wesentlicher Schwerpunkt war deshalb seit Ende der 80er Jahre die Entwicklung effektiverer Strategien der Salvagechemotherapie 3,5,9,65,72.

Versuche, durch den alternierenden Einsatz von nicht-kreuzrestistenten Zytostatika, die Ergebnissse der Salvagechemotherapie zu verbessern, waren nicht erfolgreich. Diese zum Teil komplizierten Therapieschemata zeigten sich äquieffektiv, waren jedoch toxischer als die oben genannten Kombinationen aus Cisplatin, Etoposid und Ifosfamid (PEI) oder Vinblastin, Ifosfamid und Cisplatin (VeIP). Auch wurde die Dosiseskalation von Cisplatin vor allem durch die starke Ototoxizität und Nephrotoxizität der Substanz begrenzt. Bei allen dosiseskalierten Therapieschemata zeigte sich zudem, dass ohne den supportiven Einsatz hämatopoetischer Progenitorzellen aufgrund der dosisbegrenzenden hämatologischen Nebenwirkungen und der dadurch notwendigen Spreizung der Therapieintervalle, eine wesentliche Steigerung der Dosisintensität nicht zu erreichen war 3.

Die Möglichkeit, bei Patienten pluripotente hämatopoetische Progenitorzellen aus dem Knochenmark (KMSC) oder aus dem peripheren Blut (PBSC) zu gewinnen, diese tiefgefroren zu konservieren und nach einer hochdosierten Therapie zu reinfundieren, mit dem Ziel, trotz einer eventuell myeloablativen Zytostatikadosis eine rasche und stabile hämatopoetische Rekonstitution zu bewirken, erlaubte dagegen eine zum Teil deutliche Dosiseskalation der zytostatischen Therapie. Zytostatika wie Carboplatin, Etoposid, Cyclophosphamid, Ifosfamid und Thiotepa konnten dadurch auf ein Vielfaches der sonst üblichen konventionellen Dosierung gesteigert werden, da auf deren hämatologische Nebenwirkungen keine Rücksicht mehr genommen werden musste. Wie auch bei anderen Malignomen erhoffte man, durch die zum Teil massive Dosiseskalation, Resistenzen vor allem bei intensiv vorbehandelten Tumoren überwinden zu können 3,5,39,45,63,65.


3. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1994): Treatment intensification in disseminated germ-cell tumors. World J Urol 12:207-213.

5. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

9. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1998): Salvagetherapie rezidivierter und refraktärer Hodentumoren. Onkologe 4:541-546.

39. Horwich A (1995): Salvage therapy of germ cell tumours. Br J Cancer 71:901-903.

45. Kessinger A, Armitage JO (1991): The evolving role of autologous peripheral stem cell transplantation following high-dose therapy for malignancies. Blood 77:211-213.

61. Murphy BR, Breeden ES, Donohue JP, Messemer J, Walsh W, Roth BJ, Einhorn LH (1993): Surgical salvage of chemorefractory germ cell tumors. J Clin Oncol 11:324-329.

63. Nichols CR, Tricot G, Williams SD, van Besien K, Loehrer PJ, Roth BJ, Akard L, Hoffman R, Goulet R, Wolff SN, Giannone L, Greer J, Einhorn LH, Jansen J (1989): Dose-intensive chemotherapy in refractory germ cell cancer-a phase I/II trial of high-dose carboplatin and etoposide with autologous bone marrow transplantation. J Clin Oncol 7:932- 939.

65. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, Williams SD, Einhorn LH (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

72. Sandler A, Loehrer P: Salvage therapy and autologous bone marrow transplantation, in Horwich A (ed): Testicular cancer. 2 ed. London, Chapman and Hall Medical, 1996, pp 307-318.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[8.] Or/Fragment 014 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 15:29:45 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 2-16, 22-27
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 36, 39, 40, Zeilen: 36: 4 ff.; 39: 5 ff.; 40: 1 ff.
Mit zunehmender Erfahrung im Einsatz einer HDCT wurde rasch die Bedeutung von Prognosefaktoren für das Therapieansprechen nach HDCT bei Patienten mit rezidivierten oder progredienten Keimzelltumoren deutlich 13,14,18,129. Es zeigte sich, dass sehr große Unterschiede in den Erfolgsaussichten einer HDCT für einzelne Patientenkollektive bestanden. Man wollte daher Patienten, die voraussichtlich auch von einer HDCT nicht profitieren würden, den Aufwand und die Toxizität des Verfahrens ersparen. Außerdem erschwerten sehr unterschiedliche Ein- und Ausschlusskriterien unterschiedliche Definitionen klinischer Variablen und die uneinheitliche Dokumentation des Therapieerfolges die Vergleichbarkeit der Therapieergebnisse 104,190. So war es bis Mitte der 90er Jahre nur in beschränktem Umfang möglich, eine Einschätzung des tatsächlichen Stellenwertes einer HDCT in verschiedenen klinischen Konstellationen vorzunehmen. Aus diesem Grund wurde in einem multizentrisch angelegten Projekt eine retrospektive Analyse der Charakteristika und der Behandlung von Patienten durchgeführt, die im Rahmen von Therapiestudien eine HDCT erhalten hatten 14. [...]

Tabelle 4: Einflussgrössen mit multivariat nachgewiesener statistischer Signifikanz auf das Überleben nach HDCT 14

Or 14a diss.png

Abkürzungen und Erläuterungen: ß-coeff. = Beta-Koeffizient; CI- = Konfidenzintervall; Sign. = Ergebnis der Signifikanztestung mittels der Regression nach Cox; Score = empirisch zugeordneter Scorewert; HCG = humanes Chorion Gonadotropin; # = jeweils zum Zeitpunkt unmittelbar vor Hochdosischemotherapie.

[...]

Es zeigte sich, dass es möglich war, auf der Grundlage der Ergebnisse der multivariaten Analyse Gruppen von Patienten zu identifizieren, die sich bezüglich der Remissionsraten, des ereignisfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens signifikant voneinander unterschieden. Insbesondere Patienten mit "schlechter Prognose" für ein Langzeitüberleben nach HDCT profitierten trotz des intensiven Verfahrens nicht (Abbildung 1).


13. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

14. Beyer J, Kramar A, Mandanas R, et al (1996): High-dose chemotherapy as salvage treatment in germ cell tumors: a multivariate analysis of prognostic factors. J Clin Oncol 14:2638-2645.

18. Beyer J, Schmoll HJ (1998): Prognosefaktoren bei metastasierten seminomatösen und nichtseminomatösen Hodentumoren. Onkologe 4:518-523.

104. Levine EG, Raghavan D (1991): Treatment of refractory testis cancer: salvage or savage chemotherapy? Eur J Cancer 27:932-936.

129. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, et al (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

190. Williams SD (1992): High dose therapy in germ cell tumors: when, what, and how much. Ann Oncol 3:780-781.

Mit zunehmender Erfahrung im Einsatz einer HDCT wurde rasch die Bedeutung von Prognosefaktoren für das Therapieansprechen nach HDCT bei Patienten mit rezidivierten und/oder refraktären Keimzelltumoren deutlich 5,6,10,65. Erstens zeigte sich, dass sehr weitgehende Unterschiede in den Erfolgsaussichten einer HDCT für einzelne Patientenkollektive bestanden. Man wollte daher Patienten, die voraussichtlich auch von einer HDCT nicht profitieren würden, den Aufwand und die Toxizität des Verfahrens ersparen. Zweitens erschwerten sehr unterschiedliche Ein- und Ausschlusskriterien, unterschiedliche Definitionen klinischer Variablen und die uneinheitliche Dokumentation des Therapieerfolges, Vergleiche der Therapieergebnisse unterschiedlicher Zentren und Vergleiche unterschiedlicher Konzepte eine HDCT bei Patienten mit rezidivierten und/oder refraktären Keimzelltumoren einzusetzen 50,81. So war es bis Mitte der 90er Jahre nur in beschränkten Umfang möglich, eine Einschätzung des tatsächlichen Stellenwertes einer HDCT in verschiedenen klinischen Konstellationen vorzunehmen. Aus diesem Grund sollte in einem multizentrisch angelegten Projekt eine retrospektive Analyse der Charakteristika und der Behandlung von Patienten erfolgen, die im Rahmen von Therapiestudien eine HDCT erhalten hatten 6.

[Seite 39]

Tabelle 13: Einflussgrössen mit multivariat nachgewiesener statistischer Signifikanz auf das Überleben nach HDCT.

Or 14a source.png

Abkürzungen und Erläuterungen: ß-coeff. = Beta-Koeffizient; CI- = Konfidenzintervall; Sign. = Ergebnis der Signifikanztestung mittels der Regression nach Cox; Score = empirisch zugeordneter Scorewert; HCG = humanes Chorion Gonadotropin; AFP = Alpha-Fetoprotein; # = jeweils zum Zeitpunkt unmittelbar vor Hochdosischemotherapie.

[Seite 40]

Es zeigte sich, dass es möglich war, auf der Grundlage der Ergebnisse der Multivarianzanalyse Gruppen von Patienten zu identifizieren, die sich bezüglich der Remissionsraten, des ereignisfreien Überlebens und des Gesamtüberlebens signifikant voneinander unterschieden. Insbesondere Patienten mit "schlechter Prognose" für ein Langzeitüberleben nach HDCT profitierten trotz des intensiven Verfahrens nicht.


5. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

6. Beyer J, Kramar A, Mandanas R, Linkesch W, Greinix A, Droz JP, Pico JL, Diehl A, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Nichols CR, Einhorn LH, Siegert W (1996): High-dose chemotherapy as salvage treatment in germ cell tumors: a multivariate analysis of prognostic factors. J Clin Oncol 14:2638-2645.

10. Beyer J, Schmoll HJ (1998): Prognosefaktoren bei metastasierten seminomatösen und nichtseminomatösen Hodentumoren. Onkologe 4:518-523.

50. Levine EG, Raghavan D (1991): Treatment of refractory testis cancer: salvage or savage chemotherapy? Eur J Cancer 27:932-936.

65. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, Williams SD, Einhorn LH (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

81. Williams SD (1992): High dose therapy in germ cell tumors: when, what, and how much. Ann Oncol 3:780-781.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die zitierte Tabelle findet sich als Table 2 im angegebenen Aufsatz Beyer et al. (1996), so dass die Tabelle ausreichend gekennzeichnet ist, nicht jedoch der Rest der dokumentierten Übernahme.

In der Quelle wird die Abkürzung AFP erläutert, die in der Tabelle nicht vorkommt, auch nicht in der Table 2 des ursprünglichen Aufsatzes Beyer et al. (1996).

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[9.] Or/Fragment 015 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 15:35:33 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 7, 39, Zeilen: 7: letzter Abschnitt; 39: Abbildung
Abbildung 1: Gesamtüberleben nach HDCT in den Patientenkategorien "günstige Prognose" (Scorewert = 0), "intermediäre Prognose" (Scorewert = 1 oder 2) und "schlechte Prognose" (Scorewert > 2) 14

Or 15a diss.png

2.6.6. Ergebnisse der HDCT als Salvagebehandlung

Die ersten Untersuchungen zur HDCT waren dennoch enttäuschend (Tabelle 4). Obwohl noch ein vereinzeltes Ansprechen bei Patienten gesehen wurde, deren Tumoren auf herkömmliche Therapie refraktär waren, profitierten diese Patienten in der Regel nicht von der HDCT 13. Dennoch konnten einige wichtige Informationen gewonnen werden. Durch die autologe Stammzellreinfusion (ASZR) wurde eine HDCT in maximalen Dosierungen sowohl mit Einzelsubstanzen als auch mit Hochdosiskombinationen möglich. Durch die ASZR konnte trotz der hochdosierten Therapie in der Regel eine stabile hämatopoetische Regeneration innerhalb eines klinisch tolerablen Zeitintervalls erzielt werden. Die nicht-hämatologischen Toxizitäten der Niere, des Nervensystems, der Haut und des Gastrointestinaltraktes sowie infektiöse Komplikationen wurden die dosislimitierenden Faktoren.


13. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

14. Beyer J, Kramar A, Mandanas R, et al (1996): High-dose chemotherapy as salvage treatment in germ cell tumors: a multivariate analysis of prognostic factors. J Clin Oncol 14:2638-2645.

1.7. Externe Studien zum Einsatz der Hochdosischemotherapie in der Salvagebehandlung bei Patienten mit Keimzelltumoren

Die ersten Untersuchungen zur Hochdosischemotherapie (HDCT) waren dennoch enttäuschend (Tabelle 4). Obwohl noch vereinzeltes Ansprechen bei Patienten gesehen wurden, deren Tumoren auf herkömmliche Therapie refraktär waren, profitierten diese Patienten in der Regel von der HDCT nicht 5. Dennoch konnten einige wichtige Informationen gewonnen werden. Durch die autologe Stammzellreinfusion (ASCR) wurde eine HDCT in maximalen Dosierungen sowohl mit Einzelsubstanzen als auch mit Hochdosiskombinationen möglich. Durch die ASCR konnte trotz der hochdosierten Therapie in der Regel eine stabile hämatopoetische Regeneration innerhalb eines klinisch tolerablen Zeitintervalls erzielt werden. Nicht-hämatologische Toxizitäten der Niere, Leber, Haut, des Gastrointestinaltraktes sowie infektiöse Komplikationen wurden dosislimitierend.

[Seite 39]

Or 15a source.png

Abbildung 11: Gesamtüberleben nach HDCT in den Patientenkategorien "günstige Prognose" (Scorewert = 0), "intermediäre Prognose" (Scorewert = 1 oder 2) und "schlechte Prognose" (Scorewert > 2).


5. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die Abbildung findet sich im angegebenen englischsprachigen Aufsatz Beyer et al. (1996) als Teilgraphik C in Fig. 1. Die Angaben zu den Häufigkeiten findet man in Table 3. Die Abbildung kann als ausreichend gekennzeichnet gelten, auch wenn die Übernahme wohl direkt aus der nicht angegebenen Quelle Beyer (2000) und nicht aus dem Originalaufsatz erfolgte. Der Rest der hier dokumentierten Übernahmen ist nicht ausreichend gekennzeichnet.

Man beachte, dass in der untersuchten Arbeit der Verweis auf die Tabelle 4 keinen Sinn ergibt. Die thematisch passende Tabelle, die auch der Tabelle 4 in der Quelle entspricht, wäre in der untersuchten Arbeit die Tabelle 5 gewesen. Siehe: Fragment 016 01.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[10.] Or/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 15:36:53 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 8, Zeilen: 1 ff.
Tabelle 5: Kumulative Ergebnisse einer Intensivierung der Salvagechemotherapie mittels HDCT.

Or 16a diss.png

Tabelle 4: Kumulative Ergebnisse einer Intensivierung der Salvagechemotherapie mittels HDCT.

Or 16a source.png

Anmerkungen

Es handelt sich bei der Tabelle in der untersuchten Arbeit um eine Weiterentwicklung der Tabelle in der Quelle. Die Grundidee ist jedoch identisch, sowie die Hälfte der Zeilen der Tabelle. Die Quelle hätte daher angegeben werden müssen.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[11.] Or/Fragment 017 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 15:40:30 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1-32
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 9, 41, 45, Zeilen: 9: 1 ff.; 41: 4 ff.; 45: 1 ff.
Wie der Tabelle 4 entnommen werden kann, wurden in den neueren Studien zur HDCT bessere Ergebnisse erzielt, nachdem das Medikament Carboplatin in das therapeutische Konzept integriert wurde. Carboplatin war dabei gegenüber Cisplatin für eine HDCT aufgrund deutlich geringerer Nephrotoxizität und Neurotoxizität überlegen 13,88,129.

So berichteten Nichols et al. 1989 mit der Kombination von hochdosiertem Carboplatin 1500 mg/m² und Etoposid 1200 mg/m² erstmals über eine Ansprechrate von 44% und Langzeitremissionen von über 12 Monaten bei 12% von 32 Patienten mit therapierefraktären Keimzelltumoren, die auf konventionell-dosierte cisplatinhaltige Chemotherapien nicht oder nur ungenügend angesprochen hatten 127. In dieser Studie wurden somit durch ein bis zwei Zyklen dieser HDCT erstmalig Langzeitremissionen bei Patienten beobachtet, die auf konventionell-dosierte cisplatinhaltige Chemotherapie refraktär waren und bis dahin als unheilbar galten. Die Rate an schweren Nebenwirkungen und therapieassoziierter Letalität war mit 22% jedoch ungewöhnlich hoch. Die Ergebnisse anderer Arbeitsgruppen bestätigten diese ersten Erfahrungen mit hochdosiertem Carboplatin und Etoposid. Es wurde zudem gezeigt, dass Carboplatin in noch höherer Dosierung von bis zu 2000 mg/m² verabreicht und als drittes Medikament Cyclophosphamid oder Ifosfamid der Hochdosiskombination von Carboplatin und Etoposid hinzugefügt werden kann, ohne dass dies mit einer höheren Letalität einhergehen muss 105,118,119,167.

Obwohl die HDCT die einzige noch kurative Therapiemassnahme bei Patienten mit einem oder mehreren fehlgeschlagenen Salvagetherapieversuchen und/oder refraktärer Erkrankung darstellt, für die eine radikale Chirurgie nicht in Betracht kommt, bleibt angesichts des Fehlens endgültiger und valider Daten der Nutzen eines frühen Einsatzes der HDCT im ersten Salvagetherapieversuch umstritten 13,37,88,104,129,190. Aus diesem Grund wurde anhand von bekannten Prognosefaktoren eine "matched-pair" Analyse durchgeführt, die den Stellenwert einer HDCT im Vergleich zu einer alleinigen konventionell-dosierten Chemotherapie klären sollte. Es fand sich ein Anstieg des Gesamtüberlebens um 9% bis 11% auf 41% bis 43%, und ein Anstieg des ereignisfreien Überlebens von 6% bis 12% auf 30% bis 36% durch den frühzeitigen Einsatz einer HDCT im ersten Salvagetherapieversuch 19. Die Kaplan-Meier Kurven für das Gesamtüberleben und das ereignisfreie Überleben nach Beginn der Salvagechemotherapie sind als Abbildungen 2 und 3 dargestellt.


13. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

19. Beyer J, Stenning S, Gerl A, et al (2002): High-dose versus conventional-dose first-salvage treatment in nonseminoma: a matched-pair analysis. Annals of Oncol 13:599-605.

37. Broun ER, Nichols CR, Turns M, et al (1994): Early salvage therapy for germ cell cancer using high dose chemotherapy with autologous bone marrow support. Cancer 73:1716-1720.

88. Horwich A (1995): Salvage therapy of germ cell tumours. Br J Cancer 71:901- 903.

104. Levine EG, Raghavan D (1991): Treatment of refractory testis cancer: salvage or savage chemotherapy? Eur J Cancer 27:932-936.

105. Linkesch W, Krainer M, Wagner A (1992): Phase I/II trial of ultrahigh dose carboplatin, etoposide, cyclophosphamide with ABMT in refractory nonseminomatous germ cell tumors (GCT). Proc Am Soc Clin Oncol 11:196 (abstract 600).

118. Motzer RJ, Gulati SC, Crown JP, et al (1992): High-dose chemotherapy and autologous bone marrow rescue for patients with refractory germ cell tumors: Early intervention is better tolerated. Cancer 69:550-556.

119. Motzer RJ, Mazumdar M, Bosl GJ, et al (1996): High-dose carboplatin, etoposide, and cyclophosphamide for patients with refractory germ cell tumors: treatment results and prognostic factors for survival and toxicity. J Clin Oncol 14:1098-1105.

127. Nichols CR, Tricot G, Williams SD, et al (1989): Dose-intensive chemotherapy in refractory germ cell cancer-a phase I/II trial of high-dose carboplatin and etoposide with autologous bone marrow transplantation. J Clin Oncol 7:932-939.

129. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, et al (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

167. Siegert W, Beyer J, Strohscheer I, et al (1994): High-dose treatment with carboplatin, etoposide, and ifosfamide followed by autologous stem-cell transplantation in relapsed or refractory germ cell cancer: a phase I/II study. The German Testicular Cancer Cooperative Study Group. J Clin Oncol 12:1223-1231.

190. Williams SD (1992): High dose therapy in germ cell tumors: when, what, and how much. Ann Oncol 3:780-781.

Wie der Tabelle 4 entnommen werden kann, wurden in den neueren Studien zur HDCT bessere Ergebnisse erzielt, nachdem das Medikament Carboplatin in die HDCT integriert wurde. Carboplatin war dabei gegenüber Cisplatin für eine HDCT aufgrund deutlich geringerer Nephrotoxizität und Neurotoxizität überlegen 5,39,65.

So berichteten Nichols et al. 1989 mit der Kombination von hochdosiertem Carboplatin 1500 mg/m² und Etoposid 1200 mg/m² erstmals über eine Ansprechrate von 44% und Langzeitremissionen von über 12 Monaten bei 12% von 32 Patienten mit therapierefraktären Keimzelltumoren, die auf konventionell-dosierte cisplatinhaltige Chemotherapien nicht oder nur ungenügend angesprochen hatten 63. In dieser Studie wurden somit durch ein bis zwei Zyklen dieser HDCT erstmalig Langzeitremissionen bei Patienten beobachtet, die auf konventionell-dosierte cisplatinhaltige Chemotherapie refraktär waren und bis dahin als unheilbar galten. Die Rate an schweren Nebenwirkungen und therapieassoziierter Letalität war mit 22% jedoch ungewöhnlich hoch. Die Ergebnisse anderer Arbeitsgruppen bestätigten diese ersten Erfahrungen mit hochdosiertem Carboplatin und Etoposid. Es wurde zudem gezeigt, dass Carboplatin in noch höherer Dosierung von bis zu 2000 mg/m² verabreicht und als drittes Medikament Cyclophosphamid oder Ifosfamid der Hochdosiskombination von Carboplatin und Etoposid hinzugefügt werden kann, ohne dass dies mit einer höheren Letalität einhergehen muss 51,58,59,75.

[Seite 41]

Obwohl die HDCT die einzige noch kurative Therapiemassnahme bei Patienten mit einem oder mehreren fehlgeschlagenen Salvagetherapieversuchen und/oder refraktärer Erkrankung darstellt, für die aufgrund multipler Tumorlokalisationen und/oder hoher Tumormarker eine radikale Chirurgie nicht in Betracht kommt, bleibt angesichts des Fehlens prospektiver und randomisierter Daten der Nutzen eines frühen Einsatzes der HDCT im ersten Salvagetherapieversuch umstritten 5,19,39,50,65,81. [...]

Da jedoch die Ergebnisse dieser Studie in den kommenden Jahren noch nicht verfügbar sein werden, andererseits aber durch eigene Voruntersuchungen Prognosefaktoren zur Verfügung stehen, welche die Voraussetzung für eine "matched-pair" Analyse darstellen, sollte der Stellenwert einer HDCT im Vergleich zu einer alleinigen konventionell-dosierten Chemotherapie mit Hilfe einer "matched-pair" Analyse untersucht werden 11.

[Seite 45]

Wenn ein Gesamtüberleben von 32% und ein ereignisfreies Überleben von 24% nach drei Jahren als bestmögliches Therapieergebnis einer konventionell-dosierten Salvagechemotherapie angenommen werden, wie es von einer 1998 veröffentlichen Studie bei 135 Patienten mit CDCT im ersten Salvagetherapieversuch beschrieben wurde, setzen sich die in Tabelle 19 und 20 dargestellten "hazard ratios" wie folgt um: ein Anstieg des Gesamtüberlebens um 9% bis 11% auf 41% bis 43%, und ein Anstieg des ereignisfreien Überlebens von 6% bis 12% auf 30% bis 36% durch den frühzeitigen Einsatz einer HDCT im ersten Salvage-therapieversuch.

Die Kaplan-Meier Kurven für das Gesamtüberleben und das ereignisfreie Überleben nach Beginn der Salvagechemotherapie für die 55 Patientenpaare, welche in mindestens vier Identifikationskriterien übereinstimmten, sind als Abbildungen 13 und 14 dargestellt.


5. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

11. Beyer J, Stenning S, Gerl A, Fossa S, Siegert W (1999): High-dose versus conventional-dose first-salvage treatment in nonseminoma: a matched-pair analysis. Proc Am Soc Clin Oncol 19:1255.

19. Broun ER, Nichols CR, Turns M, Williams SD, Loehrer PJ, Roth BJ, Lazarus HM, Einhorn LH (1994): Early salvage therapy for germ cell cancer using high dose chemotherapy with autologous bone marrow support. Cancer 73:1716-1720.

39. Horwich A (1995): Salvage therapy of germ cell tumours. Br J Cancer 71:901-903.

50. Levine EG, Raghavan D (1991): Treatment of refractory testis cancer: salvage or savage chemotherapy? Eur J Cancer 27:932-936.

51. Linkesch W, Krainer M, Wagner A (1992): Phase I/II trial of ultrahigh dose carboplatin, etoposide, cyclophosphamide with ABMT in refractory nonseminomatous germ cell tumors (GCT). Proc Am Soc Clin Oncol 11:196 (abstract 600).

58. Motzer RJ, Gulati SC, Crown JP, Weisen S, Doherty M, Herr H, Fair W, Sheinfeld J, Sogani P, Russo P, Bosl GJ (1992): High-dose chemotherapy and autologous bone marrow rescue for patients with refractory germ cell tumors: Early intervention is better tolerated. Cancer 69:550-556.

59. Motzer RJ, Mazumdar M, Bosl GJ, Bajorin DF, Amsterdam A, Vlamis V (1996): Highdose carboplatin, etoposide, and cyclophosphamide for patients with refractory germ cell tumors: treatment results and prognostic factors for survival and toxicity. J Clin Oncol 14:1098-1105.

63. Nichols CR, Tricot G, Williams SD, van Besien K, Loehrer PJ, Roth BJ, Akard L, Hoffman R, Goulet R, Wolff SN, Giannone L, Greer J, Einhorn LH, Jansen J (1989): Dose-intensive chemotherapy in refractory germ cell cancer-a phase I/II trial of high-dose carboplatin and etoposide with autologous bone marrow transplantation. J Clin Oncol 7:932- 939.

65. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, Williams SD, Einhorn LH (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

75. Siegert W, Beyer J, Strohscheer I, Baurmann H, Oettle H, Zingsem J, Zimmermann R, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Huhn D (1994): High-dose treatment with carboplatin, etoposide, and ifosfamide followed by autologous stem-cell transplantation in relapsed or refractory germ cell cancer: a phase I/II study. The German Testicular Cancer Cooperative Study Group. J Clin Oncol 12:1223-1231.

81. Williams SD (1992): High dose therapy in germ cell tumors: when, what, and how much. Ann Oncol 3:780-781.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Man beachte, dass der Verweis auf "Tabelle 4" zu Beginn des Fragments in der untersuchten Arbeit nicht korrekt ist. Die thematisch passende, und der Tabelle 4 in der Quelle entsprechende Tabelle wäre die Tabelle 5 gewesen. Siehe Fragment 016 01. Dies kann man als einen Hinweis auf eine Übernahme im copy-paste-Stil sehen.

Die Abbildungen 2 und 3 befinden sich auf der folgenden Seite 18 und sind die Abbildungen 13 und 14 von S. 14 aus der Quelle Beyer (2000), die sich auch in der Figure 1 der angegebenen Quelle Beyer et al. (2002) finden.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[12.] Or/Fragment 031 34 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 15:45:22 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 34-43
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 10: 2 ff.; 11: 1 ff.
4.2. Studienkonzept

In alle Studien wurden ausschliesslich Patienten aufgenommen, bei denen histologisch oder durch eine eindeutige Konstellation der Tumormarker AFP und HCG ein Keimzelltumor gesichert worden war, und die nach mindestens einer cisplatinhaltigen Primärtherapie einen Progress oder ein Rezidiv ihrer Erkrankung erlitten.

Bei Studienbeginn wurden zunächst ausführliche Untersuchungen durchgeführt, um eine klinische Einschätzung der Tumorerkrankung vornehmen zu können und die Ein- und Ausschlusskriterien zu überprüfen. Alle Studien wurden nur nach ausführlicher vorheriger Aufklärung der Patienten, mit schriftlicher Einwilligungen in [die Studienbehandlung sowie in Übereinstimmung mit der Deklaration von Helsinki über die biomedizinische Forschung am Menschen und den Richtlinien der "Good Clinical Practice" durchgeführt 89,196.]


89. ICH. Harmonised tripartite guideline for good clinical practice. Richmond, Surrey, UK: Brookwood Medical Publications Ltd, 1997.

196. World Medical Organization Declaration of Helsinki. Recommendations guiding physicians in biomedical research involving human subjects. Amended by the 41st World Medical Assembly, Hong Kong, 1989.

2.1. Studienkonzept

In alle Studien konnten Patienten aufgenommen werden, bei denen histologisch oder durch eine eindeutige Konstellation der Tumormarker AFP und HCG ein Keimzelltumor gesichert worden war und die nach einer cisplatinhaltigen Primärtherapie ein Progress oder ein Rezidiv ihrer Erkrankung erlitten hatten. [...]

[...]

Bei Studienbeginn wurden zunächst ausführliche Untersuchungen durchgeführt, um eine klinische Einschätzung der Tumorerkrankung vornehmen zu können und die Ein- und Ausschlusskriterien zu überprüfen. Diese Untersuchungen bei Studieneinschluss und im

[Seite 11]

Studienverlauf sind im Abschnitt 2.2 detailliert dargestellt. Alle Studien wurden nur nach ausführlicher vorheriger Aufklärung der Patienten, mit schriftlicher Einwilligungen der Patienten in die Studienbehandlung sowie in Übereinstimmung mit der Deklaration von Helsinki über die biomedizinische Forschung am Menschen und den Richtlinien der "Good Clinical Practice" durchgeführt 40,85.


40. ICH. Harmonised tripartite guideline for good clinical practice. Richmond, Surrey, UK: Brookwood Medical Publications Ltd, 1997.

85. World Medical Organization Declaration of Helsinki. Recommendations guiding physicians in biomedical research involving human subjects. Amended by the 41st World Medical Assembly, Hong Kong, 1989.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[13.] Or/Fragment 032 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 15:47:52 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1-3
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 11, Zeilen: 1 ff.
[Alle Studien wurden nur nach ausführlicher vorheriger Aufklärung der Patienten, mit schriftlicher Einwilligungen in] die Studienbehandlung sowie in Übereinstimmung mit der Deklaration von Helsinki über die biomedizinische Forschung am Menschen und den Richtlinien der "Good Clinical Practice" durchgeführt 89,196.

89. ICH. Harmonised tripartite guideline for good clinical practice. Richmond, Surrey, UK: Brookwood Medical Publications Ltd, 1997.

196. World Medical Organization Declaration of Helsinki. Recommendations guiding physicians in biomedical research involving human subjects. Amended by the 41st World Medical Assembly, Hong Kong, 1989.

Alle Studien wurden nur nach ausführlicher vorheriger Aufklärung der Patienten, mit schriftlicher Einwilligungen der Patienten in die Studienbehandlung sowie in Übereinstimmung mit der Deklaration von Helsinki über die biomedizinische Forschung am Menschen und den Richtlinien der "Good Clinical Practice" durchgeführt 40,85.

40. ICH. Harmonised tripartite guideline for good clinical practice. Richmond, Surrey, UK: Brookwood Medical Publications Ltd, 1997.

85. World Medical Organization Declaration of Helsinki. Recommendations guiding physicians in biomedical research involving human subjects. Amended by the 41st World Medical Assembly, Hong Kong, 1989.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Die Übernahme beginnt auf der Vorseite: Or/Fragment 031 34

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[14.] Or/Fragment 034 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 15:50:16 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 11, Zeilen: 11: 6 ff.
4.3. Patientenkollektiv

4.3.1. Einschlusskriterien

Es wurden ausschliesslich Patienten in die Studien aufgenommen, bei denen die unten stehenden Einschlusskriterien erfüllt waren:

(1) histologisch und/oder durch eindeutigen Nachweis eines Serumtumormarkers gesicherter Keimzelltumor,

(2) jeder Progress und jedes Rezidiv eines Keimzelltumors nach mindestens drei cisplatinhaltigen Chemotherapiezyklen, d.h auch Patienten nach vorangegangenen erfolglosen Salvagetherapieversuchen,

(3) radiologisch und/oder serologisch messbare Tumormanifestationen,

(4) schriftliche Einwilligung nach vorheriger Aufklärung.

4.3.2. Ausschlusskriterien

Es wurden ausschliesslich Patienten in die Studien aufgenommen, bei denen keines der unten stehenden Ausschlusskriterien zutraf:

(1) Karnofskystatus < 60% 94,

(2) pathologisch eingeschränkte Organfunktionen definiert als:

- Serumkreatinin > 1.3 fache des Normalwertes oder einer Kreatininclearance < 70 ml/min (mittels der Formel nach Cockroft 46 bestimmt),

- Bilirubin > 1.5 fache oder Serumtransaminasen > 2.0 fache des Normalwertes,

- klinisch manifeste Herzerkrankung,

- Diffusionsstörung der Lunge mit DLco < 60% des Normalwertes,

- Knochenmarkinsuffizienz mit peripheren Leukozytenzahlen < 3000 /μl, und/oder peripheren Thrombozytenzahlen < 100 000 /μl,

(3) Patienten mit Rezidiv oder Progress nach vorangegangener HDCT,

(4) HIV Erkrankung,

(5) Unvermögen zur schriftlichen Einwilligungserklärung,

(6) zu erwartende Non-compliance des Patienten.

4.3.3. Ausbreitungsdiagnostik und Untersuchungen im Studienverlauf

Die Untersuchungen bei Beginn von Studie A und Studie C, im Verlauf und nach Ende der Studientherapie sind in Tabelle 7 dargestellt.

Tabelle 7: Untersuchungen bei Studienbeginn und im Studienverlauf.

Or 034a diss.png

Abkürzungen und Erläuterungen: CT = Computertomographie; AFP = Alpha-Fetoprotein; HCG = Humanes Chorion Gonadotropin; # = berechnet nach der Formel von Cockroft 21; § = Hepatitisserologie und HIV Serologie; EKG = Elektrokardiographie.


21. Blijham G, Spitzer G, Litam J, et al (1981): The treatment of advanced testicular carcinoma with high dose chemotherapy and autologous marrow support. Eur J Cancer 17:433-441.

46. Cockroft DW, Gault MH (1976): Prediction of creatinine clearance from serum creatinine. Nephron 16:31-41.

94. Karnofsky DA, Abelmann WH, Craver LF, Burchenal JH (1948): The use of the nitrogen mustards in the palliative treatment of carcinoma. Cancer 1:634-656.

2.2. Patientenkollektiv

2.2.1. Einschlusskriterien

Es wurden ausschliesslich Patienten in die Studien aufgenommen, bei denen die unten stehenden Einschlusskriterien erfüllt waren:

(1) histologisch und/oder durch eindeutigen Nachweis eines Serumtumormarkers gesicherter Keimzelltumor,

[...]

(3) jeder Progress und jedes Rezidiv eines Keimzelltumors nach mindestens drei cisplatinhaltigen Chemotherapiezyklen, d.h auch Patienten nach vorangegangenen erfolglosen Salvagetherapieversuchen,

(4) radiologisch und/oder serologisch messbare Tumormanifestationen,

(5) schriftliche Einwilligung nach vorheriger Aufklärung.

[...]

2.2.2. Ausschlusskriterien

Es wurden ausschliesslich Patienten in die Studien aufgenommen, bei denen keines der unten stehenden Ausschlusskriterien zutraf:

(1) Karnofskystatus < 60% 44,

(2) pathologisch eingeschränkte Organfunktionen definiert als:

- Serumkreatinin > 1.3 fache des Normalwertes oder einer Kreatininclearance < 70 ml/min (mittels der Formel nach Cockroft 21 bestimmt),

- Bilirubin > 1.5 fache oder Serumtransaminasen > 2.0 fache des Normalwertes,

- klinisch manifeste Herzerkrankung,

- Diffusionsstörung der Lunge mit DLco < 60% des Normalwertes,

- Knochenmarkinsuffizienz mit peripheren Leukozytenzahlen < 3000 /μl, und/oder peripheren Thrombozytenzahlen < 100 000 /μl,

(3) Patienten mit Rezidiv oder Progress nach vorangegangener HDCT,

[Seite 12]

(4) HIV Erkrankung,

(5) Unvermögen zur schriftlichen Einwilligungserklärung,

(6) zu erwartende Non-compliance des Patienten.

[...]

2.2.3. Ausbreitungsdiagnostik und Untersuchungen im Verlauf

Die Untersuchungen bei Studienbeginn, im Studienverlauf und nach Ende der Studientherapie sind in Tabelle 5 dargestellt.

Tabelle 5: Untersuchungen bei Studienbeginn und im Studienverlauf.

Or 034a source.png

Abkürzungen und Erläuterungen: CT = Computertomographie; AFP = Alpha-Fetoprotein; HCG = humanes Chorion Gonadotropin; # = berechnet nach der Formel von Cockroft 21; § = Hepatitisserologie und HIV Serologie; EKG = Elektrokardiographie.


21. Cockroft DW, Gault MH (1976): Prediction of creatinine clearance from serum creatinine. Nephron 16:31-41.

44. Karnofsky DA, Abelmann WH, Craver LF, Burchenal JH (1948): The use of the nitrogen mustards in the palliative treatment of carcinoma. Cancer 1:634-656.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die Literaturverweise sind übernommen. Es fällt auf, dass im Text unter der Tabelle an gleicher Stelle wie in der Quelle Fußnote "21" zu finden ist. "21" im Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit verweist aber nicht wie in der Quelle auf die Arbeit von Cockroft. Der richtige Verweis wäre hier "46" gewesen. Diesen verwendet der Verfasser korrekt weiter oben im Fragment. Ein für fehlerhaftes Kopieren aus einer fremden Vorlage exemplarischer Effekt.

Bei identischer Übernahme des Wortlauts, z.T. via copy-paste und inkl. aller Literaturverweise, wäre eine Quellenangabe nötig gewesen, auch wenn die Studien von Beyer und die des Verfassers ähnliche Kriterien für das Studiendesign haben, da sie in der gleichen Arbeitsgruppe entstanden sind.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[15.] Or/Fragment 035 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 15:52:40 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 12, 13, Zeilen: 12: Tabelle; 13: 1 ff.
[Tabelle 7: Untersuchungen bei Studienbeginn und im Studienverlauf.]

Or 034a diss.png

Abkürzungen und Erläuterungen: CT = Computertomographie; AFP = Alpha-Fetoprotein; HCG = Humanes Chorion Gonadotropin; # = berechnet nach der Formel von Cockroft 21; § = Hepatitisserologie und HIV Serologie; EKG = Elektrokardiographie.

Bei allen Patienten wurden vor Beginn der konventionell-dosierten Studientherapie der bis dahin stattgehabte Krankheitsverlauf, die durchgeführte Behandlung des Keimzelltumors und die allgemeine Anamnese dokumentiert sowie ein sorgfältiger körperlicher Befund erhoben. Zusätzlich wurden eine konventionelle Röntgenaufnahme des Thorax, CT Untersuchungen des Kopfes, des Thorax und des Abdomens, einschliesslich des kleinen Beckens, sowie ein Elektrokardiogramm (EKG) und eine Lungenfunktionsprüfung, einschliesslich einer Bestimmung der Diffusionskapazität der Lunge für Kohlenmonoxid (Dlco), durchgeführt. Bei entsprechendem Verdacht auf Knochenmetastasen wurden zusätzlich entweder eine Skelettszintigraphie, eine Kernspintomographie der betroffenen Region oder beides veranlasst. An laborchemischen Parametern wurden die Tumormarker AFP und HCG bestimmt sowie Routinelaborparameter zur Bestimmung der Knochenmarkfunktion, der Leber- und der Nierenfunktion.

Unmittelbar vor sowie 6 und 12 Wochen nach HDCT wurde eine erneute Ausbreitungsdiagnostik durchgeführt, die eine konventionelle Röntgenuntersuchung des Thorax, ein CT des Thorax und des Abdomens, einschliesslich des kleinen Beckens, umfasste sowie zusätzlich radiologische Untersuchungen der Regionen, in denen vor HDCT pathologische Befunde erhoben worden waren. Zudem wurden die Messungen der vor Beginn der konventionell-dosierten Studientherapie bereits untersuchten laborchemischen Parameter, sowohl vor HDCT als auch 6 und 12 Wochen danach, wiederholt.


21. Blijham G, Spitzer G, Litam J, et al (1981): The treatment of advanced testicular carcinoma with high dose chemotherapy and autologous marrow support. Eur J Cancer 17:433-441.

Tabelle 5: Untersuchungen bei Studienbeginn und im Studienverlauf.

Or 034a source.png

Abkürzungen und Erläuterungen: CT = Computertomographie; AFP = Alpha-Fetoprotein; HCG = humanes Chorion Gonadotropin; # = berechnet nach der Formel von Cockroft 21; § = Hepatitisserologie und HIV Serologie; EKG = Elektrokardiographie.

[Seite 13]

Bei allen Patienten wurden vor Beginn der konventionell-dosierten Studientherapie der bis dahin stattgehabte Krankheitsverlauf, die durchgeführte Behandlung des Keimzelltumors und die allgemeine Anamnese dokumentiert sowie ein sorgfältiger körperlicher Befund erhoben. Zusätzlich wurden eine konventionelle Röntgenaufnahme des Thorax, CT Untersuchungen des Kopfes, des Thorax und des Abdomens, einschliesslich des kleinen Beckens, sowie ein Elektrokardiogramm (EKG) und eine Lungenfunktionsprüfung einschliesslich einer Bestimmung der Diffusionskapazität der Lunge für Kohlenmonoxid (Dlco) durchgeführt. Bei entsprechendem Verdacht auf Knochenmetastasen wurden zusätzlich entweder eine Skelettszintigraphie, eine Kernspintomographie der betroffenen Region oder beides veranlasst. An laborchemischen Parametern wurden die Tumormarker AFP und HCG bestimmt sowie Routinelaborparameter zur Bestimmung der Knochenmarkfunktion, der Leber- und der Nierenfunktion.

Unmittelbar vor sowie 6 und 12 Wochen nach HDCT wurde eine erneute Ausbreitungsdiagnostik durchgeführt, die eine konventionelle Röntgenuntersuchung des Thorax, ein CT des Thorax und des Abdomens, einschliesslich des kleinen Beckens, umfasste sowie zusätzlich radiologische Untersuchungen der Regionen, in denen vor HDCT pathologische Befunde erhoben worden waren. Zudem wurden die Messungen der vor Beginn der konventionell-dosierten Studientherapie bereits untersuchten laborchemischen Parameter, sowohl vor HDCT als auch 6 und 12 Wochen danach, wiederholt.


21. Cockroft DW, Gault MH (1976): Prediction of creatinine clearance from serum creatinine. Nephron 16:31-41.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Man beachte, dass der Verweis "21" in der untersuchten Arbeit nicht auf das Paper von Cockroft verweist. Korrekt wäre "46" gewesen. Diesen Verweis verwendet O.R. auch auf der Vorseite für die "Formel von Cockroft". "21" ist allerdings der Verweis in der Quelle, dort ist er korrekt. Insgesamt kann man dies als klaren Hinweis auf eine Übernahme im copy-paste-Stil sehen.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[16.] Or/Fragment 036 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 15:54:22 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1-2
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 13, Zeilen: 19-22
[Danach folgten Untersuchungstermine je nach] klinischer Situation, in der Regel aber in dreimonatigen Abständen im ersten Jahr und in sechsmonatigen Abständen ab dem zweiten Jahr nach HDCT. Hernach folgten Untersuchungstermine je nach klinischer Situation, in der Regel aber in dreimonatigen Abständen im ersten Jahr und in sechsmonatigen Abständen ab dem zweiten Jahr nach HDCT.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Hier endet eine lange Übernahme von der Vorseite, siehe: Fragment 035 01.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[17.] Or/Fragment 036 37 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 10:20:03 Kybot
Beyer 2000, Fragment, KeineWertung, Or, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 37-47
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 14, Zeilen: 18ff
Weitere individuelle Dosisanpassungen z.B. bei Auftreten akuter Nephrotoxizität waren jedoch auch bei dieser fixen Medikamentendosierung möglich.

Bezüglich der Applikationsweise wurde Carboplatin in drei Einzeldosierungen von Tag -6 bis Tag -4, in jeweils 250 ml Glucose 5% über eine Stunde infundiert. Etoposid wurde über Perfusor als unverdünntes Konzentrat in vier Einzeldosen von Tag -6 bis Tag -3 als jeweils einstündige Infusion gegeben. Thiotepa wurde ebenfalls in drei Einzeldosen in 250 ml NaCl 0.9% Lösung über eine Stunde gegeben.

Einen Tag vor, während der gesamten Dauer der zytostatischen Chemotherapie und danach bis zum Tag der Rückgabe der autologen Blutstammzellen am Tag 0 wurde bei allen Patienten eine forcierte alkalische Diurese mit einem Volumen von 2000 ml/m2 und Furosemidgaben bei Bedarf durchgeführt.

Individuelle Dosisanpassungen z.B. bei Auftreten akuter Nephrotoxizität waren jedoch auch bei dieser fixen Medikamentendosierung möglich 8.

Bezüglich der Applikationsweise wurde bei Dosierungen von Carboplatin bis 1500 mg/m² die Substanz in drei Einzeldosierungen von Tag -6 bis Tag -4, bei höheren Dosierungen als 1500 mg/m² Carboplatin wurde die Substanz in vier Einzeldosierungen von Tag -6 bis Tag -3 jeweils in 250 ml Glucose 5% über eine Stunde infundiert. Etoposid wurde über Perfusor als unverdünntes Konzentrat in vier Einzeldosen von Tag -6 bis Tag -3 als jeweils einstündige Infusion gegeben. Ifosfamid wurde ebenfalls in vier Einzeldosen in 1000 ml NaCl 0.9% Lösung als kontinuierliche Infusion über 22 Stunden von Tag -6 bis Tag -3 vor Stammzellreinfusion gegeben. [...] Einen Tag vor, während der gesamten Dauer der zytostatischen Chemotherapie und danach bis zum Tag der ASCR am Tag 0 wurde bei allen Patienten eine forcierte alkalische Diurese mit einem Volumen von 3000 ml/m2 und Furosemidgaben bei Bedarf durchgeführt.


8. Beyer J, Rick O, Weinknecht S, Kingreen D, Lenz K, Siegert W (1997): Nephrotoxicity after high-dose carboplatin, etoposide and ifosfamide in germ-cell tumors: incidence and implications for hematologic recovery and clinical outcome. Bone Marrow Transplant 20:813-819.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Der Text wurde zwar an veränderte Behandlungsprotokolle angepasst, aber ansonsten übernommen.

Sichter
(Hindemith)

[18.] Or/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 16:11:24 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1-2, 4-23
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 14-16, Zeilen: 14: letzte Zeilen; 15: 1 ff.; 16: 1 ff.
[Das Applikationsschema der] HDCT ist in Tabelle 8 nochmals zusammenfassend dargestellt. Als Bezugspunkt wurde immer der Tag der ASCR am Tag 0 gewählt. Das Auftauen und die Technik der Reinfusion erfolgten unter Standardbedingungen 167.

Tabelle 8: Applikationsschema der HDCT.

Or 37a diss.png

  • die kursiv und in Klammern gedruckten Mengenangabe betrifft die Dosierung, die nur 11 Patienten

gegeben wurde.

Abkürzungen: HDCT, Hochdosischemotherapie; ASZR, Rückgabe von autologen Blutstammzellen

4.6. Supportive Therapie

Die Betreuung der Patienten während der konventionell-dosierten Therapie erfolgte unter Standardbedingungen auf einer peripheren hämatologischen/onkologischen Station.

Während der HDCT wurden die Patienten vom Behandlungsbeginn bis zum Tag der Knochenmarkregeneration auf Leukozytenwerte > 1000 /μl im peripheren Blut in Einzelzimmern mit Umkehrisolation ohne Luftfiltration betreut. Intravenöse Medikamentengaben, Infusionen sowie die zytostatische Chemotherapie wurden über einen, vor HDCT gelegten, doppellumigen, untertunnelten, zentralvenösen Katheter (Hickman®, C.R.Bard Ireland Limited, Parkmore, Galway, Ireland) verabreicht. Ab dem Tag -7 bis Tag -2 erhielten alle Patienten Allopurinol (Zyloric®, Deutsche Wellcome, Burgwedel) 300 mg per os. Ciprofloxacin (Ciprobay®, Bayer, Leverkusen) 3 x 250 mg täglich per os und orales Amphotericin B 2400 mg (Ampho- Moronal®, Squibb Heyden, München) pro Tag wurden ebenfalls ab Tag -7 zur Darmdekontamination gegeben. Bei Auftreten von Fieber und systemischer Antibiotikagabe wurde die Dekontamination mit Ciprofloxacin beendet, die Dekontamination mit oralem Amphotericin B zur Vermeidung von Pilzinfektionen jedoch fortgeführt. Bei Fieber > 38.0 oC wurde zunächst mit einer empirischen intravenösen Antibiotikakombination aus Cefotaxim (Claforan®, Hoechst, Frankfurt am Main) und Piperacillin (Pipril®, Lederle Arzneimittel, Wolfratshausen) begonnen, [bei Nichtentfieberung nach 72h wurde intravenös Vancomycin (Vancomycin®, Lilly Deutschland, Giessen) hinzugefügt.]


167. Siegert W, Beyer J, Strohscheer I, et al (1994): High-dose treatment with carboplatin, etoposide, and ifosfamide followed by autologous stem-cell transplantation in relapsed or refractory germ cell cancer: a phase I/II study. The German Testicular Cancer Cooperative Study Group. J Clin Oncol 12:1223-1231.

Das Applikationsschema der HDCT ist in Abbildung 3 nochmals zusammenfassend dargestellt. Als Bezugspunkt wurde immer der Tag der ASCR am Tag 0 gewählt.

[Seite 15]

Or 37a source.png

Abbildung 3: Applikationsschema der HDCT.

  • die kursiv und in Klammern gedruckten Mengenangaben betreffen die Dosierungen der

Dosiseskalation, die nicht bei allen Patienten gegeben wurden.

[...]

2.4.3. Supportive Therapie

Die Betreuung der Patienten während der konventionell-dosierten Therapie erfolgte unter Standardbedingungen auf einer peripheren hämatologischen/onkologischen Station.

Während der HDCT wurden die Patienten vom Behandlungsbeginn bis zum Tag der Knochenmarkregeneration auf Leukozytenwerte > 1000 /ml im peripheren Blut in Einzel

[Seite 16]

zimmern mit Umkehrisolation ohne Luftfiltration betreut. Intravenöse Medikamentengaben, Infusionen sowie die zytostatische Chemotherapie wurden über einen, vor HDCT gelegten, doppellumigen, untertunnelten, zentralvenösen Katheter (Hickman®, C.R.Bard Ireland Limited, Parkmore, Galway, Ireland) verabreicht. Ab dem Tag -7 vor ASCR bis Tag -2 vor ASCR erhielten alle Patienten Allopurinol (Zyloric®, Deutsche Wellcome, Burgwedel) 300 mg per os. Ciprofloxacin (Ciprobay®, Bayer, Leverkusen) 3 x 250 mg täglich per os und orales Amphotericin B 2400 mg (Ampho-Moronalâ, Squibb Heyden, München) pro Tag wurden ebenfalls ab Tag -7 zur Darmdekontamination gegeben. Bei Auftreten von Fieber und systemischer Antibiotikagabe wurde die Dekontamination mit Ciprofloxacin beendet, die Dekontamination mit oralem Amphotericin B zur Vermeidung von Pilzinfektionen jedoch fortgeführt. Bei Fieber > 38.0 oC wurde zunächst mit einer empirischen intravenösen Antibiotikakombination aus Cefotaxim (Claforan®, Hoechst, Frankfurt am Main) und Piperacillin (Pipril®, Lederle Arzneimittel, Wolfratshausen) begonnen, bei Nichtentfieberung nach 72h wurde intravenös Vancomycin (Vancomycin®, Lilly Deutschland, Giessen) hinzugefügt.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die Tabelle in der untersuchten Arbeit ist nicht identisch zur Quelle und wird nicht als Plagiat gewertet.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[19.] Or/Fragment 038 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 16:13:01 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 16, 17, Zeilen: 16: 11 ff.; 17: 1 ff.
[Bei Fieber > 38.0 oC wurde zunächst mit einer empirischen intravenösen Antibiotikakombination aus Cefotaxim (Claforan®, Hoechst, Frankfurt am Main) und Piperacillin (Piprilreg;, Lederle Arzneimittel, Wolfratshausen) begonnen,] bei Nichtentfieberung nach 72h wurde intravenös Vancomycin (Vancomycinreg;, Lilly Deutschland, Giessen) hinzugefügt. Die empirische antimikrobielle Therapie wurde der jeweiligen klinischen Situation oder den mikrobiologischen Befunden entsprechend angepasst. Um eine adäquate kalorische Versorgung der Patienten sicherzustellen, erfolgte je nach Bedarf ab dem Tag +1 bis zum Abklingen der Übelkeit und Abheilung einer bestehenden Mucositis eine totale parenterale Ernährung.

Alle Patienten erhielten Transfusionen von Erythrozytenkonzentraten (EK) nach Bedarf, um einen stabilen Hämoglobinwert von > 8,0 g/dl zu erreichen sowie Thrombozytenkonzentrate (TK) von Einzelspendern, um die Thrombozytenwerte im peripheren Blut über 10.000 /μl zu halten. Alle transfundierten Blutprodukte wurden zur Vermeidung einer transfusionsinduzierten Transplantat-gegen-Wirt Reaktion gefiltert und mit 25 Gray bestrahlt. Alle Patienten erhielten den hämatopoetischen Wachstumsfaktor G-CSF. Dieser wurden als kontinuierliche i.v. Dauerinfusion in einer Dosierung von 5 μg/kg Körpergewicht des Patienten ab dem Tag +1 nach Stammzellrückgabe bis zum Erreichen von Granulozytenzahlen > 1000 /μl im peripheren Blut an zwei aufeinanderfolgenden Tagen appliziert.

4.7. Behandlung nach HDCT

Bei allen Patienten, die nach HDCT eine PRm- erreicht hatten, oder bei denen nach HDCT die Tumormarker AFP oder HCG nur noch geringfügig erhöht nachweisbar waren und deren radiologische Manifestationen chirurgisch resektabel erschienen, wurde, um das Therapieansprechen histologisch zu sichern und eventuell verbliebene reifzellige oder unreifzellige Tumoranteile nach HDCT zu entfernen, eine vollständige Resektion der nach HDCT verbliebenen Tumormanifestationen angestrebt (Studie B). Bei Patienten mit Rezidiv oder Progress nach HDCT erfolgte die individuelle Behandlung.

4.8. Beurteilung des Therapieerfolges

Eine CR wurde definiert als ein vollständiges Verschwinden aller klinisch, radiologisch oder laborchemisch nachweisbaren Tumormanifestationen. Eine vollständige Resektion vitalen Tumors, von reifzelligem Teratom oder von nekrotischen Tumorresten ohne weitere nachweisbare Tumormanifestationen und bei negativen Tumormarkern AFP und HCG wurde als pathologisch dokumentierte CR (pCR) gewertet. Wurden in dem resezierten Material auch vitale undifferenzierte Tumoranteile nachgewiesen, wurde dies als chirurgisch erzielte CR (sCR) gewertet. Eine PRm- lag bei einer Reduktion radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen um ≥ 50% und bei normalwertigen Tumormarkern AFP oder HCG im Serum vor. Eine markerpositive partielle Remission (PRm+) lag bei einer Reduktion radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen um ≥ 50% und bei fortbestehenden Tumormarkern oder bei einer Reduktion der Serumtumormarker AFP oder HCG um ≥ 90% und einer Reduktion radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen < 50% vor. Eine progrediente Erkrankung (PD) lag bei einer Zunahme radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen um ≥ 25% oder einer Zunahme der Tumormarker AFP oder HCG um mehr als 10% vor. Jede Veränderung radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen oder der Serumtumormarker AFP oder HCG, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien entsprach, wurde als stabiler Tumorstatus (SD) gewertet.

Bei Fieber > 38.0 oC wurde zunächst mit einer empirischen intravenösen Antibiotikakombination aus Cefotaxim (Claforan®, Hoechst, Frankfurt am Main) und Piperacillin (Pipril®, Lederle Arzneimittel, Wolfratshausen) begonnen, bei Nichtentfieberung nach 72h wurde intravenös Vancomycin (Vancomycin®, Lilly Deutschland, Giessen) hinzugefügt. Erfolgte unter der dreifachen Antibiotikatherapie weiterhin keine Entfieberung, wurde nach weiteren 48h eine empirische antimykotische Therapie mit intravenösem Amphotericin B (Amphotericin B®, Squibb Heyden, München) eingeleitet. Die empirische antimikrobielle Therapie wurde der jeweiligen klinischen Situation oder den mikrobiologischen Befunden entsprechend angepasst. Um eine adäquate kalorische Versorgung der Patienten sicherzustellen, erfolgte je nach Bedarf ab dem Tag +1 bis zum Abklingen der Übelkeit und Abheilung einer bestehenden Mucositis eine totale parenterale Ernährung.

Alle Patienten erhielten Transfusionen von Erythrozytenkonzentraten (EK) nach Bedarf, um einen stabilen Hämoglobinwert von 9-10 g/dl zu erreichen sowie Thrombozytenkonzentrate (TK) von Einzelspendern, um die Thrombozytenwerte im peripheren Blut über 20000 /ml zu halten. Alle transfundierten Blutprodukte wurden zur Vermeidung einer transfusionsinduzierten Transplantat-gegen-Wirt Reaktion mit 25 Gray bestrahlt. Mit der Verfügbarkeit hämatopoetischer Wachstumsfaktoren erhielten alle Patienten G-CSF oder Granulozyten- Makrophagen-Kolonie-stimulierenden-Faktor [GM-CSF (Leukomax®, Sandoz, Nürnberg)]. Ein Patient erhielt zusätzlich Interleukin 3 (Prüfstoff SDZ ILE 964, Sandoz, Nürnberg) im Rahmen einer "compassionate use" Anwendung wegen deutlich verzögerter hämatopoetischer Regeneration nach HDCT und ASCR. Hämatopoetische Wachstumsfaktoren wurden als kontinuierliche i.v. Dauerinfusion in einer Dosierung von 5 μg/kg Körpergewicht des Patienten ab dem Tag +1 nach ASCR bis zum Erreichen von Granulozytenzahlen > 1000 /μl im peripheren Blut an zwei aufeinanderfolgenden Tagen appliziert.

2.4.4. Behandlung nach HDCT

Bei allen Patienten, die nach HDCT eine PRm- erreicht hatten oder bei denen nach HDCT die Tumormarker AFP oder HCG nur noch geringfügig erhöht nachweisbar waren und deren radiologische Manifestationen chirurgisch resektabel erschienen, wurde, um das Therapieansprechen histologisch zu sichern und eventuell verbliebene reifzellige oder unreifzellige Tumoranteile nach HDCT zu entfernen, eine vollständige Resektion der nach HDCT verbliebenen Tumormanifestationen angestrebt. Bei Patienten mit Rezidiv oder Progress nach HDCT erfolgte die Behandlung individuell.

[Seite 17]

2.5. Beurteilung des Therapieerfolges

Eine CR wurde definiert als ein vollständiges Verschwinden aller klinisch, radiologisch oder laborchemisch nachweisbaren Tumormanifestationen. Eine vollständige Resektion vitalen Tumors, von reifzelligem Teratom oder von nekrotischen Tumorresten ohne weitere nachweisbare Tumormanifestationen und bei negativen Tumormarkern AFP und HCG wurde als pathologisch dokumentierte CR (pCR) gewertet. Wurde in dem resezierten Material auch vitale undifferenzierte Tumoranteile nachgewiesen, wurde dies als chirurgisch erzielte CR (sCR) gewertet. Eine PRm- lag vor bei einer Reduktion radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen um ³ 50% bei normalwertigen Tumormarkern AFP oder HCG im Serum. Eine markerpositive partielle Remission (PRm+) lag vor bei einer Reduktion radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen um ³ 50% bei fortbestehenden Tumormarkern oder bei einer Reduktion der Serumtumormarker AFP oder HCG um ³ 90% und einer Reduktion radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen < 50%. Eine progrediente Erkrankung (PD) lag vor bei einer Zunahme radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen um ³ 25% oder einer Zunahme der Tumormarker AFP oder HCG um mehr als 10%. Jede Veränderung radiologisch nachweisbarer Tumormanifestationen oder der Serumtumormarker AFP oder HCG, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien entsprach, wurde als stabiler Tumorstatus (SD) gewertet.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[20.] Or/Fragment 039 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 16:16:37 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 17, 18, Zeilen: 17: 19 ff., 18: 1 ff.
4.9. Definitionen der Tumorsensitivität

Die Sensitivität einer Tumorerkrankung wurde entsprechend der von Nichols, Linkesch und Motzer vorgeschlagenen Klassifikation in Abhängigkeit des Therapieansprechens auf eine cisplatinhaltige Chemotherapie eingeteilt 105,119,127. Eine Tumorerkrankung wurde als sensitiv beurteilt, wenn mindestens eine partielle Remission der Erkrankung für mehr als vier Wochen nach der letzten cisplatinhaltigen Chemotherapie erzielt wurde. Eine Tumorerkrankung wurde als refraktär beurteilt, wenn mindestens eine partielle Remission der Erkrankung erzielt wurde, aber wenn innerhalb von weniger als vier Wochen nach der letzten cisplatinhaltigen Therapie ein erneuter Progress auftrat, oder wenn als bestes Therapieansprechen lediglich eine Stabilisierung der Tumorerkrankung beobachtet wurde. Eine Tumorerkrankung wurde als absolut refraktär beurteilt, wenn noch nicht einmal eine Stabilisierung der Erkrankung durch eine cisplatinhaltige Chemotherapie erzielt werden konnte.

4.10. Dokumentation und statistische Verfahren

Relevante Patientendaten und Verlaufsparameter wurden in einem Erhebungsbogen schriftlich dokumentiert und nach Plausibilitätskontrolle der dokumentierten Daten in das Datenverwaltungsprogramm dBASE für Windows®5.0 (Borland International, Scotts Valley, California, USA) auf einem IBM Personalcomputer eingegeben. Statistische Analysen erfolgten computerisiert mittels des Statistikprogrammes CSS STATISTICA® V 5.0 (StatSoft, Tulsa, Oklahoma, USA). Die Darstellung der Wahrscheinlichkeiten für Gesamtüberleben und ereignisfreies Überleben erfolgte nach der von Kaplan und Meier beschriebenen Methode 93. Zur Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Gesamtüberleben wurde der Tag der Stammzellrückgabe bis zum Todestag bzw. für die nach HDCT lebenden Patienten dem Tag des jeweils letzten Nachuntersuchungstermines herangezogen. Zur Berechnung des ereignisfreien Überlebens wurde die Zeit zwischen Stammzellrückgabe und negativem Ereignis, bzw. für Patienten ohne negatives Ereignis dem Tag des letzten Nachuntersuchungstermines verwendet. Als negatives Ereignis galten in allen Analysen ein Progress oder ein Rezidiv der Tumorerkrankung sowie der Tod eines Patienten, jedwelcher Ursache. Der Vergleich der Wahrscheinlichkeiten für das Gesamtüberleben und das ereignisfreie Überleben erfolgte mittels des Log-Rank Testes nach Mantel 111. Für den Vergleich kategorischer Variablen zwischen Patientengruppen wurde der exakte Test nach Fisher herangezogen. Der Vergleich kontinuierlicher Variablen zwischen Patientengruppen erfolgte mittels des Mann-Whitney U Testes 152. Statistische Signifikanz wurde bei einer Wahrscheinlichkeit p < 0,05 angenommen.


93. Kaplan EL, Meier P (1958): Non-parametric estimation from incomplete observations. J Am Stat Assoc 53:457-481.

105. Linkesch W, Krainer M, Wagner A (1992): Phase I/II trial of ultrahigh dose carboplatin, etoposide, cyclophosphamide with ABMT in refractory nonseminomatous germ cell tumors (GCT). Proc Am Soc Clin Oncol 11:196 (abstract 600).

111. Mantel N (1966): Evaluation of survival data and two new rank order statistics arising in its consideration. Cancer Treat Rep 50:163-170.

119. Motzer RJ, Mazumdar M, Bosl GJ, et al (1996): High-dose carboplatin, etoposide, and cyclophosphamide for patients with refractory germ cell tumors: treatment results and prognostic factors for survival and toxicity. J Clin Oncol 14:1098-1105.

127. Nichols CR, Tricot G, Williams SD, et al (1989): Dose-intensive chemotherapy in refractory germ cell cancer-a phase I/II trial of high-dose carboplatin and etoposide with autologous bone marrow transplantation. J Clin Oncol 7:932-939.

152. Sachs L. Angewandte Statistik. Heidelberg: Springer-Verlag, 1992.

2.6. Definitionen der Tumorsensitivität und Beurteilung der Nebenwirkungen

Die Sensitivität einer Tumorerkrankung wurde entsprechend der von Nichols, Linkesch und Motzer vorgeschlagenen Klassifikation in Abhängigkeit des Therapieansprechens auf eine cisplatinhaltige Chemotherapie eingeteilt 51,59,63. Eine Tumorerkrankung wurde als sensitiv beurteilt, wenn mindestens eine partielle Remission der Erkrankung für mehr als vier Wochen nach der letzten cisplatinhaltigen Chemotherapie erzielt wurde. Eine Tumorerkrankung wurde als refraktär beurteilt, wenn mindestens eine partielle Remission der Erkrankung erzielt wurde, aber wenn innerhalb von weniger als vier Wochen nach der letzten cisplatinhaltigen Therapie ein erneuter Progress auftrat oder wenn als bestes Therapieansprechen lediglich eine Stabilisierung der Tumorerkrankung beobachtet wurde. Eine Tumorerkrankung wurde als absolut refraktär beurteilt, wenn noch nicht einmal eine Stabilisierung der Erkrankung durch eine cisplatinhaltige Chemotherapie erzielt werden konnte.

[...]

2.7. Dokumentation und statistische Verfahren

Relevante Patientendaten und Verlaufsparameter wurden in einem Erhebungsbogen schriftlich dokumentiert und nach Plausibilitätskontrolle der dokumentierten Daten in das Datenverwaltungsprogramm dBASE IV®1.5 (Borland International, Scotts Valley, California, USA) auf einem IBM Personalcomputer eingegeben. Statistische Analysen erfolgten computerisiert mittels der Statistikprogramme SPSS/PC+ V4.0.1® (SPSS Inc., Chicago, Illinois, USA) und CSS STATISTICA®V 5.0 (StatSoft, Tulsa, Oklahoma, USA). Die Darstellung der Wahrscheinlichkeiten für Gesamtüberleben und ereignisfreies Überleben erfolgte nach der von Kaplan und Meier beschriebenen Methode 43. Zur Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Gesamtüberleben wurde der Tag der ASCR bis zum Todestag

[Seite 18]

bzw. für die nach HDCT lebenden Patienten dem Tag des jeweils letzten Nachuntersuchungstermines herangezogen. Zur Berechnung des ereignisfreien Überlebens wurde die Zeit zwischen ASCR und negativem Ereignis, bzw. für Patienten ohne negatives Ereignis dem Tag des letzten Nachuntersuchungstermines verwendet. [...] Als negatives Ereignis galten in allen Analysen ein Progress oder ein Rezidiv der Tumorerkrankung sowie der Tod eines Patienten, jedwelcher Ursache. Der Vergleich der Wahrscheinlichkeiten für das Gesamtüberleben und das ereignisfreie Überleben erfolgte mittels des Log-Rank Testes nach Mantel 54. [...] Für den Vergleich kategorischer Variablen zwischen Patientengruppen wurde der exakte Test nach Fisher, bzw. bei Fallzahlen von mehr als 100 Patienten der Chi-Quadrat Test herangezogen. Der Vergleich kontinuierlicher Variablen zwischen Patientengruppen erfolgte mittels des Mann-Whitney Testes 71. Statistische Signifikanz wurde bei einer Wahrscheinlichkeit p < 0,05 angenommen.


43. Kaplan EL, Meier P (1958): Non-parametric estimation from incomplete observations. J Am Stat Assoc 53:457-481.

51. Linkesch W, Krainer M, Wagner A (1992): Phase I/II trial of ultrahigh dose carboplatin, etoposide, cyclophosphamide with ABMT in refractory nonseminomatous germ cell tumors (GCT). Proc Am Soc Clin Oncol 11:196 (abstract 600).

54. Mantel N (1966): Evaluation of survival data and two new rank order statistics arising in its consideration. Cancer Treat Rep 50:163-170.

59. Motzer RJ, Mazumdar M, Bosl GJ, Bajorin DF, Amsterdam A, Vlamis V (1996): Highdose carboplatin, etoposide, and cyclophosphamide for patients with refractory germ cell tumors: treatment results and prognostic factors for survival and toxicity. J Clin Oncol 14:1098-1105.

63. Nichols CR, Tricot G, Williams SD, van Besien K, Loehrer PJ, Roth BJ, Akard L, Hoffman R, Goulet R, Wolff SN, Giannone L, Greer J, Einhorn LH, Jansen J (1989): Doseintensive chemotherapy in refractory germ cell cancer-a phase I/II trial of high-dose carboplatin and etoposide with autologous bone marrow transplantation. J Clin Oncol 7:932- 939.

71. Sachs L. Angewandte Statistik. Heidelberg: Springer-Verlag, 1992.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[21.] Or/Fragment 076 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-10-03 16:19:01 Schumann
Beyer 2000, Fragment, Gesichtet, Or, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 1-22
Quelle: Beyer 2000
Seite(n): 47, Zeilen: 1 ff.
6. Zusammenfassung der Studienergebnisse

6.1. Historischer Überblick

In den vergangenen Jahren wurden grosse Anstrengungen unternommen, die Ergebnisse der Salvagechemotherapie bei Patienten mit rezidivierten oder progredienten Keimzelltumoren zu verbessern, um die infauste Prognose dieser kleinen, aber jungen und sehr therapiemotivierten Gruppe von Patienten abzuwenden 15,17,33,57,120,122,129,153,167. Neben dem Einsatz der Substanzen Cisplatin, Etoposid, Ifosfamid und Bleomycin wurden seit Beginn der 90er Jahre vor allem Konzepte mit dem Einsatz einer HDCT untersucht, welche in der Regel die Verwendung autologer Stammzellen aus dem Knochenmark oder peripheren Blut erforderten 11,13,36,120,122,127-129,167. Die Möglichkeit, pluripotente hämatopoetische Progenitorzellen nach herkömmlicher Chemotherapie und Stimulation mit rekombinanten hämatopoetischen Wachstumsfaktoren aus dem peripheren Blut zu sammeln und nach einer hochdosierten Therapie zu reinfundieren, erlaubte eine Dosiseskalation der Substanzen Etoposid, Ifosfamid, Cyclophosphamid und des Platinanalogons Carboplatin zum Fünffachen der sonst üblichen Dosierungen. Durch die Rückgabe von autologen Blutstammzellen wurden die nicht-hämatologischen Nebenwirkungen, insbesondere die Nephro- und die Neurotoxizitäten, die dosisbegrenzenden Faktoren 10,13,96,178. Nichols et al. konnten erstmals die Durchführbarkeit und den Nutzen einer HDCT bei einer kleinen Gruppe von mehrfach rezidivierten und refraktären Patienten mit Keimzelltumoren klinisch nachweisen.


10. Beyer J, Grabbe J, Lenz K, et al (1992): Cutaneous toxicity of high-dose carboplatin, etoposide and ifosfamide followed by autologous stem cell reinfusion. Bone Marrow Transplant 10:491-494.

11. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1994): Treatment intensification in disseminated germ-cell tumors. World J Urol 12:207-213.

13. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

15. Beyer J, Kingreen D, Krause M, et al (1997): Long term survival of patients with recurrent or refractory germ cell tumors after high dose chemotherapy. Cancer 79:161-168.

17. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1998): Salvagetherapie rezidivierter und refraktärer Hodentumoren. Onkologe 4:541-546.

33. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242- 253.

36. Broun ER, Nichols CR, Kneebone P, et al (1992): Long-term outcome of patients with relapsed and refractory germ cell tumors treated with high-dose chemotherapy and autologous bone marrow rescue. Ann Intern Med 117:124-128.

57. Einhorn LH (1990): Treatment of testicular cancer: a new and improved model. J Clin Oncol 8:1777-1781.

96. Kessinger A, Armitage JO (1991): The evolving role of autologous peripheral stem cell transplantation following high-dose therapy for malignancies. Blood 77:211- 213.

120. Motzer RJ, Sheinfeld J, Mazumdar M, et al. (2000): Paclitaxel, ifosfamide, and cisplatin second-line therapy for patients with relapsed testicular germ cell cancer. J Clin Oncol 18:2413-2418.

122. Motzer RJ, Mazumdar M, Sheinfeld J, et al. (2000): Sequential dose-intensive paclitaxel, ifosfamide, carboplatin and etoposide salvage therapy for germ cell tumor patients. J Clin Oncol 18:1173-1180.

127. Nichols CR, Tricot G, Williams SD, et al (1989): Dose-intensive chemotherapy in refractory germ cell cancer-a phase I/II trial of high-dose carboplatin and etoposide with autologous bone marrow transplantation. J Clin Oncol 7:932-939.

128. Nichols CR, Andersen J, Lazarus HM, et al (1992): High-dose carboplatin and etoposide with autologous bone marrow transplantation in refractory germ cell cancer: an Eastern Cooperative Oncology Group protocol. J Clin Oncol 10:558-563.

129. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, et al (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

153. Sandler A, Loehrer P: Salvage therapy and autologous bone marrow transplantation, in Horwich A (ed): Testicular cancer. 2 ed. London, Chapman and Hall Medical, 1996, pp 307-318.

167. Siegert W, Beyer J, Strohscheer I, et al (1994): High-dose treatment with carboplatin, etoposide, and ifosfamide followed by autologous stem-cell transplantation in relapsed or refractory germ cell cancer: a phase I/II study. The German Testicular Cancer Cooperative Study Group. J Clin Oncol 12:1223-1231.

178. To LB, Haylock DN, Simmons PJ, Juttner CA (1997): The biology and clinical uses of blood stem cells. Blood 89:2233-2258.

4. Zusammenfassung der Studienergebnisse und Schlussfolgerungen

4.1. Rückblick auf die klinische Etablierung des Konzeptes HDCT

In den vergangenen Jahren wurden grosse Anstregungen [sic!] unternommen, die Ergebnisse der Salvagechemotherapie bei Patienten mit rezidivierten und/oder refraktären Keimzelltumoren zu verbessern, um die infauste Prognose dieser kleinen, aber jungen und sehr therapiemotivierten Gruppe von Patienten abzuwenden 9,15,24,65,72. Neben der Einführung der Substanzen Etoposid und Ifosfamid zu Beginn der 80er Jahre, wurden seit Beginn der 90er Jahre vor allem hochdosierte Therapiekonzepte untersucht, welche in der Regel den Einsatz autologer Stammzellen aus dem Knochenmark oder peripheren Blut erforderten 3,5,18,63-65. Die Möglichkeit, pluripotente hämatopoetische Progenitorzellen von Patienten aus dem Knochenmark oder, nach herkömmlicher Chemotherapie und Stimulation mit rekombinanten hämatopoetischen Wachstumsfaktoren, auch aus dem peripheren Blut zu sammeln, über lange Zeit tiefgefroren in flüssigem Stickstoff zu konservieren und nach einer hochdosierten, eventuell sogar myeloablativen Therapie zu reinfundieren und so dennoch eine stabile hämatologische Regeneration zu gewährleisten, erlaubte eine Dosiseskalation von Substanzen wie Etoposid, Ifosfamid, Cyclophosphamid sowie dem Platinanalogon Carboplatin, auf ein bis zu Fünffaches der sonst üblichen Dosierungen, da auf die Myelotoxizität dieser Substanzen keine Rücksicht mehr genommen werden musste. Bei dem Verfahren der HDCT mit anschliessender ASCR wurden dann erst die nicht-hämatologischen Toxizitäten der eingesetzten Medikamente dosisbegrenzend 5,2,45,78. Wie in Abschnitt 1.7 darstellt konnten Nichols et al. erstmals die Durchführbarkeit und den Nutzen einer HDCT bei einer kleinen Gruppe von mehrfach rezdivierten und refraktären Patienten mit Keimzelltumoren klinisch nachweisen.


2. Beyer J, Grabbe J, Lenz K, Weisbach V, Strohscheer I, Huhn D, Siegert W (1992): Cutaneous toxicity of high-dose carboplatin, etoposide and ifosfamide followed by autologous stem cell reinfusion. Bone Marrow Transplant 10:491-494.

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5. Beyer J, Bokemeyer C, Schmoll HJ, Siegert W (1996): Hochdosischemotherapie bei Hodentumoren. Onkologe 2:S28-S32.

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15. Bosl G, Motzer RJ (1997): Testicular germ-cell cancer. N Engl J Med 337:242-253.

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64. Nichols CR, Andersen J, Lazarus HM, Fisher H, Greer J, Stadtmauer EA, Loehrer PJ, Trump DL (1992): High-dose carboplatin and etoposide with autologous bone marrow transplantation in refractory germ cell cancer: an Eastern Cooperative Oncology Group protocol. J Clin Oncol 10:558-563.

65. Nichols CR, Roth BJ, Loehrer PJ, Williams SD, Einhorn LH (1994): Salvage chemotherapy for recurrent germ cell cancer. Semin Oncol 21:102-108.

72. Sandler A, Loehrer P: Salvage therapy and autologous bone marrow transplantation, in Horwich A (ed): Testicular cancer. 2 ed. London, Chapman and Hall Medical, 1996, pp 307-318.

78. To LB, Haylock DN, Simmons PJ, Juttner CA (1997): The biology and clinical uses of blood stem cells. Blood 89:2233-2258.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

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