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Quelle:Pg/Clessienne 2008

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Charlotte Barbara Clessienne
Titel    Dorsales Impingement nach lumbaler Bandscheibenprothetik – eine statische und dynamische Röntgenanalyse
Jahr    2008
Anmerkung    Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    5


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Pg/Fragment 003 27 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-12-12 11:01:48 Klgn
Clessienne 2008, Fragment, Pg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 27-29
Quelle: Clessienne 2008
Seite(n): 1, Zeilen: 2ff
Entgegen der landläufigen Meinung ist die lumbale Bandscheibenprothetik ein relativ altes Therapieverfahren: Bereits vor 50 Jahren implantierte Fernström erstmals eine Metallkugel in einen lumbalen Zwischenwirbelraum, um die [Beweglichkeit des Segments aufrecht zu erhalten und so eine ansonsten erforderliche Versteifungsoperation zu vermeiden (Fernström 1966).]

49. Fernström U. 1966: Arthroplasty with intercorporal endoprothesis in herniated disc and in painful disc. Acta Chir Scand Suppl 357:154-9.

Entgegen der landläufigen Meinung ist die lumbale Bandscheibenprothetik ein relativ altes Therapieverfahren: Vor bereits 50 Jahren implantierte erstmals Fernström eine Metallkugel in einen lumbalen Zwischenwirbelraum, um die Beweglichkeit des Segments aufrecht zu erhalten und so eine ansonsten erforderliche Versteifungsoperation zu vermeiden [29].

29. Fernstrom U: Arthroplasty with intercorporal endoprothesis in herniated disc and in painful disc. Acta Chir Scand, 357 (suppl): 154-159 (1966)

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt. Fortsetzung auf der Folgeseite.

Sichter
(Hindemith)

[2.] Analyse:Pg/Fragment 004 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-12-12 11:20:52 Klgn
Clessienne 2008, Fragment, KomplettPlagiat, Pg, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 1-24
Quelle: Clessienne 2008
Seite(n): 1, Zeilen: 3ff
[Bereits vor 50 Jahren implantierte Fernström erstmals eine Metallkugel in einen lumbalen Zwischenwirbelraum, um die] Beweglichkeit des Segments aufrecht zu erhalten und so eine ansonsten erforderliche Versteifungsoperation zu vermeiden (Fernström 1966). Etwa 250 Patienten wurden mit diesem Implantat versorgt. Dennoch gelang es nicht, diese Therapie zu etablieren. Als problematisch erwies sich eine Hypermobilität des operierten Segments und vor allem das Einsinken der Prothese in die benachbarten Wirbelkörperabschlussplatten (Szpalski et al. 2002). In Folge der unbefriedigenden Ergebnisse wurde die klinische Anwendung der Fernström- Prothese nach wenigen Jahren beendet (Errico 2005).

Bei lumbalen Bandscheibenprothesen sind zwei konträre Funktionsprinzipien erkennbar: Einerseits die reine Erhaltung der Mobilität des Bewegungssegments ohne spezifische Absorption der auftretenden axialen Belastung, andererseits das Wiederherstellen der visko-elastischen Eigenschaften der Bandscheibe (Szpalski et al. 2002). Das Scheitern der Fernström-Prothese, die ausschließlich dem Prinzip der Bewegungserhaltung folgte, verdeutlicht exemplarisch die Probleme, die aus der Nichtbeachtung eines zentralen Funktionsprinzips des natürlichen Bewegungssegments, nämlich der Schockabsorption, resultieren können. Prinzipiell bestehen die Ziele der Bandscheibenprothetik in einer Linderung des diskogenen Rückenschmerzes durch Resektion der Bandscheibe, einer Wiederherstellung der physiologischen Segmentlordose und der physiologischen Zwischenwirbelraumhöhe und damit auch einer Erweiterung der Foramina intervertebralia. Zugleich wird eine Erhaltung der Beweglichkeit angestrebt, die zu einer Abnahme der Anschlusssegmentdegeneration und besseren funktionellen und klinischen Ergebnissen führen soll (Mayer HM 2005).

Vor bereits 50 Jahren implantierte erstmals Fernström eine Metallkugel in einen lumbalen Zwischenwirbelraum, um die Beweglichkeit des Segments aufrecht zu erhalten und so eine ansonsten erforderliche Versteifungsoperation zu vermeiden [29]. Etwa 250 Patienten wurden mit diesem Implantat versorgt. Dennoch gelang es nicht, diese Therapie zu etablieren: Als problematisch erwies sich eine Hypermobilität des operierten Segments und vor allem das Einsinken der Prothese in die benachbarten Wirbelkörperabschlussplatten [87]. In Folge der unbefriedigenden Ergebnisse wurde die klinische Anwendung der Fernström-Prothese nach wenigen Jahren beendet [25].

Bei lumbalen Bandscheibenprothesen sind zwei konträre Funktionsprinzipien erkennbar: Einerseits die reine Erhaltung der Mobilität des Bewegungssegments ohne spezifische Absorption der auftretenden axialen Belastung, andererseits das Wiederherstellen der visko-elastischen Eigenschaften der Bandscheibe [87]. Das Scheitern der Fernström-Prothese, die ausschließlich dem Prinzip der Bewegungserhaltung folgte, verdeutlicht exemplarisch die Probleme, die aus der Nichtbeachtung eines zentralen Funktionsprinzips des natürlichen Bewegungssegments, nämlich der Schockabsorption, resultieren können.

Prinzipiell bestehen die Ziele der Bandscheibenprothetik in einer Linderung des diskogenen Rückenschmerzes durch Resektion der Bandscheibe, einer Wiederherstellung der physiologischen Segmentlordose und der physiologischen Zwischenwirbelraumhöhe und damit auch einer Erweiterung der Foramina intervertebralia. Zugleich wird eine Erhaltung der Beweglichkeit angestrebt, die zu einer Abnahme der Anschlusssegmentdegeneration und besseren funktionellen und klinischen Ergebnissen führen soll [67].


25. Errico TJ: Lumbar disc arthroplasty. Clin Orthop Relat Res, 435: 106-117 (2005)

29. Fernstrom U: Arthroplasty with intercorporal endoprothesis in herniated disc and in painful disc. Acta Chir Scand, 357 (suppl): 154-159 (1966)

67. Mayer HM: Total lumbar disc replacement. J Bone Joint Surg Br, 87: 1029- 1037 (2005)

87. Szpalski M, Gunzburg R, Mayer M: Spine arthroplasty: a historical review. Eur Spine J, 11 (suppl): 65-84 (2002)

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith)

[3.] Analyse:Pg/Fragment 095 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-12-12 11:16:31 Klgn
Clessienne 2008, Fragment, KomplettPlagiat, Pg, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 6-14
Quelle: Clessienne 2008
Seite(n): 5, Zeilen: 3ff
Denkbar ist, dass die zur Re- Operation führenden Faktoren Schmerz und Funktionsstörung, die durch PE-Abrieb und Facettengelenksarthrose bedingt sind, durch ein postoperatives Anschlagen, d.h. durch ein Impingement der Artikulationspartner und / oder der arthrotisch veränderten Facettengelenke im Rahmen einer vermehrten segmentalen Lordose akzentuiert werden. Gestützt wird diese Vermutung durch klinisch-radiologische Untersuchungen von Cakir, die nach Implantation der ProDisc-Prothese bei unveränderter globaler Lordose der Lendenwirbelsäule (LWS) eine deutliche Zunahme der Lordose im operativ versorgten Segment verzeichneten (Cakir et al. 2004, Cakir et al. 2005). Denkbar ist, dass die zur Re-Operation führenden Faktoren Schmerz und Funktionsstörung, die durch PE-Abrieb und Facettengelenksarthrose bedingt sind, durch ein postoperatives Anschlagen, d.h. durch ein Impingement der Artikulationspartner und / oder der arthrotisch veränderten Facettengelenke im Rahmen einer vermehrten segmentalen Lordose akzentuiert werden. Gestützt wird diese Vermutung durch klinisch-radiologische Untersuchungen von Cakir und Mitarbeitern, die nach Implantation der ProDisc-Prothese bei unveränderter globaler Lordose der Lendenwirbelsäule (LWS) eine deutliche Zunahme der Lordose im operativ versorgten Segment verzeichneten [10, 11].

10. Cakir B, Schmidt R, Huch K, Puhl W, Richter M: Sagittales Alignement und segmentale Beweglichkeit nach endoprothetischer Versorgung lumbaler Bewegungssegmente. Z Orthop Ihre Grenzgeb, 142: 159-165 (2004)

11. Cakir B, Richter M, Kafer W, Puhl W, Schmidt R: The impact of total lumbar disc replacement on segmental and total lumbar lordosis. Clin Biomech, 20: 357-364 (2005)

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith)

[4.] Analyse:Pg/Fragment 097 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-12-13 20:16:38 Hindemith
Clessienne 2008, Fragment, Pg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 16-32
Quelle: Clessienne 2008
Seite(n): 3, 4, Zeilen: 3: 14ff; 14: 1ff
Vergleichbare klinische Ergebnisse dreier Bandscheibenprothesen mit unterschiedlichen Designprinzipien lassen allerdings vermuten, dass das Outcome der Bandscheibenprothetik nur zum Teil durch das Implantat selbst bzw. dessen biomechanische Funktionsweise bestimmt wird (Shim et al. 2007, Hallab et al. 2003, Huang et al. 2004). Weitere potenzielle Prognosefaktoren bezüglich des klinischen Ergebnisses können neben der Prozedur (Höhe und Zahl der versorgten Segmente, Auftreten von Komplikationen etc.) der Patient (Diagnose, Co-Morbidität etc.) und der Behandelnde (Indikation, chirurgische Technik etc.) sein (Punt et al. 2008, Regan et al. 2006, Siepe et al. 2006, Siepe et al. 2007, Lu et al. 2008). Bei der Betrachtung dieser Variablen zeigte sich unter anderem, dass bisegmentale Versorgungen schlechtere Ergebnisse als eine monosegmentale Implantation und jüngere Patienten tendenziell ein besseres Outcome als ältere haben (Siepe et al. 2006, Siepe et al. 2007, Lu et al. 2008). Zudem erwies sich die Zahl der durchgeführten Implantationen und damit die Erfahrung des Operateurs als wesentlich für die perioperative Komplikationsrate (Regan et al. 2006). Definitionsgemäß setzt eine degenerative Bandscheibenerkrankung neben strukturellen Veränderungen der Bandscheibe und der angrenzenden [Terminalplatten eine mechanische Dysfunktion des Bewegungssegments und Schmerzen voraus (Adams und Roughley 2006).] Vergleichbare klinische Ergebnisse zweier Bandscheibenprothesen [82] mit unterschiedlichen Designprinzipien [43, 45] lassen allerdings vermuten, dass das Outcome der Bandscheibenprothetik nur zum Teil durch das Implantat selbst bzw. dessen biomechanische Funktionsweise bestimmt wird. Weitere potenzielle Prognosefaktoren bezüglich des klinischen Ergebnisses können neben der Prozedur (Höhe und Zahl der versorgten Level, Auftreten von Komplikationen, etc.) der Patient (Diagnose, Co-Morbidität, etc.) und der Behandler (Indikation, chirurgische Technik, etc.) sein [76, 78, 84, 85, 91].

Bei der Betrachtung dieser Variablen zeigte sich unter anderem, dass bisegmentale Versorgungen schlechtere Ergebnisse als eine monosegmentale Implantation [84, 85] und jüngere Patienten tendenziell ein besseres Outcome als ältere haben [84]. Zudem erwies sich die Zahl der durchgeführten Implantationen und damit die Erfahrung des Operateurs als wesentlich für die perioperative Komplikationsrate [78].

[...] Definitionsgemäß setzt eine

[Seite 4]

degenerative Bandscheibenerkrankung neben strukturellen Veränderungen der Bandscheibe und der angrenzenden Terminalplatten eine mechanische Dysfunktion des Bewegungssegments und Schmerzen voraus [1].


1. Adams MA, Roughley PJ: What is intervertebral disc degeneration, and what causes it? Spine, 31: 2151-2161 (2006)

43. Hallab N, Link HD, McAfee PC: Biomaterial optimization in total disc arthroplasty. Spine, 28: 139-152 (2003)

45. Huang RC, Girardi FP, Cammisa FP, Jr., Wright TM: The implications of constraint in lumbar total disc replacement. J Spinal Disord Tech, 16: 412-417 (2003)

76. Punt IM, Visser VM, van Rhijn LW, Kurtz SM, Antonis J, Schurink GW, van Ooij A: Complications and reoperations of the SB Charite lumbar disc prosthesis: experience in 75 patients. Eur Spine J: October 10, Epub ahead of print (2007)

78. Regan JJ, McAfee PC, Blumenthal SL, Guyer RD, Geisler FH, Garcia R, Jr., Maxwell JH: Evaluation of surgical volume and the early experience with lumbar total disc replacement as part of the investigational device exemption study of the Charite Artificial Disc. Spine, 31: 2270-2276 (2006)

82. Shim CS, Lee SH, Shin HD, Kang HS, Choi WC, Jung B, Choi G, Ahn Y, Lee S, Lee HY: CHARITE versus ProDisc: a comparative study of a minimum 3-year follow-up. Spine, 32: 1012-1018 (2007)

84. Siepe CJ, Mayer HM, Wiechert K, Korge A: Clinical results of total lumbar disc replacement with ProDisc II: three-year results for different indications. Spine, 31: 1923-1932 (2006)

85. Siepe CJ, Mayer HM, Heinz-Leisenheimer M, Korge A: Total lumbar disc replacement: different results for different levels. Spine, 32: 782-790 (2007)

91. Van Ooij A, Oner FC, Verbout AJ: Complications of artificial disc replacement: a report of 27 patients with the SB Charite disc. J Spinal Disord Tech, 16: 369-383 (2003)

Anmerkungen

Ein Verweis auf die QUelle fehlt.

Sichter
(Hindemith)

[5.] Analyse:Pg/Fragment 098 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-12-13 20:25:30 Hindemith
Clessienne 2008, Fragment, KomplettPlagiat, Pg, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 1-27
Quelle: Clessienne 2008
Seite(n): 3, 4, Zeilen: 3: letzte Zeile; 4: 1ff
[Definitionsgemäß setzt eine degenerative Bandscheibenerkrankung neben strukturellen Veränderungen der Bandscheibe und der angrenzenden] Terminalplatten eine mechanische Dysfunktion des Bewegungssegments und Schmerzen voraus (Adams und Roughley 2006). Das Therapiekonzept der Bandscheibenprothetik beruht daher darauf, die Bandscheibe, die der wesentliche Generator des diskogenen Schmerzes ist, zu entfernen bzw. zu ersetzen (Errico 2005, Fagan et al. 2003, Faustmann 2004, Mayer HM 2005, Palmgren et al. 1999). Von den genannten FDA-Studien waren unter anderem Patienten mit lumbaler Spinalkanalstenose, lytischer oder mindestens zweitgradiger degenerativer Spondylolisthese gemäß der Meyerding Klassifikation und solche mit einem relevanten degenerativen Verschleiß der Zwischenwirbelgelenke ausgeschlossen (Wright 2003, Guyer et al. 2009, McAfee et al. 2005, Zigler et al. 2007). Allerdings beeinflusst die Bandscheibendegeneration auch die Zwischenwirbelgelenke im Sinne einer simultan verlaufenden bzw. zunehmenden Facettengelenksdegeneration, was wiederum die Degeneration der Bandscheibe akzelerieren kann. Gemäß dem pathogenetischen Konzept von Kirkaldy-Willis kommt es durch den Höhenverlust einer degenerierten Bandscheibe (dysfunktionale Phase) nach einer initialen Phase der Instabilität (translatorische Instabilität oder vertikale Subluxation) zu einer zweiten Phase der Re- Stabilisierung, welche wesentlich durch osteophytäre Anbauten im Bereich der Facettengelenke getriggert wird (Kirkaldy-Willis und Farfan 1982). Diese wechselseitige Abhängigkeit bzw. das häufig simultane Vorliegen von Bandscheiben- und Facettengelenksdegeneration ist eine denkbare Erklärung für die – neben den oft guten – ebenfalls berichteten schlechten Ergebnisse der lumbalen Bandscheibenprothetik. Nach operativer Entfernung der Bandscheibe und Ersatz durch ein Mobilität gewährleistendes Implantat persistieren facettogene Schmerzen, die durch die Bewegung und Belastung degenerativ veränderter Zwischenwirbelgelenke ausgelöst werden (Lu et al. 2008, Punt et al. 2008). Definitionsgemäß setzt eine

[Seite 4]

degenerative Bandscheibenerkrankung neben strukturellen Veränderungen der Bandscheibe und der angrenzenden Terminalplatten eine mechanische Dysfunktion des Bewegungssegments und Schmerzen voraus [1]. Das Therapiekonzept der Bandscheibenprothetik beruht daher darauf, die Bandscheibe, die der wesentliche Generator des diskogenen Schmerzes ist [27, 28, 72], zu entfernen bzw. zu ersetzen [25, 34, 67].

Von den genannten FDA-Studien waren unter anderem Patienten mit lumbaler Spinalkanalstenose, lytischer oder mindestens zweitgradiger degenerativer Spondylolisthese gemäß der Meyerding Klassifikation [97] und solche mit einem relevanten degenerativen Verschleiß der Zwischenwirbelgelenke ausgeschlossen [7, 69, 100]. Allerdings beeinflusst die Bandscheibendegeneration auch die Zwischenwirbelgelenke im Sinne einer simultan verlaufenden bzw. zunehmenden Facettengelenksdegeneration [86], was wiederum die Degeneration der Bandscheibe akzelerieren kann [51]: Gemäß dem pathogenetischen Konzept von Kirkaldy-Willis kommt es durch den Höhenverlust einer degenerierten Bandscheibe (dysfunktionale Phase) nach einer initialen Phase der Instabilität (translatorische Instabilität oder vertikale Subluxation) zu einer zweiten Phase der Re-Stabilisierung, welche wesentlich durch osteophytäre Anbauten im Bereich der Facettengelenke getriggert wird [50].

Diese wechselseitige Abhängigkeit bzw. das häufig simultane Vorliegen von Bandscheiben- und Facettengelenksdegeneration ist eine denkbare Erklärung für die – neben den oft guten – ebenfalls berichteten schlechten Ergebnisse der lumbalen Bandscheibenprothetik: Nach operativer Entfernung der Bandscheibe und Ersatz durch ein Mobilität gewährleistendes Implantat persistieren facettogene Schmerzen [76, 91], d.h. Schmerzen, die durch die Bewegung und Belastung degenerativ veränderter Zwischenwirbelgelenke ausgelöst werden.


1. Adams MA, Roughley PJ: What is intervertebral disc degeneration, and what causes it? Spine, 31: 2151-2161 (2006)

7. Blumenthal S, McAfee PC, Guyer RD, Hochschuler SH, Geisler FH, Holt RT, Garcia R, Jr., Regan JJ, Ohnmeiss DD: A prospective, randomized, multicenter Food and Drug Administration investigational device exemptions study of lumbar total disc replacement with the CHARITE artificial disc versus lumbar fusion: part I: evaluation of clinical outcomes. Spine, 30: 1565-1575 (2005)

25. Errico TJ: Lumbar disc arthroplasty. Clin Orthop Relat Res, 435: 106-117 (2005)

27. Fagan A, Moore R, Vernon Roberts B, Blumbergs P, Fraser R: ISSLS prize winner: The innervation of the intervertebral disc: a quantitative analysis. Spine, 28: 2570-2576 (2003)

28. Faustmann PM: Neuroanatomische Grundlagen des diskogenen Schmerzes. Z Orthop Ihre Grenzgeb, 142: 706-708 (2004)

34. German JW, Foley KT: Disc arthroplasty in the management of the painful lumbar motion segment. Spine, 30: 60-67 (2005)

50. Kirkaldy-Willis WH, Farfan HF: Instability of the lumbar spine. Clin Orthop Relat Res, 165: 110-123 (1982)

51. Kroeber M, Unglaub F, Guehring T, Nerlich A, Hadi T, Lotz J, Carstens C: Effects of controlled dynamic disc distraction on degenerated intervertebral discs: an in vivo study on the rabbit lumbar spine model. Spine, 30: 181-187 (2005)

67. Mayer HM: Total lumbar disc replacement. J Bone Joint Surg Br, 87: 1029- 1037 (2005)

69. McAfee PC, Cunningham B, Holsapple G, Adams K, Blumenthal S, Guyer RD, Dmietriev A, Maxwell JH, Regan JJ, Isaza J: A prospective, randomized, multicenter Food and Drug Administration investigational device exemption study of lumbar total disc replacement with the CHARITE artificial disc versus lumbar fusion: part II: evaluation of radiographic outcomes and correlation of surgical technique accuracy with clinical outcomes. Spine, 30: 1576-1583 (2005)

72. Palmgren T, Gronblad M, Virri J, Kaapa E, Karaharju E: An immunohistochemical study of nerve structures in the anulus fibrosus of human normal lumbar intervertebral discs. Spine, 24: 2075-2079 (1999)

76. Punt IM, Visser VM, van Rhijn LW, Kurtz SM, Antonis J, Schurink GW, van Ooij A: Complications and reoperations of the SB Charite lumbar disc prosthesis: experience in 75 patients. Eur Spine J: October 10, Epub ahead of print (2007)

91. Van Ooij A, Oner FC, Verbout AJ: Complications of artificial disc replacement: a report of 27 patients with the SB Charite disc. J Spinal Disord Tech, 16: 369-383 (2003)

97. Wright IP: Who was Meyerding? Spine, 28: 733-735 (2003)

100. Zigler J, Delamarter R, Spivak JM, Linovitz RJ, Danielson GO, 3rd, Haider TT, Cammisa F, Zuchermann J, Balderston R, Kitchel S, Foley K, Watkins R, Bradford D, Yue J, Yuan H, Herkowitz H, Geiger D, Bendo J, Peppers T, Sachs B, Girardi F, Kropf M, Goldstein J: Results of the prospective, randomized, multicenter Food and Drug Administration investigational device exemption study of the ProDisc-L total disc replacement versus circumferential fusion for the treatment of 1-level degenerative disc disease. Spine, 32: 1155-1162 (2007)

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith)

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