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Quelle:Rir/Land 2006

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Walter Gottlieb Land
Titel    Immunsuppressive Therapie
Ort    Stuttgart, New York
Verlag    Georg Thieme Verlag
Jahr    2006
ISBN    978-3-13-133621-7

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Rir/Fragment 014 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-23 09:23:59 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Land 2006, Rir, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1-7, (8-12), 13-17
Quelle: Land 2006
Seite(n): 178, 182, Zeilen: 178, re.Spalte 30-43; (181, re. Spalte 13-18); 182:
1.2.2. AZATHIOPRIN

Azathioprin stammt aus der medizinischen Forschung von Burroughs Wellcome und wurde von Hitchings und Elion entdeckt. 1942 startete der Konzern ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, Purinanaloga zu entwickeln, die als antimitotische Medikamente in der Leukämiebehandlung eingesetzt werden sollten. Azathioprin wurde von den beiden biochemischen Forschern nach experimentellen Arbeiten mit 6-Merkaptopurin synthetisiert. Beide erhielten für ihre Arbeiten den Nobelpreis (Land 61, 62).

W. G. Land formuliert den Erfolg des Azathioprins in seinem Buch Immunsuppressive Therapie (Land 2006):

„Die Entwicklung und Verfügbarkeit von Azathioprin hat die klinische Organtransplantation in der ersten Hälfte der 1960iger [sic] Jahre aus dem Stadium des puren Experiments in den Zustand eines sinnvollen, gerechtfertigten Therapieversuches verwandelt.“'

Zunächst wurde angenommen, dass der Effekt des 6-Merkaptopurin auf rein antiproliferative Eigenschaften beschränkt ist und die Substanz eine hemmende Wirkung auf die Teilung ausübt. Später fand sich ein selektiver Effekt derjenigen Zellen, die beim Aufbau der humoralen Immun-Antwort eine Rolle spielen. Weiter, dass 6-Merkaptopurin die IgG-Antikörper hemmt sowie die IgM-Antwort weniger stark beeinflusst wurde. (77).

[Seite 178]

2.1.3.2 Geschichte

Azathioprin - bzw. „Aza”, wie es im transplantationsmedizinischen Alltagsjargon bezeichnet wird - ist das Vorstufenmedikament von 6-Merkaptopurin (6-MP). Beide Medikamente wurden Im Zuge eines 1942 gestarteten Forschungsprojektes bei Burroughs Wellcome von Hitchings und Elion entdeckt [61, 62]. Der Forschungsauftrag hatte das Ziel, Purinanaloge zu entwickeln, die als antimitotische Medikamente zur Behandlung der Leukämie eingesetzt werden sollten. Elion und Hitchings erhielten für diese grundlegenden Arbeiten später den Nobelpreis für Medizin.

[Seite 181]

Man kann konstatieren: Die Entwicklung und Verfügbarkeit von Azathioprin hat die klinische Organtransplantation in der ersten Hälfte der 1960er Jahre aus dem Stadium des puren Experiments in den Zustand eines sinnvollen, gerechtfertigten Therapieversuches verwandelt.

[Seite 182]

Zunächst nahm man an, dass sich der Effekt von 6-Merkaptopurin auf rein ... werden, dass suboptimale Dosen von 6-Merkaptopurin die IgG-Antikörper-Bildung hemmten, während die frühe IgM-Antwort weniger stark beeinflusst wurde [77].


Anmerkungen

Dokumentation der gesamten Seite:

Art und Umfang der Übernahme bleiben abgesehen vom echten Zitat ungekennzeichnet. Die Quelle, die die Textbasis für den Seiteninhalt darstellt, wird nur im Zusammenhang mit dem Zitat aufgeführt; ansonsten sind die Literaturhinweise inadäquat: zum Verweis "(Land 61, 62)" existieren keine Referenzen im Literaturverzeichnis von Rir - hier werden lediglich die Zahlen der entsprechenden Referenzen "[61, 62]" in Land (2006) referiert.

Sichter
(Graf Isolan)

[2.] Analyse:Rir/Fragment 015 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-07 22:17:55 Graf Isolan
Fragment, Land 2006, Rir, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 3-
Quelle: Land 2006
Seite(n): 162, Zeilen: 162:li.Sp. 1-13.39-43 re.Sp. 1-3.9-13
1.2.3. GLUKOKORTIKOIDE

Glukokortikoide finden Anwendung als entzündungshemmende und immunsuppressive Medikamente. Auf dem Gebiet der Organtransplantation werden sie meist in Kombination mit anderen Immunsuppressiva angewandt.

Schon im Jahre 1948 verabreichte der in der Mayo Clinic in Rochester arbeitende Arzt Ph. S. Hench einem Patienten mit rheumatoider Arthritis erfolgreich die erste Kortisondosis (Hench et al.1949). Anfänglich wurden die Steroide von Schlachttieren gewonnen, was erhebliche Kosten verursachte (Allison, 2000). Der Durchbruch gelang mit der synthetischen Herstellung der Steroidmoleküle und der Trennung der Mineralokortikoide.


Allison AC, Eugui EM. Mycophenolate mofetil and its mechanisms of action. Immunopharmacology. 2000; 47 (2-3): 85-118.

Hench PS, Kendall EC, et al. The effect of a hormone of the adrenal cortex (17-hydroxy-11-dehydrocorticosterone; compound E) and of pituitary adrenocorticotropic hormone on rheumatoid arthritis. Proc Staff Meet Mayo Clin. 1949 Apr 13;24(8):181-97

2.1.2 Glukokortikosteroide

2.1.2.1 Vorbemerkung

Glukokortikoide sind jedem Arzt bekannt. Diese Hormone finden heutzutage als entzündungshemmende und immunsuppressive Medikamente in einer Reihe von Indikationsgebieten, darunter entzündlichen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Organtransplantationen, eine breite Anwendung. Auf dem Gebiet der Transplantation sind sie in Kombination mit anderen Immunsuppressiva, insbesondere Azathioprin, inzwischen bei abertausenden Patienten erfolgreich verordnet worden. [...]

2.1.2.2 Geschichte

Am 21. September 1948 verabreichte Dr. Ph. S. Hench in der Mayo-Klinik in Rochester (USA) die erste Dosis eines Kortisonpräparates bei einem Patienten, der unter einer rheumatoiden Arthritis litt [1]. [...]

Kortison damals aus Organen von Schlachttieren extrahiert und kostete 200 US-Dollar pro Gramm [3]. [...] Ein weiterer Fortschritt wurde erzielt, als Verfahren ersonnen wurden, mit denen die glukokortikoide Wirkung der Präparate besser von der mineralokortikoiden Wirkung getrennt werden konnte.


1 Hench PS, Kendall EC, Slocumb CH, Polley HF. The effect of a hormone of the adrenal cortex (17-hydroxy-ll-dehydro-Corticosterone, compound 8E) and of pituitary adrenocorticotropic hormone on rheumatoid arthritis. Proc Staff Meet Mayo Clin. 1949:24:181.

3 Allison AC. Immunosuppressive drugs: the first 50 years and a glance forward. Immunopharmacology. 2000:47:63.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan)

[3.] Analyse:Rir/Fragment 017 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-05 16:47:24 Graf Isolan
Fragment, Land 2006, Rir, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1-27 (komplett)
Quelle: Land 2006
Seite(n): 173; 174, 175, 176, Zeilen: 173:li.Sp.51ff. - re.Sp. 1-12; 174:li.Sp. 18-19.37-46, re.Sp. 1-8.11-17.30-39; 175:re.Sp. 27-43.49-55; 176:li.Sp. 22-25.27-31.40-46
Glukokortikoide zeigen keine toxische Wirkung. Unerwünschte Nebenwirkungen treten in hohen, unphysiologischen Dosen auf, wie sie im Rahmen der immunsuppressiven Therapie notwendig sind. Sie limitieren leider die wiedererlangte Lebensqualität. Die Nebenwirkungen werden durch die Gabe weiterer Immunsuppressiva noch erhöht und sogar potenziert.

Es soll kurz auf die spezifischen Nebenreaktionen von Glukokortikoiden in der Transplantationsmedizin eingegangen werden (siehe auch Tabelle 1):

Bei transplantierten Patienten unter Steroidgabe zeigt sich häufig eine Gewichtszunahme nach ca. drei Monaten. Erklärt wird dies in erster Linie mit einer Appetitsteigerung. Die lediglich kosmetisch störende Komplikation des cushingoiden Aussehens ist jedoch ein Ausdruck der hohen Steroidtherapie. Der Bluthochdruck andererseits kann ein limitierender Faktor für eine erfolgreiche Organtransplantation sein.

Ein verzögertes Körperwachstum war eines der enttäuschenden Ergebnisse der Nierentransplantation bei Kindern. Dieses Phänomen ist ein multifaktorielles Geschehen, an denen die Steroide einen Mitanteil haben. Weitere unerwünschte Nebenwirkungen sind Störungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel. Zu berücksichtigen ist, dass es durch die Induktion einer Hyperlipidämie beim Empfänger, (Autoarteriosklerose) als auch im Transplantat (Alloarteriosklerose) zu Gefäßveränderungen kommen kann.

Grund für das Auftreten eines Steroiddiabetes mellitus ist die Induktion einer Insulinresistenz, der Glukoneogenese und der Hyperglukagonämie. Weiter werden auch die verminderte zelluläre Glukoseaufnahme und die Reduktion von Zahl und Affinität der Insulinrezeptoren diskutiert. Diese wird als Posttransplantationsdiabetes bezeichnet.

Die Nebenwirkungen am Zentralnervensystem sind aufgrund hoher Steroiddosen Stimmungsschwankungen. Das Auftreten psychiatrischer Erkrankungen wurde ebenfalls mit der Therapie in Verbindung gebracht.

Hautveränderungen sind ebenfalls typische unerwünschte Begleiterscheinungen einer Langzeitimmunsuppression. Häufig festgestellt werden: Akne, Pergamenthaut (durch Verlust des Kollagens) und Warzen.

[Seite 173]

f) Verträglichkeit - Nebenwirkungsprofil

Allgemeines: Die typischen Nebenwirkungen einer Steroidtherapie sind in vielen Fach- und Lehrbüchern beschrieben worden und jedem Arzt bekannt. Sie sollen daher im Rahmen dieses Buches lediglich der Vollständigkeit halber nochmals stichwortartig aufgelistet werden (Tab. 2.1.2). Glukokortikoide selbst haben keinen toxischen Effekt. Nur in höheren, unphysiologischen Dosen, wie sie im Rahmen einer immunsuppressiven Therapie notwendig werden, verursachen sie beim Menschen unerwünschte Nebenerscheinungen. Diese tragen zur Morbidität und Mortalität bei und können bei Langzeitgabe die durch den Transplantationserfolg wiedererlangte Lebensqualität erheblich limitieren.

[Seite 174]

Diese Probleme werden durch die Gabe weiterer immunsuppressiver Medikamente potenziert. [...]

Metabolische Nebenwirkungen: Unter diesen unerwünschten Begleiterscheinungen einer Steroidapplikation sind insbesondere Störungen im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel erwähnenswert.

Hyperlipidämie: Die Induktion einer Hyperlipidämie vermag zur Entwicklung einer Arteriosklerose beim Empfänger (Autoarteriosklerose) bzw. im Transplantat (Alloarteriosklerose) beizutragen (vgl. Abschnitt 1.5.4.4). [...]

Diabetes mellitus: Die Induktion einer verstärkten Insulinresistenz, der Glukoneogenese und einer Hyperglukagonämie tragen zur Manifestation eines Steroiddiabetes bei. Als (weitere) Mechanismen werden die verminderte zelluläre Glukoseaufnahme und die Verminderung der Zahl und Affinität der Insulinrezeptoren betrachtet. [...] In der Ära der eher diabetogen wirkenden Calcineurin-Inhibitoren (CNI) ist die Häufigkeit dieser Stoffwechselerkrankung, die inzwischen im Sinne eines eigenständigen Krankheitsbildes als „Posttransplantationsdiabetes“ bezeichnet wird, allerdings deutlich angestiegen. [...]

Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem: Allen Transplantationsmedizinern ist die euphorisierende Wirkung hoher Steroiddosen bekannt, die zum Teil mit Stimmungsschwankungen verbunden ist. Psychiatrische Erkrankungen sind bei Kortison-behandelten Transplantationspatienten beschrieben worden und scheinen insbesondere bei Patienten mit schon anamnestisch bekannter emotionaler Instabilität vorzukommen.

[Seite 175]

Obesitas, cushingoide Merkmale: Die bekannte Gewichtszunahme bei transplantierten Patienten unter Steroidtherapie macht sich zumeist erst nach 3 Monaten bemerkbar und scheint in erster Linie durch den erhöhten Appetit der Patienten bedingt zu sein. Das cushingoide Aussehen war (!) eine typische Folge hochdosierter Steroidtherapie, an der man in früheren Zeiten jeden Transplantierten sofort erkennen konnte. Die kosmetisch unangenehme Komplikation, die von den Transplantationsmedizinern vergangener Zeiten gern als klinischer Parameter einer Therapieüberwachung verwendet wurde, verschwand rasch, wenn die Dosen unter die - allerdings interindividuell schwankende - Cushingschwelle von 7,5 mg Prednisolonäquivalent pro Tag reduziert wurden. [...]

Bluthochdruck: Die Hypertonie nach erfolgreicher Organtransplantation ist inzwischen als ein für das Wohl des Patienten entscheidender Schicksalsfaktor entlarvt worden, der auf lange Sicht nicht nur das Überleben des Empfängers, sondern auch das des Spenderorgans ernsthaft gefährdet.

[Seite 176]

Eingeschränktes Körperwachstum: Verzögertes Wachstum, verbunden mit Zwergwuchs, ist eine der großen Enttäuschungen der Nierentransplantation bei Kindern. [...] Sicherlich handelt es sich hier um ein multifaktorielles Geschehen, an dem jedoch die Langzeitverabreichung von Steroidpräparaten nach Transplantation einen entscheidenden Anteil hat. [...]

Hautveränderungen: Unterschiedliche Hautveränderungen gehören zu den typischen Komplikationen unter jeder Langzeit-Immunsuppression. Auffallend unter Steroidbehandlung sind Akne, Warzen und die charakteristische dünne, zerbrechliche Haut durch Verlust an Kollagen.

Anmerkungen

Ein missglücktes Exzerpt, das weitgehend dicht - häufig bis zur wörtlichen Übereinstimmung - an der hier ungenannt bleibenden Quelle bleibt. Übernahmen bleiben gänzlich ungekennzeichnet.

Man beachte die Aussage von Land, dass die aufgeführten Tatsachen "jedem Arzt bekannt" seien.

Sichter
(Graf Isolan)

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