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Quelle:Rm/Bradley 1994

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     A W Bradley
Titel    The Sovereignty of Parliamaent - in Perpetuity?
Sammlung    The Changing Constitution
Herausgeber    Jeffrey Jowell and Dawn Oliver
Ort    Oxford
Verlag    Clarendon Press
Ausgabe    3
Jahr    1994
Seiten    79-107
ISBN    0-19-825854-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    12


Fragmente der Quelle:
[1.] Rm/Fragment 195 27 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 19:53:48 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 195, Zeilen: 23-27
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 90, Zeilen: 27 ff.
Die Europäische Union ist eine neuartige supranationale Organisationsform von Staaten, die - ohne Bundesstaat oder Staatenbund zu sein - durch den Vertrag von Maastricht 1993 in Kraft getreten ist.1133 Die Union basiert auf dem Fundament der Europäischen Gemeinschaften (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), Europäische [Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), Europäische Atomgemeinschaft (EAG)), die durch den Pariser Vertrag von 1951 (EGKS) sowie die römischen Verträge 1957 (EWG, EAG) geschaffen wurden.] The Union is a novel, supranational grouping of states which was created in 1993 when the Maastricht Treaty took effect. It is directly founded upon the European Communities, in particular the European Economic Community, created by the Treaty of Rome 1957.
Anmerkungen

Text wird wörtlich übersetzt und teils ergänzt. Beginn einer längeren Übernahme aus Bradley, der zuvor und anschließend, aber nicht in diesem Kontext erwähnt wird. Forsetzung in Fragment_196_01.

Sichter
SleepyHollow02

[2.] Rm/Fragment 196 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 19:54:05 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 196, Zeilen: 1-29
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 90, 91, Zeilen: S. 90: 28 ff., S. 91: 1 ff.
[Die Union basiert auf dem Fundament der Europäischen Gemeinschaften (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), Europäische] Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), Europäische Atomgemeinschaft (EAG)), die durch den Pariser Vertrag von 1951 (EGKS) sowie die römischen Verträge 1957 (EWG, EAG) geschaffen wurden. Das Vereinigte Königreich trat den Gemeinschaften durch den Vertrag von Brüssel im Jahr 1972 bei, der durch den European Communities Act 1972 innerstaatlich umgesetzt wurde.1134

Was die Europäische Union von anderen internationalen Organisatonen ganz wesentlich unterscheidet, ist die Tatsache, dass den Unionsorganen (Kommission, Ministerrat, Parlament, Gerichtshof, Europäische Zentral- und Investitionsbank) von den Mitgliedstaaten erhebliche legislative, exekutive, judikative und fiskalische Kompetenzen übertragen worden sind. Dabei wacht der Europäische Gerichtshof über die Einhaltung und Durchsetzung des Gemeinschaftsrechts durch die Mitgliedstaaten und die übrigen Gemeinschaftsorgane. Gemäß Art. 249 I und II (Art. 189 I und II EGV) EG1135 entfalten Verordnungen eine Direktwirkung (direct effect) in den Mitgliedstaaten. Sie wirken inter omnes und entsprechen insoweit Gesetzen auf nationaler Ebene. Durch Verordnungen können Individualrechte kreiert werden, die vor den nationalen Gerichten auch prozessual durchsetzbar sind.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Gemeinschaften wie folgt charakterisiert:

... the Community constitutes a new legal order of international law, for the benefit of which the states have limited their sovereign rights, albeit within limited fields, and the subjects of which comprise not only Member States but also their nationals.1136

Dabei hat der EuGH immer wieder die Bedeutung der einheitlichen Anwendung des Gemeinschaftsrechts in den Mitgliedstaaten betont, ohne das Bedürfnis separater Gesetzgebungsmaßnahmen der Einzelstaaten abzuwarten:

The law stemming from the treaty, an independent source of law, could not, because of its special and original nature, be overridden by domestic legal provisions, however framed, without being deprived of its character as Community [law and without the legal basis of the Community itself being called into question."1137]


1134 Vgl. den historischen Überblick bei Allen / Thompson / Walsh, 85 ff.

1135 In der Fassung des Amsterdamer Vertrages vom 2.10.1997, BGBl. 1998 II, 387 (465). Der Amsterdamer Vertrag trat am 1.05.1999 in Kraft.

1136 Van Gend en Loos v. Nederlandse Tarief Commissie [1963] C.M.L.R., 105 (129).

1137 Costa v. ENEL [1964], C.M.L.R., 425 (455 f.).

It is directly founded upon the European Communities, in particular the European Economic Community, created by the Treaty of Rome 1957. What is distinctive about the Community compared with many international organizations is that broad executive, legislative, and fiscal powers are vested in organs of the Community. Moreover, the European Court of Justice exercises extensive judicial powers in applying and enforcing Community law, Regulations made by the Council of Ministers are directly applicable in all Member States as soon as they have been promulgated by the Council.45 Treaty provisions and other Community measures may have direct effect in Member States, i.e. they may create rights which are directly enforceable by individuals in national courts. As was said by the European Court of Justice in 1963, '... the Community constitutes a new legal order of international law, for the benefit of which the states have limited their sovereign rights, albeit within limited fields, and the subjects of which comprise not only Member States but also their nationals.'46

The Court has often emphasized the importance of Community law being uniformly applicable throughout Member States, without the need to wait for separate legislative action by individual states: 'The law stemming from the treaty, an independent source of law, could not, because of its special and original nature, be overridden by domestic legal provisions, however framed, without being deprived of its character as Community law and without the legal basis of the Community itself being called into question.47


45 EEC Treaty, Art. 189.

46 Van Gend en Loos v. Nederlandse Tarief Commissie [1963] CMLR 105, 129.

47 Costa v. ENEL [1964], CMLR 425 455-6.

Anmerkungen

Die Quelle wird auf dieser Seite nicht genannt. Es handelt sich um eine wörtliche Übersetzung mit nur kleinen Einschüben.

Die Zitate aus Urteilen des EuGH werden in englischer Sprache aus der Quelle übernommen, obwohl beide zitierten Urteile aus der Zeit vor dem Beitritt Großbritanniens zu den Europäischen Gemeinschaften stammen. Rm spart den Aufwand, die deutsche Fassung der Urteile einzusehen. Entsprechend werden die Urteile auch nicht nach der Amtlichen Sammlung, sondern wie bei Bradley nach dem Common Market Law Review zitiert.

Gelegentlich merkt man der Übersetzung noch die Quelle an; so spricht Rm von Direktwirkung (als Übersetzung von direct effect), wo üblicherweise der Terminus unmittelbare Wirkung verwendet wird.

Sichter
SleepyHollow02

[3.] Rm/Fragment 197 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 22:11:06 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 197, Zeilen: 1-29
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 91, 92, Zeilen: S. 91: 7 ff., S. 92: 1 ff.
[„The law stemming from the treaty, an independent source of law, could not, because of its special and original nature, be overridden by domestic legal provisions, however framed, without being deprived of its character as Community] law and without the legal basis of the Community itself being called into question."1137

Das Gemeinschaftsrecht erzeugt damit bestimmte bindende Verpflichtungen für die Mitgliedstaaten; darüber hinaus vermag es auch Individualrechte zu gestalten, die vor den nationalen Gerichten geltend gemacht werden können. Die Mitgliedstaaten nehmen durch ihre Regierungen und Abgeordneten im Europa-Parlament an dem komplexen Willensbildungsprozess der Gemeinschaftsorgane teil.

Aus alldem wird deutlich, dass die Gemeinschaftsrechtsordnung in Widerspruch mit der traditionellen Doktrin von der Parlamentssouveränität steht. Denn diese verlangt nach Dicey gerade, dass „no person or body recognised by the law of England as having a right to override or set aside the legislation of Parliament1138. Tatsächlich beugt sich auch das britische Recht den Entscheidungen oder Verordnungen der Gemeinschaftsorgane, die sich über Gesetze des Westminster Parlaments hinwegsetzen.1139 Der Vorrang des Gemeinschaftsrechts, der vornehmlich auf wirtschaftliche und soziale Bereiche beschränkt ist, kann nicht neben einem Supremat des nationalen Rechts Bestand haben. Auch andere Mitgliedstaaten hatten Probleme bei der Einbettung des Europarechts in das jeweilige nationale Verfassungsrecht.1140 Der Europäische Gerichtshof hat jedoch klargestellt, dass die Anwendung des Gemeinschaftsrechts auf nationaler Ebene weder verhindert noch aufgeschoben werden dürfe:

A national court which is called upon, within the limits of its jurisdiction, to apply provisions of Community law is under a duty to give full effect to those provisions, if necessary refusing of its own motion to apply any conflicting provisions of national legislation, even if adopted subsequently, and it is not necessary for the court to request or await the prior setting aside of such provisions by legislative or other constitutional means.1141

Als Dänemark, die Irische Republik und das Vereinigte Königreich den Beitrittsvertrag im Jahre 1972 unterzeichneten, wurde ihnen aufgegeben, die not[wendigen Schritte zu treffen, das Gemeinschaftsrecht mit ihrer Rechtsordnung in Einklang zu bringen.]


1137 Costa v. ENEL [1964], C.M.L.R., 425 (455 f.).

1138 Dicey, 40.

1139 Vgl. Bradley (FN 1129), 79 (91).

1140 Vgl. Warner, L.Q.R. 93 (1977), 349.

1141 Amministrazione delle Finanze dello Stato v. Simmenthal SpA (NO. 2) [1978] 3 C.M.L.R., 263 (283).

'The law stemming from the treaty, an independent source of law, could not, because of its special and original nature, be overridden by domestic legal provisions, however framed, without being deprived of its character as Community law and without the legal basis of the Community itself being called into question.'47

Community law thus creates specific obligations which bind Member States, and also individual rights which are enforceable in national courts. Member States through their governments participate in the complex procedures which take place before the Community decisions are made.

It is evident that the Community legal order is inconsistent with the traditional doctrine of the sovereignty of Parliament. Thus, Dicey asserted that 'no person or body is recognised by the law of England as having a right to override or set aside the legislation of Parliament.48 In fact, United Kingdom law now recognizes that Community organs have the right to make decisions and issue regulations, which may have the effect of overriding legislation by Parliament. The supremacy or primacy of Community law within the economic or social areas with which it deals cannot stand comfortably alongside a simple version of national legislative supremacy. While the problem takes a special form in the United Kingdom, other Member States have experienced comparable difficulties in adjusting their own systems of constitutional law to take account of the requirements of Community law.49 Yet the European Court of Justice has continued to emphasize that the application of Community law should not be obstructed or delayed by obstacles at national level. In 1978, the Court stated:

A national court which is called upon, within the limits of its jurisdiction, to apply provisions of Community law is under a duty to give full effect to those provisions, if necessary refusing of its own motion to -apply any conflicting provisions of national legislation, even if adopted subsequently, and it is not necessary for the court to request or await the prior setting aside of such provisions by legislative or other constitutional means.50

When Denmark, the Republic of Ireland, and the United Kingdom signed the Treaty of Accession in 1972 they were required to take appropriate steps to accommodate Community law within their legal systems.


47 Costa v. ENEL [1964], CMLR 425 455-6.

48 Dicey, Law of the Constitution, 40.

49 See J. P. Warner, 'The Relationship between European Community Law and the National Laws of Member States' (1977) 93 LQR 349.

50 Amministrazione delle Finanze dello Stato v. Simmenthal SpA (No. 2) [1978] 3 CMLR 263, 283, discussed in J. D. B. Mitchell [...]

Anmerkungen

Ein "Vgl."-Verweis auf Bradley. Die Seite ist eine wörtliche Übersetzung mit einer kleinen Kürzung. Alle Belege werden übernommen. Auch hier bleiben die EuGH-Zitate in der englischen Fassung stehen. Beim Dicey-Zitat entfernt Rm wohl versehentlich das Verb. In der Eile der Übersetzung wird aus is inconsistent with statt im Widerspruch zu etwas ungenau in Widerspruch mit.

Sichter
SleepyHollow02

[4.] Rm/Fragment 198 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-27 15:36:52 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 198, Zeilen: 1-29
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 92, 93, Zeilen: S. 92: 10-36, S 93: 1-3
[Als Dänemark, die Irische Republik und das Vereinigte Königreich den Beitrittsvertrag im Jahre 1972 unterzeichneten, wurde ihnen aufgegeben, die not]wendigen Schritte zu treffen, das Gemeinschaftsrecht mit ihrer Rechtsordnung in Einklang zu bringen. Für Dänemark und Irland wurden dadurch Verfassungsänderungen notwendig.1142 Dieser Weg war für das Vereinigte Königreich mangels geschriebener Verfassung nicht möglich. So war die parlamentarische Zustimmung zur Rezeption des Gemeinschaftsrechts und die Ermächtigung der Judikative, über dessen Einhaltung zu wachen, wesentlich. Ferner musste sich die Inkorporierung nicht nur auf bestehendes, sondern auch auf künftiges Gemeinschaftsrecht beziehen.

Vor dem Hintergrund dieser Voraussetzungen, [sic!] war der Grundsatz der Parlamentssouveränität sowohl von Vorteil als auch eine Problemquelle.1143 Der Vorteil bestand darin, dass eine formelle Verfassungsänderung nicht notwendig war. Es bedurfte nur ein paar Zeilen in einem Parlamentsgesetz, eben jenem s. 2 (1) und (4) European Communities Act 19721144, um die enorme Rechtsmenge, die das Europarecht ausmacht, im Vereinigten Königreich zu rezipieren und die britische Regierung mit zusätzlichen Kompetenzen im Bereich der Gemeinschaftsangelegenheiten auszustatten. Insoweit beschwerten sich die Gegner des Beitritts und die Euroskeptiker im Westminster Parlament umsonst, dass der European Communities Act 1972 eine ungerechtfertigte und illegitime Abweichung von der britischen Verfassungstradition sei.1145 Das Problem der Aufnahme des Gemeinschaftsrechts stellte sich im Kontext der Bindung zukünftiger Parlamente (Parliament cannot bind its successors)1146. Die damit verbundene Frage war, ob eine Verfassungsgarantie bzw. gesetzliche Zusicherung gegeben werden konnte, dass das Westminster Parlament aus den Europäischen Gemeinschaften nicht eines Tages austreten bzw. niemals (versehentlich oder absichtlich) gemeinschaftswidrige Gesetze erlassen würde.

Die Regierung vertrat dazu im Jahr 1972 die Auffassung, dass keine absolute legislative Zusicherung gegeben werden könne, weil das Parlament einer künftigen Legislaturperiode eine solche Bindung missachten könne.1147 Stattdessen wurden den Gerichten gemäß s. 2 (1) und (4) European Communities Act [1972 Anweisungen erteilt, wie sie auch zukünftiges Gemeinschaftsrecht anzuwenden haben.]


1142 Vgl. Bradley (FN 1129), 79 (92).

1143 Vgl. Warner, ,European Community Law and National Laws’, 364 (zit. nach Bradley (a.a.O. FN 1129), 79 (92), FN 51).

1144 Zit. nach Allen / Thompson / Walsh, 135.

1145 Vgl. Bradley (FN 1129), 79 (92).

1146 Vgl. oben §4 A. II.

1147 Vgl. Bradley (FN 1129), 79 (92).

When Denmark, the Republic of Ireland, and the United Kingdom signed the Treaty of Accession in 1972 they were required to take appropriate steps to accommodate Community law within their legal systems. In the case of Denmark and Ireland formal constitutional

amendments were necessary. This course of action was not open to the United Kingdom, but it was essential that Parliament should authorize the reception of Community law and should empower British courts to administer Community law. The force of law within the United Kingdom had to be given not only to existing but also to future rules of Community law.

Given these objectives, the sovereignty of Parliament was 'at once an advantage and a source of difficulty'.51 The advantage was that no formal constitutional amendment was necessary. It took only a few lines in an Act of Parliament to receive within the United Kingdom a massive body of Community law and to equip the British government with additional powers to handle Community affairs. In vain did anti-Marketeers in Parliament complain that the provisions of the European Communities Act 1972 were an unjustifiable and illegitimate departure from British constitutional tradition.

The difficulty came in so far as the future was concerned: could any constitutional guarantee be give, nor an undertaking entrenched that Parliament would not at some future date either legislate to leave the Community or (whether inadvertently or intentionally) legislate in a manner which conflicted with Community law?

The view taken by the government in 1972 was that no absolute legislative undertaking by Parliament should be given, since a future Parliament could disregard such an undertaking. [...] Instead, the accession legislation went as far as was thought possible in instructing British courts how to apply Community law in the future.


51 Warner, 'European Community Law and National Laws', 364.

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übersetzung, die einige Anglizismen enthält und englische Grammatik übernimmt ("das Westminster Parlament"; "Vor dem Hintergrund dieser Voraussetzungen, war der Grundsatz...").

Sichter
SleepyHollow02

[5.] Rm/Fragment 199 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-13 20:02:07 Hindemith
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 199, Zeilen: 1-30
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 93, Zeilen: 1-34
[Stattdessen wurden den Gerichten gemäß s. 2 (1) und (4) European Communities Act] 1972 Anweisungen erteilt, wie sie auch zukünftiges Gemeinschaftsrecht anzuwenden haben. Im Jahr 1967 war die Kommission der Europäischen Gemeinschaften noch der Ansicht gewesen, dass ein Gesetz des britischen Parlaments die Übertragung bestimmter legislativer Kompetenzen auf die Gemeinschaften gemäß dem Vertrag rechtsgültig erreichen könne. Dies schließe sowohl derzeitiges als auch künftiges Gemeinschaftsrechts ein:

... this entails for the legislative activity of Parliament, i.e. adoption of measures required by Community law, present and future; avoidance of measures incompatible with Community law.1148

Die Wörter „activity“ und „avoidance“ stellen sich indes als diplomatische Floskeln dar, die am eigentlichen Problem der Parlamentssouveränität vorbeigehen. Schließlich gab die Kommission am 19. Januar 1972 ihre formale Stellungnahme (opinion) zum Beitrittsgesuch des Vereinigten Königreichs ab. Dabei ist wohl davon auszugehen, dass die Kommission den Gesetzesentwurf des späteren European Communities Act 1972 vorher gesehen und gebilligt hatte.

Gemäß s. 2 (1) ist derzeitiges und künftiges Gemeinschaftsrecht, das in den Mitgliedstaaten unmittelbar anwendbar ist, für das Vereinigte Königreich rechtsverbindlich; s. 2 (1) sieht damit die umfassende Rezeption des Europarechts vor. Dabei besteht die Pflicht der Gerichte zur europarechtskonformen Auslegung nach s. 2 (4). Ferner werden Fragen des Gemeinschaftsrechts gemäß s. 3 durch den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg entschieden, dessen Entscheidungen für die britischen Gerichte bindend sind.

Bei den parlamentarischen Debatten über diese - für die Parlamentssouveränität - so brisanten Vorschriften einigte man sich darauf, dass diese einen Widerruf (repeal) des European Communities Act 1972 sowie einen potentiellen Austritt Großbritanniens aus den Europäischen Gemeinschaften nicht ausschliessen würden. In diesem Sinne blieb die Parlamentssouveränität formal nicht angetastet, wenngleich man davon absah, eine entsprechende Erkärung in den [European Communities Act 1972 aufzunehmen.1149]


1148 Vgl. Opinion of E.C. Commission on Application for Membership received from U.K., Ireland, Denmark and Norway, 29 Sept. 1967, 80-1 (zit. nach Bradley (a.a.O., FN 1129), 79 (93), FN 53).

Instead, the accession legislation went as far as was thought possible in instructing British courts how to apply Community law in the future.

Earlier, in 1967, the opinion of the EC Commission on Britain's entry had been that an Act of Parliament could validly achieve a transfer to the Community of certain legislative powers" as required by the Treaty, 'with the consequences this entails for the legislative activity of Parliament, i.e. adoption of measures required by Community law, present and future; avoidance of measures incompatible with Community law'.53 Especially in the two words 'activity' and 'avoidance', this diplomatic statement was evasive on the key issues that we are considering. On 19 January 1972 the EC Commission gave its formal opinion on Britain's application for membership. It must be assumed that the Commission had already seen and approved the text of what was to become the European Communities Act 1972.

Section 2 (1) of that Act gave effect within the United Kingdom to all rules of Community law which have direct application or direct effect within Member States. This applied both to existing and to future Community rules. By section 2 (4) it was, inter alia, provided that 'any enactment passed or to be passed, other than one contained in this part of the Act, shall be construed and shall have effect subject to the foregoing provisions of this section'- subject, in other words, to the comprehensive reception of Community law made by section 2 (1). Further, by section 3, questions of Community law were to be decided by the European Court of Justice or in accordance with the decisions of that Court, and all courts in the United Kingdom were required in future to take judicial notice of decisions made by the European Court.

When these provisions were debated in Parliament, it was widely agreed that they did not exclude the possibly that the United Kingdom Parliament might one day wish to repeal the Act and thus effectively prevent the continued operation of Community law within the United Kingdom. In this sense the ultimate sovereignty of Westminster was not affected, as ministers admitted, even though they refused to allow a statement to this effect to be included in the Act.54

Anmerkungen

Auf Bradley wird nur als Quelle für die aus zweiter Hand zitierte Stellungnahme der Kommission verwiesen. Bradley wird hier weitgehend wörtlich übersetzt, nur der vierte Absatz bei Rm fasst den dritten Absatz bei Bradley leicht zusammen.

Sichter
SleepyHollow02

[6.] Rm/Fragment 200 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-27 15:37:10 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 200, Zeilen: 1-25
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 93, 94, Zeilen: S. 93: 31ff, S. 94:1ff
[In diesem Sinne blieb die Parlamentssouveränität formal nicht angetastet, wenngleich man davon absah, eine entsprechende Erkärung in den] European Communities Act 1972 aufzunehmen.1149 Über mehrere Jahre hinweg herrschte jedoch Unsicherheit über die Handhabung von Gesetzen, die nach 1972 verabschiedet werden und in Widerspruch zu anerkannten Regeln des Europarechts stehen würden.


2. Die Umsetzung durch die britische Rechtsprechung

Für diese Situation ergibt sich aus der Rechtsprechung des EuGH, dass dem Gemeinschaftsrecht der Vorrang gebührt. Fraglich war, ob die britischen Gerichte, wie durch s. 3 indiziert ist, den gleichen Standpunkt übernehmen würden.1150 Im Parlament betonten die Minister, dass s. 2 (4) eine wesentliche Auslegungsvorschrift enthalten [sic!], derzufolge die britischen Gerichte offensichtlichen Verstößen gegen das Gemeinschaftsrecht durch europarechtskonforme Auslegung zu begegnen hätten. Lord Colville formulierte dazu wörtlich:

It is only if they cannot do so that the law of the English courts allows them to give precedence to the later English Act.151

Lord Diplock äußerte in derselben Debatte die Meinung:

This clause is designed to ensure that the courts, when they are construing that subsequent Act of Parliament, will recognise that it was the intention of Parliament not to conflict with Community law... But when a conflict could not be resolved by construction, the courts would be bound to give effect to the subsequent Act of Parliament.1152


a. Die frühe Rechtsprechung

Die frühe Rechtsprechung der Gerichte zum European Communities Act 1972 war keineswegs eindeutig zum Problem der Bindung zukünftiger Gesetzgebung durch das Gemeinschaftsrecht. Zunächst bemühte sich die Richterschaft, Konflikte zwischen Europarecht und nationalem Recht zu vermeiden. 1974 vertrat [Lord Denning M.R. die Meinung, dass sich die hereinkommende Welle des Gemeinschaftsrecht nicht mehr aufhalten lasse:]


1149 Vgl. H.C. Debate, 5 July 1972, cols. 556-644 (zit. nach Bradley (a.a.O., FN 1129), 79 (93), FN 54).

1150 Vgl. Bradley (a.a.O., FN 1129), 79 (93 f.), FN 55 und 56 m. w. Nachw.

1151 H.L. Deb., 8 Aug. 1972, cols. 1026-7.

1152 H.L. Deb., 8 Aug. 1972, col. 1029.

In this sense the ultimate sovereignty of Westminster was not affected, as ministers admitted, even though they refused to allow a statement to this effect to be included in the Act.54 But there was for many years uncertainty about a less extreme situation, should an Act passed after 1972 be found to contain a provision inconsistent with an established rule of Community law. In this situation, we have already seen that the European Court will insist that Community law must prevail. But should the British courts take up the same position (as section 3 of the 1972 Act would indicate is their duty55), or does the later Act of Parliament override the 1972 Act, including sections 2 and 3, to the extent of requiring the conflict to be resolved from a British standpoint?56

In Parliament in 1972, ministers emphasized that section 2 (4) contained what was essentially a rule of construction, so that if an apparent conflict arose between a later Act and Community law, the British courts were if at all possible to construe the Act in such a way as to achieve consistency rather than conflict. Lord Colville said, 'It is, only if they cannot do so that the law of the English courts allows them to give precedence to the later English Act.'57 Speaking in the same debate, the judge, Lord Diplock, said, 'This clause is designed to ensure that the courts, when they are construing that subsequent Act of Parliament, will recognise that it was the intention of Parliament not to conflict with the Community law.'58 But, said Lord Diplock, when a conflict could not be resolved by construction, the courts would be bound to give effect to the subsequent Act of Parliament.

The case-law under the 1972 Act did not at first speak with a certain voice. Initially the British judges were inclined to avoid finding clashes and inconsistencies between the domestic law and Community law. In 1974, Lord Denning MR said that the incoming tide of Community law could not be held back.



54 HC Deb., 5 July 1972, cols. 556-644.

55 See Mitchell, 'Sovereignty of Parliament', at 41.

57 HL Deb., 8 Aug. 1972, cols. 1026-7.

58 Ibid., col 1029.

Anmerkungen

Bradley wird mit einem "Vgl."-Verweis erwähnt. Es handelt sich um eine weitgehend wörtliche Übersetzung mit nur kleinen Änderungen. Zwei Überschriften werden eingeschoben.

Bei dem Zitat von Lord Diplock lässt Rm ein Wort aus; im Original steht - wie bei Bradley angegeben - "not to conflict with the Community law". Danach übersieht Rm, dass Bradley nicht ein Zitat von Diplock wiedergibt, sondern ihn zusammenfassend paraphrasiert. Der Satz "But [...] when a conflict could not be resolved by construction, the courts would be bound to give effect to the subsequent Act of Parliament" ist also ein wörtliches Zitat aus Bradley, nicht von Lord Diplock.

Sichter
SleepyHollow02

[7.] Rm/Fragment 201 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-27 15:37:26 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 1-21
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 94, 95, Zeilen: S. 94: 20ff, s. 95: 1ff
[1974 vertrat] Lord Denning M.R. die Meinung, dass sich die hereinkommende Welle des Gemeinschaftsrecht [sic! ]nicht mehr aufhalten lasse:

Parliament has decreed that the Treaty is henceforth to be part of our law. It is equal force to any statute.1153

Die eigentlich entscheidende Frage, ob das Gemeinschaftsrecht die gleiche Autorität wie nationales Recht besitzt bzw. ob ihm der Vorrang gegenüber zukünftigen europarechtswidrigen Gesetzen gebührt, beantworteten die Gerichte damit jedoch nicht.

Ein erster Lösungsansatz ergab sich aus dem arbeitsrechtlichen Fallrecht, das sich mit dem Problem der gleichen Bezahlung von Männern und Frauen beschäftigte. In diesem Bereich ging das Gemeinschaftsrecht weiter als das britische Recht, weil es dem Arbeitgeber ohne Einschränkung aufgab, Männer und Frauen gleich zu behandeln. Das Westminster Parlament erließ zur Regelung dieser Materie den Equal Pay Act 1970 und den Sex Discrimination Act 1975. Gemäß Art. 141 EG (Art. 119 EGV) muss jeder Mitgliedstaat die Anwendung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Männer und Frauen bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit sicherstellen. Der EuGH judizierte, dass diese Vorschrift direkt anwendbare und prozessual gegen den Arbeitgeber durchsetzbare Individualrechte erzeuge, selbst wenn der Schutz von Art. 141 (Art. 119 EGV) EG über den nationalen Gesetzgebungsstandard hinausgehen sollte.1154 Für gewöhnlich wenden britische Gerichte und Tribunale nationale Gesetze kritiklos an1155. Gleichwohl hat sich mittlerweile die Rechtsregel durchgesetzt, dass die Judikative den Schutz der Arbeitnehmerrechte am Maßstab der direkt anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften zu treffen hat.1156

Im übrigen ist die Rechtsprechung der siebziger und achtziger Jahre - unter Hinweis auf s. 2 (4) European Communities Act 1972 - Konflikten zwischen Europarecht und nationalem Recht aus dem Wege gegangen und hat nicht eindeutig Farbe zum Supremat des Gemeinschaftsrechts bekannt.1157 In dieser [Hinsicht äußerte sich auch Lord Diplock in der Entscheidung Garland v. British Rail Engineering Ltd.1158]


1153 H.P. Bulmer v. J. Bollinger SA [1974] Ch., 410 (418); vgl. auch Felixstowe Dock and Railway Co. v. British Transport Docks Board [1976] 2 Lloyd’s Law Reports, 656 (663).

1154 Vgl. Defrenne v. Sabena [1976] 2 C.M.L.R., 98.

1155 Vgl. oben §3 C. I. 2.

1156 Vgl. Snoxell v. Vauxhall Motors Ltd. [1978] Q.B., 11; Schields v. E. Coomes (Holdings) Ltd. [1978] 1 W.L.R., 1408 (1415).

1157 Vgl. Macarthys Ltd. v. Smith [1979] 3 All E.R, 325 und [1981] Q.B., 180.

In 1974, Lord Denning MR said that the incoming tide of Community law could not be held back. 'Parliament has decreed that the Treaty is henceforward to be part of our law. It is equal in force to any statute.59 The crucial question, however, was not whether Community law has the same force as a statute, but whether it has greater force than a statute by prevailing over subsequent Acts which may be in conflict with it.

Some light on the problem was cast by cases concerning equal pay for men and women, an area in which Community law went further than national law in imposing a duty on employers to treat men and women equally. Westminster legislated on this subject in the Equal Pay Act 1970 and the Sex Discrimination Act 1975. But by Article 119 of the EEC Treaty, Member States must maintain the principle that men and women receive equal pay for equal work. The European Court held that this Article creates rights directly enforceable by an individuai against the employer, even though these rights go beyond those arising out of national legislation on equal pay60 Ordinarily courts and tribunals in Britain apply national legislation, but it is now established that they must recognize and protect the rights of employees under directly effective provisions of Community law.61

We have already seen that by section 2 (4) of the European Communities Act 1972 any existing or future national enactment 'shall be construed and shall have effect' subject to the directly effective provisions of Community law. Relying on the words quoted, the courts have taken the view that where possible national legislation is to be interpreted and applied so that it does not conflict with Community law.62 In Garland v. British Rail Engineering Ltd.,63 Lord Diplock stated that where a statute relating to 'British treaty obligations' had to be construed, and the statutory words were reasonably capable - 'without undue straining of the ordinary meaning of language'- off bearing a meaning that was consistent with those treaty obligations, they should be given that meaning.


59 H.P. Bulmer v. J. Bollinger SA [1974] Ch. 410, 418. Cf. Felixstowe Dock and Railway Co. v. British Transport Docks Board [1976] 2 Lloyd's Law Reports 656, 663.

60 Defrenne v. Sabena [1976] 2 CMLR 98.

61 See e.g. Snoxell v. Vauxhall Motors Ltd. [1978] QB 11, and Shields v. E. Coomes (Holdings) Ltd. [1978] 1 WLR 1408, 1415.

62 Macarthys Ltd. v. Smith [1979]3 All ER 325 and [1981] QB 180.

Anmerkungen

Bradley wird nicht erwähnt. Rm folgt ihm eng im Gedankengang und übersetzt dabei überwiegend wörtlich. Beim Abschreiben des Zitates von Lord Denning unterlaufen Rm zwei Fehler. In Fußnote 61 wird "Shields" eingedeutscht zu "Schields".

Sichter
SleepyHollow02

[8.] Rm/Fragment 202 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-27 15:39:03 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 202, Zeilen: 1-9, 11-25
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 95, 96, Zeilen: S. 95: 12 ff, S. 96:
[In dieser] Hinsicht äußerte sich auch Lord Diplock in der Entscheidung Garland v. British Rail Engineering Ltd.1158 Eine Antwort auf das eigentliche Problem, wie nämlich Fälle zu behandeln sind, in denen eine europarechtskonforme Auslegung gemäß s. 2 (4) nicht mehr möglich ist, blieb er jedoch schuldig.1159 Das House of Lords suchte ebenfalls, Konflikte zwischen nationalem Gesetzesrecht und Gemeinschaftsrecht um jeden Preis zu vermeiden und bediente sich dabei zunehmend der teleologischen Auslegungsmethode (teleological interpretation)1160, die in römisch-rechtlich orientierten Rechtssystemen selbstverständlich ist1161, in Großbritannien jedoch eher ein stiefmütterliches Dasein genießt1162. Die Law Lords gingen von der Prämisse aus, dass das Parlament unter keinen Umständen ein Gesetz erlassen wolle, dass im Widerspruch zum Gemeinschaftsrecht stünde. In diesem Sinne wurde auch die Auslegung des durch ministerielle Verordnung novellierten Equal Pay Act 1970 vorgenommen. Man interpretierte den geänderten Equal Pay Act 1970 dergestalt, dass die Verpflichtungen des Vereinigten Königreichs aus dem Gemeinschaftsrecht eingehalten wurden. Bei der Auslegungsfindung bediente sich das Gericht der parlamentarischen Debatten, die vor Erlass der Gesetzesänderung stattgefunden hatten, um den gesetzgeberischen Willen richtig zu beurteilen.1161


b. Die Factortame-Rechtsprechung

Weder die Rechtsprechung in Garland noch die anderen Fälle über Diskriminierung aufgrund des Geschlechts1164 behandelten das Problem, wie zu entscheiden ist, wenn Westminster bewusst ein europarechtswidriges Gesetz erlassen haben sollte. Diese Frage wurde erstmals in R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame Ltd.65 aufgeworfen.


1158 [1983] 2 A.C., 751.

1159 Vgl. Bradley (FN 1129), 79 (95).

1160 Vgl. Lister v. Forth Dry Dock and Engineering Co. Ltd. [1990] 1 A.C., 546; vgl. zur Gesetzesauslegung oben § 3 C. I. 2.

1161 Vgl. Palandt / Heinrichs, § 133, Rdnm. 18 ff.

1162 Vgl. oben §3 C. I. 2.

1163 Vgl. Pickstone v. Freemans plc [1988] A.C., 66.

1164 Vgl. Marshall v. Southampton Health Authority [1986] Q.B., 401; Johnston v. Chief Constable of the RUC [1987] Q.B., 129.

1165 [1990] 2 A.C., 85 mit Anmerkung von Gravells, P.L. 1989, 568 ff.

In Garland v. British Rail Engineering Ltd.,63 Lord Diplock stated that where a statute relating to 'British treaty obligations' had to be construed, and the statutory words were reasonably capable - 'without undue straining of the ordinary meaning of language'- off bearing a meaning that was consistent with those treaty obligations, they should be given that meaning. That principle, Lord Diplock said, applied with special force to Community law, but he left open what the effect of section 2 (4) of the 1972 Act would be where a direct conflict between a British Act and Community law existed that could not be resolved by recourse to interpretation.

In reliance on the approach laid down in Garland v. British Rail Engineering Ltd., the House of Lords applied a purposive interpretation to national regulations that were intended to give effect to Community bligations.64 So too, where the Equal Pay Act 1970 had been amended by means of ministerial regulations made under the European Communities Act 1972, the Lords held that the amended text of the Act must be interpreted so as to give effect to the United Kingdom's obligations under mmunity law; in doing this, the court used the debates that took place when the amending regulations were before Parliament to discover the intention behind them.65

Neither in Garland nor in other cases on sex discrimination66 did the question directly arise as to the position should Parliament itself choose to legislate inconsistently with Community law. That issue arose in R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame Ltd.67 [...]


63 [1983] 2 AC 751; and see T. R. S. Allan (1982) Public Law 562.

64 Litster v. Forth Dry Dock and Engineering Co. Ltd. [1990] 1 AC 546.

65 Pickstone v. Freemans plc [1988] AC 66; noted by A.W., Bradley (1988) Public Law 485.

66 Marshall v. Southampton Health Authority [1986] QB 401; Johnston v. Chief Constable of the RUC [1987] QB 129.

67 [1990] 2 AC 85; and see N. Gravells, 'Disapplying an Act of Parliament Pending a Preliminary Ruling', (1989) Public Law 568.

Anmerkungen

Der komplette Gedankengang von Bradley wird mit einem kleinen Rearrangement übernommen, ein vergleichender Halbsatz hinzugefügt (der nicht als Plagiat gewertet wird), ansonsten weitgehend wörtliche Übersetzung von Bradley, der nur in einer "Vgl."-Fußnote genannt wird. Bradley gibt in Fn. 64 den Parteinamen richtig mit "Litster" wieder, bei Rm wird daraus "Lister".

Sichter
SleepyHollow02

[9.] Rm/Fragment 203 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-27 15:38:45 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 203, Zeilen: 1-31
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 95, 96, Zeilen: S. 95: 32-33, S. 96: 1ff
Die Betreiber spanischer Fischerboote machten im Rahmen einer Klage geltend, dass der Merchant Shipping Act 1988 gegen das Gemeinschaftsrecht verstoße. Hintergrund der Klage war die Tatsache, dass Gruppierungen spanischer Fischereiinteressen Gesellschaften in Großbritannien gegründet hatten, die vorwiegend spanische Fischerboote für sich operieren ließen, um von den E.G.- Fischquoten des Vereinigten Königreichs zu profitieren. Um die britischen Fischereiinteressen zu schützen, legte das Westminster Parlament im Rahmen des Merchant Shipping Act 1988 Bedingungen fest, die fremde Eigentümer zu erfüllen hatten, bevor sie ihre Boote im Vereinigten Königreich registrieren lassen konnten. Die Anwendung des Merchant Shipping Act 1988 hätte unweigerlich zur Folge gehabt, dass die spanischen Eigentümer die Fischerei in britischen Hoheitsgewässem hätten einstellen müssen. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Einbußen - während der Zeit des Vorlageverfahrens beim EuGH - wären von der britischen Regierung nicht ersatzfahig gewesen, selbst wenn der Merchant Shipping Act 1988 tatsächlich für europarechtswidrig erachtet worden wäre.1166

Das zentrale Problem bestand damit nicht darin, ob - wie später bejaht wurde1167 - der Merchant Shipping Act 1988 tatsächlich gemeinschaftsrechtswidrig sei, sondern ob die englischen Gerichte den Klägern einstweiligen Rechtsschutz (interim relief) gegen die britische Regierung gewähren durften, während der Fall beim EuGH gemäß Art. 234 (177 a. F.) EG anhängig war. Die Kläger suchten damit im Ergebnis, die vorläufige Nichtanwendung des Merchant Shipping Act 1988 von den englischen Gerichten zu erreichen.

In der ersten Factortame-Entscheidung beschloss das House of Lords, dass es nicht ermächtigt sei, einstweiligen Rechtsschutz zu gewähren, weil dem Merchant Shipping Act 1988 der Vorrang gebühre, solange nicht das Gegenteil bewiesen sei.1168 Als zweiten Grund führte man an, dass das House of Lords keine einstweilige Verfügung gegen die Krone oder den Transportminister erlassen könne.1169 Gleichzeitig legte das House of Lords dem EuGH die Frage vor, ob es ein überragendes Prinzip des Gemeinschaftsrechts gäbe, demzufolge die nationalen Gerichte gehalten seien, einstweiligen Rechtsschutz im Hinblick [auf die bestehenden Gemeinschaftsrechte des Antragstellers gewähren zu müssen.]


1166 Vgl. Bradley (FN 1129), 79 (96).

1167 R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame Ltd. (No. 3) [1991] 2 Lloyd’s Law Rep., 648.

1168 Vgl. a.a.O. (FN 1167).

1169 Diese Rechtsprechung gab das House of Lords später auf; vgl. In re M. [1993] 3 W.L.R., 433.

That issue arose in R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame Ltd. 67 where it was claimed by Spanish fishing-boat operators that provisions in the Merchant Shipping Act 1988 were in conflict with Community law. The background to this claim lay in the fact that Spanish fishing interests had formed companies registered in the United Kingdom to which Spanish fishing boats were transferred in order to benefit from the EEC fishing quota allocated ta the United Kingdom. In protection of British fishing interests, the 1988 Act introduced various tests which foreign owners had to satisfy before their boats could be registered in the United Kingdom. If the Act came into force, the Spanish-owned companies would have to stop fishing; the economic loss that they would suffer while the matter was referred from English courts to the Luxemburg court would not be recoverable from the British government, even if the 1988 Act was eventually held to be inconsistent with their Community rights.

The central issue was not whether the Act of 1988 was itself contrary to Community law, as it was later held to be,68 but the vital procedural point of whether the English courts could grant interim relief to the Spanish fishermen against the British government while the case was before the European Court on an Article 177 reference. In effect, the applicants were asking that the Merchant Shipping Act 1988 should be disapplied by the English court. In its first Factortame decision, the House of Lords held that it had no jurisdiction to grant such relief, primarily for the reason that the 1988 Act must be presumed to be valid until the contrary had been shown. A secondary reason was that the English courts had no power to issue an interim injunction against the Crown or the Secretary' of State for Transport.69 But the House of Lords referred to the European Court of Justice the question of whether there was an 'overriding principle of Community law' that required national courts to secure effective interim protection for the applicants' rights in Community law.


68 R. v. Secretary of State/or Transport, ex parte Factortame Ltd. (No. 3) [1991] 2 Lloyd's Rep. 648.

69 This part of the decision was later reversed by the House of Lords In re M. [1993] 3WLR 433.

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche, teilweise allzu wörtliche Übersetzung ("Gruppierungen spanischer Fischereiinteressen"; "zu erfüllen hatten, bevor..."). Nur ein "Vgl."-Verweis auf Bradley.

Sichter
SleepyHollow02

[10.] Rm/Fragment 204 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-27 15:48:34 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 204, Zeilen: 1-30
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 96, 97, Zeilen: S. 96: 25ff, S. 97: 1ff
[Gleichzeitig legte das House of Lords dem EuGH die Frage vor, ob es ein überragendes Prinzip des Gemeinschaftsrechts gäbe, demzufolge die nationalen Gerichte gehalten seien, einstweiligen Rechtsschutz im Hinblick] auf die bestehenden Gemeinschaftsrechte des Antragstellers gewähren zu müssen.

Der EuGH bejahte die Vorlagefrage und stellte klar, dass direkt anwendbare Regeln des Europarechts in allen Mitgliedstaaten voll und einheitlich in Übereinstimmung mit dem gemeinschaftsrechtlichen Präzedenzrecht anzuwenden seien.1170 Dies führe dazu, dass gemeinschaftsrechtswidrige Vorschriften automatisch unanwendbar seien. Jede Rechtsregel oder juristische Praxis, die ein nationales Gericht daran hindere, die volle Wirksamkeit des Gemeinschaftsrechts sicherzustellen, sei europarechtswidrig und folglich durch das nationale Gericht außer Kraft zu setzen.

Nach Zurückverweisung an das House of Lords musste dieses - bei pflichtgemäßer Ermessensausübung - darüber entscheiden, ob den Antragstellern der einstweilige Rechtsschutz zu gewähren war, den der EuGH für in die Kompetenz der englischen Gerichte fallend beurteilt hatte. Die Law Lords gewährten eine entsprechende einstweilige Verfügung (interim injunction) gegen den britischen Transportminister (Secretary of State for Transport), indem es die (vorläufige) Austragung spanischer Schiffe aus dem britischen Schiffsregister anordnete. Das Argument, die Entscheidung des EuGH sei eine neue und gefährliche Unterminierung des Grundsatzes von der Parlamentssouveränität, wies Lord Bridge zurück:

If the supremacy ... of Community law over the national law of member states was not always inherent in the E.C. Treaty it was certainly well established in the jurisprudence of the Court of Justice long before the United Kingdom joined the Community. Thus, whatever limitation of its sovereignty Parliament accepted when it enacted the European Communities Act was entirely voluntary. [There] is nothing in any way novel in according supremacy to rules of Community law in those areas to which they apply and to insist that, in the protection of rights under Community law, national courts must not be inhibited by rules of national law from granting interim relief in appropriate cases is no more than a logical recognition of that supremay [sic!].1171


1170 Vgl. R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame (No. 2) [1991] 1 A.C., 603 (643).

1171 Vgl. a.a.O. (FN 1170), 603 (658 f.).

But the House of Lords referred to the European Court of Justice the question of whether there was an 'overriding principle of Community law' that required national courts to secure effective interim protection for the applicants' rights in Community law.

In answering this question affirmatively, the European Court of Justice applied the principle that directly applicable rules of Community law 'must be fully and uniformly applied in all the Member States from the date of their entry into force ... in accordance with the principle of the precedence of Community law'.70 This principle of Cammunity law rendered 'automatically inapplicable' any conflicting provision of national law. Any legal rule or judicial practice which might withhold from the national court the power to ensure the full effect of Community rules was contrary to Community law. Thus, any rule of national law that prevented a court from granting interim relief had to be set aside by that court.

When the case came back to the House of Lords, the House had to consider in the exercise of its discretion whether to grant the interim relief which the European Court had held was within the power of the English courts; the House duly granted an injunction against the Secretary of State from removing the Spanish-owned ships from the register of British fishing vessels. On the main constitutional question, Lord Bridge rejected the view that the decision of the European Court of Justice was a novel and dangerous invasion by a Community institution of the sovereignty of parliament, saying:

"If the supremacy of Community law over the national law of member states has not always been inherent in the EEC Treaty it was certainly well established in the jurisprudence of the Court of Justice long before the United Kingdom joined the Community. Thus, whatever limitation of its sovereignty Parliament accepted when it enacted the European Communities Act was entirely voluntary". [There] is nothing in any way novel in according supremacy to rules of Community law in those areas to which they apply and to insist that, in the protection of rights under Community law, national courts must not be inhibited by rules of national law from granting interim relief in appropriate cases is no more than a logical recognition of that supremacy."71


70 R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame Ltd. (No. 2)[1991] 1 AC 603, 643.

71 Ibid. 658-9; and see N. Gravells (1991) Public Law 180; and H. W. R. Wade (1991) 107 LQR 1.

Anmerkungen

An einer Stelle leicht gekürzt, ansonsten wörtliche Übersetzung, die an einer Stelle den Sinn der Aussage verkehrt: eine einstweilige Anordnung "against the Secretary of State from removing the Spanish-owned ships from the register" verbietet dem Minister die Austragung, während Rm anordnen lässt, dass der Minister die Schiffe austragen muss - ein weiteres Indiz, dass Rm die Entscheidung nicht gelesen hat.

Sowohl die Version von Bradley als auch die von Rm weichen geringfügig vom Original des Urteils ab, das an der entscheidenden Stelle lautet: "If the supremacy within the European Community of Community law over the national law of member states was not always inherent in the E.E.C. Treaty (Cmnd. 5179-II) ..." Rm kopiert die Auslassungen von Bradley.

Bradley wird auf der gesamten Seite nicht erwähnt.

Sichter
SleepyHollow02

[11.] Rm/Fragment 205 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-03 12:51:14 SleepyHollow02
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Rm, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 205, Zeilen: 2-7
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 97, Zeilen: 22f f.
Lord Bridge ist zuzustimmen, soweit er den Vorrang des Gemeinschaftsrecht als Prinzip anerkennt, das bereits vor dem Beitritt Großbritanniens zu den Gemeinschaften bestand. Seine Stellungnahme ist auch sonst begrüßenswert. Sie besagt nicht mehr und nicht weniger, als dass die britische Richterschaft den Supremat des Europarechts so lange anzuerkennen bereit ist, wie es dem Westminster Parlament beliebt, Mitglied der Europäischen Gemeinschaften zu bleiben. Certainly, the principle of the supremacy of Community law had long been established within the Community's legal system, but Lord Bridge's judgment is notable as the plainest possible statement that so long as the United Kingdom wishes to remain in the European Community, the supremacy of the law made by Parliament must if necessary give way to the greater supremacy of Community law.
Anmerkungen

Diese Seite steht bei Rm unter der Überschrift "Kritik" (Zeile 1), die erwarten ließe, dass hier eine eigenständige Stellungnahme des Autors folgt. Tatsächlich folgt Rm auch hier zunächst Bradley, der hier nicht und weiter unten auf der Seite nur an einer Stelle mit einem "Vgl."-Verweis erwähnt wird.

Sichter
SleepyHollow02

[12.] Rm/Fragment 205 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-12 20:43:17 Schumann
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 205, Zeilen: 21-31
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 97, Zeilen: 28f f.
Eine Außerachtlassung dieses Gebots kommt daher m.E. nur in Betracht, wenn der britische Gesetzgeber in einem zukünftigen Gesetz ausdrücklich festlegen sollte, dass er vom European Communities Act 1972 abweichen möchte. Eine solche gesetzgeberische Absicht ließ sich dem Merchant Shipping Act 1988 noch nicht entnehmen. Denn allein die Tatsache, dass der Merchant Shipping Act 1988 europarechtswidrige Vorschriften enthielt, ist kein hinreichendes Indiz für eine vom European Communities Act 1972 abweichende Intention des Gesetzgebers.1174 Damit die Richter die Factortame-Grundsätze wieder aufgeben, müsste das Parlament seine volle Souveränität von den Gemeinschaften zurückfordern, also aus der Europäischen Union austreten.

1174 Vgl. Bradley (FN 1129), 79 (97).

Since this duty of the United Kingdom courts to apply Community law derives from the European Comnmunities Act 1972, it would appear that Westminster Parliament could by subsequent legislation modify or abrogate that duty only if it expressed a direct intention to do so. That intention was not to be implied in the Merchant Shipping Act 1988 from the fact that its provisions were inconsistent with rights guaranteed by Community law. It would therefore be necessary for express words to be in a future statute should the Westminster Parliament wish to exercise what might be called its ultimate sovereign right to require British courts to depart from their duty to protect rights which arise under Community law. And it must be uncertain where the duty of the British courts would lie unless that statute also manifested the plainest intention by Parliament to leave the European Union.
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche, leicht zusammenfassende Übersetzung von Bradley, wie schon auf den vorausgehenden und nachfolgenden Seiten. Nur ein "Vgl."-Verweis auf diesen Autor. Dadurch wird nicht recht deutlich, daß die von Rm unter der Überschrift "Kritik" dargelegten Überlegungen nicht von ihm selbst stammen.

Sichter
SleepyHollow02

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