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Quelle:Sse/Schack 1994

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Haimo Schack
Titel    Wechselwirkungen zwischen europäischem und nationalem Zivilprozeßrecht
Zeitschrift    Zeitschrift für Zivilprozeß
Ausgabe    107
Jahr    1994
Seiten    279 ff.

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Sse/Fragment 003 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-10-18 07:46:03 Klgn
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schack 1994, Schutzlevel sysop, Sse, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 30-39
Quelle: Schack 1994
Seite(n): 280, Zeilen: 14 ff.
Die zentrifugale Kraft der EuGVO lässt die nationalen Prozessrechte spürbar an Gewicht verlieren; der Spielraum für nationale Reformgesetzgeber schrumpft, nationale Alleingänge sind verpönt und meist auch wenig effizient. Stattdessen bemühen sich Rechtswissenschaft und Rechtsprechung um international konsensfähige Lösungen, die oft ein Vorbild in einer oder mehreren nationalen Rechtsordnungen haben. Im Idealfall setzen sich diese Lösungen kraft ihrer Überlegenheit im Laufe der Zeit auch in den nationalen Prozessrechten durch. Um derartige Wechselwirkungen zwischen europäischem und nationalem Zivilprozessrecht soll es im Folgenden gehen. Dabei läßt die zentripetale Kraft des GVÜ die nationalen Prozeßordnungen spürbar an Gewicht verlieren. Der Spielraum für nationale Reformgesetzgeber schrumpft, sei es wegen des unmittelbaren Vorrangs des GVÜ, sei es, weil man eine EG-kompatible Lösung sucht oder weil sich nur mit Mühe überzeugende Gründe dafür finden lassen, im autonomen IZPR oder im nationalen Prozeßrecht eine vom GVÜ abweichende Lösung zu wählen. Zentrifugale Kräfte in den nationalen Rechten werden deshalb immer schwächer; nationale Alleingänge sind verpönt und meist auch wenig effizient. Statt dessen bemühen sich Rechtswissenschaft und Rechtsprechung nicht nur des EuGH um international konsensfähige Lösungen, die oft ein Vorbild in einer oder mehreren nationalen Rechtsordnungen haben. Im Idealfall setzen sich diese Lösungen kraft ihrer Überlegenheit im Laufe der Zeit auch in den nationalen Prozeßrechten durch.

Um derartige Wechselwirkungen zwischen europäischem und nationalem Zivilprozeßrecht soll es im folgenden gehen.

Anmerkungen

In der Quelle wird noch zwischen zentrifugalen und zentripetalen Kräften unterschieden. Die Quelle wird erstmals auf S. 88 zitiert.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

[2.] Sse/Fragment 090 32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-10-18 09:11:54 Klgn
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schack 1994, Schutzlevel sysop, Sse

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 32-34
Quelle: Schack 1994
Seite(n): 279, Zeilen: 5 ff.
Wir stehen heute mitten im Prozess der Europäisierung beinahe aller Rechtsbereiche. Mit regional verschiedenem Privatrecht lässt sich durchaus leben, die [Rechtszersplitterung im Zivilprozessrecht hingegen ist in einem einheitlichen Lebens- und Wirtschaftsraum unerträglich, wenn die Gerichte verschiedener Staaten unkoordiniert nebeneinander oder gar gegeneinander arbeiten.120]

120 Schack, ZZP 107 (1994), 279.

Wir stehen heute mitten im Prozeß der Europäisierung beinahe aller Rechtsbereiche. [...] Mit regional verschiedenem Privatrecht läßt sich durchaus leben, vor allem in Bereichen, in denen die Erhaltung kultureller Vielfalt wichtiger ist als eine Reduzierung der Transaktionskosten. Die Rechtszersplitterung im Zivilprozeßrecht ist jedoch in einem einheitlichen Lebens- und Wirtschaftsraum unerträglich, wenn die Gerichte verschiedener Staaten unkoordiniert nebeneinander oder gar gegeneinander arbeiten.
Anmerkungen

Mit Anführungszeichen hätte die Verf.in hieraus leicht ein korrektes wörtliches Zitat machen können.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

[3.] Sse/Fragment 091 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-10-18 09:27:31 Klgn
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schack 1994, Schutzlevel sysop, Sse

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 1-11
Quelle: Schack 1994
Seite(n): 279 f., Zeilen: 279: letzte Zeilen; 280: 1 ff.
[Mit regional verschiedenem Privatrecht lässt sich durchaus leben, die] Rechtszersplitterung im Zivilprozessrecht hingegen ist in einem einheitlichen Lebens- und Wirtschaftsraum unerträglich, wenn die Gerichte verschiedener Staaten unkoordiniert nebeneinander oder gar gegeneinander arbeiten.120 Wie selbstverständlich sind deshalb die Verfasser des EuGVÜ über den engeren Auftrag des Art. 220 EWG hinweggegangen, die „Förmlichkeiten für die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen“ zu vereinfachen. Mit dem Ziel, „den Rechtsschutz der (in der Gemeinschaft) ansässigen Personen zu verstärken“ sowie die gegenseitige Urteilsanerkennung zu erleichtern121, haben sie vielmehr ein geschlossenes System von direkten Entscheidungszuständigkeiten und korrespondierender Urteilsanerkennung geschaffen. [...]122

120 Schack, ZZP 107 (1994), 279.

121 Präambel zum EuGVÜ Abs. 3; Jenard-Bericht, Abl. EG 1979, C 59/1, S. 7, 14; EuGH, Urt. v. 15.11.1983, Rs 288/82 -Duijnstee./.Goderbauer-, Slg. 1983, 3663, 3674, Nr. 11; Pfeiffer, Jahrbuch Junger Zivilrechtswissenschaftler 1991, 71, 77.

122 Schack, ZZP 107 (1994), 279, 280.

Die Rechtszersplitterung im Zivilprozeßrecht ist jedoch in einem einheitlichen Lebens- und Wirtschaftsraum unerträglich, wenn die Gerichte verschiedener Staaten unkoordiniert nebeneinander oder gar gegeneinander arbeiten. Wie selbstverständlich sind deshalb die Verfasser des Brüsseler EWG-Ubereinkommens über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Ent-

[Seite 280:]

Scheidungen in Zivil- und Handelssachen (GVÜ)2 über den engeren Auftrag des Art. 220 EWGV hinweggegangen, die »Förmlichkeiten für die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung richterlicher Entscheidungen« zu vereinfachen. Mit dem Ziel, »den Rechtsschutz der [in der Gemeinschaft] ansässigen Personen zu verstärken«3, haben sie vielmehr ein geschlossenes System von direkten Entscheidungszuständigkeiten und korrespondierender Urteilsanerkennung geschaffen.


2 Vom 27. 9. 1968. Das Übereinkommen ist inzwischen, wenn auch in verschiedenen Fassungen (GVÜ 1982 und GVÜ 1989), in allen EG-Staaten in Kraft.

3 Präambel zum GVÜ Abs. 3. Vgl. Jenard-Bericht zum GVÜ 1968, EG-ABl. 1979 C 59, S. 7, 14.

Anmerkungen

Fortsetzung von Sse 90. Quelle ist in Fn. 120 und 122 korrekt benannt. Es fehlen: Anführungszeichen.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

[4.] Sse/Fragment 093 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-10-18 08:49:41 Klgn
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schack 1994, Schutzlevel sysop, Sse, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 3-12
Quelle: Schack 1994
Seite(n): 280, Zeilen: 14 f., 19 ff.
Die zentripetale Kraft der Verordnung allerdings lässt die nationalen Prozessrechte spürbar an Gewicht verlieren. Zentrifugale Kräfte in den nationalen Rechten werden deshalb immer schwächer; nationale Alleingänge sind verpönt und meist auch wenig effizient. Stattdessen bemühen sich Rechtswissenschaft und Rechtsprechung nicht nur des EuGH um international konsensfähige Lösungen, zu denen auch die einheitliche Auslegung der EuGVO zählt, welche häufig ein Vorbild in einer oder mehreren nationalen Rechtsordnungen hat. Im Idealfall setzen sich diese Lösungen kraft ihrer Überlegenheit im Laufe der Zeit auch in den nationalen Prozessrechten durch. Dabei läßt die zentripetale Kraft des GVÜ die nationalen Prozeßordnungen spürbar an Gewicht verlieren. [...] Zentrifugale Kräfte in den nationalen Rechten werden deshalb immer schwächer; nationale Alleingänge sind verpönt und meist auch wenig effizient. Statt dessen bemühen sich Rechtswissenschaft und Rechtsprechung nicht nur des EuGH um international konsensfähige Lösungen, die oft ein Vorbild in einer oder mehreren nationalen Rechtsordnungen haben. Im Idealfall setzen sich diese Lösungen kraft ihrer Überlegenheit im Laufe der Zeit auch in den nationalen Prozeßrechten durch.
Anmerkungen

Der Text ist bereits auf S. 3 ungekennzeichnet übernommen.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

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