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Quelle:Ssh/Gresh 2003

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Alain Gresh
Titel    Prinzen und Falken gemeinsam gegen den Terror
Zeitschrift    Le Monde diplomatique
Datum    13. Juni 2003
URL    http://www.monde-diplomatique.de/pm/2003/06/13/a0011.text.name,asksg5kia.n,24

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Ssh/Fragment 183 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-30 18:12:15 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gresh 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 183, Zeilen: 7-32
Quelle: Gresh 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Nach dem Sturz des Saddam-Regimes mussten Riad und Washington die wachsende Ablehnung der US-Präsenz in der saudischen Bevölkerung in ihre Überlegungen einbeziehen. Aus dem Widerspruch zwischen der offiziellen Position, der Verurteilung eines Angriffs gegen den Irak und dem tatsächlichen Verhalten der Saudis erklärt sich auch deren zwiespältige Reaktion auf die Initiativen Frankreichs. In der Öffentlichkeit wurde der französische Widerstand gegen die Vorgaben der USA begeistert aufgenommen, während Vertreter des Regimes wiederholt Kritik äußerten: „Durch seine Weigerung, der zweiten UN-Resolution zuzustimmen, zwang Frankreich die USA zum unilateralen Eingreifen“, „Jetzt schert sich Amerika nicht mehr um die UN und macht, was es will [553]“.

Eine Resolution des UN-Sicherheitsrats hätte jedoch auch die militärische Zusammenarbeit der Saudis mit den USA legitimieren können. Stattdessen sah sich das Königreich zum Lavieren zwischen unvereinbaren Positionen genötigt.

3. Amerikanischer "Krieg gegen den Terror"

Am 14. Februar 1945 wurde zwischen den USA und Saudi Arabien eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart, die sich auf handfeste gemeinsame Interessen stützte und als Versicherung für das Königshaus galt. Der Versicherungsfall trat im August 1990 ein, als die USA nach der irakischen Invasion in Kuwait hunderttausend Soldaten auf die arabische Halbinsel schickten.

Unter nach dem 11. September bestehenden Umständen wäre es politischer Selbstmord gewesen, den Forderungen der USA im Jahr 2003 in der Irakfrage nicht nachzukommen. Ein saudisches Nein hätte die gelegten Grundfesten der saudischen Außenpolitik erschüttert. Die saudische Herrscherfamilie musste nach dem 11. September 2001 einen schwierigen Balanceakt erledigen. Nach dem 11. September 2001 wurde ihr politischer Handlungsspielraum sehr begrenzt. Die saudische Herrscherfamilie war gezwungen, den Kampf gegen den islamistischen Terror zu führen, ohne die religiöse Legitimierung ihrer [Monarchie zu gefährden.]


553. Gresh, Alain, Prinzen und Falken gemeinsam gegen den Terror, Le Monde Diplomatique, deutsche Ausgabe, http://monde-diplomatique.de/pm/2003/06/13/a0011.text.name,askvfmmje.n,0, 13.6.2003 (Zugriff am 12.11.2007).

Die saudische Herrscherfamilie hat einen schwierigen Balanceakt zu vollführen: Sie muss den Kampf gegen den islamistischen Terror führen, ohne die religiöse Legitimierung ihrer Monarchie zu gefährden.

[...]

Nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein mussten Riad und Washington die wachsende Ablehnung der US-Präsenz in der saudischen Bevölkerung in ihre Überlegungen einbeziehen. [...]

[...]

Aus dem Widerspruch zwischen der offiziellen Position - der Verurteilung eines Angriffs gegen den Irak - und dem tatsächlichen Verhalten der Saudis erklärt sich auch deren zwiespältige Reaktion auf die Initiativen Frankreichs. In der Öffentlichkeit wurde der französische Widerstand gegen die Vorgaben der USA begeistert aufgenommen, während Vertreter des Regimes wiederholt Kritik äußerten. "Durch seine Weigerung, der zweiten UN-Resolution zuzustimmen, hat Frankreich die USA zum unilateralen Eingreifen quasi gezwungen", erklärt ein hoher Staatsdiener. "Jetzt schert sich Amerika nicht mehr um die UNO und macht, was es will." Was dabei nicht zur Sprache kommt: Eine Resolution des UN-Sicherheitsrats hätte auch die militärische Zusammenarbeit der Saudis mit den USA legitimieren können. Stattdessen sah sich das Königreich zum Lavieren zwischen unvereinbaren Positionen genötigt.

Der Herrscherfamilie blieb kaum eine Wahl: Seit dem 11. September 2001 ist ihr politischer Handlungsspielraum sehr begrenzt. [...]

[...]

Unter diesen Umständen wäre es politischer Selbstmord gewesen, den Forderungen der USA in der Irakfrage nicht nachzukommen. Ein saudisches Nein hätte die am 14. Februar 1945 gelegten Grundfesten der Außenpolitik erschüttert: [...] Eine langfristige Zusammenarbeit wurde vereinbart, die sich auf handfeste gemeinsame Interessen stützte. Ibn Saud ging es vor allem darum, mit Hilfe der USA den Fortbestand seines Königreichs zu sichern. [...] Der "Versicherungsfall" trat im August 1990 ein, als die USA nach der irakischen Invasion in Kuwait 500 000 Soldaten auf die arabische Halbinsel schickten.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet. Fn. 553 scheint sich auf das kurze wörtliche Zitat zu beziehen und läßt nicht erkennen, daß hier fast eine Seite beinahe wörtlich übernommen ist.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[2.] Ssh/Fragment 184 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-30 18:18:02 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Gresh 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 184, Zeilen: 1-4
Quelle: Gresh 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: 0
[Die saudische Herrscherfamilie war gezwungen, den Kampf gegen den islamistischen Terror zu führen, ohne die religiöse Legitimierung ihrer] Monarchie zu gefährden. Und sie musste auch auf die saudische Bevölkerung, die den Demokratisierungsparolen der USA misstraute, Rücksicht nehmen, ohne antiamerikanische Gefühle zu bedienen, denn damit würde sie die traditionelle Zusammenarbeit mit Washington strapazieren. Die saudische Herrscherfamilie hat einen schwierigen Balanceakt zu vollführen: Sie muss den Kampf gegen den islamistischen Terror führen, ohne die religiöse Legitimierung ihrer Monarchie zu gefährden. Und sie muss auf die saudische Bevölkerung, die den Demokratisierungsparolen der Vereinigten Staaten misstraut, Rücksicht nehmen, ohne antiamerikanische Gefühle zu bedienen, denn damit würde sie das traditionelle Einvernehmen mit Washington strapazieren.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[3.] Ssh/Fragment 190 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-30 18:16:57 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Gresh 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 190, Zeilen: 30-33
Quelle: Gresh 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Das Königreich gehört zum größten Erdölproduzenten der Welt. Es macht seine Sonderstellung aus, dass allein Saudi Arabien jederzeit in der Lage ist, seine Fördermengen im Handumdrehen um mehrere Millionen Barrel pro Tag zu steigern. Nach dem 11. September 2001 und während des Irak-Krieges wurde auf diese Weise der Markt beruhigt. Das Königreich wurde innerhalb weniger Jahrzehnte zum größten Erdölproduzenten der Welt und damit zur wichtigsten Quelle für die Versorgung des Westens mit billiger Energie. Es macht seine Sonderstellung aus, dass allein Saudi-Arabien jederzeit in der Lage ist, seine Fördermengen im Handumdrehen um mehrere Millionen Barrel pro Tag zu steigern. Nach dem 11. September 2001 und während der jüngsten Irakkrise wurde auf diese Weise der Markt beruhigt.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. F. 553 auf S. 191 dürfte zur Kenntlichmachung nur mir sehr viel Wohlwollen ausreichen.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[4.] Ssh/Fragment 191 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-30 18:20:11 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gresh 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 191, Zeilen: 1-12.(13-22) (komplett)
Quelle: Gresh 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Mindestens zehn Jahre dürfte es dauern, bevor irgendein anderes Land diese Rolle übernehmen könnte [596].

Man darf jedoch das Bündnis zwischen Saudi Arabien und den USA nicht auf die Formel "Öl gegen Sicherheit" reduzieren" [596]. Das Königreich spielte während des gesamten Kalten Krieges eine besondere Rolle in der US-Abwehrstrategie gegen die Sowjetunion. Mit saudischem Finanzmittel wurden so nicht islamische Bewegungen wie die Unita in Angola und die Contras in Nicaragua finanziert, aber eben auch die Mujaheddin in Afghanistan, die Moskau in den 80er-Jahren eine schwere Niederlage beibrachten. Mit dem Zerfall der Sowjetunion hat Saudi Arabien diese Schlüsselrolle eingebüßt [553].

Nach dem 11. September 2001 geriet die Beziehung zwischen den beiden Ländern plötzlich ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Dabei zeigte sich, dass Unkenntnis auf beiden Seiten zu vielfachen Missverständnissen führte. Abdelhamed Al-Gatami ist der Meinung: „Über Saudi Arabien wissen die Amerikaner überhaupt nichts. Sie stellen sich das Land als eine von Beduinen bevölkerte Wüste vor. Dass es hier Städte gibt und eine Mittelschicht, ist ihnen unbekannt. Und seit dem 11. September halten sie uns für den Hort alles Bösen. Unsere Gesellschaft wird umstandslos mit dem Terrorismus gleichgesetzt. Hat man etwa ganz Japan für die Anschläge der japanischen Roten Armee verantwortlich gemacht? Solche groben Vereinfachungen fördern den Terrorismus, weil sie den radikalen Gruppen das Argument liefern, es gehe den USA gar nicht um den Terror, sondern sie seien grundsätzlich unserer Gesellschaft, den Arabern, dem Islam gegenüber feindselig eingestellt. Es ist Wasser auf deren Mühlen, wenn in Amerika der Prophet Mohammed als Terrorist bezeichnet und öffentlich ein Atomschlag gegen Mekka gefordert wird [553]“.


553. Gresh, Alain, Prinzen und Falken gemeinsam gegen den Terror, Le Monde Diplomatique, deutsche Ausgabe, http://monde-diplomatique.de/pm/2003/06/13/a0011.text.name,askvfmmje.n,0, 13.6.2003 (Zugriff am 12.11.2007).

596. Saudi Arabien und der US-Krieg gegen den Terrorismus, Dem US-Verbündeten entschwindet das Fundament, Das Institut für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung München: http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Saudi Arabien/isw.html, Januar 2002 (Zugriff am 12.11.2007).

Mindestens zehn Jahre dürfte es dauern, bevor irgendein anderes Land, einschließlich des Irak, diese Rolle übernehmen könnte.

"Man darf das Bündnis zwischen Saudi-Arabien und den USA nicht auf die Formel ,Öl gegen Sicherheit' reduzieren", meint ein saudischer Intellektueller. "Das Königreich hat während des gesamten Kalten Krieges eine besondere Rolle in der Abwehrstrategie gegen die Sowjetunion gespielt: Mit saudischem Geld wurden so unislamische Bewegungen wie die Unita in Angola und die Contras in Nicaragua finanziert, aber eben auch die Mudschaheddin in Afghanistan, die Moskau in den 1980er-Jahren eine schwere Niederlage beibrachten. Mit dem Zerfall der Sowjetunion hat Saudi-Arabien diese Schlüsselrolle eingebüßt."

Nach dem 11. September 2001 gerieten die Beziehungen zwischen den beiden Ländern - bis dahin Sache außenpolitischer Experten - plötzlich ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Dabei zeigte sich, dass Unkenntnis auf beiden Seiten zu vielfachen Missverständnissen führte. Abdelhamed al-Gatami, Literaturwissenschaftler an der König-Saud-Universität in Riad, ein westlich gebildeter Intellektueller, der gern Foucault oder Derrida zitiert, hat ein Buch über die Kultur in den USA geschrieben, und er kommt aus dem Staunen über das, was er in den 1990er-Jahren dort erfahren hat, nicht heraus.

"Über Saudi-Arabien wissen die Amerikaner überhaupt nichts. Sie stellen sich das Land als eine von Beduinen bevölkerte Wüste vor. Dass es hier Städte gibt und eine Mittelschicht, ist ihnen unbekannt. Und seit dem 11. September halten sie uns für den Hort alles Bösen - unsere Gesellschaft wird umstandslos mit dem Terrorismus gleichgesetzt. Hat man etwa ganz Japan für die Anschläge der japanischen Roten Armee verantwortlich gemacht? Solche groben Vereinfachungen fördern den Terrorismus, weil sie den radikalen Gruppen das Argument liefern, es gehe den USA gar nicht um den Terror, sondern sie seien grundsätzlich unserer Gesellschaft, den Arabern, dem Islam gegenüber feindselig eingestellt. Es ist Wasser auf deren Mühlen, wenn in Amerika der Prophet Mohammed als Terrorist bezeichnet und öffentlich ein Atomschlag gegen Mekka gefordert wird."

Anmerkungen

Eine vollständige Seite, die inklusive des langen Zitats zum großen Teil wortwörtlich aus der nur kursorisch erwähnten Quelle übernommen, ohne dass dies adäquat gekennzeichnet worden wäre.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

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