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Quelle:Ssh/Hacke 2003

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Christian Hacke
Titel    Deutschland, Europa und der Irakkonflikt
Zeitschrift    Aus Politik und Zeitgeschichte
Herausgeber    Bundeszentrale für politische Bildung
Datum    2. Juni 2003
Nummer    B 24-25
URL    http://www.bpb.de/apuz/27577/deutschland-europa-und-der-irakkonflikt?p=all

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    13


Fragmente der Quelle:
[1.] Ssh/Fragment 215 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:56:07 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 215, Zeilen: 2-16
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Der Angriffskrieg auf den Irak im März/April 2003 durch die USA und ihre "Koalition der Willigen" [232] markiert nach dem 11. September 2001 einen weiteren Einschnitt in der Weltpolitik mit vielen Folgen und auch Folgen für die transatlantischen Beziehungen. Europa stand noch im Zuge des Terrorangriffs vom 11. September geschlossen auf der Seite der USA. So wurde die Haltung gegenüber der amerikanischen Irakpolitik zum Spaltpilz Europas. Der amerikanische Krieg gegen den Terror, die Bedrohung durch Schurkenstaaten und die Gefahr der Massenvernichtungswaffen wurden so begründet, dass die amerikanische Haltung ein weltweites Misstrauen um sich griff.

Die neue präventive Militärstrategie und der starke Unilateralismus der USA wirkten auf die Welt befremdlich. Die USA, unterstützt von England, erzwangen die Wiedereinsetzung der UN-Waffeninspekteure, was von allen Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrates durch die Resolution 1441 unterzeichnet wurde [86]. Dann griffen sie den Irak ohne Mandat der UN an. In diesem Zusammenhang werden die Diplomatie der deutsch-französischen Achse und die Position der mittel- und osteuropäischen Staaten während der diplomatischen US-Aktivitäten analysiert.


86. Resolution S/RES/1441(2002), The situation between Iraq and Kuwait, http://ods-dds-ny.un.org/doc/UNDOC/GEN/N02/682/26/PDF/N0268226.pdf?OpenElement, 08.11.2002 (Zugriff am 05.10.2007).

232. Rühl, Lothar, Deutschland verliert an Bedeutung für die USA. Washington baut eine "Koalition der Willigen", Neue Zürcher Zeitung, 01.02.2003.

I. Rückblick: Der Irakkonflikt im Lichte des 11. September 2001

Der Angriffskrieg auf den Irak im März/April 2003 durch die USA und ihre "Koalition der Willigen"1 markiert nach dem 11. September 2001 einen weiteren Einschnitt in der Weltpolitik mit Folgen für die transatlantischen Beziehungen. Stand Europa noch im Zuge des Terrorangriffs vom 11. September geschlossen auf der Seite der USA, so wurde die Haltung gegenüber der Irakpolitik der Regierung von George W. Bush zum Spaltpilz für Europa, weil Washington Antiterrorbekämpfung, Bedrohung durch Schurkenstaaten und die Gefahr der Massenvernichtungswaffen argumentativ so variierte, dass weltweites Misstrauen um sich griff. Die neue präventive Militärstrategie, das manichäische Weltbild und der schroffe Unilateralismus wirkten ebenso befremdlich. Die USA - unterstützt von Großbritannien - erzwangen die Wiedereinsetzung der UNO-Waffeninspekteure, was von allen Staaten des UN-Sicherheitsrates durch die Resolution 1441 unterzeichnet wurde.

[...]

III. Die Position der mittel- und osteuropäischen Staaten


1. Vgl. Lothar Rühl, Deutschland verliert an Bedeutung für die USA. Washington baut eine "Koalition der Willigen", in: Neue Zürcher Zeitung vom 1./2. 2. 2003.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme, welche inkl. Literaturverweis erfolgt.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[2.] Ssh/Fragment 239 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 14:44:11 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 239, Zeilen: 1-22
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Nach dem zweiten Weltkrieg, als es Unstimmigkeiten zwischen den Amerikanern und Europäern gab, vermittelte Deutschland stets aktiv und in der Regel auch erfolgreich zwischen den USA und den verschiedenen europäischen Hauptstädten. Obwohl wegen der Hilfe für Amerikaner in Afghanistan die Bundesregierung die Tabuisierung des Militärs in Deutschland aufbrach und den Weg für deutsche militärische Operationen frei machte, musste aber mit der Propagierung des "deutschen Weges" zur amerikanischen Irakpolitik, die Bundesregierung mit Frankreich ihre Vorgehensweise ändern.

Die Gründe für das deutsche "Nein" zum Irakkrieg liegen nicht nur in der gegensätzlichen Bewertung des Irak, sondern tiefer: „Die Differenzen kündigten sich schon in den 90er Jahren an, doch erst die weltanschaulich-politische Machtverschiebung in Deutschland nach "links" und die unter Bush nach "rechts" ließen diplomatische Kompromisse, wie sie noch zwischen Clinton und Kohl wie auch Schröder möglich waren, nicht mehr zu [254]”.

Die US-Außenpolitik wurde mit dem Amtsantritt Bushs, bzw. nach dem 11. September 2001 zunehmend militarisiert, unilateral und hegemonial ausgerichtet, während die Deutschen als Europäer mehr die zivile, multilaterale und völkerrechtliche Dimension von Außenpolitik bevorzugten.

Es darf nicht überraschen, dass Deutschland die diplomatischen Aktivitäten der USA im Vorfeld des Irak-Krieges mit Unbehagen beobachtete. Bedenken wurden im Vorfeld des Irak-Krieges von deutschen Politikern formuliert und geäußert. Aber manche wie Christian Hacke sind der Meinung, dass „diese Äußerungen keinen Erfolg hatten, um ein entschlossenes Amerika von seinem Kurs abzubringen [254]”.


254. Hacke, Christian, Deutschland, Europa und der Irakkonflikt, http://www.bpb.de/publikationen/8GQDRK.html (Zugriff am 25.09.2007).

II. Der "deutsche Weg" des kategorischen Nein

War es in der Vergangenheit zu Unstimmigkeiten mit den Amerikanern gekommen, so hatte Deutschland stets subtil gehandelt und in der Regel auch erfolgreich zwischen den USA und den verschiedenen europäischen Hauptstädten vermitteln können. [...] Mit der Propagierung des "deutschen Weges" zur amerikanischen Irakpolitik rückte die Regierung Schröder/Fischer von dieser Vorgehensweise ab. Die Gründe für das ebenso frühzeitig wie kategorisch erklärte deutsche "Nein" zum Irakkrieg liegen nicht nur in der gegensätzlichen Bewertung des Irak, sondern tiefer: Die Differenzen kündigten sich schon in den neunziger Jahren an, doch erst die weltanschaulich-politische Machtverschiebung in Deutschland nach "links" und die unter Bush nach "rechts" ließen diplomatische Kompromisse, wie sie noch zwischen Clinton und Kohl wie auch Schröder möglich waren, nicht mehr zu. Amerikas Außenpolitik wurde mit dem Amtsantritt von Präsident Bush zunehmend militarisiert, unilateral und hegemonial ausgerichtet, während die Deutschen und Europäer mehr die zivile, multilaterale und völkerrechtliche Dimension von Außenpolitik bevorzugen.

So überrascht es nicht, dass Europa und vor allem Deutschland die diplomatischen Aktivitäten der USA im Vorfeld des Irakkrieges mit Unbehagen beobachteten. [...] Berlin besitzt keine "weichen" und schon gar keine "harten" Machtressourcen, um ein entschlossenes Amerika von seinem Kurs abzubringen.

Anmerkungen

Als Zitat gekennzeichnete und ungekennzeichnete wörtliche Übernahmen wechseln sich ab. Ausnahmsweise wird hier der Autor der Vorlage im Fließtext genannt. Das zweite im Fragment dargestellte "Zitat" erfindet Text, der bei Hacke (2003) gar nicht vorkommt.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[3.] Ssh/Fragment 239 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 14:42:48 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 239, Zeilen: 33-34
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Im September 2002 thematisierte der Bundeskanzler in seinem Wahlkampf den "deutschen Weg" über den Irakkrieg [255]. Seine Erklärung, dass Deutschland sich ob mit oder ohne UN-[Mandat auf keinen Fall an einem Krieg gegen den Irak beteiligen werde [238], nahm Deutschland alle außen- und sicherheitspolitischen Handlungsoptionen.]

238. US and Europe split over Iraq, BBC News: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/2239377.stm, 05.09.2002 (Zugriff am 14.10.2007).

255. Du mußt das hochziehen, Von der "uneingeschränkten Solidarität" zur transatlantischen Eiszeit - eine Chronik der deutsch-amerikanischen Zerrüttung, Der Spiegel, 24.03.2003.

Doch im September 2002 kam es zum Eklat, als der Bundeskanzler wahlkampfbedingt den Irakkrieg thematisierte und den "deutschen Weg" propagierte.2 Mit Schröders Erklärung, Deutschland werde sich - ob mit oder ohne UNO-Mandat - auf keinen Fall an einem Krieg gegen den Irak beteiligen, nahm er Deutschland alle außen- und sicherheitspolitischen Handlungsoptionen; von nun an war klar, dass die USA und Teile der EU nicht mehr mit Deutschland in der Irakdiplomatie rechnen konnten.

2. Vgl. "Du musst das hochziehen". In den anderthalb Jahren vor dem Krieg hat sich das deutsch-amerikanische Verhältnis radikal verändert. Eine Chronik, in: Der Spiegel, (2003) 13.

Anmerkungen

Ungekennzeichnete Übernahme von Wortlaut und Literaturverweis. Schließt im Original unmittelbar an die in Ssh/Fragment_239_01 wiedergegebene Passage an. Wird auf der nächsten Seite fortgesetzt, dort werden dann auch Autor und Quelle genannt.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[4.] Ssh/Fragment 240 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 14:44:54 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 1-11, 13-18
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[Seine Erklärung, dass Deutschland sich ob mit oder ohne UN-]Mandat auf keinen Fall an einem Krieg gegen den Irak beteiligen werde [238], nahm Deutschland alle außen- und sicherheitspolitischen Handlungsoptionen. Seitdem war es klar, dass die USA und Teile der EU in der amerikanischen Irakdiplomatie nicht mehr mit Deutschland rechnen konnten.

Die Irakfrage war kompliziert, doch stellte das deutsche Nein zum Irakkrieg ein Ausscheren aus der militärischen Drohkulisse dar. Mit diesem Nein passierte etwas Neues in der bundesrepublikanischen Außenpolitik, weil die Vormachtrolle der USA in Berlin nicht mehr als Schutz, sondern als Gefahr interpretiert wurde.

Christian Hacke ist der Meinung, dass Deutschland ohne Not seine exklusive Rolle gegenüber den USA und seine Maklerrolle im Viereck Washington-London-Paris-Berlin aufgab und van [sic] Handlungsspielraum verlor [254]. Die Bundesregierung war der Meinung, dass ein Irak-Krieg die internationale Koalition gegen den Terrorismus empfindlich machen kann [238]. Als durch den Ultimatumsvorschlag des britischen Außenministers, Jack Straw, Saddam Hussein gezwungen wurde, die UN-Inspekteure wieder ins Land zu lassen, wurde von dem USBotschafter in Berlin erklärt, dass Deutschland auf seinem Weg gegen amerikanische Irakpolitik allein bleiben wird [238]. Trotzdem bekräftigte der Bundeskanzler noch mal in seinem Wahlkampf im Januar 2003 das deutsche Nein: „Rechnet nicht damit, dass Deutschland einer den Krieg legitimierenden Resolution zustimmen wird [256]”.


238. US and Europe split over Iraq, BBC News: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/2239377.stm, 05.09.2002 (Zugriff am 14.10.2007).

254. Hacke, Christian, Deutschland, Europa und der Irakkonflikt, http://www.bpb.de/publikationen/8GQDRK.html (Zugriff am 25.09.2007).

256. Schröder schließt erstmals Ja zum Irak-Krieg im Sicherheitsrat aus, Die Welt 21.01.2003.

Mit Schröders Erklärung, Deutschland werde sich - ob mit oder ohne UNO-Mandat - auf keinen Fall an einem Krieg gegen den Irak beteiligen, nahm er Deutschland alle außen- und sicherheitspolitischen Handlungsoptionen; von nun an war klar, dass die USA und Teile der EU nicht mehr mit Deutschland in der Irakdiplomatie rechnen konnten.

Die Irakfrage war kompliziert, doch stellten das kategorische, frühzeitige deutsche Nein zum Krieg gegen den Irak, das Ausscheren aus der militärischen Drohkulisse, die damit verbundene machtpolitische Schwächung der UNO und ihres angestrebten Inspektionsregimes einen tiefen Bruch in der traditionellen bundesrepublikanischen Außenpolitik dar, weil "genetisch bedingter" Multilateralismus aufgegeben und die Vormachtrolle der USA in Berlin nicht mehr als Schutz, sondern als Gefahr interpretiert wurde. Deutschland gab ohne Not seine exklusive Rolle gegenüber den USA und seine Maklerrolle im Viereck Washington-London-Paris-Bonn/Berlin auf und verlor an Handlungsspielraum.

Als durch den Ultimatumsvorschlag des britischen Außenministers Jack Straw Saddam Hussein gezwungen wurde, die UNO-Inspekteure wieder ins Land zu lassen, wurde ohne, ja gegen Deutschlands Votum das richtige diplomatische Eingangstor betreten. [...] Doch statt vorsichtig diplomatisch vorzugehen, um weitere Handlungsspielräume im Verlauf der Krise offen zu halten, bekräftigte der Bundeskanzler im Landtagswahlkampf in Niedersachsen im Januar 2003 das kategorische Nein - ohne die Ergebnisse der Waffeninspekteure abzuwarten -: "Rechnet nicht damit, dass Deutschland einer den Krieg legitimierenden Resolution zustimmen wird"3, erklärte Bundeskanzler Schröder auf einer Wahlkampfveranstaltung in Goslar.


3. Vgl. Schröder schließt erstmals Ja zum Irak-Krieg im Sicherheitsrat aus, in: Die Welt vom 21. 1. 2003.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet. Auf den Autor der Vorlage wird hier an einer Stelle im Fließtext explizit hingewiesen. Auch das lässt aber keinen Schluß auf die sonstigen Übernahmen zu. Schließt im Original unmittelbar an die in Ssh/Fragment_239_33 wiedergegebene Passage an.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[5.] Ssh/Fragment 240 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:45:32 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 33-34
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Trotzdem waren diese Äußerungen kaum überzeugend. Während Frankreich und vor allem England ihre eigenen Interessen betonten und im US-Kalkül noch eine Rolle spielten, war [Deutschland nach Äußerungen des Bundeskanzlers für die USA kein ernst zu nehmender Partner mehr.] Während Frankreich und vor allem Großbritannien die eigenen Interessen betonten und im Kalkül der USA eine Rolle spielten, war Deutschland nach Goslar für die USA kein ernst zu nehmender Partner mehr, von Freundschaft konnte längst keine Rede mehr sein, weil sich Deutschland neben Frankreich zur führenden amerikakritischen Macht in Europa stilisierte und weiter an außenpolitischem Handlungsspielraum verlor.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Auf der nächsten Seite geht es nahtlos weiter (vgl. Ssh/Fragment_241_01).

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[6.] Ssh/Fragment 241 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:58:18 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 1-5, (5-10), 10-16
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[Trotzdem waren diese Äußerungen kaum überzeugend. Während Frankreich und vor allem England ihre eigenen Interessen betonten und im US-Kalkül noch eine Rolle spielten, war] Deutschland nach Äußerungen des Bundeskanzlers für die USA kein ernst zu nehmender Partner mehr.

Es gibt auch einen Punkt in der deutschen Politik, der sehr negativ auf die Rolle Deutschlands wirkte, als nämlich Bundesaußenminister Fischer selbst die deutsche Rolle folgendermaßen einschränkte: „Frankreich spielt eine sehr bedeutende Rolle in der Weltpolitik. Es hat auch eine eigene Vision von seiner globalen Rolle. Es hat eine andere Geschichte als wir. Es ist ständiges Sicherheitsratsmitglied, es ist Atommacht. Zudem hat es gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich eine große Geschichte, während unser Land eine gebrochene Geschichte hat..... Wir können unser Land mit Frankreich und Großbritannien nicht gleichsetzen [257]”. Diese Verkennung der deutschen Handlungsunfähigkeit schränkte die außenpolitischen Möglichkeiten Deutschlands ein, weil die Bundesregierung sich nicht in der Lage zeigte, wie die anderen Spieler gleichgewichtig ihre Fähigkeiten in der Weltpolitik einzusetzen.

Man muss jedoch zugeben, dass angesichts des neuen und unerwarteten neo-imperialen außenpolitischen Verhaltens der USA eine angemessene Reaktion aus Berlin außerordentlich schwierig war.


257. Ich muß hinterher den Angehörigen in die Augen sehen können, Interview von Bundesaußenminister Fischer u.a. zur Zukunft der EU, zum Irak und zu den transatlantischen Beziehungen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Auszüge), http://www.auswaertigesamt.de/www/de/infoservice/presse/presse_archiv?archiv_id=3956, 17.01.2003 (Zugriff am 25.09.2007).

Während Frankreich und vor allem Großbritannien die eigenen Interessen betonten und im Kalkül der USA eine Rolle spielten, war Deutschland nach Goslar für die USA kein ernst zu nehmender Partner mehr, von Freundschaft konnte längst keine Rede mehr sein, weil sich Deutschland neben Frankreich zur führenden amerikakritischen Macht in Europa stilisierte und weiter an außenpolitischem Handlungsspielraum verlor. Die rot-grüne Bundesregierung konnte, ja wollte sich politisch offensichtlich nicht mehr auf Augenhöhe mit den anderen europäischen Mächten geschweige mit den USA bringen, wenn Außenminister Fischer selbst die deutsche Rolle folgendermaßen einschränkte: "Frankreich spielt eine sehr bedeutende Rolle in der Weltpolitik. Es hat auch eine eigene Vision von seiner globalen Rolle. Es hat eine andere Geschichte als wir. Es ist ständiges Sicherheitsratsmitglied, es ist Atommacht. Zudem hat es gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich eine große Geschichte, während unser Land eine gebrochene Geschichte hat. (Wir) können unser Land mit Frankreich und Großbritannien nicht gleichsetzen."5

Wer eigene Handlungsunfähigkeit derart begründet, verkennt nicht nur die eigenen außenpolitischen Möglichkeiten, sondern hat bei der Fixierung auf den Nationalsozialismus andere Lektionen der Zeitgeschichte übersehen: [...]

Zugegeben, angesichts der neuen, ja unerwarteten neoimperialen außenpolitischen Gebärden der Regierung Bush war eine angemessene, d.h. den deutschen Interessen gemäße Reaktion aus Berlin außerordentlich schwierig, aber der Arroganz der Macht derart mit einer gewissen Arroganz der Ohnmacht zu antworten, verbesserte nicht Deutschlands Handlungsspielraum.


4. Vgl. Christian Hacke, Selbstgefällige Chefankläger, in: Financial Times Deutschland vom 27. 1. 2003.

5. Ebd.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Hier sind Ansätze zu selbständigen Formulierungen zu sehen. Inhaltlich kein Unterschied zur Quelle.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[7.] Ssh/Fragment 241 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:44:10 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 24-34
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Deutschland garantierte jahrzehntelang eine politische Balance zwischen Washington, Paris, London und Warschau, ein atlantisch verankertes Europa und bildete dabei auch ein Gegengewicht zu Frankreichs Vision von einem europäischen Europa in der Tradition von de Gaulle. Durch kraftvolle Integrationsentwürfe hielt Deutschland den Grundsatz hoch, sowohl enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten als auch zu Frankreich zu pflegen. Die sanfte Hegemonie der USA wurde jahrzehntelang von deutscher Seite als Stabilitätsfaktor begrüßt, denn Deutschland empfand Amerikas Vormacht nicht als belastend, sondern als entlastend. Aber jetzt erweckte die Bundesregierung den Anschein, dass sie die US-Politik durch Bildung von Gegenkoalitionen zu unterminieren suchte. Hier war der neue Wechsel der deutschen Außenpolitik. Dies interpretierte die deutsch-amerikanischen Beziehungen konfrontativ und gefährdete damit den Einfluss deutscher Außenpolitik. Deutschland hatte jahrzehntelang eine für politische Balance zwischen den Polen Washington - Paris - London ein atlantisch verankertes Europa garantiert und dabei auch ein Gegengewicht zu Frankreichs Vision von einem europäischen Europa in der Tradition de Gaulles gebildet. Durch kraftvolle Integrationsentwürfe hatte die Bundesrepublik von Adenauer bis Kohl den Grundsatz hochgehalten, dass sowohl enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten als auch zu Frankreich gepflegt werden, gerade in Krisen und bei Interessenverschiebungen. Die sanfte Hegemonie der USA wurde jahrzehntelang von deutscher Seite als Stabilitätsfaktor begrüßt, denn Deutschland empfand Amerikas Vormacht nicht als be-, sondern als entlastend. Aber jetzt erweckte die Bundesregierung den Anschein, als ob sie die Politik der USA durch Bildung von Gegenkoalitionen zu unterminieren suchte. Hier liegt der revolutionäre Wechsel der deutschen Außenpolitik begründet: Sie interpretierte die deutsch-amerikanischen Beziehungen konfrontativ und gefährdete damit den Einfluss deutscher Außenpolitik.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[8.] Ssh/Fragment 242 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:47:38 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 1-15
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Problematisch schien es auch, dass Berlin gleichzeitig in den antiamerikanischen Sog von Frankreich rückte. 40 Jahre nach Unterzeichnung des deutsch-französischen Elysée-Vertrages von 1963 wurde bei den Feierlichkeiten in Paris diesem Ereignis eine neue anti-amerikanische Spitze versetzt, als Chirac und Schröder ihre gemeinsame Kritik an der amerikanischen Irakpolitik äußerten [259]. Damit wurde die Vision eines Europas in Distanz zu den USA entwickelt.

Die deutsche Ostpolitik der neunziger Jahre stand im Zeichen des Bemühens um Intensivierung deutscher Beziehungen mit den von Moskau befreiten Nationen und mit dem neuen Russland. Es galt Gemeinsamkeiten zu suchen. Willy Brandts Ostpolitik machte nicht nur den Weg für mehr Zustimmung zur Wiederherstellung der deutschen Einheit frei, sondern war für die vom Kommunismus befreiten Nationen ein Zeichen für Hoffnung auf Hilfe und Kooperation. Mit der Nein-Stimme gegen die amerikanische Irakdiplomatie verpasste Deutschland viele Chancen in Mittel- und Osteuropa, weil Deutschland in diesem Fall keine couragierte Rolle mit Blick auf die Sicherheitsbedürfnisse der Mittel- und Osteuropäer einnehmen konnte.


259. Deutschland und Frankreich vereinbaren engere Zusammenarbeit, http://www.bundeskanzler.de/www.bundeskanzler.de-.7470.463209/40-Jahre-Elys-e-Vertrag.htm, 22. Januar 2003 (Zugriff am 25.09.2007).

Auch war es problematisch, dass Berlin gleichzeitig in den antiamerikanischen Sog Frankreichs rückte. 40 Jahre nach Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrags von 1963 wurde bei den Feierlichkeiten in Paris diesem Ereignis eine neue amerikakritische Spitze gegeben, als Chirac und Schröder gemeinsame Kritik an der Irakpolitik der USA zum Anlass nahmen, die Vision eines europäischen Europas in Distanz zu den USA zu entwickeln.

[...]

Der Bundesrepublik kam dabei eine besondere Bedeutung zu: Willy Brandts Ostpolitik im Zeichen von Entspannung hatte nicht nur den Weg für mehr Zustimmung zur Wiederherstellung der deutschen Einheit freigemacht, sondern war für die vom Kommunismus befreiten Völker ein Zeichen für Hoffnung auf Hilfe und Kooperation. Würde das vereinte Deutschland seine Beziehungen mit den von Moskau befreiten Völkern intensivieren oder mit dem neuen Russland Gemeinsamkeiten suchen? Die deutsche Ostpolitik der neunziger Jahre stand im Zeichen des Bemühens um beides. [...]

So hätte Deutschland gegenüber den drei baltischen Staaten aufgrund jahrhundertealter nachbarschaftlicher Beziehungen eine Schlüsselrolle einnehmen können, die jedoch verpasst wurde. Weil Deutschland keine couragierte Rolle mit Blick auf die Sicherheitsbedürfnisse der Mittel- und Osteuropäer einnahm, wurden im Zuge der Osterweiterung der NATO die USA zum Fixpunkt mittel- und osteuropäischer Sicherheitsinteressen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[9.] Ssh/Fragment 243 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:52:18 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 243, Zeilen: 1-34
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
6.8. Stellungnahmen der mittel- und osteuropäischen Staaten

Im Zuge der Irakkrise trafen einige wichtige Staaten Europas wie England, Spanien und Italien, auch viele Regierungen in Mittel- und Osteuropa, eine andere Entscheidung als Frankreich und Deutschland. Dies wird im Rückblick auf die mittel- und osteuropäische Entwicklung nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und nach dem Fall der Berliner Mauer erklärlich. Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems suchten diese Staaten die Nähe und Unterstützung des Westens. Deshalb wurden während der Osterweiterung der NATO die USA zum Eckpunkt mittel- und osteuropäischer Sicherheitsinteressen.

Die Mittel- und Osteuropäer verfolgten während der Irakkrise eine Gleichgewichtsdiplomatie. In der Sicherheitspolitik wurde die Nähe zur NATO, vor allem zu den USA, gesucht und für wirtschaftspolitische Beziehungen wurde die Annäherung zu den EU-Staaten und bzw. zu Deutschland gepflegt.

Mit Beginn der Neinstimme der Koalition der Unwilligen stieg die euroapolitische Skepsis in den Hauptstädten Mittel- und Osteuropas, weil Deutschland auf Westeuropa fixiert blieb und nur wenig Interesse nach Osten hin zeigte. Die US-Regierung verstärkte hingegen ihre Aktivitäten im Herzen Europas. Präsident Bush bekräftigte auf dem NATO-Gipfel in Prag im Herbst 2002 sogar sein Eintreten für die Interessen Mittel- und Osteuropas öffentlich. Eine neue Solidarität zwischen Mitteleuropäern und den USA zeigte sich auch im begeisterten Empfang für Bush in Vilnius im Anschluss an den NATO-Gipfel [260].

Vor diesem Hintergrund wird die Unterstützung vieler mittel- und osteuropäischer Staaten für die amerikanische Irakpolitik erklärbar. Ihre Solidaritätsbekundungen waren auch Beweis für Interessenpolitik. Man verstand schnell, dass Amerikas Eintreten für Mittel- und Osteuropa nur dann gesichert wird, wenn umgekehrt die mittel- und osteuropäischen Staaten die US-Interessen in der Irak-Frage nicht in Frage stellen, sondern sie öffentlich unterstützen. Konsequenterweise wurden die innereuropäischen Verbindungen, wie z.B. das Bündnis Polens mit Deutschland und Frankreich, von der neuen Interessenverknüpfung mit den USA überlagert. So ließ der polnische Ministerpräsident Leszek Miller keinen Zweifel daran, dass Polen im Falle einer Wahl zwischen Westeuropa oder amerikanischen Sicherheitsgarantien im Rahmen der NATO sich für letztere entscheidet [261]. Millers Unterzeichnung des "Briefs der Acht [262]" als Solidaritätsbekundung für die amerikanische Irakpolitik ohne vorherige Konsultation Paris-Berlins war eine klare Absage an die deutsch-französische Nein-Stimme. Ebenso erteilte Bulgariens Parlament am 7. Februar 2003 mit breiter Mehrheit auf Ersuchen der USA die Genehmigung zur Beteiligung des Landes an einer Militäroperation gegen den [Irak.]


260. Bush rallies new Nato partners, BBC News: http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/2506263.stm (Zugriff am 25.09.2007), und Bush welcomes Lithuania into Nato, BBC News: http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/europe/2505471.stm (Zugriff am 25.09.2007), 23.11.2002.

261. Polish PM rallies troops in Iraq, BBC News: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/3260427.stm, 11.11.2003 (Zugriff am 25.09.2007).

262- Leaders' statement on Iraq: Full text, BBC News: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/2708877.stm, 30.01.2003 (Zugriff am 25.09.2007).

III. Die Position der mittel- und osteuropäischen Staaten

Heute wird deutlich, dass im Zuge der Irakkrise wichtige Staaten Europas, auch viele Regierungen der neuen Demokratien in Mittel- und Osteuropa, nicht gewillt sind, dem französisch-deutschen Tandem zu folgen. Dies wird im Rückblick auf die mittel- und osteuropäische Entwicklung nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums und nach dem Fall der Mauer erklärlich. Innenpolitisch wurde das kommunistische Joch abgeschüttelt, außenpolitisch suchte man die Nähe und Unterstützung des Westens. [...]

[...] Weil Deutschland keine couragierte Rolle mit Blick auf die Sicherheitsbedürfnisse der Mittel- und Osteuropäer einnahm, wurden im Zuge der Osterweiterung der NATO die USA zum Fixpunkt mittel- und osteuropäischer Sicherheitsinteressen. [...] Die Mittel- und Osteuropäer verfolgen bislang eine geschickte Gleichgewichtsdiplomatie: In der Sicherheitspolitik wird die Nähe zur NATO, insbesondere zu den USA, gesucht, während wirtschaftspolitisch gute Beziehungen zu den EU-Staaten und besonders zu Deutschland gepflegt werden.

Doch mit Beginn der Regierung Schröder/Fischer stieg die europapolitische Skepsis in den Hauptstädten Mittel- und Osteuropas, weil Deutschland auf Westeuropa fixiert blieb und nur wenig Interesse nach Osten hin zeigte. Die USA hingegen verstärkten ihre Aktivitäten im Herzen Europas seit dem Amtsantritt von Präsident Bush. Kein Wunder, dass ihm die Sympathien zuflogen, als er auf dem NATO-Gipfel in Prag im Herbst 2002 sein Eintreten für die Interessen Mittel- und Osteuropas öffentlich bekräftigte. Eine andere "uneingeschränkte Solidarität" zwischen Mitteleuropäern und den USA zeigte sich auch im begeisterten Empfang für Bush in Vilnius im Anschluss an den NATO-Gipfel.

Vor diesem Hintergrund wird die Unterstützung vieler mittel- und osteuropäischer Staaten und Regierungen für die Irakpolitik des amerikanischen Präsidenten erklärbar. Ihre Solidaritätsbekundungen waren auch Beweis für kluge Interessenpolitik. Man verstand schnell, dass Amerikas Eintreten für Mittel- und Osteuropa nur dann gesichert wird, wenn umgekehrt die mittel- und osteuropäischen Regierungen die Interessen der USA im Irak nicht in Frage stellen, sondern sie öffentlich unterstützen. Konsequenterweise wurden die innereuropäischen Verbindungen wie z.B. das Bündnis Polens mit Deutschland und Frankreich im sog. "Weimarer Dreieck" von der neuen Interessenverknüpfung mit den USA überlagert. So ließ der polnische Ministerpräsident Leszek Miller keinen Zweifel daran, dass Polen im Falle einer Wahl zwischen Westeuropa oder amerikanischen Sicherheitsgarantien im Rahmen der NATO sich für Letztere entscheiden würde.

Millers Unterzeichnung des "Briefs der Acht" als Solidaritätsbekundung für die Irakpolitik der USA ohne vorherige Konsultation Berlins war eine klare Absage an den deutschen Weg, der als Bruch des transatlantischen Verhältnisses, ja als Einflussverlust deutscher Ostpolitik verstanden wird. [...] Ebenso wie Bulgarien, wo das Parlament am 7. Februar 2003 mit breiter Mehrheit - 165 Ja-Stimmen, keine Gegenstimmen und 48 Enthaltungen - auf Ersuchen der USA die Genehmigung zur Beteiligung des Landes an einer Militäroperation gegen den Irak erteilt hat, obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung einen Militärschlag gegen den Irak ablehnte,8 zeigten sich auch Ungarn, Rumänien, die Slowakei und Tschechien in der Irakfrage gespalten.


8. Vgl. Wulf Brocke/Borislaw Wankow, Bulgarien: Klares Votum für eine Militäroperation gegen Irak, in: Welt-Report, Sonderausgabe März 2003, S. 7 - 9.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Teils eigene Formuöierungsansätze, inhaltlich ganz nahe am Ausgangstext.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[10.] Ssh/Fragment 244 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 20:03:30 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 244, Zeilen: 1-10
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Genauso war auch das Verhalten in Ungarn, Rumänien, der Slowakei und Tschechien in der Irak-Frage [263]. Obwohl 71 Prozent der Rumänen einen Krieg an der Seite der USA gegen den Irak ablehnten, erklärte aber die rumänische Regierung ihre Bereitschaft, „jede, einschließlich militärische Unterstützung“ zu leisten [264].

Während rund 76 Prozent der tschechischen Bevölkerung einen Militärschlag gegen den Irak ohne UN-Mandat ablehnten und sich 62 Prozent der Befragten gegen eine Stationierung der US-Truppen auf tschechischem Territorium aussprachen, betonte der tschechische Staatspräsident Vaclav Havel als letzte Amtshandlung seine Verbundenheit mit den USA auch in der Irak-Frage. Im Unterschied zu Deutschland und Frankreich handelten die Staaten in Mittel- und Osteuropa in der Außenpolitik interessenorientiert.


263. Brocke, Wulf & Wankow, Borislaw, Bulgarien: Klares Votum für eine Militäroperation gegen Irak, Welt-Report, Sonderausgabe März 2003, S. 7 - 9.

264. Thorpe Nick, US eyes Romania for bases, BBC News: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/3048882.stm, 7 July, 2003 (Zugriff am 25.09.2007).

Ebenso wie Bulgarien, wo das Parlament am 7. Februar 2003 mit breiter Mehrheit - 165 Ja-Stimmen, keine Gegenstimmen und 48 Enthaltungen - auf Ersuchen der USA die Genehmigung zur Beteiligung des Landes an einer Militäroperation gegen den Irak erteilt hat, obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung einen Militärschlag gegen den Irak ablehnte,8 zeigten sich auch Ungarn, Rumänien, die Slowakei und Tschechien in der Irakfrage gespalten. Obwohl 71 Prozent der Rumänen einen Krieg an der Seite der USA gegen den Irak ablehnten, erklärte die rumänische Regierung ihre Bereitschaft, "jede, einschließlich militärische Unterstützung" zu leisten.9 Während rund 76 Prozent der tschechischen Bevölkerung einen Militärschlag gegen den Irak ohne UNO-Mandat ablehnten und sich 62 Prozent der Befragten gegen eine Stationierung amerikanischer Truppen auf tschechischem Territorium aussprachen, betonte der scheidende tschechische Staatspräsident Vaclav Havel als letzte Amtshandlung seine Verbundenheit mit den USA auch in der Irakfrage. Im Unterschied zu Deutschland zeigten die Regierungen in Mittel- und Osteuropa Mut zur Unpopularität, sie handelten in der Außenpolitik interessenorientiert.

8. Vgl. Wulf Brocke/Borislaw Wankow, Bulgarien: Klares Votum für eine Militäroperation gegen Irak, in: Welt-Report, Sonderausgabe März 2003, S. 7 - 9.

9. Anneli Ute Gabanyi, USA-Irak: Die Reaktion Rumäniens, in: A. Pradetto (Hrsg.) (Anm. 7), S. 86.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[11.] Ssh/Fragment 254 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 12:45:24 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 254, Zeilen: 1-11
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
▪ Angeführt von England, Polen wird in der einen Richtung ein atlantisches und zugleich sich kraftvoll nach Osten erweiterndes Europa angestrebt, wobei die regionale und globale Ordnungsfunktion der USA auf ausdrückliche Zustimmung stößt. Doch angesichts der Dynamik und der wachsenden US-Überlegenheit wird auch in diesem transatlantischen Verbund eine verstärkte Unipolarität sichtbar. Diese Vision einer atlantischen Zivilisation stützt sich auf die angelsächsische "Special Relationship" [375] und auf neue Partner wie Polen und andere. Deutschland und Frankreich spielen hier keine Rolle mehr, wenn sie an ihrem bisherigen Verhalten festhalten.

▪ Die zweite Perspektive entwickelt sich unter der Führung Frankreichs mit deutschrussischer Gefolgschaft, die vor allem in Washington, aber auch in Mittel- und Osteuropa sowie in Westeuropa auf Skepsis und Kritik stößt.


375. UK-US special relationship: Will history vindicate Bush and Blair?, BBC News: http://news.bbc.co.uk/1/hi/talking_point/3071569.stm, 24 July, 2003 (Zugriff am 05.10.2007).

Angeführt von Großbritannien, Spanien und Polen wird in der einen Richtung ein atlantisches und zugleich sich kraftvoll nach Osten erweiterndes Europa angestrebt, wobei die regionale und globale Ordnungsfunktion der USA auf ausdrückliche Zustimmung stößt. Doch angesichts der Dynamik und der wachsenden Überlegenheit der Regierung Bush wird auch in diesem transatlantischen Verbund eine verstärkte Unipolarität sichtbar. Diese Vision einer atlantischen Zivilisation stützt sich auf die angelsächsische "special relationship" und auf neue Partner wie Spanien, Italien, Polen und andere. Deutschland spielt hier derzeit keine Rolle mehr, allenfalls die des Störenfrieds.

Die zweite, "karolingische" Perspektive entwickelt sich unter der Führung Frankreichs mit deutsch-russischer Gefolgschaft, die vor allem in Washington, aber auch in Mittel- und Osteuropa wie auch in Westeuropa auf Skepsis und Kritik stößt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[12.] Ssh/Fragment 255 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 15:35:18 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 255, Zeilen: 1-5
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[Wie immer man diese Politik] bewertet, sie überrollt Europa, setzt neue Kräfte frei und lässt bisher bewährte Politik als anachronistisch erscheinen. Der Erweiterungsprozess der NATO und die Partnerschaftsbeziehungen mit Staaten im eurasischen Raum belegen einen gestärkten US-Gestaltungswillen. Amerika ist und bleibt eine europäische und mittlerweile eurasische Macht [254].

254. Hacke, Christian, Deutschland, Europa und der Irakkonflikt, http://www.bpb.de/publikationen/8GQDRK.html (Zugriff am 25.09.2007).25.09.2007).

Wie immer man diese Politik bewertet, sie überrollt Europa, setzt neue Kräfte frei und lässt bisher bewährte Politik als anachronistisch erscheinen. Gerade der Erweiterungsprozess der NATO und die Partnerschaftsbeziehungen mit Staaten im eurasischen Raum belegen einen gestärkten amerikanischen Gestaltungswillen. Amerika ist und bleibt eine europäische, ja mittlerweile eurasische Macht.
Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[13.] Ssh/Fragment 273 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 12:54:16 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
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Graf Isolan
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 14-20
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die deutsch-französische "Achse" bleibt für die europäische Einigung nur dann essentiell, wenn diese Kooperation mit Fähigkeit für die Interessen der anderen Mitgliedstaaten, insbesondere in Mittel- und Osteuropa und unter Anerkennung der transatlantischen Verbindungen funktioniert.

England und Polen sind für die USA zu zentralen Partnern eines transatlantischen Europas geworden. So entstehen mit Rückendeckung der USA vielfach neue Kraftzentren in Europa: „..... Polen ist in der Sicht der USA auf dem Weg zur Zentralmacht Europas.....[254]”.

Christian Hacke ist der Meinung, dass seit dem 11. September 2001, dem Afghanistan-Krieg und dem fortgesetzten Krieg gegen den Terrorismus und vor allem seit dem Sieg über Saddam Hussein das Macht- und Selbstbewusstsein der Bush-Administration weiter angestiegen sind. Ihre Bereitschaft, international und regional noch stärker einzugreifen, ist entsprechend gewachsen [254]. Karl Otto Hondrich ist sogar der Meinung, dass es ohne die Hegemonialmacht der USA keinen Weltfrieden gäbe: „Wer von der amerikanischen Hegemonie nichts wissen will, der kann die Hoffnung auf Weltfrieden begraben“ [283]”.


254. Hacke, Christian, Deutschland, Europa und der Irakkonflikt, http://www.bpb.de/publikationen/8GQDRK.html (Zugriff am 25.09.2007).25.09.2007).

283. Hondrich, Karl Otto, Auf dem Weg zu einer Weltgewaltordnung. Der Irak-Krieg als Exempel: Ohne eine Hegemonialmacht kann es keinen Weltfrieden geben, Neue Zürcher Zeitung, 22.03.2003.

Das deutsch-französische "Tandem" bleibt für die europäische Einigung nur dann essentiell, wenn diese Kooperation gänzlich anders als im Zeichen der Irakkrise funktioniert, nämlich mit Gespür für die Interessen der anderen Mitgliedstaaten, insbesondere in Mittel- und Osteuropa, und unter Anerkennung der transatlantischen Bindungen.

[...]

[...] Großbritannien, Spanien und Polen sind für die USA zu zentralen Partnern eines transatlantischen Europa geworden. So entstehen mit Rückendeckung der USA vielfach neue Kraftzentren in Europa. [...] Polen, nicht Deutschland, ist in der Sicht der USA auf dem Weg zur Zentralmacht Europas.

[...]

[...] Seit dem 11. September 2001, dem Afghanistan-Krieg und dem fortgesetzten Krieg gegen den Terrorismus und vor allem seit dem Sieg über Saddam Hussein sind Macht- und Selbstbewusstsein der Regierung Bush weiter angestiegen. Ihre Bereitschaft, international und regional noch stärker einzugreifen, ist entsprechend gewachsen. Auf diesem Hintergrund wäre Berlin gut beraten, folgende Erkenntnis zu berücksichtigen: Wer von der amerikanischen Hegemonie nichts wissen will, "der kann die Hoffnung auf Weltfrieden begraben"33.


33. Vgl. Karl Otto Hondrich, Auf dem Weg zu einer Weltgewaltordnung. Der Irak-Krieg als Exempel: Ohne eine Hegemonialmacht kann es keinen Weltfrieden geben, in: Neue Zürcher Zeitung vom 22./23. 3. 2003.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet. Das Hacke-Zitat ist erneut nicht korrekt, da der Wortlaut geändert wurde.

Da die zweite Hälfte immerhin in der Nähe ordnungsgemäßen Zitierens liegt, wird nur Z. 14-20 gezählt.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

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