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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Andreas Rieck
Titel    Der politische Kurswechsel in Pakistan
Zeitschrift    Aus Politik und Zeitgeschichte
Herausgeber    Bundeszentrale für politische Bildung
Datum    22. Mai 2002
Nummer    B 3-4
URL    http://www.bpb.de/apuz/27162/der-politische-kurswechsel-in-pakistan?p=all

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    6


Fragmente der Quelle:
[1.] Ssh/Fragment 134 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-30 10:50:54 Kybot
Fragment, KeineWertung, Rieck 2002, SMWFragment, Schutzlevel, Ssh, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 134, Zeilen: 12-15
Quelle: Rieck 2002
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: 2-5
Die wenige Tage nach den Terroranschlägen vom 11. September erklärte Bereitschaft des Generals Musharraf, den USA „volle Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus“ [504] zu gewähren, war eine Zäsur in der pakistanischen Außenpolitik, die auch große innenpolitische Konsequenzen hatte.

504. Address to Nation after 9/11, Islamabad, Pakistan, Website von Musharraf: http://www.presidentofpakistan.gov.pk/ FilesSpeeches%5CAddresses%5C10312004112025AMHighlights of General Pervez Musharraf.pdf, 19 Sep, 2001 (Zugriff am 12.12.2007).

Nach den Terroranschlägen vom 11. September erklärte Pakistan seine Bereitschaft, den USA "volle Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus" zu gewähren. Dieser Schritt bedeutete eine Zäsur in der pakistanischen Außenpolitik.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan)

[2.] Ssh/Fragment 142 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-30 11:11:50 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Rieck 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 19-23
Quelle: Rieck 2002
Seite(n): 36, Zeilen: re.Sp. 26-33
Nach der Kargil Krise und angesichts einer drohenden Eskalation des Grenzkriegs zitierte Clinton im Juli 1999 Nawaz Sharif nach Washington, wo ihm eine Erklärung abgenötigt wurde, dass Pakistan auf einen Abzug der Kaschmirhirschen (sic!) Mujaheddin, der regulären pakistanischen Gebirgstruppen, aus den strategischen Stellungen hinwirken werde [486].

486. Foreign Visits of General Musharraf, New York, United States, http://www.presidentofpakistan.gov.pk /SpeechFVList.aspx, 10 Nov. 2001 (Zugriff am 12.12.2007).

Angesichts einer drohenden Eskalation des Grenzkriegs zitierte Clinton Anfang Juli 1999 Nawaz Sharif nach Washington, wo ihm eine Erklärung abgenötigt wurde, dass Pakistan auf einen Abzug der "kaschmirischen Mujahidin" (tatsächlich handelte es sich um reguläre pakistanische Gebirgstruppen) aus den strategischen Stellungen hinwirken werde.31

31. Vgl. The Great Kargil Debacle, in: Newsline (Karachi), Juli 1999, S. 20-40.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Fußnote 486 gibt Rätsel auf. Wie soll eine Sammlung von Reden, die Pervez Musharraf bei ausländischen Staatsbesuchen gehalten hat, belegen, dass Premierminister Nawaz Sharif, der Ende 1999 durch Musharraf entmacht wurde, im Juli 1999 eine bestimmte Erklärung in Washington abgegeben hat? Was bedeutet das Datum 10. Nov. 2001? Der angegebene URL wird bei web.archive.org seit 2005 geführt.

Sichter
(Graf Isolan), PlagProf:-)

[3.] Ssh/Fragment 144 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-29 17:11:11 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Rieck 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 2-34 (komplett)
Quelle: Rieck 2002
Seite(n): 32, Zeilen: li.Sp. 1-50 - re.Sp. 1-18
Abgesehen von Afghanistan und dem Irak ist bisher kein islamisches Land von den Folgen der Terroranschläge des 11. September so stark betroffen wie die islamische Republik Pakistan. Während das Taliban-Regime in Afghanistan den Preis für seine Unterstützung des extremistischen Netzwerks von Bin Laden bezahlte, schwenkte die pakistanische Führung rechtzeitig auf einen völlig geänderten Kurs zur Unterstützung der Kampagne gegen den internationalen Terrorismus ein. General Pervez Musharraf, der "Chief Executive" und Präsident Pakistans, ging dafür ein hohes politisches und persönliches Risiko ein. Er zog sich nicht nur den Zorn der zahlenstarken und größtenteils gewaltbereiten islamistischen Szene seines Landes zu, die sich schon seit Jahren immer stärker mit den Taliban und Bin Laden solidarisierte, sondern er stellte sich auch gegen den Strom eines auch unter den gemäßigten Pakistanern und den großen säkularen Parteien verbreiteten Antiamerikanismus. Zwar wurde sein Kurswechsel von den USA und ihren Verbündeten mit diplomatischer Aufwertung Pakistans und Zusagen für großzügige, neue Kredite und sonstige finanzielle Hilfen honoriert [490], aber der amerikanische Bombenkrieg in Afghanistan wurde zu einer schweren innenpolitischen Belastung für Pakistan. Mit dem Zusammenbruch des Taliban-Regimes und dem Vormarsch der Nordallianz musste Pakistan zudem einen, zumindest vorübergehenden, erheblichen Verlust an Einfluss und Prestige in seinem Nachbarland hinnehmen und ist als Bündnispartner des Westens scheinbar weniger wichtig geworden.

Für eine nachhaltige Befriedung Afghanistans blieb Pakistans Kooperationsbereitschaft dennoch unerlässlich. Menschen, Waffen und Waren aller Art passieren seit den achtziger Jahren fast ungehindert die 2200 Kilometer lange gemeinsame Grenze, woran sich in absehbarer Zeit wenig ändern wird. Es gibt mehr Paschtunen in Pakistan als in Afghanistan, und zwischen ihnen besteht ein enges Netzwerk verwandtschaftlicher Beziehungen, kommerzieller Verbindungen (sowohl Schmuggel als auch legaler Handel) und politisch-religiöser Solidarität. Auch nach dem Scheitern des Taliban-Projekts wird Pakistan sein Gewicht im Sinne paschtunischer Interessen in Afghanistan nicht verlieren [485]. Im Übrigen gewann Pakistan durch eine Befriedung Afghanistans und das in Aussicht gestellte internationale Engagement für den Wiederaufbau sehr viel dazu: In Abwesenheit des unter Embargo stehenden Iran, blieb und bleibt es unverzichtbares Transitland für die meisten Hilfs- und Investitionsgüter, und diese Rolle wäre noch bedeutsamer, wenn die Verkehrswege nach Zentralasien über Afghanistan geöffnet und ausgebaut würden. Die Flüchtlinge in pakistanischen Lagern könnten größtenteils zurückkehren, und mit wachsender Kaufkraft könnte Afghanistan ein wichtiger Absatzmarkt für pakistanische Waren werden.


485. Rieck, Andreas, Der politische Kurswechsel in Pakistan, Bundeszentrale für politische Bildung http://www.bpb.de/publikationen/8P6M3R.html (Zugriff am 12.12.2007).

490. Hubel, Helmut & Kaim, Markus, Die militärische und politische Präsenz der USA im Vorderen Orient, Deutsches Orient-Institut: Sonderforschungsprogramm 2002-2005: http://www.menavision2010.org/dokumente/tp3-studie-vier.pdf (Zugriff am 12.12.2007).

Abgesehen von Afghanistan ist bisher kein islamisches Land von den Folgen der Terroranschläge des 11. September so stark betroffen wie Pakistan. Während jedoch das afghanische Talibanregime nach Jahren hinhaltender Ausflüchte den vollen Preis für seine Unterstützung des extremistischen Netzwerks von Bin Laden bezahlt hat, schwenkte die pakistanische Führung rechtzeitig auf einen Kurs "voller Unterstützung der Kampagne gegen den internationalen Terrorismus" ein. General Pervez Musharraf, seit Oktober 1999 Militärmachthaber ("Chief Executive") und seit Juni 2001 selbst ernannter Präsident Pakistans, ist dafür ein hohes politisches und persönliches Risiko eingegangen. Er hat sich nicht nur den Zorn der zahlenstarken und größtenteils gewaltbereiten islamistischen Szene seines Landes zugezogen, die sich schon seit Jahren immer stärker mit den Taliban und Bin Laden solidarisiert hatte, sondern er hat sich auch gegen den Strom eines auch unter den gemäßigten Pakistanern und den großen säkularistischen Parteien verbreiteten Antiamerikanismus gestellt. Zwar wurde sein Kurswechsel von den USA und ihren Verbündeten mit diplomatischer Aufwertung Pakistans und Zusagen für großzügige neue Kredite und sonstige finanzielle Hilfen honoriert, aber der amerikanische Bombenkrieg in Afghanistan wurde zu einer schweren innenpolitischen Belastung. Mit dem Zusammenbruch des Taliban-Regimes und dem Vormarsch der Nordallianz hat Pakistan zudem einen - zumindest vorübergehenden - erheblichen Verlust an Einfluss und Prestige in seinem Nachbarland hinnehmen müssen und ist als Bündnispartner des Westens scheinbar weniger wichtig geworden.

Für eine nachhaltige Befriedung Afghanistans wird Pakistans Kooperationsbereitschaft dennoch unerlässlich bleiben. Menschen, Waffen und Waren aller Art passieren seit den achtziger Jahren fast ungehindert die 2200 Kilometer lange gemeinsame Grenze, woran sich in absehbarer Zeit wenig ändern wird. Es gibt mehr paschtunische Staatsbürger in Pakistan (15-20 Millionen, ohne afghanische Flüchtlinge) als in Afghanistan (geschätzte 10-12 Millionen), und zwischen ihnen besteht ein enges Netzwerk verwandtschaftlicher Beziehungen, kommerzieller Verbindungen (sowohl Schmuggel als auch legaler Handel) und politisch-religiöser Solidarität. Auch nach dem Scheitern des Taliban-Projekts wird Pakistan sein Gewicht im Sinne paschtunischer Interessen in Afghanistan in die Waagschale werfen können.

Im Übrigen hat Pakistan durch eine Befriedung Afghanistans und das in Aussicht gestellte internationale Engagement für den Wiederaufbau sehr viel zu gewinnen: Es bleibt unverzichtbares Transitland für die meisten Hilfs- und Investitionsgüter, und diese Rolle würde noch bedeutender, wenn die Verkehrswege nach Zentralasien über Afghanistan geöffnet und ausgebaut würden. Auch für eine seit 1995 geplante Gas-Pipeline von Turkmenistan nach Pakistan könnten die Arbeiten aufgenommen werden. Die Flüchtlinge in pakistanischen Lagern, deren Zahl in den letzten Monaten wieder auf über zwei Millionen angewachsenen war, könnten größtenteils zurückkehren, und mit wachsender Kaufkraft könnte Afghanistan ein wichtiger Absatzmarkt für pakistanische Waren werden.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Ssh/Fragment 145 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-26 23:40:46 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Rieck 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 1-6
Quelle: Rieck 2002
Seite(n): 32, Zeilen: re.Sp. 19-28
Eine Konsolidierung des neuen Kurses von Musharraf, der eine sieben Jahre alte, verfehlte Afghanistanpolitik aufgab, dürfte darüber hinaus auch erhebliche positive Folgen für die pakistanische Innen- und Kaschmirpolitik haben. Unter dem Druck indischer Kriegsdrohungen begann Musharraf Ende 2001, die Macht und die Freiräume der islamistischen Parteien einzuschränken, die in den letzten zwei Jahrzehnten fast zu einem Staat im Staate geworden waren und wahrscheinlich fast noch sind. Eine Konsolidierung des neuen Kurses von Musharraf, der eine sieben Jahre alte verfehlte Afghanistanpolitik aufgegeben hat, dürfte darüber hinaus auch erhebliche positive Folgen für die pakistanische Innen- und Kaschmirpolitik haben. Unter dem Druck indischer Kriegsdrohungen hat Musharraf Ende 2001 begonnen, die Macht und die Freiräume der islamistischen Parteien einzuschränken, die in den letzten zwei Jahrzehnten fast zu einem Staat im Staate geworden sind.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[5.] Ssh/Fragment 153 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-30 11:09:11 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Rieck 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 4-24
Quelle: Rieck 2002
Seite(n): 38-39, Zeilen: -
Unmittelbar nach den Anschlägen von New York machte die US-Regierung der pakistanischen Regierung unmissverständlich klar, dass in Sachen Bin Laden und Afghanistan fortan andere Spielregeln gelten würden [509]. Die seit Jahren vorgebrachte Ausflucht, Afghanistan sei ein souveränes Land und Pakistan habe nur begrenzten Einfluss auf das Taliban-Regime, wurden nicht länger hingenommen. Vielmehr musste Pakistan sich schnell entscheiden, ob es in dem angekündigten weltweiten Kampf gegen den Terrorismus auf der Seite der USA stehen wollte oder auf der Gegenseite [485].

Konkret verlangten die USA Zustimmung zur Nutzung des pakistanischen Luftraums, logistische Hilfe und Geheimdienstinformationen über das Netzwerk Bin Ladens in Afghanistan. Die USA benötigten eine Basis in Pakistan für ihren Angriff. Auf der anderen Seite waren die Vorwürfe gegen Pakistan als Hauptunterstützer und Helfer der Taliban sehr stark. Deshalb versicherte Musharraf am 13. September 2001 der US-Botschafterin Chamberlain volle Unterstützung, die bei einer Sitzung seines Kabinetts und des Nationalen Sicherheitsrats am 15. September bekräftigt wurde [485].

Mit der Entsendung einer vom ISI-Chef General Ahmad geführten Delegation nach Kandahār wurde am 17. und 18. September 2001 noch ein letzter Versuch unternommen, das Taliban-Regime zum Einlenken zu bewegen und so vor einem US-Angriff zu bewahren, aber nach dessen Scheitern war es für Musharraf das endgültige Aus [510]. In einer Fernsehansprache rechtfertigte er am 19. September 2001 seine Entscheidung, die Taliban ihrem Schicksal zu überlassen, mit einer drohenden Katastrophe für Pakistan, dessen nationale Interessen Vorrang vor allen anderen Erwägungen haben müssten: [...]


485. Rieck, Andreas, Der politische Kurswechsel in Pakistan, Bundeszentrale für politische Bildung http://www.bpb.de/ publikationen/8P6M3R.html (Zugriff am 12.12.2007).

509. Indien und Pakistan nach dem 11. September 2001, Österreichisches Bundesministerium für Landesverteidigung: http://www.bmlv.gv.at/wissen-forschung/ publikationen/beitrag.php?id=507 (Zugriff am 12.12.2007).

510. Afghan Captors refuse to release Pakistan's Levies Men, Pakistan Times: http://pakistantimes.net/ 2004/07/16/national1.htm (Zugriff am 12.12.2007).

IV. Der 11. September als Chance für Musharraf

Unmittelbar nach den Anschlägen von New York und Washington machte die amerikanische der pakistanischen Regierung unmissverständlich klar, dass in Sachen Bin Laden und Afghanistan fortan "andere Spielregeln gelten" würden. Die seit Jahren vorgebrachten Ausflüchte, Afghanistan sei ein souveränes Land und Pakistan habe nur begrenzten Einfluss auf das Talibanregime, würden nicht länger hingenommen. Vielmehr müsse Pakistan sich schnell entscheiden, ob es in dem angekündigten weltweiten Kampf gegen den Terrorismus auf der Seite der USA stehen wolle oder auf der Gegenseite. Konkret verlangten die USA Zustimmung zur Nutzung des pakistanischen Luftraums, logistische Hilfe und Geheimdienstinformationen über das Netzwerk Bin Ladens in Afghanistan.

Musharraf fand auf diese Herausforderung überraschend schnell eine Antwort. Schon am 13. September versicherte er der US-Botschafterin Chamberlain "volle Unterstützung", die bei einer Sitzung seines Kabinetts und des Nationalen Sicherheitsrats am 15. September bekräftigt wurde. Mit der Entsendung einer vom ISI-Chef General Mahmud Ahmad geführten Delegation nach Qandahar (17.-18. September) wurde noch ein letzter Versuch unternommen, das Talibanregime zum Einlenken zu bewegen und so vor einem amerikanischen Angriff zu bewahren, aber nach dessen Scheitern waren für Musharraf die Würfel gefallen. In einer Fernsehansprache vom 19. September rechtfertigte er seine Entscheidung, die Taliban ihrem Schicksal zu überlassen, mit einer "drohenden Katastrophe für Pakistan", dessen nationale Interessen Vorrang vor allen anderen Erwägungen haben müssten.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet

Die Fußnote 509 verweist auf einen 18-zeiligen Abstract eines Artikels von Dietmar Rothermund, der im Juliheft des Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2002 veröffentlicht sein soll. Das zitierte Abstract taugt nicht als Beleg. Rothermund ist zudem ein deutscher Wissenschaftler, das österreichischen Verteidigungsministerium nicht Autor des Artikels.

Ssh bringt im unmittelbaren Anschluss einen Ausschnitt aus der Fernsehansprache Musharrafs als Zitat.

Sichter
(Graf Isolan), PlagProf:-)

[6.] Ssh/Fragment 154 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-26 23:42:06 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Rieck 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 10-17
Quelle: Rieck 2002
Seite(n): 39, Zeilen: li.Sp. 38-49; re.Sp. 6-9
Die Entscheidung Musharrafs war vor allem ein Zeichen realistischer Einschätzung der Chancen und Risiken. Er erklärte später, die Anerkennung des Taliban-Regimes seit 1997 sei im Interesse der nationalen Sicherheit Pakistans und dass er die Paschtunen auf seiner Seite haben müsse [512].

Seit dem 11. September 2001 und der Weigerung der Taliban, die Forderungen der USA zu erfüllen, war ihm klar, dass deren Regime nicht mehr zu retten war, und er sprach dies auch frühzeitig offen aus [513]. Gleichzeitig begannen pakistanische Stellen mit Hilfestellung für eine sich heranbildende Paschtunische Alternative zu den Taliban in Afghanistan.


512. Qazi, Faez Isa, Institutionalizing corruption?, Dawn: http://www.dawn.com/2002/04/26/op.htm, 26. Mai 2000 (Zugriff am 12.12.2007).

513. Mystery over 'Musharraf interview', BBC news: http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/1600530.stm, 15 October, 2001 (Zugriff am 12.12.2007).

Die Entscheidung Musharrafs war vor allem ein Zeichen von großem persönlichen Mut, aber auch von einer realistischen Einschätzung der Chancen und Risiken. Noch im Mai 2000 hatte er erklärt, die Anerkennung des Talibanregimes (seit 1997) sei im Interesse der nationalen Sicherheit Pakistans, das "die Paschtunen auf seiner Seite haben müsse"45. Seit dem 11. September und der Weigerung der Taliban, die Forderungen der USA zu erfüllen, war ihm klar, dass deren Regime nicht mehr zu retten sei, und er sprach dies auch frühzeitig offen aus46. [...] Gleichzeitig begannen pakistanische Stellen mit Hilfestellung für eine sich heranbildende paschtunische Alternative zu den Taliban.

45. Dawn vom 26. Mai 2000.

46. Nämlich in einem BBC-Interview am 1. Oktober, noch eine Woche vor Beginn der amerikanischen Angriffe; vgl. Dawn vom 2. Oktober 2001.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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