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Quelle:Tj/Meier 1994

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Rolf Meier
Titel    Dialog zwischen Jurisprudenz und Literatur: Richterliche Unabhängigkeit und Rechtsabbildung in E.T.A. Hoffmanns »Das Fräulein von Scuderi«
Verlag    Nomos
Jahr    1994
Nummer    151
Reihe    Universitätsschriften Recht
Anmerkung    Dissertation, Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Tag der mündlichen Prüfung: 7 Juni 1993
ISBN    3-7890-3428-2

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Tj/Fragment 032 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-02-18 14:19:26 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Meier 1994, SMWFragment, Schutzlevel, Tj, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1-19
Quelle: Meier 1994
Seite(n): 15-16, Zeilen: S.15,2.12-18.19-26 - S.16,1-5
bb. Hoffmanns juristische Laufbahn

Nach dem Besuch der reformierten Burgschule in Königsberg begann Hoffmann im Jahre 1792 das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Königsberg. Wie sich aus verschiedenen Zeugnissen ergibt, hörte Hoffmann während seines Studiums Vorlesungen über die Institutionen, Pandekten, über das Kriminalrecht, Wechselrecht, Lehnrecht und das Allgemeine Preußische Landrecht. Die Vorlesungen Immanuel Kants hörte Hoffmann nicht.71 Aber sein Professor Daniel Christoph Reidenitz galt als überzeugter Kantianer, der Gewaltenteilung, vernünftige Gesetzgebung mit Gleichheit vor dem Gesetz, Freiheit und Selbständigkeit für die Bürger befürwortete und in strafrechtlicher Hinsicht der Generalprävention als strafrechtlichem Prinzip anhing. Hoffmann schloss sein Studium mit dem ersten juristischen Staatsexamen 1795 ab.72

Nach der Ernennung zum Auskulator und gut einjähriger Tätigkeit bei der Ostpreußischen Regierung, wurde Hoffmann im Mai 1796 zur Oberamtsregierung in Golgau versetzt, wo er 1798 auch sein zweites Staatsexamen ablegte und zum Referendar ernannt wurde. Als solcher wechselte Hoffmann im gleichen Jahr zum Kammergericht nach Berlin. Nach erfolgreichem dritten Examen wurde Hoffmann 1800 zum Assessor in Posen ernannt, wo aber 1802 seine Ernennung zum Regierungsrat am Obergericht annulliert wurde [...]


71 Unter anderem, wie er selbst eingestand, weil er sie nicht verstand (vgl. Hitzig, E.T.A. Hoffmanns Leben und Nachlaß, S. 29).

72 Vgl. Meier, S. 15

[Seite 15]

Der Autor und Jurist E.T.A. Hoffmann

a Lebenslauf und juristische Laufbahn

[...] Ab 1782 besuchte Hoffmann die reformierte Burgschule in Königsberg, 1792 nahm er das Studium der Rechtswissenschaft an der Königsberger Universität auf, das er 1795 mit dem ersten juristischen Examen abschloß. Während seines Studiums hörte er Vorlesungen über die Institutionen, Pandekten, über das Kriminalrecht, Wechselrecht, Lehnrecht und das Allgemeine Preußische Landrecht, wie sich aus Zeugnissen eines seiner Professoren, Daniel Christoph Reidenitz, [...] und des Dekans der juristischen Fakultät, Theodor Schmalz, ergibt.46 Die Vorlesungen Immanuel Kants hörte Hoffmann nicht, u.a. weil er sie, wie er zugab, nicht verstand47, jedoch war Reidenitz überzeugter Kantianer, der Gewaltenteilung, vernünftige Gesetzgebung mit Gleichheit vor dem Gesetz, Freiheit und Selbständigkeit für die Bürger befürwortete und in strafrechtlicher Hinsicht der Generalprävention als strafrechtlichem Prinzip anhing.48

Nach dem Examen erfolgte die Ernennung zum Auskulator bei der Ostpreußischen Regierung und im Mai 1796 die Versetzung an die Oberamtsregierung in

[Seite 16]

Golgau, wo er 1798 sein zweites juristisches Examen ablegte und zum Referendar ernannt wurde.49 Als solcher wurde er im selben Jahr zum Kammergericht nach Berlin versetzt. Dort machte er 1800 sein drittes Examen und wurde zum Assessor in Posen ernannt. Es folgte die Ernennung zum Regierungsrat bei der Neu-Ostpreußischen Regierung in Plock 1802.


[Seite 15]

47 Hitzig, E.T.A. Hoffmanns Leben und Nachlaß, S. 29.

48 Mangold, Gerechtigkeit durch Poesie, S. 52.

[Seite 16]

Anmerkungen

Trotz weitgehend wörtlicher Übereinstimmung und inhaltlicher Identität erfolgt ein Hinweis auf die Quelle lediglich in einer "dürren" Fußnote. Eine Kenntlichmachung der Übernahme unterbleibt.

Sichter
(Graf Isolan)

[2.] Tj/Fragment 033 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-02-18 14:20:17 Graf Isolan
Fragment, Meier 1994, SMWFragment, Schutzlevel, Tj, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 13-29
Quelle: Meier 1994
Seite(n): 98, 101, Zeilen: S.98,1 und S.101,3-17, 21-25, 26-27,29
cc. Hoffmanns richterliche Arbeitsweise

Hoffmanns Tätigkeit als Richter wurde allseits positiv bewertet.79 Er galt als gründlich, präzise und würdevoll. Seine von außerordentlichem Scharfsinn geprägte Verhandlungsführung war vom Geist der Gesetze durchdrungen. Trotzdem ließ Hoffmann Teilnahme und Behutsamkeit nie vermissen.80

Hoffmann wurde so dem Geiste der Preußischen Criminalordnung (CrimO) gerecht, die von den Richtern bei der Vernehmung der Angeschuldigten größte Behutsamkeit und Sorgfalt (§265), Schonung und Gleichmut (§270) und die Trennung der erheblichen von den unerheblichen Umständen sowie die strikte Beachtung der in Frage stehenden Strafnorm (§274) verlangte. Obwohl Hoffmann sich bei seiner richterlichen Arbeitsweise von den Vorgaben der CrimO leiten ließ, ist sein Vorgehen durchaus als eine Ausnahme anzusehen. Die übermächtige Stellung des Inquirenten in der CrimO, die sich in der allumfassenden Verantwortung des Untersuchungsrichters widerspiegelt, führte nämlich dazu, dass immer mehr die Überführung durch Geständniserlangung statt die Erforschung der materiellen Wahrheit zum Ziel des Verfahrens wurde. In Folge dessen wurde der Angeschuldigte oft zum bloßen Objekt der Strafverfolgung.81


79 Vgl. unter anderem die Ausführungen von Helmina Chezy über Hoffmanns Verhandlungsfuhrung während des gegen sie laufenden Prozesses wegen Beleidigung (abgedruckt in Schnapp, Juristische Arbeiten, S. 28ff.) und die Jahresberichte des Vizepräsidenten des Kammergerichts von Trützschler aus den Jahren 1816-1820 (abgedruckt in Schnapp, Juristische Arbeiten, S. 27ff.).

80 Vgl. Trützschler Jahresbericht 1816, in: Schnapp, Juristische Arbeiten, S. 30.

81 Vgl. dazu Schmidt, S. 272f.

[Seite 98]

1. Hoffmanns Untersuchungstätigkeit und Verhandlungsführung - seine richterliche Arbeitsweise

[Seite 101]

Faßt man diese Aussagen zusammen, ergibt sich das Bild eines Richters, der seine Verhandlungen und Untersuchungen gründlich, präzise und mit Würde durchführt, dabei mit außerordentlichem Scharfsinn vorgeht und vom Geist der Gesetze durchdrungen ist. Durch seine Vernehmungs- und Fragetechnik gelingt es ihm, den zu Verhörenden klare und wahre Antworten zu den wesentlichen Fragen zu entlocken, wobei ihm seine Teilnahme und Behutsamkeit helfen.21

Hoffmann erfüllt nach diesen Aussagen die Forderungen, die die preußische CrimO ihren Wortlaut nach an einen Richter stellt, nämlich bei der Vernehmung des Angeschuldigten mit größter Behutsamkeit und Sorgfalt vorzugehen (§265 CrimO), ihn ernsthaft und mit Schonung und Gleichmut zu behandeln und ggfs. aufzumuntern (§270) und bei der Untersuchung die erheblichen von den unerheblichen Umständen zu trennen sowie die in Betracht kommende Strafnorm und ihre tatbestandliche Ausprägung strikt zu beachten (§274). Diese, dem Schutz und den Interessen des Angeklagten im Verfahren dienenden Normen nahm Hoffmann demnach ernst und wurde so dem Geist der CrimO, [...], gerecht

Damit war er durchaus als eine Ausnahme, denn wegen der übermächtigen Stellung des Inquirenten in der CrimO wurde immer mehr die Überführung des Angeschuldigten durch Geständniserlangung statt der Erforschung der materiellen Wahrheit zum Ziel des Verfahrens, [...] Dies hatte seine Ursache in einer allumfassenden Verantwortung des Untersuchungsrichters, ohne daß dieser formalen Bindungen oder einem Zwang, sich mit Anträgen des Angeschuldigten auseinanderzusetzen unterlag, so daß der Angeschuldigte bloßes Objekt der Untersuchung war.25


25 Eb. Schmidt, Geschichte der Strafrechtspflege, S. 272f.

Anmerkungen

Gekürzt und zum Teil paraphrasierend, aber der Linie der Vorlage inhaltlich vollständig und in vielen Formulierungen folgend. Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Der in Fußnote 79 gegebene Hinweis auf die "Ausführungen von Helmina Chezy" findet seine inhaltliche Entsprechung auf den Seiten 98f. von Meier (1993), auf denen der Fall ausführlich mit entsprechenden Zitaten und Quellenangaben wiedergegeben wird.

Sichter
(Graf Isolan)

[3.] Tj/Fragment 043 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-02-18 14:19:41 Graf Isolan
Fragment, Meier 1994, SMWFragment, Schutzlevel, Tj, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 30-33, 35-40
Quelle: Meier 1994
Seite(n): 24, Zeilen: 3-14
Die Scuderi nimmt sich der Tochter Cardillacs Madeion an. Madeion beteuert Oliviers Unschuld und überzeugt auch das Fräulein, die danach versucht Olivier freizubekommen, indem sie eigene Untersuchungen anstellt und schließlich bei la Regnie interveniert. [...] Als die Scuderi letztendlich auf ihre Bitte hin Olivier in der Conciergerie gegenübertritt und in ihm denjenigen erkennt, der ihr das Kästchen überbrachte und sie später aufforderte, den Schmuck an Cardillac zurückzugeben, bleiben keine Zweifel mehr.

La Regnie tritt kurz darauf an die Scuderi mit der Bitte heran, Olivier erneut zu treffen, da dieser nur ihr ein volles Geständnis ablegen will.

Das Fräulein von Scuderi war - mehr oder weniger zufällig bei der Verhaftung Oliviers anwesend und nahm sich Madeions an, die sie mit zu sich nach Hause nahm. Madeion beteuert Oliviers Unschuld und uberzeugt auch das Fräulein, die daraufhin versucht, Olivier freizubekommen, indem sie eigene Untersuchungen anstellt und schließlich bei la Regnie interveniert. Dieser empfängt sie wegen ihres hohen Ranges, legt ihr dar, warum er ihre Bitte um Freilassung ablehnt, gewährt ihr aber einen Besuch bei dem Verhafteten. Dabei erkennt sie in Olivier denjenigen, der ihr Schmuck im Namen der Räuber überbrachte und sie später aufforderte, den Schmuck an Cardillac zuruckzugeben. Sie hält ihn daraufhin ebenfalls für den Täter, es bleiben aber Zweifel.

La Regnie tritt kurz darauf an sie mit der Bitte heran, Olivier erneut zu treffen, da dieser nur ihr ein volles Geständnis ablegen will, [...]

Anmerkungen

Trotz kleiner inhaltlicher Unterschiede weitgehend im Wortlaut identisch, ohne dass dies gekennzeichnet worden wäre.

Sichter
(Graf Isolan)

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