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Quelle:Tmu/Münz et al 1999

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Rainer Münz / Wolfgang Seifert / Ralf Ulrich (Hrsg.)
Titel    Zuwanderung nach Deutschland: Strukturen, Wirkungen, Perspektiven
Ort    Frankfurt
Verlag    Campus Verlag
Ausgabe    2. Auflage
Jahr    1999
ISBN    3-593-36374-7
URL    http://books.google.de/books?id=gPT7i4y6hBUC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Tmu/Fragment 027 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-02 21:55:29 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Münz et al 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tmu

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1-19
Quelle: Münz et al 1999
Seite(n): 42-43, Zeilen: 42: 11-26, 43: 1, 101-106
[Die Hälfte von ihnen waren österreichische Staatsbürger](vor allem aus Böhmen, Mähren und Galizien), 11% Niederländer und 11% Bürger des zaristischen Russland (vor allem aus dem russischen Teil Polens und dem Baltikum). Auch in der Zwischenkriegszeit gab es Zuwanderung aus den Nachbarstaaten. Von einem Million der Ausländer des Jahres 1925 stammten 27% aus Polen, 23 % aus Tschechoslowakei und 14% aus Österreich.16

1.1.1. „Ausländereinsatz“ in die nationalsozialistische Kriegswirtschaft

Seit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mündete die Ausländerbeschäftigung in die millionenfache Sklaverei von deportierten Arbeitern. Während des Krieges konnte die deutsche Kriegswirtschaft zu einem erheblichen Teil nur durch den Einsatz ausländischer Fremd- und Zwangsarbeiter aufrechterhalten werden. Die Zahl der damals überwiegend zwangsweise beschäftigten Ausländer in Deutschland stieg bis zum Ende des Krieges auf knapp 8 Millionen. Hinzu kamen Kriegsgefangene und überlebende KZ-Häftlinge. Die meisten von ihnen kehrten nach dem Ende des Krieges in ihre Heimatländer zurück oder wurden gegen ihren Willen dorthin zurückgeschickt. Viele zwangsrekrutierte Arbeitskräfte, Kriegsgefangene und KZHäftlinge aus der Sowjetunion, die die westlichen Alliierten gegen ihren Willen abschoben, wurden nach ihrer Rückkehr in der UdSSR in Arbeitslagern inhaftiert, manche sogar hingerichtet. Die Zwangsrückführungen in die Sowjetunion wurden erst Ende 1946 mit dem Anfang des Kalten Krieges abgebrochen.


16 Zahlen nach Münz, Rainer; Seifert, Wolfgang; Ulrich, Ralf (Hrsg.), Zuwanderung nach Deutschland: Strukturen, Wirkungen, Perspektiven, Frankfurt, 2. erw. Auflage, 1999;

Von ihnen waren 50% österreichische Staatsbürger (v.a. aus Böhmen, Mähren und Galizien), 11% Niederländer und 11% Bürger des zaristischen Rußland (v.a. aus dem russischen Teil Polens und dem Baltikum). Somit stammte damals die große Mehrzahl aus dem nahen Ausland. Auch in der Zwischenkriegszeit gab es Zuwanderung vor allem aus den Nachbarstaaten. Von den 1 Mio. Ausländern des Jahres 1925 stammten 27% aus Polen, 23% aus der Tschechoslowakei und 14% aus Österreich.

Während des Zweiten Weltkriegs konnte die deutsche Kriegswirtschaft zu einem erheblichen Teil nur durch den Einsatz ausländischer Fremd- und Zwangsarbeiter aufrechterhalten werden (Bade 1992b; Dohse 1981). Die Zahl der damals überwiegend zwangsweise beschäftigten Ausländer in Deutschland stieg dabei bis 1944/45 auf knapp 8 Mio. (Herbert 1986). Hinzu kamen Kriegsgefangene und überlebende KZ-Häftlinge. Die meisten von ihnen kehrten 1945/46 wieder in ihre Heimatländer zurück oder wurden gegen ihren Willen

[Seite 43]

dorthin zurückgeschickt.14


14 Viele zwangsrekrutierte Arbeitskräfte, Vertriebene, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge aus der Sowjetunion, die die westlichen Alliierten gegen ihren Willen repartriierten, wurden nach ihrer Rückkehr in der UdSSR in Arbeitslagern inhaftiert, manche sogar hingerichtet. Die Zwangsrückführungen in die Sowjetunion wurden erst Ende 1946 - also mit Beginn des Kalten Krieges - abgebrochen (Fassmann, Münz 1994).

Anmerkungen

Auf die Quelle wird zwar in Fn. 16 hingewiesen, Art und Umfang der Übernahme bleiben jedoch ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Tmu/Fragment 029 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-01 21:28:47 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Münz et al 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tmu, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 4-19, 25-28
Quelle: Münz et al 1999
Seite(n): 43- 44, Zeilen: 43: 7-19.27-28 ; 44: 1-11
Die Arbeitslosigkeit verringerte sich schnell, und sowohl Heimatvertriebene als auch Übersiedler aus der DDR wurden in großer Zahl in die westdeutsche Wirtschaft integriert. Trotz der großen Zahl der Übersiedler und Vertriebenen konnten bereits in den 1950er Jahren in einigen westdeutschen Branchen Arbeitsstellen nicht mehr besetzt werden. Der Bau der Berliner Mauer hat dazu beigetragen, dass die Bundesrepublik zunehmend auf die Ausländerbeschäftigung angewiesen wurde.

1960 war zum ersten mal seit dem Kriegsende die Anzahl der offenen Stellen in Westdeutschland höher als die Anzahl der Arbeitslosen. Ins Erwerbsleben traten in den 1960er Jahren die geburtenschwachen Kriegsjahrgänge. Ein Babyboom, verursacht durch eine Propaganda der Renaissance traditioneller Familienwerte, verringerte zu jener Zeit die Erwerbsbeteiligung der Frauen. Eine verstärkte Erwerbstätigkeit deutscher Ehefrauen und Mütter schien in jener Periode nicht in Frage zu kommen. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch wenig Anreize, deutsches Kapital im Ausland, insbesondere in Billiglohnländern zu investieren.24 Alternativen zur Anwerbung von Ausländern wurden kaum diskutiert. [...] 1955 schloss die Bundesrepublik ein entsprechendes Abkommen mit Italien und während der sechziger Jahre in kurzer Folge mit Spanien (1960), Griechenland (1960), der Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und Jugoslawien (1968).


24 Zu den verschiedenen Gründen der niedrigen Zahl der deutschen Erwerbspersonen vgl. Herbert, Ulrich, Geschichte der Ausländerbeschäftigung in Deutschland 1880 bis 1980, a.a.O., S. 195; Dohse, Knuth, Ausländische Arbeiter und bürgerlicher Staat. Genese und Funktion von staatlicher Ausländerpolitik und Ausländerrecht. Vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik Deutschland, Berlin 1985, S. 227;

Die Arbeitslosigkeit verringerte sich schnell, und sowohl Vertriebene als auch DDR-Übersiedler wurden in großer Zahl in die westdeutsche Wirtschaft integriert (Luettinger 1986).

Trotz der großen Zahl von Vertriebenen und des jährlichen Zuzugs hunderttausender DDR-Bürger konnten bereits in den 50er Jahren in einigen westdeutschen Branchen Arbeitsplätze nicht mehr besetzt werden. Die westdeutsche Wirtschaft begann, in Südeuropa Gastarbeiter zu rekrutieren. 1955 schloß die Bundesrepublik ein entsprechendes Abkommen mit Italien und während der 60er Jahre in kurzer Folge mit Spanien (I960), Griechenland (I960), der Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und Jugoslawien (1968) (Rudolph 1996).

[...]

1960 war die Anzahl der offenen Stellen in Westdeutschland zum ersten Mal seit 1945 höher als die Zahl der Arbeitslosen.

[Seite 44]

Ausbildungszeiten und wegen des sinkenden Rentenalters. Überdies verringerte der Babyboom zu jener Zeit die Erwerbsbeteiligung der Frauen. Die deutsche Exportwirtschaft befand sich in einem anhaltenden Boom. Alternativen zur Anwerbung von Gastarbeitern wurden kaum diskutiert. Rationalisierungsinvestitionen hätten die Arbeitskräfteknappheit kurzfristig nicht lösen können. Eine verstärkte Erwerbstätigkeit deutscher Ehefrauen und Mütter schien in jener Periode, in der eine Renaissance traditioneller Familienwerte propagiert wurde, nicht in Frage zu kommen (Rudolph 1996). Es gab zu diesem Zeitpunkt auch wenig Anreize, deutsches Kapital im Ausland, insbesondere in Billiglohnländem zu investieren.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle - die zuletzt in Fn. 16 (S. 27!) genannt wurde.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[3.] Tmu/Fragment 032 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-02 16:32:41 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Münz et al 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tmu, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 17-34, 36-38
Quelle: Münz et al 1999
Seite(n): 48, Zeilen: 48:9-34; 49:5-9
Dieses anfänglich allgemein akzeptierte Modell verlor ab den späten 1960er Jahren langsam an Akzeptanz. Viele Gastarbeiter konnten das für den Aufenthalt in Deutschland selbstgesetzte Sparziel nicht innerhalb von ein oder zwei Jahren erreichen. Auch die Arbeitgeber wollten nicht ständig neue Arbeitskräfte anstellen und einschulen, bloß weil bei anderen Ausländern die Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis abgelaufen war.39 Kritik wurde damals auch von den deutschen Gewerkschaften formuliert. Die Bundesregierung reagierte darauf 1971 mit einer Erleichterung der Verlängerung von Aufenthaltsgenehmigungen, womit für viele die Verfestigung ihres Aufenthaltsstatus begann. In der Folge kam es in stärkerem Maße zum Nachzug von Familienangehörigen. Die Möglichkeiten der deutschen Behörden, Zuwanderung je nach Entwicklung des Arbeitsmarktes zu regulieren, verringerten sich dadurch beträchtlich.

1.3. Zuwanderung nach dem Anwerbestopp 1973

Bereits vor dem ersten Ölpreis-Schock erhöhte die Bundesregierung die Gebühren, die Arbeitgeber für die Anwerbung von Gastarbeitern zahlen mussten, auf das Dreifache. Im Oktober 1973 verkündete sie dann im Zusammenhang mit den Auswirkungen der ersten „Ölpreiskrise“ auf die Beschäftigungslage in Deutschland die Beendigung der Anwerbung von Gastarbeitern (Anwerbestopp). In den Jahren seit 1973 fand, auf der Grundlage der Anwerbestopp-Ausnahme-Verordnung, eine geringe jährliche Zuwanderung in bestimmten Berufsgruppen statt. Seit dem Anwerbestopp 1973 existieren im wesentlichen folgende Möglichkeiten einer legalen Zuwanderung von Ausländern nach Deutschland:


39 Schmalz-Jacobsen, Cornelia, Einwanderung – und dann? Perspektiven einer neuen Ausländerpolitik, München 1993, S. 27;

[Seite 48]

Das anfänglich allgemein akzeptierte Rotationsmodell verlor ab den späten 60er Jahren langsam an Akzeptanz und Durchsetzbarkeit. Viele Gastarbeiter konnten das für den Aufenthalt in Deutschland selbstgesetzte Sparziel nicht innerhalb von ein oder zwei Jahren erreichen. Auch für die westdeutschen Arbeitgeber brachte die ständige Rotation ihrer ausländischen Belegschaft wesentliche Nachteile. Sie wollten nicht ständig neue Arbeitskräfte anstellen und einschulen, bloß weil bei anderen Ausländern die Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis abgelaufen war. Kritik an der ständigen Rotation von Gastarbeitern wurde damals sowohl von den Regierungen einiger Herkunftsländer als auch von den deutschen Gewerkschaften und anderen Gruppen formuliert. Die deutsche Bundesregierung reagierte darauf 1971 mit einer Erleichterung der Verlängerung von Aufenthaltsgenehmigungen. Damit begann für viele die Verfestigung ihres Status. In der Folge kam es in stärkerem Maße zum Nachzug von Familienangehörigen. Die Möglichkeiten der deutschen Behörden, Zuwanderungen je nach Entwicklung des Arbeitsmarktes zu regulieren, verringerten sich dadurch beträchtlich.

3.2 Anwerbestopp, Versuch einer Konsolidierung, neue Zuwanderungswelle

Für die Zuwanderung von Ausländern nach Deutschland bedeutete das Jahr 1973 einen wesentlichen Einschnitt. Die deutsche Regierung erhöhte zunächst die Gebühren, die Arbeitgeber für die Anwerbung von Gastarbeitern zahlen mußten, auf das Dreifache. Dies geschah bereits vor dem ersten Ölpreis-Schock, und der darauf folgenden Rezession.

[Seite 49]

Nach dem OPEC-Ölembargo verkündete die Bundesregierung im Oktober 1973 die Beendigung der Anwerbung von Gastarbeitern (Anwerbestopp).

Damit existieren seit 1973 im wesentlichen folgende Möglichkeiten einer legalen Zuwanderung von Ausländern nach Deutschland:

Anmerkungen

Leicht gekürzt aber weitgehend identisch. Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

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