Fandom

VroniPlag Wiki

Quelle:Tn/Schulenburg 2005

< Quelle:Tn

31.268Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     J.-Matthias Graf von der Schulenburg
Titel    Versicherungsökonomik. Ein Leitfaden für Studium und Praxis.
Ort    Karlsruhe
Verlag    Verlag Versicherungswirtschaft GmbH
Jahr    2005
ISBN    3899521226, 9783899521221

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    8


Fragmente der Quelle:
[1.] Tn/Fragment 016 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-11-30 17:18:53 Sotho Tal Ker
Fragment, SMWFragment, Schulenburg 2005, Schutzlevel, Tn, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 17-19
Quelle: Schulenburg 2005
Seite(n): 263, Zeilen: 29-31
I kompensiert ganz oder nur teilweise den Schaden L. α repräsentiert in Gleichung (1.2) den Deckungsgrad der Versicherung. Bei α = 1 handelt es sich um einen Vollversicherungsvertrag und bei α < 1 um einen proportionalen Selbstbeteiligungsvertrag. I kompensiert ganz oder nur teilweise den Schaden L, wobei eine proportionale Relation unterstellt wird. Es handelt sich somit bei α = 1 um einen Vollversicherungsvertrag und bei α < 1 um einen proportionalen Selbstbeteiligungsvertrag.
Anmerkungen

Ein Verweis auf Schulenburg erfolgt erst am Ende der nächsten Seite, obwohl der Wortlaut sehr ähnlich ist.

Sichter

[2.] Tn/Fragment 022 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-09 23:29:42 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schulenburg 2005, Schutzlevel sysop, Tn

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1-25
Quelle: Schulenburg_2005
Seite(n): 270, 271, 272, Zeilen: 270: 8-14, 18-21, 29; 271: 6-16; 272: 1-3
Die Steigung der Versicherungsgeraden, auch Grenzrate der Transformation genannt, gibt an, in welchem Verhältnis das Vermögen im Schadensfall (v2) durch Abschluss eines Versicherungsvertrags bei gleichzeitiger Verminderung des Vermögens im Nichtschadensfall (v1) erhöht werden kann.

Entspricht der Zuschlagsfaktor π genau der Schadenwahrscheinlichkeit p (= faire Prämie), so folgt aus (1.10) für die Steigung der Versicherungsgeraden:

(1.11) \scriptstyle m=-\frac{1-p}{p}

Ob und in welchem Umfang Versicherung nachgefragt wird, hängt insbesondere von den Präferenzen des Individuums ab. Nach dem Erwartungsnutzentheorem wird sich ein Individuum unter Unsicherheit so entscheiden, dass sein Erwartungsnutzen maximiert wird, d.h.

(1.12) max. E(U(v)) = (1 – p) U(v1) + p U(v2)

Die Präferenzordnung eines Individuums lässt sich durch eine Schar von Indifferenzkurven darstellen. Indifferenzkurve ist der geometrische Ort aller v1-v2-Kombinationen gleichen Erwartungsnutzens. Durch totales Differenzieren der Erwartungsnutzenfunktion (1.12) erhält man:

(1.13) dE(U(v)) = (1 – p) U´(v1) dv1 + p U(v2) dv2.

Entlang der Indifferenzkurve ändert sich der Erwartungsnutzen nicht, so dass dE(U(v)) = 0. Damit folgt aus (1.13):

(1 – p) U´(v1) dv1 + p U´(v2) dv2 = 0 bzw.

(1.14) \scriptstyle \frac{dv_2}{dv_1}=-\frac{1-p}{p}\frac{U'( v_1 )}{U'( v_2 )}

\scriptstyle \frac{dv_2}{dv_1} wird auch als Grenzrate der Transformation56 bezeichnet. Die Grenzrate der Transformation gibt an, wie hoch der Vermögensbetrag für ein Individuum sein muss, den es im Schadensfall als Kompensation für den Verzicht einer Vermögenseinheit für die Zahlung der Prämie bekommt. Graphisch entspricht die Grenzrate der Substitution [der Steigung der Indifferenzkurve.]


56 Vgl. Zweifel, P. und R. Eisen (2003), S. 86 sowie Schulenburg, J.-M. (2005), S. 270.

Die Steigung der Versicherungsgeraden, auch Grenzrate der Transformation genannt, gibt an, in welchem Verhältnis das Vermögen im Schadensfall (w2) durch Abschluss eines Versicherungsvertrags bei gleichzeitiger Verminderung des Vermögens im Nichtschadensfall (w1) erhöht werden kann. Entspricht der Zuschlagsfaktor genau der Schadenwahrscheinlichkeit, d. h. haben wir den Fall einer so genannten „fairen Prämie" (z=p), dann ist die Steigung der Versicherungsgerade genau

\scriptstyle -\frac{1-p}{p}

[...]

Ob und in welchem Umfang Versicherung nachgefragt wird, hängt insbesondere von den Präferenzen des Individuums ab. Nach dem Erwartungsnutzentheorem wird sich ein Individuum unter Unsicherheit so entscheiden, dass sein Erwartungsnutzen maximiert wird. [...]

max E(U(w)) = p * U(w2) + (1 - p) * U(w1)

[Seite 271]

[...]

Die Nutzenfunktion eines Individuums lässt sich als Indifferenzkurve darstellen. Diese lässt sich aus dem totalen Differential der Erwartungsnutzenfunktion herleiten:

dE (U(w)) = [...] = p* U'(w2)dw2 + (1-p)*U'(w1)dw1

Da sich entlang einer Indifferenzkurve der Nutzen nicht verändert, gilt auf ihr:

p* U'(w2)dw2 + (1-p)*U'(w1)dw1=0

Durch Umformung erhält man:

\scriptstyle \frac{dw_2}{dw_1}=-\frac{1-p}{p}\frac{U'( w_1 )}{U'( w_2 )}

Dies wird auch als Grenzrate der Substitution bezeichnet.

[...]

Die Steigung der Indifferenzkurve ist durch die Grenzrate der Substitution definiert, d. h. durch die Bereitschaft im Nichtschadensfall auf eine Vermögenseinheit zu verzichten, um im Schadensfall Versicherungsschutz zu erlangen. Wie hoch der Vermögensbetrag

[Seite 272]

für ein Individuum sein muss, den es im Schadensfall als Kompensation für den Verzicht einer Vermögenseinheit für die Zahlung der Prämie bekommt, hängt entscheidend von seinen Vorstellungen über die Schadenwahrscheinlichkeit ab.

Anmerkungen

Auch auf der Vorseite gibt es einen Verweis auf Schulenburg 2005. Trotzdem wird der Umfang der Übernahme sowie ihr z.T. wörtlicher Charakter dem Leser keineswegs klar. Abbildung IV.6 in Schulenburg erscheint als Abbildung 1.10 bei Tn.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[3.] Tn/Fragment 028 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-09 23:18:33 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schulenburg 2005, Schutzlevel sysop, Tn, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 1-9
Quelle: Schulenburg_2005
Seite(n): 275, Zeilen: 34ff
Somit kann festgehalten werden: Entweder ist der fixe Zuschlag so hoch, dass lieber kein Versicherungsschutz gekauft wird (α = 0). Der Zuschlag wird von den Versicherungsnehmern als Einstiegsbarriere empfunden. Es handelt sich hier um eine Randlösung. Oder aber der fixe Zuschlag ist so gering, dass sich das Individuum entscheidet, Versicherungsschutz zu kaufen. In diesem Fall muss der Zuschlag in voller Höhe bezahlt werden, egal wie viel Versicherungsschutz gekauft wird. Der Zuschlag stellt aus der Sicht des Versicherungsnehmers sog. „Sunk Costs“ dar, die bei der Nutzenoptimierung keine Rolle spielen, da der Zuschlag für alle Deckungsgrade α > 0 (innere Lösung) immer anfällt. Entweder ist der Zuschlag so hoch, dass lieber kein Versicherungsschutz gekauft wird; der Zuschlag wird vom Kunden als Einstiegsbarriere empfunden. Oder aber der fixe Zuschlag ist so gering, dass sich das Individuum entscheidet, Versicherungsschutz zu kaufen. In diesem Fall muss der Zuschlag in voller Höhe bezahlt werden, egal wie viel Versicherungsschutz gekauft wird. Der Zuschlag stellt aus der Sicht des Nachfragers so genannte „Sunk Costs" dar, die für die Optimierung keine Rolle [spielen.]
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[4.] Tn/Fragment 030 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-11 15:22:27 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schulenburg 2005, Schutzlevel sysop, Tn

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 8-23
Quelle: Schulenburg_2005
Seite(n): 276, 277, Zeilen: 276: 23ff;
Die Darstellung der Angebotsseite des Versicherungsmarkts erfolgt im Prinzip analog zu der der Nachfrageseite. Versicherungsunternehmen haben eine finanzielle Eigenausstattung (Anfangsausstattung) und sind je nach ihrer Risikoneigung im unterschiedlichen Maße bereit, Risiken zu übernehmen. Die Bedeutung als Versicherer ergibt sich v. a. aus dem Risikoausgleich im Kollektiv, der beim Zusammenschluss mehrerer Einzelrisiken zu einer Verringerung des Gesamtrisikos führt. Da auch Versicherungsunternehmen risikoscheu sind, sind sie nur dann bereit, Risiken zu übernehmen, wenn ihnen eine Risikoprämie vom Markt angeboten wird, welche die Realisation eines Gewinns erwarten lässt.

Es wird angenommen, dass die Ausgangssituation eines repräsentativen Versicherungsnehmers durch den Punkt A und das abgebildete Indifferenzkurvensystem in Abbildung 1.15 beschrieben wird. Für das Versicherungsunternehmen können wir eine ähnliche Graphik wie Abbildung 1.15 zeichnen. Es hat in der Ausgangssituation A ein bestimmtes Risikoprofil. Aus der Annahme, dass das Versicherungsunternehmen selbst auch risikoscheu ist, folgt, dass die Indifferenzkurven des Versicherungsanbieters auch einen konvexen Kurvenverlauf haben.71


71 Vgl. Schulenburg, J.-M. (2005), S. 278.

Die Darstellung der Angebotsseite des Versicherungsmarkts könnte im Prinzip analog zu der der Nachfrageseite erfolgen. Versicherungsunternehmen haben eine finanzielle Eigenausstattung - auch Eigenmittel genannt - und sind je nach ihrer Risikoneigung (mehr oder weniger) bereit, Risiken zu übernehmen.

[...] Seine Bedeutung als Versicherer, d. h. als Anbieter von Versicherungsschutz, ergibt sich vor allem aus dem Risikopoolungseffekt, der beim Zusammenschluss mehrerer Einzelrisi-

[Seite 277]

ken zu einer Verringerung des Gesamtrisikos führt. Der Versicherer übernimmt vom Nachfrager also ein geringeres Risiko, als dieser abgibt.[...] Da auch Versicherungsunternehmen risikoavers sind, ist davon auszugehen, dass sie nur dann bereit sind, Risiken zu übernehmen, wenn ihnen eine Risikoprämie vom Markt angeboten wird, d. h. wenn die Übernahme des Risikos die Realisation eines Gewinns erwarten lässt.

[...] Es wird angenommen, dass die Ausgangssituation und die Präferenzen eines repräsentativen Versicherungsnachfragers durch den Ausgangspunkt A und das abgebildete Indifferenzkurvensystem beschrieben sind.

[...]

Für das Versicherungsunternehmen können wir ein ähnliches Diagramm zeichnen. Es hat in der Ausgangssituation kein Risiko. Seine Ausgangssituation ist ebenfalls mit dem Punkt A gekennzeichnet. [...] Bei Risikoaversion sind es ebenfalls konvexe Kurven.

Anmerkungen

Der vorhandene Quellenverweis macht den Umfang z.T. wörtlichen Übernahmen nicht deutlich. Abbildung 1.15 auf Tn/S. 31 ist identisch zu Abbildung IV.8, Schulenburg/S. 277

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[5.] Tn/Fragment 031 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-11 15:54:00 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schulenburg 2005, Schutzlevel sysop, Tn

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 1-6
Quelle: Schulenburg_2005
Seite(n): 278, Zeilen: 1-7
Dreht man nach der Methode von Edgeworth die Graphik des Versicherungsunternehmens um 180° und setzt sie auf die des Versicherungsnehmers auf, so entsteht die sog. Edgeworth-Box, deren Seitenlänge die Summe der Vermögen beider Marktteilnehmer in der Ausgangslage ist (vgl. Abbildung 1.16).72 Optimal ist ein Versicherungsvertrag, der zu einem Pareto-Optimum führt, d.h. keine Partei kann sich verbessern, ohne dass die andere Seite Nutzenverluste erleiden muss.

72 Die Breite der Edgeworth-Box entspricht dann der Summe der Vermögen beider Marktteilnehmer in der Ausgangslage abzüglich des möglichen Schadens.

Dreht man nach der Methode von Edgeworth die Graphik des Versicherungsunternehmens um 180° und setzt sie auf die des Versicherungsnachfragers auf, so entsteht eine so genannte Edgeworth-Box, deren Seitenlänge die Summe der Vermögen beider Marktparteien in der Ausgangslage ist. Optimal ist zwischen den Parteien ein Versicherungsvertrag, bei dem ein Tausch stattfindet, an dessen Ende ein Pareto-Optimum existiert, d. h. keine Partei sich verbessern kann, ohne dass die andere Seite eine Nutzenminderung hinnehmen muss.
Anmerkungen

Es gibt einen Quellenverweis auf die Seite 278 von Schulenburg (2005) am Ende der Vorseite (daher Einstufung als Bauernopfer). Aus diesem Quellenverweis kann man allerdings nicht ableiten, dass auch diese Passage aus der Quelle stammt, zudem z.T. wörtlich. Interesannterweise ist die nächste Formel bei Tn das Negative von der Formel, was bei Schulenburg 2005 steht.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

[6.] Tn/Fragment 032 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-09 23:34:02 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schulenburg 2005, Schutzlevel sysop, Tn, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 5-9
Quelle: Schulenburg_2005
Seite(n): 278, 279, Zeilen: 278: 16-17; 279: 1-4
Diese Form der Darstellung zeigt, dass die Abgabe und die Übernahme von Risiken zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Auch für einen risikoaversen Entscheidungsträger

kann es durchaus rational sein, zusätzliche Risiken freiwillig zu übernehmen, da der Markt die Übernahme des Risikos über die Prämie belohnt. Der Versicherer erhält für die Risikoübernahme eine Prämie, die höher ist als der erwartete Schaden.

Diese Form der Darstellung zeigt, dass die Abgabe und die Übernahme von Risiken zwei Seiten der gleichen Medaille darstellen: [...]

[Seite 279]

Auch für einen risikoaversen Entscheidungsträger kann es durchaus rational sein, zusätzliche Risiken freiwillig zu übernehmen. Die Begründung liegt darin, dass der Markt die Übernahme des Risikos über die Prämie belohnt. Der Versicherer erhält für die Risikoübernahme eine Prämie, die höher ist als der Erwartungsschaden.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith)

[7.] Tn/Fragment 033 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-09 00:29:26 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schulenburg 2005, Schutzlevel, Tn, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 7-17
Quelle: Schulenburg 2005
Seite(n): 282, Zeilen: 1ff
1.3 Moral Hazard und Marktversagen

1.3.1 Definition

In Bezug auf Versicherungsmärkte wird von Moral Hazard gesprochen, wenn das Individuum, weil es versichert ist, eigene Maßnahmen zur Reduzierung seines Risikos vernachlässigt.75 Arrow (1970) bezeichnet Moral Hazard als die Tatsache, dass der Versicherungsvertrag selbst die Anreize und damit die Schadenwahrscheinlichkeit ändert, auf deren Basis der Versicherungsvertrag zustande kommt.76 Moral Hazard kann im Allgemeinen mit „Gefahr der Verhaltensänderung“ übersetzt werden und liegt vor, wenn jemand sein Verhalten ändert, weil er Versicherungsschutz genießt und hierdurch entweder seine Schadenwahrscheinlichkeiten (risikoerhöhendes Moral Hazard) oder die potentiellen Schäden (mengenerhöhendes Moral Hazard) steigen.77


75 Vgl. Strassl, W. (1988), S. 4.

76 Vgl. Arrow, K. J. (1970), S. 142.

77 Vgl. Schulenburg, J.-M. (2005), S. 282

3. Moral Hazard

3.1 Definition

In Bezung auf Versicherungsmärkte wird von Moral Hazard gesprochen,

"... wenn das Individuum, weil es versichert ist, eigene Maßnahmen zur Reduzierung seines Risikos vernachlässigt"

(Wolfgang Strassl, Externe Effekte auf Versicherungsmärkten, Tübingen 1988, S. 4)

Der Begriff Moral Hazard wurde in der Literatur von Kenneth J. Arrow im Jahre 1965 geprägt:

... the factor known as 'moral hazard' is perhaps the most important. The insurance policy might itself change incentives and therefore the probabilities upon which the insurance company has relied. ... the insurance policy may ... lead to a motive for increased loss, and then the insurer .. is bearing socially unnecessary costs. Either he will refrain from insuring or he will resort to direct inspection and control, to make as certain as he can that the insured is minimizing all losses under the latter's control.

(Kenneth J. Arrow, "Essays in the Theory of Risk-Bearing, Amsterdam, New York, 1970, S. 142)

[...] Moral Hazard kann mit "Verhaltensveränderungsgefahr" übersetzt werden und liegt vor, wenn jemand sein Verhalten ändert, weil er Versicherungsschutz genießt und hierdurch entweder seine Schadenwahrscheinlichkeiten (risikoerhöhendes Moral Hazard) oder die potentiellen Schäden (mengenerhöhendes Moral Hazard) steigen, diese Verhaltensänderung aber vom Versicherer nicht beobachtet werden kann.

Anmerkungen

Auch wenn Quellen angegeben sind, wird der Umfang der Übernahme nicht klar gemacht. Es werden auch die in Schulenburg verwendete Quellen übernommen.

Sichter
(WiseWoman)

[8.] Tn/Fragment 034 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-11 15:32:32 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schulenburg 2005, Schutzlevel sysop, Tn, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 7-23
Quelle: Schulenburg_2005
Seite(n): 283, 284, Zeilen: 283: 17ff; 284: 2ff
Der Tatsache, dass die Schadenwahrscheinlichkeit p bzw. die Schadenhöhe L nicht mehr exogen gegeben, sondern durch das Individuum beeinflussbar sind, wird im analytischen Rahmen durch die Einführung von Schadenverhütungsmaßnahmen e und Schadenverhütungsgütern g Rechnung getragen.
  • Schadenverhütungsmaßnahmen umfassen alle Aktivitäten, welche die Schadenwahrscheinlichkeit oder die Schadenhöhe reduzierten.
  • Schadenverhütungsgüter sind Güter, die eigens dafür bereitgestellt werden, die

Schadenwahrscheinlichkeit oder die Schadenhöhe zu senken.

Schadenverhütungsmaßnahmen e können sowohl die Schadenwahrscheinlichkeit p als auch die Schadenhöhe L beeinflussen. Im folgenden gehen wir davon aus, dass p und L von e abhängig sind, d.h.

p = p(e) mit p´(e) < 0 und p´´(e) > 0 bzw.

L = L(e) mit L´(e) < 0 und L´´(e) > 0.

Eine Verhaltensänderung des Versicherungsnehmers, die die Schadenwahrscheinlichkeit p(e) beeinflusst, wird als risikoerhöhendes Moral Hazard und eine Verhaltensänderung, die die Schadenhöhe L(e) beeinflusst, wird als mengenerhöhendes Moral Hazard bezeichnet.

Der Tatsache, dass die Schadenwahrscheinlichkeit p bzw. die Schadenhöhe L nicht mehr exogen gegeben, sondern durch das Individuum beeinflussbar sind, wird im analytischen Rahmen durch die Einführung von so genannten Schadenverhütungsmaßnahmen e und Schadenverhütungsgütern g Rechnung getragen. Der Begriff Schadenverhütungsmaßnahmen soll weit gefasst werden und sämtliche Aktivitäten umfassen, welche die Schadenwahrscheinlichkeit oder die potenzielle Schadenhöhe reduzieren. [...]. Schadenverhütungsgüter sind Güter, die eigens dafür bereitgestellt werden, die Schadenwahrscheinlichkeit oder die Schadenhöhe zu senken.

[Seite 284]

[...]

Es wird davon ausgegangen, dass die Schadenwahrscheinlichkeit p nicht mehr exogen gegeben, sondern von den Schadenverhütungsmaßnahmen e abhängig ist:

p = p(e), mit p' < 0, p´ > 0 und p'(0) = - ∞

[...]

L = L(e), mit L' < 0, L´´ > 0 und L'(0) = - ∞

Eine Verhaltensänderung des Versicherungsnehmers, die die Schadenwahrscheinlichkeit p(e) beeinflusst, wird als risikoerhöhendes Moral Hazard und eine Verhaltensänderung, die die Schadenhöhe L(e) beeinflusst, wird als mengenerhöhendes Moral Hazard bezeichnet.

Anmerkungen

Auf der folgenden Seite findet sich ein Verweis auf Seite 285 von Schulenburg (2005). Auf der vorherigen Seite findet sich ein Verweis auf Seite 282 derselben Quelle. Beide Quellenverweise beziehen sich nicht auf den hier dokumentierten Abschnitt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki