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Quelle:Ts/Horvath 2000

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Patrick Horvath
Titel    Machiavelli. Über das Spannungsfeld von Politik und Moral
Ort    Wien
Datum    November 2000
Anmerkung    Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades der Philosophie an der Human- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien;
auszugsweise als Posting von "RheinNeckarItalien" vom 28. Juli 2009 auch bei: http://rheinneckaritalien.blog.de/2009/07/28/machiavellis-fuerst-6-revolutionaere-fuerstenspiegel-6604193/
URL    http://horvath.members.1012.at/machiavelli.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Ts/Fragment 151 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-13 10:56:23 Schumann
Fragment, Gesichtet, Horvath 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 151, Zeilen: 21-25
Quelle: Horvath 2000
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: –
Als Beispiel dafür führt Machiavelli Papst Alexander VI. an, der nie etwas anderes getan habe, als die Menschen zu hintergehen. Noch nie habe es einen Menschen gegeben, der mit grösserer Eindringlichkeit Versicherungen abgegeben, mit heiligeren Eiden Versprechen gemacht - und sie weniger gehalten hätte. Als Beispiel dafür nennt Machiavelli Papst Alexander VI., der nach seiner Einschätzung nie etwas anderes tat, als die Menschen zu täuschen. Es gab, meint er, noch nie einen Menschen, der mit größerer Eindringlichkeit Versicherungen abgegeben, mit heiligeren Eiden Versprechen gemacht und sie weniger gehalten hätte; dennoch war er mit seinen Betrügereien stets erfolgreich.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die (in der gesamten Arbeit nirgends genannten) Quelle, die Machiavelli referiert und aus der übernommen wird.

Über dem Text des Verf. wie der Quelle befindet sich jeweils das gleiche Blockzitat in gleichem Zuschnitt und mit gleicher Auslassung.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[2.] Ts/Fragment 152 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-13 11:00:06 Schumann
Fragment, Gesichtet, Horvath 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 5-25
Quelle: Horvath 2000
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: –
Machiavellis Fürst ist ein mit Verstand begabtes Raubtier. Das muss er auch sein, um sich im Machtkampf behaupten zu können. Er ist zudem ein Chamäleon, das die Kunst der Lüge, Täuschung und Verstellung übt, die Tarnung seiner wahren Absichten und Persönlichkeit. Ein Fürst muss zu jeder Zeit „milde, treu, menschlich, aufrichtig und fromm“ erscheinen; allerdings muss er „geistig darauf vorbereitet sein, dies alles, sobald man es nicht mehr sein darf, in sein Gegenteil verkehren zu können“.21 Ein Fürst, besonders ein neu zur Macht gekommener, könne nicht all das befolgen, dessetwegen [sic] die Menschen für gut gehalten werden - weil dies seiner Selbstbehauptung schaden würde. Verstellung sei zudem ganz einfach, erfasse doch die grosse Masse der Menschen mehr den Schein als das Sein eines Politikers. Und sie lasse sich vom Erfolg eines Fürsten mitreissen, egal auf welchem Wege dieser zustande kommt.

Machiavellis Apologie der Lüge in der Politik basiert auf einem zentralen Axiom: Der Politiker darf Abmachungen brechen und lügen, da die anderen es auch tun; täte er es als einziger nicht, wäre seine Fähigkeit zur Selbstbehauptung aufs stärkste behindert. Derjenige, der täuscht und sich verstellt, siegt in der Praxis über den Redlichen, so wie Alexander VI. über seine Gegner. Wer von diesen Mitteln nicht Gebrauch macht, wird daher untergehen.


21 Ebd. [= Machiavelli, Der Fürst, Kap. XVIII.]

Machiavellis Fürst ist also eine Art Tiermensch, ein mit Verstand begabtes Raubtier, eine hochintelligente Bestie. Und er muß es auch sein, um sich im Machtkampf effizient behaupten zu können.

[...]

Ein weiteres Tier, das Machiavelli nicht erwähnt, wäre wohl ebenfalls geeignet, den von ihm beschriebenen Fürsten zu charakterisieren: das Chamäleon. Denn für Machiavelli ist klar, daß ein Politiker, der sich behaupten will, die Kunst der Lüge, Täuschung und Verstellung, kurzum, die Tarnung seiner wahren Absichten und Persönlichkeit, perfekt beherrschen muß. [...]

[...]

Ein Fürst muß nach Machiavelli zu jeder Zeit "milde, treu, menschlich, aufrichtig und fromm" erscheinen und es auch sein; allerdings muß er "geistig darauf vorbereitet sein, dies alles, sobald man es nicht mehr sein darf, in sein Gegenteil verkehren zu können". Und er begründet dies ganz pragmatisch damit, daß ein Fürst, besonders ein neu zur Macht gekommener, nicht all das befolgen kann, dessentwegen die Menschen für gut gehalten werden - weil dies seiner Selbstbehauptung schaden würde.

Verstellung sei zudem ganz einfach - erfaßt doch die große Masse der Menschen mehr den Schein als das Sein eines Politikers. Und läßt sich vom Erfolg eines Fürsten mitreißen, egal auf welchem Wege dieser zustande kommt.

Letztendlich handelt es sich bei Machiavellis Rechtfertigungen für Lüge, Täuschung und Verstellung in der Politik um Modifikationen der zuvor besprochenen "Machiavellischen Ermächtigung". Der Politiker darf Abmachungen brechen und lügen, denn die anderen tun es auch; täte er es als einziger nicht, wäre seine Fähigkeit zur Selbstbehauptung massiv eingeschränkt. Derjenige, der täuscht und sich verstellt, siegt in Praxis über den Redlichen, so wie Alexander VI. über seine Gegner. Daher wird der, welcher von diesen Mitteln nicht Gebrauch macht, untergehen.

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle bleibt (hier wie in der gesamten Arbeit) ungenannt.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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