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Quelle:Ts/Meyer 2010

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Sabine Meyer
Titel    Geschichte des Krimis (bzw. Detektivroman und Thriller)
Datum    17. Juni 2010
Anmerkung    Internetseite "Krimis und mehr ..."
URL    http://web.archive.org/web/20100617135217/http://www.krimis-und-mehr.de/sabine_meyer/krimis/kriminalromane/geschichte_krimis.html

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    5


Fragmente der Quelle:
[1.] Ts/Fragment 063 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 19:54:47 Schumann
Fragment, Gesichtet, Meyer 2010, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 2-9
Quelle: Meyer 2010
Seite(n): online, Zeilen: -
Nun wissen beide, Detektiv und Leser, alles, was die Geschichte beendet. Die Enthüllung des Rätsels ist der Höhepunkt des Plots, die Pointe, und zugleich ihr Schluss. Daher spricht man auch von einem „pointierten Rätselroman“. Der Detektiv-Held kämpft sich auf dem Weg zur Aufklärung durch falsche Spuren und irreführende Zeugenaussagen, und er droht am scheinbar Unmöglichen zu scheitern. Das Zusammenfügen verschiedenster Indizien führt ihn schliesslich auf die richtige Spur. Die Enthüllung des Rätsels auf den letzten Seiten durch einen Amateurdetektiv oder einen professionellen Detektiv, der meist per Zufall an den Fall gerät, ist der Höhepunkt des Detektivroman-Plots, die Pointe. In diesem Sinn spricht man auch von einem pointierten Rätselroman, während im Thriller der Leser den Mord miterlebt und die Fahndung nach dem Mörder nach vorn gerichtet ist. Im Detektivroman kämpft sich der Held auf dem Weg zur Aufklärung durch falsche Spuren (red herrings), irreführende Zeugenaussagen und droht an scheinbar Unmöglichem zu scheitern, wie z.B. dem Mord in einem geschlossenen Raum (locked-room-mystery). John Dickson Carr lässt 1935 in seinem Detektivroman Der hohle Mann Dr. Gideon Fell allein ein halbes Dutzend Möglichkeiten aufzeigen, die das Mysterium eines Mordes in einem geschlossenen Raum erklären. Diverse Hinweise/Indizien (clues) führen den Detektiven, ein literarisches Porträt von Gilbert K. Chesterton, letztendlich auf die richtige Spur.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Schumann

[2.] Ts/Fragment 063 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 19:55:26 Schumann
Fragment, Gesichtet, Meyer 2010, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 13-17
Quelle: Meyer 2010
Seite(n): online, Zeilen: -
Für Ernst Bloch hängt das Aufkommen des Detektivromans im 19. Jahrhundert mit der Ausbreitung der Indizienprozesse zusammen, die im 18. Jahrhundert als Folge der Aufklärung mehr und mehr die reinen Geständnisprozesse ablösten, welche oft auf erzwungenen Geständnissen beruht hatten.121

121 Eine Bibliographie von Kriminalgeschichten des 19. Jahrhunderts findet sich bei Hans-Otto Hügel: Untersuchungsrichter, Diebsfänger, Detektive, Theorie und Geschichte der deutschen Detektiverzählung im 19. Jahrhundert, Stuttgart: Metzler 1978, S. 302 ff.

Für Ernst Bloch hängt in seinem 1965 erschienenen Aufsatz Philosophische Ansicht des Detektivromans das Aufkommen des Detektivs mit der Ausbreitung der Indizienprozesse zusammen, die im 18. Jahrhundert als Folge der Aufklärung mehr und mehr die reinen Geständnisprozesse ablösten, die häufig genug auf erzwungenen Geständnissen beruhten.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Schumann

[3.] Ts/Fragment 069 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-24 22:01:25 Stratumlucidum
Fragment, Gesichtet, Meyer 2010, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 2-6, 10-17
Quelle: Meyer 2010
Seite(n): online, Zeilen: –
Auch der Augenarzt Arthur Conan Doyle (1859-1930) richtete seine Romane und 56 Detektivgeschichten an einem Serienhelden aus: Sherlock Holmes. 1887 veröffentlichte er A Study in Scarlet in Beeton’s Christmas Annual, 1890 The Sign of Four, 1902 The Hound of the Baskervilles und im selben Jahr The Valley of Fear. [...] Seines Helden überdrüssig, liess Doyle Sherlock Holmes 1893 in The Final Problem ums Leben kommen. Nach dem Protest entsetzter Sherlockianern musste er ihn 1905 aber wiederauferstehen lassen. Nach Doyles Tod wurden die Figuren Holmes und Watson beinahe Gemeingut, und Autoren wie Ellery Queen, Nicholas Meyer, Austin Michelson, Nicholas Utechin, Michael und Mollie Hardwick und viele andere führte mit weiteren Geschichten mehr die Sherlock-Holmes-Saga fort. Auch Arthur Conan Doyle schrieb seine Romane und sechsundfünfzig Detektivgeschichten um einen Serienhelden herum: Sherlock Holmes mit seinem getreuen Freund Watson: The Sherlock Holmes Canon. 1887 erschien A Study in Scarlet, 1890 The Sign of Four, 1902 The Hound of Baskerville und ebenfalls 1902 The Valley of Fear. Seines Helden überdrüssig, ließ er Sherlock Holmes schließlich 1893 in The Final Problem ums Leben kommen, musste sich jedoch dem Protest seiner Leserschaft, begeisterten Sherlockianern, geschlagen geben und Holmes 1905 wiederauferstehen lassen. Und nicht nur das: nach Sir Arthurs Tod führten Autoren wie Ellery Queen, Nicholas Meyer, Michelson/Utechin, Hardwick und andere die Sherlock-Holmes-Saga weiter.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle, die der Verf. lediglich ergänzt bzw. modifiziert.

Sichter
(Schumann) Stratumlucidum

[4.] Ts/Fragment 070 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 19:57:24 Schumann
Fragment, Gesichtet, Meyer 2010, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 1-11
Quelle: Meyer 2010
Seite(n): online, Zeilen: -
Vielfach ist dem Detektiv ein Gefährte zugeordnet (Polizeikollege, Reporter, Geliebte). Sowohl Poes Auguste Dupin als auch Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes wurden als Detektive mit eher distanziertem Verhältnis zum Verbrechen konzipiert. Daher bot sich an, zwischen Detektiv und Leser einen vermittelnden Chronisten in Gestalt eines peripheren Ich-Erzählers einzubauen, bei Holmes die Gestalt des Dr. Watson. Die Watson-Figur dient dazu, den Detektiv ins rechte Licht zu setzen. Um ihn, der gewöhnlich der Ober- oder Mittelschicht entstammt, auch intellektuell zu erhöhen, wird dem vorgeschobenen Erzähler in der Regel solide, nüchterne Durchschnittlichkeit zugesprochen. Vielfach ist dem Detektiv ein Gefährte (in der Sekundärliteratur meist Watson-Figur genannt) zugeordnet, auf dessen Fragen und Feststellungen er mit kriminalistischer Brillanz zu antworten weiß. Sowohl Poe's Auguste Dupin als auch Conan Doyle's Holmes wurden von ihren Autoren als Detektive mit eher distanziertem Verhältnis zum Verbrechen konzipiert. Daher bot sich an, zwischen den distanzierten Detektiv und den Leser einen vermittelnden Chronisten in Gestalt eines Ich-Erzählers einzubauen. Er kann wie bei Poe namenlos sein oder wie bei Holmes die festumrissene Gestalt des Dr. Watson.

Die Watson-Figur dient dazu, den Detektiven ins rechte Licht zu setzen. [...] Um den Detektiven, der gewöhnlich der Ober- oder Mittelschicht entstammt, auch intellektuell zu erhöhen, wird die Watson-Figur in der Regel als solider, nüchterner Durchschnittsmensch dargestellt.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Schumann

[5.] Ts/Fragment 220 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-01 15:08:21 Stratumlucidum
Fragment, Gesichtet, Meyer 2010, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 220, Zeilen: 1-38
Quelle: Meyer 2010
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: –
[ [S. 219, letzter Absatz:]

Zwei Jahre später stellte der US-Amerikaner S.S. Van Dine (alias Willard Huntington Wright), bekannt durch den Amateurdetektiv Philo Vance, seine vielzitierten Zwanzig Regeln für das Schreiben von Detektivgeschichten auf244 – eine Art Moralkodex für Krimi-Schriftsteller, hier zusammengefasst:


244 S.S. van Dine: Zwanzig Regeln für das Schreiben von Detektivgeschichten, in: Vogt, Der Kriminalroman, Bd. I, S. 164–185: vgl. auch: Ronald A. Knox: Zehn Regeln für einen guten Detektivroman, in: Paul G. Buchloh/Jens Peter Becker [Hrsg.]: Der Detektiverzählung auf der Spur, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1977, S. 191–192. ]


– Fair play: Detektiv und Leser müssen sich stets auf demselben Informationsniveau befinden.

– Aus dem Krimi darf keine Liebesgeschichte werden.

– Ermittlung des Täters in Krimis durch Logik und nicht durch Zufall.

– Niemals darf sich der Detektiv selbst als Täter herausstellen.

– Der Leser darf nicht vorsätzlich ausgetrickst werden.

– Ein Detektivroman fordert einen Detektiv als Protagonisten, der Indizien sammelt und zuletzt den Fall aufdeckt.

– Es muss eine Leiche geben, und „je toter sie ist, desto besser“. Krimis in Romanlänge sind zu aufwendig für etwas Geringeres als einen Mord.

– Ein scharfsinniger Leser muss die Chance haben, durch reine Gedankenarbeit den Fall parallel zu den Ermittlungen des Detektivs zu lösen. Spiritismus, Mystik, unsichtbare Schrift und Gedankenlesen sind verboten.

– Pro Kriminalroman darf es nur einen Detektiv geben, um die Chancengleichheit zwischen Leser und Held zu wahren.

– Der Täter muss im Krimi eine mehr oder weniger bedeutende Rolle spielen und dem Leser vertraut sein.

– Der Täter darf kein Diener sein. Es sollte sich um eine ehrenwerte Person handeln, die über jeden Verdacht erhaben ist.

– Es darf nur einen Täter geben. Untergeordnete Helfer sind erlaubt.

– Geheimbünde, Camorras oder die Mafia haben in einer Detektivgeschichte nichts zu suchen.

– Ein Detektivroman soll auf lange beschreibende Passagen, ausschweifende Charakteranalysen und literarisches Verweilen bei Nebensächlichkeiten verzichten.

– Kein Berufsverbrecher als Täter, lieber der Würdenträger der Kirche oder eine alte Jungfer.

– Das Verbrechen im Kriminalroman muss ein Verbrechen bleiben und darf sich nicht als Unfall oder Selbstmord entpuppen.

– Der Mord im Krimi sollte aus persönlichen Motiven begangen werden.

– Keine internationalen Verschwörungen, keine Kriegspolitik.

– Wegen Abnutzung sollte in einem Kriminalroman auf Dinge wie Überführung des Mörders durch einen am Tatort gefundenen Zigarettenstummel, auf Injektionsspritzen und Betäubungstropfen, auf gefälschte Fingerabdrücke oder Alibis, auf Zwillingsbrüder als Mörder und ähnliches verzichtet werden.

[Der US-Amerikaner S.S. van Dine (alias Willard Huntington Wright), bekannt durch seinen Amateurdetektiv Philo Vance, stellte 1936 zwanzig Regeln für das Schreiben von Detektivromane auf, die im folgenden gestrafft wiedergegeben werden:]
  • Das fair play: Detektiv und Leser müssen sich immer auf demselben Informationslevel befinden
  • Aus dem Krimi darf keine Liebesgeschichte werden
  • Ermittlung des Täters in Krimis durch Logik und nicht durch Zufall
  • Niemals darf sich der Detektiv selbst als Täter herausstellen [...]
  • Der Krimi-Leser darf nicht vorsätzlich ausgetrickst werden.
    [...]
  • Ein Detektivroman fordert einen Detektiven [sic] als Protagonisten, der Indizien sammelt und letztendlich den Fall aufdeckt
  • Es muss eine Leiche geben und "je toter sie ist, desto besser". Krimis in Romanlänge sind zu aufwendig für etwas Geringeres als einen Mord.
  • Der Leser muss die Chance haben, durch reine Gedankenarbeit den Fall parallel zu den Ermittlungen des Detektivs zu lösen. Spiritismus, Mystik, unsichtbare Schrift und Gedankenlesen sind verboten.
  • Pro Kriminalroman darf es nur einen Detektiven [sic] geben, um die Chancengleichheit zwischen Leser und Held zu wahren
  • Der Täter muss im Krimi eine mehr oder weniger bedeutende Rolle spielen und dem Leser vertraut sein
  • Der Täter darf kein Diener sein. Es sollte sich um eine ehrenwerte Person handeln, die über den Verdacht erhaben ist
  • Es darf nur einen Täter geben. Untergordnete Helfer sind erlaubt.
  • Geheimbünde, Camorras oder die Mafia haben in einer Detektivgeschichte nichts zu suchen.
  • Ein scharfsinniger Leser muss den Fall parallel zum Detektiven [sic] lösen können.
  • Ein Detektivroman sollte auf lange beschreibende Passagen, ausschweifende Charateranalysen und literarisches Verweilen bei Nebensächlichkeiten verzichten.
  • Kein Berufsverbrecher als Täter, lieber der Würdenträger der Kirche oder eine alte Jungfer.
  • Das Verbrechen im Kriminalroman muss ein Verbrechen bleiben und darf sich nicht als Unfall oder Selbstmord entpuppen.
  • Der Mord im Krimi sollte aus persönlichen Motiven begangen werden. Keine internationalen Verschwörungen, keine Kriegspolitik.
  • Wegen Abnutzung sollte in einem Kriminalroman auf Dinge wie Überführung des Mörders durch einen am Tatort gefundenen Zigarettenstummel, auf Injektionsspritzen und Betäubungstropfen, auf gefälschte Fingerabdrücke oder Alibis, auf Zwillingsbrüder als Mörder und ähnliches verzichtet werden.
Anmerkungen

Auf der vorangehenden Seite 219 weist der Verf. in Fn. 244 als Quelle Dine (in: Vogt [1971]) aus und gibt im Haupttext an, dessen Zwanzig Regeln "hier zusammengefasst" zu haben (wobei es – im Gegensatz zu Dine – sowohl bei Meyer als auch beim Verf. jeweils nur 19 sind).

Dass die zusammenfassende Leistung tatsächlich von der Online-Quelle Meyer (2010) erbracht und weitestgehend unverändert aus dieser übernommen wurde, ist nicht ausgewiesen.

Der Quellennachweis in Fn. 244 ("S. 164–185") ist zudem falsch, Dines Text befindet sich bei Vogt (1971) auf den Seiten 143-147.

Sichter
(Schumann) Stratumlucidum

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