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Quelle:Ts/Roxin 1978

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Claus Roxin
Titel    Karl May, das Strafrecht und die Literatur
Zeitschrift    Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft
Jahr    1978
Seiten    9-36
Anmerkung    Verglichen wurde mit der Online-Ausgabe des Textes.
URL    http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/JbKMG/1978/9.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Ts/Fragment 388 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-06 20:21:12 Stratumlucidum
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Roxin 1978, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 388, Zeilen: 1-10, 21-27, 101-109, 113
Quelle: Roxin 1978
Seite(n): 13, 14, 34, Zeilen: – (Online-Quelle)
[Im März 1865 tritt er in Leipzig als „Notenstecher Hermes“ – also ausgerechnet im Namen des Gottes der Diebe! – auf, dann als Polizeileutnant von Wolframsdorf. In] Leipzig wiederholt er ähnliche Betrügereien.64 Am 8. Juni 1865 verurteilt ihn das Bezirksgericht in Leipzig wegen mehrfachen Betrugs zu vier Jahren und einem Monat Arbeitshaus.65 Er verbüsst die Strafe bis zu seiner Begnadigung am 2. November 1868 in Zwickau. Schon im Januar 1869 delinquiert er erneut, indem er ein Pferd stiehlt. Dann gibt er sich wiederholt als Mitglied einer „Geheimen Polizei“ aus und „beschlagnahmt“ angebliches Falschgeld. Dabei führt er eine gefälschte polizeiliche „Legitimation“ mit sich, die mit dem Namen des sächsischen Generalstaatsanwaltes Dr. Schwarze unterzeichnet ist.66

[...]

Schon am 2. Juli 1869 wird Karl May verhaftet. Am 26. Juli vermag er die eisernen Fesseln zu zerbrechen und zu fliehen. Am 4. Januar 1870 wird er als Unbekannter in Böhmen festgenommen. Gegenüber der Polizei nennt er sich Albin Wadenbach und gibt sich als Neffe eines Pflanzungsbesitzers von Martinique aus, der bei einer Europareise seine Ausweise verloren habe. Erich Wulffen merkte später in seiner Psychologie des Verbrechers dazu an:69 „Unter Benutzung seiner schon [damaligen Kenntnisse von ausländischen Gegenden und Sitten schrieb er in der Haft an den angeblichen Onkel einen Brief, aus dessen Inhalt man tatsächlich hätte schließen können, daß der Häftling auf Martinique wie zu Hause sei.“]


64 Vgl. Rudolf Lebius: Die Zeugen Karl May und Klara May, Ein Beitrag zur Kriminalgeschichte unserer Zeit, Berlin-Charlottenburg 1910, S. 8-12; Hainer Plaul: Alte Spuren, Über Karl Mays Aufenthalt zwischen Mitte Dezember 1864 und Anfang Juni 1865, in: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1972/1973, S. 195 ff.

65 Vgl. Hainer Plaul, in: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1975, S. 129.

66 Vgl. Klaus Hoffmann: Karl May als „Räuberhauptmann“ oder Die Verfolgung rund um die sächsische Erde, Karl Mays Straftaten und sein Aufenthalt 1868 bis 1870, in: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft, 1. Teil: 1972/1973, S. 215-245; 2. Teil: 1975, S. 243-275.

[...]

69 Wulffen, Psychologie des Verbrechers, Bd. 2, S. 173.

[Seite 13]

Bald darauf treffen wir ihn in Chemnitz als »Seminarlehrer Lohse« und im März 1865 unter dem Namen »Hermes«, des Gottes der Kaufleute und Diebe, in Leipzig, wo er ähnliche Betrügereien wiederholt(14). Hier wird er nach einem Handgemenge gefaßt. Die rechtlichen Folgen sind: May wird am 8. Juni 1865 vom Bezirksgericht in Leipzig wegen mehrfachen Betruges zu vier Jahren und einem Monat Arbeitshaus verurteilt, einer Sanktion, die damals in Sachsen als zweitschwerste Freiheitsstrafe zwischen Zuchthaus- und Gefängnisstrafe stand.(15) May verbüßt die Strafe ab 14. Juni 1865 im Schloß Osterstein zu Zwickau und wird am 2. November 1868 begnadigt.

5. Aber schon im Januar 1869 wird er rückfällig, indem er ein Pferd stiehlt. Vom März an gibt er sich dann gegenüber verschiedenen Leuten als Mitglied der »Geheimen Polizei« aus und »beschlagnahmt« - teilweise unter grotesken Umständen - angebliches Falschgeld, mit dem er jeweils entweicht; dabei führt er eine gefälschte polizeiliche Legitimation mit sich, die mit dem Namen des sächsischen Generalstaatsanwaltes Dr. Schwarze, eines ehedem sehr bekannten StGB-Kommentators, unterzeichnet ist.(16) Am 2. Juli 1869 wird May schließlich verhaftet. Beim Transport zu einem Lokaltermin zerbricht er am 26. Juli jedoch die eisernen Fesseln und entspringt. [...] Am 4. Januar 1870 wird er als Unbekannter in Algersdorf in Böhmen festgenommen, wo er unerlaubt in einer Scheune übernachtet hat. Nun führt er die Polizei zwei Monate lang irre, indem er sich den Namen Albin Wadenbach beilegt und sich als den Neffen eines Pflanzungsbe-

[Seite 14]

sitzers von der fernen Insel Martinique ausgibt, der bei einer Europareise seine Ausweise verloren habe. Der Staatsanwalt und Kriminologe Erich Wulffen, der die Originaldokumente noch gesehen hat, sagte später in seiner »Psychologie des Verbrechers« darüber(17): »Unter Benutzung seiner schon damaligen Kenntnisse von ausländischen Gegenden und Sitten schrieb er in der Haft an den angeblichen Onkel einen Brief, aus dessen Inhalt man tatsächlich hätte schließen können, daß der Häftling auf Martinique wie zu Hause sei.« 

[Seite 34]

14 Näher Rudolf Lebius, Die Zeugen Karl May und Klara May. Ein Beitrag zur Kriminalgeschichte unserer Zeit. Berlin-Charlottenburg 1910, S. 8-12; Hainer Plaul, Alte Spuren. Über Karl Mays Aufenthalt zwischen Mitte Dezemher 1864 und Anfang Juni 1865, in: Jb-KMG 1972/73, S. 195ff.

15 Vgl. Plaul, Jb-KMG 1975, S. 129

16 Vgl. die Zusammenstellung im späteren Strafurteil bei Lebius, wie Anm. 14, S. 12-17. Eine umfangreiche Schilderung dieser Lebensepoche gibt Klaus Hoffmann, Karl May als »Räuberhauptmann« oder Die Verfolgung rund um die sächsische Erde. Karl Mays Straftaten und sein Aufenthalt 1868 bis 1870, 1. Teil, in: Jb-KMG 1972/73, S. 215-245; 2. Teil, Jb-KMG 1975, S.243-275

17 Erich Wulffen, Psychologie des Verbrechers. Berlin-Lichterfelde 1908, Bd. 2, S. 173

Anmerkungen

Zwei Seiten zuvor (S. 386) heißt es zur Biografie Mays in Fn. 60: "Die Darstellung folgt Roxin, Karl May, das Strafrecht und die Literatur."

Zwar wird im mittleren Absatz der untersuchten Seite die Quelle einmal genannt (Fn. 68), doch wird nicht deutlich, dass von (teils wörtlichen) Übernahmen aus dieser Quelle auch die anderen Absätze betroffen sind, was Zitate und Fußnotennachweise mit einschließt.

Insbesondere entbindet die generelle Anmerkung auf S. 386 den Verf. nicht von der Pflicht, die von Roxin (1978) genannten und von ihm selbst angeführten Quellen selbst zu rezipieren. Dies ist jedoch offenbar höchstens teilweise bzw. nicht mit der erforderlichen Intensität geschehen:

1. Die Behauptung, dass May – nachdem er sich in Leipzig als "Notenstecher Hermes" ausgegeben habe – in Leipzig ähnliche Betrügereien wiederholt habe, ist nicht konsistent und deckt sich auch nicht mit den Ausführungen von Plaul (1972/73). Hier schreibt der Verf. anscheinend nur oberflächlich aus der Quelle ab. Dort sowie bei Plaul (1972/73) ist der Sachverhalt jedoch so dargestellt, dass er in Chemnitz begangene Betrügereien in ähnlicher Form in Leipzig wiederholt habe.

2. Das Verurteilungsdatum 8. Juni 1865 findet sich bei Plaul (1975) auf S. 127.

3. Der erste Teil des Aufsatzes von Hoffmann (1972/73) findet sich auf den S. 215-247, nicht 215-245.

4. Der Pferdediebstahl geschah laut Hoffmann (1972/73, S. 228) im Juni 1869, nicht im Januar des Jahres.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Schumann) Stratumlucidum

[2.] Ts/Fragment 388 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-20 12:03:15 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Roxin 1978, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 388, Zeilen: 11-20
Quelle: Roxin 1978
Seite(n): 20, Zeilen: – (Online-Quelle)
Die letzte seiner Straftaten fand am 15. Juni 1869 statt.67 Der 27jährige May erschien bei einem Bäcker namens Wappler, gab sich als Bote eines Dresdener Advokaten aus und teilte der Familie mit, ihr sei eine grosse amerikanische Erbschaft zugefallen; der Vater solle sich mit den drei Söhnen zur Regelung dieser Angelegenheit schleunigst nach Glauchau begeben. Kaum waren die vier Männer gegangen, stellte er sich der Frau und ihrer Schwiegertochter als Geheimpolizist vor und eröffnete ihnen, dass in ihrem Hause Falschmünzerei getrieben werde, weshalb er eine Hausdurchsuchung durchführen müsse. Die dabei aufgefundenen 28 Taler „beschlagnahmte“ er und verschwand.68

67 Ebd., 1. Teil, S. 229f.; vgl. auch Hans Wollschläger: Karl May, Grundriß eines gebrochenen Lebens [1966], Zürich: Diogenes 1976, S. 40.

68 Roxin, Karl May, das Strafrecht und die Literatur, S. 20.

[Seite 20]

Lassen Sie mich zur Verdeutlichung nur die letzte seiner Straftaten vom 15. Juni 1869 herausgreifen.(36) An diesem Tage ist er bei einem Bäcker namens Wappler erschienen, hat sich als Bote eines Dresdener Advokaten ausgegeben und der freudig erstaunten Familie mitgeteilt, ihr sei eine große amerikanische Erbschaft zugefallen; der Vater solle sich mit den drei Söhnen zur Regelung dieser Angelegenheit schleunigst nach Glauchau begeben. Kaum waren die vier Männer weggegangen, hat er sich der Frau und der Schwiegertochter als Geheimpolizist vorgestellt und ihnen eröffnet, daß in ihrem Hause Falschmünzerei getrieben werde; er müsse eine Haussuchung durchführen. Die dabei aufgefundenen 28 Taler hat er sogleich »beschlagnahmt« und ist damit verschwunden.

[Seite 35]

36 ausführlich dargestellt bei Hoffmann, Jb-KMG 1972/73, S. 229f.; vgl. auch Wollschläger, wie Anm. 13, S. 40

Anmerkungen

Zwei Seiten zuvor (S. 386) heißt es zur Biografie Mays in Fn. 60: "Die Darstellung folgt Roxin, Karl May, das Strafrecht und die Literatur."

Die Quelle ist zwar auch in Fn. 68 genannt, doch bleiben Art und Umfang der (teils wörtlichen) Übernahme ungekennzeichnet.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[3.] Ts/Fragment 389 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-06 21:09:12 Stratumlucidum
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Roxin 1978, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 389, Zeilen: 1-7, 9-17, 22-28, 101-106
Quelle: Roxin 1978
Seite(n): 14, 15, 34, Zeilen: – (Online-Quelle)
[„Unter Benutzung seiner schon] damaligen Kenntnisse von ausländischen Gegenden und Sitten schrieb er in der Haft an den angeblichen Onkel einen Brief, aus dessen Inhalt man tatsächlich hätte schließen können, daß der Häftling auf Martinique wie zu Hause sei.“ [...] May wird am 13. April 1870 vom Bezirksgericht Mittweida zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, die er bis 1874 im Zuchthaus Waldheim bei Leipzig verbüsst.70 [...]

Nach der Entlassung beginnt er zu schreiben, zuerst neben einer Tätigkeit als Redakteur von Unterhaltungsblättern, dann als freier Schriftsteller. Einmal wird er noch bestraft, 1879, mit drei Wochen Gefängnis: Ein Verwandter seiner Braut ist tödlich verunglückt. May versucht den Sachverhalt aufzuklären und tritt dabei als „höherer, von der Regierung eingesetzter Beamter“ auf, der „noch über dem Staatsanwalt“ stehe. Er wird wegen Amtsanmassung verurteilt, obwohl er gar keine Amtshandlung vorgenommen hat, weswegen das Urteil aus heutiger Sicht falsch war.71 Fortan wurde er nie wieder straffällig.

[...] Es kam dann aber natürlich bald heraus, dass er in seiner Jugend nicht Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi, sondern ein Krimineller gewesen war. Karl May prozessierte zehn Jahre lang vor zahllosen Gerichten um seine Ehre und auch um Urheberrechte.73 Meistens gewann er. Aber die Prozesse wurden von Enthüllungen der Skandalpresse begleitet, die seiner bürgerlichen Existenz aufs ärgste zusetzten.


70 Hainer Plaul: Resozialisierung durch „progressiven Strafvollzug“, Über Karl Mays Aufenthalt im Zuchtbaus zu Waldheim von Mai 1870 bis Mai 1874, in: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1976, S. 105-170.

71 Erich Schwinge: Karl Mays Bestrafung wegen Amtsanmaßung (Fall Stollberg), in: Fritz Maschke: Karl May und Emma Pollmer, Die Geschichte einer Ehe, Bamberg: Karl-May-Verlag 1973, S. 130-136.

[...]

[73 Er soll insgesamt in 57 gerichtliche Verfahren verwickelt gewesen sein (Schmitz, Was geschah mit Schillers Schädel?, Sp. 1136).]

[Seite 14]

[...] »Unter Benutzung seiner schon damaligen Kenntnisse von ausländischen Gegenden und Sitten schrieb er in der Haft an den angeblichen Onkel einen Brief, aus dessen Inhalt man tatsächlich hätte schließen können, daß der Häftling auf Martinique wie zu Hause sei.« Schließlich kommt aber die Identität Mays doch heraus, und er wird am 13. April 1870 vom Bezirksgericht Mittweida zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, die er vom 3. Mai 1870 bis 2. Mai 1874 unter sehr harten Bedingungen im Zuchthaus Waldheim verbüßt.(18)

6. Nach der Entlassung - er ist jetzt 32 Jahre alt und seine letzten Straftaten liegen fünf Jahre zurück - beginnt Karl May zu schreiben, erst neben einer Tätigkeit als Redakteur von Unterhaltungsblättern, dann bald als freier Schriftsteller: [...] Einmal wird er noch bestraft, im Jahre 1879, mit drei Wochen Gefängnis, aber zu Unrecht, wie Erich Schwinge, der Marburger Kollege, inzwischen in einem Gutachten nachgewiesen hat(19): Ein Verwandter seiner Braut ist tödlich verunglückt; es geht das Gerücht, er sei einem Mord zum Opfer gefallen; May eilt an den Ort des Geschehens, um das vermeintliche Verbrechen aufzuklären, und gibt sich dabei als »höherer, von der Regierung eingesetzter Beamter« aus, der »noch über dem Staatsanwalt« stehe. Prompt wird er wegen Amtsanmaßung verurteilt, obwohl er - was die Voraussetzung einer Strafbarkeit gewesen wäre - keine Amtshandlung vorgenommen hat.

7. Dann wird er niemals wieder straffällig, wenn auch sein Leben dramatisch genug verläuft. [...]

[Seite 15]

[...]

8. [...] Es kommt heraus, daß er in seiner Jugend nicht Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi, sondern ein Krimineller gewesen war; und seine früheren Kolportageschreibereien werden unbefugt unter seinem Namen neu veröffentlicht. May prozessiert daraufhin zehn Jahre lang vor zahllosen Gerichten um Ehre und Urheberrecht, bis hinauf zum Reichsgericht; forensisch fast überall mit Erfolg, aber seine bürgerliche Existenz wird dabei durch die Enthüllungen der Skandalpresse ruiniert.

[Seite 34]

18 Über die Zuchthauszeit eingehend Hainer Plaul, Resozialisierung durch »progressiven Strafvollzug«. Über Karl Mays Aufenthalt im Zuchtbaus zu Waldheim von Mai 1870 bis Mai 1874, in: Jb-KMG 1976, S. 105-170

19 Erich Schwinge, Karl Mays Bestrafung wegen Amtsanmaßung (Fall Stollberg), in: Fritz Maschke, Karl May und Emma Pollmer. Die Geschichte einer Ehe. Bamberg 1973, S. 130-136

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Drei Seiten zuvor (S. 386) heißt es zur Biografie Mays in Fn. 60: "Die Darstellung folgt Roxin, Karl May, das Strafrecht und die Literatur."

Jedoch wird nicht deutlich, dass sich dies in (teils wörtlichen) Übernahmen aus dieser Quelle ausdrückt, was auch die Zitate und die meisten Referenzen einschließt; lediglich in einem – da nicht als Plagiat gewerteten – der Übersichtlichkeit halber hier nicht wiedergegebenen Zitat ergänzt er einen Satz.

Die Textstruktur ist identisch zur Quelle.

Bei der Übernahme geht der Verf. auch ohne große Sorgfalt vor: So findet sich das Verurteilungsdatum 13. April 1870 nicht bei Plaul (1976), wie er angibt; insofern ist fraglich, ob er diesen Aufsatz rezipiert hat.

Sichter
(Schumann) Stratumlucidum

[4.] Ts/Fragment 394 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-19 19:40:44 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Roxin 1978, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 393, Zeilen: 17-20
Quelle: Roxin 1978
Seite(n): 23, Zeilen: – (Online-Quelle)
Schliesslich erkannten viele Beobachter schon zu Lebzeiten, dass Mays Verhaltensauffälligkeiten und strafbaren [sic] Handlungen eine frappierende Ähnlichkeit mit den abenteuerlichen Taten seiner literarischen Helden aufweisen. [Erich Wulffen erklärte, dass Mays frühe Delinquenz „die ersten Symptome des Charakters der späteren Schriftstellerei“ erkennen lasse.89]

89 Zit. nach Roxin, Karl May, das Strafrecht und die Literatur, S. 23.

[Seite 23]

Schon vielen Beobachtern ist aufgefallen, daß Mays Verhaltensauffälligkeiten und strafbare Handlungen, wenn man die Vorzeichen umdreht, eine frappierende Ähnlichkeit mit den abenteuerlichen Taten seiner literarischen Helden aufweisen; er selbst hat sie im Alter einmal Old-Shatterhand-Streiche genannt.47 Erich Wulffen, der Kriminologe, wies schon zu Lebzeiten Mays darauf hin, daß dessen frühe Delinquenz »die ersten Symptome des Charakters der späteren Schriftstellerei« erkennen lasse.

[Seite 35]

47 in einem Brief an den Maler Sascha Schneider vom 31.5.1905, abgedruckt in: Hansotto Hatzig, Karl May und Sascha Schneider. Dokumente einer Freundschaft. Bamberg 1967, S. 78. Der Brief ist von Klara May geschrieben, aber von Karl May entworfen worden (Hatzig, a. a. O. S. 245, Anm. 35).]

Anmerkungen

Bei isolierter Betrachtung würde das Fragement wegen der Kürze wohl als kW eingeordnet werden.

Sichter
(SleepyHollow02)

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