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Quelle:Ts/Roxin 1989

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Claus Roxin
Titel    Ein geborener 'Verbrecher'. Karl May vor dem Königlichen Landgericht in Moabit
Zeitschrift    Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft
Jahr    1989
Seiten    9-36
Anmerkung    Verglichen wurde mit der Online-Ausgabe des Textes
URL    http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/JbKMG/1989/9.htm

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Ts/Fragment 386 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-19 18:32:36 Schumann
Fragment, Gesichtet, Roxin 1989, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 386, Zeilen: 1-5, 118-119
Quelle: Roxin 1989
Seite(n): 22, Zeilen: – (Online-Quelle)
[Auch] Karl May selbst empfand sein Leben und Streben - so der Titel seiner Autobiographie - als exemplarisch und schrieb [in geradezu rührendem Narzissmus]: „Das Karl May-Problem ist das Menschheitsproblem, aus dem großen, alles umfassenden Plural in den Singular, in die einzelne Individualität transponiert.“59

59 Karl May: Mein Leben und Streben, Freiburg/Bg. o.J. [1910], S. 317; Reprint Hildesheim-New York 1975, hrsg. v. Hainer Plaul, S. 12.

Er selbst empfand sein ›Leben und Streben‹ - so der Titel seiner Autobiographie - als exemplarisch und schrieb: Das Karl May-Problem ist das Menschheitsproblem, aus dem großen, alles umfassenden Plural in den Singular, in die einzelne lndividualität transponiert.24

24 May: Mein Leben und Streben, wie Anm. 8 [= Freiburg o. J. (1910), S. 317; Reprint Hildesheim-New York 1975. Hrsg. von Hainer Plaul], S. 12

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Die Übernahme der anmoderierenden Passage mit folgendem Zitat in gleicher Abgrenzung wie in der Quelle mag für sich genommen unscheinbar sein. Sie entspricht allerdings dem Übernahmemuster, das für alle Teile der Arbeit sowohl für lange wie kurze Passagen festgestellt werden konnte (und das den Verdacht einer ungeprüften Übernahme von Quellenzitaten nährt).

Auf der Vorseite finden sich unmittelbar vor Beginn des Fragments in der Fn. 58 insgesamt 23 bibliografische Angaben (darunter die Quelle an 15. Stelle), doch bezieht sich diese Fn. inhaltlich auf die Bedeutung des Strafrechts für Mays Lebensweg, daher Einstufung als Verschleierung.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[2.] Ts/Fragment 390 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-19 18:35:18 Schumann
Fragment, Gesichtet, Roxin 1989, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 390, Zeilen: 1-4, 11-22, 102-103
Quelle: Roxin 1989
Seite(n): 22, 23, 24, Zeilen: – (Online-Quelle)
Am schlimmsten trieb es der Journalist Rudolf Lebius (1868-1946), Redakteur der Sachsenstimme in Dresden. Er schrieb 1904 eine Reihe von Artikeln, in denen er immer deutlicher auf Mays Vorstrafen hinwies.

[...]

1907 begann Lebius eine neue Pressekampagne gegen Karl May. Er veröffentlichte zunächst unter Einschaltung eines Strohmannes die Broschüre Karl May, ein Verderber der deutschen Jugend. Darin wurde May erneut als „atavistischer Schriftsteller“ verunglimpft: „Er machte“, heisst es, „im frühesten Alter eine schwere chronische Krankheit durch, die offenbar kulturhemmend gewirkt hat.“75 May konnte die Schrift verbieten lassen. Lebius recherchierte nun weiter und verarbeitete seine Resultate zu Presseartikeln und Flugblättern. Danach sollte May jahrelang als Räuberhauptmann durch die erzgebirgischen Wälder gezogen sein; ausserdem wurde er verdächtigt, Blutschande getrieben und seinen Schwiegergroßvater erwürgt zu haben. May reichte mehrere Klagen gegen Lebius und seine Gewährsleute ein.


75 Friedrich-Wilhelm Kahl-Basel: Karl May, ein Verderber der deutschen Jugend, Berlin 1908, S. 6.

[Seite 22]

Dieser Weg beginnt im 63. Lebensjahr Karl Mays, 1904, als der Journalist Rudolf Lebius (1868-1946), die verhängnisvollste Erscheinung in der Biographie Karl Mays, seine Bekanntschaft suchte. Lebius, Redakteur der ›Sachsenstimme‹ in Dresden, war ursprünglich Sozialdemokrat gewesen, wechselte dann zur äußersten Rechten über und wurde zum erbitterten Gegner der SPD.

[Seite 23]

Tatsächlich schrieb Lebius in den folgenden Wochen und Monaten eine Reihe von Enthüllungsartikeln, in denen immer deutlicher auf Mays Vorstrafen hingewiesen wurde

[Seite 24]

Lebius begann daraufhin eine neue Pressekampagne gegen Karl May, die er selbst als »Vernichtungsfeldzug«30 bezeichnete. [....]

Er veröffentlichte zunächst unter Einschaltung eines Strohmannes eine Broschüre: ›Karl May, ein Verderber der deutschen Jugend‹ (1908). Darin wurde May als »atavistischer Schriftsteller« verunglimpft: »Er machte«, heißt es da, »im frühesten Alter eine schwere chronische Krankheit durch, die offenbar kulturhemmend gewirkt hat.«32 May gelang es, die Schrift verbieten zu lassen. [Lebius näherte sich nun der geschiedenen ersten Frau Karl Mays und warf sich zu ihrem Interessenvertreter auf. Er fuhr auch nach Ernstthal und horchte die Leute über Mays nun schon 40 und mehr Jahre zurückliegende Straftaten aus.] Das Ergebnis verarbeitete er zu Presseartikeln und Flugblättern ganz ungeheuerlicher Art. Danach sollte May jahrelang als Räuberhauptmann durch die erzgebirgischen Wälder gezogen sein; außerdem wurde er verdächtigt, Blutschande getrieben und seinen Schwiegergroßvater erwürgt zu haben.

[...] May erhob diverse Klagen gegen Lebius und seine Gewährsleute, die teils erfolgreich, teils bei seinem Tode noch nicht erledigt waren.


32 Friedrich-Wilhelm Kahl-Basel: Karl May, ein Verderber der deutschen Jugend. Berlin 1908, S. 6

Anmerkungen

Vier Seiten zuvor (S. 386) heißt es zur Biografie Mays in Fn. 60: "Die Darstellung folgt Roxin, Karl May, das Strafrecht und die Literatur."

Ein Hinweis auf die eigentliche Quelle fehlt hier. Geraffte Übernahme (inkl. der Zitate in gleicher Abgrenzung) sowie gleiche Textstruktur.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[3.] Ts/Fragment 391 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-19 18:36:43 Schumann
Fragment, Gesichtet, Roxin 1989, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 391, Zeilen: 1-7 (8-16)
Quelle: Roxin 1989
Seite(n): 27, 28, 29, 35, Zeilen: – (Online-Quelle)
Nun durfte jedermann Karl May einen geborenen Verbrecher nennen. Die Presse schrieb: Karl May - ein abgestrafter Räuber; Reiseschriftsteller und Räuberhauptmann. Der entlarvte May; Vom Räuberhauptmann zum Romancier; Ein literarischer Schinderhannes usw.77 Obwohl körperlich angeschlagen, zog Karl May das Urteil an die zweite Instanz, das Königliche Landgericht zu Berlin, weiter. Am 18. Dezember 1911 wurde vor der Strafkammer in Moabit ausgeführt:78

[Rechtsanwalt Bredereck: Der Privatkläger hat sich auch in dem Kostüm eines amerikanischen Trappers photographieren lassen.

May: Jeder Schauspieler läßt sich photographieren, wie es ihm beliebt, warum soll sich nicht ein Schriftsteller, der über amerikanische Dinge schreibt, als Trapper abbilden lassen?

Rechtsanwalt Bredereck: Alles das wird nur angeregt, um die pathologische Lügenhaftigkeit des Privatklägers zu illustrieren.

Vorsitzender: Ein Verbrechen wären doch solche phantastischen Dinge bei einem Dichter nicht, und ich halte Herrn May für einen Dichter.]


77 Ebd. [= Lebius, Die Zeugen Karl May und Klara May], S. 298.

[78 Zit. nach Roxin, Karl May, das Strafrecht und die Literatur, S. 29, wonach diese Äusserungen fast wörtlich übereinstimmend standen in: Königlich privilegierte Berlinische Zeitung (Vossische Zeitung), 18.12.1911; Abendausgabe Norddeutsche Allgemeine Zeitung, 20.12.1911; Berliner Lokal Anzeiger, 18.12.1911, Abendausgabe.]

[Seite 27]

Nachdem gerichtlich entschieden war, daß Lebius berechtigterweise Karl May einen geborenen Verbrecher hatte nennen dürfen, ging fast die gesamte Presse - von Lebius mit entsprechenden Berichten versorgt - davon aus, daß die von diesem verbreiteten Beschuldigungen nunmehr erwiesen seien. Ich zitiere nur einige Überschriften: ›Karl May - ein abgestrafter Räuber‹; ›Reiseschriftsteller und Räuberhauptmann. Der entlarvte May‹; ›Vom Räuberhauptmann zum Romancier‹; ›Ein literarischer Schinderhannes‹ usw.41

Dieser Schlag hat Mays Gesundheit, die durch mancherlei andere Pressekämpfe und Prozesse schon vorher geschwächt war, vollends zerstört. [...]

[Seite 28]

[...] Karl May legte gegen den Freispruch seines Gegners natürlich Berufung ein.

[Seite 29]

Am 18. Dezember erschien May vor der Strafkammer in Moabit in Begleitung des Dresdener Anwalts Netcke und des BerlinerJustizrats Sello, [...]

[ [...] Ich will eine kurze Passage wörtlich wiedergeben, weil sie trotz ihrer Beiläufigkeit über den Prozeß hinausgewirkt hat.47

Rechtsanwalt Bredereck: Der Privatkläger hat sich auch in dem Kostüm eines amerikanischen Trappers photographieren lassen.

May: Jeder Schauspieler läßt sich photographieren, wie es ihm beliebt, warum soll sich nicht ein Schriftsteller, der über amerikanische Dinge schreibt, als Trapper abbilden lassen?

Rechtsanwalt Bredereck: Alles das wird nur angeregt, um die pathologische Lügenhaftigkeit des Privatklägers zu illustrieren.

Vorsitzender: Ein Verbrechen wären doch solche phantastischen Dinge bei einem Dichter nicht, und ich halte Herrn May für einen Dichter.]

[Seite 35]

41 Lebius, wie Anm. 5 [Karl May: Meine Beichte. In: Rudolf Lebius: Die Zeugen Karl May und Klara May. Ein Beitrag zur Kriminalgeschichte unserer Zeit. Berlin-Charlottenburg 1910, S. 4-7 (4)], S. 298

[47 Sie findet sich fast wörtlich übereinstimmend in: Königlich privilegierte Berlinische Zeitung (Vossische Zeitung), 18. 12., Abendausgabe Norddeutsche Allgemeine Zeitung, 20. 12.; Berliner Lokal Anzeiger. 18. 12., Abendausgabe.]

Anmerkungen

Entgegen der Angabe des Verf. in Fn. 78, die Aussagen vor Gericht wörtlich nach Roxin: Karl May, das Strafrecht und die Literatur (1978, S. 29) zitiert zu haben, erfolgt diese nach der Quelle Roxin 1989. Da dieser Inhalt dort aber auf S. 29 steht, ist es denkbar, dass dem Verf. bei der Quellenangabe hier ein Irrtum unterlief. Das wörtliche Zitat sowie die Fn. 78 gehehen daher nicht in die Zeilenzählung ein.

Aus der Quelle übernommen wird gerafft allerdings auch der Inhalt des ersten Absatzes.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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