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Quelle:Tt/Bezzel 2008

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Adelheid Bezzel
Titel    Therapie im Maßregelvollzug - und dann? Eine Verlaufsuntersuchung an forensischen Patienten (§§ 63 und 64 StGB)
Ort    Regensburg
Jahr    2008
Anmerkung    Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät II (Psychologie, Pädagogik und Sportwissenschaften) der Universität Regensburg
URL    http://d-nb.info/992102782/34

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    14


Fragmente der Quelle:
[1.] Tt/Fragment 001 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 13:29:17 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1, Zeilen: 11-17
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 12, 13, Zeilen: 12: letzter Absatz - 13: 1-3
Es gibt allgemein zu wenig empirisch gesicherte Informationen über spezielle Vollzugsaspekte, die eine fundierte Diskussion in- und außerhalb des Maßregelvollzugs ermöglichen würden (Freese, Born, & Müller-Isberner, 1995). Es fehlen Studien, die der internen wie externen Qualitätskontrolle dienen (Dimmeck & Duncker, 1996). Das ist angesichts der Tatsache, dass Behandlungsmaßnahmen „eine Transparenz erhalten [müssen], mit der die Arbeitsweise und die Effektivität belegt werden können“ (Diederich, 2001, S. 78), besonders bedauerlich. Es gibt allgemein zu wenig empirisch gesicherte Informationen über spezielle Vollzugsaspekte, die eine fundierte Diskussion in- und außerhalb des Maßregelvollzugs ermöglichen würden (Freese, Born, & Müller-Isberner, 1995). Es fehlen Studien, die der internen wie externen Qualitätskontrolle dienen (Dimmek & Duncker, 1996). Das ist

[Seite 13]

angesichts der Tatsache, dass Behandlungsmaßnahmen „eine Transparenz erhalten [müssen], mit der die Arbeitsweise und die Effektivität belegt werden können“ (Diederich, 2001, S. 78), besonders bedauerlich.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[2.] Tt/Fragment 018 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 13:28:20 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 6-10
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 26, Zeilen: 26-30
Die Fortdauer der Therapie wird bei Suchtkranken vom Gericht überprüft, allerdings in halbjährlichen Abständen. Im Gegensatz zu § 63 StGB ist eine Höchstfrist der Unterbringung von zwei Jahren festgelegt. Sie kann sich aber verlängern, wenn neben der Maßregel eine Freiheitsstrafe verhängt, die Maßregel vorher vollzogen und anteilig auf die Freiheitsstrafe angerechnet wird (Schaumburg, 2003). Die Fortdauer der Therapie wird auch bei Suchtkranken vom Gericht überprüft, allerdings in halbjährlichen Abständen. Im Gegensatz zu § 63 StGB ist eine Höchstfrist der Unterbringung von zwei Jahren festgelegt. Sie kann sich aber verlängern, wenn neben der Maßregel eine Freiheitsstrafe verhängt, die Maßregel vorher vollzogen und anteilig auf die Freiheitsstrafe angerechnet wird (Schaumburg, 2003).
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[3.] Tt/Fragment 019 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 13:24:59 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 22-31
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 27, Zeilen: 3-12
Trotzdem stellt sich im § 64 StGB-Bereich häufig die Frage nach Fehleinweisung (Seifert & Leygraf, 1999). Etwa 50 % der Untergebrachten beenden die Therapie nicht regulär, sondern werden aufgrund einer pessimistischen Erfolgseinschätzung zur Verbüßung der Freiheitsstrafe in die Haft zurückgeschickt, da die Therapie gescheitert ist (§ 67 d Abs. 5 StGB). Um Fehleinweisungen zu verhindern, kommt den Sachverständigengutachten im Erkenntnisverfahren eine besondere Aufgabe zu, denen diese aber nicht immer gerecht werden. Besonders problematisch ist es, wenn überhaupt kein Gutachten erstellt wird. In einer bundesweiten Stichtagserhebung aus dem Jahr 1994 wurde dies bei 15 % der untersuchten 727 Maßregelvollzugpatienten festgestellt (von der Haar, 1995). Trotzdem stellt sich im § 64 StGB-Bereich häufig die Frage nach Fehleinweisung (Seifert & Leygraf, 1999). Etwa 50 % der Untergebrachten beenden die Therapie nicht regulär, sondern werden aufgrund einer pessimistischen Erfolgseinschätzung zur Verbüßung der Freiheitsstrafe in die Haft zurückgeschickt, da die Therapie gescheitert ist (§ 67 d Abs. 5 StGB). Um Fehleinweisungen zu verhindern, kommt den Sachverständigengutachten im Erkenntnisverfahren eine besondere Aufgabe zu, denen diese aber nicht immer gerecht werden. Besonders problematisch ist es, wenn überhaupt kein Gutachten erstellt wird. In einer bundesweiten Stichtagserhebung aus dem Jahr 1994 wurde dies bei 15 % der untersuchten 727 Maßregelvollzugpatienten festgestellt (von der Haar, 1995).
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[4.] Tt/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 13:22:56 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1-11
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 27, Zeilen: 18-28
Im Zuge der Diskussion um Fehleinweisungen ist von besonderer Bedeutung, dass in über 50 % der Gutachten die Behandlungsaussicht nicht dargelegt wird. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht am 16.03.1994 gerade diese Unterbringungsvoraussetzung verschärft (Schalast et al., 2005). Es muss nun eine positive Behandlungsprognose vorliegen, d. h., es ist eine hinreichend konkrete Erfolgsaussicht gefordert (Meier & Metrikat, 2003). Weiter muss der Vollzug abgebrochen werden, wenn der Zweck der Unterbringung aus Gründen, die in der Person des Untergebrachten liegen, nicht (mehr) erreicht werden kann. Der Abbruch ist nun nicht mehr an eine Jahresfrist gebunden (Meier & Metrikat, 2003). Dies ist gedacht als Entlastung der Kliniken im Sinne einer Verstärkung eines positiven therapeutischen Klimas durch Abbau der Subkultur Therapieunwilliger. Im Zuge der Diskussion um Fehleinweisungen ist von besonderer Bedeutung, dass in über 50 % der Gutachten die Behandlungsaussicht nicht dargelegt wird. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht am 16.03.1994 gerade diese Unterbringungsvoraussetzung verschärft (Schalast et al., 2005). Es muss nun eine positive Behandlungsprognose vorliegen, d. h., es ist eine hinreichend konkrete Erfolgsaussicht gefordert (Meier & Metrikat, 2003). Weiter muss der Vollzug abgebrochen werden, wenn der Zweck der Unterbringung aus Gründen, die in der Person des Untergebrachten liegen, nicht (mehr) erreicht werden kann. Der Abbruch ist nun nicht mehr an eine Jahresfrist gebunden (Meier & Metrikat, 2003). Dies ist gedacht als Entlastung der Kliniken im Sinne einer Verstärkung eines positiven therapeutischen Klimas durch Abbau der Subkultur Therapieunwilliger.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[5.] Tt/Fragment 020 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 13:26:12 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 18-29
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 28, 29, Zeilen: 28: 23-29 29: 4-8
Schalast, Dessecker und von der Haar (2005) sehen das Grundproblem nach wie vor in der Anordnungspraxis, da viele negative Faktoren wie mangelnde Deutschkenntnisse, fehlende Behandlungsmotivation etc. trotz der restriktiveren Fassung nicht grundsätzlich gegen eine Unterbringung sprechen. Sie machen deutlich, dass sich die Klientel nach der Neufassung nicht wesentlich geändert hat, der Anstieg der Therapieabbrüche (auf 60 %) aber erheblich ist. Dies kann sich negativ auf die Therapiemotivation der Verbleibenden auswirken, wenn der Therapiemisserfolg zum Regelfall wird. Es kann zu einer Risikoverschiebung kommen, da höchst problematische Straftäter nun ihre meist kurzen Restfreiheitsstrafen im Strafvollzug ohne weitere Intervention absitzen. Schalast, Dessecker und von der Haar (2005) befürchten einen lähmenden Effekt für die Therapie und eine Überforderung der forensischen Einrichtungen. Schalast, Dessecker und von der Haar (2005) sehen das Grundproblem nach wie vor in der Anordnungspraxis, da viele negative Faktoren wie mangelnde Deutschkenntnisse, fehlende Behandlungsmotivation etc. trotz der restriktiveren Fassung nicht grundsätzlich gegen eine Unterbringung sprechen. Auch sie machen deutlich, dass – obwohl sich das Klientel nach der Neufassung nicht wesentlich geändert hat – der Anstieg der Therapieabbrüche (auf 60 %) erheblich ist. Dies kann sich negativ auf die Therapiemotivation der Verbleibenden auswirken, wenn der Therapiemisserfolg zum Regelfall wird.

[Seite 29]

Es kann zu einer Risikoverschiebung kommen, da höchst problematische Straftäter nun ihre meist kurzen Restfreiheitsstrafen im Strafvollzug ohne weitere Intervention absitzen. Schalast, Dessecker und von der Haar (2005) befürchten einen lähmenden Effekt für die Therapie und eine Überforderung der forensischen Einrichtungen.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[6.] Tt/Fragment 077 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 12:46:26 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 19-30
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 53, Zeilen: 8-19
Das therapeutische Programm ist am Störungsbild orientiert (Bühringer, 1995). Die medikamentöse Behandlung spielt bei Suchtkranken eine untergeordnete Rolle (Schaumburg, 2003). Psychotherapie dagegen nimmt einen großen Raum ein und ist wie andere Therapiemodule (Ergo-, Kunst- und Sporttherapie aber auch schulqualifizierende Maßnahmen) häufig in einem Stufenprogramm organisiert. Nach Diagnostik und Motivationsüberprüfung bzw. Motivierungsarbeit (insbesondere Vermittlung von therapiebezogener Hoffnung und Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung) wird an suchtspezifischen und sozialdevianten Einstellungen und Verhaltensmustern gearbeitet. Aufbau einer Tagestruktur, Entwicklung und Stärkung von sozialen Kompetenzen, Befähigung zur Verantwortungsübernahme, Umgang mit Rückfallgefährdung und Rückfälligkeit usw. werden im Einzel- bzw. Gruppensetting vermittelt und bearbeitet. Die 3. Phase beinhaltet die eigentliche soziale Wiedereingliederung (Pfaff, 1998). Das therapeutische Programm ist am Störungsbild orientiert (Bühringer, 1995). Die medikamentöse Behandlung spielt bei Suchtkranken eine untergeordnete Rolle (Schaumburg, 2003). Psychotherapie dagegen nimmt einen großen Raum ein und ist wie andere Therapiemodule (Ergo-, Kunst- und Sporttherapie aber auch schulqualifizierende Maßnahmen) häufig in einem Stufenprogramm organisiert. Nach Diagnostik und Motivationsüberprüfung bzw. Motivierungsarbeit (insbesondere Vermittlung von therapiebezogener Hoffnung und Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung) wird an suchtspezifischen und sozialdevianten Einstellungen und Verhaltensmustern gearbeitet. Aufbau einer Tagestruktur, Entwicklung und Stärkung von sozialen Kompetenzen, Befähigung zur Verantwortungsübernahme, Umgang mit Rückfallgefährdung und Rückfälligkeit usw. werden im Einzel- bzw. Gruppensetting vermittelt und bearbeitet. Die 3. Phase beinhaltet die eigentliche soziale Wiedereingliederung (Pfaff, 1998).
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[7.] Tt/Fragment 078 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 12:47:55 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 1-6
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 53, Zeilen: 21-27
[Häufig kommt es] gerade in diesem Therapieabschnitt zu Krisen, die ein Wiedereintauchen in frühere Therapiephasen erfordern können (Meyer, 1995). Daher nimmt die intensive Vorbereitung auf die Entlassung viel Raum in Anspruch. Grundsätzlich müssen aber für die Gewährung von Lockerungen – unabhängig vom Stufensystem – individuelle Gefährlichkeitsprognosen erstellt werden. Das Erreichen von höheren Stufen kann nicht mit einem automatischen Lockerungszugewinn gekoppelt sein (Leygraf, 1995). Häufig kommt es gerade in diesem Therapieabschnitt zu Krisen, die ein Wiedereintauchen in frühere Therapiephasen erfordern können (Meyer, 1995). Daher nimmt die intensive Vorbereitung auf die Entlassung viel Raum in Anspruch. Grundsätzlich müssen aber für die Gewährung von Lockerungen – unabhängig vom Stufensystem – individuelle Gefährlichkeitsprognosen erstellt werden. Das Erreichen von höheren Stufen kann nicht mit einem automatischen Lockerungszugewinn gekoppelt sein (Leygraf, 1995).
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[8.] Tt/Fragment 079 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 12:45:15 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 1-6
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 53, Zeilen: letzter Absatz
Befragt nach ihren Einschätzungen bewerten Patienten in der Therapie die Gruppenund Einzelpsychotherapie, Ergo- und Sporttherapie positiv (Bischoff-Mews, 1998). Auch die Unterstützung bei der Arbeitssuche wird als wichtiges Element anerkannt. Bei Schalast (2000) werden insbesondere therapeutische Einzelgespräche, aber auch konkrete Resozialisierungsmaßnahmen (z. B. Schuldenregulierung) als bedeutsam von Patienten hervorgehoben. Befragt nach ihren Einschätzungen bewerten Patienten in der Therapie die Gruppenund Einzelpsychotherapie, Ergo- und Sporttherapie positiv (Bischoff-Mews, 1998). Auch die Unterstützung bei der Arbeitssuche wird als wichtiges Element anerkannt. Bei Schalast (2000) werden insbesondere therapeutische Einzelgespräche, aber auch konkrete Resozialisierungsmaßnahmen (z. B. Schuldenregulierung) als bedeutsam von Patienten hervorgehoben.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[9.] Tt/Fragment 085 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 12:36:22 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 25-30
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 51, Zeilen: 16-22
In der allgemeinen Suchtbehandlung werden unterschiedliche Rahmenbedingungen genutzt bzw. angestrebt, „um Suchtverhalten zu beeinflussen oder zu verändern“ (Günthner, 2001, S. 611). Die therapeutische Aufgabe besteht in der Beeinflussung des substanzabhängigen Verhaltens, das Ziel ist Abstinenz. Neuere Vorgehensweisen lassen in der Alkoholismusbehandlung auch moderaten Substanzgebrauch – unter dem Stichwort kontrolliertes Trinken bekannt geworden – v. a. bei exzessiven Trinkern ohne Abs[tinenzmotivation zu.] In der allgemeinen Suchtbehandlung werden unterschiedliche Rahmenbedingungen genutzt bzw. angestrebt, „um Suchtverhalten zu beeinflussen oder zu verändern“ (Günthner, 2001, S. 611). Die therapeutische Aufgabe besteht in der Beeinflussung des substanzabhängigen Verhaltens, das Ziel ist Abstinenz. Neuere Vorgehensweisen lassen in der Alkoholismusbehandlung auch moderaten Substanzgebrauch – unter dem Stichwort kontrolliertes Trinken bekannt geworden – v. a. bei exzessiven Trinkern ohne Abstinenzmotivation zu.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[10.] Tt/Fragment 086 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 12:38:10 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 51, 52, Zeilen: 51: 22ff - 52: 1ff
Auch die bisher als unabdingbar geltende Änderungsmotivation wird nun nicht mehr als Voraussetzung, sondern als Ziel der Therapie gesehen. Man spricht von einem „Paradigmenwechsel“ (a. a. O., S. 612). Sichtweisen, Einstellungen und emotionale Bewertungen des Patienten bezüglich des Substanzkonsums werden in der Therapie berücksichtigt, verschiedene Stadien des Veränderungsprozesses werden akzeptiert. In der Entwöhnungstherapie rücken motivationale und gesprächstherapeutische Interventionen in den Vordergrund, das familiäre Umfeld wird verstärkt mit einbezogen, kognitiv-verhaltenstherapeutische Modelle und soziotherapeutische Maßnahmen werden eingesetzt.

Auch die forensische Entwöhnungstherapie betont die Motivationsarbeit als wesentliche therapeutische Aufgabe (Koch, 1988). Dabei ist eine zumindest latent vorhandene Behandlungsbereitschaft von Nöten, um einen anhaltenden Behandlungserfolg erzielen zu können. Die im Erkenntnisverfahren vorgetragene Motivation stellt sich häufig als gering bzw. zielgerichtet heraus und fällt im Laufe der Therapie in sich zusammen; Koch (1988) erkennt in ihrer Alkoholikerstichprobe (N = 97) bei 30 % eine nur oberflächliche Therapiemotivation. Allerdings untersucht sie nur Patienten mit erfolgreichem Therapieabschluss, d. h., der reale Anteil derer mit motivationalen Defiziten wird in der Gesamtgruppe höher sein. Einige Patienten versuchen, der Haft zu entgehen und erhoffen sich leichtere Lebensbedingungen in der Therapie. Änderungsbereitschaft oder gar Abstinenzmotivation sind zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden. Hier stellt sich die Frage, ob diese Patienten tatsächlich die vom Gesetzgeber verschärfte Unterbringungsvoraussetzung bezüglich feststellbarer positiver Behandlungsprognose erfüllen oder im Maßregelvollzug fehlplaziert sind. Schalast (2000) stellt eine Motivationsstudie vor, in der 83 alkoholkranke und drogenabhängige Probanden aus vier Kliniken zu drei Messzeitpunkten bzgl. ihrer Therapiemotivation untersucht werden. Als bedeutsame Motivationsdimensionen werden zuversichtliche Kooperationsbereitschaft und Problembewusstsein herausgestellt. Hoffnungslosigkeit dagegen kann eine trotzige Verweigerungshaltung fördern, ein geringes Problembewusstsein hängt mit fehlenden therapiebezogenen Erwartungen zusammen. Unklare Abstinenzvorsätze zu Behandlungsbeginn können im Laufe der Therapie häufig nicht gefestigt werden. Schalast betont als ein Resumée seiner Arbeit die Bedeutung positiver Aspekte in der Behandlung und die Förderung von Therapiehoffnung.

Auch die bisher als unabdingbar geltende Änderungsmotivation wird nun nicht mehr als Voraussetzung, sondern als Ziel der Therapie gesehen. Man spricht von einem „Paradigmenwechsel“ (a. a. O., S. 612). Sichtweisen, Einstellungen und emotionale Bewertungen des Patienten bezüglich des Substanzkonsums werden in der Therapie berücksichtigt, verschiedene Stadien des Veränderungsprozesses werden akzeptiert. In der Entwöhnungstherapie rücken motivationale und gesprächstherapeutische Interventionen in den Vordergrund, das familiäre Umfeld wird verstärkt mit einbezogen, kognitiv-verhaltenstherapeutische Modelle und soziotherapeutische Maßnahmen werden eingesetzt.

Auch die forensische Entwöhnungstherapie betont die Motivationsarbeit als wesentliche therapeutische Aufgabe (Koch, 1988). Dabei ist eine zumindest latent vorhandene Behandlungsbereitschaft von Nöten, um einen anhaltenden Behandlungserfolg erzielen

[Seite 52]

zu können. Die im Erkenntnisverfahren vorgetragene Motivation stellt sich häufig als gering bzw. zielgerichtet heraus und fällt im Laufe der Therapie in sich zusammen; Koch (1988) erkennt in ihrer Alkoholikerstichprobe (N = 97) bei 30 % eine nur oberflächliche Therapiemotivation. Allerdings untersucht sie nur Patienten mit erfolgreichem Therapieabschluss, d. h., der reale Anteil derer mit motivationalen Defiziten wird in der Gesamtgruppe höher sein. Einige Patienten versuchen, der Haft zu entgehen und erhoffen sich leichtere Lebensbedingungen in der Therapie. Änderungsbereitschaft oder gar Abstinenzmotivation sind zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden. Hier stellt sich die Frage, ob diese Patienten tatsächlich die vom Gesetzgeber verschärfte Unterbringungsvoraussetzung bezüglich feststellbarer positiver Behandlungsprognose erfüllen oder im Maßregelvollzug fehlplatziert sind. Schalast (2000) stellt eine Motivationsstudie vor, in der 83 alkoholkranke und drogenabhängige Probanden aus vier Kliniken zu drei Messzeitpunkten bzgl. ihrer Therapiemotivation untersucht werden. Als bedeutsame Motivationsdimensionen werden zuversichtliche Kooperationsbereitschaft und Problembewusstsein herausgestellt. Hoffnungslosigkeit dagegen kann eine trotzige Verweigerungshaltung fördern, ein geringes Problembewusstsein hängt mit fehlenden therapiebezogenen Erwartungen zusammen. Unklare Abstinenzvorsätze zu Behandlungsbeginn können im Laufe der Therapie häufig nicht gefestigt werden. Schalast betont als ein Resumée seiner Arbeit die Bedeutung positiver Aspekte in der Behandlung und die Förderung von Therapiehoffnung.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[11.] Tt/Fragment 087 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 12:39:32 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 87, Zeilen: 1-2
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 52, Zeilen: 20-22
[Es sei eine Substanziierung und Individualisierung der Therapiepla]nung nötig, um den Patienten in seiner Ambivalenz verstehen und akzeptieren zu können. Es sei eine Substanziierung und Individualisierung der Therapieplanung nötig, um den Patienten in seiner Ambivalenz verstehen und akzeptieren zu können.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

HIer endet die lange Übernahme von Fragment 086 01.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[12.] Tt/Fragment 090 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 12:40:53 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 12-29
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 48, Zeilen: 2-18
Eine bundesweite Analyse der Bundeszentralregisterauszüge (BZR) von 249 gemäß § 64 StGB-Untergebrachten gibt Kerndaten dieser Patientengruppe wieder (Dessecker, 1995). Meist wird in der Bezugsentscheidung eine verminderte Schuldfähigkeit (§ 21 StGB) festgestellt, anlassdeliktisch führen schwerer Diebstahl, Raub bzw. räuberische Erpressung sowie Drogendelikte die Deliktliste an. Im Einzelnen war bei der Stichtagserhebung des Jahres 2006 die Verteilung der Anlassdelikte wie folgt: Tötungsdelikt 15,4%, Körperverletzung 38%, Sexualdelikt 12,7%, Brandstiftung 6,3% und Eigentumsdelikte mit und ohne Gewalt 20,8%. (vgl. Von der Haar 2006) Bei über 40 % der untersuchten Fälle der BZR-Studie von Dessecker (1995) ordnen die Gerichte eine Therapie an, obwohl sich der Sachverständige nicht dazu geäußert oder sie zumindest nicht befürwortet hat. Isolierte Maßregelanordnungen sind selten, über 50 % der Patienten bekommen parallel eine Freiheitsstrafe über 18 Monaten ausgesprochen. Ebenso gering ist der Anteil der primären Aussetzungen zur Bewährung und der Anordnung von Vorwegvollzug eines Teils der Freiheitsstrafe. In der Dessecker-Studie wurde auch kontrolliert, wie viele Patienten die Therapie regulär beenden können. Bei knapp 3/4 wird die Unterbringung zur Bewährung ausgesetzt, 16 % kommen in den Strafvollzug (wegen Erledigung, wegen Aussichtslosigkeit, Umkehr der Vollstreckungsreihenfolge, Erreichen der Höchstfrist). Eine bundesweite Analyse der Bundeszentralregisterauszüge (BZR) von 249 gemäß § 64 StGB-Untergebrachten gibt Kerndaten dieser Patientengruppe wieder (Dessecker, 1995). Meist wird in der Bezugsentscheidung eine verminderte Schuldfähigkeit (§ 21 StGB) festgestellt, anlassdeliktisch führen schwerer Diebstahl, Raub bzw. räuberische Erpressung sowie Drogendelikte die Deliktliste an. Der Gewaltanteil ist bei den Anlassdelikten nicht unerheblich und liegt in einer bundesweiten Stichtagserhebung mit 727 Probanden bei 59 % (von der Haar, 1995).

Bei über 40 % der untersuchten Fälle der BZR-Studie von Dessecker (1995) ordnen die Gerichte eine Therapie an, obwohl sich der Sachverständige nicht dazu geäußert oder sie zumindest nicht befürwortet hat. Isolierte Maßregelanordnungen sind selten, über 50 % der Patienten bekommen parallel eine Freiheitsstrafe über 18 Monaten ausgesprochen. Ebenso gering ist der Anteil der primären Aussetzungen zur Bewährung und der Anordnung von Vorwegvollzug eines Teils der Freiheitsstrafe.

In der Dessecker-Studie wurde auch kontrolliert, wie viele Patienten die Therapie regulär beenden können. Bei knapp 3/4 wird die Unterbringung zur Bewährung ausgesetzt, 16 % kommen in Strafvollzug (wegen Erledigung wegen Aussichtslosigkeit, Umkehr der Vollstreckungsreihenfolge, Erreichen der Höchstfrist).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Einige Daten wurden wohl aktualisiert und präzisiert.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[13.] Tt/Fragment 091 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 12:42:39 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 48, 49, 50, Zeilen: 48: 19ff - 49: 1ff; 50: 24-26
Die Therapie dauert im Median 21 Monate; in anderen Studien liegt die mittlere Unterbringungsdauer darunter, wobei die tatsächliche stationäre Therapie ohne die sich anschließende lange Beurlaubungszeit bei etwa einem Jahr liegt (Leygraf, 1995). Bei über 50 % kommt es während des Aufenthaltes zu Zwischenfällen (v. a. kurzzeitige Entweichungen im Sinne eines Lockerungsmissbrauches, Alkoholrückfälle), über 20 % verüben eine neue Straftat. Zunehmend stärker wird die Gruppe ausländischer Patienten; Türkei, Libanon, Italien sind die Hauptherkunftsländer (a. a. O.). Diagnostisch ist in den letzten Jahren eine Verschiebung innerhalb der Suchtformen festzustellen, auch wenn Alkoholkranke mit 2/3 nach wie vor die größte Gruppe sind (Seifert & Leygraf, 1999). Tendenziell nehmen polytoxikomane Abhängigkeitsformen zu. Auch kommen mehr Konsumenten von Ecstasy, Designer- und Partydrogen in Therapie. Bei 75% wird neben der Suchterkrankung eine weitere psychiatrische Diagnose gestellt, meist aus dem Bereich der Persönlichkeitsstörungen (Gerl, 2000; von der Haar, 1995).

Die größte Gruppe der Alkoholabhängigen ist bei Anordnung der Maßregel zwischen 26-45 Jahre alt, wobei es zunehmend mehr jugendliche Alkoholabhängige gibt (Koch, 1988). Nach dem 45. Lebensjahr verliert die Maßregel an Bedeutung (Bischoff-Mews, 1998). Persönlichkeitsstörungen und Minderbegabung sind bei Alkoholikern häufige Zweitdiagnosen (Bischoff-Mews, 1998; Koch, 1988). Bei Frauen werden auch Angststörungen diagnostiziert (Römer, Klopf, Weinlich, Jenner, & Rainer, 2002). Hinter der Alkoholabhängigkeit steht meist eine multifaktorielle Genese. Der Beginn ist sehr früh (um das 15. Lebensjahr). Nach der Jellinekschen Einteilung handelt es sich häufig um Gamma-Alkoholiker mit einer extremen physischen und psychischen Abhängigkeit (Bischoff- Mews, 1998). Drogen, meist Haschisch, werden nur sporadisch konsumiert. Trotz der lang andauernden Suchtproblematik sind nur wenige vorbehandelt. In der Studie von Bischoff-Mews (1998) mit 53 Alkoholabhängigen haben lediglich 38 % Therapieerfahrung. Es handelt sich dann auch weniger um abgeschlossene Entwöhnungstherapien, sondern um Entgiftungen oder abgebrochene Therapieversuche (Koch, 1988). Abstinenzzeiten finden sich entsprechend selten.

Suchtkranke sind zu 90 % vorbestraft, häufig mehrfach (Meier & Metrikat, 2003).

Der Delinquenzbeginn ist früh, einige Patienten werden bereits vor dem 21. Lebensjahr inhaftiert (Koch, 1988).

Die Therapie dauert im Median 21 Monate; in anderen Studien liegt die mittlere Unterbringungsdauer darunter, wobei die tatsächliche stationäre Therapie ohne die sich anschließende lange Beurlaubungszeit bei etwa einem Jahr liegt (Leygraf, 1995).

Bei über 50 % kommt es während des Aufenthaltes zu Zwischenfällen (v. a. kurzzeitige Entweichungen im Sinne eines Lockerungsmissbrauches, Alkoholrückfälle), über 20 % verüben eine neue Straftat.

Zunehmend stärker wird die Gruppe ausländischer Patienten; Türkei, Libanon, Italien sind die Hauptherkunftsländer (a. a. O.).

Diagnostisch ist in den letzten Jahren eine Verschiebung innerhalb der Suchtformen festzustellen, auch wenn Alkoholkranke mit 2/3 nach wie vor die größte Gruppe sind (Seifert & Leygraf, 1999). Tendenziell nehmen polytoxikomane Abhängigkeitsformen zu. Auch kommen mehr User von Ecstasy, Designer- und Partydrogen in Therapie. Bei 3/4 wird neben der Suchterkrankung eine weitere psychiatrische Diagnose gestellt, meist aus dem Bereich der Persönlichkeitsstörungen (Gerl, 2000; von der Haar, 1995).

Die größte Gruppe der Alkoholabhängigen ist bei Anordnung der Maßregel zwischen 26-45 Jahre alt, wobei es zunehmend mehr jugendliche Alkoholabhängige gibt (Koch,

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1988). Nach dem 45. Lebensjahr verliert die Maßregel an Bedeutung (Bischoff-Mews, 1998). Persönlichkeitsstörungen und Minderbegabung sind bei Alkoholikern häufige Zweitdiagnosen (Bischoff-Mews, 1998; Koch, 1988). Bei Frauen werden auch Angststörungen diagnostiziert (Römer, Klopf, Weinlich, Jenner, & Rainer, 2002). Hinter der Alkoholabhängigkeit steht meist eine multifaktorielle Genese. Der Beginn ist sehr früh (um das 15. Lebensjahr). Nach der Jellinekschen Einteilung handelt es sich häufig um Gamma-Alkoholiker mit einer extremen physischen und psychischen Abhängigkeit (Bischoff- Mews, 1998). Drogen, meist Haschisch, werden nur sporadisch konsumiert. Trotz der lang andauernden Suchtproblematik sind nur wenige vorbehandelt. In der Studie von Bischoff-Mews (1998) mit 53 Alkoholabhängigen haben lediglich 38 % Therapieerfahrung. Es handelt sich dann auch weniger um abgeschlossene Entwöhnungstherapien, sondern um Entgiftungen oder abgebrochene Therapieversuche (Koch, 1988). Abstinenzzeiten finden sich entsprechend selten.

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Suchtkranke sind zu 90 % vorbestraft, häufig mehrfach (Meier & Metrikat, 2003). Der Delinquenzbeginn ist früh, einige Patienten werden bereits vor dem 21. Lebensjahr inhaftiert (Koch, 1988).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[14.] Tt/Fragment 092 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 12:44:11 WiseWoman
Bezzel 2008, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tt

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 1-15
Quelle: Bezzel 2008
Seite(n): 50, 51, Zeilen: 50: 21ff - 51: 1-8
[Suchtmittel spielen auch in der forensischen Vorgeschichte eine ] Rolle. Eigentumsdelikte führen in beiden Suchtgruppen (Alkohol und Drogen) die Liste der Vordelikte an, wobei Drogenabhängige eine deutliche Steigerung der Delikthäufigkeit wie -schwere in ihrer Straftatentwicklung aufweisen (Koch, 1988; Seifert & Leygraf, 1999). Haben 1984 Verstöße gegen das BtMG 70 % der Einweisungsdelikte ausgemacht, sind es 1999 nur 29 %. Der Anteil von Gewaltdelikten ist dagegen dreimal höher (Seifert & Leygraf, 1999). Da bei den Drogenabhängigen viele mit gewaltsamen Vermögensdelikten in den Maßregelvollzug kommen, ist in dieser Gruppe die gleichzeitig ausgesprochene Freiheitsstrafe im Median höher als bei Alkoholikern: 33,5 Monate vs. 18 Monate (Meier & Metrikat, 2003).

Resümierend kann man bei suchtkranken Maßregelvollzugspatienten überwiegend von Frühkriminellen sprechen: Delinquenzbeginn vor dem 30. Lebensjahr, Häufung von Körperverletzungen und Eigentumsdelikten, eine insgesamt erhebliche strafrechtliche Vorbelastung (Bischoff-Mews, 1998). Anlassdeliktisch überwiegen Eigentumsdelikte, gefolgt von Körperverletzungen (Bischoff-Mews, 1998; Koch, 1988; Seifert & Leygraf, 1999).

Suchtmittel spielen auch in der forensischen Vorgeschichte eine Rolle. Eigentumsdelikte führen in beiden Suchtgruppen (Alkohol und Drogen) die Liste der Vordelikte an, wobei Drogenabhängige eine deutliche Steigerung der Delikthäufigkeit wie -schwere in ihrer Straftatentwicklung aufweisen (Koch, 1988; Seifert & Leygraf, 1999). Haben 1984 Verstöße gegen das BtMG 70 % der Einweisungsdelikte ausgemacht, sind es 1999 nur 29 %. Der Anteil von Gewaltdelikten ist dagegen dreimal höher (Seifert & Leygraf, 1999). Da bei den Drogenabhängigen viele mit gewaltsamen Vermögensdelikten in den Maßregelvollzug kommen, ist in dieser Gruppe die gleichzei-

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tig ausgesprochene Freiheitsstrafe im Median höher als bei Alkoholikern: 33,5 Monate vs. 18 Monate (Meier & Metrikat, 2003).

Resümierend kann man bei suchtkranken Maßregelvollzugspatienten überwiegend von Frühkriminellen sprechen: Delinquenzbeginn vor dem 30. Lebensjahr, Häufung von Körperverletzungen und Eigentumsdelikten, eine insgesamt erhebliche strafrechtliche Vorbelastung (Bischoff-Mews, 1998). Anlassdeliktisch überwiegen Eigentumsdelikte, gefolgt von Körperverletzungen (Bischoff-Mews, 1998; Koch, 1988; Seifert & Leygraf, 1999).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

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