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Quelle:Tw/Graf und Janssens 2007

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     J. Graf, U. Janssens
Titel    The good, the bad, and the ugly – Qualitätsmerkmale publizierter Studien
Sammlung    Evidenzbasierte Medizin in Anästhesie und Intensivmedizin
Herausgeber    R. Kuhlen, R. Rossaint
Verlag    Springer
Ausgabe    2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage
Jahr    2007
Seiten    17-29
URL    http://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-540-29946-2

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    17


Fragmente der Quelle:
[1.] Tw/Fragment 006 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-29 17:56:11 Singulus
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 22-31
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 18, Zeilen: li. Sp. 30 ff.
1.2 Die randomisierte, kontrollierte klinische Studie

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde durch den englischen Statistiker und Genetiker Sir Ronald Alymer [sic] Fisher das theoretische Konzept der Randomisierung, d.h. der zufälligen Verteilung verschiedener therapeutischer Strategien, in die klinische Medizin eingeführt (32). Die 1931 von Amberson und Mitarbeitern publizierte Untersuchung zur Therapie der Lungentuberkulose stellt die mutmaßlich erste randomisierte und kontrollierte klinische Studie nach modernem Verständnis dar (3). Mehr als 20 Jahre später war es Sir Austin Bradford Hill, der eine randomisierte klinische Studie zum Einsatz von Streptomycin zur Therapie der Lungentuberkulose veröffentlichte (25). In der Folge begründete Hill durch eine Reihe von [Vorträgen und Publikationen den Beginn einer neuen Ära der klinisch-medizinischen Wissenschaft, in deren Mittelpunkt die randomisierte klinische Studie stehen sollte (46).]


(25) Daniels M, Hill AB. A clinical trial of sanocrysin in pulmonary tuberculosis. BMJ 1952;1:1162-8.

(32) Fisher LD. Advances in clinical trials in the twentieth century. Annu Rev Public Health 1999;20(109):124.

(46) Hill AB. The clinical trial. N Engl J Med 1952;247:113-9.

Kurze Historie randomisierter, kontrollierter klinischer Studien

[...]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde durch den englischen Statistiker und Genetiker Sir Ronald Alymer [sic] Fisher das theoretische Konzept der Randomisierung, d. h. der zufälligen Verteilung verschiedener therapeutischer Strategien, in die klinische Medizin eingeführt [30]. Die 1931 von Amberson und Mitarbeitern publizierte Untersuchung zur Therapie der Lungentuberkulose stellt die mutmaßlich erste randomisierte und kontrollierte klinische Studie nach modernem Verständnis dar [3].

Mehr als 20 Jahre später war es Sir Austin Bradford Hill [25], der eine randomisierte klinische Studie zum Einsatz von Streptomycin zur Therapie der Lungentuberkulose veröffentlichte. In der Folge begründete Hill durch eine Reihe von Vorträgen und Publikationen den Beginn einer neuen Ära der klinisch-medizinischen Wissenschaft, in deren Mittelpunkt die randomisierte klinische Studie stehen sollte [45].


25. Daniels M, Hill AB (1952) A clinical trial of sanocrysin in pulmonary tuberculosis. BMJ 1: 1162–1168

30. Fisher LD (1999) Advances in clinical trials in the twentieth century. Annu Rev Public Health 20: 109–124

45. Hill AB (1952) The clinical trial. N Engl J Med 247: 113–119

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Die Fehlschreibung des Namens von Ronald Aylmer Fisher wird aus der Quelle übernommen, wobei diese wiederum die Fehlschreibung "Alymer" aus dem Aufsatz von L. D. Fisher (1999, S. 112) übernommen hat.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[2.] Tw/Fragment 007 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:01:21 Schumann
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 5-30
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 18, Zeilen: re. Sp. 7 ff.
1.2.1 Methodische und inhaltliche Besonderheiten

Die randomisierte, kontrollierte klinische Studie („randomised controlled clinical trial“, RCT) ist eines der einfachsten, effektivsten und gleichzeitig innovativsten Werkzeuge der klinisch-medizinischen Wissenschaft (101;102). Randomisierte Studien erfassen a priori definierte Merkmale von Individuen, die zufällig („randomisiert“) verschiedenen Gruppen und somit unterschiedlichen Interventionen zugeteilt werden. Üblicherweise wird eine der gewählten Interventionen als Standard oder Kontrolle bezeichnet. Diese Kontrollgruppe erhält entweder eine evaluierte Standardtherapie, Placebo, oder überhaupt keine Therapie. Im Gegensatz dazu wird die andere Gruppe als Therapie- oder Verumgruppe bezeichnet. Randomisierte Studien sind Experimente, denn der Studienleiter kann Anzahl und Art und Weise der Therapie bestimmen (Interventionsstudie), im Gegensatz zu zum Beispiel Observationsstudien, die keine Intervention beinhalten.

Die herausragende Stärke der randomisierten und kontrollierten klinischen Studie ist die zufällige Verteilung aller Individuen auf verschiedene, miteinander zu vergleichende Gruppen (54). Die Verteilung der Individuen wird somit nicht durch die Studienleiter, Kliniker, oder andere Studienteilnehmer festgelegt. Theoretisch führt dies zur Gleichverteilung aller bekannten und vor allem der unbekannten Einflussfaktoren. Ziel der Randomisierung ist die Ausgeglichenheit der Gruppen zum Zeitpunkt des Studienbeginns hinsichtlich demographischer, anthropometrischer und biologischer Parameter. Statistisch signifikante Unterschiede der zuvor festgelegten Endpunkte können dann mit hinreichender Sicherheit der jeweiligen Intervention zugeschrieben werden.

Die Durchführung einer randomisierten Studie ist nicht automatisch mit einem optimalen oder fehlerfreien Studiendesign gleichzusetzen.


(54) Jadad AR, Rennie D. The Randomized Controlled Trial Gets a Middle-aged Checkup. JAMA 1998;279(4):319-20.

(101) Silverman WA. Gnosis and Random Allotment. Control Clin Trials 1981;2:161-4.

(102) Silverman WA, Chalmers I. Sir Austin Bradford Hill: an appreciation. Control Clin Trials 1992 Apr;13(2):100-5.

Was zeichnet eine randomisierte, kontrollierte klinische Studie aus?

Die randomisierte, kontrollierte klinische Studie (»randomised controlled clinical trial«) ist eines der einfachsten, effektivsten und gleichzeitig innovativsten Werkzeuge der klinisch-medizinischen Wissenschaft [96, 97]. Randomisierte Studien erfassen a priori definierte Merkmale von Individuen, die zufällig (»randomisiert«) verschiedenen Gruppen und somit unterschiedlichen Interventionen zugeteilt werden. Üblicherweise wird eine der gewählten Interventionen als Standard oder Kontrolle bezeichnet. Diese Kontrollgruppe erhält entweder eine evaluierte Standardtherapie, Placebo, oder überhaupt keine Therapie.

Im Gegensatz dazu wird die andere Gruppe als Therapie- oder Verumgruppe bezeichnet. Randomisierte Studien sind Experimente, denn der Studienleiter kann Anzahl sowie Art und Weise der Therapie bestimmen (Interventionsstudie), im Gegensatz zu z. B. Observationsstudien, die keine Intervention beinhalten.

Die herausragende Stärke der randomisierten und kontrollierten klinischen Studie ist die zufällige Verteilung aller Individuen auf verschiedene, miteinander zu vergleichende Gruppen [53]. Die Verteilung der Individuen wird somit nicht durch die Studienleiter, Kliniker, oder andere Studienteilnehmer festgelegt. Theoretisch führt dies zur Gleichverteilung aller bekannten und v. a. der unbekannten Einflussfaktoren. Ziel der Randomisierung ist die Ausgeglichenheit der Gruppen zum Zeitpunkt des Studienbeginns hinsichtlich demographischer, anthropometrischer und biologischer Parameter. Statistisch signifikante Unterschiede der zuvor festgelegten Endpunkte können dann mit hinreichender Sicherheit der jeweiligen Intervention zugeschrieben werden.

Die Durchführung einer randomisierten Studie ist nicht automatisch mit einem optimalen oder fehlerfreien Studiendesign gleichzusetzen.


53. Jadad AR, Rennie D (1998) The Randomized Controlled Trial Gets a Middle-aged Checkup. JAMA 279: 319–320

96. Silverman WA (1981) Gnosis and Random Allotment. Control Clin Trials 2: 161–164

97. Silverman WA, Chalmers I (1992) Sir Austin Bradford Hill: an appreciation. Control Clin Trials 13: 100–105

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[3.] Tw/Fragment 008 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-29 18:08:10 Singulus
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 1 ff (kpl.)
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 19, Zeilen: li. Sp. 4ff.
Die Ergebnisse solcher Untersuchungen können in der Tat erheblich verzerrt sein (2;14;19;53;97). Daher müssen auch die Ergebnisse randomisierter Studien vor dem Hintergrund der methodischen Studienqualität evaluiert werden. Besondere Bedeutung erlangt die rigorose Qualitätskontrolle bei randomisierten Studien, die Bestandteil von Metaanalysen sind. Werden methodisch fragwürdige oder unzulängliche Originalarbeiten in eine solche Metaanalyse einbezogen, kann das erheblichen Einfluss auf die Gesamtaussage und Interpretationen der Metaanalyse haben (55;72).

1.2.2 Die Randomisierung

Von entscheidender Bedeutung ist der Begriff der „zufälligen“ und „verborgenen“ bzw. „verdeckten“ Gruppenzuteilung. Die englische Sprache bezeichnet den gesamten Prozess der Randomisierung als „random allocation“ und die verdeckte Zuteilung als „concealment“. Zufällige und verborgene Gruppenzuordnung heißt, für keine der an der Untersuchung beteiligten Personen (z.B. Studienleiter, Arzt, Pflegepersonal, Apotheker, Statistiker, Sicherheitskomitee, Patient, Angehörigen, etc.) ist die Verteilung zu einer der Studiengruppen vorhersehbar oder manipulierbar. Trotz der eigentlich simplen Technik wird der Begriff der Randomisierung nicht immer mit der nötigen Sorgfalt verwendet und ist mitunter auch die Gruppenzuteilung der Patienten nicht wirklich zufällig.

Die Aufteilung der Studienteilnehmer nach deren Geburtstag, Patientenidentifikations- oder Krankenhausaufnahmenummer, Wochentag, Tageszeit, geradem oder ungeradem Datum wird als Pseudo- bzw. Quasi-Randomisierung bezeichnet. All diese Methoden erlauben unter Umständen die Vorhersage der Gruppenzuteilung und ermöglichen somit eine bewusste Beeinflussung, ob bzw. zu welchem Zeitpunkt ein Patient in eine der Studiengruppen eingeschlossen wird (97). Auch häufig angewandte Methoden, wie verschlossene Briefumschläge, führen nicht immer zur zufälligen Zuteilung der Patienten und gelten deshalb als Pseudorandomisierung.

Schulz und Mitarbeiter analysierten insgesamt 250 randomisierte Studien, die Bestandteil von 33 Metaanalysen waren. Die Studien mit unzureichend verdeckter Gruppenzuteilung zeigten durchschnittlich 30-40% größere Therapieeffekte (97).


(2) Altman DG, Doré CJ. Randomisation and baseline comparisons in clinical trials. Lancet 1990;335:149-53.

(14) Chalmers I, Celano P, Sacks HS, Smith H. Bias in Treatment Assignment in Controlled Clinical Trials. N Engl J Med 1983;309:1358-61.

(19) Colditz GA, Miller JN, Mosteller F. How Study Design Affects Outcomes in Comparison of Therapy I: Medical. Stat Med 1989;8(4):441-54.

(53) Jadad AR, Moore RA, Carrol D, Jenkinson C, Reynolds DJM, Gavaghan DJ, et al. Assessing the Quality of Reports of Randomized Clinical Trials: Is Blinding Necessary? Control Clin Trials 1996;17:1-12.

(55) Khan KS, Daya S, Jadad AR. The Importance of Quality of Primary Studies in Producing Unbiased Systematic Reviews. Arch Intern Med 1996;156:661-6.

(72) Moher D, Jones A, Cook DJ, Jadad AR, Moher M, Tugwell P, et al. Does quality of reports of randomised trials affect estimates of intervention efficacy reported in meta-analyses? Lancet 1998;352:609-13.

(97) Schulz KF, Chalmers I, Hayes JA, Altman DG. Empirical Evidence of the Bias. JAMA 1995;273(5):408-12.

Die Ergebnisse solcher Untersuchungen können in der Tat erheblich verzerrt sein [2, 13, 13, 18, 52, 52, 94]. Daher müssen auch die Ergebnisse randomisierter Studien vor dem Hintergrund der methodischen Studienqualität evaluiert werden.

Besondere Bedeutung erlangt die rigorose Qualitätskontrolle bei randomisierten Studien, die Bestandteil von Metaanalysen sind. Werden methodisch fragwürdige oder unzulängliche Originalarbeiten in eine solche Metaanalyse einbezogen, kann das erheblichen Einfluss auf die Gesamtaussage und Interpretationen der Metaanalyse haben [54, 70].

Randomisierung

Von entscheidender Bedeutung ist der Begriff der »zufälligen« und »verborgenen« oder »verdeckten« Zuteilung. Die englische Sprache bezeichnet den gesamten Prozess der Randomisierung als »random allocation« und die verdeckte Zuteilung als »concealment«. Zufällige und verborgene Zuteilung heißt, für keine der an der Untersuchung beteiligten Personen (z. B. Studienleiter, Arzt, Pflegepersonal, Apotheker, Statistiker, Sicherheitskomitee, Patient, Angehörigen etc) ist die Verteilung zu einer der Studiengruppen vorhersehbar oder manipulierbar. Trotz der eigentlich simplen Technik wird der Begriff der Randomisierung nicht immer mit der nötigen Sorgfalt verwendet und ist mitunter auch die Gruppenzuteilung der Patienten nicht wirklich zufällig.

Die Aufteilung der Studienteilnehmer nach deren Geburtstag, Patientenidentifikations- oder Krankenhausaufnahmenummer, Wochentag, Tageszeit, geradem oder ungeradem Datum wird als Pseudo- bzw. Quasi-Randomisierung bezeichnet. All diese Methoden erlauben u. U. die Vorhersage der Gruppenzuteilung und ermöglichen somit eine bewusste Beeinflussung, ob bzw. zu welchem Zeitpunkt ein Patient in eine der Studiengruppen eingeschlossen wird [94]. Auch häufig angewandte Methoden, wie verschlossene Briefumschläge, führen nicht immer zur zufälligen Zuteilung der Patienten und gelten deshalb als Pseudorandomisierung.

[...]

Schulz und Mitarbeiter [94] analysierten insgesamt 250 randomisierte Studien, die Bestandteil von 33 Metaanalysen waren. Die Studien mit unzureichend verdeckter Gruppenzuteilung zeigten durchschnittlich 30-40% größere Therapieeffekte.


2. Altman DG, Doré CJ (1990) Randomisation and baseline comparisons in clinical trials. Lancet 335: 149–153

13. Chalmers I, Celano P, Sacks HS, Smith H (1983) Bias in Treatment Assignment in Controlled Clinical Trials. N Engl J Med 309: 1358–1361

18. Colditz GA, Miller JN, Mosteller F (1989) How study design affects outcomes in comparison of therapy I: Medical. Stat Med 8: 441–454

52. Jadad AR, Moore RA, Carrol D, Jenkinson C, Reynolds DJM, Gavaghan DJ, McQuay HJ (1996) Assessing the Quality of Reports of Randomized Clinical Trials: Is Blinding Necessary? Control Clin Trials 17: 1–12

70. Moher D, Jones A, Cook DJ, Jadad AR, Moher M, Tugwell P, Klassen TP (1998) Does quality of reports of randomised trials affect estimates of intervention efficacy reported in meta-analyses? Lancet 352: 609–613

94. Schulz KF, Chalmers I, Hayes JA, Altman DG (1995) Empirical Evidence of the Bias. JAMA 273: 408–412

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[4.] Tw/Fragment 009 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:04:46 Schumann
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 2 ff.
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 19, 20, Zeilen: 19: re.Sp. 29 ff - 20: li.Sp. 1 ff.
Kunz und Oxman kommen in ihrer Evaluation zu ähnlich unbefriedigenden Ergebnissen; traten Fehler bei der verdeckten und zufälligen Aufteilung der Patienten zu den Studiengruppen auf, wurde der Therapieeffekt deutlich überschätzt, teilweise sogar mit in das Gegenteil verkehrtem Ergebnis. Andere Arbeiten zeigten keinen Unterschied hinsichtlich der gewählten Therapiestrategien, obwohl eine der Interventionen überlegen war (58).

Als einfachste Form der zufälligen Gruppenzuteilung bei zwei Studienarmen kann das Werfen einer Münze gewählt werden, bei mehreren Studienarmen das Würfeln (52). Alternativ werden computergenerierte Randomisierungstafeln eingesetzt. Hierdurch werden etwa gleich große Gruppen generiert. Sogenannte Block- oder Cluster-Randomisierungen (z.B. in Blöcken von 8 Patienten mit je 4 Kontroll- und 4 Verumpatienten) werden oft bei kleinen oder multizentrischen Studien durchgeführt, um eine numerische Ausgewogenheit der Gruppen auch innerhalb der Zentren zu erreichen (87). Der Randomisierungsprozess wird nur selten - und dann häufig auch nur unvollständig – im Methodenteil der Publikationen beschrieben. Dieses ist unabhängig davon, ob es sich um eine kleinere oder eine der prestigeträchtigen Fachzeitschriften handelt (2;26;69). Somit kann in der Mehrzahl der Publikationen die korrekt durchgeführte Randomisierung vom Leser nicht beurteilt werden. Gelegentlich werden Studien als randomisiert bezeichnet, obwohl keine Methode der zufälligen Patientenzuteilung angewendet wurde (30;76).

1.2.3 Verblindung und Maskierung

Die Verblindung – oder besser Maskierung – einer Intervention dient dem unvoreingenommenen Umgang mit der durchgeführten Therapie oder Intervention durch Ärzte, Pflegepersonal und Patient. Die Maskierung einer Untersuchung findet auf vielen Niveaus statt. Sie beinhaltet in der Regel die unmittelbar an der Therapie beteiligten Mitarbeiter sowie den Patienten selbst. Darüber hinaus sollten aber auch das Evaluationskomitee und die Statistiker keine Kenntnis von der individuellen Therapie der Patienten haben.


(2) Altman DG, Doré CJ. Randomisation and baseline comparisons in clinical trials. Lancet 1990;335:149-53.

(26) DerSimonian R, Charette LJ, McPeek B. Reporting on methods in clinical trials. N Engl J Med 1982;306:1332-7.

(30) Evans M, Pollock AV. Trials on trial. A review of trials of antibiotic prophylaxis. Arch Surg 1984;119:109-13.

(58) Kunz R, Oxman AD. The unpredictability paradox: review of empirical comparisons of randomised and non-randomised clinical trials. BMJ 1998;317:1185-90

(69) Moher D, Fortin P, Jadad AR, Jüni P, Klassen T, Le Lorier J, et al. Completeness of reporting of trials published in languages other than English: implications for conduct and reporting of systematic reviews. Lancet 1996;347:363-6.

(76) Mosteller F, Gilbert JP, McPeek B. Reporting standards and research strategies for controlled trials: agenda for the editor. Control Clin Trials 1980;1:37-58.

(87) Puffer S, Torgerson D, Watson J. Evidence for risk of bias in cluster randomised trials: review of recent trials published in three general medical journals. BMJ 2003 Oct 4;327(7418):785-9.

Kunz und Oxman kommen in ihrer Evaluation zu ähnlich unbefriedigenden Ergebnissen: Traten Fehler bei der verdeckten und zufälligen Aufteilung der Patienten zu den Studiengruppen auf, wurde der Therapieeffekt deutlich überschätzt, teilweise sogar mit in das Gegenteil verkehrtem Ergebnis. Andere Arbeiten zeigten keinen Unterschied hinsichtlich der gewählten Therapiestrategien, obwohl eine der Interventionen überlegen war [57].

Als einfachste Form der zufälligen Gruppenzuteilung bei zwei Studienarmen kann das Werfen einer Münze gewählt werden, bei mehreren Studienarmen das Würfeln [51]. Alternativ werden computergenerierte Randomisierungstafeln eingesetzt. Hierdurch werden etwa gleich große Gruppen generiert. So genannte Block- oder Cluster- Randomisierungen (z. B. in Blöcken von 8 Pa-

[Seite 20]

tienten mit je 4 Kontroll- und 4 Verumpatienten) werden oft bei kleinen oder multizentrischen Studien durchgeführt, um eine numerische Ausgewogenheit der Gruppen auch innerhalb der Zentren zu erreichen [84].

Der Randomisierungsprozess wird nur selten – und dann häufig auch nur unvollständig – im Methodenteil der Publikationen beschrieben. Dieses ist unabhängig davon, ob es sich um eine kleinere oder eine der prestigeträchtigen Fachzeitschriften handelt [2, 26, 67]. Somit kann in der Mehrzahl der Publikationen die korrekt durchgeführte Randomisierung vom Leser überhaupt nicht beurteilt werden. Gelegentlich werden Studien als randomisiert bezeichnet, obwohl keine Methode der zufälligen Patientenzuteilung angewendet wurde [28, 74].

Verblindung bzw. Maskierung

Die Verblindung – oder besser Maskierung – einer Intervention dient dem unvoreingenommenen Umgang mit der durchgeführten Therapie oder Intervention durch Ärzte, Pflegepersonal und Patient. Die Maskierung einer Untersuchung findet auf vielen Niveaus statt. Sie beinhaltet in der Regel die unmittelbar an der Therapie beteiligten Mitarbeiter sowie den Patienten selbst. Darüber hinaus sollten aber auch das Evaluationskomitee und die Statistiker keine Kenntnis von der individuellen Therapie der Patienten haben.


2. Altman DG, Doré CJ (1990) Randomisation and baseline comparisons in clinical trials. Lancet 335: 149–153

26. DerSimonian R, Charette LJ, McPeek B (1982) Reporting on methods in clinical trials. N Engl J Med 306: 1332–1337

28. Evans M, Pollock AV (1984) Trials on trial. A review of trials of antibiotic prophylaxis. Arch Surg 119: 109–113

51. Jadad AR (1998) Randomised controlled trials. BMJ Books, London

67. Moher D, Fortin P, Jadad AR, Jüni P, Klassen T, Le Lorier J, Liberati A, Linde K, Penna A (1996) Completeness of reporting of trials published in languages other than English: implications for conduct and reporting of systematic reviews. Lancet 347: 363–366

74. Mosteller F, Gilbert JP, McPeek B (1980) Reporting standards and research strategies for controlled trials: agenda for the editor. Control Clin Trials 1: 37–58

84. Puffer S, Torgerson D, Watson J (2003) Evidence for risk of bias in cluster randomised trials: review of recent trials published in three general medical journals. BMJ 327: 785–789

Anmerkungen

Selbsterklärend.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[5.] Tw/Fragment 010 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-28 01:21:10 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 20, Zeilen: l.Sp. 28 ff.
[Es wird] häufig von „double-blind“ gesprochen, wenn Patient und Arzt keinen Einblick in die jeweilige Intervention haben. Eine Konvention hinsichtlich dieser Terminologie existiert jedoch nicht. „Double-blind“ bedeutet lediglich, dass zwei Beteiligte innerhalb der Untersuchung keinen Einblick in die Therapie haben. Die genaue Benennung der „verblindeten“ Studienteilnehmer muss im Methodikteil der Publikation erfolgen.

In manchen Studien ist zusätzlich eine Verblindung bzw. Maskierung der klinisch erforderlichen Kontrollparameter notwendig. In einer Untersuchung zum Vergleich von unfraktioniertem und niedermolekularen Heparin zur therapeutischen Antikoagulation wird die Therapie mit der partiellen Thromboplastinzeit in der unfraktionierten Heparingruppe gesteuert. Besteht hier keine „Verblindung“ dieses Kontrollparameters, können die Studienteilnehmer anhand der Gerinnungskontrollen die Therapiegruppe relativ einfach demaskieren.

Eine Maskierung auf allen Ebenen ist jedoch in Einzelfällen unmöglich. Dieses gilt z.B. beim Vergleich einer chirurgischen mit einer konservativen Therapie. In diesen Fällen werden die Untersuchungen als „open-label“ randomisierte Studien bezeichnet. Dem möglichst exakt vorgegebenen Standard für die begleitende Therapie kommt bei diesen offenen randomisierten Studien eine herausragende Bedeutung zu. Aufgrund der Randomisierung ist von einer Gleichverteilung aller Faktoren zu Studienbeginn auszugehen. Je detaillierter sämtliche Begleittherapien definiert sind und dokumentiert werden (d.h., je weniger sich die Standardtherapie unterscheidet), umso eher sind Unterschiede zwischen den Studiengruppen tatsächlich auf die experimentelle Intervention und nicht auf Unterschiede der Begleittherapie zurück zuführen. Immer wieder kommt es durch die therapeutischen Effekte oder auch das Nebenwirkungsprofil der Intervention zur Demaskierung der Verblindung durch Ärzte oder Patienten (33;75;105). Hier ist dann, wie bei den „open-label“ Studien, besonders darauf zu achten, dass das Evaluationskomitee und die Statistiker keine Kenntnis von der individuellen Therapiegruppe der Patienten haben.

Sowohl die Beschreibung als auch die tatsächliche Durchführung der Maskierung randomisierter Studien ist sicherlich noch verbesserungsfähig; lediglich 31 von 110 randomisierten Studien (28%) wurden von den Autoren der Originalarbeit als maskiert bezeichnet. Kenneth Schulz und Mitarbeiter [hielten darüber hinaus die Maskierung von zumindest Arzt, Pflegepersonal und Patient in weiteren 34 der insgesamt 110 analysierten Studien für sinnvoll und einfach durchführbar (98).]


(33) Fisher S, Greenberg RP. How sound is the double-blind design for evaluating psychotropic drugs? J Nerv Ment Dis 1993 Jun;181(6):345-50.

(75) Moscucci M, Byrne L, Weintraub M, Cox C. Blinding, unblinding, and the placebo effect: an analysis of patients' guesses of treatment assignment in a double-blind clinical trial. Clin Pharmacol Ther 1987 Mar;41(3):259-65.

(98) Schulz KF, Grimes DA, Altman DG, Hayes JA. Blinding and exclusion after allocation in randomised controlled trials: survey of published parallel group trials in obstetrics and gynaecology. BMJ 1996;312:742-4.

(105) Talley NJ. A critique of therapeutic trials in Helicobacter pyloripositive functional dyspepsia. Gastroenterology 1994 May;106(5):1174-83.

Darüber hinaus sollten aber auch das Evaluationskomitee und die Statistiker keine Kenntnis von der individuellen Therapie der Patienten haben. Es wird häufig von »double-blind« gesprochen, wenn Patient und Arzt keinen Einblick in die jeweilige Intervention haben. Eine Konvention hinsichtlich dieser Terminologie existiert jedoch nicht. »Double-blind« bedeutet lediglich, dass zwei Beteiligte innerhalb der Untersuchung keinen Einblick in die Therapie haben. Die genaue Benennung der »verblindeten« Studienteilnehmer muss im Methodikteil der Publikation erfolgen.

In manchen Studien ist zusätzlich eine Verblindung bzw. Maskierung der klinisch erforderlichen Kontrollparameter notwendig. In einer Untersuchung zum Vergleich von unfraktioniertem und niedermolekularem Heparin zur therapeutischen Antikoagulation wird die Therapie mit der partiellen Thromboplastinzeit in der unfraktionierten Heparingruppe gesteuert. Besteht hier keine »Verblindung « dieses Kontrollparameters, können die Studienteilnehmer anhand der Gerinnungskontrollen die Therapiegruppe relativ einfach demaskieren.

Eine Maskierung auf allen Ebenen ist jedoch in Einzelfällen unmöglich. Dieses gilt z. B. beim Vergleich einer chirurgischen mit einer konservativen Therapie. In diesen Fällen werden die Untersuchungen als »open-label« randomisierte Studien bezeichnet. Dem möglichst exakt vorgegebenen Standard für die begleitende Therapie kommt bei diesen offenen randomisierten Studien eine herausragende Bedeutung zu. Aufgrund der Randomisierung ist von einer Gleichverteilung aller Faktoren zu Studienbeginn auszugehen. Je detaillierter sämtliche Begleittherapien definiert sind und dokumentiert werden, umso eher sind Unterschiede zwischen den Studiengruppen tatsächlich auf die experimentelle Intervention und nicht auf Unterschiede der Begleittherapie zurückzuführen.

Immer wieder kommt es durch die therapeutischen Effekte oder auch das Nebenwirkungsprofil der Intervention zur Demaskierung der Verblindung durch Ärzte oder Patienten [31, 73, 100]. Hier ist dann, wie bei den »open-label« Studien, besonders darauf zu achten, dass das Evaluationskomitee und die Statistiker keine Kenntnis von der individuellen Therapiegruppe der Patienten haben.

Sowohl die Beschreibung als auch die tatsächliche Durchführung der Maskierung randomisierter Studien ist sicherlich noch verbesserungsfähig: lediglich 31 von 110 randomisierten Studien (28%) wurden von den Autoren der Originalarbeit als maskiert bezeichnet. Kenneth Schulz und Mitarbeiter [95] hielten darüber hinaus die Maskierung von zumindest Arzt, Pflegepersonal und Patient in weiteren 34 der insgesamt 110 analysierten Studien für sinnvoll und einfach durchführbar.


31. Fisher S, Greenberg RP (1993) How sound is the double–blind design for evaluating psychotropic drugs? J Nerv Ment Dis 181: 345–350

73. Moscucci M, Byrne L, Weintraub M, Cox C (1987) Blinding, unblinding, and the placebo effect: an analysis of patients’ guesses of treatment assignment in a double-blind clinical trial. Clin Pharmacol Ther 41: 259–265

95. Schulz KF, Grimes DA, Altman DG, Hayes JA (1996) Blinding and exclusion after allocation in randomised controlled trials: survey of published parallel group trials in obstetrics and gynaecology. BMJ 312: 742–744

100. Talley NJ (1994) A critique of therapeutic trials in Helicobacter pylori–positive functional dyspepsia. Gastroenterology 106: 1174–1183

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[6.] Tw/Fragment 011 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:09:04 Schumann
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 20, 21, Zeilen: 20: r.Sp. 32 ff. - 21: l.Sp. 1 ff.
[Kenneth Schulz und Mitarbeiter] hielten darüber hinaus die Maskierung von zumindest Arzt, Pflegepersonal und Patient in weiteren 34 der insgesamt 110 analysierten Studien für sinnvoll und einfach durchführbar (98).

1.2.4 Patientenausschluss, Nachbeobachtung und Datenanalyse

Die Ergebnisse einer Studie können verfälscht sein, wenn große Teile der initial randomisierten Patienten im Studienverlauf ausgeschlossen werden müssen oder den primären Studienendpunkt nicht erreichen. In der Praxis sind hohe Ausschlussraten bzw. eine inkomplette Nachbeobachtung der Patienten eher die Regel als die Ausnahme. Bei insgesamt 570 klinische Studien wurden bis zu 73 % der initial randomisierten Patienten aufgrund inkorrekter Anwendung der Einschlusskriterien oder Protokollverletzungen ausgeschlossen. In der Nachbeobachtungsphase gingen zusätzlich zwischen 10 und 20% der Patienten verloren (57;64;98;103;104). Die genaue Angabe von Ausschluss und fehlender Nachbeobachtung ist essentiell, um die Analyse und Statistik nachvollziehen zu können. Im Falle eines Patientenausschlusses oder bei Verlust eines Patienten während der Nachbeobachtung sollte eine Auswertung innerhalb der randomisierten Gruppe erfolgen („intention-to-treat analysis“) (65;79). Obwohl dieses Verfahren einfach und sinnvoll erscheint, gibt es erhebliche Schwierigkeiten mit der Umsetzung in die Praxis. Hollis und Campbell untersuchten alle im Jahr 1997 im British Medical Journal, Lancet, JAMA und New England Journal of Medicine publizierten randomisierten Studien in Bezug auf Beschreibung und Durchführung einer „intention-to-treat“ Analyse. Der Umgang mit ausgeschlossenen oder während der Nachbeobachtung verlorenen Patienten blieb in der Datenanalyse zumeist unklar. Bei 75% der Studien fehlten Daten zur Analyse des primären Studienendpunktes (48).

1.3 Bewertung der methodischen Studienqualität

„Studienqualität“ ist ein komplexes und abstraktes Konstrukt, welches von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren innerhalb der einzelnen Phasen [einer klinischen Studie abhängt.]


(48) Hollis S, Campbell F. What is meant by intention to treat analysis? Survey of published randomised controlled trials. BMJ 1999 Sep 11;319(7211):670-4.

(57) Kleijnen J, ter Riet G, Knipschild P. Acupuncture and asthma: a review of controlled trials. Thorax 1991 Nov;46(11):799-802.

(64) Liberati A, Himel HN, Chalmers TC. A quality assessment of randomized control trials of primary treatment of breast cancer. J Clin Oncol 1986 Jun;4(6):942-51.

(65) May GS, DeMets DL, Friedman LM, Furberg C, Passamani E. The randomized clinical trial: bias in analysis. Circulation 1981;64(4):669- 73.

(79) Newell DJ. Intention-to-treat analysis: implications for quantitative and qualitative research. Int J Epidemiol 1992 Oct;21(5):837-41.

(98) Schulz KF, Grimes DA, Altman DG, Hayes JA. Blinding and exclusion after allocation in randomised controlled trials: survey of published parallel group trials in obstetrics and gynaecology. BMJ 1996;312:742-4.

(102) Silverman WA, Chalmers I. Sir Austin Bradford Hill: an appreciation. Control Clin Trials 1992 Apr;13(2):100-5.

(103) Solomon MJ, Laxamana A, Devore L, McLeod RS. Randomized controlled trials in surgery. Surgery 1994 Jun;115(6):707-12.

(104) Sonis J, Joines J. The quality of clinical trials published in The Journal of Family Practice, 1974-1991. J Fam Pract 1994 Sep;39(3):225-35.

Kenneth Schulz und Mitarbeiter [95] hielten darüber hinaus die Maskierung von zumindest Arzt, Pflegepersonal und Patient in weiteren 34 der insgesamt 110 analysierten Studien für sinnvoll und einfach durchführbar.

Patientenausschluss, Nachbeobachtung und statistische Analyse

Die Ergebnisse einer Studie können verfälscht sein, wenn große Teile der initial randomisierten Patienten im Studienverlauf ausgeschlossen werden müssen oder den primären Studienendpunkt nicht erreichen. In der Praxis sind hohe Ausschlussraten bzw. eine inkomplette Nachbeobachtung der Patien-

[Seite 21]

ten eher die Regel als die Ausnahme. Bei insgesamt 570 klinischen Studien wurden bis zu 73% der initial randomisierten Patienten aufgrund inkorrekter Anwendung der Einschlusskriterien oder Protokollverletzungen ausgeschlossen. In der Nachbeobachtungsphase gingen zusätzlich zwischen 10 und 20% der Patienten verloren [56, 62, 95, 98, 99].

Die genaue Angabe von Ausschluss und fehlender Nachbeobachtung ist essenziell, um die Analyse und Statistik nachvollziehen zu können. Im Falle eines Patientenausschlusses oder bei Verlust eines Patienten während der Nachbeobachtung sollte eine Auswertung innerhalb der randomisierten Gruppe erfolgen ( »intention-to-treat analysis«) [63, 77].

Obwohl dieses Verfahren einfach und sinnvoll erscheint, gibt es erhebliche Schwierigkeiten mit der Umsetzung in die Praxis. Hollis und Campbell [46] untersuchten alle im Jahr 1997 im British Medical Journal, Lancet, JAMA und New England Journal of Medicine publizierten randomisierten Studien in Bezug auf Beschreibung und Durchführung einer »intention-to-treat« Analyse. Der Umgang mit ausgeschlossenen oder während der Nachbeobachtung verlorenen Patienten blieb in der Datenanalyse zumeist unklar. Bei 75% der Studien fehlten Daten zur Analyse des primären Studienendpunktes [46].

Kann die methodische Studienqualität objektiv beurteilt werden?

»Studienqualität« ist ein komplexes und abstraktes Konstrukt, welches von einer Vielzahl unterschiedlichster Faktoren jeder der einzelnen Phasen einer klinischen Studie abhängt.


46. Hollis S, Campbell F (1999) What is meant by intention to treat analysis? Survey of published randomised controlled trials. BMJ 319: 670–674

56. Kleijnen J, ter Riet G, Knipschild P (1991) Acupuncture and asthma: a review of controlled trials. Thorax 46: 799–802

62. Liberati A, Himel HN, Chalmers TC (1986) A quality assessment of randomized control trials of primary treatment of breast cancer. J Clin Oncol 4: 942–951

63. May GS, DeMets DL, Friedman LM, Furberg C, Passamani E (1981) The randomized clinical trial: bias in analysis.

77. Newell DJ (1992) Intention–to–treat analysis: implications for quantitative and qualitative research. Int J Epidemiol 21: 837–841

94. Schulz KF, Chalmers I, Hayes JA, Altman DG (1995) Empirical Evidence of the Bias. JAMA 273: 408–412

95. Schulz KF, Grimes DA, Altman DG, Hayes JA (1996) Blinding and exclusion after allocation in randomised controlled trials: survey of published parallel group trials in obstetrics and gynaecology. BMJ 312: 742–744

96. Silverman WA (1981) Gnosis and Random Allotment. Control Clin Trials 2: 161–164

97. Silverman WA, Chalmers I (1992) Sir Austin Bradford Hill: an appreciation. Control Clin Trials 13: 100–105

98. Solomon MJ, Laxamana A, Devore L, McLeod RS (1994) Randomized controlled trials in surgery. Surgery 115: 707–712

99. Sonis J, Joines J (1994) The quality of clinical trials published in The Journal of Family Practice, 1974–1991. J Fam Pract 39: 225–235 Circulation 64: 669–673

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[7.] Tw/Fragment 012 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:10:49 Schumann
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 21 f., Zeilen: 21: r.Sp. 3 ff - 22 l.Sp. 1 ff.
[„Studienqualität“ ist ein komplexes und abstraktes Konstrukt, welches von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren innerhalb der einzelnen Phasen] einer klinischen Studie abhängt. Empirische Methodenuntersuchungen belegen einen Zusammenhang zwischen inadäquater Randomisierung und Maskierung, unzureichender oder unklarer Verdeckung der Gruppenzuteilung, mangelhafter Beachtung der Ein- und Ausschlusskriterien sowie ungenügender Nachbeobachtung der Patienten und der Zuverlässigkeit der Studienergebnisse (14;19;55;97). Obwohl die einzelnen Komponenten schnell und zuverlässig zu erfassen sind, eignet sich die Beurteilung der Studienqualität nur anhand eines dieser Merkmale nicht (71).

Zur strukturierten Beurteilung der methodischen Studienqualität stehen eine Reihe von Skalen und Checklisten zur Verfügung (70). Diese sind entweder krankheitsspezifisch (24;38) oder aber als generische Skala für jede (randomisierte) Studie einsetzbar (31;53).

Die Jadad-Skala ist die derzeit einzige validierte Skala zur Beurteilung der methodischen Studienqualität (53) (Abbildung 1). Sie besteht aus drei dichotomen Fragen, die alle direkt mit der Studienqualität verbunden sind. Die zwei ersten Fragen vergeben nicht nur einen Punkt für die Randomisierung und Maskierung, sondern auch jeweils einen Punkt für die Beschreibung der korrekten Durchführung. Die dritte Frage bezieht sich auf die genaue Beschreibung ausgeschlossener Patienten bzw. eine komplette Nachbeobachtung der Studiengruppe. Die Anwendung dieses Instruments zeigt zum Beispiel, dass in Studien mit zwei oder weniger Punkten der Therapieeffekt um 35% größer war als in vergleichbaren Studien mit höherer methodischer Qualität (d.h., drei oder mehr Punkte auf der Jadad-Skala) (72).

[Abb.]

Abbildung 1. Jadad-Score mit den entsprechenden Bewertungskriterien (53).


(14) Chalmers I, Celano P, Sacks HS, Smith H. Bias in Treatment Assignment in Controlled Clinical Trials. N Engl J Med 1983;309:1358-61.

(19) Colditz GA, Miller JN, Mosteller F. How Study Design Affects Outcomes in Comparison of Therapy I: Medical. Stat Med 1989;8(4):441-54.

(31) Evans M, Pollock AV. A score system for evaluating random control clinical trials of prophylaxis of abdominal surgical wound infection. Br J Surg 1985;72(4):256-60.

(53) Jadad AR, Moore RA, Carrol D, Jenkinson C, Reynolds DJM, Gavaghan DJ, et al. Assessing the Quality of Reports of Randomized Clinical Trials: Is Blinding Necessary? Control Clin Trials 1996;17:1- 12.

(55) Khan KS, Daya S, Jadad AR. The Importance of Quality of Primary Studies in Producing Unbiased Systematic Reviews. Arch Intern Med 1996;156:661-6.

(70) Moher D, Jadad AR, Nichol G, Penman M, Tugwell P, Walsh S. Assessing the Quality of Randomized Controlled Trials: An Annotated Bibliography of Scales and Checklists. Control Clin Trials 1995;16:62-73.

(71) Moher D, Jadad AR, Tugwell P. Assessing the quality of randomized controlled trials. Current issues and future directions. Int J Technol Assess Health Care 1996;12(2):195-208.

(72) Moher D, Jones A, Cook DJ, Jadad AR, Moher M, Tugwell P, et al. Does quality of reports of randomised trials affect estimates of intervention efficacy reported in meta-analyses? Lancet 1998;352:609-13.

(97) Schulz KF, Chalmers I, Hayes JA, Altman DG. Empirical Evidence of the Bias. JAMA 1995;273(5):408-12.

»Studienqualität« ist ein komplexes und abstraktes Konstrukt, welches von einer Vielzahl unterschiedlichster Faktoren jeder der einzelnen Phasen einer klinischen Studie abhängt. Empirische Methodenuntersuchungen belegen einen Zusammenhang zwischen inadäquater Randomisierung und Maskierung, unzureichender oder unklarer Verdeckung der Gruppenzuteilung, mangelhafter Beachtung der Ein- und Ausschlusskriterien und ungenügender Nachbeobachtung der Patienten und der Zuverlässigkeit der Studienergebnisse [13, 18, 54, 94]. Obwohl die einzelnen Komponenten schnell und zuverlässig zu erfassen sind, eignet sich die Beurteilung der Studienqualität nur anhand eines dieser Merkmale nicht [69].

Zur strukturierten Beurteilung der methodischen Studienqualität stehen eine Reihe von Skalen und Checklisten zur Verfügung [68]. Diese sind entweder krankheitsspezifisch [24, 36], oder aber als generische Skala für jede (randomisierte) Studie einsetzbar [29, 52]. Die Jadad-Skala ist die derzeit einzige validierte Skala zur Beurteilung der methodischen Studienqualität [52] (⊡ Abb. 2.1). Sie besteht aus

[Abb.]

[Seite 22]

3 dichotomen Fragen, die alle direkt mit der Studienqualität verbunden sind. Die zwei ersten Fragen vergeben nicht nur einen Punkt für die Randomisierung und Maskierung, sondern auch jeweils einen Punkt für die Beschreibung der korrekten Durchführung. Die dritte Frage bezieht sich auf die genaue Beschreibung ausgeschlossener Patienten bzw. eine komplette Nachbeobachtung der Studiengruppe.

Die Anwendung dieses Instruments zeigt z. B., dass in Studien mit 2 oder weniger Punkten der Therapieeffekt um 35% größer war, als in vergleichbaren Studien mit höherer methodischer Qualität (d. h. mehr als 3 Punkte auf der Jadad-Skala) [70].


13. Chalmers I, Celano P, Sacks HS, Smith H (1983) Bias in Treatment Assignment in Controlled Clinical Trials. N Engl J Med 309: 1358–1361

18. Colditz GA, Miller JN, Mosteller F (1989) How study design affects outcomes in comparison of therapy I: Medical. Stat Med 8: 441–454

24. Cronin L, Cook DJ, Carlet J, Heyland DK, King D, Lansang MA, Fisher–CJ J (1995) Corticosteroid treatment for sepsis: a critical appraisal and meta–analysis of the literature. Crit Care Med 23: 1430–1439

29. Evans M, Pollock AV (1985) A score system for evaluating random control clinical trials of prophylaxis of abdominal surgical wound infection. Br J Surg 72: 256–260

36. Graf J, Doig GS, Cook DJ, Vincent JL, Sibbald WJ (2002) Randomized controlled clinical trials in sepsis: has methodological quality improved over time? Crit Care Med 30: 461–472

52. Jadad AR, Moore RA, Carrol D, Jenkinson C, Reynolds DJM, Gavaghan DJ, McQuay HJ (1996) Assessing the Quality of Reports of Randomized Clinical Trials: Is Blinding Necessary? Control Clin Trials 17: 1–12

54. Khan KS, Daya S, Jadad AR (1996) The Importance of Quality of Primary Studies in Producing Unbiased Systematic Reviews. Arch Intern Med 156: 661–666

68. Moher D, Jadad AR, Nichol G, Penman M, Tugwell P, Walsh S (1995) Assessing the Quality of Randomized Controlled Trials: An Annotated Bibliography of Scales and Checklists. Control Clin Trials 16: 62–73

69. Moher D, Jadad AR, Tugwell P (1996) Assessing the quality of randomized controlled trials. Current issues and future directions. Int J Technol Assess Health Care 12: 195–208

94. Schulz KF, Chalmers I, Hayes JA, Altman DG (1995) Empirical Evidence of the Bias. JAMA 273: 408–412

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[8.] Tw/Fragment 013 01 - Diskussion
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KomplettPlagiat
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Seite: 13, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 22, Zeilen: l.Sp. 15 ff.
Trotz der Kenntnis einiger Determinanten der formalen und methodischen Qualität gestaltet sich die weitere qualitative Einordnung einer randomisierten Studie häufig schwierig, da die methodische Qualität neben dem Design und der Durchführung der Studie auch von der Analyse, der Interpretation der Ergebnisse und der Gesamtdarstellung in der Publikation abhängt (51). Nicht zuletzt deshalb stößt auch der Einsatz von Skalen und Checklisten immer wieder auf Kritik. Andererseits ist, unabhängig von der angewandten Skala

oder Checkliste, die methodische Qualität vieler Arbeiten relativ schwach, weshalb der Einsatz von Messinstrumenten zur Objektivierung in jedem Fall gerechtfertigt scheint (9).

1.3.1 Nicht-validierte Qualitätsmerkmale randomisierter Studien

Neben den zuvor beschriebenen und validierten Merkmalen methodischer Studienqualität sind noch eine Reihe weiterer Qualitätsmerkmale bekannt. So werden z.B. randomisierte Studien mit negativem Ergebnis nicht nur später, sondern häufig auch gar nicht publiziert (27;50;91). Auch die Auswahl der Gruppengröße, das Definieren und Erfassen geeigneter Studienendpunkte sowie die Analyse und Interpretation der Ergebnisse können fehlerhaft sein (65;68;94). Zumindest für den primären Studienendpunkt ist eine sogenannte „power calculation“ (Gruppengrößenanalyse) zur Berechnung der notwendigen Patientenzahl bzw. Gruppengröße erforderlich (68).

Die Fokussierung auf die Ergebnisse einer post-hoc Analyse oder auf Subgruppen, die nicht der primäre Studienendpunkt sind, kann das Ergebnis und die nachfolgende Diskussion erheblich verzerren. Die sogenannte Connors-Studie zur Effizienz des Pulmonalarterienkatheters bei kritisch kranken Patienten ist hierfür ein gutes Beispiel (22): Ursprünglich plante die SUPPORT Studiengruppe die Evaluation eines sogenannten „propensity scores“, der retrospektiv die möglichst exakte Bildung von gleichen Patientenpaaren erlauben sollte. Zur Überprüfung des Scores wählten die

[Autoren Patienten mit und ohne Pulmonalarterienkatheter und fanden erstaunlicherweise eine relevante Letalitätsdifferenz zwischen beiden Gruppen (22).]


(9) Berlin JA, Drummond R. Measuring the quality of Trials. JAMA 1999;282(11):1083-5.

(22) Connors AF, Jr., Speroff T, Dawson NV, Thomas C, Harrell FE, Jr., Wagner D, et al. The effectiveness of right heart catheterization in the initial care of critically ill patients. SUPPORT Investigators. JAMA 1996 Sep 18;276(11):889-97.

(27) Dickersin K. The Existence of Publication Bias and Risk Factors for Its Occurence. JAMA 1990;263:1385-9.

(50) Ioannidis JPA. Effect of the Statistical Significance of Results on the Time to Completion and Publication of Randomized Efficacy Trials. JAMA 1998;279(4):281-6.

(51) Ioannidis JPA, Lau J. Can quality of clinical trials and meta-analyses be quantified? Lancet 1998;352:590-1.

(65) May GS, DeMets DL, Friedman LM, Furberg C, Passamani E. The randomized clinical trial: bias in analysis. Circulation 1981;64(4):669- 73.

(68) Moher D, Dullberg CS, Wells GH. Statistical Power, Sample Size, and Their reporting in Randomized Controlled Trials. JAMA 1994;272(2):122-4.

(91) Rennie D. Publication Bias - The Triumph of Hope Over Experience. JAMA 1992;267(3):411-2.

(94) Sackett DL. Bias in analytic research. J Chronic Dis 1979;32(1-2):51- 63.

Trotz der Kenntnis einiger Determinanten der formalen und methodischen Qualität gestaltet sich die weitere qualitative Einordnung einer randomisierten Studie häufig schwierig, da die methodische Qualität neben dem Design und der Durchführung der Studie auch von der Analyse, der Interpretation der Ergebnisse und der Gesamtdarstellung in der Publikation abhängt [50]. Nicht zuletzt deshalb stößt auch der Einsatz von Skalen und Checklisten immer wieder auf Kritik. Andererseits ist, unabhängig von der angewandten Skala oder Checkliste, die methodische Qualität vieler Arbeiten relativ schwach, weshalb der Einsatz von Messinstrumenten zur Objektivierung in jedem Fall gerechtfertigt scheint [8].

Nicht-validierte Qualitätsmerkmale randomisierter Studien

Neben den zuvor beschriebenen und validierten Merkmalen methodischer Studienqualität sind noch eine Reihe weiterer Qualitätsmerkmale bekannt. So werden z. B. randomisierte Studien mit negativem Ergebnis nicht nur später, sondern häufig gar nicht publiziert [27, 49, 87]. Auch die Auswahl der Gruppengröße, das Definieren und Erfassen geeigneter Studienendpunkte sowie die Analyse und Interpretation der Ergebnisse können fehlerhaft sein [63, 66, 91]. Zumindest für den primären Studienendpunkt ist eine sog. »power calculation« (Gruppengrößenanalyse) zur Berechnung der notwendigen Patientenzahl bzw. Gruppengröße erforderlich [66].

Die Fokussierung auf die Ergebnisse einer post hoc-Analyse oder auf Subgruppen, die nicht der primäre Studienendpunkt sind, kann das Ergebnis und die nachfolgende Diskussion erheblich verzerren. Die sog. Connors-Studie zur Effizienz des Pulmonalarterienkatheters bei kritisch kranken Patienten ist hierfür ein gutes Beispiel [20]: Ursprünglich plante die SUPPORT Studiengruppe die Evaluation eines sog. »propensity scores«, der retrospektiv die möglichst exakte Bildung von gleichen Patientenpaaren erlauben sollte. Zur Überprüfung des Scores wählten die Autoren Patienten mit und ohne Pulmonalarterienkatheter und fanden erstaunlicherweise eine relevante Letalitätsdifferenz zwischen beiden Gruppen [20].


8. Berlin JA, Drummond R (1999) Measuring the quality of Trials. JAMA 282: 1083–1085

20. Connors–AF J, Speroff T, Dawson NV et al. (1996) The effectiveness of right heart catheterization in the initial care of critically ill patients. SUPPORT Investigators. JAMA 276: 889–897

27. Dickersin K (1990) The Existence of Publication Bias and Risk Factors for Its Occurence. JAMA 263: 1385–1389

49. Ioannidis JPA (1998) Effect of the Statistical Significance of Results on the Time to Completion and Publication of Randomized Efficacy Trials. JAMA 279: 281–286

50. Ioannidis JPA, Lau J (1998) Can quality of clinical trials and meta–analyses be quantified? Lancet 352: 590–591

63. May GS, DeMets DL, Friedman LM, Furberg C, Passamani E (1981) The randomized clinical trial: bias in analysis. Circulation 64: 669–673

66. Moher D, Dullberg CS, Wells GH (1994) Statistical Power, Sample Size, and Their reporting in Randomized Controlled Trials. JAMA 272: 122–124

87. Rennie D (1992) Publication Bias – The Triumph of Hope Over Experience. JAMA 267: 411–412

91. Sackett DL (1979) Bias in analytic research. J Chronic Dis 32: 51–63

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[9.] Tw/Fragment 014 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:13:45 Schumann
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw, Verschleierung

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SleepyHollow02
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 22, 23, Zeilen: 22: r.Sp. 12 ff. - 23: l.Sp. 1 ff.
[Zur Überprüfung des Scores wählten die] Autoren Patienten mit und ohne Pulmonalarterienkatheter und fanden erstaunlicherweise eine relevante Letalitätsdifferenz zwischen beiden Gruppen (22). Diese nachfolgend publizierte Analyse war nicht Gegenstand einer prospektiv geplanten Studie und wies erhebliche methodische Schwächen auf. In der breiten medizinischen Öffentlichkeit führten aber gerade diese Daten zu einer zum Teil unfruchtbaren Diskussion um den Sinn und Nutzen des Pulmonalarterienkatheters. Die in der Folge durchgeführten randomisierten Untersuchungen fanden keine Senkung der Letalität schwer kranker Patienten, deren Therapie mit Hilfe eines Pulmonalarterienkatheters überwacht wurde (92;96). Methodisch bedenklich stimmt jedoch die viel zu kleine Gruppengröße der randomisierten Studien, die völlig ungeeignet waren, einen signifikanten Unterschied in der Letalität zwischen der Gruppe mit und ohne Pulmonalarterienkatheter zu demonstrieren (7;21). Studien mit niedriger statistischer Aussagekraft aufgrund einer unzureichenden Gruppengröße und ohne statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen sind nicht negativ – sie sind, hinsichtlich des primären Endpunktes, lediglich nicht aussagekräftig (35).

Zusätzlich führt die ausschließliche Konzentration auf englischsprachige Artikel mitunter zu einem Verlust relevanter Information in Übersichtsarbeiten und Metaanalysen (69). Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit und Geschwindigkeit der Publikation positiver Studienergebnisse höher (27;50). Besonders ausgeprägt stellt sich dieser Effekt bei von Pharmaunternehmen unterstützten Studien dar (6;16;56;63). Weitaus schwieriger ist die Analyse und Vermeidung falscher Wahrnehmung auf Seiten des Lesers, was letztlich von hoher Relevanz für die klinische Umsetzung von Studienergebnissen sein kann (81).

1.3.2 Qualität der Darstellung und Interpretation randomisierter Studien

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Qualität der Planung und Durchführung mit der Qualität der Darstellung einer Publikation assoziiert ist. Studien, mit positivem Ergebnis hinsichtlich der Fragestellung, werden erwartungsgemäß publikatorisch entsprechend besser aufgearbeitet. Dieser vermutete Zusammenhang wurde bislang noch nicht belegt. Das Fehlen einer [expliziten Methodenbeschreibung heißt nicht zwangsläufig, dass gewisse formale Aspekte im Rahmen der Studie oder der statistischen Analyse keine Beachtung gefunden haben.]


(6) Bekelman JE, Li Y, Gross CP. Scope and impact of financial conflicts of interest in biomedical research: a systematic review. JAMA 2003 Jan 22;289(4):454-65.

(7) Bellomo R, Uchino S. Cardiovascular monitoring tools: use and misuse. Curr Opin Crit Care 2003 Jun;9(3):225-9.

(16) Cho MK, Bero LA. The quality of drug studies published in symposium proceedings. Ann Intern Med 1996 Mar 1;124(5):485-9.

(21) Connors AF. Equipoise, power, and the pulmonary artery catheter. Intensive Care Med 2002 Mar;28(3):225-6.

(22) Connors AF, Jr., Speroff T, Dawson NV, Thomas C, Harrell FE, Jr., Wagner D, et al. The effectiveness of right heart catheterization in the initial care of critically ill patients. SUPPORT Investigators. JAMA 1996 Sep 18;276(11):889-97.

(27) Dickersin K. The Existence of Publication Bias and Risk Factors for Its Occurence. JAMA 1990;263:1385-9.

(35) Freiman JA, Chalmers TC, Smith H, Kuebler RR. The Importance of Beta, The Type II Error and Sample Size in the Design and Interpretation of the Randomized Controlled Trial. N Engl J Med 1978;299:690-4.

(50) Ioannidis JPA. Effect of the Statistical Significance of Results on the Time to Completion and Publication of Randomized Efficacy Trials. JAMA 1998;279(4):281-6.

(56) Kjaergard LL, Als-Nielsen B. Association between competing interests and authors' conclusions: epidemiological study of randomised clinical trials published in the BMJ. BMJ 2002 Aug 3;325(7358):249-52.

(63) Lexchin J, Bero LA, Djulbegovic B, Clark O. Pharmaceutical industry sponsorship and research outcome and quality: systematic review. BMJ 2003 May 31;326(7400):1167-70.

(69) Moher D, Fortin P, Jadad AR, Jüni P, Klassen T, Le Lorier J, et al. Completeness of reporting of trials published in languages other than English: implications for conduct and reporting of systematic reviews. Lancet 1996;347:363-6.

(81) Owen R. Reader Bias. JAMA 1982;247(18):2533-4.

(92) Rhodes A, Cusack RJ, Newman PJ, Grounds RM, Bennett ED. A randomised, controlled trial of the pulmonary artery catheter in critically ill patients. Intensive Care Med 2002 Mar;28(3):256-64.

(96) Sandham JD, Hull RD, Brant RF, Knox L, Pineo GF, Doig CJ, et al. A randomized, controlled trial of the use of pulmonary-artery catheters in high-risk surgical patients. N Engl J Med 2003 Jan 2;348(1):5-14.

(81) Owen R. Reader Bias. JAMA 1982;247(18):2533-4.

Zur Überprüfung des Scores wählten die Autoren Patienten mit und ohne Pulmonalarterienkatheter und fanden erstaunlicherweise eine relevante Letalitätsdifferenz zwischen beiden Gruppen [20]. Diese nachfolgend hochrangig publizierte Analyse war nicht Gegenstand einer prospektiv geplanten Studie und weist gerade deshalb erhebliche methodische Schwächen auf. In der breiten medizinischen Öffentlichkeit führten aber gerade diese Daten zu einer z. T. unfruchtbaren Diskussion um den Sinn und Nutzen des Pulmonalarterienkatheters.

Die in der Folge durchgeführten randomisierten Untersuchungen fanden keine Senkung der Letalität schwer kranker Patienten, deren Therapie mit Hilfe eines Pulmonalarterienkatheters überwacht wurde [89, 93]. Methodisch bedenklich stimmt jedoch die viel zu kleine Gruppengröße der randomisierten Studien, die völlig ungeeignet war, einen signifikanten Unterschied in der Letalität zwischen der Gruppe mit und ohne Pulmonalarterienkatheter zu demonstrieren [6, 21]. Studien mit niedriger statistischer Aussagekraft aufgrund einer unzureichenden Gruppengröße und ohne statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Gruppen sind nicht negativ – sie sind, hinsichtlich des primären Endpunktes, nicht aussagekräftig [33].

Zusätzlich führt die ausschließliche Konzentration auf englischsprachige Artikel mitunter zu einem Verlust relevanter Information in Übersichtsarbeiten und Metaanalysen [67]. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit und Geschwindigkeit der Publikation positiver Studienergebnisse höher [27, 49]. Besonders ausgeprägt stellt sich dieser Effekt bei von Pharmaunternehmen unterstützten Studien dar [5, 15, 55, 61]. Weitaus schwieriger

[Seite 23]

ist die Analyse und Vermeidung falscher Wahrnehmung auf Seiten des Lesers, was letztlich von hoher Relevanz für die klinische Umsetzung von Studienergebnissen sein kann [79].

Qualität der Darstellung und Interpretation randomisierter Studien

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Qualität der Planung und Durchführung mit der Qualität der Darstellung einer Publikation assoziiert ist. Gute Studien werden erwartungsgemäß publikatorisch entsprechend besser aufgearbeitet. Dieser vermutete Zusammenhang wurde bislang noch nicht belegt. Das Fehlen einer expliziten Methodenbeschreibung heißt nicht zwangsläufig, dass gewisse formale Aspekte im Rahmen der Studie oder der statistischen Analyse keine Beachtung gefunden haben. Der direkte Kontakt mit den Autoren stellt dann die einzige Möglichkeit dar, in der Publikation nicht eingehend beschriebene Sachverhalte näher zu identifizieren.


5. Bekelman JE, Li Y, Gross CP (2003) Scope and impact of financial conflicts of interest in biomedical research: a systematic review. JAMA 289: 454–465

6. Bellomo R, Uchino S (2003) Cardiovascular monitoring tools: use and misuse. Curr Opin Crit Care 9: 225–229

15. Cho MK, Bero LA (1996) The quality of drug studies published in symposium proceedings. Ann Intern Med 124: 485–489


20. Connors–AF J, Speroff T, Dawson NV et al. (1996) The effectiveness of right heart catheterization in the initial care of critically ill patients. SUPPORT Investigators. JAMA 276: 889–897

21. Connors AF (2002) Equipoise, power, and the pulmonary artery catheter. Intensive Care Med 28: 225–226

27. Dickersin K (1990) The Existence of Publication Bias and Risk Factors for Its Occurence. JAMA 263: 1385–1389

33. Freiman JA, Chalmers TC, Smith H, Kuebler RR (1978) The Importance of Beta, The Type II Error and Sample Size in the Design and Interpretation of the Randomized Controlled Trial. N Engl J Med 299: 690–694

49. Ioannidis JPA (1998) Effect of the Statistical Significance of Results on the Time to Completion and Publication of Randomized Efficacy Trials. JAMA 279: 281–286

55. Kjaergard LL, Als-Nielsen B (2002) Association between competing interests and authors’ conclusions: epidemiological study of randomised clinical trials published in the BMJ. BMJ 325: 249–252

61. Lexchin J, Bero LA, Djulbegovic B, Clark O (2003) Pharmaceutical industry sponsorship and research outcome and quality: systematic review. BMJ 326: 1167–1170 Trials. JAMA 272: 122–124

67. Moher D, Fortin P, Jadad AR, Jüni P, Klassen T, Le Lorier J, Liberati A, Linde K, Penna A (1996) Completeness of reporting of trials published in languages other than English: implications for conduct and reporting of systematic reviews. Lancet 347: 363–366

79. Owen R (1982) Reader Bias. JAMA 247: 2533–2534 80. Palazzo M, Soni N (1998) Critical–care studies: redefining the rules. Lancet 352: 1306–1307

89. Rhodes A, Cusack RJ, Newman PJ, Grounds RM, Bennett ED (2002) A randomised, controlled trial of the pulmonary artery catheter in critically ill patients. Intensive Care Med 28: 256–264

93. Sandham JD, Hull RD, Brant RF, Knox L, Pineo GF, Doig CJ, Laporta DP, Viner S, Passerini L, Devitt H, Kirby A, Jacka M (2003) A randomized, controlled trial of the use of pulmonary–artery catheters in high–risk surgical patients. N Engl J Med 348: 5–14

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[10.] Tw/Fragment 015 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:15:07 Schumann
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 23, Zeilen: l. Sp. 13 ff.
[Das Fehlen einer] expliziten Methodenbeschreibung heißt nicht zwangsläufig, dass gewisse formale Aspekte im Rahmen der Studie oder der statistischen Analyse keine Beachtung gefunden haben. Der direkte Kontakt mit den Autoren stellt dann die einzige Möglichkeit dar, in der Publikation nicht eingehend beschriebene Sachverhalte näher zu identifizieren. Möglicherweise hat die Studie dann eine höhere methodische Qualität als vermutet. Dieser vorsichtige Optimismus wird durch die Daten von Liberati und Mitarbeitern nicht bestätigt (64): die methodische Bewertung von 63 randomisierten Brustkrebs-Studien mit mehr als 34.000 Patientinnen führte zu insgesamt enttäuschenden Ergebnissen. Vor allem die Randomisierung, Verdeckung, Verblindung und die Nachbeobachtung der Patientinnen wurden unzureichend dargestellt. Eine direkte Kontaktaufnahme mit den Autoren der Originalarbeiten konnte tatsächlich in einigen Fällen methodische Unzulänglichkeiten als lediglich fehlende Darstellung einer korrekt angewendeten Methode identifizieren. In der Regel jedoch waren methodische Qualitätsmerkmale, die in der Publikation nicht beschrieben wurden, auch bei der Planung und Durchführung nicht berücksichtigt worden (64).

Die Darstellung von Studienergebnissen geht weit über den Selbstzweck hinaus und hat einen messbaren Einfluss auf die klinische Umsetzung von Studien. Bei der Darstellung von Studienergebnissen schätzen Kliniker die therapeutische Relevanz einer Intervention bei der Angabe der relativen Risikoreduktion häufig höher ein, als wenn die absolute Risikoreduktion dargestellt wird (10;11;34;78). Die absolute Risikoreduktion ist jedoch für den individuellen Patienten die maßgeblichere Größe, wenngleich relative Therapieeffekte wahrscheinlich eine höhere externe Validität (d.h. Allgemeingültigkeit auch unter Nicht-Studienbedingungen) besitzen (61). Obwohl die Anzahl der zu behandelnden Patienten („number-needed-to-treat - NNT“) um ein ungünstiges Ereignis zu verhindern direkt mit der absoluten Risikoreduktion assoziiert ist, verordnen Kliniker eher ein Medikament aufgrund der Angabe der absoluten Risikoreduktion als anhand der „number-needed-to-treat“ (NNT) (11;78). Es gibt keine befriedigenden Erklärungen für dieses Phänomen. Am ehesten spielt hier der Wert der größeren Zahl die entscheidende Rolle: eine Therapie, die das Letalitätsrisiko von 4% auf 2% senkt, hat eine relative Risikoreduktion von 50%, aber nur eine absolute Risikoreduktion von 2%. Es müssten 50 Patienten (NNT) behandelt werden, [um ein Leben zu retten.]


(10) Bobbio M, Demichelis B, Giustetto G. Completeness of reporting trial results: effect on physicians' willingness to prescribe. Lancet 1994 May 14;343(8907):1209-11.

(11) Bucher HC, Weinbacher M, Gyr K. Influence of method of reporting study results on decision of physicians to prescribe drugs to lower cholesterol concentration. BMJ 1994 Sep 24;309(6957):761-4.

(34) Forrow L, Taylor WC, Arnold RM. Absolutely relative: how research results are summarized can affect treatment decisions. Am J Med 1992 Feb;92(2):121-4.

(64) Liberati A, Himel HN, Chalmers TC. A quality assessment of randomized control trials of primary treatment of breast cancer. J Clin Oncol 1986 Jun;4(6):942-51.

(78) Naylor CD, Chen E, Strauss B. Measured enthusiasm: does the method of reporting trial results alter perceptions of therapeutic effectiveness? Ann Intern Med 1992 Dec 1;117(11):916-21.

Das Fehlen einer expliziten Methodenbeschreibung heißt nicht zwangsläufig, dass gewisse formale Aspekte im Rahmen der Studie oder der statistischen Analyse keine Beachtung gefunden haben. Der direkte Kontakt mit den Autoren stellt dann die einzige Möglichkeit dar, in der Publikation nicht eingehend beschriebene Sachverhalte näher zu identifizieren. Möglicherweise hat die Studie dann eine höhere methodische Qualität als vermutet.

Dieser vorsichtige Optimismus wird durch die Daten von Liberati und Mitarbeitern [62] nicht bestätigt: Die methodische Bewertung von 63 randomisierten Brustkrebs-Studien mit mehr als 34.000 Patientinnen führte zu insgesamt enttäuschenden Ergebnissen. Vor allem die Randomisierung, Verdeckung, Verblindung und die Nachbeobachtung der Patientinnen wurden unzureichend dargestellt. Eine direkte Kontaktaufnahme mit den Autoren der Originalarbeiten konnte tatsächlich in einigen Fällen methodische Unzulänglichkeiten als lediglich fehlende Darstellung einer korrekt angewendeten Methode identifizieren. In der Regel jedoch waren methodische Qualitätsmerkmale, die in der Publikation nicht beschrieben wurden, auch bei der Planung und Durchführung nicht berücksichtigt worden [62].

[...]

Die Darstellung von Studienergebnissen geht weit über den Selbstzweck hinaus und hat einen messbaren Einfluss auf die klinische Umsetzung von Studien.

Im Vergleich mit der absoluten Risikoreduktion durch eine Therapie oder Intervention schätzen Kliniker die therapeutische Relevanz bei der Darstellung der Studienergebnisse als relatives Risiko oder relativen Nutzen höher ein [9, 10, 32, 76]. Die absolute Risikoreduktion ist für den individuellen Patienten die maßgeblichere Größe, wenngleich relative Therapieeffekte wahrscheinlich eine höhere externe Validität (d. h. Allgemeingültigkeit auch unter Nicht-Studienbedingungen) besitzen [59]. Obwohl die Anzahl der zu behandelnden Patienten ( »number-needed-to-treat – NNT«), um ein ungünstiges Ereignis zu verhindern, direkt mit der absoluten Risikoreduktion assoziiert ist, verordnen Kliniker eher ein Medikament aufgrund der Angabe der absoluten Risikoreduktion als anhand der »number-neededto- treat« (NNT) [10, 76, 53a].

Es gibt keine befriedigende Erklärung für dieses Phänomen. Am ehesten spielt hier der Wert der größeren Zahl die entscheidende Rolle: eine Therapie, die das Letalitätsrisiko von 4% auf 2% senkt, hat eine relative Risikoreduktion von 50%, aber nur eine absolute Risikoreduktion von 2%. Es müssten 50 Patienten (NNT) behandelt werden, um ein Leben zu retten.


9. Bobbio M, Demichelis B, Giustetto G (1994) Completeness of reporting trial results: effect on physicians’ willingness to prescribe. Lancet 343: 1209–1211

10. Bucher HC, Weinbacher M, Gyr K (1994) Influence of method of reporting study results on decision of physicians to prescribe drugs to lower cholesterol concentration. BMJ 309: 761–764

32. Forrow L, Taylor WC, Arnold RM (1992) Absolutely relative: how research results are summarized can affect treatment decisions. Am J Med 92: 121–124

59. Laupacis A, Sackett DL, Roberts RS (1988) An assessment of clinically useful measures of the consequences of treatment. N Engl J Med 318: 1728–1733

62. Liberati A, Himel HN, Chalmers TC (1986) A quality assessment of randomized control trials of primary treatment of breast cancer. J Clin Oncol 4: 942–951

76. Naylor CD, Chen E, Strauss B (1992) Measured enthusiasm: does the method of reporting trial results alter perceptions of therapeutic effectiveness? Ann Intern Med 117: 916–921

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[11.] Tw/Fragment 016 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:16:31 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 23 f., Zeilen: 23: r.Sp. 33 ff. - 24: l.Sp. 1 ff.
[Es müssten 50 Patienten (NNT) behandelt werden,] um ein Leben zu retten. Die Wahrscheinlichkeit der Anwendung von Studienergebnissen ist geringer, wenn in der Publikation neben den Vorteilen auch die Nachteile einer Therapie genannt werden (10).

In der Diskussion sollten die Ergebnisse der eigenen Arbeit im Kontext vorhandener Untersuchungen dargestellt werden, nicht zuletzt um eine ausgewogene Analyse und Bewertung zu ermöglichen. Dabei sind aktuelle Übersichtsarbeiten oder Metaanalysen besonders geeignet. Diese Vorgabe wird aber nur selten erfüllt: Nur zwei von 26 untersuchten Studien diskutierten die eigenen Ergebnisse im Kontext mit vorhandenen, aktuellen Übersichtsarbeiten (18).

Studien mit einem positiven Ergebnis hinsichtlich einer Intervention oder Therapie zitieren überzufällig oft andere positive Studien und ignorieren vorhandene negative Ergebnisse (37;89). Für den Leser ergeben sich hieraus zwei Konsequenzen:

1. Die Diskussion ist häufig nicht ausgewogen. Daher müssen noch weitere Informationen beschafft werden.

2. Das Literaturverzeichnis der Arbeit ist möglicherweise inadäquat, da gerade die gegensätzlichen oder kritischen Ergebnisse anderer Untersuchungen überhaupt nicht zitiert werden.

Die Zusammenfassung der Studienergebnisse sollte durch die Daten im Ergebnisteil der Publikation gestützt werden. In einer Untersuchung von insgesamt 61 Arbeiten zum Einsatz nicht-steroidaler Analgetika waren 88% der in der Zusammenfassung als positiv beschriebenen Aspekte tatsächlich ein Ergebnis der Studie. Darüber hinaus beruhten nur 45% der geschilderten Reduktionen von Nebenwirkungen auf de facto in der Publikation dargestellten Daten (93). Mehr als 85% dieser Studien wurden durch Pharmafirmen finanziert und die positiven Darstellungen fielen allesamt zu Gunsten des jeweiligen Sponsors aus (93).

1.3.3 Leitlinien zur Darstellung von randomisierten Studien

Aufgrund der zahlreichen methodischen Unzulänglichkeiten in der Darstellung randomisierter Studien auf der einen Seite und der Bedeutung für die Umsetzung tatsächlich relevanter Ergebnisse in die klinische Praxis auf [der anderen Seite haben sich in der Vergangenheit verschiedene Gruppen für eine verbesserte Darstellung von Studien eingesetzt.]


(10) Bobbio M, Demichelis B, Giustetto G. Completeness of reporting trial results: effect on physicians' willingness to prescribe. Lancet 1994 May 14;343(8907):1209-11.

(18) Clarke M, Chalmers I. Discussion Sections in Reports of Controlled Trials Published in General Medical Journals - Islands in Search of Continents? JAMA 1998;280(3):280-2.

(37) Gotzsche PC. Reference bias in reports of drug trials. Br Med J (Clin Res Ed) 1987 Sep 12;295(6599):654-6.

(89) Ravnskov U. Cholesterol lowering trials in coronary heart disease: frequency of citation and outcome. BMJ 1992 Jul 4;305(6844):15-9.

(93) Rochon PA, Gurwitz JH, Simms RW, Fortin PR, Felson DT, Minaker KL, et al. A study of manufacturer-supported trials of nonsteroidal anti-inflammatory drugs in the treatment of arthritis. Arch Intern Med 1994 Jan 24;154(2):157-63.

Es müssten 50 Patienten (NNT) behandelt werden, um ein Leben zu retten. Die Wahrscheinlichkeit der Anwendung von Studienergebnissen ist geringer, wenn in der Publikation neben den Vorteilen auch die Nachteile einer Therapie genannt werden [9].

In der Diskussion sollten die Ergebnisse der eigenen Arbeit im Kontext vorhandener Untersuchungen dargestellt werden, nicht zuletzt um eine ausgewogene Analyse und Bewertung zu ermöglichen. Dabei sind aktuelle Übersichtsarbeiten oder Metaanalysen besonders geeignet. Diese Vorgabe wird aber nur selten erfüllt: nur 2 von 26 untersuchten Studien diskutierten die eigenen Ergebnisse im Kontext mit vorhandenen, aktuellen Übersichtsarbeiten [17].

[Seite 24]

Studien, mit einem positiven Ergebnis hinsichtlich einer Intervention oder Therapie zitieren, überzufällig oft andere positive Studien und ignorieren vorhandene negative Ergebnisse [35, 86]. Für den Leser ergeben sich hieraus zwei Konsequenzen:

1. Die Diskussion ist häufig nicht ausgewogen. Daher müssen noch weitere Informationen beschafft werden.

2. Das Literaturverzeichnis der Arbeit ist möglicherweise inadäquat, da gerade die gegensätzlichen oder kritischen Ergebnisse anderer Untersuchungen überhaupt nicht zitiert werden.

Die Zusammenfassung der Studienergebnisse sollte durch die Daten im Ergebnisteil der Publikation gestützt werden. In einer Untersuchung von insgesamt 61 Arbeiten zum Einsatz nicht-steroidaler Analgetika waren lediglich 88% der in der Zusammenfassung als positiv herausgestellten Aspekte tatsächlich ein Ergebnis der Studie. Darüber hinaus beruhten nur 45% der geschilderten Reduktion von Nebenwirkungen auf de facto in der Publikation dargestellte Daten [90]. Mehr als 85% dieser Studien wurden durch Pharmafirmen finanziert und die positiven Darstellungen fielen alle zu Gunsten des Sponsors aus [90].

Leitlinien zur Darstellung von randomisierten Studien

Aufgrund der zahlreichen methodischen Unzulänglichkeiten in der Darstellung randomisierter Studien auf der einen Seite, und der Bedeutung für die Umsetzung tatsächlich relevanter Ergebnisse in die klinische Praxis auf der anderen Seite, haben sich in der Vergangenheit verschiedene Gruppen für eine verbesserte Darstellung von Studien eingesetzt.


9. Bobbio M, Demichelis B, Giustetto G (1994) Completeness of reporting trial results: effect on physicians’ willingness to prescribe. Lancet 343: 1209–1211

17. Clarke M, Chalmers I (1998) Discussion Sections in Reports of Controlled Trials Published in General Medical Journals – Islands in Search of Continents? JAMA 280: 280–282

35. Gotzsche PC (1987) Reference bias in reports of drug trials. Br Med J (Clin Res Ed) 295: 654–656

86. Ravnskov U (1992) Cholesterol lowering trials in coronary heart disease: frequency of citation and outcome. BMJ 305: 15–19

90. Rochon PA, Gurwitz JH, Simms RW, Fortin PR, Felson DT, Minaker KL, Chalmers TC (1994) A study of manufacturer– supported trials of nonsteroidal anti–inflammatory drugs in the treatment of arthritis. Arch Intern Med 154: 157–16

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[12.] Tw/Fragment 017 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:15:21 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 24, Zeilen: l. Sp.: 29 ff.
[Aufgrund der zahlreichen methodischen Unzulänglichkeiten in der Darstellung randomisierter Studien auf der einen Seite und der Bedeutung für die Umsetzung tatsächlich relevanter Ergebnisse in die klinische Praxis auf der] anderen Seite haben sich in der Vergangenheit verschiedene Gruppen für eine verbesserte Darstellung von Studien eingesetzt.

Die SORT Empfehlung („standards of reporting trials“) war die erste Initiative in dieser Richtung und umfasste 32 Punkte zur Darstellung der internen Studienvalidität (107). Die aufgrund der Rigidität der Leitlinien eingeschränkte Lesbarkeit eines Artikels und die fehlende Erfassung der externen Validität wurden kritisiert (90). Die Asimolar Gruppe erstellte kurze Zeit später eine Liste von 33 Punkten, die beide Aspekte, interne und externe Studienqualität, berücksichtigte (106). Im Rahmen eines gemeinsamen Treffens wurden die wesentlichsten Aspekte beider Ansätze zusammengefasst und eine gemeinsame Leitlinie herausgegeben („CONSORT – consolidated standards of reporting trials“) (5). Die CONSORT Empfehlung umfasst 21 Punkte sowie ein Flussdiagramm zur Darstellung des Patientenscreenings, des Ein- und Ausschluss der Patienten und deren Nachverfolgung. Darüber hinaus werden Empfehlungen zur Auswahl des Titels, Erstellung der Kurzzusammenfassung, Einleitung und Diskussion gegeben.

Genau wie SORT, sieht sich auch CONSORT einer breiten Kritik ausgesetzt. So wird z.B. die sehr starke Ausrichtung auf randomisierte Studien und das Fehlen der Bewertung der primären Datenqualität bemängelt. Auch die statistischen Probleme von Studien werden nicht ausreichend abgedeckt, weshalb die CONSORT Empfehlungen zusammen mit entsprechenden statistischen Leitlinien umgesetzt werden sollten (1).

Die CONSORT Leitlinie zur Manuskripterstellung ist mittlerweile von über 50 medizinischen Fachzeitschriften übernommen worden und auf einer eigenen Homepage werden zusätzliche Informationen zur Verfügung gestellt (www.consort-statement.org). Die letzte, revidierte Fassung wurde 2001 publiziert und ist in der zuletzt überarbeiteten Form von Oktober 2007 ebenfalls auf der Homepage zugänglich (74). Den Nutzen dieses strukturierten Vorgehens belegt eine Analyse von 211 randomisierten Studien vor und nach CONSORT mit einer signifikanten Verbesserung der methodischen Qualität der Studien, die nach der Anerkennung von CONSORT begutachtet wurden (73)


(1) Altman DG. Better reporting of randomised controlled trials: the CONSORT statement. BMJ 1996 Sep 7;313(7057):570-1.

(5) Begg C, Cho M, Eastwood S, Horton R, Moher D, Olkin I, et al. Improving the Quality of Randomized Controlled Clinical Trials. JAMA 1996;276(8):637-9.

(73) Moher D, Jones A, Lepage L. Use of the CONSORT statement and quality of reports of randomized trials: a comparative before-and-after evaluation. JAMA 2001 Apr 18;285(15):1992-5.

(74) Moher D, Schulz KF, Altman D. The CONSORT statement: revised recommendations for improving the quality of reports of parallelgroup randomized trials. JAMA 2001 Apr 18;285(15):1987-91.

(90) Rennie D. Reporting randomized controlled trials. An experiment and a call for responses from readers. JAMA 1995 Apr 5;273(13):1054-5.

(106) The Asilomar Working Group on Recommendations for Reporting of Clinical Trials in the Biomedical Literature. Checklist of information for inclusion in reports of clinical trials. Ann Intern Med 1996;124:741-3.

(107) The Standards of Reporting Trials Group. A proposal for structured reporting of randomized controlled trials. JAMA 1994;272:1926-31.

Aufgrund der zahlreichen methodischen Unzulänglichkeiten in der Darstellung randomisierter Studien auf der einen Seite, und der Bedeutung für die Umsetzung tatsächlich relevanter Ergebnisse in die klinische Praxis auf der anderen Seite, haben sich in der Vergangenheit verschiedene Gruppen für eine verbesserte Darstellung von Studien eingesetzt.

Die SORT-Empfehlung (»standards of reporting trials«) war die erste Initiative in dieser Richtung und umfasste 32 Punkte zur Darstellung der internen Studienvalidität [102]. Die aufgrund der Rigidität der Leitlinien eingeschränkte Lesbarkeit eines Artikels und die fehlende Erfassung der externen Validität wurden kritisiert [88]. Die Asimolar Gruppe erstellte kurze Zeit später eine Liste von 33 Punkten, die beide Aspekte, interne und externe Studienqualität, berücksichtigte [101].

Im Rahmen eines gemeinsamen Treffens wurden die wesentlichsten Aspekte beider Ansätze zusammengefasst und eine gemeinsame Leitlinie herausgegeben ( CONSORT – »consolidated standards of reporting trials«) [4]. Die CONSORT-Empfehlung umfasst 21 Punkte sowie ein Flussdiagramm zur Darstellung des Patientenscreenings, des Einund Ausschluss der Patienten und deren Nachverfolgung. Darüber hinaus werden Empfehlungen zur Auswahl des Titels, Erstellung der Kurzzusammenfassung, Einleitung und Diskussion gegeben.

Genau wie SORT sah und sieht sich CONSORT einer breiten Kritik ausgesetzt. So wird z. B. die sehr starke Ausrichtung auf randomisierte Studien und das Fehlen der Bewertung der primären Datenqualität bemängelt. Auch die statistischen Probleme von Studien werden nicht ausreichend abgedeckt, weshalb die CONSORT-Empfehlungen zusammen mit entsprechenden statistischen Leitlinien umgesetzt werden sollten [1].

Die CONSORT-Leitlinie zur Manuskripterstellung ist mittlerweile von über 50 medizinischen Fachzeitschriften übernommen worden und auf einer eigenen Homepage werden zusätzliche Informationen zur Verfügung gestellt (http://www.consort- statement.org, letzter Aufruf 05.10.2006). Die letzte, revidierte Fassung wurde 2001 publiziert und ist ebenfalls auf der Homepage zugänglich [72]. Den Nutzen dieses strukturierten Vorgehens belegt eine Analyse von 211 randomisierten Studien vor und nach CONSORT mit einer signifikanten Verbesserung der methodischen Qualität der Studien, die nach der Anerkennung von CONSORT begutachtet wurden [71].


1. Altman DG (1996) Better reporting of randomised controlled trials: the CONSORT statement. BMJ 313: 570–571

4. Begg C, Cho M, Eastwood S, Horton R, Moher D, Olkin I, Pitkin R, Drummond R, Schulz KF, Simel D, Stroup DF (1996) Improving the Quality of Randomized Controlled Clinical Trials. JAMA 276: 637–639

71. Moher D, Jones A, Lepage L (2001) Use of the CONSORT statement and quality of reports of randomized trials: a comparative before–and–after evaluation. JAMA 285: 1992–1995

72. Moher D, Schulz KF, Altman D (2001) The CONSORT statement: revised recommendations for improving the quality of reports of parallel–group randomized trials. JAMA 285: 1987–1991

88. Rennie D (1995) Reporting randomized controlled trials. An experiment and a call for responses from readers. JAMA 273: 1054–1055

101. The Asilomar Working Group on Recommendations for Reporting of Clinical Trials in the Biomedical Literature (1996) Checklist of information for inclusion in reports of clinical trials. Ann Intern Med 124: 741–743

102. The Standards of Reporting Trials Group (1994) A proposal for structured reporting of randomized controlled trials. JAMA 272: 1926–1931

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[13.] Tw/Fragment 018 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:12:36 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 24, 25., Zeilen: 24: r.Sp. unten - 25: l.Sp. 1 ff.
1.3.4 Methodische Qualität klinischer Studien in der Intensivmedizin

Drei Übersichtsarbeiten haben in der Vergangenheit die methodische Qualität randomisierter intensivmedizinischer Studien strukturiert untersucht (29;38;60). Die italienische Arbeitsgruppe um Latronico und Mitarbeiter evaluierte insgesamt 173 zwischen 1975 und 2000 in Intensive Care Medicine publizierte randomisierte Studien. Die methodische Qualität wurde mittels der Jadad-Skala (53) bewertet. Lediglich 44 Studien (25%) erreichten mehr als 2 Punkte auf der Jadad-Skala, d.h. eine befriedigende Studienqualität. Insgesamt hat die methodische Qualität über die Zeit jedoch zugenommen (60). Zu einem ganz ähnlichen Ergebnis kommt die Untersuchung der methodischen Qualität randomisierter Sepsisstudien zwischen 1976 und 1998 (38). Unter Verwendung eines krankheitsspezifischen Bewertungsinstrumentes zeigten Studien mit dem primären Endpunkt Letalität eine Verbesserung der methodischen Qualität über die Zeit, wohingegen Studien mit einem Surrogatparameter als Endpunkt sich hinsichtlich ihrer methodischen Qualität nicht veränderten (38). Die Unterschiede dieser zwei Gruppen waren interessanterweise in genau den Bereichen statistisch signifikant, für die ein Einfluss auf das Ergebnis einer randomisierten Studie anhand der Daten von Jadad und Mitarbeitern (53) anzunehmen ist (Tabelle 1).

Tabelle 1. Parameter des „Methodological Quality Assessment Score“ mit statistisch signifikanten Unterschieden zwischen 40 Sepsisstudien mit dem Endpunkt Letalität und 34 Sepsisstudien mit Surrogatparametern als Endpunkt (38).

Parameter Überlegenheit Letalität vs. Surrogatparameter (Punkte) p-Wert

2 Randomisierung und Verdeckung 0,82 0,01

6 Patienteneinschluss 0,73 0,01

8 Outcome und Studienendpunkt 0,82 0,002

10 Nachbeobachtung 0,62 0,001

11 Analyse und Diskussion 2,16 0,001


(29) Doig GS, Simpson F, Delaney A. A review of the true methodological quality of nutritional support trials conducted in the critically ill: time for improvement. Anesth Analg 2005 Feb;100(2):527-33.

(38) Graf J, Doig GS, Cook DJ, Vincent JL, Sibbald WJ. Randomized, controlled clinical trials in sepsis: has methodological quality improved over time? Crit Care Med 2002 Feb;30(2):461-72.

(53) Jadad AR, Moore RA, Carrol D, Jenkinson C, Reynolds DJM, Gavaghan DJ, et al. Assessing the Quality of Reports of Randomized Clinical Trials: Is Blinding Necessary? Control Clin Trials 1996;17:1-12.

(60) Latronico N, Botteri M, Minelli C, Zanotti C, Bertolini G, Candiani A. Quality of reporting of randomised controlled trials in the intensive care literature. A systematic analysis of papers published in Intensive Care Medicine over 26 years. Intensive Care Med 2002 Sep;28(9):1316-23.

Entwicklung der methodischen Qualität randomisierter Studien in der Intensivmedizin

Zwei Übersichtsarbeiten haben in der Vergangenheit die methodische Qualität randomisierter intensivmedizinischer Studien strukturiert untersucht [36, 58]. Die italienische Arbeitsgruppe um Latronico und Mitarbeiter evaluierte insgesamt 173 zwischen 1975 und 2000 in Intensive Care

[Seite 25]

Medicine publizierte randomisierte Studien. Die methodische Qualität wurde mittels der Jadad- Skala [52] bewertet. Lediglich 44 Studien (25%) erreichten mehr als 2 Punkte auf der Jadad-Skala, d. h. eine befriedigende Studienqualität. Insgesamt hat die methodische Qualität über die Zeit jedoch zugenommen [58]. Zu einem ganz ähnlichen Ergebnis kommt eine eigene Untersuchung der methodischen Qualität randomisierter Sepsisstudien zwischen 1976 und 1998 [36].

Unter Verwendung eines krankheitsspezifischen Scores zeigten Studien mit dem primären Endpunkt Letalität eine Verbesserung der methodischen Qualität über die Zeit, wohingegen Studien mit einem Surrogatparameter als Endpunkt sich hinsichtlich ihrer methodischen Qualität nicht veränderten [36]. Die Unterschiede dieser zwei Gruppen waren interessanterweise in genau den Bereichen statistisch signifikant, für die ein Einfluss auf das Ergebnis einer randomisierten Studie anhand der Daten von Jadad und Mitarbeitern [52] anzunehmen ist (⊡ Tab. 2.1).

Tab. 2.1. Parameter des »Methodological Quality Assessment Score« mit statistisch signifikanten Unterschieden zwischen 40 Sepsisstudien mit dem Endpunkt Letalität und 34 Sepsisstudien mit Surrogatparametern als Endpunkt. (Nach [36])

Parameter Überlegenheit Letalität vs. Surrogatparameter [Punkte] p-Wert

2 Randomisierung und Verdeckung 0,82 0,01

6 Patienteneinschluss 0,73 0,01

8 Outcome und Studienendpunkt 0,82 0,002

10 Nachbeobachtung 0,62 0,001

11 Analyse und Diskussion 2,16 0,001


36. Graf J, Doig GS, Cook DJ, Vincent JL, Sibbald WJ (2002) Randomized controlled clinical trials in sepsis: has methodological quality improved over time? Crit Care Med 30: 461–472

52. Jadad AR, Moore RA, Carrol D, Jenkinson C, Reynolds DJM, Gavaghan DJ, McQuay HJ (1996) Assessing the Quality of Reports of Randomized Clinical Trials: Is Blinding Necessary? Control Clin Trials 17: 1–12

58. Latronico N, Botteri M, Minelli C, Zanotti C, Bertolini G, Candiani A (2002) Quality of reporting of randomised controlled trials in the intensive care literature. A systematic analysis of papers published in Intensive Care Medicine over 26 years. Intensive Care Med 28: 1316–1323

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[14.] Tw/Fragment 034 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:10:40 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 2-13
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 17, Zeilen: re. Sp. 6-23
Die methodische Qualität einer klinischen Studie bzw. eines RCT ist vielschichtig, da sie neben dem Studiendesign auch die klinische Durchführung der Studie, die Gewichtung zwischen externer und interner Validität, die statistische Analyse und die publikatorische Gesamtdarstellung der Arbeit umfasst (51).

Die geringste Validität besitzen in diesem Zusammenhang retrospektive Studien, gefolgt von unkontrollierten Fallschilderungen und Observationsstudien mit oder ohne Kontrollgruppe (14;15;19;67;84;95). Kontrollierte und randomisierte Studien bieten methoden-immanent die höchste Zuverlässigkeit (20). Andererseits ist auch die randomisierte und kontrollierte Studie nicht frei von formalen, methodischen, analytischen oder statistischen Schwächen (26;36;68;86).


(14) Chalmers I, Celano P, Sacks HS, Smith H. Bias in Treatment Assignment in Controlled Clinical Trials. N Engl J Med 1983;309:1358-61.

(15) Chalmers TC, Matta RJ, Smith H, Jr., Kunzler AM. Evidence favoring the use of anticoagulants in the hospital phase of acute myocardial infarction. N Engl J Med 1977 Nov 17;297(20):1091-6.

(19) Colditz GA, Miller JN, Mosteller F. How Study Design Affects Outcomes in Comparison of Therapy I: Medical. Stat Med 1989;8(4):441-54.

(20) Concato J, Shah N, Horwitz RI. Randomized, controlled trials, observational studies, and the hirarchie of research designs. N Engl J Med 2000;342(25):1887-92.

(26) DerSimonian R, Charette LJ, McPeek B. Reporting on methods in clinical trials. N Engl J Med 1982;306:1332-7.

(36) Gillman MW, Runyan DK. Bias in treatment assignment in controlled clinical trials. N Engl J Med 1984;310:1610-1.

(51) Ioannidis JPA, Lau J. Can quality of clinical trials and meta-analyses be quantified? Lancet 1998;352:590-1.

(67) Miller JN, Colditz GA, Mosteller F. How study design affects outcomes in comparisons of therapy. II: Surgical. Stat Med 1989 Apr;8(4):455-66.

(68) Moher D, Dullberg CS, Wells GH. Statistical Power, Sample Size, and Their reporting in Randomized Controlled Trials. JAMA 1994;272(2):122-4.

(84) Pocock SJ. Allocation of patients to treatment in clinical trials. Biometrics 1979 Mar;35(1):183-97.

(86) Pocock SJ, Hughes MD, Lee RJ. Statistical problems in the reporting of clinical trials. A survey of three medical journals. N Engl J Med 1987 Aug 13;317(7):426-32.

(95) Sacks H, Chalmers TC, Smith H, Jr. Randomized versus historical controls for clinical trials. Am J Med 1982 Feb;72(2):233-40.

Die methodische Qualität einer Studie ist vielschichtig, da sie neben dem Studiendesign auch die klinische Durchführung der Studie, die Gewichtung zwischen externer und interner Validität, die statistische Analyse und die Gesamtdarstellung der Arbeit umfasst [50]. Darüber hinaus beeinflusst das Studiendesign per se die Bedeutung von Studienergebnissen für die klinische Praxis.

Die geringste Validität besitzen in diesem Zusammenhang retrospektive Studien, gefolgt von unkontrollierten Fallschilderungen und Observationsstudien, mit oder ohne Kontrollgruppe [13, 14, 18, 65, 81, 92]. Kontrollierte und randomisierte Studien bieten prinzipbedingt die methodisch höchste Zuverlässigkeit [19]. Andererseits ist auch die randomisierte und kontrollierte Studie nicht frei von formalen, methodischen, analytischen oder statistischen Schwächen [26, 34, 66, 83].


13. Chalmers I, Celano P, Sacks HS, Smith H (1983) Bias in Treatment Assignment in Controlled Clinical Trials. N Engl J Med 309: 1358–1361

14. Chalmers TC, Matta RJ, Smith H, Jr., Kunzler AM (1977) Evidence favoring the use of anticoagulants in the hospital phase of acute myocardial infarction. N Engl J Med 297: 1091–1096

18. Colditz GA, Miller JN, Mosteller F (1989) How study design affects outcomes in comparison of therapy I: Medical. Stat Med 8: 441–454

19. Concato J, Shah N, Horwitz RI (2000) Randomized, controlled trials, observational studies, and the hirarchie of research designs. N Engl J Med 342: 1887–1892

26. DerSimonian R, Charette LJ, McPeek B (1982) Reporting on methods in clinical trials. N Engl J Med 306: 1332–1337

34. Gillman MW, Runyan DK (1984) Bias in treatment assignment in controlled clinical trials. N Engl J Med 310: 1610–1611

50. Ioannidis JPA, Lau J (1998) Can quality of clinical trials and meta–analyses be quantified? Lancet 352: 590–591

65. Miller JN, Colditz GA, Mosteller F (1989) How study design affects outcomes in comparisons of therapy. II: Surgical. Stat Med 8: 455–466

66. Moher D, Dullberg CS, Wells GH (1994) Statistical Power, Sample Size, and Their reporting in Randomized Controlled Trials. JAMA 272: 122–124

81. Pocock SJ (1979) Allocation of patients to treatment in clinical trials. Biometrics 35: 183–197

83. Pocock SJ, Hughes MD, Lee RJ (1987) Statistical problems in the reporting of clinical trials. A survey of three medical journals. N Engl J Med 317: 426–432

92. Sacks H, Chalmers TC, Smith H, Jr. (1982) Randomized vs. historical controls for clinical trials. Am J Med 72: 233–240

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Mit diesem Absatz beginnt der Diskussionsteil.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[15.] Tw/Fragment 035 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:08:55 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1-10
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 25, Zeilen: li. Sp. 23 ff.
Zunehmend wird im Rahmen von Metaanalysen auch die methodische Qualität der eingeschlossenen Originalarbeiten kritisch bewertet (13;17;23;38;41;42;44;45;66;77;80;88;109;112). Dabei zeigt sich überwiegend eine unbefriedigende methodische Qualität.

Einige Autoren sahen sich aufgrund der unzureichenden methodischen Qualität der Originalarbeiten nicht einmal in der Lage, eine zusammenfassende Empfehlung abzugeben (17;29). Immer wieder wurde der Zusammenhang zwischen schwacher methodischer Qualität und positivem Studienergebnis, welches in Untersuchungen mit besserer methodischer Qualität nicht reproduziert werden konnte, beschrieben (43;110;112).


(13) Carson JL, Hill S, Carless P, Hebert P, Henry D. Transfusion triggers: a systematic review of the literature. Transfus Med Rev 2002 Jul;16(3):187-99.

(17) Choi PT, Yip G, Quinonez LG, Cook DJ. Crystalloids vs. colloids in fluid resuscitation: a systematic review. Crit Care Med 1999 Jan;27(1):200-10.

(23) Cook DJ, Reeve BK, Guyatt GH, Heyland DK, Griffith LE, Buckingham L, et al. Stress ulcer prophylaxis in critically ill patients. Resolving discordant meta-analyses. JAMA 1996 Jan 24;275(4):308-14.

(29) Doig GS, Simpson F, Delaney A. A review of the true methodological quality of nutritional support trials conducted in the critically ill: time for improvement. Anesth Analg 2005 Feb;100(2):527-33.

(38) Graf J, Doig GS, Cook DJ, Vincent JL, Sibbald WJ. Randomized, controlled clinical trials in sepsis: has methodological quality improved over time? Crit Care Med 2002 Feb;30(2):461-72.

(41) Heyland DK, Cook DJ, King D, Kernerman P, Brun-Buisson C. Maximizing oxygen delivery in critically ill patients: a methodologic appraisal of the evidence. Crit Care Med 1996 Mar;24(3):517-24.

(42) Heyland DK, Guyatt G, Cook DJ, Meade M, Juniper E, Cronin L, et al. Frequency and methodologic rigor of quality-of-life assessments in the critical care literature. Crit Care Med 1998 Mar;26(3):591-8.

(43) Heyland DK, MacDonald S, Keefe L, Drover JW. Total parenteral nutrition in the critically ill patient: a meta-analysis. JAMA 1998 Dec 16;280(23):2013-9.

(44) Heyland DK, Novak F, Drover JW, Jain M, Su X, Suchner U. Should immunonutrition become routine in critically ill patients? A systematic review of the evidence. JAMA 2001 Aug 22;286(8):944-53.

(45) Heyland DK, Novak F, Drover JW, Jain M, Su X, Suchner U. Should immunonutrition become routine in critically ill patients? A systematic review of the evidence. JAMA 2001 Aug 22;286(8):944-53.

(66) Maziak DE, Meade MO, Todd TR. The timing of tracheotomy: a systematic review. Chest 1998 Aug;114(2):605-9.

(77) Nathens AB, Marshall JC. Selective decontamination of the digestive tract in surgical patients: a systematic review of the evidence. Arch Surg 1999 Feb;134(2):170-6.

(80) Ostermann ME, Keenan SP, Seiferling RA, Sibbald WJ. Sedation in the intensive care unit: a systematic review. JAMA 2000 Mar 15;283(11):1451-9.

(88) Randolph AG, Cook DJ, Gonzales CA, Brun-Buisson C. Tunneling short-term central venous catheters to prevent catheter-related infection: a meta-analysis of randomized, controlled trials. Crit Care Med 1998 Aug;26(8):1452-7.

(109) van Nieuwenhoven CA, Buskens E, van Tiel FH, Bonten MJ. Relationship between methodological trial quality and the effects of selective digestive decontamination on pneumonia and mortality in critically ill patients. JAMA 2001 Jul 18;286(3):335-40.

(110) van Nieuwenhoven CA, Buskens E, van Tiel FH, Bonten MJ. Relationship between methodological trial quality and the effects of selective digestive decontamination on pneumonia and mortality in critically ill patients. JAMA 2001 Jul 18;286(3):335-40.

(112) Wilkes MM, Navickis RJ. Patient survival after human albumin administration. A meta-analysis of randomized, controlled trials. Ann Intern Med 2001 Aug 7;135(3):149-64.

In den Metaanalysen der letzten Jahre wird die Qualität der zugrunde liegenden Originalarbeiten immer häufiger bewertet [12, 16, 22, 40-44, 64, 75, 78, 85, 105-107]. Dabei wurde die methodische Qualität insgesamt meist als unbefriedigend bezeichnet. Einige Autoren sahen sich aufgrund der schlechten methodischen Qualität der Originalarbeiten nicht in der Lage, Therapieempfehlungen abzugeben [16, 78], andere beschrieben erneut den Zusammenhang zwischen schwacher methodischer Qualität und positivem Studienergebnis, welches in Untersuchungen besserer methodischer Qualität nicht reproduziert werden konnte [42, 105, 107].

12. Carson JL, Hill S, Carless P, Hebert P, Henry D (2002) Transfusion triggers: a systematic review of the literature. Transfus Med Rev 16: 187–199

16. Choi PT, Yip G, Quinonez LG, Cook DJ (1999) Crystalloids vs. colloids in fluid resuscitation: a systematic review. Crit Care Med 27: 200–210

22. Cook DJ, Reeve BK, Guyatt GH, Heyland DK, Griffith LE, Buckingham L, Tryba M (1996) Stress ulcer prophylaxis in critically ill patients. Resolving discordant meta–analyses. JAMA 275: 308–314

40. Heyland DK, Cook DJ, King D, Kernerman P, Brun–Buisson C (1996) Maximizing oxygen delivery in critically ill patients: a methodologic appraisal of the evidence. Crit Care Med 24: 517–524

41. Heyland DK, Guyatt G, Cook DJ, Meade M, Juniper E, Cronin L, Gafni A (1998) Frequency and methodologic rigor of quality–of–life assessments in the critical care literature. Crit Care Med 26: 591–598

42. Heyland DK, MacDonald S, Keefe L, Drover JW (1998) Total parenteral nutrition in the critically ill patient: a meta–analysis. JAMA 280: 2013–2019

43. Heyland DK, Novak F, Drover JW, Jain M, Su X, Suchner U (2001) Should immunonutrition become routine in critically ill patients? A systematic review of the evidence. JAMA 286: 944–953

44. Heyland DK, Novak F, Drover JW, Jain M, Su X, Suchner U (2001) Should immunonutrition become routine in critically ill patients? A systematic review of the evidence. JAMA 286: 944–953

64. Maziak DE, Meade MO, Todd TR (1998) The timing of tracheotomy: a systematic review. Chest 114: 605–609

75. Nathens AB, Marshall JC (1999) Selective decontamination of the digestive tract in surgical patients: a systematic review of the evidence. Arch Surg 134: 170–176

78. Ostermann ME, Keenan SP, Seiferling RA, Sibbald WJ (2000) Sedation in the intensive care unit: a systematic review. JAMA 283: 1451–1459

85. Randolph AG, Cook DJ, Gonzales CA, Brun–Buisson C (1998) Tunneling short–term central venous catheters to prevent catheter–related infection: a meta–analysis of randomized, controlled trials. Crit Care Med 26: 1452–1457

105. van Nieuwenhoven CA, Buskens E, van Tiel FH, Bonten MJ (2001) Relationship between methodological trial quality and the effects of selective digestive decontamination on pneumonia and mortality in critically ill patients. JAMA 286: 335–340

106. van Nieuwenhoven CA, Buskens E, van Tiel FH, Bonten MJ (2001) Relationship between methodological trial quality and the effects of selective digestive decontamination on pneumonia and mortality in critically ill patients. JAMA 286: 335–340

107. Wilkes MM, Navickis RJ (2001) Patient survival after human albumin administration. A meta–analysis of randomized, controlled trials. Ann Intern Med 135: 149–164

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Aus dem Diskussionsteil.

Dem Verfasser fiel nicht auf, dass in der Quelle ein identischer Titel doppelt erfasst war (Nr. 105, 106); dieser findet sich dann auch bei ihm doppelt (Nr. 109, 110).

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[16.] Tw/Fragment 038 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:07:31 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 9-27
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 26, Zeilen: li. Sp. 21 ff.
Trotz der zunehmenden Fokussierung auf die randomisiert-kontrollierte klinische Studie dürfen andere Studiendesigns – auch wenn sie bei weitem noch heterogener und methodisch schwieriger zu bewerten sind – nicht außer acht gelassen werden. Es gibt immer wieder Fragestellungen, die nicht sinnvoll mittels einer randomisierten Studie zu beantworten sind. Gerade in der Intensiv- und Notfallmedizin sind die Patientengruppen manchmal sehr klein und ist das zu untersuchende Ereignis sehr selten oder aber eine Randomisierung von Patienten ethisch bedenklich (z.B. der Einsatz einer intraaortalen Ballongegenpulsation beim kardiogenen Schock). In diesen Fällen sind die Ergebnisse von Observationsstudien oder Fall-Kontroll-Studien heranzuziehen, für die im wesentlichen die gleichen methodischen Qualitätsmerkmale wie für randomisiert-kontrollierte Studien gelten (naturgemäß mit Ausnahme des Randomisierungsprozesses) (8;20;82;85). Bei diesen offenen, nicht-randomisierten Studien ist neben der expliziten Definition des Studienendpunktes vor allem die genaue Darstellung der Begleittherapie („standard of care“) von elementarer Bedeutung, da sie neben der Studienintervention den entscheidenden Einfluss auf den Krankheitsverlauf der Patienten nimmt. Nur so lassen sich Unterschiede im Ergebnis einer spezifischen therapeutischen Strategie zuordnen.

(8) Benson K, Hartz AJ. A comparison of observational studies and randomized, controlled trials. N Engl J Med 2000 Jun 22;342(25):1878-86.

(20) Concato J, Shah N, Horwitz RI. Randomized, controlled trials, observational studies, and the hirarchie of research designs. N Engl J Med 2000;342(25):1887-92.

(82) Palazzo M, Soni N. Critical-care studies: redefining the rules. Lancet 1998;352:1306-7.

(85) Pocock SJ, Elbourne DR. Randomized trials or observational tribulations? N Engl J Med 2000 Jun 22;342(25):1907-9.

Trotz der Fokussierung auf die randomisiert-kontrollierte klinische Studie dürfen andere Studiendesigns – auch wenn sie bei weitem noch heterogener und methodisch schwieriger zu bewerten sind – nicht außer Acht gelassen werden. Es gibt immer wieder Fragestellungen, die nicht sinnvoll mittels einer randomisierten Studie zu beantworten sind. Gerade in der Intensiv- und Notfallmedizin sind die Patientengruppen manchmal sehr klein und ist das zu untersuchende Ereignis sehr selten, oder aber eine Randomisierung von Patienten ethisch bedenklich (z. B. der Einsatz einer intraaortalen Ballongegenpulsation beim kardiogenen Schock). In diesen Fällen sind die Ergebnisse von Observationsstudien oder Fall-Kontroll-Studien heranzuziehen, für die im Wesentlichen die gleichen methodischen Qualitätsmerkmale wie für randomisiert-kontrollierte Studien gelten (naturgemäß mit Ausnahme des Randomisierungsprozesses) [7, 19, 80, 82].

Bei diesen offenen, nicht-randomisierten Studien ist neben der expliziten Definition des Studienendpunktes v. a. die genaue Darstellung der Begleittherapie (»standard of care«) von herausragender Bedeutung, da sie neben der Studienintervention den wesentlichsten Einfluss auf den Krankheitsverlauf der Patienten nimmt. Nur so lassen sich Unterschiede im Ergebnis einer spezifischen therapeutischen Strategie zuordnen.


7. Benson K, Hartz AJ (2000) A comparison of observational studies and randomized, controlled trials. N Engl J Med 342: 1878–1886

19. Concato J, Shah N, Horwitz RI (2000) Randomized, controlled trials, observational studies, and the hirarchie of research designs. N Engl J Med 342: 1887–1892

80. Palazzo M, Soni N (1998) Critical–care studies: redefining the rules. Lancet 352: 1306–1307

82. Pocock SJ, Elbourne DR (2000) Randomized trials or observational tribulations? N Engl J Med 342: 1907–1909

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Mit diesem wörtlich übernommenen Absatz endet der Diskussionsteil.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[17.] Tw/Fragment 039 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-27 22:03:34 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Graf und Janssens 2007, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tw, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 2-12
Quelle: Graf und Janssens 2007
Seite(n): 25, 26, Zeilen: 25: re. Sp. 17 ff; 26: 1-10
Die Bedeutung der methodischen Qualität medizinisch-wissenschaftlicher Arbeiten ist evident. Weit weniger eindeutig sind die Erkennungsmerkmale, anhand derer die Validität einer klinischen Studie identifiziert werden kann. In dieser Übersicht wurde die Analyse auf methodische Qualitätsmerkmale randomisierter klinische Studien der Intensivmedizin beschränkt.

Praktikable Bewertungsparameter, Checklisten, Leitlinien und Skalen zur Bewertung der methodischen Qualität wurden in den letzten Jahren entwickelt. Mit der Jadad-Skala existiert zudem ein validiertes, einfach und schnell anzuwendendes Instrument zur Erfassung einiger wesentlicher Merkmale der methodischen Studienqualität (53).


(53) Jadad AR, Moore RA, Carrol D, Jenkinson C, Reynolds DJM, Gavaghan DJ, et al. Assessing the Quality of Reports of Randomized Clinical Trials: Is Blinding Necessary? Control Clin Trials 1996;17:1-12.

Die Bedeutung der methodischen Qualität medizinisch- wissenschaftlicher Arbeiten ist evident. Weit weniger eindeutig sind die Erkennungsmerkmale, anhand derer die Validität einer klinischen Studie identifiziert werden kann. In dieser Übersicht wurde die Darstellung auf methodische Qualitätsmerkmale randomisierter klinischer Studien beschränkt, einer mittlerweile recht gut charakterisierten und für die klinische Entscheidungsfindung sehr wichtigen Studienform.

[Seite 26]

Gerade deshalb wurden im letzten Jahrzehnt praktikable Bewertungsparameter, Leitlinien und Skalen entwickelt, die für die Planung klinischer Studien, für Herausgeber von Fachzeitschriften, Autoren, Gutachter und nicht zuletzt den Leser eine wertvolle Hilfe darstellen können. Mit der Jadad-Skala existiert zudem ein validiertes, einfach und schnell anzuwendendes Instrument zur Erfassung einiger wesentlicher Merkmale der methodischen Studienqualität [52].


52. Jadad AR, Moore RA, Carrol D, Jenkinson C, Reynolds DJM, Gavaghan DJ, McQuay HJ (1996) Assessing the Quality of Reports of Randomized Clinical Trials: Is Blinding Necessary? Control Clin Trials 17: 1–12

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Aus dem Zusammenfassungs-Teil der Arbeit.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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