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Quelle:Ub/Roeser 1988

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Thomas Roeser
Titel    Völkerrechtliche Aspekte des internationalen Handels mit konventionellen Waffen
Ort    Berlin
Verlag    Duncker & Humblot
Jahr    1988
ISBN    3-428-06459-3

Literaturverz.   

nein
Fragmente    11


Fragmente der Quelle:
[1.] Ub/Fragment 004 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-31 03:56:45 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Hindemith, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 5-13
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 22, 23, Zeilen: 6-9, 25-30; 1-3
Waffen und Rüstungsgüter waren, wie jedes andere Produkt menschlichen Erfindungsgeistes und menschlicher Arbeit, schon zu allen Zeiten Gegenstand des Handels. Die Motive der Handelspartner sind dabei in ihren Grundmustern zu allen Zeiten die gleichen geblieben. Der Empfänger kann seinen Waffenbedarf aus eigener Produktion in quantitativer oder qualitativer Hinsicht nicht decken. Der Lieferant hingegen verfolgt wirtschaftliche Interessen oder will einen Freund oder Verbündeten unterstützen. Durch Waffenlieferungen wiederum schwächt er mittelbar die Position des Gegners. Wenngleich die Motive im Einzelfall auch differenzierter sein mögen, lassen sich diese Grundmuster bei jedem Waffentransfer nachweisen.4

4 Vgl. Anand, Impact of Technology on Conduct Warfare, S. 137f.

Wie jedes andere Produkt menschlichen Erfindungsgeistes und menschlicher Arbeit, so sind auch Waffen wohl schon zu allen Zeiten Gegenstand des Schenkens, Tauschens und, nach der Einführung der Geldwirtschaft, des Kaufens und Verkaufens gewesen.

[...]

Die Motive der Handelspartner sind in ihren Grundmustern sicherlich ebenfalls zu allen Zeiten die gleichen gewesen. Der Empfänger kann seinen Waffenbedarf aus eigener Produktion in quantitativer und/oder qualitativer Hinsicht nicht decken. Der Lieferant will einen Freund oder Verbündeten unterstützen; durch gezielte Waffenlieferungen schwächt er mittelbar die Position seines Gegners; Waffen als Handelsware dienen der Verfolgung wirtschaftlicher Ziele. Wenngleich die Beweggründe im Einzelfall auch differenzierter sein mögen, die soeben genannten Grundmuster werden sich in der einen oder anderen Form bei jedem Waffentransfer nachweisen lassen.

Anmerkungen

Leicht umgestellte Übernahme. Siehe auch Ub/Fragment_234_25.

Sichter
Goalgetter Hindemith

[2.] Ub/Fragment 004 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-24 18:18:02 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Hindemith, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 16-21
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 22, Zeilen: 10-17
Eine über lokale Ereignisse hinausgehende Bedeutung erhielt der Waffenhandel mit der Entstehung der ersten Hochkulturen. Diese brachten gleichzeitig auch das Mittel gewaltsamer Auseinandersetzungen in größerem Stil zwischen den Völkern auf. Seit Krieg und ständige militärische Bereitschaft zum Bestandteil der internationalen Politik wurden, waren die Nachfrage nach Waffen und sonstigen militärischen Ausrüstungsgegenständen und damit gleichzeitig auch der Anreiz zu deren Herstellung über den eigenen Bedarf hinaus vorhanden.6

6 Bis in die Zeiten des Peleponnesischen Krieges zurückgehend Kemp/Miller, S.15f.

Eine über familiäre und lokale Ereignisse hinausgehende Bedeutung erhielt der Waffenhandel, als mit der Entstehung der ersten Hochkulturen gleichzeitig auch das Mittel gewaltsamer Auseinandersetzungen großen Stils zwischen den Völkern aufkam. Seit Krieg und ständige militärische Bereitschaft zum Bestandteil der „internationalen Beziehungen“ wurden, waren die Nachfrage nach Waffen und sonstigen militärischen Ausrüstungsgegenständen und damit gleichzeitig auch der Anreiz zu deren Herstellung über den eigenen Bedarf hinaus vorhanden.1

1 Bis in die Zeiten des Peleponnesischen Krieges zurückgehend Kemp / Miller, S. 15.

Anmerkungen

Kurios: selbst der Rechtschreibfehler und die eigentümliche Formulierung ("zurückgehend Kemp/Miller") in der Fußnote wird übernommen, die Seitenangabe allerdings durch ein "f." ergänzt.

Sichter
Goalgetter Hindemith

[3.] Ub/Fragment 005 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-31 04:24:06 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Goalgetter, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1-10
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 22, 24, Zeilen: 18-21; 4-12, 21-23
Eine größere Bedeutung erlangte der Handel mit Waffen im europäischen Raum jedoch erst mit der Einführung des Schießpulvers im Mittelalter und der damit einsetzenden neuen Entwicklung der Waffentechnik und deren Produktion.8 Mit der beginnenden Industrialisierung in Europa und den USA Mitte des 19. Jahrhunderts begann auch die Produktion modernerer Waffen in großen Stückzahlen. Der Markt hierfür breitete sich mit der einsetzenden Kolonialisierung auch in den afrikanischen Ländern stark aus. Sowohl die Versorgung der eigenen Kolonialtruppen als auch die Belieferung einheimischer Truppen eröffnete einen großen Absatzmarkt. Dieser Handel geschah aufgrund der damals anerkannten Wirtschaftsdoktrin des „laissez faire“ ohne jegliche staatliche Kontrolle.9

8 Frank, S. 11.

9 Delbrück, GYIL 24, S. 119

[S. 22]

Eine größere Bedeutung erlangte der Handel mit Waffen im europäischen Raum jedoch erst mit der Einführung des Schießpulvers nach Europa im Mittelalter und der damit einsetzenden neuen Entwicklung der Waffentechnik und -produktion.2

[S. 24]
Mit der beginnenden Industrialisierung in Europa und den USA in der Mitte des 19. Jahrhunderts begann auch die Produktion modernerer Waffen in größerer Stückzahl. Gleichzeitig weiteten sich die traditionellen Absatzmärkte mit der einsetzenden Kolonisierung vor allem des afrikanischen Kontinents durch die europäischen Großmächte erheblich aus. Die Kolonialtruppen wie auch ihre einhemischen Hilfsarmeen mußten ständig mit neuen Waffen, vor allem Gewehren, leichten Geschützen und der entsprechenden Munition, ausgerüstet werden. [...] Getreu der damals geltenden Wirtschaftsdoktrin des „laissez-faire“ konnten sich die Geschäfte, jedenfalls zunächst, ungestört von jeglicher staatlicher Einflußnahme und Kontrolle entwickeln.8


2 Vgl. Frank, S. 11; ferner Yakemtchouk, Les transferts internationaux d'armes de guerre, S. 24 ff.; Kuebler, S. 307.

8 Delbrück, a. a. O., S. 119

Anmerkungen

Wörtliche Übernahmen mit kleiner Anpassungen. Auch die Quellenangabe wird von Roeser uebernommen.

Sichter
Goalgetter Hindemith

[4.] Ub/Fragment 005 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-31 04:35:35 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Hindemith, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 20-25
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 24, 25, Zeilen: 29-32, 1-2
Als in vermehrtem Umfang Gewehre und Munition an afrikanische Stammesfürsten verkauft wurden, welche die Waffen sodann gegen die Soldaten der europäischen Kolonialtruppen richteten, versuchten die betroffenen Staaten durch erste Vereinbarungen bis hin zum Brüssler Vertrag von 1890 und der Algeciras-Akte12 aus dem Jahre 1906 den privaten Waffentransfer in den afrikanischen Kontinent einzudämmen.13

12 Text des Vertrages in Nouveau Recueil Général de Traités, 2. Serie Bd. XVI, S. 3f.

13 Delbrück, GYIL 24, S. 132; Yakemtchouk, S. 40.

Als in vermehrtem Umfang Gewehre und Munition an afrikanische Stammesfürsten verkauft wurden, welche die Waffen sodann gegen die Soldaten der europäischen Kolonialtruppen richteten, versuchten die betroffenen Staaten durch erste Vereinbarungen bis hin zum Brüsseler Vertrag von 189010 und der Algeciras-Akte aus dem Jahre 190611, dieser für sie unerwünschten Entwicklung entgegenzuwirken.

10 Vgl. dazu unten, Kapitel 2, A. I.

11 Vgl. dazu unten, Kapitel 2, A. II.

Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme ohne Quellenangabe. Fußnote 13 findet sich bei Roeser auf S. 52 wieder als Fußnoten 9 und 10.

Sichter
Hindemith Goalgetter

[5.] Ub/Fragment 006 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-31 05:13:01 Sotho Tal Ker
Fragment, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel, Ub, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 4-9
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 25, Zeilen: 13-17
Während des gut vier Jahre dauernden Weltkrieges hatten sich die jeweiligen nationalen Waffenindustrien zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor im Staat entwickelt.14 Hatte man anfänglich in Erwartung eines kurzen Krieges nur geringfügig in den Wirtschaftsprozess eingegriffen,15 forderten die knappen und schwindenden Ressourcen ihren Tribut und erzwangen immer tiefere Eingriffe in den Wirtschaftsverkehr,16 was einige europäische Regierungen zur Nationalisierung veranlasste.

14 Delbrück, GYIL 24, S. 117.

15 Mai, 88 f.; zu den 1914 eingeführten Außenhandelskontrollen vgl. Haberland, 6 f.

16 Mai, Rn. 14, S. 91f., 105f.; Haberland, Rn. 14, S. 9f., 21f.

Zum anderen war in den Industriestaaten während des gut vier Jahre dauernden Weltkrieges die jeweilige nationale Waffenindustrie zu einem bedeutenden Faktor im Staat geworden,13 was einige europäische Regierungen zur Nationalisierung der entsprechenden Unternehmen veranlaßte.

13 Delbrück, a. a. O.

Anmerkungen

Zwei Einschübe mit Fußnoten, wobei der übrige Wortlaut von Roeser übernommen wurde.

Sichter

[6.] Ub/Fragment 007 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 19:34:47 Kybot
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Hindemith, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 3-5
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 25, Zeilen: 10-14
Zum einen verfügten am Ende des Ersten Weltkrieges die Armeen der europäischen Großmächte über ein umfangreiches Waffenarsenal, dessen teilweise Weitergabe nicht den allein gewinnorientierten privaten Waffenhändlern überlassen werden sollte. Zum einen verfügten am Ende des 1. Weltkriegs die Armeen der europäischen Großmächte über ein umfangreiches Waffenarsenal, dessen teilweise Weitergabe an neue Besitzer nicht den allein gewinnorientierten privaten Waffenhändlern überlassen werden sollte.
Anmerkungen

Übernahme mit marginalen Änderungen ("Erster" statt "1."; "an neue Besitzer" ausgelassen).

Sichter
Hindemith Goalgetter

[7.] Ub/Fragment 007 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-24 18:37:24 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Hindemith, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 7-10
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 25, Zeilen: 24-28
Nach den furchtbaren Leiden machte das Wort von den „merchants of death“ die Runde.23 Die Satzung des Völkerbundes trug dieser Entwicklung Rechnung, indem sie „der Bekämpfung der verderblichen Folgen der privaten Rüstungsindustrie“24 zwei Artikel widmete.25

23 Stanley/Pearton, S. 4.

24 Schücking/Wehberg, S. 400.

25 Siehe Art. 8 Abs. 5 und Art. 23 in der Satzung des Völkerbundes.

Nach den furchtbaren Leiden auf den Schlachtfeldern des 1. Weltkrieges machte das Wort von den „merchants of death“ die Runde.15 Die Satzung des Völkerbundes trug dieser Entwicklung Rechnung, indem sie „der Bekämpfung der verderblichen Folgen der privaten Rüstungsindustrie“16 zwei Artikel widmete.17

15 Stanley / Pearton, S. 4.

16 Schücking / Wehberg, S. 400.

17 Art. 8 Abs. 5 und Art. 23 Buchst. d); vgl. unten, Kapitel 2, B. II. 2.

Anmerkungen

Übernahme ohne Quellenangabe einschließlich der Fußnoten.

Sichter
Hindemith Goalgetter

[8.] Ub/Fragment 008 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-24 18:55:52 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Goalgetter, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 16-23
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 26, Zeilen: 2-10
Die zwischen den beiden Weltkriegen begonnene Entwicklung setzte sich nach 1945 in verstärktem Maße fort.</sup>34</sup> Der internationale Waffenhandel war nunmehr fast ausschließlich in der Hand der einzelnen Regierungen oder wurde doch jedenfalls von ihnen kontrolliert und gesteuert.35 Vor allem für die beiden Großmächte USA und die ehemalige Sowjetunion bedeutet die Lieferung von militärischen Gütern in erster Linie ein Instrument zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen, die sich im äußersten durch so genannte Stellvertreterkrieger widerspiegelten. Wirtschaftliche Gesichtspunkte bildeten zwar einen angenehmen Nebeneffekt, traten aber bei der Entscheidung der Regierungen in den Hintergrund.36

34 Yakemtchouk, S.200f.

35 Delbrück, GYIL 24, S. 123.

36 Delbrück, GYIL 24, S. 123; Stanley/Pearton, S. 6f.

Die zwischen den beiden Weltkriegen begonnene Entwicklung setzte sich nach 1945 in verstärktem Maße fort.18 Der internationale Waffenhandel ist nunmehr fast ausschließlich in der Hand der einzelnen Regierungen oder wird doch jedenfalls von ihnen kontrolliert und gesteuert.19 Vor allem für die beiden Großmächte USA und Sowjetunion bedeutet die Lieferung von militärischen Gütern in erster Linie ein Instrument zur Durchsetzung ihrer politischen Interessen. Wirtschaftliche Gesichtspunkte bilden zwar einen angenehmen Nebeneffekt, treten aber bei der Entscheidungsfindung der Regierungen in den Hintergrund.20

18 Vgl. dazu Yakemtchouk, Les transferts internationaux d'armes de guerre, S. 200 ff.

19 Delbrück, in: GYIL 24 (1981), S. 123; Frank, S. 156; zur heutigen Bedeutung des privaten Waffenhandels vgl. unten, A. III. 1.

20 Delbrück, a.a.O.; Stanley / Pearton, S. 6 f.

Anmerkungen

Vollständige Übernahme mit geringfügigen Modifkationen (Vergangenheitsform im zweiten Satz wird in Gegenwartsform umgewandelt; aus "Entscheidungsfindung" wird "Entscheidung") einschl. verkürzter Übernahme des Fußnotenapparats

Sichter
Goalgetter Hindemith

[9.] Ub/Fragment 009 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-06 19:34:54 Kybot
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Goalgetter, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1-3
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 26, Zeilen: 22-25
Schwerpunkt des Waffenhandels in den fünfziger Jahren war Europa. Vor allem die USA sorgten mit umfangreichen Rüstungslieferungen aus Gebrauchsbeständen an die europäischen NATO-Verbündeten für eine Aufrüstung. Schwerpunkt des Waffenhandels in den fünfziger Jahren war Europa. Vor allem die USA sorgten mit umfangreichen Rüstungslieferungen an die europäischen NATO-Verbündeten für eine Aufstockung der am Ende des 2. Weltkrieges nahezu aufgezehrten Arsenale in Westeuropa. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um gebrauchtes Kriegsmaterial.
Anmerkungen

Erster Satz vollständig übernommen, zweiter weitgehend.

Sichter
Goalgetter Hindemith

[10.] Ub/Fragment 009 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-25 12:23:45 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Hindemith, Goalgetter, Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 10-30
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 26, 27, Zeilen: 27-31; 1-14, 16-26
In den sechziger Jahren änderte sich die internationale Lage. Die Entkolonialisierungswelle vor allem in Afrika setze ein. Immer neue Staaten erhielten oder erkämpfen ihre Unabhängigkeit. Hier entstand ein neuer Markt für Rüstungsgüter. Die im Aufbau befindlichen Armeen auf dem afrikanischen Kontinent wurden mit Waffen und sonstigen militärischen Gütern ausgerüstet. Im Zuge dieser Entwicklung war ein sprunghafter Anstieg internationaler Waffentransfers Mitte der sechziger Jahre zu beobachten.37 Zugleich verlagerte sich der Schwerpunkt bei den Empfängern von Waffenlieferungen von Europa in die Dritte Welt.38 Die jungen afrikanischen Staaten verfügten nach ihrer Unabhängigkeit über so gut wie keine Waffen. Die Bedürfnisse waren jedoch sehr groß, da oftmals unsichere Machtverhältnisse nach außen wie innen den raschen Aufbau einer möglichst schlagkräftigen Armee verlangten. Die früheren Kolonialstaaten Frankreich und Großbritannien sicherten sich so über die Unabhängigkeit ihrer ehemaligen Kolonien hinaus durch Waffenlieferungen eine fortdauernde militärische und wirtschaftliche Präsenz und Abhängigkeit.

Zu Beginn der siebziger Jahre sorgten drei Ereignisse für eine neuerliche Steigerung im Geschäft mit Waffen und sonstigen Rüstungsgütern. Der Vietnamkrieg, der in dieser Zeit seinen Höhepunkt erreichte, lenkte die Waffenlieferungen der USA und der ehemaligen Sowjetunion in den südostasiatischen Raum. Nachhaltiger und in den Auswirkungen noch heute andauernd waren für die Entwicklung des internationalen Waffenhandels die sich nach dem so genannten „Sechs-Tage-Krieg“ im Juni 1967 verschärfende Nahost-Krise sowie das Ölembargo der arabischen Staaten im Jahre 1973. Der Nahe Osten sowie die Golfstaaten mit ihren Öl-Milliarden gehören seit dieser Zeit zu den Hauptabnehmern im internationalen Rüstungsge[schäft.39]


37 Delbrück, GYIL 24, S. 123; Martinez, S. 97.

38 Yakemtchouk, S.200f.; Kemp/Miller , S. 33; Cahn/Kruzel, S. 34.

[39 Siehe SIPRI-Yearbook, insbesondere 1985, S. 350; für die Zeit zwischen 1967 und 1976 siehe auch Mihalka, S. 52f und Martinez, S. 97f.]

In den sechziger Jahren änderte sich dann die Szenerie erheblich. Die Entkolonialisierungswelle vor allem in Afrika setze ein, immer neue Staaten erhielten oder erkämpfen ihre Unabhängigkeit. Hier entstand ein neuer Markt für Waffengeschäfte. Die im Aufbau befindlichen Armeen der afrikanischen Länder mußten mit Waffen und sonstigen militärischen Gütern ausgerüstet werden. Aus diesem Grunde ist etwa Mitte der sechziger Jahre ein sprunghafter Anstieg bei den internationalen Waffentransfers zu beobachten.24 Zugleich verlagerte sich der Schwerpunkt bei den Empfängern von Waffenlieferungen von Europa in die Dritte Welt.25 Die früheren Kolonialstaaten Frankreich und Großbritannien sicherten sich über die Unabhängigkeit ihrer ehemaligen Kolonien hinaus durch Waffenlieferungen eine fortdauernde militärische und wirtschaftliche Präsenz, und zwischen den Großmächten begann der Wettlauf um die Erlangung politischen Einflusses. [...] Die jungen afrikanischen Staaten verfügten bei ihrer Unabhängigkeit über so gut wie keine Waffen. Die Bedürfnisse waren demnach groß, zumal die oft unsicheren Machtverhältnisse nach außen wie nach innen den raschen Aufbau einer möglichst schlagkräftigen Armee erforderten. [...]

Zu Beginn der siebziger Jahre sorgten drei Ereignisse für eine neuerliche, äußerst dramatische Steigerung im Geschäft mit Waffen und sonstigem Kriegsmaterial.27 Der Vietnam-Krieg, der in dieser Zeit seinen Höhepunkt erreichte, lenkte die Waffenlieferungen der USA und der Sowjetunion in den südostasiatischen Raum. Nachhaltiger und in den Auswirkungen noch heute andauernd waren für die Entwicklung des internationalen Waffenhandels die sich nach dem sog. Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 verschärfende Nahost-Krise sowie das Ölembargo der arabischen Staaten im Jahre 1973.

Der Nahe Osten sowie die Golfstaaten mit ihren Dollar-Milliarden aus dem Ölgeschäft gehören seit dieser Zeit zu den Hauptabnehmern im internationalen Waffenhandel.28


24 Yakemtchouk, a. a. O., S. 211; Delbrück, in: GYIL24 (1981), S. 121 f.; Huntzinger, S. 164 f.; Martinez, S. 97.

25 Yakemtchouk, a.a.O.; Kemp / Miller, S. 33; Huntzinger, S. 164; vgl. auch Kuebler, S. 303.

27 Zum folgenden Yakemtchouk, a. a. O., S. 201; Kemp / Miller, S. 33 ff.; Mihalka, S. 49 f.; Cahn / Kruzel, S. 34.

28 Zu den Zahlen vgl. SIPRI-Yearbook 1985, S. 350; für die Zeit zwischen 1967 und 1976 siehe auch Mihalka, S. 52 ff.; vgl. ferner Martinez, S. 97 f.

Anmerkungen

Nahezu vollständige Übernahme ohne Angabe der Originalquelle, Fußnoten werden überwiegend ebenfalls übernommen.

Sichter
Hindemith Goalgetter

[11.] Ub/Fragment 234 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-31 03:57:49 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Roeser 1988, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ub, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Ceterum censeo, Hindemith, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 234, Zeilen: 25-30
Quelle: Roeser 1988
Seite(n): 22, 23, Zeilen: 25-30, 1-3
Die Motive der Handelspartner sind dabei in ihren Grundmustern zu allen Zeiten die gleichen geblieben. Der Empfänger kann seinen Waffenbedarf aus eigener Produktion in quantitativer oder qualitativer Hinsicht nicht decken. Der Lieferant hingegen verfolgt wirtschaftliche Interessen oder will einen Freund oder Verbündeten unterstützen, um im Idealfall durch ein Gleichgewicht der Kräfte einen bewaffneten Konflikt zu verhindern. Wenngleich die Motive im Einzelfall auch differenzierter sein [mögen, lassen sich diese Grundmuster bei jedem Waffentransfer nachweisen.] Die Motive der Handelspartner sind in ihren Grundmustern sicherlich ebenfalls zu allen Zeiten die gleichen gewesen. Der Empfänger kann seinen Waffenbedarf aus eigener Produktion in quantitativer und/oder qualitativer Hinsicht nicht decken. Der Lieferant will einen Freund oder Verbündeten unterstützen, durch gezielte Waffenlieferungen schwächt er mittelbar die Position des Gegners; Waffen als Handelsware dienen der Verfolgung wirtschaftlicher Ziele. Wenngleich die Beweggründe im Einzelfall auch differenzierter sein mögen, die soeben genannten Grundmuster werden sich in der einen oder anderen Form bei jedem Waffentransfer nachweisen lassen.
Anmerkungen

Weitgehende Übernahme mit geringfügigen Umstellungen. Siehe auch Ub/Fragment_004_05.

Sichter
Hindemith Goalgetter

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