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Quelle:Um/Richardson 1977

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Harry W. Richardson
Titel    Standortverhalten, Bodenpreise und Raumstruktur
Sammlung    Stadtökonomie
Herausgeber    Dietrich Fürst
Ort    Stuttgart, New York
Verlag    G. Fischer
Jahr    1977
Seiten    68-87
ISBN    3-437-40047-9

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Um/Fragment 084 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-06-21 13:05:02 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Richardson 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 1-12
Quelle: Richardson 1977
Seite(n): 78-79, Zeilen: -
[Richardson nennt 8 Grundprinzipien, nach denen sich diese Standortwahl verhält, (c. p.)]

1. Unternehmen, die den gesamten städtischen Markt bedienen, wählen mit größter Wahrscheinlichkeit einen zentralen Standort.

2. Je spezialisierter eine Wirtschaftstätigkeit ist, desto größer ist die Tendenz zum zentralen Standort.

3. Je größer der Raumbedarf ist, desto eher wird die Peripherie gewählt (was eine Folge des Bodenwertgefälles ist).

4. Städtische Standortentscheidungen werden durch Kontrollvorschriften und planerische Einschränkungen beeinflußt, die Siedlungsstruktur stabilisiert.

5. Externe Nachteile finanzieller oder technologischer Art führen zu Dezentralisierungstendenzen.

6. Die Dichotomie Stadt-Umland muß dahingehend modifiziert werden, daß auch städtische Nebenzentren eine Standortalternative bieten können.

7. Einzelne Standortentscheidungen begünstigen einander wechselseitig (Fühlungsvorteile).

8. Historisch vorgegebene Standorte binden, oft wird ein einmal gewählter Standort mehr aus Tradition, denn aus betriebswirtschaftlichem Kalkül beibehalten.52


52 Richardson, Harry W., Standortverhalten, Bodenpreise und Raumstruktur in Fürst (1977) S. 78/79

[Seite 78]

1. Unternehmen, die den städtischen Markt insgesamt bedienen, wählen mit größerer Wahrscheinlichkeit einen zentralen Standort. [...]

2. Je spezialisierter eine Wirtschaftsaktivität ist, desto größer ist die Tendenz, einen zentralen Standort zu wählen.

3. Je größer der Raumbedarf eines Unternehmens ist, desto wahrscheinlicher wird es sich im Stadtumland niederlassen7. Dies folgt aus der Tatsache, daß der Grundstückspreis tendenziell in umgekehrter Beziehung zur Entfernung vom Stadtkern steht.

4. Städtische Standortentscheidungen werden durch das Vorhandensein von Kontrollvorschriften und anderen planerischen Einschränkungen hinsichtlich der Verwendung des innenstädtischen Grund- und Bodens beeinflußt. [...]

[Seite 79]

[...]

5. Externe Nachteile finanzieller Art (z.B. steigende Grundstückskosten) oder technologischer Art (Luftverschmutzung, Lärm, Verkehrskosten) führen bis zu einem gewissen Grad zur Dezentralisierung der Funktionen, [...]

6. Die Dichotomie Stadtkern-Stadtumland muß um die Tatsache modifiziert werden, daß Großstädte gewöhnlich außer dem Hauptgeschäftszentrum Nebenzentren haben. In bestimmten Fällen kann eines dieser Nebenzentren einen annehmbarer Standortkompromiß darstellen.

7. Es besteht eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen einzelnen Standortentscheidungen (vgl. Pkt. 4). [...]

8. Die historische Entwicklung ist ebenfalls wichtig bei der Erklärung der Standortstruktur einer Stadt. Es kann Vorkommen, daß ein Unternehmen weiterhin an zentraler Stelle bleibt, obwohl die Gründe, die einmal dafür sprachen, längst keine Geltung mehr haben. Unternehmen verändern ihren Standort nicht sofort, wenn es rentabler wird, den bisherigen Standort aufzugeben.

Anmerkungen

Zum Schluss endlich beginnt Um wirklich zu paraphrasieren (daher wurden diese Sätze nicht in die Zeilenzählung aufgenommen). Vorher wird häufig nur ungekennzeichnet der Originalwortlaut in gekürzter Form wiedergegeben.

Sichter
(Graf Isolan)

[2.] Analyse:Um/Fragment 175 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-06-22 00:16:56 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Richardson 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 22-24
Quelle: Richardson 1977
Seite(n): 80, Zeilen: -
Nachdem das Angebot an zentral gelegenem Grund und Boden weitgehend fix ist, wird der Preis im wesentlichen von der Nachfrage bestimmt. Der Preis für städtischen Boden und das allgemeine Niveau der Bodenrente werden ebenso wie der Preis für jede andere Ware von Angebot und Nachfrage bestimmt.9

Da das Angebot an zentral gelegenem Grund und Boden im wesentlichen festliegt, wird sein Wert von der Nachfrage nach solchem Boden bestimmt.

Anmerkungen

Die Formulierungen stammen im wesentlichen aus der Vorlage, deren Zugrundelegung hier aber unerwähnt bleibt.

Sichter
(Graf Isolan)

[3.] Analyse:Um/Fragment 313 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-06-13 15:18:44 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Richardson 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 313, Zeilen: 12-14
Quelle: Richardson 1977
Seite(n): 69, Zeilen: 33-34, 35-37
Nachdem mehr als die Hälfte des städtischen Bodens für Wohnen gebraucht wird, hat die räumliche Verteilung der Wohnfunktionen tiefgreifende Auswirkungen auf die Struktur der Bodenpreise im Stadtgebiet. Die Preise wiederum sind aber auch Input des Maximierungskalküls.385

385 Vgl. Richardson in Fürst (1977) S. 69

[...] (wahrscheinlich wird ungefähr die Hälfte des gesamten Bodens hierfür verwendet). Deshalb und weil die Gesamtmenge des Bodens innerhalb eines Gebiets — abgesehen von äußeren Grenzveränderungen — im wesentlichen festliegt, hat die räumliche Verteilung der Wohnfunktion tiefgreifende Auswirkungen auf die Struktur der Bodenpreise im Stadtgebiet.
Anmerkungen

Wortwörtliche Übereinstimmung wurde nicht gekennzeichnet. Wieder muss man raten, wieviel und was Um selbst verfasst hat.

Sichter
(Graf Isolan)

[4.] Analyse:Um/Fragment 313 31 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-06-13 15:38:22 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Richardson 1977, SMWFragment, Schutzlevel, Um, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 313, Zeilen: 31-33
Quelle: Richardson 1977
Seite(n): 74, Zeilen: 29-32
Aus der Komplexität dieses Verflechtungssystems einander gegenseitig bedingender Standortfaktoren läßt sich zweierlei schließen:

- Es ist praktisch unmöglich, eine umfassende Theorie optimaler Standortwahl für gewachsene Städte zu entwickeln, da auf Grund der bereits erfolgten Belegung des Bodens eine suboptimale Verwendung des Bodens die Regel ist.388


388 Vgl. Richardson in Fürst (1977) S. 74

Das Konzept des optimalen Standortes läßt sich nur schwer für eine gewachsene Stadt verwenden, da die besten Standorte möglicherweise bereits belegt sind und aufgrund der Trägheit und Stabilität bei der Belegung des städtischen Bodens eine suboptimale Verwendung des Bodens die Regel ist.
Anmerkungen

Dies ist keine Schlussfolgerung von Um aufgrund von Fakten, die in Richardson (1977) dargestellt sind, sondern eine von Richardson bereits formulierte Feststellung, die zum Teil im Wortlaut übernommen wurde.

Sichter
(Graf Isolan)

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