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Quelle:Un/Lüers 1926

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Grete Lüers
Titel    Die Sprache der deutschen Mystik des Mittelalters im Werke der Mechthild von Magdeburg /
Ort    München
Verlag    Ernst Reinhardt
Jahr    1926
Anmerkung    Münster, Phil. Diss., 1926 ["Teil I § 1—4 dieser Untersuchung erschien 1926 als Dissertation in Münster."]
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Analyse:Un/Fragment 064 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-10-29 19:24:02 Klgn
BauernOpfer, Fragment, Lüers 1926, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-
Quelle: Lüers 1926
Seite(n): 115, Zeilen: S. 115: 12- ; S. 94
[Versinnlichung des Geistigen auf der einen Seite, Vergeistigung des Sinnlichen auf der anderen Seite sind die bezeichnendsten Momente des] mystischen Ausdrucks, insbesondere der Metapher. Die Vergeistigung des Sinnlichen zeigen deutlich Ausdrücke wie „begrîfen“, „înbilden“, „îndruc“ auf; Ausdrücke, die durch die Mystik erst aus ihrer ursprünglich rein sinnenhaften Bedeutung in eine geistige Sphäre hineingeholt wurden. Möglich aber wird dem Mystiker die Überbrückung der beiden polaren Gegensätze des Sinnlichen und des Geistigen nur durch die Metapher. Durch den metaphorischen Gebrauch der Sprache ist es möglich, Aussagen in der Mystik zu machen, indem der herkömmliche Wortinhalt eine übersinnlich-mystische Aussage gewinnt. Durch die Metapher werden seelisch-religiöse Sachverhalte durch sinnlich-konkrete Wörter veranschaulicht. So beseitigt die Metapher eine schroff dualistische Weltanschauung, sie ist die Brücke zwischen Zeit und Ewigkeit, zwischen Natur und Übernatur.47

47 G. LÜERS, Die Sprache der deutschen Mystik des Mittelalters im Werke der Mechtild von Magdeburg, München 1926, S. 94.

Versinnlichung des Geistigen auf der einen Seite, Vergeistigung des Sinnlichen auf der anderen Seite sind die bezeichnendsten Momente des mystischen Ausdrucks. Die Vergeistigung des Sinnlichen12 zeigen deutlich Ausdrücke wie „begrîfen, înbilden, erhaben, învluz, îndruc“, Ausdrücke, die durch die Mystik erst aus ihrem ursprünglich rein sinnlichen Begriffsfeld in die geistige Sphäre hinübergetragen wurden. Möglich aber wurde dem Mystiker diese Aufhebungsanschauung der beiden polaren Gegensätze des Sinnlichen und des Geistigen nur durch den Symbolismus; der Symbolismus, dem alles Vergängliche nur ein Gleichnis ist, hebt die streng dualistische Weltanschauung auf, indem er die konträren Sphären durch den Spiritualismus zu harmonisieren versucht. [...]

S. 94

Der Symbolismus aber beseitigt alle quälende Spannung einer schroff dualistischen Welthaltung, der Symbolismus als die Brücke zwischen Zeit und Ewigkeit, Natur und Übernatur, Mensch und Gott.

Anmerkungen
Sichter

[2.] Analyse:Un/Fragment 064 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-10-29 18:55:42 Klgn
BauernOpfer, Fragment, Lüers 1926, SMWFragment, Schutzlevel, Un, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 30-
Quelle: Lüers 1926
Seite(n): 17, Zeilen: S. 17; S. 18
Das Geistigste, Sublimste wird durch das Nichtigste, Sinnlichste ausgedrückt; dadurch zeichnet sich die Metaphorik des Mystikers ganz besonders aus, daß sie diese beiden Sphären zu überbrücken sucht. Durch die Metapher gewinnt der Mystiker die Fähigkeit der In-Eins-Setzung der polaren Gegensätze. Sagt der Mystiker „Licht“ für Gott, so spricht er von dem Verhältnis des unsichtbaren Gottes zum sichtbaren Licht, von der sichtbaren Allausbreitung des Lichts und der Allgegenwart Gottes, indem er eines für das andere setzt und im Grunde eines im anderen in Totalitätseinheit sieht: Gott ist Licht, weil Licht in Gott ist, das Licht nicht ohne Gott sein kann. Spricht der Mystiker vom „Schmecken“ (DW I 56, 2) Gottes für das Geheimnis der mystischen Einigung, so setzt er das sinnliche Wohlgefühl für das unsinnlich-übersinnliche Erfülltsein [von Wonne bei der „unio mystica“ .48]

48 G. LÜERS, a.a.O., S. 22.

Das Geistigste, Sublimste wird durch das Niedrigste, Sinnlichste ausgedrückt; dadurch zeichnet sich die Metaphorik des Mystikers ganz besonders aus, daß sie diese beiden Sphären zu überbrücken scheint, daß sie ihm nicht widersprechliche Gegenpole zu bedeuten scheinen. Und wie der Ausdruck des Geistes, so der Geist selbst: Der Mystiker besitzt die Fähigkeit der In-Eins-Setzung der polaren Gegensätze, weil er alles sub specie aeterni, prägnanter formuliert: [...]

S. 21

Sagt der Mystiker „Licht“ für „Gott“ , so spricht er von

S. 22

dem Verhältnis des unsichtbaren Gottes zum sichtbaren Lichte, von der sichtbaren Allausbreitung des Lichtes und der Allgegenwart Gottes, indem er eines für das andere setzt und im Grunde eines im anderen in Totalitätseinheit sieht: Gott ist Licht, weil Licht in Gott ist, das Licht gar nicht ohne Gott sein kann. — Spricht der Mystiker vom „Schmecken Gottes“ für das Geheimnis der mystischen Einung, so setzt er das sinnliche Wohlgefühl für das unsinnlich-übersinnliche Erfülltsein von Wonne bei der unio mystica, weiß aber letzten Grundes, daß auch diese beiden getrennten Sphären eine Einheit bilden.

Anmerkungen
Sichter

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