Fandom

VroniPlag Wiki

Quelle:Uo/Birett 1970

< Quelle:Uo

31.357Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Herbert Birett
Titel    Stummfilm-Musik. Materialsammlung
Herausgeber    Deutsche Kinemathek e.V.
Ort    Berlin
Jahr    1970

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    5


Fragmente der Quelle:
[1.] Uo/Fragment 200 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-20 10:52:21 Graf Isolan
BauernOpfer, Birett 1970, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 200, Zeilen: 23-31
Quelle: Birett 1970
Seite(n): 5, Zeilen: 2-5, 10-16, 23-25
Bislang gibt es noch keine ausführliche Geschichte der Stummfilm-Musik, die die Frage beantworten könnte, ob je ein Film ohne Ton zur Vorführung gelangte. In den Werken zur Filmgeschichte werden nur bestimmte filmmusikalische Aspekte behandelt. Detaillierte Zusammenhänge bei der Entstehung der Stummfilm- Musik sind noch weitgehend unbekannt.83 Die These, dass die Musik als Mittel zum Übertönen des klappernden Vorführapparates diente, wird zwar oft wiederholt, wird dadurch jedoch nicht überzeugender. Schon immer wurde eine optische Darbietung von Tönen begleitet. Noch ehe es den Film gab, wurden in Panoramen, in Variété und Zirkus neben Erklärungen auch Musikstücke gespielt.

83 Vgl. Herbert Birett: Stummfilm-Musik. Materialsammlung (Deutsche Kinemathek; 19), Berlin 1970, S. 4f.

Bisher gibt es noch keine umfassende Geschichte zur Stummfilm-Musik und auch in Werken zur Filmgeschichte ist ihr nur wenig Raum gewidmet. Hinzu kommt, daß in filmmusikalischen Werken nur bestimmte Aspekte behandelt werden. [...] So sind zum Beispiel die genauen Zusammenhänge bei der Entstehung der Stummfilm-Musik noch weitgehend unbekannt. Die These, daß die Musik als Mittel zum Übertönen des Klapperns der Vorführapparate entdeckt wurde, wird zwar oft - auch von bedeutenden Leuten - wiederholt, wird dadurch aber nicht wahrer.

Eine optische Darbietung wird fast immer von Ton begleitet. [...]

Noch ehe es den Film gab , wurden in den Panoramen und ähnlichen Vorführungen neben den Erklärungen auch manchmal Musikstücke gespielt, ebenso in Variété und Zirkus.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Uo ändert am Anfang das vorgefundene Textmaterial inhaltlich stärker ab - sicherlich auch, um zu "überspielen", dass der benutzte Text und damit auch dessen Inhalt über 30 Jahre alt ist. Den Rest des Abschnitts übernimmt sie wieder vollinhaltlich und häufig im Wortlaut.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 201 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-19 21:05:09 Graf Isolan
BauernOpfer, Birett 1970, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 1-33 (komplett), 102-103, 105-111
Quelle: Birett 1970
Seite(n): 5, 6, 7, 10, Zeilen: 5:33-36 - 6:1-31.34-35 - 7:1-11.14-15.18-21.23-26; 10:27-30; 11:1-7
Schon 1892 ließ Charles Emile Reynaud für seine Zeichentrickfilme von dem Komponisten Gaston Paulin eine eigene Filmmusik schreiben. Reynaud führte nur in geschlossenen Räumen vor. Er kam nicht vom Variété, sondern aus einer wissenschaftlichen Vortragstätigkeit und verstand seine Schöpfungen als Kunst. Angeblich hat Edison von ihm den Brauch der Musikbegleitung übernommen und an seine Nachfolger weitergegeben.84

Das Repertoire der Filmmusik war in den ersten Jahren weitgehend vom Geschmack der Kinoschausteller geprägt. Da diese die Filme anfangs meist auf den Kirchweihjahrmärkten spielten, übernahmen sie zur Begleitung die ihnen vertraute Musik. Auch waren viele Stücke durch das Repertoire der Musikautomaten festgelegt. Mehrere Firmen in Deutschland stellten solche Musikautomaten her (z.B. Welte & Söhne, Freiburg/Br.). Diese großen Orchestrions hatten viele Einzelinstrumente und kosteten beträchtliche Summen.85

Mit dem Aufkommen der ortsfesten Kinos hat sich das Repertoire nicht wesentlich geändert. Das sogenannte Genrestück, für ein Kurkonzert ebenso brauchbar wie für Caféhaus- oder Zirkusuntermalung, stand weiterhin hoch im Kurs und hat sich schließlich auch bis heute gehalten. In den „normalen“ Kinos spielten meist Musikautomaten, die nach Wunsch in Gang gebracht werden konnten, in feineren Kinos waren sogar Musiker angestellt. Mit der Entstehung der Großkinos in den zwanziger Jahren kamen die großen Kinoorchester, von denen viele noch heute träumen. Bis zum Ende der Stummfilmzeit war der Einzelspieler oder eine kleine Kapelle die Regel, sofern kein Automat aufgestellt war. Die Musikbegleitung bestand aus den den Musikern geläufigen Stücken. Meist hatte der Kapellmeister vorher eine Filmbeschreibung oder die Zensurkarte erhalten oder in seltenen Fällen sogar den Film gesehen.86 Die Zensurkarten, die die Zwischentitel enthielten, gaben dem Kapellmeister das Handlungsgerüst. War zum Beispiel nicht vermerkt, dass es ein Lustspielfilm war, so konnte die musikalische Illustrierung ziemlich misslingen. Musikbesprechungen in den Fachblättern zu den einzelnen Filmen waren eine gute Hilfe.87 Einige Kapellmeister gaben Listen mit Vorschlägen heraus, die zum Teil auch in den Filmzeitschriften veröffentlicht wurden oder veröffentlichten Sammlungen, in denen Musikstücke nach Motiven zusammengestellt waren. Die bekannteste ist die „Kinothek“ von Giuseppe Becce.88


84 Vgl. ebd., S. 5f.

85 Vgl. ebd., S. 6. 1903 hat zum Beispiel H. Leilich, einer der größeren Wanderkinounternehmer, für eins seiner fünf Kinos ein elektrisches Orchestrion für 15.000 Goldmark gekauft.

86 Vgl. ebd., S. 7.

87 Erst um 1920 nimmt die Zahl der Veröffentlichungen in der Fachpresse zu. Bald werden auch eigene Zeitschriften gegründet oder den großen Filmzeitschriften ständige Beilagen beigefügt. Immer wieder taucht der Kampf um Tantiemen und Löhne auf. Die Gema und andere Urheberrechtsgemeinschaften, die die Komponisten vertraten und für jede Aufführung von Musik (wie heute) Geld kassieren wollten, waren ein stetes Angriffsziel der Musiker ebenso wie der Kinobesitzer. Einige Komponisten nahmen sogar Stellung gegen diese Gemeinschaften und gaben tantièmefreie Musiksammlungen heraus.

88 Vgl. Birett: Stummfilm-Musik, 1970, S. 7.

[Seite 5]

Denn schon Charles Emile Reynaud ließ 1892 für seine Zeichentrickfilme von dem Komponisten Gaston Paulin eine eigene Filmmusik schreiben. Reynaud führte in einem geschlossenen Raum vor und kam nicht

[Seite 6]

etwa vom Variété , sondern von einer wissenschaftlichen Vortragstätigkeit her. Er verstand aber seine Schöpfungen als Kunst. Angeblich hat Edison von ihm den Brauch der Musikbegleitung übernommen und an seine Nachfolger weitergegeben.

Das Repertoire.

Das Repertoire der Filmmusik war nun allerdings in den ersten Jahren weitgehend von der Welt der Kinoschausteller geprägt. Die Variété- oder die Wanderkinobesitzer, die die Filme anfangs meist auf den Kirchweihjahrmärkten spielten, übernahmen die ihnen vertraute Musik zur Begleitung. Meist waren die Stücke auch durch das Repertoire der Musikautomaten festgelegt. Es gab mehrere Firmen in Deutschland, die solche Musikautomaten her stellten (z.B. Welte & Söhne, Freiburg/Br.), große Orchestrions mit vielen Einzelinstrumenten, die oft beträchtliche Summen kosteten. 1903 hat zum Beispiel H. Leilich, einer der größeren Wanderkinounternehmer, für eins seiner fünf Kinos ein elektrisches Orchestrion für 15 000 Mark gekauft - Goldmark wohlverstanden!

Mit dem Aufkommen der ortsfesten Kinos (ungefähr ab 1906) dürfte sich das Repertoire nicht sehr wesentlich geändert haben, denn das sogenannte Genrestück, das für ein Kurkonzert so brauchbar war wie für Caféhaus- oder Zirkusuntermalung, stand auch weiterhin hoch im Kurs (es hat sich ja schließlich bis heute gehalten). In den Kinos spielten auch weiterhin meist Musikautomaten, die nach Wunsch von Besuchern durch Geldeinwurf in Gang gebracht werden konnten, ln feineren Kinos waren Musiker angestellt. Mit dem Aufkommen der Großkinos in den zwanziger Jahren entstand dann auch das große Kinoorchester, von dem viele heute noch träumen, wenn sie an diese Zeit denken. [...]

Bis an das Ende der Stummfilmzeit war die Regel der Einzelspieler oder eine kleine Kapelle, sofern nicht eben ein Auto-

[Seite 7]

mat aufgestellt war. Dementsprechend bestand die Musikbegleitung aus den diesen Musikern geläufigen Stücken. Oft wurden sie, unabhängig von dem gerade gezeigten Film, gewählt, meist aber hatte der Kapellmeister eine Filmbeschreibung oder die Zensurkarte vorher erhalten oder gar in seltenen Fällen den Film gesehen. Die Zensurkarten, die die Zwischentitel enthielten, gaben dem Kapellmeister wenigstens das Handlungsgerüst, aber wie oft sagten die Zwischentitel über die Szenen oder sogar über den ganzen Film nichts aus. Wenn nicht dabeistand, daß es ein Lustspielfilm war, konnte die Illustrierung recht daneben gehen. [...]

Besprechungen der Musik zu den einzelnen Filmen in den Fachblättern waren den Nachspielern eine gute Hilfe. [...] Um den Nachspielern die Arbeit zu erleichtern, gaben einige Kapellmeister zu manchen Filmen Listen von Vorschlägen heraus, die zum Teil auch in den Filmzeitschriften veröffentlicht wurden. [...] Andere Kapellmeister veröffentlichten Sammlungen, in denen Musikstücke nach Motiven zusammengestellt waren. Die bekannteste ist die 'Kinothek' von Giuseppe Becce.

[Seite 10]

Erst um 1920 nimmt die Zahl der Veröffentlichungen, dann allerdings recht rasch, zu. Bald werden auch eigene Zeitschriften gegründet oder den großen Filmzeitschriften ständige Beilagen beigefügt.

[Seite 11]

Immer wieder taucht auch der Kampf um Tantièmen und Löhne auf. Die Gema und andere Urheberrechtsgemeinschaften, die die Komponisten vertraten und für jede Aufführung von Musik (wie heute noch) Geld kassieren wollten, waren ein stetes Angriffsziel der Musiker ebenso wie der Kinobesitzer. Sogar einige Komponisten nahmen Stellung gegen diese Gemeinschaften und gaben tantièmefreie Musiksammlungen heraus.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Uo/Fragment 202 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-19 21:08:01 Graf Isolan
BauernOpfer, Birett 1970, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 202, Zeilen: 1-33, 102-103
Quelle: Birett 1970
Seite(n): 7, 8, 9, Zeilen: 7:30-37 - 8:1-36 (komplett) - 9:1-14
In den Anfängen des Filmes lief nur eine Szene während des ganzen Films, der weniger als eine Minute dauerte. Als die Filme länger liefen (1902 erreichte man schon eine Viertelstunde), mussten sie in einzelne Szenen von durchschnittlich etwa 16 Sekunden unterteilt werden. Erst in den zehner Jahren wurden die Einstellungen immer kürzer und dauerten nur 2 bis 3 Sekunden. Damit wurde auch die Musikbegleitung schwieriger. Der Komponist oder der Kapellmeister waren in den ersten Jahren nie und später in den zwanziger Jahren nur selten bei den Dreharbeiten dabei. Ihr Werk begann bestenfalls kurz vor der Uraufführung. Selbst bei einer vorher festgelegten Musikfolge bestanden noch Schwierigkeiten, die Musikstücke genau zu den entsprechenden Szenen ertönen zu lassen.89

Eine Synchronisierung der Musik mit dem Film war besonders bei den sogenannten durchkomponierten Filmen und bei den Singfilmen wichtig. Der Mangel an guten Sängern und Sängerinnen und an guten Orchestern, die die durchkomponierten Filme in stimmungsvoller Weise hätten begleiten können, war auch ein erhebliches Hindernis bei der Verbreitung dieser Filme. Für ein Orchester konnte notfalls ein Klavierspieler oder gar ein Automat einspringen, einen Sänger zu ersetzen, war unmöglich. Daher benutzten die „Nachspieler“ oft nicht die filmeigene Musik, sondern ihre üblichen Potpourris und Melodien.90 Bei der Schnelligkeit der Szenenwechsel musste oft mitten im Takt abgebrochen werden. Um für jeden Film eine eigene Musik zu schreiben, gab es nicht genügend Komponisten, zumal jährlich ungefähr 1000 Filme erstmals musikillustriert werden mussten. Stets wurde aber betont, dass das Ideal der mit eigener Musik versehene Film sei. Diese Mühe lohnte sich jedoch nur für künstlerisch wertvolle Filme, während sich die restlichen 90 % mit dem Notbehelf der auf Vorrat komponierten Gelegenheitsmusik begnügen mussten. Der erste durchkomponierte Film der „Film d’Art“-Bewegung war DIE ERMORDUNG DES HERZOGS VON GUISE (1908), zu dem C. Saint-Saens die Musik schrieb.91

In den Debatten über den Charakter der Musikillustration lag im Allgemeinen die Betonung auf dem Primat des Filmbildes. Die Musik sollte nur eine dienende und ergänzende Funktion erfüllen, manchmal kontrapunktisch, meist jedoch stimmungsfördernd und seltener zusätzlich erläuternd. Die Verwendung von Schlagermusik wurde missbilligt, da die bekannten Texte oft in komischem Gegensatz zum Film standen.


89 Vgl. ebd., S. 8.

90 Vgl. ebd. Die Kapellmeister versuchten auch moderne Musik in ihr Repertoire einzubeziehen.

91 Vgl. ebd.

[Seite 7]

In den Anfängen des Filmes dauerte eine Szene den ganzen weniger als eine Minute langen Film. Als die Filme länger wurden (1902 war eine Viertelstunde erreicht), mußten sie in einzelne Szenen unterteilt werden, die im Durchschnitt etwa 16 sec lang waren. Erst während der Jahre 1914/16 wurden die Einstellungen immer kürzer, bis sie die auch heute allgemein üblichen 5 bis 6 sec erreicht hatten, wobei die meisten Einstellungen allerdings nur eine Dauer von 2 bis 3 sec

[Seite 8]

besitzen. Bei so rasch wechselnden Einstellungen ist es verständlicherweise schwierig, beim Musizieren nachzukommen.

Der Komponist oder der die Musik zusammenstellende Kapellmeister war in den ersten Jahren nie und selbst in den zwanziger Jahren nur höchst selten bei den Dreharbeiten dabei. Sein Werk begann bestenfalls kurz vor der Uraufführung, oft noch bevor der Film endgültig montiert war. Aus diesem Grunde hatten die Dirigenten selbst bei einer vorher festgelegten Musikfolge noch Schwierigkeiten, die Musikstücke auch genau zu den entsprechenden Szenen erklingen zu lassen.

Daher wurden mehrere Verfahren erdacht, dem Kapellmeister bei der Synchronisierung der Musik mit dem Film zu helfen. Diese Verfahren sind besonders wichtig bei den sogenannten durchkomponierten Filmen und bei den Singfilmen. Gerade bei letzteren bildeten der Mangel an guten Sängern und Sängerinnen bei Nachspielern und in der Provinz, ferner der Mangel an guten Orchestern, die die durchkomponierten Filme in würdiger Weise hätten begleiten können, erhebliche Hindernisse bei der Verbreitung dieser Filme. Für ein Orchester kann notfalls ein Klavierspieler oder gar ein Automat einspringen, ein Sänger jedoch war nicht zu ersetzen. Daher benutzten die Nachspieler oft nicht die filmeigene Musik, sondern ihre üblichen Potpourris, eventuell mit den dazugehörenden Melodien.

Bei der Schnelligkeit der Szenenwechsel mußte oft mitten im Takt abgebrochen werden. Um für jeden Film eine eigene Musik zu schreiben gab es nicht genügend Komponisten (jedes Jahr mußten in Deutschland ungefähr 1 000 Filme erstmals illustriert werden). Es wird aber stets hervorgehoben, daß der mit einer eigenen Musik versehene Film das Ideal sei, daß sich diese Mühe jedoch wohl nur für künstlerisch wertvolle Filme lohne, während sich die restlichen 90% eben mit dem Notbehelf der auf Vorrat komponierten Gelegenheitsmusik begnügen mußten. Der erste Film der "Film d'Art"-Bewegung "Die Ermordung des Herzogs von Guise", zu dem C. Saint-Saens die Musik schrieb, war wohl der erste durchkomponierte Film (1908).

[Seite 9]

Uber den Charakter der Musikillustration gab es über die ganze Zeit hinweg Debatten, einerseits darüber, welche Funktion die Musik in einem Film habe, andererseits wie die Illustration im Einzelnen auszusehen habe. Im Allgemeinen lag die Betonung auf dem Primat des Filmbildes, die Musik sollte nur dienende, allenfalls ergänzende Funktion erfüllen. Sie wird manchmal als kontrapunktisch, meist als stimmungsfördernd, seltener als zusätzlich erläuternd gefordert. Mißbilligt wurde die Verwendung von Schlagermusik, da die bekannten Texte oft in komischem Gegensatz zum Film stünden, oder gerade dieser, bewußt gewollte, nicht verstanden würde.

Die Kapellmeister versuchten übrigens auch moderne Musik in ihr Repertoire einzubeziehen und propagierten sie durch ihre Illustrationen.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Uo/Fragment 203 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-13 11:48:30 Graf Isolan
Birett 1970, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 203, Zeilen: 5-7, 104-106
Quelle: Birett 1970
Seite(n): 9, 10, Zeilen: 9:22-24; 10:2-6
Zeitlich sind die ersten Tonbilder sehr früh zu datieren. Im Frühjahr 1903 brachte L. Gaumont sein Elge-Verfahren, im Herbst desselben Jahres Messter93 seine Tonbilder heraus.

93 Die Schallplatten hatten bei Messter übrigens einen Durchmesser von einem Meter, eine Umdrehungsgeschwindigkeit von 33 1/3 und wurden von innen nach außen abgespielt, um eine gleichbleibende Tonqualität zu erzielen.

[Seite 9]

Zeitlich an erster Stelle liegen die Tonbilder. L. Gaumont brachte im Frühjahr 1903 sein Elge-Verfahren, Meßter im Herbst desselben Jahres seine Tonbilder heraus.


[Seite 10]

Die Schallplatten hatten bei Meßter übrigens einen Durchmesser von einem Meter, eine Umdrehungsgeschwindigkeit von 33 1/3 und wurden von innen nach außen abgespielt, um eine gleichbleibende Tonqualität zu erzielen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[5.] Uo/Fragment 205 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-15 21:17:25 Graf Isolan
BauernOpfer, Birett 1970, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 205, Zeilen: 13-15, 104-105
Quelle: Birett 1970
Seite(n): 9, 10, Zeilen: 9:31-35 - 10:1-2
Selbst die Versuche, mit pressluftbetriebenen Lautsprechern, mit mehreren Abspielnadeln auf einer Schallplatte oder mehreren synchron ablaufenden Platten die Lautstärke zu heben, schlugen fehl.99

99 Vgl. Birett: Stummfilm-Musik, 1970, S. 9. Diese Methoden tauchten 1928/29 bei der Einführung des Tonfilmsystems „Nadelton“ wieder auf, das ja auch mit Schallplatten arbeitete.

[Seite 9]

Selbst die Versuche, mit druckluft-betriebenen Lautsprechern, mit mehreren Abspielnadeln auf einer Schallplatte oder mehreren synchron ablaufenden Platten die Lautstärke zu heben, konnten dies nicht verhindern. (Diese Methoden tauchten 1928/29 bei

[Seite 10]

der Einführung des Tonfilmsystems "Nadelton", das ja auch mit Schallplatten arbeitete, wieder auf.)

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme beleiben ungekennzeichnet. Insbesondere wird ein Teil der Vorlage ungekennzeichnet in der Fußnote wiedergegeben.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki