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Quelle:Uo/Bottomore 1995

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Stephen Bottomore
Titel    The Biograph in Battle
Sammlung    Film and the First World War
Herausgeber    Karel Dibbets und Bert Hogenkamp
Ort    Amsterdam
Verlag    Amsterdam University Press
Jahr    1995
Seiten    28-35
Reihe    Film Culture in Transition
ISBN    9053560645

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    9


Fragmente der Quelle:
[1.] Uo/Fragment 087 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-06-16 18:20:35 Graf Isolan
Bottomore 1995, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Uo, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 87, Zeilen: 20
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 28, Zeilen: 3-4
Der Erste Weltkrieg war keineswegs der erste gefilmte Krieg. The First World War was by no means (as is sometimes suggested) the first war to be

filmed:

Anmerkungen

Uo wählt denselben einleitenden Satz für ihren Abschnitt II.4 Der gefilmte Krieg vor 1914, der sich auch zu Beginn des Artikels von Bottomore finden lässt. Dass dies kein Zufall ist, zeigt sich im weiteren.

Sichter
(Graf Isolan)

[2.] Uo/Fragment 089 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 17:42:22 Graf Isolan
Bottomore 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 11-15
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 28, Zeilen: 5-8
Es gibt eine Vielzahl interessanter Parallelen zwischen den Filmen dieser Periode und denen während des Ersten Weltkrieges. Die Kameramännern und die Produzenten lernten schon in dieser frühen Periode mit dem Medium Film umzugehen und konnten ihre Erfahrungen dann erneut, von 1914 bis 1918, in die Praxis umsetzten.144

Vgl. Stephen Bottomore: The Biograph in Battle, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 28-35, hier S. 28.

There are a variety of interesting parallels between filming in this period and during the First World War itself, and several lessons were learned in the early period which were then put into practice in 1914-1918 by cameramen and producers.
Anmerkungen

Die Quelle wird in einer Fußnote angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Uo/Fragment 090 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 18:35:07 Graf Isolan
Bottomore 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 15-19, 101-103
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 28, 34, Zeilen: 28:19-21; 34:15-17
Die Zahl der Kameramänner, die jeden Krieg filmten, erhöhte sich von 1897 bis 1914 ständig. Erst waren es Einzelpersonen, die über die Kriege von 1897 und 1898 berichteten, dann waren es im Burenkrieg (1899-1902) ein paar Dutzend, eine noch größere Anzahl filmte schließlich die Balkankriege von 1912 bis 1913.148

148 Auch eine große Zahl Zeitungsjournalisten war in diesen Kriegen eingesetzt: der Spanisch-Amerikanische Krieg trug sogar den Spitznamen ,Korrespondentenkrieg', und es gab mehr Journalistenboote vor Kuba 1898 als Marineschiffe.

The number of cameramen filming each war increased steadily in this period, from the individuals who covered the wars of 1897 and 1898, to some half dozen cameramen in the Boer War (1899-1902) and over twenty who filmed the Balkan Wars of 1912-1913.1

1 It is worth adding that there were also huge numbers of newspaper journalists at these wars: the Spanish-American War has been dubbed ‘the Correspondents’ war’, and there were more journalists’ boats off Cuba in 1898 than naval vessels; while in the Balkans in late 1912, there were literally scores of journalists with the Bulgarian and Turkish forces.

Anmerkungen

Die Quelle wird erst sehr viel später auf der Seite in einer Fußnote angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen werden gar nicht kenntlich gemacht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Die angegebenen Zahlen sind im Hinblick auf die Quelle abenteuerlich: aus "half dozen" wird "ein paar Dutzend" und aus "over twenty" "eine noch größere Anzahl [als ein paar Dutzend]".

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Uo/Fragment 090 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 19:42:34 WiseWoman
Bottomore 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 26-30, 35-37, 104-105
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 28, Zeilen: 22-30
Es gab Kameramänner, die den Reiz des Neuen im Film sahen, und solche, die technisch ausgebildet und orientiert waren und doch Zeit ihres Lebens Kameramänner blieben. Zu den Ersteren gehörte der Kriegskorrespondent Frederic Villiers. Dieser nahm als althergebrachter Reporter eine Filmkamera mit in den kurzen Griechisch-Türkischen Konflikt von 1897.149

[...]

Ein weiterer Kameramann war John Benett-Stanford, ein Exzentriker, der als „verrückter Jack“ bekannt war und während des Sudanaufstandes 1898 die Schlacht von Omdurman filmte. Der Film ist nicht überliefert. 1899 filmte er den Buren[krieg.151]


149 Vgl. Stephen Bottomore: Frederic Villiers, war correspondent, in: Sight & Sound, 49. Jg. (1980), Nr. 4, S. 250-255.

151 Der Burenkrieg wurde vom II.Oktober 1899 bis zum 31. Mai 1902 von Großbritannien gegen den Oranjefreistaat und die Südafrikanische Republik (ZAR) geführt. Die Engländer gingen unter General Lord Kitchener mit unglaublicher Härte und Brutalität vor. Um den burischen Guerillatruppen die Versorgung zu unterbinden, richtete Kitchener ein System von Konzentrationslagern für die Bevölkerung ein, welches zu unzähligen Toten und zu grausamen Ausschreitungen gegen die Zivilisten führte. Im Juli 1914 wurde Kitchener britischer Kriegsminister. Er verbot den Zugang zur Front für sämtliche Berichterstatter. 1915 wurde Kitchener seine Amtes enthoben. Auf einer Mission nach Russland lief sein Schiff am 5. Juni 1916 auf eine Mine und sank, wobei er ertrank.

I would argue that there were broadly two types of cameramen identifiable in this era: firstly, those who tried filming as a novelty, and secondly, the more technically trained men who remained cameramen for a long period of their lives (and who were usually lower on the social scale than the first group).2

The first group were often war correspondents, such as the very first man to take a film camera to a war, Frederic Villiers, a long-standing reporter, who filmed the brief Greco-Turkish conflict of 1897.3 Another cameraman in this category was John Benett-Stanford, also known as ‘Mad Jack’, an eccentric squire who took a film camera to the Battle of Omdurman in 1898 and to the Boer War the following year.


2 For more on the social background of cameramen in this period see: J. Ballantyne (ed.), Researchers’ Guide to British Newsreels, vol. 2, BUFVC, 1988, pp. 28-31.

2 See my article, ‘Frederic Villiers, war correspondent’, Sight and Sound, Autumn 1980, pp. 250-255.

Anmerkungen

Übernahme bleibt ungekennzeichnet. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Übernahme wird durch ein Originalzitat unterbrochen; schließt im Original unmittelbar an die in Uo/Fragment_090_15 wiedergegebene Stelle an.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[5.] Uo/Fragment 091 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 19:44:47 WiseWoman
Bottomore 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 24-28
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 28-29, Zeilen: 28:31-32 - 29:1-6
Beinahe zum Kameramann wurde auch Winston Churchill, der den Gebrauch der Filmkameras bei Omdurman kennen gelernt hatte und den Burenkrieg filmen wollte, dann seinen Plan allerdings nicht verwirklichte. Major und Chirurg Walter C. Bevor war ebenfalls Kameramann im Burenkrieg. Interessant ist seine Pionierarbeit während des indischen Grenzkrieges von 1897 über den Gebrauch [von Röntgenstrahlen auf dem Schlachtfeld, um Schusswunden lokalisieren zu können.156]

156 Vgl. Bottomore: Biograph in Battle, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 29.

[Seite 28]

One man of noble birth who very nearly became a cameraman in the Boer war was Winston Churchill. He had noticed the use of film cameras at Omdurman and

[Seite 29]

subsequently developed a plan, together with a colleague in parliament, Murray Guthrie, to film the Boer War (a plan which sadly came to nothing). Surgeon-Major Walter C. Beevor was also Boer War cameraman (working for Robert Paul). What is interesting about him is that he had also pioneered the use of X-rays on the battlefield to locate bullet wounds (during the Indian Frontier War of 1897); clearly a man interested in new technologies.4


4 Correspondents were extremely interested in new technologies: as well as a film camera, Frederic Villiers took a bicycle to the Greco-Turkish War and to the Sudan Campaign.

Anmerkungen

Die Quelle wird in einer Fußnote angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Übernahme schließt im Original unmittelbar an die in Uo/Fragment_090_26 wiedergegebene Stelle an.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[6.] Uo/Fragment 095 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-15 00:01:37 Graf Isolan
Bottomore 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 11-37
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 30, Zeilen: 8-18, 20-28
Parallel zur technischen Entwicklung der Filmkamera gab es in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg ebenfalls eine Periode großer Veränderungen in der militärischen Technologie. Die Kriegsführung wurde revolutioniert. Gewehre, Maschinengewehre, rauchloses Schießpulver, Flugzeuge, Suchlichter, Radio, Flammenwerfer, Stacheldraht, die ganze Palette moderner Schlachtfeldausrüstung kam in den Jahren bis 1914 praktisch schon zur Anwendung. Die Einführung der genauen, weitreichenden Artillerie und Gewehre (besonders des Mausergewehrs) beeinflusste am nachhaltigsten das Kriegsfilmen. Früher waren die Feuerwaffen relativ ungenau und hatten nur eine kurze Reichweite. Das Schlachtfeld war mit Truppen besetzt, die synchrone Salven in die Hauptfeindrichtung feuerten. Die Schlacht von Omdurman 1898 brachte einen Wendepunkt. Die Derwische verwendete [sic] alte Waffen, die Briten hingegen neue weitreichendere Gewehre und Maschinengewehre. Tausende Derwische wurden „niedergemäht“, als sie über die Sudanebene angriffen. Kameramänner reflektierten später, dass eine auf kurze Distanz geführte Schlacht wie die von Omdurman für die frühen Filmkameras perfekt gewesen sei. Eine Filmkamera war zwar in dieser Schlacht anwesend, der Kampf selbst wurde aber nicht aufgenommen, eine verlorene Gelegenheit.174 Im spanisch-amerikanischen Krieg und im Burenkrieg standen die britischen und amerikanischen Kräfte ähnlich ausgerüsteten Feinden gegenüber. Mit ihren Mausergewehren, die über lange Strecken genau trafen wurde das Schlachtfeld erheblich vergrössert.175 Hinzu kam die Taktik, dass die Soldaten versteckt feuerten. Dadurch wurde das Filmen des Kampfes fast unmöglich; die Feinde waren zu weit weg, verstreut und versteckt. Obwohl in der Presse dieser Periode spannende Ankündigungen für Kriegsfilme zu sehen waren, die Aktion versprachen, konnten in der Praxis die Kameramänner nicht nahe genug herankommen, um die Kämpfe zu filmen. Sie gaben sich mit Aufnahmen zufrieden, die ,die menschliche Seite des Krieges', Truppenbewegungen und Krankenhaussze[nen zeigten, wodurch Enttäuschung in der Heimat ausgelöst wurde.]

174 Vgl. Bottomore: Biograph in Battle, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 30.

175 Vgl. ebd.

In discussing war filming in this period, we should remember that the twenty years leading up to the First World War were an absolute cauldron of change in military technology, which revolutionised warfare. Rifles, machine-guns, smokeless powder, aeroplanes, searchlights, radio, flamethrowers, barbed-wire: virtually the whole panoply of modern battlefield equipment was coming into use in the years up to 1914.

The technological change which most immediately affected war filming was the introduction of accurate, long-range artillery and rifles (especially the Mauser rifle). Before the rifle arrived, firearms were relatively inaccurate and short range, and the battlefield was rather compact, with soldiers bunched together, firing synchronised volleys in the general direction of the enemy.7 The Battle of Omdurman of 1898 was a turning point, the Dervish side using the old weapons, and the British using the new machine guns and long-range rifles to mow down thousands of the Dervishes as they came across the Sudanese plain. [...] As several cameramen later reflected, such a close range battle as that of Omdurman would have been perfect for the early film cameras, and at least one film camera was undoubtedly present at this battle, but failed to record the fighting itself. Something of a lost opportunity, as after this the nature of war was to change forever.

In the Spanish-American and Boer Wars the British and American forces faced more equally equipped foes, armed with Mauser rifles, accurate at long range. So the battlefield became enormously extended, and a new tactic developed of individual soldiers firing from cover.8 Thus, filming of combat became almost impossible: the enemy were further away, spread out and hidden.

Though one sees in the press of this period flamboyant notices for war films promising action galore, in practice because of the new weaponry, most early cameramen couldn’t get near enough to film any fighting, and so satisfied themselves with recording ‘the human side of the war’, showing troop movements, hospital scenes, and so on. As a result there was some disappointment in the war films when they were screened back home.


7 Incidentally, volley firing can be seen in James Williamson’s film about the Boxer Rebellion, ATTACK ON A CHINA MISSION (GB, 1900).

8 Despite the opposition of many commanders like General Buller, who disapproved of soldiers ‘bobbing up and down’ to fire.

Anmerkungen

Die Quelle wird in zwei vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Übernahme schließt im Original unmittelbar an die in Uo/Fragment_090_26 wiedergegebene Stelle an.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[7.] Uo/Fragment 096 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-17 19:15:29 Hindemith
Bottomore 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 96, Zeilen: 1-34 (komplett), 103-104, 107-110
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 30-31-32, Zeilen: 30:25-28 - 31:1-10.14-19.25-33.35-36 - 32:1-3.5-7.9-11
[Sie gaben sich mit Aufnahmen zufrieden, die ,die menschliche Seite des Krieges', Truppenbewegungen und Krankenhaussze]nen zeigten, wodurch Enttäuschung in der Heimat ausgelöst wurde. Während der Balkankriege bemerkte Bioscope, dass „die Weise, in der die bulgarischen Truppen ihre Toilette verrichteten, zweifellos ein eigenartiges Interesse hat, aber kaum ein historisches Ereignis in der Balkankrise darstellt!“176

Die ablehnende Haltung der Behörden der verschiedenen Länder machte die Herstellung von Kriegsfilmen ebenfalls schwierig. Während des Burenkrieges schrieb Hauptpressezensor Lord Stanley in einem Bericht: „es ist eine Frage in jedem zukünftigen Krieg, ob oder ob nicht die Armee von Photographen und von kinematographischen Vertretern gefolgt werden soll“. Ein Offizier stellte fest: „Biographen sollten ausgeschlossen werden“.177 Grund dieser Haltung war, dass amtliche britische Stellen das neue Medium Film als vulgär beurteilten. Die anhaltenden Zweifel der britischen Regierung über die Kriegsfilmherstellung führten dazu, dass ein Antrag der Warwick Trading Company zur Herstellung eines amtlichen Filmes vom türkisch-italienischen Krieg 1911 abgelehnt wurde.178 Im folgenden Jahr beantragten Pathé und Gaumont eine Presseakkreditierung für das Filmen der Balkankriege. Obwohl das Auswärtige Amt sich für alle Pressekorrespondenten verbürgte, wurden Pathé und Gaumont als unpassend abgelehnt. Andere Regierungen waren direkter in ihrer Opposition gegenüber der Kriegsberichterstattung und des Kriegsfilmes. Es gab sehr harte Zensur während der Balkankriege. Ein Assistent von Pathé, M. Laventure, der sich zufällig in die bulgarischen Linien verirrte, wurde sofort festgenommen. Die türkische Seite war weniger rigoros, aber sie stoppten einige Kameramänner beim Filmen, einschließlich Sir Bryan Leighton und Kenneth Gordon. 1913 schlossen die Balkanregierungen fast die ganze Presse aus, und die einzigen Operateure, die den Krieg in dieser Periode aufnehmen konnten, waren diejenigen, die eine amtliche Zustimmung hatten (wie Robert Schwobthaler bei den Griechen und der bulgarische Kameramann Alexander Jekov).179

Aufgrund der Schwierigkeiten, einen Krieg zu filmen, besannen sich die Filmfirmen auf eine weitere bereits erwähnte Strategie: die Verwendung von Fälschungen. Der erste gefilmte Krieg, der Griechisch-Türkische- Krieg von 1897, war der erste, der von Georges Méliés gefälscht wurde.180 Der am weitestgehend gefälschte Krieg dieser Periode war der Burenkonflikt. Fälschungen wurden auch in Holland, Irland und Großbritannien hergestellt. Sie waren nicht immer überzeugend, wie zum Beispiel im realistischen Nahkampf zwischen [Buren und Briten gelegentlich Zuschauer an den Bildrändern erschienen.181]


176 Bioscope, 5. December 1912, S. 715, abgedruckt bei Bottomore: Biograph in Battle, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 31 (übersetzt v. d. Verf.). Teleobjektive halfen eine ,Aktionszene' einzufangen, besonders wurden sie von Pathe in den Balkankriegen benutzt.

177 Vgl. Bottomore, ebd., S. 31.

178 Vgl. ebd.

179 Vgl. Stephen Bottomore: In time of War, in: Sight & Sound, 3. Jg. (1993), (Sept.), S. 30-33.

180 Zufällig wurde eine der Méliés-Fälschungen dieses Krieges in der Will Day Sammlung, im Centre Nationale de Cinématographic wiederentdeckt.

[181 Vgl. Bottomore: Biograph in Battle, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 32.]

[Seite 30]

[...] most early cameramen couldn’t get near enough to film any fighting, and so satisfied themselves with recording ‘the human side of the war’, showing troop movements, hospital scenes, and so on. As a result there was some disappointment in the war films when they were screened back home. During the Balkan Wars, Bioscope noted that ‘the manner in

[Seite 31]

which the Bulgarian troops conducted their toilet has certainly a quaint interest, but it scarcely constitutes an historic event in the Balkan crisis!’9

Another important change in this period which made war filming more difficult was the unsympathetic attitude of the authorities of various countries. During the Boer War the chief press censor, Lord Stanley, wrote one report saying, ‘It will be a question in any future war whether or no the Army is to be followed by photographers and cinematograph agents.’ Another officer stated more emphatically, 'Biograph workers should be excluded’.

One reason for this attitude was that British officialdom considered the new film medium somewhat vulgar. [...]

Documents in the Public Record Office in London show the British government’s continuing doubts about war filming. A proposal by the Warwick Trading Company to make an official film of the Turco-Italian War in 1911 was turned down flat. The following year Pathé and Gaumont applied for press accreditation for filming the Balkan Wars, but, even though the Foreign Office vouched for all press correspondents, both Pathé and Gaumont were refused as unsuitable. [...]

Other governments were more direct in opposing war reporting and filming. There was very heavy censorship during the Balkan Wars. A Pathé operator, M. Laventure, who accidently strayed into the Bulgarian lines was promptly arrested. The Turkish side were less rigorous, but still stopped several cameramen in the act of filming, including Sir Bryan Leighton and Kenneth Gordon. By 1913 the Balkan governments were excluding almost all of the press, and the only operators who succeeded in recording the war in this period appear to have been those who had some degree of official approval (like Robert Schwobthaler with the Greeks and the Bulgarian cameraman Alexander Jekov).11

Fakes

Faced with all the difficulties of filming warfare in this period, one major strategy employed by the film companies was faking. The first war to be filmed, the Greco-Turkish

[Seite 32]

(1897), was also the first to be faked - by Georges Méliès (incidentally, one of the Méliès fakes of this war has been rediscovered in the Will Day Collection, at the Centre Nationale de Cinématographie). [...]

The most extensively faked war in this period was the Boer Conflict. Fakes were made in France, America, Holland, Ireland and Britain. Such Boer fakes were not always very convincing. A trade journal was asked how real war films could be distinguished from fakes and described one of the latter:

There is a hand-to-hand encounter between Boers and British, all realistic in its way, but the effect is somewhat spoilt by reason of the fringe of an audience appearing on the picture occasionally.


9 Bioscope, 5 December 1912, p. 715. Telephoto lenses were to be of some help in capturing action on film, especially as used by Pathe in the Balkan Wars.

11 See my article: 'In time of War’, Sight and Sound, September 1993, pp. 30-33.

Anmerkungen

Die Quelle wird in vier Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut fast eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar. Selbst einige der Fußnoten entstammen Bottomore (1995).

Setzt Uo/Fragment_095_11 nahtlos fort.

Einige Übersetzungen sind etwas befremdlich: "Ein Assistent von Pathé" = "A Pathe operator" "die einzigen Operateure" = "the only operators"

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[8.] Uo/Fragment 097 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-15 00:03:12 Graf Isolan
Bottomore 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 1-37 (komplett), 103-105
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 32 - 33 - 34, Zeilen: 32:6-7.9-11.14-17.19-26.28-29.32-34 - 33:1-2.16-19.24-29.35-37 - 34:1-4
[Sie waren nicht immer überzeugend, wie zum Beispiel im realistischen Nahkampf zwischen] Buren und Briten gelegentlich Zuschauer an den Bildrändern erschienen.181 Bald wurde das Fälschen der Kriegfilme bedenkenlos durchgeführt. Eine Pressekarikatur, die den Krieg darstellt, wie er durch Regie für die Kameras simuliert wird, erschien bereits 1900 während des Boxeraufstands. Die Karikatur wurde im mexikanischen Krieg 1914 zur Wirklichkeit, als Pancho Villa einen Vertrag mit der Mutual Film Company schloss, seine Schlachten zu filmen.182

Kriegsfilme waren stark emotional gefärbt und sprachen daher, ob sie real oder gefälscht waren, ein sehr großes Publikum an. Die Wirkung solcher Filme wurde noch durch Musik, durch einen patriotischen Kommentar, durch Ton- Effekte von Explosionen und dergleichen erhöht. Während des spanisch-amerikanischen Krieges waren die Filme ein Ausdruck der nationalistischen Leidenschaft, die über Amerika hinwegfegte. Filme anderer Kriege wie des Sudanfeldzugs und des Burenkriegs, die in Großbritannien ausgestrahlt wurden, des russisch-japanischen Kriegs in Japan (1904) und des marokkanischen Kriegs (1907) in Spanien zeigten ähnliche Wirkungen. Der Sieger nutzte sie, um seinen Sieg zu verstärken. Wenig Begeisterung lösten verständlicherweise Kriegsfilme in den Ländern aus, die auf der Verliererseite standen.

Während der Balkankriege zeigten die Kinos in der besiegten Türkei amerikanische und französische Komödien und Melodramen, jedoch keine Nachrichtenfilme über den Krieg. Berichte über Kriegsfilme, die in der Türkei gezeigt wurden, gab es erst, als den Türken 1913 gelang, Adrianople (Edirne) zurückzuerobern.183 Von allen Kriegen dieser Periode war es vermutlich der Burenkrieg, der die wirkungsvollsten Gefühle erweckte. Es gab in vielen europäischen Ländern antibritische Gefühle. Die meisten gefälschten Kriegsfilme, die in Europa produziert wurden, waren Pro-Buren und zeigten gewöhnlich die unrühmlich besiegten Briten. In einigen europäischen Ländern wie zum Beispiel in Belgien waren die antibritischen Gefühle stark ausgeprägt. Die dort lebenden Briten beanstandeten beleidigende Karikaturen der Königin Victoria und eine Pro-Buren Theatershow.184 In Deutschland waren die Burenkriegsfilme wegen ihrer emotionalen Natur sogar eine Zeit lang verboten. Auch in Amerika wurden Buren-Fälschungen hergestellt. Unter Ausnutzung aller Märkte produzierte die Firma Edison zwei Versionen, die eine, in dem die Buren, die andere, in der die Briten die Schlachten gewinnen (bizarr in amerikanischen Bürgerkriegsuniformen gekleidet!).185 Eine ähnliche doppelbödige Marketingstrategie wurde auch während späterer Kriege angewandt. Die Fälschungen des Russisch-Japanischen Krieges durch Pathé wurden entweder mit den Titeln „Es leben die Russen“ oder „Es leben die Japaner“ versehen.


181 Vgl. Bottomore: Biograph in Battle, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 32.

182 Siehe Kevin Brownlow: The War, the West, and the Wilderness, London 1979, S. 92. Filme wurden z. Bsp. während der Balkan Kriege von einem dänischen Kameramann, Magnussen, und von Sir Bryan Leighton inszeniert, teilweise weil sie die Schlachten vermissten.

183 Vgl. Bottomore: Biograph in Battle, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 33.

184 Vgl. ebd.

185 Vgl. ebd., S. 34.

[Seite 32]

Such Boer fakes were not always very convincing. A trade journal was asked how real war films could be distinguished from fakes and described one of the latter:

There is a hand-to-hand encounter between Boers and British, all realistic in its way, but the effect is somewhat spoilt by reason of the fringe of an audience appearing on the picture occasionally. [...]

Faking of war films was soon treated as a bit of a joke. A press cartoon appeared during the Boxer Rebellion in 1900, showing the war being stage-managed for the cameras. The cartoonist’s conceit would soon become fact in the Mexican War in 1914, when Pancho Villa signed a contract with the Mutual Film Company to film his battles.13

Audiences for War Films, and Propaganda

Whether they were the genuine article or fakes, war films drew huge audiences and were enormously emotive. The impact of such films was often increased by the use of music, patriotic commentary, sound effects of explosions and the like. During the Spanish-American War films became one element in the extraordinary nationalist fervour which swept America. It was a similar story with films of other wars: the Sudan Campaign and Boer War screened in Britain, the Russo-Japanese War in Japan, and the Moroccan War (1907) in Spain. In each case films were used by the winning side to help amplify their victory.

[...] It is perhaps not surprising that there was little enthusiasm for war films in the losing countries. [...] And during the Balkan Wars, correspondents noted that, though cinemas in defeated Turkey were booming, they were showing American and French comedies and melodramas and none of the news films about the war. In fact, I

[Seite 33]

have found no record of films relating to the war shown in Turkey until the Turks managed to recapture Adrianople in 1913.

[...]

Of all the wars in this period, it was probably the Boer War which elicited the most powerful emotions, and there was a general anti-British feeling in many European countries at this time. Most of the fake war films produced in Europe were pro-Boer, and usually showed the British ingloriously defeated. [...]

In some European countries anti-British feelings ran high. In Germany, Boer War films were actually banned for a time due to concerns about their emotive nature. But the most extreme reaction seems to have arisen in Belgium, where the register of letters to the British Embassy in Bruxelles is full of complaints from British people living in Belgium of anti-British behaviour on the part of locals, and specifically about cartoons which insulted Queen Victoria, and a pro-Boer theatre show and films. [...]

Meanwhile, in America, Boer fakes were also being produced, but, keen as always to exploit all markets, the Edison company made two versions: one in which the Boers win the battles, and the other in which it is the British (dressed, bizarrely in US

[Seite 34]

Civil War uniforms!). A similar double-edged marketing strategy appeared during later wars: Pathé’s fakes of the Russo-Japanese War were made with titles reading either ‘Vivent les Russes’ or 'Vivent les Japonaises’, to appeal to audiences sympathetic to either side.



13 Beiblatt zum Kladderadatsch, 2 September 1900. There were press cartoons on this theme during the Spanish-American and later wars (to be covered in my forthcoming book on cartoons and early cinema). For Villa, see Kevin Brownlow, The War, the West, and the Wilderness, London: Seeker and Warburg, 1978, p. 92. Films were stage-managed on location during the Balkan Wars by a Danish cameraman, Magnussen, and by Sir Bryan Leighton (partly because he’d missed the battles).

Anmerkungen

Die Quelle wird in mehreren, vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage (inkl. einer Fußnote) im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Setzt Uo/Fragment_096_01 nahtlos fort.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[9.] Uo/Fragment 098 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-15 00:08:01 Graf Isolan
Bottomore 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 1-7 (komplett)
Quelle: Bottomore 1995
Seite(n): 34, Zeilen: 5-11
Das Filmen während der Periode vor dem Ersten Weltkrieg brachte in erster Linie den Vorteil verschiedenartiger Lektionen für die Praxisarbeit. Kameramänner lernten die Schwierigkeiten kennen, den Krieg auf Film zu bannen, und die Produzenten entdeckten, wie man Handlungen rekonstruierte, wenn die Realität nicht eingefangen werden konnten. Die Behörden übten sich in der rigorosen Steuerung der Kameramänner und der Kinos. Nicht zuletzt lernten die Regierungen hier schon den Wert des Filmes als Propagandaträger kennen. What then can we conclude about war and film before the First World War? Firstly, that many practices relating to filming war were established within this period: cameramen learned the sheer difficulty of capturing war on film, and producers discovered how to reconstruct action when they couldn’t get the real thing. Secondly, the authorities learned to exercise rigorous control both over the cameramen and over the cinemas where the films were shown. Thirdly, governments learned the value of film as propaganda.
Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme, obwohl die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt.

Setzt die Übernahme, welche in Uo/Fragment_097_01 dokumentiert ist, nahtlos fort.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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