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Quelle:Uo/Convents 1995

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Guido Convents
Titel    Cinema and German Politics in Occupied Belgium
Sammlung    Film and the First World War
Herausgeber    Karel Dibbets und Bert Hogenkamp
Ort    Amsterdam
Verlag    Amsterdam University Press
Jahr    1995
Seiten    171-178
Reihe    Film Culture in Transition
ISBN    9053560645

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    5


Fragmente der Quelle:
[1.] Uo/Fragment 157 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-15 00:06:48 Graf Isolan
Convents 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 9-35
Quelle: Convents 1995
Seite(n): 171-172, Zeilen: 171:1.3-7.8-23.31 - 172:1-2.8-9.11-13
4. DAS KINO IM BESETZTEN BELGIEN UND NEUTRALEN DÄNEMARK

Im August 1914 marschierten die Deutschen in das neutrale Belgien ein und besetzten es. Zum Jahresende bereits sollte das tägliche Leben „normal“ weitergehen, obwohl viele Gräueltaten begangen worden waren. Ein politisches Ziel der Deutschen war, die flandrischsprechenden Belgier, die zu dieser Zeit mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachten, auf ihre Seite zu bringen. Eine französischsprechende Elite dominierte das politisch-ökonomische und kulturelle Leben. Die deutsche Besetzung war nun für eine kleine Gruppe flämischer Nationalisten (Aktivisten) eine ausgezeichnete Gelegenheit, ihre kulturelle und politische Macht in Flandern zu zeigen. Sie erklärten 1917 die Unabhängigkeit Flanderns und gründeten den Rat von Flandern (Raad voor Vlaanderen) mit einer Propagandakommission (Centraal Vlaamsch Propagandabureel), die von den Deutschen finanziert wurde. Als die flandrische Bevölkerung einer Zusammenarbeit mit den deutschen Angreifern nicht zustimmte, erhielt die Propaganda für die Sache der Aktivisten hohe Priorität (Flamenpolitik).263

Im September 1917 gingen im Gebiet Brüssels schätzungsweise jede Woche ungefähr 200.000 Kinder ins Kino gingen [sic]. Zu dieser Zeit gab es ungefähr achtzig Kinos in der belgischen Hauptstadt. Der Filmbesuch wurde von der Besatzungsmacht gefördert, da er auch Steuereinnahmen brachte. Das Bild- und Filmamt lieferte Filme und Filmmaterial nach Belgien. Statistiken zeigen, dass in Belgien mit sieben Millionen Einwohnern ungefähr fünfzig Millionen Kino- und Theaterkarten zwischen Juni 1916 und Juni 1917 verkauft wurden.264

Im Oktober 1914 diskutierte die belgische Kinoindustrie bereits über die neu eingeführte Zensur und auch darüber, ob es gerechtfertigt sei, in der Kriegszeit Filme zu zeigen. Mehrere Unternehmen wurden geschlossen, da bei Fortdauer der Besetzung über Jahre das Funktionieren der Kinos für das Überleben ihrer [Besitzer und des Personals lebenswichtig waren.]


263 Vgl. Guido Convents: Cinema and German Politics in Occupied Belgium, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 171-178, hier S. 171.

264 Vgl. ebd.

[Seite 171]

Cinema and German Politics in Occupied Belgium

GUIDO CONVENTS

In August 1914 the Germans invaded neutral Belgium and occupied most of the territory. At the end of that year the Germans ordered that daily life had to go on ‘normally’, although a lot of atrocities had been committed.

One of the political aims of the Germans was to bring the Flemish-speaking Belgians - at that time something more than half of the population - over to their side. A special strategy, known as the Flamenpolitik, was worked out. At that time a Frenchspeaking elite dominated the political-economical and cultural life. The German occupation now gave an excellent opportunity to a small group of Flemish nationalists (activists), to obtain cultural and political monopoly in Flanders. They declared in 1917 the independence of Flanders (the northern part of the country) and founded the Raad voor Vlaanderen (‘Council for Flanders’), with a propaganda commission (Centraal Vlaamsch Propagandabureel) financed by the Germans. As the Flemish population did not admit any collaboration with the German invaders, propaganda for the activist cause was given a high priority.1

In September 1917, a provincial governor, Emile Beco, declared that just in the area of Brussels about 200.000 children were going every week to the pictures. According to a German officer, at that time there were about eighty cinemas in the Belgian capital. Beco stressed that the occupying forces were encouraging going the movies, because it led to a large quantity of tax-income. He also explained that a special organisation was founded in Berlin to export films and filmmaterial to Belgium. The organisation he was referring to must have been the Bild- und Filmamt.2 [...] Several statistical data indicate that in

[Seite 172]

this occupied country (seven million inhabitants) something like fifty million cinema and theater tickets were sold between June 1916 and June 1917. [...]

[...]

On 16 October 1914, the Belgian cinema industry discussed not only the new established censorship but also whether it was justified to show films in wartime. [...] Those who wanted to close down could have done so. But the remark was made that if the occupation lasted years, the functioning of the cinemas could be vital for the survival of their owners and staff.4


1 M. de Vroede, ‘Geknecht land. Het Duitse regime in ‘t Bezette deel van België’, p. 27, 1914-1918 De Eerste Wereldoorlog, Amsterdam, Antwerpen, 1975, p.31; L. Schepens, ‘België in de Eerste Wereldoorlog’, p. 26, Algemene Geschiedenis der Nederlanden 1914-1940 (henceforth AGN), vol. 14, Haarlem, 1979.

2 O. von der Lancken, Tätigkeitsbericht der Politischen Abteilung bei dem Generalgouvemeur in Belgien. Von Anfang August 1917 bis Ende Januar 1918, Berlin, 1918, pp. 32-33.

[...]

4 H. Gaus, ‘Het cultureel-maatschappelijk leven in België 1918-1940’, AGN, vol. 14, p. 282.

Anmerkungen

Die Quelle wird in zwei vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Der Abschnitt über das Kino im besetzten Belgien (S. 157-161 in Uo) entstammt bis auf die letzten 18 Zeilen auf Seite 159 vollständig dem Artikel von Convents.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 158 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-15 00:05:49 Graf Isolan
Convents 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 1-41 (komplett)
Quelle: Convents 1995
Seite(n): 172-173, Zeilen: 172:11-17.18-24.29-30.31-34 - 173:2-26.28-29
[Mehrere Unternehmen wurden geschlossen, da bei Fortdauer der Besetzung über Jahre das Funktionieren der Kinos für das Überleben ihrer] Besitzer und des Personals lebenswichtig waren. Vor dem Krieg hatte die Filmindustrie jegliche Zensur abgelehnt. Nun musste sie akzeptiert werden, obwohl bekannt war, dass es nach dem Krieg schwierig werden würde, erneut dagegen zu protestieren.265 1915 waren manche Eintrittsgelder so hoch wie die Sozialhilfezuteilung eines Tages. Einige Varietés mit Filmprogrammen forderten kein Eintrittsgeld, verkauften dafür während der Vorführung Getränke. Örtliche Behörden waren gegen die Öffnung von Kinos, da arme Leute es vorzogen, ihr Geld für Freizeit statt für Essen, Kleidung und Unterbringung auszugeben. Zu dieser Zeit lagen viele Städte schon in Trümmern, und es herrschte allgemeines Elend. Nur mit der Hilfe der Deutschen oder der Aktivisten konnten bestimmte Kinos wieder vorführen. Die Propagandadienste des Rates von Flandern hielten Versammlungen oft in Kinos ab, wodurch diese Gebäude geschützt waren. Im Sommer 1918 beschlagnahmten die Deutschen die ganze elektrische Maschinerie für ihre Kriegsrüstung, nur die Kinos, die für Versammlungen benutzt wurden, waren davon nicht betroffen.266

Die Bourgeoisie beklagte sich, dass ihre Mieter es vorzogen, im Kino ihr Geld auszugeben anstatt ihre Miete zu zahlen. Trotzdem ging auch sie ins Kino, um die Trümmer ihrer zerstörten Stadt zu vergessen. In der Ermutigung zum Filmbesuch zeigten die Besatzer, dass sie dem Bedürfnis der Bevölkerung nachkamen. Außer ökonomischen Vorteilen gab es auch einen indirekten politischen Vorteil: der deutsche Blick in die Welt dominierte auf belgischen Leinwänden. Die Deutschen waren durchaus an Filmen interessiert, die für die Vorführung in den besetzten Gebieten produziert wurden. Direkte Importe von Filmen aus Frankreich, Großbritannien und später aus den USA wurden verboten. In den ersten Jahren des Krieges wurden allerdings alliierte Vorkriegsfilme, die der Zensur vor Mitte Mai 1915 eingereicht worden waren, noch gezeigt. Im Januar 1918 rühmte der Chef der politischen Abteilung des Generalgouverneurs in Belgien, Freiherr Oscar von der Lancken, dass aufgrund des Drucks seiner Pressezentrale die deutsche Filmproduktion die französische ersetzt habe.267

1915 wurden deutsche Filme über eine Filiale der in Düsseldorf gegründeten Film-Export Gesellschaft in Brüssel importiert. Diese Gesellschaft wollte deutsche Filme im besetzten Belgien und in Nordfrankreich vorstellen. Ab Ende 1916 wurde die Filiale in Brüssel von dem Autor und Produzenten Alfred Rosenthal (unter ,Aros‘ schrieb er Produktionberichte in: Der Kinematograph) aus Düsseldorf und dem Kritiker Lorenz Pieper (Bild und Film) aus Mönchengladbach geführt. Für das Jahr 1916 verdreifachte sich ihr Jahresumsatz. Sie behaupteten, mehr als eintausend Titel geschickt zu haben (500.000 Meter Wiedergabe). Von der Lancken gab an, dass infolge der Dezimierung des französischen Filmvorrats der belgische Markt mehr als 260.599 deutsche Filmmeter importieren musste, um den geschätzten Bedarf von 300.000 Meter für 1917 zu erfüllen.268 Belgien war 1917 bis 1918 für die deutsche Filmindustrie ein sehr wichtiger Markt.


265 Vgl. ebd., S. 172.

266 Vgl. ebd.

267 Vgl. ebd., S. 173.

268 Vgl. ebd.

[Seite 172]

Those who wanted to close down could have done so. But the remark was made that if the occupation lasted years, the functioning of the cinemas could be vital for the survival of their owners and staff.4 One argument of those who wanted to stop all activity was that before the war the film industry had rejected censorship, and now it would be accepting it! They forsaw that after the war it would be difficult to protest against such measures should the Belgian government introduce them. [...]

In 1915 some entrance fees were as much as a day’s welfare allocation. Although some music halls with film programmes did not charge an entrance fee, money was spent on drinks during the projections. The argument that poor people preferred spending their money on leisure instead of food, clothing and housing explains to a great extent why local authorities were against the opening of cinemas. At that time, a lot of towns were still in ruins, and misery was rampant. Only with the help of the Germans or activists could certain cinemas start again. [...]

The propaganda services of the Council of Handers often held meetings in cinemas. [...] The fact that nationalists held meetings in cinemas meant that these buildings were protected. In the summer of 1918, the Germans confiscated all electric machinery for their war efforts. The cinemas used for meetings, however, were not affected.6

[Seite 173]

Although the bourgeoisie complained that their tenants preferred spending their money on cinema than on paying their rent, they also went to the cinema to forget the ruins of the destroyed city. In encouraging movie-going, the occupier could show that he, instead of the local government, answered the needs of the population. Besides direct economical advantages, there was also an indirect political one: the German way of looking at the world dominated the Belgian screens. This probably explains why the Germans became more and more interested in film produced especially for screening in the occupied territories.

Since the occupation began, (direct) import of films from France or Great Britain and later from the USA had been forbidden. But in the first years of the war, prewar allied films submitted to the censor before the middle of May 1915 were still schown. Other films were not allowed. In January 1918, the chief of the political section of the general governor in Belgium, Freiherr Oscar von der Lancken, boasted that thanks to the pressure of his Pressezentrale, German film production had replaced French production.

In 1915 the German films were imported via the Film-Export Gesellschaft established in Düsseldorf, through a branch in Brussels. The aim of this company was to introduce German film in occupied Belgium and Northern France. Administrators included Alfred Rosenthal from Düsseldorf and the critic Lorenz Pieper (Bild und Film) from Mönchengladbach, who directed the branch in Brussels from the end of 1916. For the year 1916 their annual turnover tripled, and they claimed to have sent more than one thousand titles (representing 500.000 meters).7

According to Von der Lancken, it was due to depletion of the French film stock that the Belgian market had to import more than 260.599 meters of German film to fulfill the estimated need of 300.000 meters in 1917. [...] In any case, in 1917-1918 Belgium was a very important market for the German film industry, including also the German-controlled Danish or Hungarian cinema.


4 H. Gaus, ‘Het cultureel-maatschappelijk leven in België 1918-1940’, AGN, vol. 14, p. 282.

6 Der Belgischer Kurier, 19 November 1915, p. 6 . The social welfare received a lot of financial help from the USA via the ‘National Committee for Relief in Belgium’.

7 D. Vanacker, ‘Het aktivistisch avontuur’, Gent, 1991, Algemeen Rijks Archief (henceforth ARA) Brussels, Archief van de Raad van Viaanderen, D71, Correspondence of Wannijn.

Anmerkungen

Die Quelle wird in vier vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Der Abschnitt über das Kino im besetzten Belgien (S. 157-161 in Uo) entstammt bis auf die letzten 18 Zeilen auf Seite 159 vollständig dem Artikel von Convents.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Uo/Fragment 159 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 23:51:46 Graf Isolan
Convents 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 1-22
Quelle: Convents 1995
Seite(n): 173, 174, Zeilen: 173:35-36; 174:7-19.22-25.26-34
Bereits am 12. Oktober 1914 führten die Deutschen die Zensur für alle Filmbilder in den besetzten Gebieten ein. Als Bestandteil der Flamenpolitik wurde im März 1915 angeordnet, dass im flämischen Teil des Landes die Titel/Zwischentitel in flämischer Sprache gehalten werden mussten. Hierbei wurden grammatikalische Fehler als Widerstandsakt betrachtet. Filme konnten sogar verboten werden.

„Für die Flamen muss es eine Genugtuung sein, dass die Gleichberechtigung ihrer Sprache, die bis dahin nur auf dem Papier stand, nun im Film und in allen auf das Kino bezüglichen Ankündigungen, durch die deutsche Verwaltung zur Durchführung gelangt ist.“269

Eine der sieben Kameramannschaften des Bild- und Filmamtes war in Belgien eingesetzt. Sie produzierten unter anderem DER BESUCH DES FLÄMISCHEN NATIONALDICHTER RENE DE CLERCQ IM KRIEGSGEFANGENEN LAGER GÖTTINGEN. Der Film wurde am 18. November 1917 während eines Propagandatrips des bekannten Dichters und Nationalisten René Declercq in einem Flämischen [sic] Kriegsgefangenenlager hergestellt. Das Centraal Vlaamsch Propagandabureel, geleitet von Arthur Faignaert, verteilte diesen Film in Flandern.270

Am 19. Januar 1918 schrieb ein gewisser V. Schröder, der dem Marinekorps in Flandern angehörte, einen vertraulichen Bericht für den Kanzler. Er machte Vorschläge über eine Propaganda für die flandrische Sache, die in der belgischen Armee an der Front und in den Kriegsgefangenenlagern gemacht werden könnte. Für die Gefangenen sollten inoffiziell öffentliche Lesezimmer, flandrisches Theater und Filmvorführungen organisiert werden.


269 Zit. n. Convents, ebd., S. 174.

270 Vgl. ebd.

[Seite 173]

On 12 October 1914, the Germans established censorship for all pictures shot in the occupied territories.

[Seite 174]

The Germans worked out a propaganda strategy in their Flamenpolitik, and obviously film was a (small) part of these politics. In March 1915, it ordered that in the Flemish part of the country the titles and intertitles had to be in Flemish. Even a grammatical mistake would be considered an act of resistance and could lead to the removal of the film.

Für die Flamen muss es ein angenehmes Bewusstsein sein, dass die praktische Gleichberechtigung ihrer Sprache, die sonst nur auf dem Papier stand, nun im Film und in allen auf das Kino bezüglichen Ankündigungen, durch die deutsche Verwaltung zur Durchführung gelangt ist.11

(‘It must be satisfying for the Flemish that the equal status of their language, existing so far only on paper, has now been put into practice by the German administration in film and in all the announcements relating to the cinema.’)

One of it’s seven camera teams was active in Belgium. They made amongst others DER BESUCH DES FLÄMISCHEN NATIONALDICHTER RENE DE CLERCQ IM KRIEGSGEFANGENEN LAGER GÖTTINGEN (‘A Visit of the Flemish National Poet René de Clerq to the Prisoners of War Camp Göttingen’). The Flemish audience was directly targetted. The film was made on 18 November 1917, during a propaganda trip by the well-known poet and nationalist René Declercq at a Flemish prisoners of war camp. The Centraal Vlaamsch Propagandabureel, directed by Arthur Faignaert, distributed this film in Flanders.

On 19 January 1918, a certain V. Schröder (linked to the Marine Corps in Flanders) wrote a confidential report for the chancellor. He made some suggestions about the way propaganda for the Flemish cause could be made in the Belgian army at the front and in the prisoner of war camps. For the prisoners, he suggested organizing unofficially public reading rooms, Flemish theater and screening of films.


11 H. Barkhausen Filmpropaganda für Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg, Hildesheim, 1982, p. 77 and p. 259.

Anmerkungen

Die Quelle wird in zwei vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Das Originalzitat ist offensichtlich nicht nach Convents erfolgt.

Der Abschnitt über das Kino im besetzten Belgien (S. 157-161 in Uo) entstammt bis auf die letzten 18 Zeilen dieser Seite vollständig dem Artikel von Convents.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[4.] Uo/Fragment 160 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 23:53:54 Graf Isolan
Convents 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 1-40
Quelle: Convents 1995
Seite(n): 175-176, Zeilen: 175:3-16.18-23.24-29.33-37 - 176:1-2.(4-6).20-21.26-32
Anfang 1918 wurde in Antwerpen eine Filmkommission gegründet, die nicht nur die Vorführung von Filmen, sondern auch die Filmproduktion und Verteilung plante. Im August 1918 gab die Militärpolizei in Antwerpen die Genehmigung, in Gegenwart eines militärischen Beobachters zu filmen. Örtliche Produktion und deutsche Filme sollten unter dem Decknamen Flandria Film verteilt werden. Die Film-Kommission hatte angeblich schon Schriften von berühmten Autoren wie Lode Baeckelmans and Paul Van Ostaijen, bekam jedoch hierfür keine Geldmittel vom Centraal Vlaamsch Propagandabureel in Brüssel.273

Oberleutnant Picht, ein Nachrichten-Offizier, der verantwortlich für die Verbreitung flandrischer Propaganda im Gefangenenlager bei Courtray war, präsentierte am 12. August 1918 Vorschläge für die Organisation flandrischer Propaganda. Das Hauptmedium für ihn war das Kino. Hier sollte Geschichte und Landschaft von Flandern behandelt werden. Hauptmann Staehle, Nachrichtenoffizier der 4. Armee in Belgien und der Abteilung für auswärtige Angelegenheiten des Generalhauptquartiers in Berlin, schrieb daraufhin, dass der Film in Flandern als ein sehr effizientes Mittel betrachtet werde, um die flandrische Bewegung in der Welt zu propagieren. Das Filmprojekt hieß DE LEEUW TRANSPORTER [sic] VLAANDEREN (Der Löwe von Flandern), und sollte in Courtray aufgenommen werden. Auch konnten im (belgischen) Kriegsgefangenenlager die Aktivitäten der flandrischen Soldaten, die ihre flandrische Sache propagierten, gefilmt werden. Staehle entschied, da einige dieser Gefangenen schon für deutsche Propaganda gearbeitet hatten, diese als Statisten zu beschäftigen. Er betonte, dass die Ausgaben für dieses Filmprojekt mit einigen wenigen Schauspielern und Zubehör niedrig sein würden.274

Der Generalsekretär der Deutsch-Flämischen Gesellschaft in Düsseldorf, Rechtsanwalt Stocky, korrespondierte Ende März 1918 mit Faignaert. Er bat um Unterstützung bei der Realisation des Films DE LEEUW TRANSPORTER [sic] VLAANDEREN. Das Buch, geschrieben von Hendrik Conscience, spielte Mitte des 19. Jahrhunderts und galt als die romantische und mythische Basis des Flämischen [sic] Nationalismus. Im Mittelpunkt des Film stand die Schlacht bei Courtray, wo 1302 der flämische Adel den französischen besiegte. Stocky wollte die UFA in Berlin dafür interessieren. Er glaubte, es würde helfen, der Welt die Flämische [sic] Sache zu erklären.275 „Dabei bedarf es gar keiner Frage, dass dieser Film ausschließlich anti-französisch und darum in deutschem Sinne wirken würde.“276

Maximilian Moris, ein berühmter deutscher Theaterregisseur, wurde gebeten, die Regie des Films zu übernehmen. Die vorgeschlagenen Schauspieler waren Persönlichkeiten des deutschen und auch des flämischen Theaters. Die technische Ausrüstung sollte vom BUFA ausgeliehen werden. Die deutsche Verwaltung war jedoch zurückhaltend, da bereits eine Filmgesellschaft aus Berlin Pläne für den gleichen Film vorgelegt hatte. Man fürchtete, wenn so viele [Leute in der Kriegzone um Courtray wären, könnten Spione angelockt werden.277]


273 Vgl. Convents: Occupied Belgium, in: Film and the First World War, hrsg. von K. Dibbets, B. Hogenkamp, 1995, S. 175.

274 Vgl. ebd.

275 Vgl. ebd.

276 Zit. n. Convents, ebd. S. 176 (Übers, v. d. Verf.).

277 Vgl. ebd.

[Seite 175]

In March or April 1918, a Film-Kommissie was established at the Gouw Antwerpen. This committee planned not only the screening of films but also film production and distribution. At the end of August, the military police in Antwerp gave authorisation to film in the presence of a military observer. Local production and German films would be distributed under a cover (Flandria Films). According to the Film-Kommissie, scripts had already been delivered by famous authors such as Lode Baeckelmans and Paul Van Ostaijen, but no funds came from the Centraal Vlaamsch Propagandabureel in Brussels.13

The intelligence officer Oberleutnant Picht, who was also in charge for spreading Flemish propaganda in the prisoner camp at Courtray a few miles behind the front, presented his proposals for the organization of the Flemish propaganda on 12 August 1918. One of the media he took into account was cinema. He explained that the history and the landscape of Flanders were fortunate subjects and still underused by directors. [...] Two weeks later Hauptmann Staehle, intelligence officer of the 4th army in Belgium, wrote to the section for foreign affairs of the General Headquarters in Berlin. He stressed that the use of film was considered in Flanders (or by his office) as a very efficient means to propagate the Flemish movement in the world. The project he had in mind was the film DE LEEUW VAN VLAANDEREN (‘The Lion of Flanders’), to be shot in Courtray and its surroundings. [...] Also, at the (Belgian) prisoner of war camp, the activities of the Flemish soldiers who were active in propagating the Flemish cause could be filmed. According to Staehle, this would be easy because some of these prisoners had already worked for German propaganda and could be employed as extras. He even stressed that the costs for this film project would be low (a few actors and accessories...).14

[...]

The general secretary of the Deutsch-Flämischen Gesellschaft in Düsseldorf, the lawyer Storky, corresponded at the end of March 1918 with Faignaert. Storky asked for support in realizing the project of producing the film . The book, written by Hendrik Conscience, set in the midst of the 19th century, is considered the romantic and mythical basis for Flemish nationalism.

[Seite 176]

Storky’s plans were to contact UFA in Berlin. The production had to become the Flemish national film:

[...] Dabei bedarf es gar keiner Frage, dass dieser Film ausschliesslich anti-französisch und darum in deutschen Sinne wirken würde.16

[...]

[...] The centrepoint of the film was the battle at Courtray where the Flemish defeated the French nobility in 1302.

[...] Maximilian Moris, working for the German theater, was asked to be the director of the film. He had a reputation as a famous German stage director. The proposed actors included personalities from the German theater and also well-known Flemish people. The technical equipment would be borrowed from BUFA. However, the German authorities seemed reticent because a film company from Berlin had already laid plans for the same film, and having so many people in the war zone around Courtray could attract spies.17



11 H. Barkhausen Filmpropaganda für Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg, Hildesheim, 1982, p. 77 and p. 259.

14 ARA-Brussels, Archief van de Raad van Viaanderen, D65 (Filmkommissie).

16 Les Archives du Conseil de Flandre, Brussels: Ligue Nationale pour l’Unité Belge, 1928, pp. 372-400; Het Toneel, 4 May 1918; The Deutsch-Flämische Gesellschaft was founded on March 21, 1917, in Germany to facilitate the relations between Germans and Flemish, for instance between Flemish workers and prisoners of war in Germany. ARA-Brussels, Archief van de Raad van Viaanderen, D105.

17 ‘Het aktivistisch avontuur’, p. 280. For a biography of Jan Wannijn, see Flamenpolitik, p. 312.

Anmerkungen

Die Quelle wird in mehreren vereinzelten Fußnoten angegeben, Art und Umfang der Übernahme hingegen nicht. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Beim Zitat musste Uo entgegen der Aussage der Fußnote 276 nichts übersetzen, da es bereits auf deutsch vorlag. Einzig ein Kasusfehler wurde korrigiert.

Der Abschnitt über das Kino im besetzten Belgien (S. 157-161 in Uo) entstammt bis auf die letzten 18 Zeilen der Seite 159 vollständig dem Artikel von Convents.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[5.] Uo/Fragment 161 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 23:57:03 Graf Isolan
Convents 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 161, Zeilen: 1-13
Quelle: Convents 1995
Seite(n): 176-177, Zeilen: 176:31-36 - 177:1-7
[Man fürchtete, wenn so viele] Leute in der Kriegzone um Courtray wären, könnten Spione angelockt werden.277

Am 10. Oktober 1918 verkündete Staehle dem BUFA, dass das Bühnenstück „Waarom“ (Warum), geschrieben von René Maes, gerade abgedreht worden sei. Maes war verantwortlich für das Presse-Büro des regionalen Flämischen Rates (Gouwraad) in Courtray. „Waarom“ zeigte Flämische Soldaten der belgischen Armee im Kampf gegen die Deutschen und die Art, in der sie durch ihre französisch sprechenden Offiziere erniedrigt wurden. Die Schauspieler waren 'Soldaten von der Front', das waren flämische Soldaten, die von den Deutschen gefangengenommen wurden oder sich ihnen ergeben hatten. Die Hauptrollen wurden anscheinend von professionellen Schauspielern des deutschen Theaters gespielt. Es ist unbekannt, ob nach dem 10. Oktober, im letzten Monat des Krieges, noch etwas produziert wurde.


277 Vgl. ebd.

[Seite 176]

However, the German authorities seemed reticent because a film company from Berlin had already laid plans for the same film, and having so many people in the war zone around Courtray could attract spies.17

On 10 October 1918, Staehle announced to BUFA that the stage play written by René Maes, ‘Waarom’ (‘Why’), was being filmed. Maes was responsable for the press office of the regional Hemish Council (Gouwraad) at Courtray. ‘Waarom’


[Seite 177]

showed Flemish soldiers in the Belgian army (fighting against the Germans) and the way they were humiliated by their (French-speaking) officers. The actors were also ‘soldiers from the Front’ (meaning Flemish soldiers who were captured by the Germans, or who had crossed the front lines to give themselves up to the Germans). But there are indications that the roles were played by professional actors from the German theater.

What happened after 10 October is unknown, but it is unlikely that the Germans or Flemish activists produced much in the last month of the war.


17 ‘Het aktivistisch avontuur’, p. 280. For a biography of Jan Wannijn, see Flamenpolitik, p. 312.

Anmerkungen

Die Quelle wird hier nur noch in einer einzigen Fußnote angegeben, Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet. Dass die gesamte Passage im Wortlaut eins zu eins mit dem englischsprachigen Original übereinstimmt, ist nicht erkennbar.

Der Abschnitt über das Kino im besetzten Belgien (S. 157-161 in Uo) entstammt bis auf die letzten 18 Zeilen der Seite 159 vollständig dem Artikel von Convents.

Hiermit enden dann sowohl die Ausführungen Uos zu Belgien als auch der Artikel von Convents.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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