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Quelle:Uo/Fuchs 1987

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Wolfgang J. Fuchs
Titel    Etwas für Individualisten. Zeichentrickfilm in Deutschland
Sammlung    Von „A“ bis „Zip/Zip“. Trickfilme aus München 1918-1987
Herausgeber    Klaus Sigl
Beteiligte    Münchner Stadtbibliothek und Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Ort    München
Jahr    1987
Seiten    8-12

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Uo/Fragment 349 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-16 15:24:48 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Fuchs 1987, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 349, Zeilen: 11-23, 105-106
Quelle: Fuchs 1987
Seite(n): 8, Zeilen: 13-26
[...]192

Der Filmpionier Guido Seeber fertigte 1909 seine ersten Trickfilme: DIE GEHEIMNISVOLLE STREICHHOLZDOSE (mit einer Animation der Zündhölzern, vermutlich angeregt von einem Film, den Emile Cohl ein Jahr zuvor gedreht hat) und PROSIT NEUJAHR 1910!. Julius Pinschewer ließ sich 1910 seine Idee, mit Filmen Werbung zu betreiben, patentamtlich schützen, und zeigte in Berlin seinen ersten 65-Sekunden-Werbefilm für „Corsets Gebr. Lewandowski“. Dieser Realfilm benutzte bereits raffiniert den Filmschnitt als Vorstufe zum „Trick-Film“. Pinschewers Mitarbeiter experimentierten mit Zeitraffer, Zeitlupe und Stopptrick. 1911 produzierten sie DIE SUPPE, einen 70-Sekunden-Film, der die genannten Film-Tricks zur Werbung für Maggi-Suppen verwendete.193 Pinschewer setzte in seinen Werbefilmen auch die Mittel des Puppentrick, Legetrick und Sachtrickfilms ein. Er ließ stumme Filme nach dem Virageverfahren handkolorieren und verwendete als einer der ersten das Lichtton verfahren der Tri-Ergon.


192 Vgl. Klaus Sigl: Vom „Daumenkino“ zum „Münchner Bilderbogen“. Grundlagen und Frühgeschichte des Trickfilms, in: ders.: Von „A“ bis „Zip/ Zip“, 1987, S. 23-33, hier S. 27. 1913 drehte Cohl mit „The Newlyweds“ (Die Jungvermählten) die erste Zeichentrickserie, die später nach dem Baby der Familie, „Snookums“, benannt wurde. - Die Tradition des deutschen Zeichentrickfilms ist von Anfang an eng mit der Geschichte des Werbefilms verbunden. Eine internationale oder deutsche Geschichte des Trickfilms gibt es nicht.

193 Vgl. Wolfgang J. Fuchs: Etwas für Individualisten. Zur Situation und Geschichte des Zeichentrickfilms in Deutschland, in: Von „A“ bis „Zip/ Zip“, hrsg. von K. Sigl, 1987, S. 8-12, hier S. 8.

Sie ist von Anfang an eng verbunden mit der Geschichte des deutschen Werbefilms.

Der Filmpionier Guido Seeber fertigte 1909 seine ersten Trickfilme an, Julius Pinschewer, der Begründer des deutschen Werbefilms, kam 1910 beim Besuch eines Kinematographentheaters auf die Idee, Werbefilme zu machen. Er realisierte diese Idee in Berlin mit einem ersten 65-Sekunden-Werbefilm für „Corsets Gebr. Lewandowski“. Obwohl ein Realfilm, nützt dieser Film bereits raffiniert den Filmschnitt als Vorstufe zum „Trick“-Film. Pinschewers Mitarbeiter konnten mit Zeitraffer, Zeitlupe und Stoptrick experimentieren. So produzierten sie schon 1911 mit „Die Suppe“ einen 70-Sekunden-Film, der die genannten Film-Tricks zur Werbung für Maggi-Suppen verwendete.

Pinschewer setzte in seinen Werbefilmen nach und nach (und zum Teil bereits vor deren Anwendung im Unterhaltungsfilm) die Mittel des Puppentrickfilms, des Zeichen-, Lege- und Sachtrickfilms ein. Er ließ stumme Filme nach dem Virageverfahren handkolorieren und verwendete als einer der ersten das Lichttonverfahren der Tri-Ergon.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 350 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-16 15:22:43 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Fuchs 1987, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 350, Zeilen: 20-26, 29-31, 109-114
Quelle: Fuchs 1987
Seite(n): 8, 9, 10, Zeilen: 8:33-37; 9:15-20; 10:27-33
Bis zu seiner Emigration 1934 stellte der deutsche Jude und Patriot Pinschewer in Berlin Werbe-, Propaganda- und Lehrfilme her. Eine Reihe von Talenten wurden von ihm gefördert. Zu seinen Mitarbeitern zählten Rudi Klemm, Lotte Reiniger, Walter Ruttmann, Guido Seeber, George Pal, Harold Mack, Hans Fischer, Toni Rabold und Oskar Fischinger.198

Ein Zeichentrickfilm ist zeitaufwendig in der Produktion und nicht billig. [...] Während der Kriegsjahre gaben sich die Zeichentrickenthusiasten in Deutschland häufig mit dem Werbefilm zufrieden. Die Chance zur künstlerischen Selbstverwirklichung nahmen sie nur wahr, wenn [diese durch eine Institution, z. B. die Reichsbank, abgesichert war.]


198 Die Trickfilmer jener frühen Jahre tauchen immer wieder in neuen Kombinationen auf, ihre Kontakte untereinander und die wechselseitige Beeinflussung sind nicht zu übersehen. War der ursprüngliche Bedarf für ihre Arbeit die Werbung, so verselbständigte sich der Trickfilm auch in Deutschland als künstlerisches Medium. Lotte Reiniger gelang es mit ihren Scherenschnittfilmen zum Beispiel, eine eigene Tradition zu schaffen, deren Hauptvertreterin sie nach wie vor ist und wohl auch bleiben wird. Vgl. Fuchs: Etwas für Individualisten, in: Von „A“ bis „Zip/ Zip“, hrsg. von K. Sigl, 1987, S. 9.

[Seite 8]

Bis zur Emigration 1934 des deutschen Juden und Patrioten Pinschewer stellte er in Berlin Werbe-, Propaganda- und Lehrfilme her. Mit seinen Werbefilmen förderte er eine Reihe von Talenten. So zählten zu seinen Mitarbeitern Rudi Klemm, Lotte Reiniger, Walter Ruttmann, Guido Seeber, George Pal, Harold Mack, Hans Fischer, Toni Rabold und Oskar Fischinger.

[Seite 9]

Die Trickfilmer jener frühen Jahre tauchen immer wieder in neuen Kombinationen auf, ihre Kontakte untereinander und die wechselseitige Beeinflussung sind nicht zu übersehen. War der ursprüngliche Bedarf für ihre Arbeit die Werbung, so verselbständigte sich der Trickfilm auch in Deutschland als künstlerisches Medium. Lotte Reiniger gelang es mit ihren Scherenschnittfilmen zum Beispiel, eine eigene Tradition zu schaffen, deren Hauptvertreterin sie nach wie vor ist und wohl auch bleiben wird.

[Seite 10]

Zeichentrickfilm ist bekanntlich zeitaufwendig in der Produktion und damit nicht ganz billig. Da es sich kaum jemand leisten kann, auf Verdacht einen Zeichentrickfilm zu finanzieren und zu produzieren, geben sich die Zeichentrickenthusiasten in Deutschland häufig mit dem Werbefilm zufrieden und nehmen die Chance zur künstlerischen Selbstverwirklichung nur wahr, wenn diese durch eine Institution wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten abgesichert ist.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

In die durch Auslassungszeichen markierte Stelle fügt Uo Material aus einem (Sigl, S. 23) der anderen Aufsätze, die sich zusammen mit Fuchs (1987) in dem von Sigl herausgegebenen Begleitband zu einer Münchener Ausstellung zum Thema Trickfilm befinden.

Bemerkenswert ist auch, wie Uo die Aussagen Fuchs' zur Rezeption von Werbefilmen durch "Zeichentrickenthusiasten in Deutschland" (gemeint ist hier die Bundesrepublik) ohne faktische Grundlage unter Beibehaltung der wesentlichen Formulierungen auf den Zeitraum des Ersten Weltkriegs "ummünzt".

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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