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Quelle:Uo/Krumeich 1993

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Gerd Krumeich
Titel    Kriegsgeschichte im Wandel
Sammlung    'Keiner fühlt sich hier mehr als Mensch...'. Erlebnis und Wirkung des Ersten Weltkriegs
Herausgeber    Gerhard Hirschfeld, Gert Krumeich und Irina Renz
Ort    Essen
Verlag    Klartext Verlag
Jahr    1993
Nummer    N.F. 1
Seiten    11-24
Reihe    Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte
Anmerkung    Die Sammlung (vgl. http://www.erster-weltkrieg.clio-online.de/default.aspx?tabid=40208180) wird im Literaturverzeichnis und in einer Reihe von Fußnoten aufgeführt. Der Aufsatz selbst findet keine Erwähnung.
ISBN    3-88474-004-0
URL    http://www.erster-weltkrieg.clio-online.de/_Rainbow/documents/keiner%20f%C3%BChlt%20sich%202/krumeich.pdf

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Uo/Fragment 052 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-14 20:10:03 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Krumeich 1993, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 6-25, 105-122
Quelle: Krumeich 1993
Seite(n): 15, 16, 17, Zeilen: 15:31-35.38-43 - 16:1-10.34-36
Die historische Präsentation „Ein Krieg wird ausgestellt“ im Jahre 1976/77 aus den reichhaltigen Materialien des Frankfurter Historischen Museums hat zum ersten Male versucht, die Geschichte des Ersten Weltkrieges zu visualisieren. Es war der nachhaltige Versuch einer Kritik an den damals herrschenden Schichten bei gleichzeitiger Darstellung der Leiden der „kleinen Leute“. Es ist symptomatisch für den Trend in der Erforschung des Ersten Weltkrieges, dass Bilddokumentationen in jener Zeit nicht wissenschaftlichen Publikationen, sondern dem populären Buchmarkt mit hohen Auflagen zuzuordnen sind.107 Ebenso charakteristisch ist die alleinige Fixierung auf die Kriegsschuld, so dass beispielsweise die Art, wie der amerikanische Historiker Paul Fussell in seinem Buch die kulturelle Bewältigung des Krieges in einer Verbindung von Alltagserfahrungen mit kollektiven Erinnerungen darstellte, in Deutschland keine Nachahmer fand.10 [sic!] Der Weg zu einer Geschichte des Ersten Weltkrieges aus Sicht der Bevölkerung, aus der Perspektive „von unten“ wurde, zunächst noch methodisch tastend, von Volker Ullrich in seiner Studie mit dem Titel „Kriegsalltag. Hamburg im Ersten Weltkrieg“ beschritten.109 Sein Interesse galt dem Leben der Bevölkerung, dem Augusterlebnis, der Einquartierung, den Lebensmittelzuteilungen, der Arbeit und der sozialen Bewegung usw. Jedoch war der Quellenbestand noch gefiltert durch den Blick aus der Sicht der Verwaltungs- und Überwachungsbehörden. In der Entwicklung des alltagsgeschichtlichen Trends zu einer Wissenschaft ist vor [allem die beeindruckende Studie von Ute Daniel über die Frauen in der deutschen Kriegsgesellschaft erwähnenswert.110]

107 Vgl. u.a. Hans Dollinger: Der Erste Weltkrieg in Bildern und Dokumenten, München 1965; Christian Zentner: Illustrierte Geschichte des Ersten Weltkrieges, München 1986.

108 Paul Fussell: The Great War and modern memory, London, Oxford, New York 1977. Ähnliches gilt für Jean-Jacques Beckers Studie über die Franzosen im Weltkrieg, der ebenfalls die Alltagserfahrung über eine Vielzahl von Quellen mit der symbolischen Überlieferung des Krieges konfrontiert, im ständigen Zusammenspiel von Mentalität, Ideologie, Propaganda und Erfahrung, woraus noch eine politische Geschichte des Krieges resultiert: J.-J. Becker: Les Français dans la Grande Guerre, Paris 1980; ähnlich „dicht“ und vielfältig politikgeschichtlich wie auch alltags-, mentalitäten- und ideologiegeschichtlich orientiert: Jean Baptiste Duroselle: La France et les Français 1914-1920, Paris 1972.

109 Volker Ullrich: Kriegsalltag. Hamburg im Ersten Weltkrieg, Köln 1982; vgl. hierzu und zu anderen Lokalstudien in Bezug auf das „Augusterlebnis“: Gerd Krumeich: L'entrée en guerre en Allemagne, in: Les sociétés européennes et la guerre de 1914-1918, hrsg. von J.-J. Becker/ S. Audoin-Rouzeau, Nanterre 1990, S. 65-74; Marcel van der Linden/ Gottfried Mergner: Kriegsbegeisterung und mentale Kriegsvorbereitung. Interdisziplinäre Studien, Berlin 1991, besonders ebenda den Beitrag: Wolfgang Kruse: Die Kriegsbegeisterung im Deutschen Reich zu Beginn des Ersten Weltkrieges, S. 73-87; Berliner Geschichtswerkstatt: August 1914: Ein Volk zieht in den Krieg, Berlin 1989.

110 Ute Daniel: Arbeiterfrauen in der Kriegsgesellschaft. Beruf, Familie und Politik im Ersten Weltkrieg (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft; 84), (Diss. phil.), Göttingen 1989; vgl. auch: Peter Knoch: Kriegsalltag. Die Rekonstruktion des Kriegsalltags als Aufgabe der historischen Forschung und Friedenserziehung, Stuttgart 1989.

[Seite 15]

Die Ausstellung „Ein Krieg wird ausgestellt“ aus den reichhaltigen Materialien des Frankfurter Historischen Museums war sicherlich der nachhaltigste Versuch einer Kritik an den herrschenden Schichten, mit der gleichzeitigen (vielleicht allzu auffällig aufklärungspädagogisch aufgeladenen) Darstellung des Leides der kleinen Leute. [...] Es ist für den Forschungstrend symptomatisch, daß Bilddokumentationen zum Ersten Weltkrieg in jener Zeit nicht dem universitären Schrifttum entsprangen, sondern allein dem populären Buchmarkt der hohen Auflagen.29 Es ist auch für die charakteristische Ausrichtung der deutschen Forschung allein auf die Kriegsschuld (auch eine Art der „Verspätung") symptomatisch, daß beispielsweise Paul

[Seite 16]

Fussels [sic] Buch über die kulturelle „Verarbeitung“ des Krieges,30 das wie kein anderes die Alltagserfahrung des Krieges mit der Geschichte kollektiver Erinnerung und Ideologien zu verbinden verstand, in Deutschland keine Nachahmer fand.31

Der Weg hin zu einer Geschichte des Ersten Weltkrieges „von unten“ wurde - zunächst noch methodisch tastend — mit Volker Ullrichs Studie über Hamburg im Ersten Weltkrieg mit dem damals noch einigermaßen provozierenden Titel „Kriegsalltag" beschritten.32 Hier galt das Interesse dem Leben der Bevölkerung, dem Augusterlebnis, der Einquartierung, Lebensmittelzuteilung, Arbeit, soziale Bewegung usw. Aber der Quellenbestand war eigentlich noch gefiltert durch den Blick „von oben“, von seiten der diversen Verwaltungs- und Überwachungs-Behörden. [...] 36 [...]

Was die Entwicklung des alltagsgeschichtlichen Trends hin zu historischer Wissenschaft angeht, so ist hier vor allem die beeindruckende Studie von Ute Daniel über die Frauen in der deutschen Kriegsgesellschaft38 zu erwähnen, [...]


29 Vgl. H. Dollinger, Der Erste Weltkrieg in Bildern und Dokumenten, München 1965; C. Zentner, Illustrierte Geschichte des Ersten Weltkrieges, München 1980; Der Erste Weltkrieg in alten Ansichten, hrsg. von G. Meinhardt, Zaltbommel 1979; Der l. Weltkrieg im Bild, hrsg. von A. Paulus, Wiesbaden 1979.

30 P. Fussel [sic], The Great War and modern memory, Oxford 1975.

31 Ähnliches gilt für J.-J. Beckers Studie über die Franzosen im Weltkrieg, der ebenfalls die Alltagserfahrung über eine Vielzahl von Quellen mit der symbolischen Überlieferung des Krieges konfrontiert, im ständigen Zusammenspiel von Mentalität, Ideologie, Propaganda und Erfahrung - woraus noch eine politische Geschichte des Krieges resultiert: Becker, Les Francais dans la Grande Guerre; ähnlich „dicht" und vielfältig politikgeschichtlich wie alltagsmentalitäten- und ideologiegeschichtlich orientiert auch: J. B. Duroselle, La France et les Français 1914-1920, Paris 1972.

32 V. Ullrich, Kriegsalltag. Hamburg im Ersten Weltkrieg, Köln 1982; vgl. hierzu und zu anderen Lokalstudien in Bezug auf das „Augusterlebnis": G. Krumeich, L'entrée en guerre en Allemagne, in: Les sociétés européennes et la guerre de 1914-1918, hrsg. von J.-J. Becker/S. Audoin-Rouzeau, Paris 1990; Kriegsbegeisterung und mentale Kriegsvorbereitung. Interdisziplinäre Studien, hrsg. von M. van der Linden/G. Mergner, Berlin 1991, besonders ebenda den Beitrag: W. Kruse, Die Kriegsbegeisterung im Deutschen Reich zu Beginn des Ersten Weltkrieges, S. 73-87; August 1914: Ein Volk zieht in den Krieg, hrsg. von der Berliner Geschichtswerkstatt, Berlin 1989.

36 Kriegsalltag. Die Rekonstruktion des Kriegsaltags [sic] als Aufgabe der historischen Forschung und Friedenserziehung, hrsg. von P. Knoch, Stuttgart 1989.

38 U. Daniel, Arbeiterfrauen in der Kriegsgesellschaft. Beruf, Familie und Politik im Ersten Weltkrieg, Göttingen 1989

Anmerkungen

Ungekennzeichnete Übernahme, wobei auch vor dem umfangreichen annotierten Fußnotenapparat nicht haltgemacht wird. Krumeich selbst wird nicht erwähnt.

Sichter
(Graf Isolan), Sotho Tal Ker

[2.] Uo/Fragment 053 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-14 20:15:44 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Krumeich 1993, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 1-30, 101-103, 105-114
Quelle: Krumeich 1993
Seite(n): 16, 17, 19, 20, Zeilen: 16:34-43; 17:14-27; 19:31-43 - 20:1-3
[In der Entwicklung des alltagsgeschichtlichen Trends zu einer Wissenschaft ist vor] allem die beeindruckende Studie von Ute Daniel über die Frauen in der deutschen Kriegsgesellschaft erwähnenswert.110 Es ist eine besonders gelungene Synthese von sozialgeschichtlicher Forschung mit einer neuen Sensibilität für die Alltagsgeschichte im Krieg. Sie beschreibt u. a., wie sich das Fehlen der Väter auf die Erziehung und das Selbstbewusstsein der Arbeiterjugend auswirkte, welche neuen Rollen den Müttern zufielen und wie sich die Emotionalität der Familienbeziehung ebenso wie die Einstellung zur Sexualität veränderte. Bei dieser auf allen Ebenen angestrebten Individualisierung des Kriegserlebnisses spielt konsequenterweise auch die Bildlichkeit eine wichtige Rolle. Während sich in den wissenschaftlichen Arbeiten der 60er und 70er Jahre ein geradezu systematischer Verzicht auf Bildquellen feststellen lässt, werden heutzutage wesentlich stärker Bildquellen aller Art miteinbezogen. Diese Tendenz ist sehr deutlich in dem Bildband von Jay M. Winter, „The Experience of World War I“ (Cambridge 1988), erkennbar.111 Hier wird zwischen dem Krieg der Soldaten, dem der Generäle und dem der Zivilisten unterschieden. Lebenswelten und Kriegserfahrung werden sowohl differenziert als auch in einer neuen Synthese betrachtet.

Ein unerschöpfliches Thema zeitgemäßer Mentalitäten-Erforschung ist das Zusammentreffen von Merkmalen in gesellschaftlichen Mythen mit modernen radikalen Gedankengängen.112 Die sorgfältige, kritische Erforschung des Langemark- [sic!] und Verdun-Mythos zeigt deren innige Verbindung mit Propaganda, Ideologie und politischer Aktion. Hüppaufs innovatorisches Konzept des „wort- und ideenarmen Mythos“ führt unmittelbar zur Ikonographie des ebenso gefährlich wie faszinierend ridikülen „Stahlblicks“ der Frontkämpfer in der Jüngerschen oder der primitiveren Schauweckerschen Variante. An das Faszinosum einer „Mentalität der leeren Horizonte“, das die faschistischen Mordprogramme aufgriffen, knüpft die unbegreifbare, aber erlebte Destruktivität des Krieges an. Im Nationalsozialismus wurde die Umstrukturierung der kollektiven Mentalitäten endgültig vollzogen.113 Die Besonderheit und gleichzeitige Attraktivität des Nationalsozialismus war die Mischung von kühner, revolutionärer Weiterführung bestehender gesellschaftlicher Mythen und kollektiver Überzeugungen mit [einer opportunistischen Übernahme vorherrschender Meinungen.]


110 Ute Daniel: Arbeiterfrauen in der Kriegsgesellschaft. Beruf, Familie und Politik im Ersten Weltkrieg (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft; 84), (Diss. phil.), Göttingen 1989; vgl. auch: Peter Knoch: Kriegsalltag. Die Rekonstruktion des Kriegsalltags als Aufgabe der historischen Forschung und Friedenserziehung, Stuttgart 1989.

111 Erschienen im Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1993; vgl. auch: J. M. Winter: Kriegsbilder: Die bildende Kunst und der Mythos der Kriegsbegeisterung, in: Interdisziplinäre Studien, hrsg. von M. van der Linden, G. Mergner, 1991, S. 89-112.

112 In dieser Hinsicht ist das sehr literarische Buch von Modris Eksteins: Tanz über Graben. Der Erste Weltkrieg und die Geburt der Moderne, Reinbek 1990, vorbildlich.

113 Vgl. zu dieser ebenfalls für Mentalitäten zentralen Dimension den wegweisenden Aufsatz: Ulrich Raulff: Clio in den Dünsten. Über Geschichte und Gerüchte, in: Merkur 44. Jg. (1990), H. 6, S. 461-472; vgl.: Arthur Ponsonby: Lügen in Kriegszeiten, Berlin 1930, eigentlich eine Kritik der Propaganda, zeigt aber deren Wirksamkeit besonders über die gezielte Aufnahme von Gerüchten. Vgl. auch Bedrich Loewenstein: Annäherungsversuche. Geschichte und Psychologie, Pfaffenweiler 1992; sowie den Sammelband: Mentalitäten-Geschichte. Zur historischen Rekonstruktion geistiger Prozesse, hrsg. von U. Raulff, Berlin 1987.

[Seite 16]

36 [...]

Was die Entwicklung des alltagsgeschichtlichen Trends hin zu historischer Wissenschaft angeht, so ist hier vor allem die beeindruckende Studie von Ute Daniel über die Frauen in der deutschen Kriegsgesellschaft38 zu erwähnen, insbesondere wegen der gelungenen Synthese von sozialgeschichtlicher Forschung und einer neuen Sensibilität für die Geschichte des Alltags und des erlebten Kriegs. Die Beschreibung beispielsweise, wie sich das Fehlen der Väter auf die Erziehung und das Selbstbewußtsein der Arbeiter-Jugendlichen auswirkte, welche neuen Rollen den Müttern tatsächlich zufielen, wie sich die Emotionalität der Familienbeziehung genau so veränderte wie etwa die Einstellung zur Sexualität — all dies sind forschungsmäßig äußerst perspektivische

[Seite 17]

Ergebnisse, die auch in Ute Daniels Beitrag zu diesem Band noch einmal kondensiert und weiter ausgearbeitet werden. [...]

Es ist interessant und konsequent, daß mit dieser auf breiter Ebene angestrebten Re-Individualisierung des Kriegserlebnisses auf allen Ebenen auch die Bildlichkeit anfängt, eine wichtige Rolle zu spielen. Während sich bei den wissenschaftlichen Arbeiten der 60er und 70er Jahre ein geradezu systematischer Verzicht auf Bildquellen feststellen läßt (Bildbände wie der von Dollinger waren von vornherein nicht für ein wissenschaftliches Publikum gedacht), so kann man heute doch eine stärkere Einbeziehung von Bildquellen aller Art feststellen, auch bei Arbeiten von vergleichsweise hohem wissenschaftlichen Niveau. Diese Tendenz scheint mir am deutlichsten erkennbar in dem Bildband von Jay M. Winter, „The Experience of World War I" (Cambridge 1988), dessen deutsche Ausgabe gerade vorbereitet wird.43 Hier wird systematisch unterteilt zwischen dem Krieg der Soldaten, dem der Generale und dem der Zivilisten, was wohl auch für einige Zeit der heuristisch fruchtbarste Ansatz sein dürfte, um Lebenswelten und Kriegserfahrung sowohl auszudifferenzieren als auch wieder zu einer neuen Synthese zu vereinen.

[Seite 19]

Die sorgfältige ideologiekritische Erforschung des Langemarck- und Verdun-Mythos zeigt deren innige Verschränkung mit Propaganda, Ideologie und politischer Aktion. Wie in der Konstruktion gesellschaftlicher Mythen gezielt eingesetzte (aber auch einfach überlebende) Atavismen zusammentreffen mit radikal modernen Gedankengängen, ist ein großes Thema zeitgemäßer Mentalitäten-Erforschung.52 Hüppaufs innovatorisches Konzept des „wort- und ideenarmen Mythos“ führt unmittelbar zur verstehenden Ikonographie des ebenso „gefährlichen" wie faszinierend ridikülen „Stahlblicks“ der Frontkämpfer in ihrer Jüngerschen oder — primitiver — Schauweckerschen Variante. Über das Faszinosum einer „Mentalität der leeren Horizonte“, in der die faschistischen Mordprogramme anknüpfen an die unbegriffene aber „erlebte“ Destruktiviät des Krieges, weist der Autor auf die im Nationalsozialismus vollzogene Umstrukturierung der kollektiven Mentalitäten hin. Das war ja die Besonderheit und gleichzeitig auch die Attraktivität des

[Seite 20]

Nationalsozialismus: die Mischung von kühner — „revolutionärer" — Weiterführung bestehender gesellschaftlicher Mythen und kollektiver Überzeugungen bei opportunistischer Übernahme herrschender Meinungen.


36 Kriegsalltag. Die Rekonstruktion des Kriegsaltags [sic] als Aufgabe der historischen Forschung und Friedenserziehung, hrsg. von P. Knoch, Stuttgart 1989.

38 U. Daniel, Arbeiterfrauen in der Kriegsgesellschaft. Beruf, Familie und Politik im Ersten Weltkrieg, Göttingen 1989.

43 Im Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1993; vgl. auch: J. M. Winter, Kriegsbilder: Die bildende Kunst und der Mythos der Kriegsbegeisterung, in: Kriegsbegeisterung und mentale Kriegsvorbereitung, S. 89-112.

52 In dieser Hinsicht ist das oft sehr literarische Buch von M. Eksteins, Tanz über Gräben. Der Erste Weltkrieg und die Geburt der Moderne, Reinbeck 1990, vorbildlich.

54 Vgl. zu dieser ebenfalls für Mentalitäten zentralen Dimension den wegweisenden Aufsatz: U. Raulff, Clio in den Dünsten. Über Geschichte und Gerüchte, in: Merkur 44 (1990), Heft 6, S. 461-472, besonders S. 464 den Hinweis auf Marc Blochs Bemerkungen zu den „fausses nouvelles de guerre" von 1919; vgl.: A. Ponsonby, Lügen in Kriegszeiten, Berlin 1930, eigentlich eine Kritik der Propaganda, zeigt aber deren Wirksamkeit besonders über die gezielte Aufnahme von Gerüchten.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme sind ungekennzeichnet. Setzt die in Uo/Fragment_052_06 begonnene ungekennzeichnete Übernahme der Krumeichschen Beschreibung wegweisender alltagsgeschichtlicher Untersuchungen zum 1. Weltkrieg fort.

Sichter
(Graf Isolan), Sotho Tal Ker

[3.] Uo/Fragment 054 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-14 22:02:21 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Krumeich 1993, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 1-30, 103-107, 111-116
Quelle: Krumeich 1993
Seite(n): 14, 15, 20, 21, Zeilen: 14:19-41; 15:4-13; 20:43-44 - 21:1-2
Die Entstehung von Ideologismen aus der Alltagserfahrung des Weltkrieges ist ein noch weitgehend unbearbeitetes Feld mentalitätshistorischer Forschung. Interessanterweise hat die Forschungsgeschichte des Ersten Weltkrieges in der Diskussion um die ,Alltagsgeschichte' anscheinend keine Rolle gespielt, obwohl auch hier der Erste Weltkrieg der „Vater aller Dinge“ war. Damals erhielt die Massenkommunikation ihre moderne Dimension. Bevölkerungsgruppen, die ortsgebunden und ohne schriftliche Ausdrucksformen lebten, konnten nun aller Welt gezeigt und bekannt gemacht werden. Diese kommunikative Mobilität bedeutete für die Öffentlichkeit eine ungeahnte Perspektive. Die millionenfachen Feldpostbriefe legten ein deutliches Zeugnis für die Bewusstwerdung ab, die sich bei den einfachen Menschen, besonders den bäuerlichen Unterschichten, abspielte. Sie wurden im Krieg zum erstenmal gezwungen, über sich selber und ihre Lebensumstände in schriftlicher Form zu berichten.114 Dabei muss beachtet werden, inwieweit die im Weltkrieg zur alltäglichen Wirklichkeit gewordene Massenpropaganda die kommunikativen Strukturen wie Hör-, Seh- und Lesegewohnheiten veränderte. Ohne diese bürgerlich-militaristischen Vorläufer kann man die nationalsozialistische bzw. faschistische Propaganda nicht verstehen. Derartige Gesichtspunkte überschreiten jedoch den Bereich der unmittelbaren ,Alltagsgeschichte' und führen zur Restrukturierung der Weltgeschichte als MentalitätenGeschichte [sic].115 Wegweisend für eine Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkrieges waren in Deutschland die Arbeiten über Kriegserwartung und Kriegspsychose, die alltagshistorische Erfahrungen mit einbezogen. Am besten wurde dieses in dem von Klaus Vondung 1980 herausgegebenen Sammelband „Kriegserlebnis“ dargestellt.116 Die von Vondung betriebene und gesammelte Forschung war noch der älteren sozialgeschichtlichen und kritischen Historie verpflichtet, die ihren Blick überwiegend auf die Erforschung von Ideologien, Denkmustern und Propaganda der Führungsschichten, der Eliten richtete. „Volkskulturelle“ Gesichtspunkte waren auch hier von sekundärem Interesse. Die bereits weit vorangeschrittene Erforschung der symbolischen Ebene in der Kriegsliteratur, in den Predigten und sogar [in den Soldatenliedern blieb wiederum nur auf Untersuchungen in der „Eliten-Kultur“ beschränkt.]

114 Vgl. Bernd Ulrich: Die Augenzeugen. Deutsche Feldpostbriefe in Kriegs- und Nachkriegszeit 1914-1933 (Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte, Bd. 8), (Diss. phil.), Essen 1997; Benjamin Ziemann: Zum ländlichen Augusterlebnis 1914 in Deutschland, in: Geschichte und Psychologie. Annäherungsversuche, hrsg. von B. Loewenstein, Pfaffenweiler 1992, S. 193— 203; Becker: Les Français, 1980, über das erstmalige Zusammentreffen der verschiedenen Dialekte in den Schützengräben und die Formung einer Nationalsprache; Trevor Wilson: The myriad faces of war, 1914-1918, Cambridge u. a. 1986; Jeffrey T. Verhey: The „spirit of 1914“. The Myth of Enthusiasm and the Rhetoric of Unity in World War I Germany (Diss. phil.), Berkeley 1991 (Der „Geist von 1914„ und die Erfindung der Volksgemeinschaft, übers. v. J. Bauer, E. Nerke, Hamburg 2000).

115 Zu den Dimensionen dieses Konzepts und besonders zu seiner heuristischen Bedeutung, vgl. Raulff: Mentalitäten-Geschichte, 1987, mit deutschen Übersetzungen der wichtigsten mentalitätshistorischen Aufsätze, und ebenda die ebenso knappe wie souveräne Darstellung der Forschungsliteratur, S. 7-15.

116 Klaus Vondung: Kriegserlebnis. Der Erste Weltkrieg in der literarischen Gestaltung und symbolischen Deutung der Nationen, Göttingen 1980.

[Seite 14]

In der Debatte über die Alltagsgeschichte ist bislang nicht hinreichend beachtet worden, in wie großem Maße auch hier der Erste Weltkrieg der „Vater aller Dinge“ war. Erst im Weltkrieg erhielt Massen-Kommunikation ihre moderne Dimension:

Bislang weitestgehend ortsgebundene und schriftlose Bevölkerungsgruppen wurden nun gleichermaßen in „alle Länder“ verbracht und man kann ganz ohne wohlfeilen Zynismus sagen, daß diese Mobilität kommunikative Perspektiven und Interessen erweckte, auf denen sich spätere Öffentlichkeit aufbaute. Die millionenfachen Feldpostbriefe, die auch in unserem Band eine große Rolle spielen, sind unerläßlich für das Bewußtwerden der Unterschichten, zumal der bäuerlichen, die im Krieg zum ersten Mal gezwungen waren und sich daran gewöhnten, sich in schriftlicher Form über sich selber und ihre Lebensumstände zu äußern.21 Und selbstverständlich muß beachtet werden, wie weit die im Weltkrieg zur alltäglichen Wirklichkeit werdende Massenpropaganda über ihre direkten Zielsetzungen hinaus die kommunikativen Strukturen sowie Hör-, Seh- und Lesegewohnheiten in ungeheurem Maße veränderten. Man wird die nationalsozialistische bzw. faschistische Propaganda ohne diese bürgerlich-militaristischen Vorläufer nicht verstehen können. Aber diese Gesichtspunkte überschreiten bereits den Bereich der unmittelbaren „Alltags“-Geschichte und führen in eine weitere Dimension der Forschung, nämlich die Restrukturierung der Weltkriegsgeschichte als Mentalitäten-Geschichte.22

Wegweisend für eine die alltagshistorischen Erfahrungen mit einbeziehende Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkriegs wurden in Deutschland zunächst Arbeiten über Kriegserwartung und Kriegspsychose, am besten vielleicht kondensiert in dem von Klaus Vondung herausgegebenen Sammelband „Kriegserlebnis“.23

[Seite 15]

Die von Vondung betriebene und gesammelte Forschung war jedoch noch insofern der älteren sozialgeschichtlichen und kritischen Historie verpflichtet, als ihr Blick ganz überwiegend auf die Erforschung von Denkmustern, Ideologien und Propaganda der Führungsschichten gerichtet blieb, also im weitesten Sinne auf eine Kultur der Eliten.

„Volkskulturelle“ Gesichtspunkte, im Sinne einer Alltagsgeschichte „von unten“, waren noch von sekundärem Interesse und auch die hier bereits sehr weit vorangetriebene und bahnbrechende Erforschung der symbolischen Ebene im weitesten Sinne der Kriegsliteratur genauso wie der Predigt oder der Soldatenlieder blieb der ideologiekritischen Untersuchung der Elitenkultur verhaftet.

[Seite 20]

Die Entstehung von Ideologismen des

[Seite 21]

Hasses und der Verachtung aus der Alltagserfahrung des Weltkriegs ist ein noch weithin unbeackertes Feld der mentalitätshistorischen Forschung, [...]


21 VgL: B. Ziemann, Das Kriegserlebnis der ländlichen Gesellschaft in Deutschland 1914-1918, ungedr. Magisterarbeit am Friedrich-Meinecke Institut des FB Geschichtswissen-schaften der FU Berlin (Prof. Dr. B. Loewenstein); ders., Zum ländlichen Augusterlebnis 1914 in Deutschland, in: Geschichte und Psychologie. Annäherungsversuche, hrsg. von B. Loewenstein, Pfaffenweiler 1992, S. 193-203; B. Hüppauf, Kriegsfotografie an der Schwelle zum Neuen Sehen, in: Ebenda, S. 205-233; J.-J. Becker, Les Français dans la Grande Guerre. Paris 1980, über das erstmalige Zusammentreffen der verschiedenen Dialekte in den Schützengräben und die Formung einer Nationalsprache; T. Wilson, The myriad faces of war, 1914-1918, Cambridge u. a. 1986.

22 Zu den Dimensionen dieses Konzepts und besonders zu seiner heuristischen Bedeutung, vgl. den Sammelband: Mentalitäten-Geschichte. Zur historischen Rekonstruktion geistiger Prozesse, hrsg. von U. Raulff, Berlin 1987. mit deutschen Übersetzungen der wichtigsten mentalitätshistorischen Aufsätze, vgl. ebenda S. 7-15, die ebenso knappe wie souveräne Darstellung der Forschungsliteratur.

23 Kriegserlebnis. Der Erste Weltkrieg in der literarischen Gestaltung und symbolische Deutung der Nationen, hrsg. von K. Vondung, Göttingen 1980.

Anmerkungen

Keinerlei Hinweis auf die vorhandene Übernahme aus Krumeich (1993).

Sichter
(Graf Isolan), Sotho Tal Ker

[4.] Uo/Fragment 055 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-07-14 22:33:43 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Krumeich 1993, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 1-11, 101-111, 115-120
Quelle: Krumeich 1993
Seite(n): 15, Zeilen: 9--30
[Die bereits weit vorangeschrittene Erforschung der symbolischen Ebene in der Kriegsliteratur, in den Predigten und sogar] in den Soldatenliedern blieb wiederum nur auf Untersuchungen in der „Eliten-Kultur“ beschränkt. Dies gilt auch für den 1986 erschienen Beitrag aus der mentalitätshistorischen Weltkriegsforschung von Dülffer und Holl „Bereit zum Krieg“117 und für den französischen Kolloquienband „Psychoses de guerre“ von 1979.118 Eine abschließende und umfassende Darstellung der ideologiekritischen Untersuchungen der ,Elitekultur‘ findet sich in Mommsens bahnbrechendem Aufsatz über den „Topos vom unvermeidlichen Krieg“. Er wurde gleichzeitig in mehrere Sammelbände jener Jahre aufgenommen.119 Dieser Aspekt ermöglichte gerade in Deutschland den langsamen Übergang von der hochgradig politisch-ideologisch ,aufgeladenen' Weltkriegsforschung in den Jahren der ,Fischer Kontroverse'120 zur späteren Mentalitäten-Erforschung.

117 Jost Dülffer/ Karl Holl: Bereit zum Krieg! Kriegsmentalität im wilhelminischen Deutschland, 1890-1914. Ein Beitrag zur historischen Friedensforschung, Göttingen 1986.

118 Jean-Jacques Becker: 1914: Les Psychoses de Guerre?, Rouen 1979. Eine ähnliche Zusammenstellung kritischer Elitenforschung findet sich auch in einer Reihe Ende der 70er Jahre erschienenen, zum Teil bis heute unübertroffenen Arbeiten, wie: Marieluise Christadler: Kriegserziehung im Jugendbuch. Literarische Mobilmachung in Deutschland und Frankreich vor 1914. Frankfurt/M. 1979; Siegmar Holsten: Allegorische Darstellungen des Krieges 1870-1918. Ikonologische und ideologiekritische Studien (Studien zur Kunst des 19. Jahrhunderts, Bd. 27), (Diss. phil.), München 1976; Karl Hammer: Deutsche Kriegstheologie 1870-1918, München 1971; Klaus Schwabe: Wissenschaft und Kriegsmoral. Die deutschen Hochschullehrer und die politischen Grundfragen des Ersten Weltkrieges, Göttingen u. a. 1969.

119 Z. B. in: Wolfgang J. Mommsen: Der Topos vom unvermeidlichen Krieg. Außenpolitik und öffentliche Meinung im Deutschen Reich im letzten Jahrzehnt vor 1914, in: Bereit zum Krieg!, hrsg. von Jost Dülffer, Karl Holl, Göttingen 1986, S. 194-224.

120 John Anthony Moses: The politics of illusion. The Fischer-controversy in German historiography, London 1975; Immanuel Geiss: Die Fischer-Kontroverse, in: ders.: Studien über Geschichte und Geschichtswissenschaft, Frankfurt/M. 1972, S. 108-198; Volker R. Berghahn: Die Fischer-Kontroverse - 15 Jahre danach, in: Geschichte und Gesellschaft, 6. Jg. (1980), S. 403-419; G. Schöllgen: Griff nach der Weltmacht? 25 Jahre Fischer-Kontroverse, in: Historisches Jahrbuch, 106. Jg. (1986), S. 386-406; Bernd Sösemann: Die Tagebücher Riezlers. Untersuchungen zu ihrer Echtheit, in: Historische Zeitschrift Bd. 236, 125. Jg. (1983), S. 321-369.

„Volkskulturelle“ Gesichtspunkte, im Sinne einer Alltagsgeschichte „von unten“, waren noch von sekundärem Interesse und auch die hier bereits sehr weit vorangetriebene und bahnbrechende Erforschung der symbolischen Ebene im weitesten Sinne der Kriegsliteratur genauso wie der Predigt oder der Soldatenlieder blieb der ideologiekritischen Untersuchung der Elitenkultur verhaftet. Dies gilt genauso für die anderen Sammelbände aus der Frühzeit der mentalitätshistorischen Weltkriegs-Forschung, nämlich Dülffer/Holls „Bereit zum Krieg“24 oder den französischen Kolloquienband über die „Psychoses de guerre“ von 1979.25 Ähnliche Zusammenfügung von Ideologien, Symbolen, Kriegspropaganda und kritischer Elitenforschung findet sich in einer Reihe anderer ebenfalls Ende der 1970er Jahre erschienenen Arbeiten, die zum größten Teil bis heute unüberholt sind, etwa in Marieluise Christadlers „Kriegserziehung im Jugendbuch“, Siegfrieds Holstens Arbeit über die Kriegsmalerei von 1870 bis 1918 und ihren wandelnden allegorischen Gehalt, Karl Hammers „Kriegstheologie“ oder Klaus Schwabes Studie über die deutschen Hochschullehrer im Krieg.26 Wolfgang Mommsens bahnbrechender Aufsatz über den „Topos vom unvermeidlichen Krieg“, der nicht von ungefähr gleich in mehreren Sammelbänden jener Jahre wieder aufgenommen worden ist,27 kann als die Summe dieser ideologiekritischen Untersuchung der herrschenden Elitenkultur angesehen werden. Es war grade dieser Aspekt, der in Deutschland den langsamen Übergang von der hochgradig politischideologisch „aufgeladenen“ Weltkriegsforschung in den Jahren der Fischer-Kontroverse hin zur späteren Mentalitäten-Erforschung ermöglichte.

10 Neben der Arbeit von Jäger, ebenda, besonders: J. A. Moses, The politics of Illusion. The Fischer-controversy in German historiography, London 1975; I. Geiss, Die Fischer-Kontroverse, in: Ders., Studien über Geschichte und Geschichtswissenschaft, Frankfurt a. M. 1972, S. 108-198; V. R. Berghahn, Die Fischer-Kontroverse - 15 Jahre danach, in: Geschichte und Gesellschaft, 6 (1980), S. 403-419; G. Schöllgen, Griff nach der Weltmacht? 25 Jahre Fischer-Kontroverse, in: Historisches Jahrbuch, 106 (1986), S. 386-406.

24 Bereit zum Krieg! Kriegsmentalität im wilhelminischen Deutschland, 1890-1914. Ein Beitrag zur historischen Friedensforschung, hrsg. von J. Dülffer/K. Holl, Göttingen 1986.

25 1914: Les psychoses de guerre?, hrsg. von J.-J. Becker, Rouen 1979.

26 M. Christadler, Kriegserziehung im Jugendbuch. Literarische Mobilmachung in Deutschland und Frankreich vor 1914, 2. Aufl., Frankfurt a. M. 1979; S. Holsten, Allegorische Darstellungen des Krieges 1870 - 1918. Ikonologische und ideologiekritische Studien, München 1976; K. Hammer, Deutsche Kriegstheologie 1870-1918. München 1971; K. Schwabe, Wissenschaft und Kriegsmoral. Die deutschen Hochschullehrer und die politischen Grundfragen des Ersten Weltkrieges, Göttingen u. a. 1969.

27 Zuerst in: 1914: Les psychoses de guerre?; deutsch in: Bereit zum Krieg.; englisch in: Germany in the age of total war, hrsg. von V. R. Berghahn/M. Kitchen, London 1981; jetzt in: W. J. Mommsen, Der autoritäre Nationalstaat. Verfassung, Gesellschaft und Kultur des deutschen Kaiserreiches, Frankfurt a. M. 1991.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Sotho Tal Ker

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