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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Michael G. Neubauer
Titel    Kameraleute im aktuell-dokumentarischen Bereich: Qualifikationen - Tätigkeiten - Perspektiven
Ort    Konstanz
Verlag    UVK Medien
Jahr    1996
Nummer    22
Reihe    Kommunikation audiovisuell
Anmerkung    Zugl.: München, Univ., Diss., 1995
ISBN    3-89669-156-2 (früher: 3-88295-245-8)

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    5


Fragmente der Quelle:
[1.] Uo/Fragment 089 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-17 09:15:47 Hindemith
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Neubauer 1996, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 16-18, 104-109
Quelle: Neubauer 1996
Seite(n): 29, Zeilen: 29:10-15.109-111; 30:16-19
Diese ersten Kameramänner waren auch die Erfinder der Geräte. Sowohl Edison145, als auch die Brüder Lumière und Skladanowsky benutzten ihre Apparate, um reale Vorgänge kinematographisch zu beobachten.

145 Thomas Alva Edison hatte bereits 1889 in den USA ein kinematographisches Aufnahmegerät (ein Projektor folgte 1895) entwickelt. Auch die Einführung des Normalfilms (35mm-Format) geht auf Edison zurück, der durch Teilung von 70mm breitem Eastman-Material dieses Format erhielt. Die durch Edison definierten Maße sind bis heute für den 35mm-Film gültig. Das 70mm-Material wurde 1889 für die Kodak No 1 herausgebracht. Vgl. Hans Köcke: Ein fast vergessenes Datum, in: Bild und Ton, 39. Jg. (1965), H. 12, S. 382-384.

[Seite 29]

Thomas Alva Edison hatte bereits vor den Brüdern Lumière 1889 in den USA ein kinematographisches Aufnahmegerät (ein Projektor folgte 1895) entwickelt. Auch die Einführung des Normalfilms (35mm-Format) geht auf Edison zurück, der durch Teilung von 70mm breitem Eastman-Material dieses Format erhielt. Die durch Edison definierten Maße sind bis heute für den 35mm-Film gültig.16

[Seite 30]

Die ersten Kameramänner waren die Erfinder der Geräte. Sowohl Edison, als auch die Brüder Lumière und Skladanowsky benutzten ihre Apparate, um in beobachtendem Sinne reale Vorgänge kinematographisch zu fixieren.


16 Das 70mm-Material wurde 1889 für die Kodak No 1 herausgebracht. Vgl. Narath 1970, S. 11 f. sowie Hans Köcke: Ein fast vergessenes Datum, in: Bild und Ton, Heft 12/1965, S. 382-384.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die wörtliche Übernahme inkl. Literaturangabe.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[2.] Uo/Fragment 092 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-17 09:44:45 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Neubauer 1996, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 3-10, 12-22, 103-114
Quelle: Neubauer 1996
Seite(n): 29, 30, 31, Zeilen: 29:114-115; 30:101-113; 31:1-21
Für die Anfangszeit des deutschen Films und des Aktualitätenkinos sind als bedeutende Erfinder, Konstrukteure und auch Kameramänner Oskar Messter und Guido Seeber157 zu nennen. Beide stehen für die Entwicklung des aktuell-dokumentarischen Bereiches ihrer Zeit und hatten maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Filmtechnik, auf die Filmwirtschaft und auf das Aktualitätenkino. Experimente und Patententwicklung, Kamera- und Projektorenbau, Filmaufnahme und Bearbeitung, inhaltliche Konzeption sowie Distribution der Filme wurden in der Frühphase noch von einzelnen Unternehmern organisiert. Oskar Messter (1866—1943)158 baute ab 1896 Projektoren und Kameras und belieferte von Anfang an auch ausländische Kunden. Am 15. Juni 1896 verkaufte er seinen ersten Projektor an den russischen Zauberkünstler Rogulino, der eigentlich einen Röntgenapparat wollte. In einem eigenen Kinotheater in Berlin, Unter den Linden 21, betrieb er einen seiner Apparate. Weitere Kinos nutzten Messters zuverlässige Projektionstechnik.159 Schon mit seinen ersten Filmkameras erreichte Messter eine für die damalige Zeit gute Qualität in Bezug auf den Bildstand und die Schärfe. Messters erster Katalog 1897 stellte bereits zwei Filmkameras vor: eine Gebrauchs-Kamera Thaumatograph und einen kleinen Amateur-Kinetographen, der mit angesetztem Filmhalter auch als Projektor fungierte. Filmkassetten verwendete die im Jahr 1900 vorgestellte Kine-Messter, die als handliche transportable Kamera konstruiert war und erfolgreich u. a. von zahlreichen Forschungsreisenden, nach Messters eigenen Angaben von den Afrikaforschern Schillings und Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg sowie von Oberleutnant [Schröder-Stranz auf seiner Nordpolexpedition benutzt wurde.160]

157 Seeber ging von den Kriterien intermittierender Aufnahme und Wiedergabe bei längerer Vorgangsbeobachtung und rein optomechanischem Kopierprozeß mit gleichbleibendem Bildabstand aus. Insbesondere einen gleichbleibenden Bildabstand und die längere Beobachtung von Vorgängen konnte Max Skladanowsky jedoch 1895 nicht bieten. Seine mit Ösen versehenen Schleifenfilme zeigten kurze Einstellungen, die zudem durch Positivkopie manuell mühsam gleichmäßig hintereinandergeklebter Negative reproduziert wurden. Die Aufnahmen auf dem Negativ waren bei Skladanowsky in stark unregelmäßigen Abständen vorhanden, da er zunächst unperforiertes Aufnahmematerial benutzte. Auseinandersetzungen um die Erfindung des Kinos sind vielfach dokumentiert und hatten durchaus nationalen Prestigecharakter. Aber selbst deutsche Kinotechniker (wie etwa Oskar Messter oder Guido Seeber) haben die von Skladanowsky für sich reklamierte Welt-Urheberschaft des Kinos und seiner Technik abgestritten. Vgl. Stiftung Deutsche Kinemathek: Das wandernde Bild. Der Filmpionier Guido Seeber, Berlin 1979, S. 29.

158 Weitere Quellen zu Leben und Werk, zu Firmengründungen und -beteiligungen, zu Patenten, Veröffentlichungen etc. siehe Nachlass Oskar Messter in Bundesarchiv-Koblenz, NL 275. Vgl. auch KINtop Schriften 2: Oskar Messter, Filmpionier der Kaiserzeit, eine Ausstellung des Filmmuseums Potsdams und des Deutschen Museums München 1994.

159 Vgl. Michael G. Neubauer: Kameraleute im aktuell-dokumentarischen Bereich. Qualifikationen - Tätigkeiten - Perspektiven (kommunikation audivisuell, Bd. 22), (Diss. phil.), München 1996, S. 27-41, hier S. 31.

[160 NL 275, 538, Bl. 5, Oskar Messter spricht über die Kriegswochenschau.]

[Seite 29]

[...]18

[Seite 31]

Für die Anfangszeit des deutschen Films und des Aktualitätenkinos sind beispielhaft als bedeutende Erfinder, Konstrukteure und auch Kameramänner Oskar Messter und Guido Seeber vorzustellen. Beide haben maßgeblichen Einfluß auf die Entwicklung der Filmtechnik, der Filmwirtschaft und auch das Aktualitätenkino ausgeübt. Experimente und Patententwicklung, Kamera- und Projektorenbau, Filmaufnahme und -bearbeitung. inhaltliche Konzeption sowie Distribution der Filme od. Films (Übernahme aus dem Englischen) werden in der Frühphase noch von einzelnen Unternehmern besorgt.

Oskar Messter (1866-1943) baute ab 1896 Projektoren und Kameras und belieferte von Anfang an auch ausländische Kunden. In einem eigenen Kinotheater in Berlin (Unter den Linden 21) betrieb er einen seiner Apparate. Noch 1896 folgten weitere Kinos und nutzten Messters zuverlässige Projektionstechnik.21 Schon mit seinen ersten Filmkameras erreichte Messter eine für die damalige Zeit gute Qualität in Bezug auf den Bildstand und die Schärfe. Im Oktober 1896 verkaufte er eine Kamera, während das Gerät von Lumière noch geheimgehalten wurde. Messters erster Katalog von Ende 1897 stellt bereits zwei Filmkameras vor: eine Gebrauchs-Kamera Thaumatograph und einen kleinen Amateur-Kinetographen, der mit angesetztem Filmhalter auch als Projektor fungierte. Filmkassetten verwendete die im Jahr 1900 vorgestellte Kine-Messter, die als handliche transportable Kamera konstruiert war und erfolgreich u.a. von zahlreichen Forschungsreisenden benutzt wurde.22


18 Seeber ging von den Kriterien intermittierender Aufnahme und Wiedergabe bei längerer Vorgangsbeobachtung und rein optomechanischem Kopierprozeß mit gleichbleibendem Bildabstand aus. Insbesondere einen gleichbleibenden Bildabstand und die längere Beobachtung von Vorgängen konnte Max Skladanowsky jedoch 1895 nicht bieten. Seine mit Ösen versehenen Schleifenfilme zeigten kurze Einstellungen, die zudem durch Positivkopie manuell mühsam gleichmäßig hintereinandergeklebter Negative reproduziert wurden. Die Aufnahmen auf dem Negativ waren bei Skladanowsky in stark unregelmäßigen Abständen vorhanden, da er zunächst unperforiertes Aufnahmematerial benutzte. Auseinandersetzungen um die Erfindung des Kinos sind vielfach dokumentiert und hatten durchaus nationalen Prestigecharakter. Aber selbst deutsche Kinotechniker (wie etwa Oskar Messter oder Guido Seeber) haben die von Skladanowsky für sich reklamierte Welt-Urheberschaft des Kinos und seiner Technik abgestritten (vgl. Stiftung Deutsche Kinemathek 1979, S. 29).

21 Vgl. Narath 1966, S. 10.

22 Vgl. ebenda, S. 20 f.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet. Hier stimmen sogar Hervorhebungen überein.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[3.] Uo/Fragment 093 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-17 09:48:24 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Neubauer 1996, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 1-9
Quelle: Neubauer 1996
Seite(n): 31, Zeilen: 19-29
[Filmkassetten verwendete die im Jahr 1900 vorgestellte Kine-Messter, die als handliche transportable Kamera konstruiert war und erfolgreich u. a. von zahlreichen Forschungsreisenden, nach Messters eigenen Angaben von den Afrikaforschern Schillings und Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg sowie von Oberleutnant] Schröder-Stranz auf seiner Nordpolexpedition benutzt wurde.160 Ein 1896 in der Berliner Friedrichstraße 94a in Betrieb genommenes Kunstlichtatelier rüstete Messter mit transportablen Bogenlampen aus. So konnte er zu Beginn des Jahres 1897 beim Presseball in Berlin aktuelle Innenaufnahmen drehen. Messter testete in der Folge die verschiedenen Bogenlampentypen, wobei ihm ein Volontär half, der aus der Elektrobranche kam: der spätere Regisseur Carl Froelich (1875- 1953). Dieser lernte und arbeitete seit 1902 bei Messter, und drehte z.B. 1908 die Folgen einer Verkehrskatastrophe für Messters Aktualitätenschau (Hochbahnkollision am Berliner Gleisdreieck).161

160 NL 275, 538, Bl. 5, Oskar Messter spricht über die Kriegswochenschau.

161 Vgl. Kreimeier: Ufa-Story, 1992, S. 21.

Filmkassetten verwendete die im Jahr 1900 vorgestellte Kine-Messter, die als handliche transportable Kamera konstruiert war und erfolgreich u.a. von zahlreichen Forschungsreisenden benutzt wurde.22

Ein 1896 in Betrieb genommenes Kunstlichtatelier rüstete Messter mit transportablen Bogenlampen aus. So konnte er zu Beginn des Jahres 1897 beim Presseball in Berlin aktuelle Innenaufnahmen drehen. Messter testete in der Folge die verschiedenen Bogenlampentypen, wobei ihm auch ein Volontär half, der aus der Elektrobranche bei ihm eingetreten war: Carl Froelich, der spätere Regisseur.23 Froelich lernte und arbeitete einige Jahre bei Messter, und drehte z.B. 1908 die Folgen einer Verkehrskatastrophe für Messters Aktualitätenschau (Hochbahnkollision am Berliner Gleisdreieck).24


22 Vgl. ebenda, S. 20 f.

23 Vgl. Narath 1966, S. 24. Froelich wurde später noch Präsident der nationalsozialistischen "Reichsfilmkammer".

24 Vgl. Kreimeier 1992, S.21.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet. Die eigentliche Quelle bleibt ungenannt.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[4.] Uo/Fragment 093 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-17 09:51:38 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Neubauer 1996, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 13-14, 19-32, 105-106, 108-113
Quelle: Neubauer 1996
Seite(n): 32, 33, Zeilen: 32:1-2.10-26.101.107-108 - 33:1-2
Die Relation zwischen Aufwand und Ergebnis wurde schon 1911 von Karl W. Wolf-Czapek als Problem erkannt und beschrieben:

„Spätere Generationen mögen über die Schwerfälligkeit lächeln, mit der wir jetzt, mit umfangreichen Apparaten beladen, ausrücken, um schließlich, wenns hoch geht, nach stundenlangen Mühen ein Dutzend starrer Aufnahmen nach Hause zu bringen; heute schon sehen wir das Mißverhältnis zwischen Arbeit und Ergebnis ein [,..].“163

Neben der laufenden Produktion von Tonbildern und Spielfilmen gab es eine rege Tätigkeit im Bereich der Aktualitäten. So zeigte Messter die Überschwemmung in Schlesien 1897, dokumentierte zahlreiche Begebenheiten am Hof zu Berlin und veröffentlichte Bilder von Auslandsreisen des Kaisers (Levante-Reise nach Ägypten, Palästina, Konstantinopel).164 Diese aktuellen Filmberichte waren die Vorläufer der Wochenschau, ein gemischter Wechsel von Hofberichterstattung, Naturkatastrophen, gesellschaftlichen Ereignissen und Sensationen. Außerdem entstanden mehrere Bildungs- und Unterrichtsfilme in zoologischen Gärten. Messter war damit der erste Lehrfilm-Kameramann und -Produzent in Deutschland.165 Für den Übergang vom Aktualitäten-Kino zur regelmäßigen Berichterstattung in Form einer inländischen Wochenschau spielte Messter aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten und organisatorischen Erfahrung eine zentrale Rolle. Noch bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges dominierten in Deutschland ausländische Wochenschauen.166


163 Karl W. Wolf-Czapek: Die Kinematographie. Wesen, Entstehung und Ziele des lebenden Bildes, Berlin 1911, S. 134.

164 NL 275, 538, Bl. 5.

165 Weitere Einsatzmöglichkeiten der Kinematographie in der Pionierzeit waren: Zeitraffung zur Langzeitbeobachtung, medizinischer Operationsmitschnitt, ethnologische Dokumentation.

166 Vor allem das französische Pathé Journal (seit 1906), das mit American Pathé News kooperierte, sowie Éclair Journal (ab 1907) und Gaumont Actualités (ab 1910 - später als Gaumont-Woche) waren präsent.

[Seite 32]

Die Relation zwischen Aufwand und Ergebnis in dieser Zeit wurde schon früh als Problem erkannt und beschrieben:

"Spätere Generationen mögen über die Schwerfälligkeit lächeln, mit der wir jetzt, mit umfangreichen Apparaten beladen, ausrücken, um schließlich, wenns hoch geht, nach stundenlangen Mühen ein Dutzend starrer Aufnahmen nach Hause zu bringen; heute schon sehen wir das Mißverhältnis zwischen Arbeit und Ergebnis ein ..."25

[...] Neben der laufenden Produktion von Tonbildem und Spielfilmen gab es von Anfang an eine rege Produktionstätigkeit im Bereich der Aktualitäten.26 So zeigte er die Überschwemmung in Schlesien 1897, dokumentierte zahlreiche Begebenheiten am Hof zu Berlin und brachte Büder von Auslandsreisen des Kaisers (etwa Levante-Reise nach Ägypten, Palästina, Konstantinopel). Die aktuellen Filmberichte kann man als Vorläufer der Wochenschau ansehen: ein bunter Wechsel von Hofberichterstattung, Naturkatastrophen, gesellschaftlichen Ereignissen und Sensationen. Es entstanden auch mehrere Filme für bildende Zwecke: So drehte Messter ab 1897 in zoologischen Gärten Unterrichtsfilme und war so der erste Lehrfilm-Kameramann und -produzent in Deutschland.27

Beim Übergang vom Aktualitäten-Kino zur regelmäßigen gestalteten Berichterstattung in Form einer inländischen Wochenschau spielte Messter aufgrund seiner vielfältigen Aktivitäten und organisatorischen Erfahrung eine zentrale Rolle. Noch bis zu Beginn des ersten Weltkrieges dominierten in Deutschland ausländische Wochenschauen: Vor allem das französische Pathé-Journal (seit 1906), das mit American Pathé News kooperierte, sowie Eclair-

[Seite 33]

Journal (ab 1907) und Gaumont Actualités (ab 1910 - später als Gaumont-Woche) waren präsent.28


25 Siehe Wolf-Czapek 1911, S. 134.

26 Diese waren dem sonstigen bunten Programm in Varietés beigemischt bzw. liefen in den Aktualitäten-Kinos neben "Tonbildem" (die über synchron gekoppelte Phonographen in kleinen Kinos bei geringer Tonqualität möglich waren).

27 Auch andere seriöse Einsatzmöglichkeiten der Kinematographie wurden in der Pionierzeit entdeckt: Zeitraffung zur Langzeitbeobachtung, medizinischer Operationsmitschnitt, ethnologische Dokumentation. Darüber hinaus sind die als "Aktualitäten" aufgenommenen Szenen als zeitgeschichtliche Dokumente wertvoll. Vgl. Inst, für den Wiss. Film 1981, S. 5 f. Einen guten zeitgenössischen Überblick über Nutzungsmöglichkeiten der Kinematographie bietet Wolf-Czapek 1911, S.110 ff.

28 Auch im Spielfilmbereich überwogen Auslandsproduktionen bei weitem. Frankreich, England, USA, Italien und Dänemark exportierten bis zum Krieg in großem Umfang ins Deutsche Reich.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

(Das Zitat wurde nicht in die Zeilenzählung mit aufgenommen, obwohl die Herkunft im Kontext unverkennbar ist.)

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[5.] Uo/Fragment 094 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-17 12:37:22 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Neubauer 1996, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 1-33 (komplett), 107, 108-112
Quelle: Neubauer 1996
Seite(n): 33, 34, Zeilen: 33:3-27 - 34:1-21
[Für den Aufbau der nationalen Wochenschau] war der inzwischen außerordentlich leistungsfähige Firmenverbund Messter mit Konstruktion, Apparatebau, Operateuren, eigenem Kopierwerk und Vertriebsorganisation bis in die Kinos der geeignete Partner. Hier arbeiteten Fachleute der verschiedenen Bereiche in arbeitsteiliger Produktion zusammen.

Guido Seeber (1879-1940) begann als Photographensohn gemeinsam mit seinem Vater, schon 1896 in und um Chemnitz öffentliche Filmvorführungen mit Erfolg zu organisieren. Ab 1897 drehte Seeber mit einer Messter-Kamera eigene Filme, die er selbst kopierte. Bei Messter wurde ein spezieller Reiseprojektor für Seebers Wanderkino gebaut. Dieser Seeberograph wurde als Warenzeichen eingetragen. Mit dem Seeberophon (einem synchron-gekoppelten Grammophon) ergab sich die lukrative Möglichkeit, „lebende, sprechende, singende, musizierende Riesen-Photographien“ vorzuführen.167 Seeber entwickelte später zahlreiche weitere Verbesserungen und Neukonstruktionen auf fast allen Gebieten der Filmtechnik. Als Kameramann zeigte er Dynamik und Innovationsfreude. Erste Aktualitäten drehte er in Sachsen bei Paraden, Festumzügen, Einweihungen, Turnfesten, Fürstenbesuchen, sowie militärischen und technischen Operationen, wie die Einschiffung und Abfahrt der deutschen China-Truppen im Jahr 1900 oder das Aufsteigen des Zeppelin-Luftschiffes am Bodensee 1908.168 Bis Mitte der 20er Jahre hatte er nach eigenen Angaben knapp 500, meist Aktualitäten- Filme gedreht, nur wenige davon blieben erhalten.169 Ab 1909 war Guido Seeber als technischer Direktor bei der Bioscop-Gesellschaft für künstlerische und organisatorische Entscheidungen mitverantwortlich. Als Kameramann drehte er abendfüllende Filme mit Asta Nielsen.170 Zur Verbesserung der Aufnahmemöglichkeiten plante Seeber für die Bioscop ein Großstudio in Babelsberg, das 1912 in Betrieb ging. Mit eigenem Kopierwerk und zahlreichen Erweiterungen wurde diese Anlage eine der Urzellen der späteren UFA.171 Der Studiobetrieb erforderte bei immer spezielleren Arbeitsabläufen exakte technische Koordination. Während des Krieges errichtete er 1915 eine zentrale Photo- und Filmbildstelle in der Seeflugzeugsversuchsanstalt Warnemünde. Dort entwickelte er einen Maschinengewehr-Zielbildner, eine mit dem MG gekoppelte Filmkamera zur Trefferkontrolle. Er fand mittels Röntgenfotografie die Ursache einer Absturzserie von Propellermaschinen heraus.172


167 Vgl. Neubauer: Kameraleute, 1996, S. 33.

168 vgl. ebd.

169 Vgl. detaillierte Filmografie von Guido Seeber in: Stiftung Deutsche Kinemathek: Guido Seeber, 1979, S. 53.

170 vgl. ebd., S. 58

171 Vgl. Kreimeier: Ufa-Story, 1992, S. 80.

172 Vgl. Stiftung Deutsche Kinemathek: Guido Seeber, 1979, S. 72 f.; vgl. Neubauer: Kameraleute, 1996, S. 34. Nach dem Krieg widmete sich Seeber zunächst wieder in Babelsberg der Reorganisation der Produktion und des Studios und drehte dort. Als die Decla (Deutsche Eclair) den Betrieb in Babelsberg 1920 übernahm, schied er aus und arbeitete dann als freier Kameramann für verschiedene Firmen. Zudem war er ein produktiver Autor. Seine Fachbücher waren Standardwerke für die Kinematographie. Analog zu dem Maschinengewehr-Zielbildner findet sich im Nachlass Messer eine Patentanmeldung ohne Jahresangabe zu einem „Zielübungsgerät zur Feststellung des Abkommens mittels [Lichtbildaufnahme“, siehe NL 275, 421. Weitere Patentanmeldungen siehe bspw. Akte 416: 24. Aug. 1915: Film-Transportvorrichtung für photographische Aufnahmen; Patentanmeldung M58095: Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von photographischen Geländeaufnahmen vom Flugzeug aus, patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Sept. 1916.]

[Seite 33]

Für den Aufbau der nationalen Wochenschau war der inzwischen außerordentlich leistungsfähige Firmenverbund Messter (mit Konstruktion, Apparatebau, Operateuren, eigenem Kopierwerk und Vertriebsorganisation bis in die Kinos) der geeignete Partner. In Messters Betrieben arbeiteten Fachleute der verschiedenen Bereiche weitsichtig koordiniert zusammen.29 Die Herausbildung der arbeitsteiligen Produktion und der Übergang von manufakturähnlicher zu quasi-industrieller Herstellung ist in Deutschland Oskar Messter zu verdanken.

Guido Seeber (1879-1940) begann als Photographensohn gemeinsam mit dem Vater schon 1896 in und um Chemnitz öffentliche Filmvorführungen zu organisieren, die allenthalben Erfolg hatten. Ab 1897 drehte Seeber mit einer Messter-Kamera eigene Filme, die er selbst kopierte. Von Messter bezog er im Lauf der Jahre noch zahlreiche Geräte; auch wurde bei Messter ein spezieller Reiseprojektor für Seebers Wanderkino gebaut.

Dieser Seeberograph wurde als Warenzeichen eingetragen.30 Mit dem Seeberophon (einem synchron-gekoppelten Grammophon) ergab sich die lukrative Möglichkeit "lebende, sprechende, singende, musizierende Riesen-Photographien" vorzuführen. Später entwickelte Seeber zahlreiche weitere Verbesserungen und Neukonstruktionen auf fast allen Gebieten der Filmtechnik. Insbesondere als Kameramann (und damit in dieser Zeit per se auch Kameratechniker) entfaltete Seeber eine enorme Dynamik und Innovationsfreude. Erste Aktualitäten drehte er in Sachsen bei Paraden, Festumzügen, Einweihungen, Turnfesten, Fürstenbesuchen.31 Auch militärische und technische Operationen (wie die Einschiffung und Abfahrt der deutschen China-Truppen im Jahr 1900 oder das Aufsteigen des Zeppelin-Luftschiffes am Bodensee 1908) drehte See-

[Seite 34]

ber. Bis Mitte der 20er Jahre hatte er, nach eigenen Angaben, knapp 500 Filme (meist Aktualitäten) gedreht. Nur wenige davon blieben erhalten.32

Ab 1909 war Guido Seeber als technischer Direktor bei der Bioscop-Gesellschaft für künstlerische und organisatorische Entscheidungen mitverantwortlich. Als Kameramann engagierte er sich stark im Spielbereich und drehte abendfüllende Filme mit Asta Nielsen sowie die Produktion von Tonbildern.33 Zur Verbesserung der Aufnahmemöglichkeiten plante Seeber für die Bioscop ein Großstudio in Babelsberg, das 1912 in Betrieb ging.

Mit eigenem Kopierwerk und zahlreichen Erweiterungen wurde diese Anlage eine der Urzellen der späteren Ufa.34 Der Studiobetrieb erforderte bei immer spezielleren Arbeitsabläufen exakte technische Koordination. Hier waren Seebers Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen sehr hilfreich. Während des 1. Weltkrieges errichtete er 1915 eine zentrale Photo- und Filmbildstelle in der Seeflugzeugsversuchsanstalt Warnemünde. Dort entwickelte er einen MG-Zielbildner (mit MG gekoppelter Filmkamera zur Trefferkontrolle) und fand mittels Röntgenfotografie die Ursache einer Absturzserie von Propellermaschinen heraus.35

Nach dem Krieg widmete sich Seeber zunächst wieder in Babelsberg der Reorganisation der Produktion und des Studios und drehte dort. Als die Decla (Deutsche Eclair) den Betrieb in Babelsberg 1920 übernahm, schied er aus und arbeitete dann als freier Kameramann für verschiedene Firmen.


29 Vgl. Kreimeier 1992, S. 21.

30 Vgl. Stiftung Deutsche Kinemathek 1979, S. 38.

31 Interessant erscheint, daß noch im Jahre 1904 (also immerhin neun Jahre nach den ersten Berliner Vorstellungen) von "Photographien" gesprochen wird, und Seeber als Photograph bezeichnet wird, wenn Zeitungen berichten. Vgl. ebenda, S. 41. Auch W. Dost berichtet im Rückblick auf die Zeit nach 1906, daß Reisephotographen" von großen Firmen in ferne Länder geschickt wurden, um Volksszenen und ethnographische Studien mittels des Kinematographen aufzunehmen. Vgl. Dost 1925, S. 47.

32 Vgl. detaillierte Filmografie Guido Seeber, ebenda, S. 53.

33 Vgl. ebenda, S. 58.

34 Vgl. Kreimeier 1992, S. 80.

35 Vgl. Stiftung "Deutsche Kinemathek 1979, S. 72 f.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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