FANDOM


Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Klaus Sigl
Titel    Vom „Daumenkino“ zum „Münchner Bilderbogen“. Grundlagen und Frühgeschichte des Trickfilms
Sammlung    Von „A“ bis „Zip/Zip“. Trickfilme aus München 1918-1987
Herausgeber    Klaus Sigl
Beteiligte    Münchner Stadtbibliothek und Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Ort    München
Jahr    1987
Seiten    23-31

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Uo/Fragment 348 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 12:10:01 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sigl 1987, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 348, Zeilen: 17-22, 101-103
Quelle: Sigl 1987
Seite(n): 23, Zeilen: 13-22
2.3.5 Der Zeichentrick- und Animationsfilm

Beim Zeichentrick werden die Einzelbilder auf Papier gezeichnet. Ab 1915 setzte sich langsam die transparente Celluloid- (später Cellophan-) Folie im DIN-A4-Format als Zeichenuntergrund durch. Eine Spezialform des Zeichentricks ist der Film ohne Kamera (Handmade-Film188), bei dem direkt mit Farbstiften auf Blankfilm oder durch Einkratzen in Schwarzfilm gearbeitet wird.


188 Der bedeutendste Vertreter des Films ohne Kamera ist Norman McLaren (geb. 1914 in Schottland). Er zeichnete ab 1933 Handmade-Filme in England, ab 1939 in den USA und ab 1941 in Kanada, wo er der Begründer der Trickabteilung des National Film Boards wurde.

[Seite 23]

Techniken des Trickfilms

Beim Zeichentrick werden, wie der Name sagt, die Einzelbilder (Phasen) gezeichnet, früher auf Papier, seit 1915 setzte sich langsam die transparente Celluloid- (später Cellophan-) Folie als Zeichenuntergrund durch, die im allgemeinen etwa DIN-A4-Format hat.

Eine Spezialform des Zeichentricks ist der Film ohne Kamera (Handmade-Film), bei dem direkt auf dem Film garbeitet wird, entweder mit Farbstiften auf Blankfilm oder durch Einkratzen in Schwarzfilm.

Der bedeutendste Vertreter des Films ohne Kamera ist Norman McLaren (geb. 1914 in Schottland). Er zeichnete ab 1933 Handmade-Filme in England, ab 1939 in den USA und ab 1941 in Kanada (wo er der Begründer der Trickabteilung des National Film Boards wurde).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Zusammenhängender Originaltext wird auf Haupttext und Fußnote verteilt.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 349 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-14 12:10:55 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sigl 1987, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 349, Zeilen: 6-10, 104-105
Quelle: Sigl 1987
Seite(n): 27, Zeilen: 6-10, 18-19
Den ersten vollanimierten Zeichenfilm der Welt (2 Minuten) drehte 1907/08 der Franzose Émile Cohl (eigentlich Courtet, 1857-1938).: FANTASMAGORIE (Blendwerk). Von 1907 bis 1921 hat er über 250 Filme gezeichnet, von 1912 bis 1914 arbeitete er in den USA.192

192 Vgl. Klaus Sigl: Vom „Daumenkino“ zum „Münchner Bilderbogen“. Grundlagen und Frühgeschichte des Trickfilms, in: ders.: Von „A“ bis „Zip/ Zip“, 1987, S. 23-33, hier S. 27. 1913 drehte Cohl mit „The Newlyweds“ (Die Jungvermählten) die erste Zeichentrickserie, die später nach dem Baby der Familie, „Snookums“, benannt wurde. - Die Tradition des deutschen Zeichentrickfilms ist von Anfang an eng mit der Geschichte des Werbefilms verbunden. Eine internationale oder deutsche Geschichte des Trickfilms gibt es nicht.

Der erste, der hauptsächlich und über Jahre hinweg Zeichentrickfilme machte, war der Franzose Émile Cohl (eigentlich Courtet, 1857-1938). Von 1907 bis 1921 hat er über 250 Filme gezeichnet und arbeitete 1912-14 in den USA.

1907/08 drehte Cohl „Fantasmagorie“ (Blendwerk), den ersten vollanimierten Zeichenfilm der Welt (2 Minuten);

[...]

1913 schließlich drehte Cohl mit „The Newlyweds“ (Die Jungvermählten) die erste Zeichentrickserie, die später nach dem Baby der Familie, „Snookums“, benannt wurde.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Uo/Fragment 349 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-26 21:36:21 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sigl 1987, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 349, Zeilen: 24-32, 114
Quelle: Sigl 1987
Seite(n): 23-24, 27, Zeilen: 23:23-24.32-36.40-42 - 24:1-5; 27:16-17
Beim Sachtrick werden Materialien wie z. B. Zündhölzer, Knöpfe, Packungen, Plastilin, Modelle oder Schautafeln durch Einzelbildschaltung animiert.194 Beim Puppentrick werden Draht- oder Holz-Gliederpuppen verwendet (nicht zu verwechseln mit den Handpuppen- und Marionettenfilm, die mit laufender Kamera aufgenommen werden). Der erste Puppentrickfilmer war der Pole Ladislaus Starewitsch (Wladislaw Starewicz, 1882 oder 1890-1965), der ab 1910 in Russland und ab 1919 in Frankreich arbeitete. Beim Legetrick (auch Collagetrick genannt) werden zumeist gezeichnete Flachfiguren mit beweglichen Gliedern verwendet. Als Vorlagen können auch Fotos oder grafische Materialien dienen.195

194 Vgl. Sigl: Vom „Daumenkino“ zum „Münchner Bilderbogen“, in: ders., Von „A“ bis „Zip/ Zip“, 1987, S. 23. Erster vollanimierte Sachtrickfilm: 1908 LES ALLUMETTES ANIMÉES (Animierte Streichhölzer) von E. Cohl.

195 Vgl. ebd. Erster Legetrickfilm: 1910 LE TOUT PETIT FAUST (Der ganz kleine Faust), E. [Cohl. - Eine Sonderform des Legetricks ist der Scherenschnittfilm (Silhouettenfilm), dessen bedeutendste Vertreter Lotte Reiniger (1899-1981) und ihr Mann Carl Koch (1892-1963) waren, die 1923-26 unter Mitarbeit von Berthold Bartosch (1893-1968) und Walter Ruttmann (1887-1941) den ersten abendfüllenden Trickfilm der Welt schufen: DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED.]

[Seite 23]

Beim Sachtrick werden Materialien wie z. B. Zündhölzer, Knöpfe, Packungen, Plastilin, Modelle oder Schautafeln durch Einzelbildschaltung in Bewegung versetzt (animiert).

[...]

Beim Puppentrick werden Draht- oder Holz-Gliederpuppen verwendet (nicht zu verwechseln mit dem Handpuppen- und Marionettenfilm, die nicht mit Einzelbildschaltung, sondern mit laufender Kamera aufgenommen werden).

Der erste Puppentrickfilmer war der Pole Ladislaus Starewitsch (Wladislaw Starewicz, 1882 oder 1890-1965), der ab 1910 in Rußland arbeitete und ab 1919 in Frankreich. [...]

Beim Legetrick (auch Collagetrick genannt) werden zumeist gezeichnete Flachfiguren mit beweglichen Gliedern verwendet. Als Vorlagen können auch Fotos oder grafische Materialien dienen.

[Seite 24]

Eine Sonderform des Legetricks ist der Scherenschnittfilm (Silhouettenfilm), dessen bedeutendste Vertreter Lotte Reiniger (1899-1981) und ihr Mann Carl Koch (1892-1963) waren, die 1923-26 unter Mitarbeit von Berthold Bartosch (1893-1968) und Walter Ruttmann (1887-1941) den ersten abendfüllenden Trickfilm der Welt schufen („Die Abenteuer des Prinzen Achmed“) und die 1937 von Berlin nach London emigrierten.

[Seite 27]

1910 „Le tout petit Faust“ (Der ganz kleine Faust), in dem er (aus Zeitersparnis) Flachpuppen mit beweglichen Gliedern verwendete (erster Legetrickfilm);

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

[4.] Uo/Fragment 350 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-10 17:13:53 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sigl 1987, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 350, Zeilen: 1-20, 26-29, 101-105
Quelle: Sigl 1987
Seite(n): 23, 24, 26, Zeilen: 23:10-12; 24:1-5; 26:11-33
[195]

Die grundlegende technische Voraussetzung für den Trickfilm war die Entdeckung des Stopptricks. Als erster verwendete ihn 1896 der Amerikaner Alfred Clark in einer Szene von THE EXECUTION OF MARY, QUEEN OF SCOTS: Maria kniete vor ihrem Henker nieder, die Kamera wurde gestoppt und Maria durch eine Puppe ersetzt; dann wurde die Kamera wieder gestartet und „Maria“ enthauptet. Des öfteren verwendete ab 1896 der Franzose George Méliès (1861-1938) den Stopptrick, um in seinen Filmen fantastische Verwandlungen zu erzeugen. Dies fand sehr schnell viele Nachahmer.196 Die Weiterentwicklung des Stopptricks zum Phasentrick, d. h. zur Einzelaufnahme der heutigen 24 Filmbilder (Phasen) je Sekunde, gelang den Amerikanern James Stuart Blackton (1875-1941) und Albert E. Smith (1874-1958). 1898 drehten sie einen Film mit Stopptrick, um Verwandlungen von Requisiten zu erzeugen. In ihrem Dachatelier waren im Hintergrund auch Wolken zu sehen. Da mit Unterbrechungen gedreht worden war, erschienen plötzlich Wolken, verschwanden und wanderten sprunghaft über die Leinwand. In einem ihrer nächsten Filme (THE HUMPTY DUMPTY CIRCUS) setzten 1898 Blackton und Smith den Phasentrick erstmals bewusst zur Animation von Puppen ein. Ebenfalls 1898 verwendete Georges Méliès den Phasentrick in einigen Werbefilmen, in denen sich Buchstaben „von selbst“ zum Namen des Werbeprodukts formten. 1899 machte Arthur Melbourne Cooper den Werbefilm MATCHES APPEAL und ab 1904 Filmszenen mit animierten Puppen.197 [...]

[...] Um eine einzige Minute Trickfilm herzustellen, müssen bis zu 60 x 24 = 1440 Bildvorlagen (Phasen) gefertigt werden. Die reine Aufnahmezeit von 1 Minute Trickfilm dauert im Schnitt 1 bis 5 Tage.


[195 Vgl. ebd. Erster Legetrickfilm: 1910 LE TOUT PETIT FAUST (Der ganz kleine Faust), E.] Cohl. - Eine Sonderform des Legetricks ist der Scherenschnittfilm (Silhouettenfilm), dessen bedeutendste Vertreter Lotte Reiniger (1899-1981) und ihr Mann Carl Koch (1892-1963) waren, die 1923-26 unter Mitarbeit von Berthold Bartosch (1893-1968) und Walter Ruttmann (1887-1941) den ersten abendfüllenden Trickfilm der Welt schufen: DIE ABENTEUER DES PRINZEN ACHMED.

196 Vgl. Sigl: Vom „Daumenkino“ zum „Münchner Bilderbogen“, in: ders.: Von ,.A“ bis „Zip/Zip“, 1987, S. 26.

197 Vgl. ebd.

[Seite 23]

Um eine einzige Minute Trickfilm herzustellen, müssen bis zu 60 x 24 = 1440 Bildvorlagen (Phasen) gefertigt werden. Das bloße Aufnehmen von 1 Minute Trickfilm dauert im Schnitt 1-5 Tage.

[Seite 24]

Eine Sonderform des Legetricks ist der Scherenschnittfilm (Silhouettenfilm), dessen bedeutendste Vertreter Lotte Reiniger (1899-1981) und ihr Mann Carl Koch (1892-1963) waren, die 1923-26 unter Mitarbeit von Berthold Bartosch (1893-1968) und Walter Ruttmann (1887-1941) den ersten abendfüllenden Trickfilm der Welt schufen („Die Abenteuer des Prinzen Achmed“) und die 1937 von Berlin nach London emigrierten.

[Seite 26]

Stoptrick

Die grundlegende technische Voraussetzung für den Trickfilm war die Entdeckung des Stoptricks. Als erster verwendete ihn 1896 der Amerikaner Alfred Clark in einer Szene von „The Execution of Mary, Queen of Scots“ (Die Enthauptung der schottischen Königin Maria): Maria kniete vor ihrem Henker nieder, die Kamera wurde gestoppt und Maria durch eine Puppe ersetzt; dann wurde die Kamera wieder gestartet und „Maria“ enthauptet. Des öfteren verwendet hat den Stoptrick ab 1896 der Franzose George Méliès (1861-1938), um in seinen Filmen fantastische Verwandlungen zu erzeugen, was sehr schnell viele Nachfolger fand.

Phasentrick

Die Weiterentwicklung des Stoptricks zum Phasentrick, d. h. der Einzelaufnahme der (heute) 24 Filmbilder (Phasen) je Sekunde, gelang den Amerikanern James Stuart Blackton (1875-1941) und Albert E. Smith (1874-1958). Sie entdeckten infolge einer Panne den Phasentrick. 1898 drehten sie einen Film mit Stoptrick, um wie Melies Verwandlungen von Requisiten zu erzeugen. Da sie in einem Dachatelier arbeiteten, waren im Film im Hintergrund auch die Wolken zu sehen, allerdings, weil mit Unterbrechungen gedreht worden war, in seltsamen Erscheinungen: Wolken erschienen plötzlich, verschwanden, wanderten sprunghaft über die Leinwand. - In einem ihrer nächsten Filme („The Humpty Dumpty Circus“/Der Stöpsel-Zirkus, 1898) setzten Blackton und Smith den Phasentrick für eine kurze Sequenz erstmals bewußt zur Belebung (Animation) von Puppen ein.

Ebenfalls 1898 verwendete Georges Méliès den Phasentrick in einigen Werbefilmen, in denen sich Buchstaben „von selbst“ zum Namen des Werbeprodukts formten. 1899 machte Arthur Melbourne Cooper den Werbefilm „Matches Appeal“ (Appell der Zündhölzer) und ab 1904 gelegentlich Filmszenen mit animierten Puppen.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Zum Schluss der Seite hin und in der Fußnote 198 wird wieder der Aufsatz von Fuchs (1987) "dazwischengeschnitten", der derselben Sammlung entstammt, in der schon der von Sigl zu finden ist.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki