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Quelle:Uo/Ulrich und Ziemann 1994

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Titel    Frontalltag im Ersten Weltkrieg. Wahn und Wirklichkeit. Quellen und Dokumente
Herausgeber    Bernd Ulrich, Benjamin Ziemann
Ort    Frankfurt am Main
Verlag    Fischer-Taschenbuch-Verlag
Jahr    1994
Umfang    230 S.
ISBN    3-596-12544-8

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    9


Fragmente der Quelle:
[1.] Uo/Fragment 215 53 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-24 21:42:11 Schumann
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ulrich und Ziemann 1994, Uo

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 215, Zeilen: 53-56
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 135, Zeilen: 1ff
[linke Spalte]

[mittlere Spalte]

ZwT2: Auszeichnung an Offiziere und Mannschaften

[rechte Spalte]

[...]

„Auf vorne klatscht der Kugelregen, Auf hinten fällt der Ordenssegen“

(= Frontspruch über die ungerechte Verteilung von Orden und Auszeichnungen)

35. In der Etappe

35a. Ein Frontspruch über die ungerechte Verteilung von Orden und Aus­zeichnungen lautete:

"Auf vorne klatscht der Kugelregen,

Auf hinten fällt der Ordenssegen."

35a. Zit. nach: H.Wandt, Etappe Gent, Wien/Berlin 21926, S. 88.

Anmerkungen

Ohne Quellenangabe. Woher Uo diesen Spruch nimmt, bleibt völlig ungeklärt. Die Umschreibung ist im wesentlichen identisch.

Angesichts der vielen anderen ungekennzeichneten Übernahmen aus Ulrich und Ziemann (1994) fast schon vernachlässigbar. ("Peanuts")

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Uo/Fragment 229 34 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-24 19:01:49 Schumann
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ulrich und Ziemann 1994, Uo

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 229, Zeilen: 34-41, 103ff
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 90, Zeilen: 4ff
„Eine Granate schlägt vor mir ein, in demselben Augenblicke höre ich den Schall im Trommelfell, das zu vibrieren beginnt; in demselben Augenblicke trifft der Lichtstrahl des krepierenden Geschosses die Netzhaut, in demselben Augenblicke rieche ich die Pulvergase, in demselben Augenblicke fühle ich die Notwendigkeit, Schutz und Deckung zu suchen, in demselben Augenblicke liege ich tief eingefressen im wahrsten Sinne des Wortes im Boden und in demselben Augenblicke setzt die mechanisch bewußte Überlegung ein: wird der nächste Schuß weiter vor oder zurückliegen - also soll ich geradeaus vorwärts oder seitwärts zurücklaufen. Das alles spielt sich im Bruchteil einer Sekunde ab.“30

30 Der Arzt und Psychologe Paul Plaut, während des Krieges selbst Soldat, versucht den Ablauf der Ereignisse minuziös zu rekonstruieren. P. Plaut: Psychographie des Kriegers, in: [Beihefte zur Zeitschrift für angewandte Psychologie, Nr. 21: Beiträge zur Psychologie des Krieges, hrsg. von W. Stern. O. Lipmann, Leipzig 1920, S. 1-123, hier S. 33/34.]

20 g.

Eine Granate schlägt ein: Der Arzt und Psychologe Paul Plaut, während des Krieges selbst Soldat, versucht, den Ab­lauf der Ereignisse minuziös zu re­konstruieren:

»Eine Granate schlägt vor mir ein, in demselben Augenblicke höre ich den Schall im Trommelfell, das zu vibrieren be­ginnt; in demselben Augenblicke trifft der Lichtstrahl des krepierenden Geschosses die Netzhaut, in demselben Augen­blicke rieche ich die Pulvergase, in demselben Augenblicke fühle ich die Notwendigkeit, Schutz und Deckung zu suchen, in demselben Augenblicke liege ich tief eingefressen im wahrsten Sinne des Wortes im Boden und in demselben Au­genblicke setzt die mechanisch bewußte Überlegung ein: wird der nächste Schuß weiter vor oder zurückliegen - also soll ich geradeaus vorwärts oder seitwärts zurücklaufen. Das al­les spielt sich im Bruchteil einer Sekunde ab.«


20g. P. Plaut, Psychographie des Kriegers, in: Beihefte zur Zeitschrift für angewandte Psychologie Nr. 21: Beiträge zur Psychologie des Krieges, hg. v. W. Stern. O. Lipmann, Leipzig 1920, S. 1-123, S. 33/34.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quellensammlung von Ulrich und Ziemann (1994), der dieses Zitat mit identischem Kommentar offensichtlich entnommen wurde.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[3.] Uo/Fragment 236 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-18 14:06:16 Graf Isolan
Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Ulrich und Ziemann 1994, Uo, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 236, Zeilen: 3-16
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 49, Zeilen: 17ff
In seinem 1916 publizierten Aufsatz „Zwischenbetrachtung. Stufen und Richtungen der religiösen Weltablehnung [sic] machte sich auch Max Weber Gedanken über den Kriegstod. Mit Bezug zur kriegerischen Gegenwart umreißt er alle gängigen Spielarten öffentlicher Sinngebungsversuche:

„Und darüber hinaus leistet der Krieg dem Krieger selbst etwas seiner konkreten Sinnhaftigkeit nach, Einzigartiges: in der Empfindung eines Sinnes und einer Weihe des Todes [sic] die nur ihm eigen ist. [...] Und von jenem Sterben, welches gemeines Menschenlos ist und gar nichts weiter, ein Schicksal [sic] welches jeden ereilt, ohne daß je gesagt werden könnte, warum gerade ihn und gerade jetzt, welches ein Ende setzt, wo doch gerade mit steigender Entfaltung und Sublimierung der Kulturgüter ins Unermeßliche hinein stets nur ein Anfang sinnvoll sein zu können scheint: - von diesem lediglich unvermeidlichen Sterben scheidet sich der Tod im Felde dadurch, daß hier, und in dieser Massenhaftigkeit nur hier, der Einzelne zu wissen glauben kann, daß er ,für' etwas stirbt."34


34 Max Weber: Zwischenbetrachtung. Stufen und Richtungen der religiösen Weltablehnung, in: ders.: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen Konfuzianismus und Taoismis. Schriften 1915-1920, Tübingen 1989, S. 479-522, hier S. 492f.

11c. In seinem 1916 publizierten Aufsatz »Zwischenbetrachtung. Stufen und Richtungen der religiösen Weltablehnung« macht sich Max Weber über den Kriegstod Gedanken. Durchaus mit Bezug zur kriegerischen Gegenwart umreißt er damit zugleich im Kern alle gängigen Spielarten öffentlicher Sinngebungsversuche:

»Und darüber hinaus leistet der Krieg dem Krieger selbst etwas, seiner konkreten Sinnhaftigkeit nach, Einzigartiges: in der Empfindung eines Sinnes und einer Weihe des Todes, die nur ihm eigen ist. [...] Und von jenem Sterben, welches gemeines Menschenlos ist und gar nichts weiter, ein Schicksal, welches jeden ereilt, ohne daß je gesagt werden könnte, warum gerade ihn und gerade jetzt, welches ein Ende setzt, wo doch gerade mit steigender Entfaltung und Sublimierung der Kulturgüter ins Unermeßliche hinein stets nur ein Anfang sinnvoll sein zu können scheint: - von diesem lediglich unvermeidlichen Sterben scheidet sich der Tod im Felde dadurch, daß hier, und in dieser Massenhaftigkeit nur hier, der Einzelne zu wissen glauben kann, daß er >für< etwas stirbt.«


11c. M. Weber, Zwischenbetrachtung. Theorie der Stufen und Richtungen religiöser Weltablehnung, in: ders., Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen Konfuzianismus und Taoismis. Schriften 1915-1920, Tübingen 1989, S. 479-522, S. 492/493 (hg. v. H. Schmidt-Glintzer, Max Weber Gesamtausgabe Abt. I, Bd. 19), Erstdruck: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik, Bd. 41/1916, S. 387-421, unter dem Titel: Zwischenbetrachtung. Stufen und Richtungen der religiösen Weltablehnung.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quellensammlung von Ulrich und Ziemann (1994), der dieses Zitat exakt in derselben Auswahl (mit denselben Auslassungen) und mit fast identischem Einleitungstext offensichtlich entnommen wurde. Der Quellenverweis auf Weber selbst ist verballhornt, da der Titel der Erstausgabe einfach für den in der Werkausgabe gewählten Titel gesetzt wird.

B. Ziemann verweist in seiner Rezension der Dissertation von Uo in: Militärgeschichtliche Zeitschrift 62 (2003), explizit auf diese Stelle.

Sichter
(Graf Isolan)

[4.] Uo/Fragment 243 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-24 20:31:08 Graf Isolan
Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Ulrich und Ziemann 1994, Uo, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 243, Zeilen: re.Sp. 30-42
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[linke Spalte]

Gefühl (,human interest')_

[mittlere Spalte]

ZwT 4: In die Heimat beurlaubte Feldgraue auf dem Weg zur nächsten Bahnstation.

ZwT 12: Ein lang entbehrter Luxus: Fronturlauber vor dem „Grande-Café" in Raubaix.

[rechte Spalte]

Aus einem „Merkblatt für Urlauber" vom Dezember 1917:

„Fährst du in Urlaub, so laß den Dreck und die traurigen Gedanken im Graben! [...] Wenn du von deinen Erlebnissen erzählst, so schimpfe nicht, daß es dir schlecht ergangen sei, sondern sei stolz, daß du das Übermenschliche geleistet hast. [...] Wundere dich nicht, wenn deine Stammtischbrüder in der Heimat wenig Notiz von dir nehmen! Ihr Herz ist von dem tatenlosen Abwarten schimmelig geworden - Bringe ihnen eine frische Prise Frontluft und den Humor der vorderen Linie!"36


36 Feldpostbrief F. Lauterbach v. 2.8.1917 von der Westfront, abgedruckt in: Frontalltag im Ersten Weltkrieg, hrsg. von B. Ulrich/ B. Ziemann, Frankfurt/M. 1994, S. 131.

33. »Kommst Du nach Haus«

Aus einem "Merkblatt für Urlauber" vom Dezember 1917:

»Fährst du in Urlaub, so laß den Dreck und die traurigen Gedanken im Graben! [...] Wenn du von dei­nen Erlebnissen erzählst, so schimpfe nicht, daß es dir schlecht ergangen sei, sondern sei stolz, daß du das Übermenschliche gelei­stet hast. [...] Wundere dich nicht, wenn deine Stammtisch­brüder in der Heimat wenig Notiz von dir nehmen! Ihr Herz ist von dem tatenlosen Abwarten schimmelig geworden - Brin­ge ihnen eine frische Prise Frontluft und den Humor der vorderen Linie!«


32h. BA Potsdam, Rep. 92, Nr. 271, Feldpostbriefe an den Verband der Bergarbeiter Deutschlands 1914-18, Brief F. Lauterbach v. 2.8.1917 von der Westfront, Bl. 156.

33. BA Potsdam, Rep. 92, Nr. 305, Bl. 31: Kriegszeitungen und Zeitschriften versch. Fronttruppen Jan. 1915 - Aug. 1918, »Aus Sundgau und Wasgenwald. Feldzeitung der Armeeabteilung B« v. 19.12.1917.

Anmerkungen

Wörtlich und vollständig übernommen. Uo gibt aber die falsche Quellenangabe wieder.

Sichter
(Graf Isolan)

[5.] Uo/Fragment 270 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-24 19:06:29 Schumann
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ulrich und Ziemann 1994, Uo

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 270, Zeilen: 13-26
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 81, Zeilen: 10ff
Auszug aus einer Liste für „Verwendungsmöglichkeiten für Invalide“ (1915):

„[...] Chemische Industrie: Leute ohne Arm oder Fuß können Kanzleidiener. Torwächter oder Wagemeister sein. Beim Fehlen bestimmter Finger einer Hand sind sie verwendbar bei der Erzeugung von Soda, Chlorbarium, chlorsaurem Natron usf. sowie im Magazin, beim Transport, in Kammern und bei Hofarbeiten. [...] Dachdecker: [...] Beindefekte oder Deformitäten disqualifizieren. [...] Färber: Fehlen eines Armes oder Unterarmes macht unverwendbar. (Kunstfuß mit Stelze nicht verwendbar.) [...] Hilfsarbeiter: Verwendung möglich beim Fehlen eines Fußes, eines Auges, des Kieferapparates. [...] Kartonagezuschneider: [...] Ein Auge genügt. Fehlender linker Fuß müßte durch künstliches Bein ersetzt werden. [...] Mechaniker: Beide Arme notwendig. Feinmechaniker können einarmig sein. [...] Photographen: Retoucheure oder Kopisten können den linken Arm oder einzelne Finger sowie ein Auge entbehren. [...] Zahntechniker: Muß beide Hände haben, kann aber künstliche Beine besitzen.“63


63 Der Arbeitsnachweis. Zeitschrift für Arbeitslosigkeit, Arbeitsvermittlung, Auswanderung und innere Kolonisation, hrsg. von E. Schwiedland, R. v. Fürer, Wien 1915, S. 272-279.

19 f.

Den Schwerverwundeten, Arm- und Beinamputierten, halb- oder völlig erblindeten Soldaten wurden in der Regel nur kärg­lich bemessene Renten zugestanden, in ihren alten Beruf konnten sie nur selten zurückkehren. In Deutschland und Österreich-Ungarn war man bemüht, sie umzuschulen und in anderen Berufen unterzubringen. Auszug aus einer Liste für »Verwendungsmöglichkeiten für Invalide« (1915):

»[...] Chemische Industrie: Leute ohne Arm oder Fuß können Kanzleidiener, Torwächter oder Wagemeister sein. Beim Feh­len bestimmter Finger einer Hand sind sie verwendbar bei der Erzeugung von Soda, Chlorbarium, chlorsaurem Natron usf. sowie im Magazin, beim Transport, in Kammern und bei Hofarbeiten. [...]

Dachdecker: [...] Beindefekte oder- Deformitäten dis­qualifizieren. [...]

Färber: Fehlen eines Armes oder Unterarmes macht un­verwendbar. (Kunstfuß mit Stelze nicht verwendbar.) [...]

Hilfsarbeiter: Verwendung möglich beim Fehlen eines Fußes, eines Auges, des Kieferapparates. [...]

Kartonagezuschneider: [...] Ein Auge genügt. Fehlender lin­ker Fuß müßte durch künstliches Bein ersetzt werden. [...]

Mechaniker: Beide Arme notwendig. Feinmechaniker können einarmig sein. [...]

Photographen: Retoucheure oder Kopisten können den linken Arm oder einzelne Finger sowie ein Auge entbehren. [...]

Zahntechniker: Muß beide Hände haben, kann aber künstliche Beine besitzen.«


19f. Der Arbeitsnachweis. Zeitschrift für Arbeitslosigkeit, Arbeitsvermittlung, Auswanderung und innere Kolonisation, hg. v. E. Schwiedland, R. v. Fürer, Wien 1915, S. 272-279.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quellensammlung von Ulrich und Ziemann (1994), der dieses Zitat exakt in derselben Auswahl (mit denselben Auslassungen) und mit identischer Überschrift offensichtlich entnommen wurde.

Überschneidet sich mit Uo/Fragment_270_01, was sich dadurch erklärt, dass Ulrich auch der Autor der Quelle jenes Fragments ist.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[6.] Uo/Fragment 274 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-24 19:13:40 Schumann
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ulrich und Ziemann 1994, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 274, Zeilen: re. Sp. 24-40
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 81-82, Zeilen: 81:32ff - 82:1ff
[linke Spalte]

Nähe_

[mittlere Spalte]

Arbeiter, Männer und Söhne

[rechte Spalte]

Gerüchte um „Geheimlazarette", in denen verstümmelte Soldaten vor den Angehörigen versteckt gehalten wurden, kursierten den ganzen Krieg über. Ihren Grundgedanke dürften sie aus den durch Artilleriegeschosse verursachten schwersten Verletzungen haben, die zur Amputation beider Arme und Beine (sog. „Korbmenschen") und entsetzlichen Verstümmelungen des Gesichts führten. Diese Menschen wurden in Speziallazaretten behandelt und brachen nicht selten jeglichen Kontakt mit den Angehörigen ab. Auf jeden Fall spiegelten die Gerüchte um sie die tiefe, verzweifelte Hoffnung vieler Angehöriger wider, den als „gefallen" oder „vermisst" gemeldeten Bruder, Sohn oder Ehemann doch noch lebend wiederzusehen.

19 g. (siehe auch Dok. 20 i)

Gerüchte um »Geheimlazarette«, in denen verstümmelte Sol­daten vor den Angehörigen versteckt gehalten wurden, kur­sierten den ganzen Krieg über. Ihren realen Kern dürften sie in den durch Artilleriegeschosse verursachten, schwers­ten Verletzungen haben, die zur Amputation beider Arme und Beine (sogenannte »Korbmenschen«) und entsetzlichen Ver­stümmelungen des Gesichts führten. Diese Menschen wurden in Speziallazaretten behandelt und brachen nicht selten jeg­lichen Kontakt mit den Angehörigen ab. Auf jeden Fall spiegelten die Gerüchte um sie die tiefe, verzweifelte Hoffnung vieler Angehöriger wider, den als »gefallen« oder »vermißt« gemeldeten Bruder, Sohn oder Ehemann doch noch lebend wie­derzusehen.

Anmerkungen

Fast identisch, ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[7.] Uo/Fragment 309 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-24 19:20:47 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ulrich und Ziemann 1994, Uo

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 309, Zeilen: re.Sp. 17-19, 101-102
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 125-126, Zeilen: 125:26ff - 126:1ff
[linke Spalte]

Gefühl (,human interest')_

[mittlere Spalte]

Anteilnahme an den Geburtstagsfeierlichkeiten, Ehrung

[rechte Spalte]

Unmut entstand immer wieder durch völlig unsinnige Befehle, deren Realisierung Menschenleben gefährdete.

„Voller Empörung hat mir einmal ein Meldeläufer eine Meldung gezeigt, die er, nachdem sie durch einen anderen Läufer an die falsche Stellung gelangt war, durch das dichteste Sperrfeuer tragen mußte. Er kam ins dichteste Sperrfeuer und sah nach, ob denn diese Meldung so wichtig ist. Die Meldung lautete:

Infanterie-Regiment Kirchbach 7.10.1917. Regimentsbefehl. Hindenburgs Dank104 ist aus den Zeitungen auszuschneiden und in Quartieren, in Unterständen usw. anzuschlagen. [...] Wegen dieses Befehls mußten zwei Leute durch das dichteste Sperrfeuer laufen."105


104 Mit „Hindenburgs Dank“ ist dessen Antwort auf die zahlreichen Gratulationen und Ehrungen anlässlich seines siebzigsten Geburtstages am 2. Oktober 1917 gemeint.

105 Der Dolchstoß-Prozess in München Oktober-November 1925. Eine Ehrenrettung des deutschen Volkes. Zeugen- und Sachverständigen-Aussagen, München 1925, S. 108 (Aussage Erich Kuttner), in: Ulrich/ Ziemann: Wahn und Wirklichkeit, 1994, S. 125.

30. »Hindenburgs Dank«

Unmut entstand immer wieder durch völlig unsinnige Be­fehle, de­ren Realisierung Menschenleben gefährdete. Mit »Hin­denburgs Dank«, um den es im folgenden Bericht geht, ist dessen Antwort auf die zahlreichen Gratulationen und Ehrun­gen anläßlich seines 70sten Geburtstages am 2. Oktober 1917 gemeint:

»Voller Empörung hat mir einmal ein Meldeläufer eine Mel­dung gezeigt, die er, nachdem sie durch einen anderen Läu­fer an die falsche Stellung gelangt war, durch das dich­teste Sperrfeuer tragen mußte. Er kam ins dichteste Sperr­feuer und sah nach, ob denn diese Meldung so wichtig ist. Die Meldung lautete: >Infanterie-Regiment Kirchbach 7.10.1917. Regimentsbefehl. Hin­denburgs Dank ist aus den Zei­tungen auszuschneiden und in Quar­tieren, an Unterständen usw. anzuschlagen. [...]< Wegen dieses Befehls mußten zwei Leute durch das dichteste Sperrfeuer laufen.«


30. Der Dolchstoß-Prozeß in München Oktober-November 1925. Eine Ehrenrettung des deutschen Volkes. Zeugen- und Sachverständigen-Aussagen, München 1925, S. 108 (Aussage Erich Kuttner).

Anmerkungen

Nicht nur das Zitat, sondern auch die erläuternden Kommentare stammen aus Ulrich und Ziemann (1994). Der Titel der Quelle ist hier nur unvollständig wiedergegeben.

Als ungekennzeichnete Übernahme wurden hier nur die Zeilen gezählt, die die Erläuterung der Quelle fast identisch wiedergeben.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[8.] Uo/Fragment 311 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-18 14:07:21 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ulrich und Ziemann 1994, Uo

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 311, Zeilen: re.Sp. 1-50
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 100, 102, Zeilen: 100:5-37 - 102:1-3
Die für die Sturmtruppen ausgesuchten oder auch freiwilligen Soldaten waren in der Regel hochmotiviert. Einige der Sturmbataillone bildeten nach dem Krieg den Grundstock für die Freikorps, die in den konterrevolutionären u. den gegen die Weimarer Republik gerichteten Kämpfen und Umsturzversuchen eine unheilvolle Rolle spielten. Viele Republik- u. Demokratiegegner der Nachkriegszeit - etwa Ernst Jünger, Werner Beumelburg, Franz Schauwecker - waren im Krieg Stoßtruppoffiziere gewesen. Einen Eindruck von der Aufgabe u. Kampfkraft der Stoßtrupps vermittelt eine Aufstellung ihrer Bewaffnung:

„Der Sturmsoldat war so ausgerüstet, daß er möglichst beweglich blieb: Stahlhelm, lederbesetzte Hosen, Bergschuhe mit Wickelgamaschen, Brotbeutel mit eiserner Ration, zwei Feldflaschen, Drahtschere, Gasmaske in Bereitschaftsbüchse, Handgranatenausrüstung in zwei Beuteln, [...], großer Spaten oder Kreuzhacke auf dem Rücken und Karabiner umgehängt. Es kamen zwei Arten von Handgranaten zur Verwendung: die Stielhandgranate und die Eierhandgranate. Die Stielhandgranate mit Brennzünder-zum Räumen von Unterständen und Beseitigen kleiner Hindernisse-und mit Aufschlagzünder - zum Handgranatenkampf besonders geeignet, weil die Granate beim Aufschlag detonierte. Die Eierhandgranate war zum Angriff kaum verwendbar, da sie bei geringer Wirkung den Werfer stark gefährdete. Sie wurde mehr für die Verteidigung benutzt. Jeder Mann wurde mit der französischen bzw. englischen Handgranate ausgebildet, um die im feindlichen Graben vorhandenen Bestände sofort ausnutzen zu können. [...] Außerdem wurde jeder Mann am deutschen, französischen bzw. englischen Maschinengewehr soweit ausgebildet, daß er im Notfall damit schießen und die einfachsten Ladehemmungen selbst beseitigen konnte. Zu jeder Sturmkompanie gehörte eine Anzahl Granatwerfer 16 (,Priester'). [...] Der kleine Flammenwerfer bahnte den Stoßtrupps den Weg im feindlichen Grabensystem besonders gegen Blockhäuser und stark befestigte Widerstandsnester. [...] Die Reichweite des Strahls betrug 15-20m. Die Wirkung war hauptsächlich eine moralische. [...]"106


106 Helmut Gruss: Die deutschen Sturmbataillone im Weltkrieg. Aufbau und Verwendung (Diss. phil.), Berlin 1939, S. 73/74.

[Seite 100]

20n. Die für die Sturmtruppen ausgesuchten oder auch freiwilligen Soldaten waren in der Regel hochmotiviert. Einige der Sturmbataillone bildeten nach dem Krieg den Grundstock für die Freikorps, die in den konterrevolutionären und den gegen die Weimarer Republik gerichteten Kämpfen und Umsturzversuchen eine unheilvolle Rolle spielten. Viele Republik- und Demokratiegegner der Nachkriegszeit - etwa Ernst Jünger, Werner Beumelburg, Franz Schauwecker - waren im Krieg Stoßtruppoffiziere gewesen. Einen Eindruck von der Aufgabe und Kampfkraft der Stoßtrupps vermittelt eine Aufstellung ihrer Bewaffnung - und die sachlich-brutale Sprache, in der dies in einer Doktorarbeit über Sturmbataillone unmittelbar vor Beginn des Zweiten Weltkrieges geschildert wird:

»Der Sturmsoldat war so ausgerüstet, daß er möglichst beweglich blieb: Stahlhelm, lederbesetzte Hosen, Bergschuhe mit Wickelgamaschen, Brotbeutel mit eiserner Ration, zwei Feldflaschen, Drahtschere, Gasmaske in Bereitschaftsbüchse, Handgranatenausrüstung in zwei Beuteln, [...], großer Spaten oder Kreuzhacke auf dem Rücken und Karabiner umgehängt. Es kamen zwei Arten von Handgranaten zur Verwendung: die Stielhandgranate und die Eierhandgranate. Die Stielhandgranate mit Brennzünder - zum Räumen von Unterständen und Beseitigen kleiner Hindernisse - und mit Aufschlagzünder- zum Handgranatenkampf besonders geeignet, weil die Granate beim Aufschlag detonierte. Die Eierhandgranate war zum Angriff kaum verwendbar, da sie bei geringer Wirkung den Werfer stark gefährdete. Sie wurde mehr für die Verteidigung benutzt. Jeder Mann wurde mit der französischen bzw. englischen Handgranate ausgebildet, um die im feindlichen Graben vorhandenen Bestände sofort ausnutzen zu können. [...] Außerdem wurde jeder Mann am deutschen, französischen bzw. englischen Maschinengewehr soweit ausgebildet, daß er im Notfall damit schießen und die einfachsten Ladehemmungen selbst beseitigen konnte. Zu jeder Sturmkompanie gehörte eine Anzahl Granatwerfer 16 (>Priester<). [...] Der kleine Flammenwerfer bahnte den Stoßtrupps den Weg im feindlichen Grabensystem

[Seite 102]

besonders gegen Blockhäuser und stark befestigte Widerstandsnester. [...] Die Reichweite des Strahls betrug 15-20m. Die Wirkung war hauptsächlich eine moralische. [...]«


20n. H. Gruss, Aufbau und Verwendung deutscher Sturmbataillone im Weltkrieg, Diss. phil. Berlin 1939, S. 73/74.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme. Das Zitat wird identisch übernommen (inkl. derselben Auslassungen).

B. Ziemann verweist in seiner Rezension der Dissertation von Uo in: Militärgeschichtliche Zeitschrift 62 (2003), explizit auf diese Stelle.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[9.] Uo/Fragment 334 38 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-24 21:46:44 Schumann
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ulrich und Ziemann 1994, Uo, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 334, Zeilen: 38-48
Quelle: Ulrich und Ziemann 1994
Seite(n): 159, Zeilen: 26ff
[linke Spalte]

Kommunikationshistorische Elemente

Aktualität_

[mittlere Spalte]

Finanzielle Unterstützung des dritten Kriegsjahres

[rechte Spalte]

Das Deutsche Reich finanzierte den Weltkrieg, indem es sich in großem Maßstab bei der Bevölkerung Geld borgte. In insgesamt neun Kriegsanleihe-Aktionen, zweimal jährlich, wurde dieser Geldtransfer bewerkstelligt. Der Mittelstand spendete reichlich und hoffte auf Verzinsung und Rückzahlung. Dieses Leihgeschäft des Staates setzte ganz auf den Sieg (erst die Niederlage machte das Ausmaß der Geldentwertung klar, die Inflation der 20er Jahre kündigte sich an). Verweigerungen wurden aufmerksam registriert.

41. Gegen die Kriegsanleihe

41a. Das Deutsche Reich finanzierte den Weltkrieg zum nicht geringen Teil dadurch, daß es sich in großem Maßstab bei der Bevölkerung Geld borgte. In insgesamt neun Kriegsan­leihe-Aktionen wurde dieser Geldtransfer bewerkstelligt; insbesondere der Mittelstand spendete reichlich und hoffte auf Verzinsung und Rückzahlung. Dieses Leihgeschäft des Staates setzte ganz auf den Sieg. Erst die Niederlage machte das Ausmaß der damit einhergehenden Geldentwertung klar; die Inflation der frühen zwanziger Jahre kündigte sich an.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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