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Quelle:Ves/Kruse 2003

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Jens Kruse
Titel    Curcumin und synthetische Derivate als umgebungssensitive Fluoreszenzsonden
Ort    Kiel
Jahr    2003
Anmerkung    Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
URL    http://d-nb.info/972041753/34

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein
Fragmente    4


Fragmente der Quelle:
[1.] Ves/Fragment 067 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-06-26 08:41:56 Singulus
Fragment, Gesichtet, Kruse 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Ves

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 10-16
Quelle: Kruse 2003
Seite(n): 4, Zeilen: 4: 14ff
Curcuma longa wird seit langem eine cholagoge Wirkung zugeschrieben. Dabei sind sowohl choleretische als auch cholekinetische Eigenschaften gut belegt [134]. Im Zusammenhang mit der cholagogen Wirkung wurde auch der Einfluss von Curcumin auf Ciclosporin-induzierte Veränderungen der Gallentätigkeit untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass 30 min nach Ciclosporin-Gabe intravenös verabreichtes Curcumin den durch Ciclosporin verursachten reduzierten Gallenfluss und die reduzierte Ausscheidung von Bilirubin und Cholesterol wieder erhöhen kann [135].

134. Deters, M., Siegers, C., Muhl, P., Hansel, W. (1999) Choleretic effects of curcuminoids on an acute cyclosporin-induced cholestasis in the rat. Planta Med 65, 610-3.

135. Deters, M., Siegers, C., Hansel, W., Schneider, K.P., Hennighausen, G. (2000) Influence of curcumin on cyclosporin-induced reduction of biliary bilirubin and cholesterol excretion and on biliary excretion of cyclosporin and its metabolites. Planta Med 66, 429-34.

Curcuma wird seit langem eine cholagoge Wirkung zugeschrieben. Dabei sind sowohl choleretische (die Gallensekretion steigernde) als auch cholekinetische (die Gallenblasenentleerung fördernde) Eigenschaften gut belegt. [...] Im Zusammenhang mit der cholagogen Wirkung wurde auch der Einfluß von Curcumin 6 auf Cyclosporin-induzierte Veränderungen der Gallentätigkeit untersucht. Es konnte gezeigt werden, daß 30 min nach Cyclosporin-Gabe intravenös verabreichtes Curcumin 6 den durch Cyclosporin verursachten reduzierten Gallenfluß und die reduzierte Ausscheidung von Bilirubin und Cholesterol wieder erhöhen kann, [...] (Deters et al., 2000).
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[2.] Ves/Fragment 068 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-06-26 08:48:18 Singulus
Fragment, Gesichtet, Kruse 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Ves

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 2ff (komplett)
Quelle: Kruse 2003
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: 1ff; 6: 1ff
Zahlreiche aktuelle Studien befassen sich mit den anti-kanzerogenen Eigenschaften von Curcumin. In humanen leukämischen Zellen (HL-60 Zellen) induziert die Substanz eine Apoptose, vermutlich im Zusammenhang mit reaktivem Sauerstoff und der Beeinflussung von anti-apoptotischen Proteinen. Über eine Hemmung der Cyclooxygenase-2 (COX-2), die in Krebszellen häufig verstärkt exprimiert wird, kann Curcumin als chemopräventives Agens bei Dickdarmkrebs fungieren [136]. Ein großer Vorteil von Curcumin für diese Indikation könnte in seiner niedrigen Resorptionsrate und dem damit verbundenen erhöhten Auftreten von nicht metabolisiertem Curcumin im Dickdarm liegen [137]. Curcumin-Analoga (z.B. 5- Hydroxy-1,7-bis(3,4-dimethoxyphenyl)-1,4,6-heptatrien3-on) zeigen erstaunlich große antagonistische Effekte am Androgenrezeptor von Prostatakrebs-Zelllinien und sind somit potentielle Agentien gegen Prostatakrebs [138].

1.3.4. Anti-inflammatorische Wirkung

Die anti-inflammatorische Wirkung von Curcumin ist vielfach untersucht worden. Eine detaillierte Untersuchung einer indische Arbeitsgruppe konnte zeigen, dass Curcumin nach peroraler Gabe bei dem Carrageenin-induzierten Ödem-Test als Modell für einen akuten Entzündungsprozess in Mäusen und Ratten einen anti-inflammatorischen Effekt besitzt [139]. Mit demselben Modell wurde auch die Wirkung von lokal injiziertem Curcumin untersucht. Auch hierbei zeigt Curcumin einen anti-inflammatorischen Effekt. Beide Arbeitsgruppen untersuchten auch den anti-inflammatorischen Effekt von Curcumin in Modellen für ein chronisches Entzündungsgeschehen („granuloma pouch“- und „Cotton-pellet“-Modell). Demnach erwies sich die Substanz als etwa halb so wirksam wie Phenylbutazon [139]. Als Wirkmechanismus wird eine Interaktion mit endogenen kortikoidalen Steroiden postuliert, da gezeigt werden konnte, dass Curcumin in adrenalektomisierten Ratten einen geringeren Effekt besitzt. Neuere Untersuchungen bringen die anti-inflammatorische Wirkung von Curcumin in Zusammenhang mit dem Arachidonsäurestoffwechsel. Sowohl eine Hemmung der COX-2- Transkription in mit Gallesäuren und Phorbolestern behandelten humanen gastrointestinalen Epithelzellen [140] als auch eine Hemmung der enzymkatalysierten Oxidation von Mizellgebunden Lipiden durch LOX-1 ist beschrieben [141].


136. Goel, A., Boland, C.R., Chauhan, D.P. (2001) Specific inhibition of cyclooxygenase-2 (COX-2) expression by dietary curcumin in HT-29 human colon cancer cells. Cancer Lett 172, 111-8.

137. Ireson, C., Orr, S., Jones, D.J., Verschoyle, R., Lim, C.K., Luo, J.L., Howells, L., Plummer, S., Jukes, R., Williams, M., Steward, W.P., Gescher, A. (2001) Characterization of metabolites of the chemopreventive agent curcumin in human and rat hepatocytes and in the rat in vivo, and evaluation of their ability to inhibit phorbol ester-induced prostaglandin E2 production. Cancer Res 61, 1058-64.

138. Ohtsu, H., Xiao, Z., Ishida, J., Nagai, M., Wang, H.K., Itokawa, H., Su, C.Y., Shih, C., Chiang, T., Chang, E., Lee, Y., Tsai, M.Y., Chang, C., Lee, K.H. (2002) Antitumor agents. 217. Curcumin analogues as novel androgen receptor antagonists with potential as anti-prostate cancer agents. J Med Chem 45, 5037-42.

139. Srimal, R.C., Dhawan, B.N. (1973) Pharmacology of diferuloyl methane (curcumin), a non-steroidal anti-inflammatory agent. J Pharm Pharmacol 25, 447-52.

140. Zhang, F., Altorki, N.K., Mestre, J.R., Subbaramaiah, K., Dannenberg, A.J. (1999) Curcumin inhibits cyclooxygenase-2 transcription in bile acid- and phorbol estertreated human gastrointestinal epithelial cells. Carcinogenesis 20, 445-51.

141. Began, G., Sudharshan, E., Appu Rao, A.G. (1998) Inhibition of lipoxygenase 1 by phosphatidylcholine micelles-bound curcumin. Lipids 33, 1223-8.

Die antiinflammatorische Wirkung von Curcumin ist vielfach untersucht worden. Eine detaillierte Untersuchung einer indischen Arbeitsgruppe konnte zeigen, daß Curcumin 6 nach peroraler Gabe bei dem Carrageenin-induzierten Ödem-Test als Modell für einen akuten Entzündungsprozeß in Mäusen und Ratten einen antiinflammatorischen Effekt besitzt (Srimal und Dhawan, 1973). Mit demselben Modell wurde auch die Wirkung von lokal injiziertem Curcumin untersucht. Auch hierbei zeigt Curcumin 6 einen antiinflammatorischen Effekt (Mukhopadhyay et al., 1982). Beide Arbeitsgruppen untersuchten auch den antiinflammatorischen Effekt von Curcumin 6 in Modellen für ein chronisches Entzündungsgeschehen („granuloma pouch“- und „cotton pellet“-Modell). Demnach erweist sich die Substanz als etwa halb so wirksam wie Phenylbutazon (Srimal und Dhawan, 1973). Als

Wirkmechanismus wird ein Zusammenwirken mit endogenen kortikoidalen Steroiden postuliert, da gezeigt werden konnte, daß Curcumin 6 in adrenalektomisierten Ratten einen geringeren Effekt besitzt. Neuere Untersuchungen bringen die antiinflammatorische Wirkung von Curcumin 6 in Zusammenhang mit dem Arachidonsäurestoffwechsel. Sowohl eine Hemmung der COX-2-Transkription in mit Gallensäuren und Phorbolestern behandelten humanen gastrointenstinalen Epithelzellen (Zhang et al., 1999) als auch eine Hemmung der enzymkatalysierten Oxidation von Mizell-gebundenen Lipiden durch LOX-1 (Began et al., 1998) ist beschrieben. [...]

Zahlreiche aktuelle Studien befassen sich mit den antikanzerogenen Eigenschaften von Curcumin 6. In menschlichen leukämischen Zellen (HL-60 Zellen) induziert die Substanz eine Apoptose, vermutlich im Zusammenhang mit reaktiven Sauerstoffspezies und der Beeinflussung von antiapoptotischen Proteinen (Kuo et al., 1996). Über eine Hemmung der Cyclooxygenase-2 (COX-2), die in Krebszellen häufig verstärkt exprimiert wird, kann Curcumin 6 als chemopräventives Agens bei Dickdarmkrebs fungieren (Goel et al., 2001). Ein großer Vorteil von Curcumin 6 für diese Indikation könnte in seiner niedrigen Resorptionsrate und dem damit verbundenen erhöhten Auftreten von nicht metabolisiertem Curcumin im Dickdarm liegen (Ireson et al., 2001). Curcumin-Analoga (z.B. 5-Hydroxy-1,7-bis(3,4- dimethoxyphenyl)-1,4,6-heptatrien-3-on) (Abb. 1.3) zeigen erstaunlich große

[Seite 6]

antagonistische Effekte am Androgenrezeptor von Prostatakrebs-Zellinien und sind somit potentielle Agentien gegen Prostatakrebs (Ohtsu et al., 2002).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[3.] Ves/Fragment 069 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-07-01 14:48:46 Schumann
Fragment, Gesichtet, Kruse 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Ves

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 19-29
Quelle: Kruse 2003
Seite(n): 6, Zeilen: 7ff
Sowohl für die Effekte im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit als auch für die anti-inflammatorischen und anti-kanzerogenen Eigenschaften von Curcumin scheinen bei der Mehrzahl der Untersuchungen die anti-oxidativen Eigenschaften dieser Verbindung verantwortlich zu sein. Durch eine Untersuchung zur Hemmung der Lipidperoxidation von mehrfach ungesättigten Fettsäuren durch Ascorbinsäure/Fe2+ konnte gezeigt werden, dass Curcumin in einer Konzentration von 25 μM die Lipidperoxidation zu 50 % hemmt und damit ähnlich potent ist wie bekannte chemische Antioxidantien, z.B. t-Butylhydroxytoluol (BHT) und t-Butylhydroxyanisol (BHA). Als möglicher Mechanismus dieser Hemmung wird eine Chelatisierung von Fe2+ durch die Diketo-Gruppe und eine damit verbundene Hemmung einer Hydroxylradikal-Bildung, analog der anti-oxidativen Wirkung der Kaffeesäure, vermutet. Rajakumar und Rao, die ebenfalls die Hemmung der durch Ascorbinsäure2+ vermittelten [Lipidperoxidation untersuchten, widersprechen dieser Theorie und machen die Phenolstruktur des Curcumins für den anti-oxidativen Effekt verantwortlich.] Sowohl für die Effekte im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit als auch für die antiinflammatorischen und antikanzerogenen Eigenschaften von Curcumin 6 scheinen bei der Mehrzahl der Untersuchungen die antioxidativen Eigenschaften dieser Verbindung verantwortlich zu sein. [...]

Durch eine Untersuchung zur Hemmung der Lipidperoxidation von mehrfach ungesättigten Fettsäuren durch Ascorbinsäure/Fe2+ konnte gezeigt werden, daß Curcumin 6 in einer Konzentration von 25 μM die Lipidperoxidation zu 50 % hemmt und damit ähnlich potent ist wie bekannte chemische Antioxidantien, z.B. t- Butylhydroxytoluol (BHT) und t-Butylhydroxyanisol (BHA). Als möglicher Mechanismus dieser Hemmung wird eine Chelatisierung von Fe2+ durch die Diketo- Gruppe und einer damit verbundenen Hemmung einer Hydroxylradikal-Bildung, analog der antioxidativen Wirkung der Kaffeesäure, vermutet (Pulla Reddy und Lokesh, 1992). Rajakumar und Rao, die ebenfalls die Hemmung der durch Ascorbinsäure/Fe2+ vermittelten Lipidperoxidation untersuchten, widersprechen dieser Theorie und machen die Phenolstruktur des Curcumins für den antioxidativen Effekt verantwortlich.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

[4.] Ves/Fragment 070 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-06-26 08:57:27 Singulus
Fragment, Gesichtet, Kruse 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Ves

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 1-7
Quelle: Kruse 2003
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: 21ff; 7: 1ff
[Rajakumar und Rao, die ebenfalls die Hemmung der durch Ascorbinsäure2+ vermittelten] Lipidperoxidation untersuchten, widersprechen dieser Theorie und machen die Phenolstruktur des Curcumins für den anti-oxidativen Effekt verantwortlich. Die phenolische Hydroxylgruppe reagiert dabei mit freien Radikalen unter Bildung eines Phenoxyradikals, was durch den elektronenliefernden Methoxysubstituenten im Ring und die Möglichkeit der Konjugation mit den Doppelbindungen der Alkylkette noch verstärkt wird [146]. Dies legt den Verdacht nahe, dass in den anti-oxidativen Eigenschaften von Curcumin eine Reihe von pharmakologischen Effekten begründet sind.

146. Rajakumar, D.V., Rao, M.N. (1994) Antioxidant properties of dehydrozingerone and curcumin in rat brain homogenates. Mol Cell Biochem 140, 73-9.

Rajakumar und Rao, die ebenfalls die Hemmung der durch Ascorbinsäure/Fe2+ vermittelten Lipidperoxidation untersuchten, widersprechen dieser Theorie und machen die Phenolstruktur des Curcumins für den antioxidativen Effekt verantwortlich. Die phenolische Hydroxylgruppe reagiert dabei mit freien Radikalen unter Bildung eines Phenoxyradikals, was durch den elektronenliefernden Methoxysubstituenten im Ring und die Möglichkeit der Konjugation mit den

[Seite 7]

Doppelbindungen der Alkylkette noch verstärkt wird (Rajakumar und Rao, 1994). [...] Diese und weitere Erkenntnisse legen den Verdacht nahe, daß in den antioxidativen Eigenschaften von Curcumin 6 eine Reihe von pharmakologischen Effekten begründet sind.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Singulus

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