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Quelle:Xg/Knoll 2003

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Michael Knoll
Titel    Interkulturelle Erziehung zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Zeitschrift    Lehren und Lernen
Datum    Dezember 2003
Jahrgang    29
Nummer    12
Seiten    4-8
Anmerkung    Angaben gemäß Literaturverzeichnis des Autors (vgl. http://mi-knoll.de/40590.html). Das zugehörige Pdf-Dokument trägt die Datierung "Created 27/01/2004" und stellt wohl das OCR eines Scans dar. Xg zitiert Knoll (2003) ohne Herkunftsnachweis allein unter Angabe der Jahreszahl 2003.
URL    http://www.schule-bw.de/unterricht/paedagogik/sprachfoerderung/wissenschaft/4-8.pdf

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    3


Fragmente der Quelle:
[1.] Xg/Fragment 014 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-08-22 10:18:36 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Knoll 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Xg

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 17-31
Quelle: Knoll 2003
Seite(n): 2 (Internetversion), Zeilen: 1-11, 12-14, 17-19
Knoll fasst drei Richtungen innerhalb der Interkulturellen Pädagogik zusammen (vgl. Knoll 2003):

- den begegnungsorientierten Ansatz: Er setzt bei der kulturellen "Differenz" und "Vielfalt“ in der Gesellschaft an. Umgang mit Mitgliedern anderer Nationalität gilt als zentrales Problem der interkulturellen Pädagogik. Dabei wird eine Chance darin gesehen, die Begegnung mit dem jeweils Anderen als Bereicherung zu erleben. Persönlicher Kontakt und Austausch sollen dazu beitragen, dass einerseits alte Vorurteile abgebaut, andererseits neue Einstellungen und Verhaltensweisen aufgebaut werden, die zur gegenseitigen Verständigung und zur sozialen Assimilation der Migrantenkinder beitragen (vgl. Knoll 2003, Nieke 2008).

- den strukturorientierten Ansatz: Er konzentriert sich auf die gesellschaftlichen Strukturen und Ungleichheiten für die Minderheiten. Interkulturelle Pädagogik ist hier ein Aspekt nicht des sozialen Lernens, sondern eher der politischen Bildung. Die Lebensverhältnisse der Zuwanderer müssen verbessert werden. Die diversen Formen der institutionellen Diskriminierung, wirtschaftlichen Ausbeutung und [gesellschaftlichen Marginalisierung müssen beseitigt werden. Nur damit können Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft friedlich und konstruktiv zusammenleben (vgl. Diehm/Radke 1999).]


Diehm, I. /Radke, F. (1999): Erziehung und Migration. Eine Einführung. Stuttgart.

Knoll, M. (2003): Interkulturelle Erziehung zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Nieke, W. (2008): Interkulturelle Erziehung und Bildung. Weltorientierung [sic] im Alltag. 3., aktualisierte Auflage. Wiesbaden.

Innerhalb der interkulturellen Pädagogik kann man heute drei Richtungen unterscheiden:

- den begegnungsorientierten Ansatz: Er setzt bei der kulturellen "Differenz" und "Vielfalt“ der bundesrepublikanischen Gesellschaft an und greift den Umgang mit Mitgliedern anderer Nationalität und Lebensweise als zentrales Problem der interkulturellen Erziehung auf. Dabei wird eine Chance darin gesehen, die Begegnung mit dem jeweils Anderen als existentielle Bereicherung zu erleben. Persönlicher Kontakt und Austausch sollen dazu beitragen, dass einerseits alte Vorurteile und Barrieren abgebaut, andererseits neue Einstellungen und Verhaltensweisen aufgebaut werden, die zur gegenseitigen Verständigung und zur sozialen Assimilation der Migrantenkinder beitragen (vgl. Knoll 1998, Nieke 2000).

- den strukturorientierten Ansatz: Er konzentriert sich auf die gesellschaftlichen Strukturen und Ungleichheiten, denen vornehmlich Zuwanderer ausgesetzt sind und die ihre soziale Integration und politische Partizipation erschweren bzw. verhindern. Interkulturelle Erziehung ist hier ein Aspekt nicht des sozialen Lernens, sondern der politischen Bildung. Damit Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft friedlich und konstruktiv zusammenleben können, genügt es nach dieser Auffassung nicht, dass die Schule persönliche Beziehungen anbahnt und lebendige Partnerschaften aufrechterhält; vielmehr hat sie alle Schülerinnen/Schüler darüber aufzuklären, dass zur Bekämpfung von Nationalismus, Rassismus und Fundamentalismus zunächst und vor allem die Lebensverhältnisse der Zuwanderer verbessert und die diversen Formen der institutionellen Diskriminierung, wirtschaftlichen Ausbeutung und gesellschaftlichen Marginalisierung beseitigt werden müssen (vgl. Diehm/Radke 1999).


I. DIEHM /F.-0. RADKE (1999): Erziehung und Migration. Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer.

M. KNOLL Hrsg. (1998): KuRT HAHN: Reform mit Angenmaß. Ausgewählte Schriften eines Politikers und Pädagogen. Stuttgart: Klett-Cotta.

W. NIEKE (2000): Interkulturelle Erziehung und Bildung. Wertorientierungen im Alltag. Opladen: Leske +Budrich.

Anmerkungen

Hier wird nicht - wie angedeutet - Knoll (2003) referiert, sondern Knoll (2003) wird zwar gekürzt aber im Wortlaut weitgehend eins zu eins inklusive der Literaturverweise ohne Kennzeichnung übernommen.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[2.] Xg/Fragment 015 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-08-22 10:21:33 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Knoll 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Xg

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1-12, (13-14)
Quelle: Knoll 2003
Seite(n): 2 (Internetversion), Zeilen: 13-14, 17-25
[Die diversen Formen der institutionellen Diskriminierung, wirtschaftlichen Ausbeutung und] gesellschaftlichen Marginalisierung müssen beseitigt werden. Nur damit können Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft friedlich und konstruktiv zusammenleben (vgl. Diehm/Radke 1999).

- den bilingualen Ansatz: Er zielt weniger auf Integration und Assimilation als auf Isolation und Segregation ab. Die Bilingualisten haben die Meinung, dass in der Schule die ausländischen Muttersprachen und die dazugehörigen Herkunfts- und Migrantenkulturen als gleichberechtigte Bildungsinhalte eingeführt werden sollen. Der Grund für diese Meinung ist die Annahme, dass die Zuwandererkinder sich andernfalls von ihren Familien entfremden, eine beschädigte Identität entwickeln und ein negatives Selbstwertgefühl ausbilden (vgl. Siebert-Ott 2001).

Trotz den unterschiedlichen Schwerpunkten fokussieren alle drei Ansätzen auf die Problem der Migration.


Diehm, I. /Radke, F. (1999): Erziehung und Migration. Eine Einführung. Stuttgart.

Siebert-Ott, G. (2001): Zweisprachigkeit und Schulerfolg. Die Wirksamkeit von schulischen Modellen zur Förderung von Kindern aus gewanderten Sprachminderheiten. Soest.

Damit Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft friedlich und konstruktiv zusammenleben können, genügt es nach dieser Auffassung nicht, dass die Schule persönliche Beziehungen anbahnt und lebendige Partnerschaften aufrechterhält; vielmehr hat sie alle Schülerinnen/Schüler darüber aufzuklären, dass zur Bekämpfung von Nationalismus, Rassismus und Fundamentalismus zunächst und vor allem die Lebensverhältnisse der Zuwanderer verbessert und die diversen Formen der institutionellen Diskriminierung, wirtschaftlichen Ausbeutung und gesellschaftlichen Marginalisierung beseitigt werden müssen (vgl. Diehm/Radke 1999).

- den bilingualen Ansatz: Er zielt weniger auf Integration und Assimilation als auf Isolation und Segregation ab. Der Grund, warum nach Meinung der Bilingualisten in der bundesdeutschen Schule die ausländischen Muttersprachen und die dazugehörigen Herkunfts- und Migrantenkulturen als gleichberechtigte Bildungsinhalte eingeführt werden sollen, ist die Annahme, dass die Zuwandererkinder sich andernfalls von ihren Familien entfremden, eine beschädigte Identität entwickeln und ein negatives Selbstwertgefühl ausbilden. Manchmal verbindet man mit dem bilingualen bzw. bikulturellen Konzept die weitergehende Forderung, dass sich die deutschen Schülerinnen/Schüler an die neuen Gegebenheiten anpassen und außer den Weltsprachen Englisch und Französisch auch noch die Sprachen ihrer ausländischen Klassenkameraden erlernen sollen (vgl. Siebert-Ott 2001).


I. DIEHM /F.-0. RADKE (1999): Erziehung und Migration. Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer.

G. SIE]3ERT-OrT [sic] (2001): Zweisprachigkeit und Schulerfolg. Die Wirksamkeit von schulischen Modellen zur Förderung von Kindern aus gewanderten Sprachminderheiten. Soest: Landesinstitut für Schule und Weiterbildung.

Anmerkungen

Schließt an die auf der voran gegangenen Seite begonnene Übernahme nahtlos an. Weiterhin bleibt die überwiegend identische Übernahme (inkl. Literaturverweise) ohne jede Kennzeichnung. Ob der übernommene Verweis auf Siebert-Ott (2001) so nach der Kürzung des Originals noch sinnvoll ist, bleibt offen.

Unmittelbar im Anschluss folgt bei Xg ein Abschnitt, der anscheinend von ihr selbst formuliert wurde. Zum Vergleich (ohne Berücksichtigung in der Zeilenzählung) wurde hier der erste Satz mit dokumentiert.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[3.] Xg/Fragment 029 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-08-22 10:27:19 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Knoll 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Xg

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 3-10, (11ff.)
Quelle: Knoll 2003
Seite(n): 5 (Internetversion), Zeilen: 12-13, 23-27, (28ff.)
Wünschen und Wirklichkeit fallen nicht selten auseinander. Tatsächlich scheitern viele Projekte und Vorhaben an der ungenügenden Vorbereitung und an der unreflektierten Durchführung. Lehrerinnen/Lehrer und Erzieherinnen/Erzieher sollten sich über die spezifischen Schwierigkeiten und Gefahren bewusst sein, die beim interkulturellen Lernen auftreten können. Knoll hat ein paar der am häufigsten vorkommenden Probleme und Fehleinschätzungen kurz genannt: „

• Kulturelle Differenzen werden gar nicht mehr wahrgenommen, weil Harmoniebedürfnis und Verständigungswille übermäßig ausgeprägt sind.

• Kulturelle Unterschiede werden - bewusst oder unbewusst - geleugnet, um Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht weiter zu begünstigen.

• Kulturelle Unterschiede werden so fest und streng kategorisiert, dass vorhandene Vor-urteile [sic] und Stereotype bestätigt, nicht beseitigt werden.

• Armut und Benachteiligung von Minderheiten werden so emotional dargestellt, dass nur Unverständnis, Hochmut und Überheblichkeit befördert werden.

• Der Stolz auf die Menschenrechte als Errungenschaft der europäischen Aufklärung verleiht eine moralische Integrität und Überlegenheit, die eine verfeinerte Art der Diskriminierung darstellt.“ (Knoll 2003, S.3)



Knoll, M. (2003): Interkulturelle Erziehung zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Anspruch und Wirklichkeit fallen nicht selten auseinander, und nur zu oft bewirken Lehrerinnen/Lehrer und Erzieherinnen/Erzieher genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollten. [...] Tatsächlich scheitern viele Projekte und Vorhaben an der ungenügenden Vorbereitung und an der unreflektierten Durchführung. Lehrerinnen/Lehrer und Erzieherinnen/Erzieher sollten sich über die spezifischen Schwierigkeiten und Gefahren bewusst sein, die beim interkulturellen Lernen auftreten können. Ein paar der am häufigsten vorkommenden Probleme und Fehleinschätzungen seien zum Schluss kurz genannt:

• kulturelle Differenzen werden gar nicht mehr wahrgenommen, weil Harmoniebedürfnis und Verständigungswille übermäßig ausgeprägt sind

• kulturelle Unterschiede werden - bewusst oder unbewusst - geleugnet, um Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht weiter zu begünstigen

• kulturelle Unterschiede werden so fest und streng kategorisiert, dass vorhandene Vor-urteile [sic] und Stereotype bestätigt, nicht beseitigt werden

• Armut und Benachteiligung von Minderheiten werden so emotional und mitleiderheisehend dargestellt, dass nur Unverständnis, Hochmut und Überheblichkeit befördert werden

• der Stolz auf die Menschenrechte als Errungenschaft der europäischen Aufklärung verleiht eine moralische Integrität und Überlegenheit, die eine verfeinerte Art der Diskriminierung darstellt.

Anmerkungen

Nicht nur der als Zitat gekennzeichnete Teil stammt aus Knoll (2003), sondern bereits der einleitende Absatz ist so fast identisch in der Vorlage zu finden. Hier allerdings unterbleibt eine Kennzeichnung als Zitat.

Der Satzfehler "Vor-urteile" zeigt, dass die Textpassage aus der elektronischen Vorlage kopiert wurde. Der das Verständnis erschwerende Fehler "mitleiderheisehend" in der Quelle wurde aus dem Zitat gelöscht, welches dadurch verfälscht wurde.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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