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Quelle:Yb/Wikipedia Kranzgeld 2005

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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Titel    Kranzgeld
Verlag    (Wikipedia)
Datum    16. Oktober 2005
URL    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kranzgeld&oldid=10029512

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    ja
Fragmente    2


Fragmente der Quelle:
[1.] Yb/Fragment 083 103 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-18 14:56:06 PlagProf:-)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Kranzgeld 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 103-114
Quelle: Wikipedia Kranzgeld 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
396 Vgl. den früheren § 1300 BGB: Als Kranzgeld wurde eine finanzielle Entschädigung bezeichnet, die eine Frau von ihrem ehemaligen Verlobten fordern konnte, wenn sie sich auf Grund eines Eheversprechens von ihm entjungfern ließ und er anschließend das Verlöbnis löste. Gleiches galt für unbescholtene neuverlobte Witwen. Der Anspruch auf Kranzgeld war im deutschen Privatrecht ein Fremdkörper, da ursprünglich nur ein Vermögensschaden durch Vermögenszuwendungen entschädigt werden konnte, die Entehrung der Jungfrau aber ein ideeller Schaden war. Daher war das Kranzgeld im Deutschen Reich (später auch in der Bundesrepublik Deutschland) im Familienrecht geregelt. Die Vorschrift stammte aus dem Jahr 1896 und trat am 1. Januar 1900 in Kraft. Sie lautete: (1) Hat eine unbescholtene Verlobte ihrem Verlobten die Beiwohnung gestattet, so kann sie, wenn die Voraussetzungen des § 1298 oder des § 1299 vorliegen, auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige [Entschädigung in Geld verlangen.] Als Kranzgeld bezeichnete man eine finanzielle Entschädigung, die eine Frau von ihrem ehemaligen Verlobten fordern konnte, wenn sie sich auf Grund eines Eheversprechens von ihm entjungfern ließ und er anschließend das Verlöbnis löste. Gleiches galt für unbescholtene neuverlobte Witwen.

Der Anspruch auf Kranzgeld war im deutschen Privatrecht ein Fremdkörper, da ursprünglich nur ein Vermögensschaden durch Vermögenszuwendungen entschädigt werden konnte, die „Entehrung“ der Jungfrau aber ein ideeller Schaden war. Daher war das Kranzgeld im Deutschen Reich (später auch in der Bundesrepublik Deutschland) im Familienrecht, in § 1300 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), geregelt. Die Vorschrift stammt aus dem Jahr 1896 und trat am 1. Januar 1900 in Kraft. Sie lautete:

(1) Hat eine unbescholtene Verlobte ihrem Verlobten die Beiwohnung gestattet, so kann sie, wenn die Voraussetzungen des § 1298 oder des § 1299 vorliegen, auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld verlangen.

Anmerkungen

Die Fußnote wird auf der folgenden Seite fortgesetzt. Am Ende ist dort die Quelle erwähnt, aber ohne dass eine wörtliche Übernahme gekennzeichnet wäre.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[2.] Yb/Fragment 084 101 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-18 14:59:25 PlagProf:-)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wikipedia Kranzgeld 2005, Yb

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 101-114
Quelle: Wikipedia Kranzgeld 2005
Seite(n): 1 (Onlinequelle), Zeilen: -
(2) Der Anspruch ist nicht übertragbar und geht nicht auf die Erben über, es sei denn, dass er durch Vertrag anerkannt oder dass er rechtshängig geworden ist. - Das Kranzgeld war einer der seltenen Fälle, in denen für einen immateriellen Schaden (Ehrverlust) materieller Ersatz gefordert werden konnte. Begründet wurde der Schadenersatzanspruch damit, dass die Ledige wegen des Verlusts ihrer Jungfräulichkeit geringere Chancen auf eine standesgemäße Heirat mit einem anderen Mann habe. War die Frau hingegen schon vor der „Beiwohnung“ nicht mehr unbescholten, so stand ihr auch kein Kranzgeld zu. - Im Jahr 1993 wurde eine Klage auf ein Kranzgeld von 1.000 DM mit der Begründung abgewiesen, § 1300 BGB verstoße wegen der gewandelten Moralvorstellungen gegen das Grundgesetz und sei nicht mehr anzuwenden. Praktische Bedeutung hatte die Vorschrift zum damaligen Zeitpunkt ohnedies nicht mehr. Sie wurde daher durch das Gesetz zur Neuordnung des Eheschließungsrechtes vom 4. Mai 1998 ersatzlos gestrichen: http://de.wikipedia.org/w /index.php?title=Kranzgeld&printable=yes, zuletzt abgerufen 26. 10. 2005, 11.25 Uhr. (2) Der Anspruch ist nicht übertragbar und geht nicht auf die Erben über, es sei denn, daß er durch Vertrag anerkannt oder daß er rechtshängig geworden ist.

[...]

Das Kranzgeld ist also einer der seltenen Fälle, in denen für einen immateriellen Schaden materieller Ersatz gefordert werden konnte. Begründet wurde der Schadenersatzanspruch damit, dass die Ledige wegen des Verlusts ihrer Jungfräulichkeit geringere Chancen auf eine standesgemäße Heirat mit einem anderen Mann habe. War die Ledige oder die Witwe hingegen schon vor der „Beiwohnung“ nicht mehr „unbescholten“, so stand ihr auch kein Kranzgeld zu. Wobei sich der Begriff „unbescholten“ nicht nur auf die Jungfräulichkeit bezog, sondern auch auf andere Sachverhalte, wie z.B. Gefängnisaufenthalte.

Im Jahr 1993 wurde eine Klage auf ein Kranzgeld in Höhe von 1.000 DM mit der Begründung abgewiesen, der § 1300 BGB verstoße wegen der gewandelten Moralvorstellungen gegen das Grundgesetz und sei deshalb nicht mehr anzuwenden. Große praktische Bedeutung hatte die Vorschrift zum damaligen Zeitpunkt ohnehin nicht mehr. Sie wurde daher durch das Gesetz zur Neuordnung des Eheschließungsrechtes vom 4. Mai 1998 ersatzlos gestrichen.

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt, die wörtlichen Übernahmen sind aber nicht gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith) Schumann

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