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Inzidente Gesetzesprüfung im Vereinigten Königreich: Eine rechtsvergleichende Studie unter Berücksichtigung der Europäisierung des britischen Rechts

von Prof. Dr. Ronald Moeder

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Rm/Fragment 202 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-27 15:39:03 PlagProf:-)
Bradley 1994, Fragment, Gesichtet, Rm, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 202, Zeilen: 1-9, 11-25
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 95, 96, Zeilen: S. 95: 12 ff, S. 96:
[In dieser] Hinsicht äußerte sich auch Lord Diplock in der Entscheidung Garland v. British Rail Engineering Ltd.1158 Eine Antwort auf das eigentliche Problem, wie nämlich Fälle zu behandeln sind, in denen eine europarechtskonforme Auslegung gemäß s. 2 (4) nicht mehr möglich ist, blieb er jedoch schuldig.1159 Das House of Lords suchte ebenfalls, Konflikte zwischen nationalem Gesetzesrecht und Gemeinschaftsrecht um jeden Preis zu vermeiden und bediente sich dabei zunehmend der teleologischen Auslegungsmethode (teleological interpretation)1160, die in römisch-rechtlich orientierten Rechtssystemen selbstverständlich ist1161, in Großbritannien jedoch eher ein stiefmütterliches Dasein genießt1162. Die Law Lords gingen von der Prämisse aus, dass das Parlament unter keinen Umständen ein Gesetz erlassen wolle, dass im Widerspruch zum Gemeinschaftsrecht stünde. In diesem Sinne wurde auch die Auslegung des durch ministerielle Verordnung novellierten Equal Pay Act 1970 vorgenommen. Man interpretierte den geänderten Equal Pay Act 1970 dergestalt, dass die Verpflichtungen des Vereinigten Königreichs aus dem Gemeinschaftsrecht eingehalten wurden. Bei der Auslegungsfindung bediente sich das Gericht der parlamentarischen Debatten, die vor Erlass der Gesetzesänderung stattgefunden hatten, um den gesetzgeberischen Willen richtig zu beurteilen.1161


b. Die Factortame-Rechtsprechung

Weder die Rechtsprechung in Garland noch die anderen Fälle über Diskriminierung aufgrund des Geschlechts1164 behandelten das Problem, wie zu entscheiden ist, wenn Westminster bewusst ein europarechtswidriges Gesetz erlassen haben sollte. Diese Frage wurde erstmals in R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame Ltd.65 aufgeworfen.


1158 [1983] 2 A.C., 751.

1159 Vgl. Bradley (FN 1129), 79 (95).

1160 Vgl. Lister v. Forth Dry Dock and Engineering Co. Ltd. [1990] 1 A.C., 546; vgl. zur Gesetzesauslegung oben § 3 C. I. 2.

1161 Vgl. Palandt / Heinrichs, § 133, Rdnm. 18 ff.

1162 Vgl. oben §3 C. I. 2.

1163 Vgl. Pickstone v. Freemans plc [1988] A.C., 66.

1164 Vgl. Marshall v. Southampton Health Authority [1986] Q.B., 401; Johnston v. Chief Constable of the RUC [1987] Q.B., 129.

1165 [1990] 2 A.C., 85 mit Anmerkung von Gravells, P.L. 1989, 568 ff.

In Garland v. British Rail Engineering Ltd.,63 Lord Diplock stated that where a statute relating to 'British treaty obligations' had to be construed, and the statutory words were reasonably capable - 'without undue straining of the ordinary meaning of language'- off bearing a meaning that was consistent with those treaty obligations, they should be given that meaning. That principle, Lord Diplock said, applied with special force to Community law, but he left open what the effect of section 2 (4) of the 1972 Act would be where a direct conflict between a British Act and Community law existed that could not be resolved by recourse to interpretation.

In reliance on the approach laid down in Garland v. British Rail Engineering Ltd., the House of Lords applied a purposive interpretation to national regulations that were intended to give effect to Community bligations.64 So too, where the Equal Pay Act 1970 had been amended by means of ministerial regulations made under the European Communities Act 1972, the Lords held that the amended text of the Act must be interpreted so as to give effect to the United Kingdom's obligations under mmunity law; in doing this, the court used the debates that took place when the amending regulations were before Parliament to discover the intention behind them.65

Neither in Garland nor in other cases on sex discrimination66 did the question directly arise as to the position should Parliament itself choose to legislate inconsistently with Community law. That issue arose in R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame Ltd.67 [...]


63 [1983] 2 AC 751; and see T. R. S. Allan (1982) Public Law 562.

64 Litster v. Forth Dry Dock and Engineering Co. Ltd. [1990] 1 AC 546.

65 Pickstone v. Freemans plc [1988] AC 66; noted by A.W., Bradley (1988) Public Law 485.

66 Marshall v. Southampton Health Authority [1986] QB 401; Johnston v. Chief Constable of the RUC [1987] QB 129.

67 [1990] 2 AC 85; and see N. Gravells, 'Disapplying an Act of Parliament Pending a Preliminary Ruling', (1989) Public Law 568.

Anmerkungen

Der komplette Gedankengang von Bradley wird mit einem kleinen Rearrangement übernommen, ein vergleichender Halbsatz hinzugefügt (der nicht als Plagiat gewertet wird), ansonsten weitgehend wörtliche Übersetzung von Bradley, der nur in einer "Vgl."-Fußnote genannt wird. Bradley gibt in Fn. 64 den Parteinamen richtig mit "Litster" wieder, bei Rm wird daraus "Lister".

Sichter
SleepyHollow02


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