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Rm/Fragment 100 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Morinola
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 1-24, 101-103
Quelle: Vollmer_1969
Seite(n): 59-60, Zeilen: 8-13, 19-39, 103; 1-2
[Streitentscheidendes Rechtsproblem war damit allein die Frage, ob der von der Commonwealth-Rechtsprechung in R. v. Military Governor (1923)581, Attorney General for New South Wales v. Trethowan (1932) 58 und Harris v. Minister of] the Interior (1952) 583 entwickelte Grundsatz, dass die Erteilung des Royal Assent ein formelles Gesetzgesprüfungsrecht der Gerichte nicht ausschließe, auch auf Gesetzgebungsakte souveräner Gesetzgebungskörperschaften übertragbar sei.

Der Bribery Commissioner vertrat dazu den Rechtsstandpunkt, dass die Souveränität des ceylonesischen Parlaments einem formellen Gesetzesprüfungsrecht entgegenstünde. Der Bribery Amendment Act 1958 sei daher – ungeachtet etwaiger Verfahrensmängel bei seinem Erlass – durch die Erteilung des Royal Assent ein vollwirksames Gesetz geworden, das keinerlei richterlicher Nachprüfung unterliege.584]

Der Privy Council schloss sich dieser Auffassung jedoch nicht an. Er war der Meinung, dass auch der souveräne Gesetzgeber an die jeweiligen Verfahrensvorschriften gebunden sei, und gestand dem Supreme Court of Ceylon insoweit ein formelles Gesetzesprüfungsrecht zu:

„A legislature has no power to ignore the conditions of law-making that are imposed by the instrument which itself regulates the power to make law. This restriction exists independently of the question whether a legislature is sovereign ...A constitution can indeed be altered or amended by the legislature if the regulating instrument so provides and if the terms of those provisions are complied with: and the alteration or amendment may include the change or abolition of these very provisions. The proposition which is not acceptable is that a legislature, once established, has some inherent power derived from the mere fact of its establishment, to make a valid law by the resolution or [sic!] a bare majority which its own constituent instrument has said shall not be a valid law unless made by a different type of majority or by a different legislative process.”585


581 Vgl. § 4 B.

582 Vgl. § 5 A.I.

583 Vgl. § 5.A.II

584 Vgl. FN 584

586 Vgl. § 5 A.II.

Dementsprechend konzentrierte sich der Rechtsstreit auf das Problem, ob der von der Commonwealth-Rechtsprechung entwickelte Grundsatz, daß die Erteilung des ROYAL ASSENT die richterliche Überprüfung des betreffenden Gesetzes auf sein ordenungsmäßiges Zustandekommen nicht ausschließe, auch für Gesetzgebungsakte souveräner Gesetzgebungskörperschaften gelte.

[...]

Der BRIBERY COMMISSIONER meinte hierzu, aus der Souveränität des ceylonesischen Parlaments folge, daß der umstrittene BRIBERY AMENDMENT ACT, 1958, ungeachtet etwaiger Verfahrensmängel bei seinem Erlaß mit Erhalt des ROYAL ASSENT ein vollwirksames Gesetz geworden sei, das keinerlei Nachprüfung unterliege. Der PRIVY COUNCIL entschied jedoch, daß auch der souveräne Gesetzgeber an die jeweiligen Verfahrensvorschriften gebunden sei, und billigte, daß der SUPREME COURT von Ceylon daraus für sich das Recht abgeleitet hatte, die Einhaltung jener Vorschriften durch das Parlament im Wege der formellen Gesetzeskontrolle zu überprüfen 73:

„A legislature has no power to ignore the conditions of law-making that are imposed by the Instrument which itself regulates the power to make law. This restriction exists independently of the question whether a legislature is sovereign .. . A Constitution can ideed [sic!] be altered or amended by the legislature if the regulating instrument so provides and if the terms of those provisions are complied with: and the alteration or amendment may include the change or abolition of these very provisions. The proposition which is not acceptable is that a legislature, once established, has some inherent power derived from the mere fact of its establishment, to make a valid law by the resolution of a bare majority which its own constituent instrument has said shall not be a valid law unless made by a different type of majority or by a different legislative process.”


73 A.a.O., S. 706/07.  

Anmerkungen

Vollmer wird nicht genannt.

Das lange wörtliche Zitat aus der Ranasinghe-Entscheidung enthält bei Vollmer gegenüber dem Original zwei Abweichungen:

- im ersten Satz lautet das fünftletzte Wort „the“ anstatt richtig „its“

- im dritten Satz lautet das drittletzte Wort „these“ anstatt richtig „those“.

Beide Fehler finden sich identisch bei Rm.

Sichter
(Morinola), SleepyHollow02

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