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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 11-27
Quelle: Vollmer 1969
Seite(n): 88, Zeilen: 1 ff.
a. Dr. Bonham’s Case (1610)

Wegen der Bedeutsamkeit der Ideen Cokes für das materielle richterliche Gesetzesprüfungsrecht, [sic!] bedarf es nachfolgend einer Darstellung der wohl berühmtesten Entscheidung Cokes zur kontrollierenden Macht des common law, dem Dr. Bonhams ’s [sic!] Case, der auch als The Case of the College of Physicians (1610) bekanntgeworden ist.684 Diesen Fall hatte die Bench of Common Pleas685 unter dem Vorsitz Cokes zu entscheiden. Dem Rechtsstreit lag eine Klage des Arztes Dr. Thomas Bonham gegen den Präsidenten und die Zensoren des Royal College of Physicians zugrunde. Der Sachverhalt stellte sich im wesentlichen wie folgt dar: Dr. Bonham war Medizinstudent an der Universität Cambridge gewesen und hatte dort den Grad eines „Doktors der Medizin“ erlangt. Im Anschluss daran hatte er sich ohne Erlaubnis des Royal College of Physicians in London als praktischer Arzt niedergelassen und auch weiterpraktiziert, nachdem die Prüfungskommission des Royal College of Physicians seine auf Einladung im April 1610 abgelegte Prüfung als unzulänglich (insufficient) befunden und ihm die weitere Berufsausübung in London untersagt hatte. Das Royal College of [Physicians setzte daraufhin eine Geldstrafe von 100 shilling gegen ihn fest und drohte ihm eine Gefängnisstrafe an, falls er sich weiterhin über das Berufsverbot hinwegsetzen sollte.]


684 Co. Rep. 8, 114 a ff. (nachfolgend zit. nach E.R. 77, 646 ff).

685 Vgl. zur historischen Entwicklung FN 266.

2. Dr. BONHAM'S CASE (1610)

In Dr. BONHAM 'S CASE oder THE CASE OF THE COLLEGE OF PHYSICIANS (161O), wie der ungekürzte Titel in 'Coke's Reports" lautet"', hatte die BENCH OF COMMON PLEAS unter dem Vorsitz von SIR EDWARD COKE über eine Klage des Arztes Dr. THOMAS BONHAM gegen den Präsidenten und die Zensoren des ROYAL COLLEGE OF PHYSICIANS in London wegen rechtswidriger Einkerkerung zu entscheiden. Der Klage lag folgender Sachverhalt zugrunde: THOMAS BONHAM, Doktor der Medizin der Universität Cambridge, hatte sich ohne Erlaubnis des COLLEGE OF PHYSICIANS in London als praktischer Arzt niedergelassen. Deswegen wurde er im April 1610 vor den Präsidenten und die Zensoren des Kollegs geladen und einer Prüfung unterzogen. Die Prüfungskommission fand seine medizinischen Kenntnisse unzulänglich (insufficient) und untersagte ihm jede weitere Berufsausübung In London. Als DR. BONHAM gleichwohl weiterpraktizierte, setzte das ROYAL COLLEGE, etwa einen Monat später, eine Geldstrafe von 100 Schilling gegen ihnfest und drohte ihm obendrein Gefängnis an, falls er sich weiterhin über das Verbot hinwegsetze.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. In der Formulierung etwas abweichend von der Quelle, in der Gedankenführung eng am Vorbild.

Sichter
(SleepyHollow02)

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