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Rm/Fragment 203 01

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Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 203, Zeilen: 1-31
Quelle: Bradley_1994
Seite(n): 95, 96, Zeilen: S. 95: 32-33, S. 96: 1ff
Die Betreiber spanischer Fischerboote machten im Rahmen einer Klage geltend, dass der Merchant Shipping Act 1988 gegen das Gemeinschaftsrecht verstoße. Hintergrund der Klage war die Tatsache, dass Gruppierungen spanischer Fischereiinteressen Gesellschaften in Großbritannien gegründet hatten, die vorwiegend spanische Fischerboote für sich operieren ließen, um von den E.G.- Fischquoten des Vereinigten Königreichs zu profitieren. Um die britischen Fischereiinteressen zu schützen, legte das Westminster Parlament im Rahmen des Merchant Shipping Act 1988 Bedingungen fest, die fremde Eigentümer zu erfüllen hatten, bevor sie ihre Boote im Vereinigten Königreich registrieren lassen konnten. Die Anwendung des Merchant Shipping Act 1988 hätte unweigerlich zur Folge gehabt, dass die spanischen Eigentümer die Fischerei in britischen Hoheitsgewässem hätten einstellen müssen. Die damit verbundenen wirtschaftlichen Einbußen - während der Zeit des Vorlageverfahrens beim EuGH - wären von der britischen Regierung nicht ersatzfahig gewesen, selbst wenn der Merchant Shipping Act 1988 tatsächlich für europarechtswidrig erachtet worden wäre.1166

Das zentrale Problem bestand damit nicht darin, ob - wie später bejaht wurde1167 - der Merchant Shipping Act 1988 tatsächlich gemeinschaftsrechtswidrig sei, sondern ob die englischen Gerichte den Klägern einstweiligen Rechtsschutz (interim relief) gegen die britische Regierung gewähren durften, während der Fall beim EuGH gemäß Art. 234 (177 a. F.) EG anhängig war. Die Kläger suchten damit im Ergebnis, die vorläufige Nichtanwendung des Merchant Shipping Act 1988 von den englischen Gerichten zu erreichen.

In der ersten Factortame-Entscheidung beschloss das House of Lords, dass es nicht ermächtigt sei, einstweiligen Rechtsschutz zu gewähren, weil dem Merchant Shipping Act 1988 der Vorrang gebühre, solange nicht das Gegenteil bewiesen sei.1168 Als zweiten Grund führte man an, dass das House of Lords keine einstweilige Verfügung gegen die Krone oder den Transportminister erlassen könne.1169 Gleichzeitig legte das House of Lords dem EuGH die Frage vor, ob es ein überragendes Prinzip des Gemeinschaftsrechts gäbe, demzufolge die nationalen Gerichte gehalten seien, einstweiligen Rechtsschutz im Hinblick [auf die bestehenden Gemeinschaftsrechte des Antragstellers gewähren zu müssen.]


1166 Vgl. Bradley (FN 1129), 79 (96).

1167 R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame Ltd. (No. 3) [1991] 2 Lloyd’s Law Rep., 648.

1168 Vgl. a.a.O. (FN 1167).

1169 Diese Rechtsprechung gab das House of Lords später auf; vgl. In re M. [1993] 3 W.L.R., 433.

That issue arose in R. v. Secretary of State for Transport, ex parte Factortame Ltd. 67 where it was claimed by Spanish fishing-boat operators that provisions in the Merchant Shipping Act 1988 were in conflict with Community law. The background to this claim lay in the fact that Spanish fishing interests had formed companies registered in the United Kingdom to which Spanish fishing boats were transferred in order to benefit from the EEC fishing quota allocated ta the United Kingdom. In protection of British fishing interests, the 1988 Act introduced various tests which foreign owners had to satisfy before their boats could be registered in the United Kingdom. If the Act came into force, the Spanish-owned companies would have to stop fishing; the economic loss that they would suffer while the matter was referred from English courts to the Luxemburg court would not be recoverable from the British government, even if the 1988 Act was eventually held to be inconsistent with their Community rights.

The central issue was not whether the Act of 1988 was itself contrary to Community law, as it was later held to be,68 but the vital procedural point of whether the English courts could grant interim relief to the Spanish fishermen against the British government while the case was before the European Court on an Article 177 reference. In effect, the applicants were asking that the Merchant Shipping Act 1988 should be disapplied by the English court. In its first Factortame decision, the House of Lords held that it had no jurisdiction to grant such relief, primarily for the reason that the 1988 Act must be presumed to be valid until the contrary had been shown. A secondary reason was that the English courts had no power to issue an interim injunction against the Crown or the Secretary' of State for Transport.69 But the House of Lords referred to the European Court of Justice the question of whether there was an 'overriding principle of Community law' that required national courts to secure effective interim protection for the applicants' rights in Community law.


68 R. v. Secretary of State/or Transport, ex parte Factortame Ltd. (No. 3) [1991] 2 Lloyd's Rep. 648.

69 This part of the decision was later reversed by the House of Lords In re M. [1993] 3WLR 433.

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche, teilweise allzu wörtliche Übersetzung ("Gruppierungen spanischer Fischereiinteressen"; "zu erfüllen hatten, bevor..."). Nur ein "Vgl."-Verweis auf Bradley.

Sichter
SleepyHollow02

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