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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 2, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Buttron 2006
Seite(n): 8, 9, Zeilen: 8: 1ff; 9: 1-8
[Aufgrund der] vom Statistischen Bundesamt vorausberechneten Überalterung unserer Gesellschaft [Gesundheitsberichterstattung] ist in den nächsten Jahrzehnten von einem weiteren Anstieg der Schlaganfallinzidenz auszugehen. Im Erlanger Schlaganfallregister dominierte der ischämische Hirninfarkt mit rund 80% und lag deutlich vor der intrazerebralen Blutung mit ca. 13%; Subarachnoidalblutungen und nicht klassifizierbare Schlaganfälle machten den Rest aus. Unterschieden nach ätiologischen Untergruppen [Adams HP. 1] haben, neben Makro- und Mikroangiopathien, anderen seltenen Erkrankungen (Vaskulitis, Dissektion hirnversorgender Arterien, hämatologische Erkrankungen oder Koagulopathien) und undefinierbaren Infarkten, Kardioembolien die höchste Inzidenz in der Gruppe der Hirninfarkte. Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Ursachen für Kardioembolien. Da die Prävalenz von Vorhofflimmern mit dem Alter ansteigt, sind meist ältere Patienten von Kardioembolien betroffen [Kolominsky-Rabas P. 4 sowie Grau AJ.]. Makroangiopathische Infarkte finden sich vor allem bei Männern der mittleren Altersstufen in Verbindung mit vorausgehender transitorisch ischämischer Attacke (TIA). Ferner spielen sie eine bedeutende Rolle bei Rauchern [Ingall TJ. sowie Mast H.]. Ein Zusammenhang von Hirninfarkten mit einer Hypercholesterinämie ist nicht eindeutig belegt. Er scheint aber am ehesten bei Makroangiopathien, insbesondere wenn Stenosen der hirnversorgenden Arterien vorliegen, zu bestehen [Grau AJ.; Hachinski V.; Wilson PW.; Bowman TS.].

Die Sterblichkeitsrate des Schlaganfalls beträgt insgesamt laut Erlangener Studie rund 20% nach 28 Tagen, 28,5% innerhalb von drei Monaten und rund 40% nach zwölf Monaten. Ähnliche Ergebnisse wurden auch in anderen internationalen Studien erzielt [Thorvaldsen P. 2; Wolfe CD.]. Unter allen Infarktätiologien sind vor allem schwerwiegende neurologische Defizite mit einem kardioembolischen Geschehen assoziiert, welches die höchste Sterblichkeitsrate aufweist. Das beste funktionelle Outcome sowie die niedrigste Letalitätsrate haben Patienten nach mikroangiopathischen Hirninfarkten [Grau AJ.; Kolominsky-Rabas P. 4; Petty GW. 1]. Diese Pathophysiologie scheint besonders mit arteriellem Hypertonus, der generell eine hohe Prävalenz beim Schlaganfall hat, und Diabetes mellitus assoziiert zu sein. Unterschiedliche Studienergebnisse bestehen auch hinsichtlich der Rezidivrate ischämischer zerebrovaskulärer Ereignisse. Laut einiger Studien ist diese bei makroangiopathischen Infarkten am höchsten [Grau AJ.; Petty GW. 2; Sacco RL. 1], andere Untersuchungen stellten dagegen nach kardioembolischen Infarkten die häufigsten Rezidive fest [Kolominsky-Rabas P. 4]. Die Behandlung von Schlaganfällen und die in der Folge häufige und vielfach permanente körperliche Beeinträchtigung der Betroffenen erfordert einen enormen volkswirtschaftlichen Aufwand. Eine internationale multizentrische Studie [Caro JJ.] veranschlagt die Behandlungskosten für die ersten drei Monate mit durchschnittlich 14.000 US-Dollar pro [Patient.]

Aufgrund der vom Statistischen Bundesamt vorausberechneten Überalterung unserer Gesellschaft7 ist in den nächsten Jahrzehnten von einem weiteren Anstieg der Schlaganfallinzidenz auszugehen. Im Erlanger Schlaganfallregister dominierte der ischämische Hirninfarkt mit rund 80% und lag deutlich vor der intrazerebralen Blutung mit ca. 13%; Subarachnoidalblutungen und nicht klassifizierbare Schlaganfälle machten den Rest aus. Unterschieden nach ätiologischen Untergruppen8 stellen neben Makro- und Mikroangiopathien, seltenen anderen Erkrankungen (Vaskulitis, Dissektion hirnversorgender Arterien, hämatologische Erkrankungen oder Koagulopathien) und undefinierbaren Infarkten, Kardioembolien ätiologisch die höchste Inzidenz in der Gruppe der Hirninfarkte dar. Insbesondere ereignen sie sich bei älteren Patienten und haben im Vergleich zu den anderen Infarktursachen die mit Abstand höchste Prävalenz an Vorhofflimmern9, 10. Makroangiopathische Infarkte finden sich vor allem bei Männern der mittleren Altersstufen in Verbindung mit vorausgehender transitorisch ischämischer Attacke (TIA). Ferner spielen sie eine bedeutende Rolle bei Rauchern 11; 12. Ein Zusammenhang von Hirninfarkten mit einer Hypercholesterinämie ist nicht eindeutig belegt. Er scheint aber am ehesten bei Makroangiopathien, insbesondere wenn Stenosen der hirnversorgenden Arterien vorliegen, zu bestehen13, 14, 15, 16.

Die Sterblichkeitsrate des Schlaganfalls insgesamt beträgt in der Erlangener Studie rund 20% nach 28 Tagen, 28,5% innerhalb von drei Monaten und rund 40% nach zwölf Monaten. Ähnliche Raten wurden auch in anderen internationalen Studien beschrieben17, 18. Schwerwiegende neurologische Defizite mit konsekutiver Invalidität sind unter allen Infarktätiologien vor allem mit einem kardioembolischen Geschehen assoziiert. Es weist zudem die höchste Sterblichkeitsrate auf. Das beste funktionelle Outcome sowie die niedrigste Letalitätsrate haben Patienten nach mikroangiopathischen Hirninfarkten19, 20, 21. Diese Pathophysiologie scheint besonders mit arteriellem Hypertonus, der generell eine hohe Prävalenz beim Schlaganfall hat, und Diabetes mellitus assoziiert zu sein. Eine eindeutige Kausalität läßt sich aber aus der bisherigen Datenlage nicht folgern22, 23, 24.

Unterschiedliche Studienergebnisse bestehen auch hinsichtlich der Rezidivrate ischämischer zerebrovaskulärer Ereignisse. In mehreren Studien ist sie am

[Seite 9]

größten bei den makroangiopathischen Infarkten25, 26, 27, andere Untersuchungen stellten dagegen nach kardioembolischen Infarkten die häufigsten Rezidive fest28.

Die Behandlung von Schlaganfällen und die in der Folge häufige und vielfach permanente körperliche Beeinträchtigung der Betroffenen erfordern einen enormen volkswirtschaftlichen Aufwand. In einer internationalen multizentrischen Studie29 wurden die Behandlungskosten für die ersten drei Monate mit durchschnittlich 14.000 US-Dollar pro Patient veranschlagt.


7 Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2002, Themenheft 10 – Gesundheit im Alter

8 Adams HP, Bendixen BH, Kapelle LJ, Biller J, Love BB, Gordon DL, Marsh EE 3rd. (1993) Classification of subtype of acute stroke: definitions for use in a multicenter clinical trial. TOAST. Trial of Org 10172 in Acute Stroke Treatment. Stroke 24:35-41

9 Kolominsky-Rabas P, Weber M, Gefeller O, Neuendörfer B, Heuschmann PU (2001) Epidemiology of ischemic stroke subtype accoding to TOAST criteria: incidence, recurrence and long-term-survival in ischaemic stroke subtypes: a population-based study. Stroke 32:2735- 2740

10 Grau AJ, Weimar C, Buggle F, Heinrich A, Goertler M, Neumaier S, Glahn J, Brandt T, Hacke W, Diener HC (2001) Risk Factors, Outcome, and Treatment in Subtypes of Ischemic Stroke. The German Stroke Data Bank. Stroke 32:2559-2566

11 Ingall TJ, Homer D, Baker HL Jr, Kottke BA, O`Fallon WM, Whisnant JP (1991) Predictors of intracranial carotid artery atheroslerosis. Duration of cigarette smoking and hypertension are more powerful than serum lipid levels. Arch Neurol 48:687-691

12 Mast H, Thompson JLP, Lin IF, Hofmeister C, Hartmann A, Marx P, Mohr JP, Sacco RL (1998) Cigarette smoking as a determinant of high-grade carotid artery stenosis in Hispaniac, black, and white patients with stroke or transient ischemic attack. Stroke 29:908-912

13 Grau AJ, Weimar C, Buggle F, Heinrich A, Goertler M, Neumaier S, Glahn J, Brandt T, Hacke W, Diener HC (2001) Risk Factors, Outcome, and Treatment in Subtypes of Ischemic Stroke. The German Stroke Data Bank. Stroke 32:2559-2566

14 Hachinski V, Graffagno C, Beaudry M, Bernier G, Buck C, Donner A, Spence JD, Doig G, Wolfe BM (1996) Lipids and stroke: a paradox resolved. Arch Neurol 53:303-308

15 Wilson PW, Hoeg JM, D’Agostino RB, Silbershatz H, Belanger AM, Poehlmann H, O’Leary D, Wolf PA (1997) Cumulative effects of high cholesterol levels, high blood pressure, and cigarette smoking on carotid stenosis. N Engl J Med 337;516-522

16 Bowman TS, Sesso HD, MA J, Kurth T, Kase CS, Stampfer MJ, Gaziano JM (2003) Cholesterol and the Risk of Ischemic Stroke. Stroke 34:2930-2934

17 Thorvaldsen P, Asplund K, Kuulasmaa K, Rajakangas AM, Schroll M for the WHO MONICA Project (1995) Stroke Incidence, Case Fatality, and Mortality in the WHO MONICA Project. Stroke 26:361-367

18 Wolfe CD, Giroud M, Kolominsky-Rabas P, Dundas R, Lemesle M, Heuschmann P, Rudd A (2000) Variations in Stroke Incidence and Survival in 3 Areas of Europe. European Registries of Stroke (EROS) Stroke 31:2074-2079

19 Grau AJ, Weimar C, Buggle F, Heinrich A, Goertler M, Neumaier S, Glahn J, Brandt T, Hacke W, Diener HC (2001) Risk Factors, Outcome, and Treatment in Subtypes of Ischemic Stroke. The German Stroke Data Bank. Stroke 32:2559-2566

20 Kolominsky-Rabas P, Weber M, Gefeller O, Neuendörfer B, Heuschmann PU (2001) Epidemiology of ischemic stroke subtype accoding to TOAST criteria: incidence, recurrence and long-term-survival in ischaemic stroke subtypes: a population-based study. Stroke 32:2735- 2740

21 Petty GW, Brown RD Jr, Whisnant JP, Sicks JD, O`Fallon WM, Wiebers DO (2000) Ischemic Stroke Subtypes: a population-based study of functional outcome, survival, and recurrence. Stroke 31:1062-1068

22 Grau AJ, Weimar C, Buggle F, Heinrich A, Goertler M, Neumaier S, Glahn J, Brandt T, Hacke W, Diener HC (2001) Risk Factors, Outcome, and Treatment in Subtypes of Ischemic Stroke. The German Stroke Data Bank. Stroke 32:2559-2566

23 Petty GW, Brown RD Jr, Whisnant JP, Sicks JD, O`Fallon WM, Wiebers DO (1999) Ischemic Stroke Subtypes: a population-based study of incidence and risk factors. Stroke 30:2513-2516

24 Chamorro A, Sacco RL, Mohr JP, Foulkes MA, Kase CS, Tatemichi TK, Wolf PA, Price TR, Hier DB (1991) Clinical-computed tomographic correlations of lacunar infarction in the Stroke Data Bank. Stroke 22:175-181

25 Grau AJ, Weimar C, Buggle F, Heinrich A, Goertler M, Neumaier S, Glahn J, Brandt T, Hacke W, Diener HC; on behalf of the German Stroke Data Bank Collaborators (2001) Risk Factors, Outcome, and Treatment in Subtypes of Ischemic Stroke: The German Stroke Data Bank. Stroke 32:2559-2566

26 Petty GW, Brown RD Jr, Whisnant JP, Sicks JD, O´Fallon WM, Wiebers DO (1999) Ischemic Stroke Subtypes. a population-based study of incidence and risk factors. Stroke;30:2513-2516

27 Sacco RL, Foulkes MA, Mohr JP, Wolf PA, Hier DB, Price TR (1989) Determinants of early recurrence of cerebral infarction: Stroke Data Bank. Stroke 20:983-989

28 Kolominsky-Rabas P, Weber M, Gefeller O, Neuendörfer B, Heuschmann PU (2001) Epidemiology of ischemic stroke subtype accoding to TOAST criteria: incidence, recurrence and long-term-survival in ischaemic stroke subtypes: a population-based study. Stroke 32:2735- 2740

29 Caro JJ, Huybrechts KF, Duchesne I (2000) Management patterns and costs of acute ischemic stroke: an international study. Stroke 31:582-590

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

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